Aus der Serie: Fünf vor acht
Die Treffen Trumps und nun Putins mit Chinas Staatschef Xi zeigen: Die EU muss ihre Interessen stärker verteidigen. Die gute Nachricht: Das Zeug dazu hat sie längst.
19. Mai 2026, 6:32 Uhr
Immerhin eine Befürchtung ist nicht eingetreten: Donald Trump und Xi Jinping haben bei ihrem Treffen in China keinen großen Handelsdeal geschlossen, der die EU unerwartet getroffen hätte. Dafür verständigten sie sich auf einen gemeinsamen Ausschuss, um handelspolitische Fragen zu klären. Bis zum Schluss des Trump-Besuchs schien es, als gebe es auch darüber hinaus nichts Weltbewegendes zu verkünden.
Aber dann machte der US-Präsident plötzlich einige Bemerkungen zu Taiwan. Die USA haben es bisher so gehalten, ihre Unterstützung für die demokratisch regierte Insel nicht mit dem Regime in Peking zu diskutieren, das Taiwan als Territorium beansprucht. Trump sagte nicht nur, er habe mit Xi ausführlich über das Thema gesprochen. Er bezeichnete eine geplante Waffenlieferung an Taiwan auch als »sehr gute Verhandlungsmasse«.

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