In formelleren Zeiten hätte man die Theaterlangeweilekatastrophe von Ivo van Hoves David-Bowie-Abend „Rebel Rebel“ wohl einen Achtungserfolg genannt. Wenn alle alles fast richtig gemacht haben und das Ergebnis trotzdem einfach eine Bauchlandung mit höflicher Applausbegleitung ist, ein Abend, den man nicht zweimal sehen möchte, der nichts Originelles hat, aber viel Stadthallenmusical-Biederkeit. Rebell ist ein schönes, aber hier denkbar unangebrachtes Wort für ein „Musiktheater“, das Auge um Auge, Zahn um Zahn, Song nach Song abhakt und dabei seinem großartigen Aufführungsraum und dessen phantastischer Soundanlage und den Sängern verdankt, dass man ein paar Momente musikalisch sogar mag.

vor 2 Stunden
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