Elon Musk: Richterin zweifelt an Einigung mit SEC zu Twitter-Übernahme

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Eine US-Richterin hat eine geplante Einigung zwischen der amerikanischen Börsenaufsicht SEC und einem ​Treuhandfonds des Unternehmers Elon Musk gestoppt. Die Richterin deutete an, der Deal, der eine Geldstrafe von lediglich 1,5 Millionen Dollar vorsieht, könne dazu dienen, Musk persönlich vor einer Strafe zu schützen. Sie könne eine Vereinbarung mit derart vielen »Unregelmäßigkeiten« nicht einfach absegnen, erklärte die Richterin in Washington am Mittwoch.

Strafe um 99 Prozent gesenkt

Der Rechtsstreit ist Teil einer jahrelangen Auseinandersetzung zwischen ‌der SEC und Elon Musk. Die Börsenaufsicht wirft dem Milliardär vor, im großen Stil Twitter-Aktien gekauft zu haben, bevor er das Onlinenetzwerk 2022 offiziell für 44 Milliarden Dollar übernahm und später in »X« umbenannte. Gesetzlich sind Investoren verpflichtet, innerhalb von zehn Tagen offenzulegen, wenn sie durch Aktienkäufe ihre Anteile an einem Unternehmen auf mehr als fünf Prozent erhöhen. Im Fall der Twitter-Übernahme hatte Musk diese Frist um elf Tage verstreichen lassen.

In der geplanten Einigung wurde Musk zudem als Person aus der Klage entfernt und durch einen seiner Treuhandfonds ‌ersetzt, so könnte der Milliardär einer persönlichen Haftung entgehen.

Die Richterin in Washington bezeichnete diese Punkte nun als Warnsignale und stoppte den juristischen Vergleich. Ein Sprecher ​der SEC lehnte eine ⁠Stellungnahme ab.

In Kalifornien droht weiteres Verfahren

In einem separaten Gerichtsverfahren in Kalifornien war eine Jury im März zu dem Schluss gekommen, dass Musk die Twitter-Investoren während der chaotischen Übernahme im Jahr 2022 durch irreführende Beiträge auf der Plattform getäuscht habe. Der Schadensersatz in diesem Fall könnte sich auf rund zwei Milliarden Dollar belaufen.

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