EU-Kommissar Dan Jørgensen sieht Welt vor »schwerster Energiekrise aller Zeiten«

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Mut machen die Worte von Dan Jørgensen nicht: Laut dem Energiekommissar der Europäischen Union ist die Welt mit der »wohl schwersten Energiekrise aller Zeiten« konfrontiert. »Seit Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten haben die Mitgliedstaaten der Europäischen Union bereits über 30 Milliarden Euro mehr für Importe fossiler Brennstoffe ausgegeben – ohne dafür zusätzliche Lieferungen zu erhalten«, sagte er in Brüssel.

Etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls und Flüssiggases wird normalerweise durch die Straße von Hormus transportiert. Seit Beginn des Konflikts zwischen den USA, Israel und Iran hat Teheran den Schiffsverkehr durch diese Engstelle durch Drohungen und Angriffe praktisch zum Erliegen gebracht. Washington hat zudem eine Seeblockade gegen Schiffe verhängt, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen. Außerdem wurden in den vergangenen Monaten Energieproduktionsanlagen in mehreren Golfstaaten durch iranische Angriffe beschädigt.

Vorbereitung auf Engpässe

Nach einem Kriegsende werde es voraussichtlich Jahre dauern, bis die Gasproduktion in der Region wieder normal laufe, sagte Jørgensen. Die EU bereite sich auch auf mögliche Versorgungsengpässe vor, insbesondere bei Flugkraftstoff. Er verwies auf die neue Beobachtungsstelle der EU, die Daten zum vorhandenen Flugtreibstoff sammelt. So wolle man auch erkennen, falls politische Maßnahmen zur Koordinierung und Umverteilung nötig würden, sagte der Politiker. »Wir hoffen, dass es nicht zu einer Situation kommt, in der dies notwendig wird, aber wir bereiten uns darauf vor.«

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