Als Fernandes auf die Bühne trat, brandete ihr lauter Jubel entgegen. »Ich dachte, ich sei stark«, leitete sie ihre Rede ein und musste anschließend unter dem Jubel der Menge ihre Ansprache unterbrechen. Sie trage die Weste, weil Männer sie mit dem Tod bedroht hätten, führte Fernandes anschließend aus. Partnerschaftliche Gewalt anzuzeigen und öffentlich zu machen, koste unfassbar viel Kraft. Sie wünsche sich, dass Männer Fehlverhalten zugeben und sagen: »Ja, ich habe das getan.«
Auf der Demo in Hamburg forderten Tausende Menschen mehr Schutz für Opfer sexualisierter Gewalt. »Es reicht! Die Scham muss die Seite wechseln«, war auf Plakaten zu lesen. Die Aktion am Rathausmarkt wurde unter anderem von der Klimaaktivistin Luisa Neubauer und der Kolumnistin Alexandra Zykunov unterstützt.
Man wolle ein sichtbares Zeichen auf der Straße setzen, sagte die Hamburger SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Annika Urbanski, die die Versammlung angemeldet hatte. Im Aufruf zur Demonstration hieß es: »Der Schutz für Betroffene durch Gesetze hier in Deutschland ist unzureichend. Wir fordern mehr Schutz, klare Gesetze und echte Konsequenzen – online wie offline.«

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