Der Ku’damm ist leider nur ein Blech-Boulevard. Zum Flanieren, Schaufensterbummeln oder gar Einkaufen eignet sich diese über 3.5 Kilometer lange Stellplatzanlage nicht.
Durchgangsverkehr, Stellplatzsuchverkehr, Busse, Radfahrer, gewerblicher Ladeverkehr und Baustellen sind die Hauptattraktion dieses „Boulevards“. Wer den Kudamm als Fußgänger – oder gar als „Flaneur“ – queren will, wird schon auf der Mittelinsel vom Rotlicht gebremst, um diesem verlärmten Auto-Boulevard angemessen lange Reverenz zu erweisen.
Die hinter all dem Blech versteckten Schaufenster strahlen entsprechende Leere und Kälte aus. Für bezahlbare Gastronomie sind die Mieten auch erst ab dem Adenauerplatz akzeptabel.
Aber vielleicht kommt ja der Tag, wo auf der Straßenmitte wieder prächtiges Grün sprießt und statt getunter Benzinmotoren nur noch Elektroautos leise über den Asphalt gleiten, so dass die Bürger*innen und Gäste unserer Stadt wieder mit Vergnügen auf dem Ku’damm flanieren, sitzen und sogar einkaufen wollen. Franziska Eichstädt-Bohlig, Berlin-Charlottenburg

vor 1 Stunde
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