Dschihadisten in Mali : Der Rückschlag

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Bewaffnete Gruppen haben in ganz Mali angegriffen, auch hochrangige Mitglieder der mit Russland verbündeten Militärregierung. Hat die auf die falsche Strategie gesetzt?

28. April 2026, 15:55 Uhr

 Tuareg-Rebellen der Front de libération de l’Azawad (FLA) Ende April 2026 in Kidal
Tuareg-Rebellen der Front de libération de l’Azawad (FLA) Ende April 2026 in Kidal © Abdollah Ag Mohamed/​AFP/​Getty Images

Strahlen von Taschenlampen zucken durch die Dunkelheit. Sie werfen grelle Lichtkegel auf Betonbrocken, geborstene Türen, zerfetzte Mauerstücke. Das Haus des Verteidigungsministers von Mali ist nur noch ein Trümmerhaufen, durch den nun desorientierte Männer in Kampfanzügen und ein Kerl in einem weißen Kittel staksen.

Darüber, was aus dem malischen Verteidigungsminister geworden ist, gibt das verwackelte Video, das seit dem Wochenende in den sozialen Medien kursiert, keine Auskunft. Doch mittlerweile ist es bestätigt: Sadio Camara ist tot. Der Mann, der wie kein Zweiter für die Kooperation der Streitkräfte Malis mit Söldnern aus Russland stand, ist das Opfer eines Autobombenanschlags jener Kräfte geworden, die er zu besiegen versprochen hatte. Es ist die bisher wohl bitterste Niederlage der Militärregierung Malis. Eine Niederlage, die die Frage aufwirft, ob die Junta mit ihren Partnern, dem russischen Afrikakorps (ehemals Wagner), auf die falsche Strategie im Kampf gegen Terror und Rebellion gesetzt hat.

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