Donald Trump verspricht zum Abschluss des zweitägigen Treffens mit Chinas Präsident Xi Jinping konkrete Geschäfte. Es geht auch um Sojabohnen und Flugzeuge.
Quelle: DIE ZEIT, Reuters, AFP, AP, peng , vsp 15. Mai 2026, 6:21 Uhr
China hat laut US-Präsident Donald Trump Interesse am Kauf von Öl aus den Vereinigten Staaten bekundet. Die Regierung von Präsident Xi Jinping habe dem »zugestimmt«, sagte Trump am Rande seines Staatsbesuchs in China dem Sender Fox News. Das Interview wurde am späten Donnerstagabend in den Vereinigten Staaten ausgestrahlt. Demnach will China auch Sojabohnen und Flugzeuge aus den USA kaufen.
Trump beendet am heutigen Freitag sein zweitägiges Treffen mit Xi. Auf seiner Online-Plattform äußerte sich Trump vielversprechend. »Ich hoffe, dass unsere Beziehung zu China stärker und besser sein wird als je zuvor«, schrieb Trump.
Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums sagte am Freitag, dass Trumps Treffen mit Xi während seines Besuchs das gegenseitige Verständnis gefördert, das Vertrauen vertieft, die Zusammenarbeit vorangebracht und Stabilität in die Welt gebracht habe, wie chinesische Staatsmedien berichteten.
»Die beiden Staatsoberhäupter haben auch einen wichtigen Konsens darüber erzielt, wie die Bedenken des jeweils anderen angemessen behandelt werden sollen« hieß es weiter. Xi und Trump hätten sich »darauf verständigt, die Kommunikation und Koordination zu internationalen und regionalen Fragen zu verstärken«. Beide hätten sich auf einen neuen Rahmen für »konstruktive, strategische Stabilität« zwischen ihren Ländern geeinigt.
In dem Fernsehinterview stellte der US-Präsident vor allem Wirtschaftserfolge seiner Reise in Aussicht. China habe Interesse am Kauf von 200 Boeing-Flugzeugen bekundet, behauptete Trump etwa. Staatschef Xi habe zugesagt, bei dem US-Konzern »200 Jets zu bestellen«, sagte Trump dem Sender.Laut Fox News geht es um Passagierflugzeuge vom Typ Boeing 737. Trump selbst sprach lediglich von »großen« Maschinen. Der Flugzeughersteller kommentierte die Angaben nicht. Der US-Präsident wird auf seiner China-Reise von einer Wirtschaftsdelegation begleitet, der unter anderem Boeing-Chef Robert Ortberg angehört.
Die Ankündigung sorgte an den Börsen für Enttäuschung, denn Analysten hatten mit einem größeren Boeing-Deal gerechnet. Die Investmentfirma Jefferies etwa ging von bis zu 500 zusätzlichen Flugzeugen für China aus. An der Wall Street gab der Aktienkurs von Boeing deshalb zeitweise um mehr als 4,0 Prozent nach.
Laut Trump zeigt China Interesse an Öl und Sojabohnen aus den USA
Laut dem Fox-News-Moderator Sean Hannity soll Xi bei seinem Treffen mit Trump überdies Interesse am Kauf von Sojabohnen aus den USA bekundet haben. Davon würden Amerikas Landwirte profitieren, schrieb der Sender im Onlinedienst X unter Berufung auf Trump. Außenminister Marco Rubio sagte dem Sender NBC, »es werden einige landwirtschaftliche Einkäufe« infolge der Reise getätigt.
China hatte wegen eines Handelsstreits mit den USA seine Importströme umgelenkt. Die Volksrepublik hatte in der Vergangenheit kleinere Mengen Öl aus den Vereinigten Staaten eingeführt, bevor Trump im vergangenen Jahr Zölle verhängte. China ist ein wichtiger Abnehmer von Öl aus dem Iran.
Zudem fuhr China, einst größter ausländischer Abnehmer von US-Sojabohnen, seine Sojabohnen-Importe aus den Vereinigten Staaten stark zurück, nachdem Trump Zollerhöhungen auf alle chinesischen Waren angekündigt hatte. China begann stattdessen, seine Sojabohnen vermehrt aus Brasilien zu beschaffen. Beides traf US-Farmer hart, von denen viele zu Trumps Kernwählerschaft zählen.

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