Demokratische Republik Kongo: Ebola-Lage „kritischer denn je“

vor 12 Stunden 1

Zweieinhalb Monate nach Beginn des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo ist die Lage nach Einschätzung der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen „kritischer denn je“. Die Krankheit verbreite sich in beispiellosem Tempo, berichtet die Organisation. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, ist zum zweiten Mal seit Beginn des Ausbruchs in den Kongo gereist. Er wollte zunächst in der Hauptstadt Kinshasa mit Regierungsvertretern und Hilfsorganisationen besprechen, wie die tödliche Krankheit besser eingedämmt werden kann. Insgesamt sind mehr als 3600 Infektionen bestätigt worden. Etwa 1500 der Infizierten überlebten nicht. Problem ist, dass die Behörden zu wenige Angehörige von Infizierten kennen. Das gilt als Schlüssel: Wenn mehr als 90 Prozent der Kontakte bekannt sind, sich isolieren und bei ersten Krankheitsanzeichen behandelt werden, kann der Ausbruch unter Kontrolle gebracht werden.

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