Drohnenangriffe in Russland: Ukraine greift Industrieanlagen in Russland an

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Die Ukraine hat zwei russische Industrieanlagen mit Drohnen angegriffen. Im Chemiewerk und der Ölanlage in den Gebieten Tula und Jaroslawl sei es zu Bränden gekommen.

Quelle: DIE ZEIT, dpa, 14. Juni 2026, 14:21 Uhr

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Ukrainische Drohnenangriffe auf Industrieanlagen in Russland haben Großbrände in den Gebieten Tula und Jaroslawl ausgelöst. Wie Gouverneur Dmitri Miljajew mitteilte, fielen Trümmer einer abgeschossenen Drohne auf das Gelände einer Chemiefabrik in der südlich von Moskau gelegenen Region Tula.

In sozialen Netzwerken gab es Berichte und nicht überprüfbare Videoaufnahmen von einem Brand. Demnach wurde der für die Kriegswirtschaft wichtige Betrieb Asot getroffen. Asot ist eines der größten Chemiewerke Russlands, das vor allem Dünger, aber auch Bestandteile für die Produktion von Munition in Rüstungsbetrieben herstellt. Der Gouverneur machte zunächst keine Angaben zum Ausmaß der Schäden oder möglichen Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung.

Außerdem sollen nach Angaben des ​Gouverneurs der nördlich von Moskau ‌gelegenen russischen ⁠Region Jaroslawl ukrainische Drohnen ein Treibstofflager getroffen und ebenfalls einen Brand ausgelöst haben.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die beiden Angriffe auf russische Industrieanlagen bestätigt. »Die Ukraine hat in der Nacht eine Ölanlage in der russischen Region Jaroslawl und das Chemiewerk Asot angegriffen«, schrieb er auf X.

Großbrand auch in Kraftstoff-Lager

Im Gebiet Jaroslawl sprach Gouverneur Michail Jewrajew von einem Drohnenangriff auf Industrieobjekte für die Lagerung von Kraftstoffen. Auch dort sei es zu einem Brand gekommen. Verletzte gebe es nicht, teilte der Beamte mit. 

Der ukrainische Geheimdienst SBU teilte später mit, dass mehrere Drohnen in das als Staatsreserve genutzte Lager in Rybinsk eingeschlagen seien. Die dort gelagerten Kraftstoffe, darunter Benzin und Diesel, würden auch für die Versorgung der russischen Armee genutzt und seien deshalb legitime Ziele. Auf einem von Selenskyj veröffentlichten Video ist ein Großbrand mit schwarzen Rauchwolken und fliegenden Drohnen zu sehen.

Das russische Verteidigungsministerium hatte zuvor den Abschuss von insgesamt 249 Flugobjekten in verschiedenen Regionen gemeldet. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtete, es seien mehrere Drohnenangriffe abgewehrt worden.

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