Donau – Budapest: Niedrigwasser legt tote Soldaten der Wehrmacht frei

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Überreste von zwei Wehrmachtssoldaten, ein Motorrad und Tellerminen – das Niedrigwasser der Donau sorgt in Budapest für spektakuläre Funde. Mitarbeiter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge hätten die Gebeine der Soldaten exhumiert, teilte der Volksbund mit . Wegen der entdeckten 35 Tellerminen zur Panzerabwehr sei auch der Kampfmittelräumdienst im Einsatz gewesen.

Das Wehrmachtmotorrad und zwei entdeckte Erkennungsmarken seien gut erhalten, weil der Hafenschlamm mit Gasöl vermischt sei. Wie der Volksbund mitteilt, seien die Marken vollständig – normalerweise wurde im Todesfall eine Hälfte bei dem Soldaten belassen. Die andere Hälfte wurde demnach an die Wehrmachtsauskunftstelle geschickt, die die Angehörigen benachrichtigen ließ. Die Familien der Toten aus der Donau warteten offenbar vergeblich auf offizielle Nachricht. Bestattet werden die exhumierten Toten laut Mitteilung auf der deutschen Kriegsgräberstätte Budaörs nahe Budapest.

»Der Volksbund rechnet damit, dass auch aus Schiffswracks, die derzeit aus Flüssen auftauchen, Kriegstote zu bergen sein könnten«, heißt es in einer Mitteilung. Zuletzt waren wegen der Dürre in Serbien mehrere Schiffswracks der deutschen Marine aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt worden. »Zuständig sind immer erst die nationalen Experten«, sagte Arne Schrader, Leiter der Abteilung Kriegsgräberdienst und Internationale Beziehungen. »Sie verständigen uns, wenn es deutsche Kriegstote sind.«

Hitze und Trockenheit führten zu einem Rekordtiefstand der Donau. Dieser hat auch den Verkehr der Flusskreuzfahrtschiffe auf dem Budapester Abschnitt des Stromes zum Erliegen gebracht.

Ruinen, Fossilien, gar ein deutsches Atlantis: Die anhaltende Trockenheit hat vielerorts Dinge freigelegt, die sonst verborgen unter Wasser liegen. Die eindrücklichsten Bilder sehen Sie hier.

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