Zur tragischen Figur auf marokkanischer Seite avancierte Brahim Díaz, der mit der letzten Aktion vor der Verlängerung einen Elfmeter vergab. Zuvor hatte es fast 20 Minuten lang intensive Diskussionen und Tumulte gegeben.
Auslöser war ein Zweikampf zwischen Díaz und Senegals El Hadji Malick Diouf: Nach einem leichten Halten im Strafraum forderte Díaz energisch Elfmeter. Unter großem Protest der Senegalesen schaute sich Schiedsrichter Jean-Jacques Ndala Ngambo aus der Demokratischen Republik Kongo die Szene noch mal am TV-Schirm an – und zeigte nach VAR-Entscheidung auf den Punkt.
Senegals Spieler und Betreuer wüteten gegen die aus ihrer Sicht falsche Entscheidung, Trainer Pape Thiaw beorderte seine Spieler nach langen und heißen Debatten sogar in die Kabine – kurzzeitig drohte ein Abbruch des Finalspiels. Schließlich kehrten die Spieler aber zurück ins Stadion.
Der Frust bei Mané und Co. war auch deshalb groß gewesen, weil ihnen der Unparteiische kurz vor der Elfmeterszene ein Tor nach einem Eckball wegen eines Foulspiels an Hakimi aberkannt hatte – ebenfalls eine äußerst strittige Entscheidung.
Als Díaz schließlich für den Elfmeter antrat, entschied er sich für einen Lupfer in die Tormitte. Torwart Edouard Mendy blieb stehen und hielt den Ball mühelos fest.
In der Verlängerung wurde Díaz ausgewechselt, er verfolgte auf der Bank tieftraurig das restliche Geschehen. Beide Seiten hatten gute Chancen, die Senegalesen wirkten aber physisch und psychisch einen Tick besser. Nach Gueyes Traumtor in der 94. Minute verteidigten die Senegalesen leidenschaftlich. Der stark haltende Bono verhinderte noch das 2:0.

vor 10 Stunden
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