Gescheiterter Investorendeal: Uefa droht Fifa-Präsident Gianni Infantino mit rechtlichen Schritten

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Nach dem krachend gescheiterten Investorendeal droht die Europäische Fußball-Union (Uefa) Fifa-Boss Gianni Infantino mit rechtlichen Schritten. Wie der »Telegraph« und die »Financial Times« berichten, hat die Uefa den Weltverbandspräsidenten aufgefordert, sämtliches Material im Zusammenhang mit dem Vorhaben nicht zu vernichten. Entsprechende Schreiben gingen demnach unter anderem auch an Technologieinvestor Joshua Kushner, der eine Schlüsselrolle bei dem Projekt hätte einnehmen sollen. Eine offizielle Bestätigung lag zunächst nicht vor.

»Die Uefa teilt hiermit förmlich mit, dass sie aktiv die Einleitung rechtlicher Schritte, eines Schiedsverfahrens und/oder Beschwerden bei den zuständigen Aufsichtsbehörden (zusammen die ›Verfahren‹) prüft. Diese beziehen sich auf den von der Fifa vorgeschlagenen FFE-Plan sowie auf alle damit in Zusammenhang stehenden Angelegenheiten, die nachstehend näher erläutert werden«, zitiert der »Telegraph« aus dem Uefa-Schreiben. FFE ist das von Infantino geplante Tochterunternehmen des Weltverbands mit dem Namen Fifa Forward Enterprise.

Die FFE hätte die kommerziellen Rechte an den Fifa-Wettbewerben wie der Männer- und Frauen-WM sowie der Club-WM gebündelt. Technologieinvestor Joshua Kushner, dessen Bruder Jared mit der Tochter von US-Präsident Donald Trump, Ivanka, verheiratet ist, hätte über seine Investmentfirma Thrive eine Schlüsselrolle übernehmen sollen.

In dem Uefa-Schreiben an Infantino und den Weltverband heißt es weiter: »Sie und die Fifa sind verpflichtet, unverzüglich alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um sämtliche in diesem Schreiben bezeichneten Dokumente und elektronisch gespeicherten Informationen zu identifizieren, aufzufinden und zu sichern, die sich in Ihrem oder im Besitz, Gewahrsam oder unter der Kontrolle der Fifa befinden.«

Infantinos Wiederwahl als Fifa-Präsident im März 2027 galt eigentlich als ausgemacht. Nach dem geplatzten Deal formiert sich nun jedoch zusehends Widerstand. Der walisische Verband hatte zum Wochenbeginn bereits angekündigt, Infantino vor dem Fifa-Kongress im marokkanischen Rabat die Unterstützung zu entziehen. Laut »Sky News« plane der englische Verband, zeitnah nachzuziehen – weitere Landesverbände könnten folgen.

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