Gianni Infantino: »Maximale Eskalationsstufe« und »totale Krise«

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Der angedrohte WM-Boykott der Uefa stellt für Teile der europäischen Medien das »Ende der Welt« dar. Andere sprechen von einer »beispiellosen Eskalation«. Die Presseschau

Quelle: DIE ZEIT, SID, 30. Juli 2026, 20:09 Uhr

UEFA FIFA Boykott Gianni Infantino Investoren
Die UEFA droht dem FIFA-Präsidenten Gianni Infantino mit einem Boykott. © Denis Balibouse/​REUTERS

Die Europäische Fußball Union (Uefa) droht mit einem Boykott aller Fifa-Turniere, sollte Präsident Gianni Infantino seinen Investoren-Deal wie geplant durchführen. In der europäischen Presse wird deshalb teilweise der Rücktritt Infantinos gefordert. Internationale Pressestimmen zum Beschluss der Uefa

The Sun aus Großbritannien spricht vom »Ende der Welt«. England wolle die Weltmeisterschaft boykottieren, nachdem die Uefa-Mitgliedsländer einstimmig beschlossen haben, »den Protest gegen den geldgierigen Ausverkauf der Fifa zu unterstützen«. Auch der Daily Star lehnt »Giannis Geldmacherei« ab, Mirror fordert den Rücktritt des FIFA-Präsidenten. The Guardian sprach von einer zweistündigen Krisensitzung der Mitgliedsstaaten, die am Ende zu einer einheitlichen Haltung geführt habe. Infantino stehe vor einer schwierigen Aufgabe, um seine Pläne voranzubringen.

Vom »Ende der Welt« zum »offenen Krieg«

Das französische Medium RMC Sport sprach vom »offenen Krieg« gegen Infantino und berichtete, die Uefa werde die Weltmeisterschaft boykottieren, sollte das »umstrittene FIFA- und Infantino-Projekt« realisiert werden.  L’Èquipe schrieb, das von Fifa-Präsident Gianni Infantino zur Steigerung der Einnahmen befürwortete Projekt hat in Europa heftige Kritik hervorgerufen. »Eine Bombe!«, schreibt Le Parisien. Infantinos Projekt habe einen Tsunami in der Fußballwelt ausgelöst. Mundo Deportivo aus Spanien findet ähnliche Worte und spricht von einer »totalen Krise«, die im Fußball ausgebrochen sei.

Die italienischen Medien bewerten die Androhung der Uefa in Teilen kritisch. Gazette dello Sport spricht vom »totalen Krieg«, den die Uefa gegen Infantino führe. Die Entscheidung der europäischen Verbände sei »schockierend«. Corriere delle Sport sagt, der Konflikt hätte eine »beispiellose Eskalation« erreicht. Die Uefa »fordere Fifaheraus«. Oe24 aus Österreich spricht ebenfalls von einer Eskalation. Die österreichische Krone bezeichnet die Ereignisse als »Paukenschlag«. Laut dem Schweizer Blick herrscht »maximale Eskalationsstufe«. Es handele sich um einen »Machtkampf im Fußball«.

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