Migranten dürfen nur noch für begrenzte Zeit ohne Anhörung inhaftiert werden. Kurz vor dem Unabhängigkeitstag erreicht eine Hitzewelle die USA. Der US-Überblick am Morgen
Quelle: DIE ZEIT, Reuters, dpa, spr 3. Juli 2026, 5:17 Uhr
Übersicht:
Hitze in mehreren Landesteilen der USA
Eine Hitzewelle hat mehrere Landesteile der USA erfasst. Im New Yorker Central Park stiegen die Temperaturen erstmals seit 14 Jahren auf 37,8 Grad. In der Landesmitte und an der Ostküste erwarteten Meteorologen Temperaturen von über 38 Grad, die sich durch die hohe Luftfeuchtigkeit wie bis zu 46 Grad anfühlen können. Experten zufolge leben in den von der Hitzewelle betroffenen Landesteilen mehr als 100 Millionen Menschen. Die extreme Hitze fällt mit den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der USA zusammen, für die Donald Trump das Nationaldenkmal Mount Rushmore besuchen will.
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Gericht untersagt unbegrenzte Inhaftierung von Einwanderern
Ein Berufungsgericht in New Orleans hat die Rechte von Einwanderern während ihres Abschiebeverfahrens gestärkt. Migranten dürfen demnach nicht länger als 90 Tage festgehalten werden, ohne dass ihnen eine Anhörung zur Freilassung auf Kaution gewährt wird. Die Richter begründeten dies mit der Verfassung, die jedem Menschen innerhalb der Landesgrenzen das Recht auf eine Anhörung garantiert, wenn ihm die persönliche Freiheit entzogen wird. Die Entscheidung könnte Tausende betreffen, die von der US-Einwanderungsbehörde ICE inhaftiert wurden. Das US-Heimatschutzministerium teilte mit, es sei von seiner rechtlichen Position überzeugt, wonach Ausländer, die sich im Land aufhalten, rechtlich wie Personen behandelt werden sollten, die neu an der Grenze ankommen.
Regierungskurs zu Sklaverei und Erinnerung zulässig
Die US-Regierung muss entfernte Denkmäler zu Sklaverei und Rassismus vorerst nicht wieder in Nationalparks und auf öffentlichen Plätzen installieren. Ein Berufungsgericht kassierte eine einstweilige Verfügung, der zufolge die Regierung vorgenommene Änderungen hätte rückgängig machen müssen. US-Präsident Donald Trump hatte sein Innenministerium angewiesen, Gedenkstätten darauf zu überprüfen, ob sie die Geschichte der USA in ein »schlechtes Licht« rücken. Als Grund nannte Trump den vermeintlichen Versuch, die Geschichte des Landes als rassistisch und unterdrückerisch umzuschreiben. Gedenktafeln, die Sklaverei thematisierten, aber auch Hinweise auf den Klimawandel wurden entfernt. Mehrere Verbände klagten. Ein Urteil in der Sache steht noch aus.
Trump will geschützte Gebiete für Fischfang freigeben
US-Präsident Donald Trump hat trotz Umweltbedenken die Freigabe mehrerer bislang geschützter Meeresgebiete für die Fischerei in Aussicht gestellt. Konkret solle das Fischen von Jakobsmuscheln am nördlichen Rand der Georges Bank im Nordosten des Landes wieder erlaubt werden, teilte er mit. Auch an der Ostküste und im Pazifik sollen Auflagen gelockert werden. Trump sagte, dass mit den Änderungen neue Arbeitsplätze geschaffen und die Produktion im Land angekurbelt werden sollen. Umweltverbände warnen hingegen vor Schäden.
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Anklage wegen Vandalismus an Reflecting Pool
Nach mutmaßlichem Vandalismus an dem Reflecting Pool im Herzen von Washington, D.C. ist eine Anklage gegen einen früheren Olympiasportler erhoben worden. Die zuständige Jury werte den Fall als Straftat, teilte Generalstaatsanwältin Jeanine Pirro mit. Trump hatte das Wahrzeichen der US-Hauptstadt blau renovieren lassen, wenige Tage nach dem Ende der Arbeiten färbten Algen den Pool aber wieder grün. Der Präsident behauptete daraufhin, die Verfärbung gehe auf Vandalismus zurück, und drohte mit langjährigen Haftstrafen. Der Angeklagte hatte der Nachrichtenagentur AP gesagt, er habe ins Wasser gegriffen, um die neue Beschichtung des Beckens zu prüfen. Er habe sofort losgelassen, als ihn ein Parkmitarbeiter dazu aufgefordert habe.

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