Australien: Verdächtige »Space Balls« könnten gefährlicher Weltraumschrott sein

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Der Zeitung zufolge untersucht die australische Weltraumbehörde den Ursprung der Objekte. Mutmaßlich handelt es sich um Raketenteile, die gefährlichen Raketentreibstoff enthalten könnten. Weitere Teile könnten in den kommenden Tagen an den Strand gespült werden. Für die Öffentlichkeit bestehe jedoch keine Gefahr, heißt es.

Auf Fotos seien keine Brand- oder Hitzeschäden zu erkennen, sagte Alice Gorman, Weltraumarchäologin und Expertin für Weltraumschrott an der australischen Flinders University. »Dies lässt vermuten, dass sie von einer Raketenstufe stammen könnten, die auf die Erde zurückgefallen ist, während der Rest der Stufe weiterfliegt, um eine Nutzlast ins All zu befördern«, sagte Flinders dem »Guardian«.

Laut Gorman könne es sich bei den Objekten um sogenannte Space Balls handeln – der Begriff hat aber nichts mit der gleichnamigen Weltraumkomödie zu tun. Gemeint sind Bauteile eines Treibstoffsystems, die möglicherweise von einer russischen Rakete stammen.

»Weltraummüll landet meistens im Meer, aber da Australien eine sehr große Landmasse ist, erreichen uns doch relativ viele Weltraummüllteile«, sagte Gorman.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Weltraumschrott an australischen Stränden für Schlagzeilen sorgt. Im Jahr 2023 wurde ein Strand zeitweise gesperrt, weil dort ein Teil einer indischen Rakete angespült worden war.

Die australische Weltraumbehörde hat auf ihrer Website Empfehlungen  für den Umgang mit Weltraumschrott veröffentlicht. Demnach sollen Bürgerinnen und Bürger die Objekte nicht berühren, sondern die Polizei und anschließend die Weltraumbehörde informieren.

Dem »Guardian« zufolge nutzt ein Imbiss am Strand von Forrest Beach die »Space Balls« bereits zur Vermarktung – und bietet eine »Weltraummüll-Snackbox« an. Das Werbeversprechen: »Im Gegensatz zu einigen Dingen, die an unseren Strand gespült werden, werden sie diese Objekte identifizieren können.«

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