Gegen den mutmaßlichen Mörder von Brian Thompson laufen in den USA zwei Strafverfahren. Justizministerin Pam Bondi strebt die Todesstrafe für den Angeklagten an.
2. April 2025, 1:41 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, AP
US-Justizministerin Pamela Bondi strebt im Fall des im Dezember getöteten US-Versicherungschefs die Todesstrafe für den mutmaßlichen Täter an. Sie habe Bundesstaatsanwälte angewiesen, einen entsprechenden Antrag zu stellen, teilte Bondi mit. Die Ministerin sprach von einem "geplanten, kaltblütigen Mord, der Amerika schockiert hat".
Gegen den mutmaßlichen Täter Luigi M. laufen Strafverfahren sowohl auf Bundesebene als auch im Bundesstaat New York. Bundesstaatsanwälte werfen dem 26-Jährigen unter anderem Mord mit einer Schusswaffe vor, dem Angeklagten droht hier im Fall einer Verurteilung die Todesstrafe. In New York wäre im Falle der Verurteilung eine lebenslange Haft die Höchststrafe. Dort hat M. auf nicht schuldig plädiert, zu der Anklage auf Bundesebene hat er sich noch nicht geäußert.
Brian Thompson, Chef des US-Krankenversicherers UnitedHealthcare, war nach Polizeiangaben Anfang Dezember allein zu Fuß auf dem Weg zu einer jährlichen Investorenkonferenz in Manhattan, als ihn von hinten mehrere Schüsse trafen. In einem Krankenhaus wurde der 50-Jährige für tot erklärt. Der Tatverdächtige floh aus New York, wurde aber Tage später im Staat Pennsylvania festgenommen.
Der Vorfall sorgte in den USA für Entsetzen, teilweise sympathisierten Personen mit dem mutmaßlichen Täter. Gleichzeitig wurden US-Krankenversicherer im Internet zum Ziel hasserfüllter Kommentare. US-Bürger warfen den Konzernen vor, sich auf Kosten der Patienten zu bereichern.
UnitedHealthcare ist der größte Anbieter von Krankenversicherungen in den USA. Laut Unternehmensangaben war der mutmaßliche Schütze im Fall Thompson dort aber nicht versichert.