Reisewirtschaft in Deutschland: Deutsche Reisebranche meldet leichtes Wachstum trotz Irankrieg
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Der Irankrieg sorgt weiterhin für Zurückhaltung bei Fernreisen. Dennoch zieht der Deutsche Reiseverband für die Sommersaison eine positive Zwischenbilanz.
Quelle: DIE ZEIT,
AFP,
lk
15. August 2026, 10:01 Uhr
Der Sommerreisemarkt zieht wieder an. Der Deutsche Reiseverband meldet nach einem zwischenzeitlichen Dämpfer durch den US-israelischen Angriff auf den Iran einen Last-Minute-Schub, der den Umsatz mit Pauschalreisen bis Ende Juli um vier Prozent nach oben gedrückt hat, während der Gesamtmarkt auf 57 Milliarden Euro und damit um ein Prozent wuchs. Chronologisch liest sich das wie ein klassischer Branchen-Plot mit kurzem Schockmoment und anschließendem Comeback, nur dass die Fernreise als Problemkind im Feed bleibt: Dort sackten die Umsätze um 14 Prozent ab. Gleichzeitig zeigt sich am Urlaubsort ein neues Konsumskript, denn wegen kriegsbedingt gestiegener Preise wird nicht primär die Reise gecancelt, sondern eher das zweite Glas Wein, der Ausflug, das kleine Extra aus dem Leisure-Baukasten. Unterm Strich sendet die Branche also ein vorsichtig optimistisches Signal, das allerdings einen Haken hat: Die Reiselust ist robust, doch sie reist mit angezogener Handbremse und spürbar schmalerem Spending.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Der Deutsche Reiseverband (DRV) hat für die laufende Sommersaison steigende Umsätze gemeldet. »Zuletzt gab es einen kräftigen Last-Minute-Schub, sodass der Umsatz mit Pauschalreisen bis Ende Juli um vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen ist«, sagte Albin Loidl, der Präsident des Deutschen Reiseverbands (DRV), der Welt am Sonntag. Der Gesamtmarkt wuchs demnach um ein Prozent auf 57 Milliarden Euro.
Infolge des US-israelischen Angriffs auf den Iran Ende Februar waren die Buchungen zunächst deutlich zurückgegangen. Davon hat sich die Branche nach Darstellung des Verbands wieder erholt. Bei Fernreisen bleiben die deutschen Urlauberinnen und Urlauber laut Loidl allerdings weiterhin sehr zurückhaltend: Die Umsätze in diesem Segment sanken im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent.
Auf die im Zuge des Krieges gestiegenen Preise reagieren die Kundinnen und Kunden nach der Analyse des Verbandspräsidenten mit erhöhter Sparsamkeit am Urlaubsort. »Die Reisenden überlegen sich, ob es wirklich ein zweites Glas Wein sein muss oder buchen weniger Aktivitäten«, sagte Loidl. »Die Menschen sparen demnach weniger am Urlaub als im Urlaub.«