Die israelische Armee hat zahlreiche Boote von Aktivisten beschlagnahmt. Die sogenannte Gaza-Hilfsflotte war vergangene Woche mit 57 Booten gen Gazastreifen aufgebrochen.
Quelle: DIE ZEIT, dpa, Reuters, sko 19. Mai 2026, 10:53 Uhr
Die israelische Armee hat die meisten Boote der von Aktivisten gestarteten Gaza-Hilfsflotte gestoppt. Israels Marine habe über Nacht mehr als die Hälfte von insgesamt 57 Booten der »Global Sumud Flotilla« unter ihre Kontrolle gebracht, berichtete der israelische Rundfunk. Dabei seien rund 250 Aktivisten festgenommen worden. Die Flotte wollte zum Gazastreifen segeln.
Die Aktivisten verurteilten die Festnahmen. Zehn Boote seien weiterhin unterwegs in Richtung Gazastreifen, schrieben sie. Mehr als 40 Boote waren bereits am Montag an der Weiterfahrt gehindert worden. Der Einsatz der israelischen Armee sei »eine weitere illegale Aggression auf hoher See«. Ziel der Flotilla sei es gewesen, »einen humanitären Korridor einzurichten und Israels illegale Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen«.
Unter den Festgenommenen soll auch die Schwester der irischen Präsidentin Catherine Connolly, Margaret Connolly, sein, berichteten mehrere Medien. »Es ist sehr beunruhigend, und ich mache mir große Sorgen um sie, und auch um ihre Kollegen an Bord«, sagte die Präsidentin unter anderem dem Sender RTÉ zufolge.
Das israelische Außenministerium nannte die Aktion eine Provokation und teilte mit, auf den Booten seien bisher keine humanitären Hilfsgüter gefunden worden.
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