Fotojournalist im Iran: »Ich habe mich in der Waffenruhe zuerst fremd gefühlt«

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Rouzbeh Radfar – er heißt in Wirklichkeit anders – fotografiert seit 2021 unter Pseudonym für die ZEIT. Er hat die Proteste der vergangenen Jahre dokumentiert, den Krieg. Einige Bilder, die wir auf dieser Seite zeigen, sind ganz neu, aufgenommen während der Waffenruhe der vergangenen zwei Wochen. Diese soll heute Nacht enden.

DIE ZEIT: Unsere Gesprächspartner beschreiben ein Teheran voller Checkpoints und Revolutionsgardisten in Zivilkleidung. Wie arbeiten sie unter diesen Bedingungen?

Radfar: Ich rechne jederzeit damit, kontrolliert oder festgenommen zu werden. Das ist in den letzten Wochen mehrmals passiert, ich wurde einige Stunden verhört und wieder freigelassen. Ich musste Fotos löschen oder Speicherkarten abgeben. Besonders im Krieg musste ich hastig arbeiten, in ständiger Furcht, dass jemand eingreift. Aber es ist mein Job, zu dokumentieren. Ich kann das, was ich sehe, nicht ignorieren: die Zerstörung, die zivilen Opfer, das Leben im Krieg. Ich will es sichtbar machen.

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