„Civ 7“ bekommt eine zweite Chance: Nach schwachem Start und enttäuschenden Kritiken will Entwickler Firaxis das 4X-Spiel mit einem großen Update wiederbeleben. „Test of Time“ wurde monatelang getestet und steht jetzt allen Spielern kostenlos zur Verfügung. Es verändert nicht nur den Spielfortschritt grundlegend, sondern kommt auch mit zusätzlichen Modellen, frischer Musik und grundlegend neuen Spielmechaniken.
Die für viele Fans wohl wichtigste Neuerung betrifft einen der Hauptkritikpunkte: die Zeitalterwechsel. Bislang musste man beim Wechsel zwischen den Epochen eine neue Zivilisation auswählen. Künftig wird das optional. Mit den Zivilisationswechseln wollte Firaxis das Fortschrittssystem grundlegend revolutionieren: Aus Ägypten wurden etwa die Mongolen, aus den Mongolen in der Moderne Frankreich.
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175 neue Musikstücke
Das war für Firaxis eigentlich Design-Säule von „Civ 7“, kam bei den Fans aber nicht gut an. Oft wurde kritisiert, dass sich durch den Zivilisationswechsel Spieldurchläufe austauschbar und beliebig anfühlten. Es fehlte vielen Spielern an einer einheitlichen Identität durch den gesamten Spielverlauf. Jetzt bekommt man beim Zeitalterwechsel die Möglichkeit, bei der zum Spielstart gewählten Zivilisation zu bleiben. Auch die KI-Fraktionen bleiben dann gleich.
Das Update umfasst 175 neue Musikstücke mit über neun Stunden Laufzeit, die vor allem die neuen Zeitalter der bekannten Fraktionen abbilden sollen. Weil man etwa Ägypten bisher ausschließlich in der Antike spielen konnte, enthielt „Civ 7“ bisher keine passende Musik für die anderen Zeitalter. Die ergänzten Musikstücke zeigen symbolisch, wie aufwendig Firaxis „Civ 7“ umgebaut hat, um zum bekannten Fortschrittssystem zurückkehren zu können. Auch neue Modelle für Gebäude mussten erstellt werden.
Alexander der Große
Daneben hat Firaxis in „Test of Time“ auch die Siegbedingungen überarbeitet, was sich in abwechslungsreicheren Partien niederschlagen soll. Die vier klassischen Siegarten – Militär, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft – bleiben zwar bestehen, funktionieren aber nun über ein Punktesystem, das sich über alle Zeitalter hinweg aufbaut. Militärische Siege basieren etwa auf Kontrolle von Siedlungen und dominanter Expansion, kulturelle Siege auf Tourismus durch Wunder und einzigartige Gebäude. Entscheidend ist nun, dass man über längere Zeiträume einen deutlichen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz halten muss, um den Sieg zu sichern.
Daneben gibt es einen neuen Kartentyp namens „Fractal Continents“. Außerdem wurde mit „Alexander der Große“ ein neuer kostenloser Anführer hinzugefügt, der militärische und kulturelle Vorteile kombiniert. Seine Fähigkeit belohnt Städte mit Weltwundern und verstärkt seine Armeen, je mehr kulturell bedeutende Städte er kontrolliert.
„Civilization 7“ wurde im Februar 2025 veröffentlicht und gilt bei den Fans als ungeliebter Teil der Kult-Strategiereihe. Spielerzahlen von Steam zeigen, dass „Civ 7“ gegen seine Vorgänger zurückfällt: Sowohl „Civ 6“ als auch „Civ 5“ werden laut SteamDB von deutlich mehr Personen gespielt als „Civ 7“. Bislang lässt sich in den Spieler-Statistiken der inoffiziellen Steam-Datenbank SteamDB immerhin ein kleiner Anstieg seit der Veröffentlichung des Updates sehen.
(dahe)








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