Ceuta: Spanien verstärkt Polizei in Ceuta nach Aufrufen zu neuem Ansturm
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In sozialen Medien kursieren Aufrufe, abermals zu versuchen, in die Exklave Ceuta zu gelangen. Spanien befürchtet einen neuen Massenandrang – und trifft Vorkehrungen.
Quelle: DIE ZEIT,
Reuters,
dpa,
bda
15. August 2026, 9:24 Uhr
Artikelzusammenfassung
Spanien riegelt Ceuta auf. Nach neuen Social-Media-Calls zu einem weiteren Run auf die nordafrikanische Exklave fuhr Madrid die Polizei- und Militärpräsenz sichtbar hoch: Soldaten in Kampfmontur vor Supermärkten, mehr Streifenwagen auf den Hauptachsen, dazu die schon zuvor errichtete Seebarriere und Hunderte zusätzliche Beamte vom Festland. Auslöser ist der massive Grenzdurchbruch Ende Juli, bei dem laut spanischer Regierung zeitweise rund 80.000 Menschen nach Ceuta gelangten – Marokko nennt etwa 40.000 –, viele schwimmend, andere über Zäune, während 83 Menschen auf dieser brutalen Route starben. Die meisten Migranten kehrten nach Regierungsangaben rasch nach Marokko zurück, freiwillig oder, was politisch deutlich weniger elegant klingt, unter dem Druck militärischer Zurückdrängung; genau daran entzündete sich in der EU die nächste, unerquicklich vertraute Debatte über Migration, Grenzregime und staatliches Krisenmanagement. Innenminister Fernando Grande-Marlaska verspricht nun, mit allen nötigen Kräften die „Normalität“ wiederherzustellen und eine Wiederholung des 30. Juli zu verhindern – ein klassischer Law-and-Order-Soundtrack, der die Lage stabilisieren soll, aber die tieferen Konflikte an Europas Außengrenzen kaum wegmoderiert.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Nach Aufrufen in den sozialen Medien zu einem erneuten Ansturm auf Ceuta in Nordafrika hat Spanien die Polizei- und Militärpräsenz in seiner Exklave verstärkt. Bereits am Freitagabend wachten spanische Soldaten in Kampfuniform vor
Supermärkten und öffentlichen Gebäuden in Ceuta, Polizeifahrzeuge waren in größerer Zahl auf Hauptstraßen des Gebiets unterwegs.
Ende Juli waren nach Angaben der spanischen Regierung binnen kurzer Zeit zeitweise rund
80.000 Menschen nach Ceuta gelangt. Viele schwammen dorthin, andere überwanden Grenzzäune. Marokko gab die Zahl
der Ankünfte in Ceuta mit rund 40.000 an. 83 Menschen starben beim Versuch, die Exklave zu erreichen. Die Mehrheit der Migranten ist laut der spanischen Regierung kurz nach ihrer Ankunft in Ceuta wieder nach Marokko zurückgekehrt – entweder freiwillig oder weil sie vom Militär zurückgedrängt wurden. Die Geschehnisse lösten in der Europäischen Union eine Debatte über die Migrationspolitik aus, Spaniens Regierung sah sich erheblicher Kritik ausgesetzt.
Spanien hatte nach den Grenzübertritten bereits eine Seebarriere errichtet und mehr als 500 zusätzliche Polizisten vom Festland entsandt. Das Innenministerium teilte mit, sie würden so lange bleiben, wie es die Lage erfordere. »Wir werden weiterhin alle notwendigen Kräfte einsetzen, um die Normalität so schnell wie möglich wiederherzustellen und zu verhindern, dass sich Ereignisse wie die vom 30. Juli wiederholen«, sagte Innenminister Fernando Grande-Marlaska vor Reportern in Ceuta.