Wer sich für einen Mac mini oder einen Mac Studio interessiert, hat nun (noch) weniger Auswahl als zuvor: Apple hat die RAM-Konfigurationsmöglichkeiten zum wiederholten Mal eingeschränkt. Nachdem bereits im März die Topausbaustufe beim Mac Studio (512 GByte RAM) vom Markt genommen wurde und im April eine RAM-Verdoppelung der Standardversion von Mac mini M4 und M4 Pro haben wollte (plus 128 GByte beim Mac Studio M4 Max), schaute in die Röhre. Damals sah es noch nach einem temporären Problem aus, doch Apple macht die Angebotsbeschränkung nun zum Standard.
Lokale KI braucht viel RAM
In der Praxis heißt das beim Mac mini, dass das Standardmodell mit M4-Chip nur mit 16 und 24 GByte erworben werden kann. Hinzu kam bereits, dass es die 256 GByte große SSD nicht mehr gibt, was zur Streichung des günstigsten Modells Anfang Mai führte. Wer den Mac mini M4 Pro mit schnellerem Prozessor erwerben will, kann jetzt nur noch 48 GByte RAM bekommen. 64 GByte sind vollständig aus.
Beim Mac Studio M3 Ultra gibt es wiederum keine 256 GByte RAM mehr, bei 96 GByte ist Schluss. Das dürfte insbesondere lokale KI-Bastler massiv stören. Hinzu kommt, dass sowohl Mac Studio M3 Ultra als auch Mac Studio M4 Max nur mit Verzögerung von bis zu zehn Wochen bestellbar sind (zumindest bei Apple).
Tim Cook hatte es bereits angekündigt
Die Änderung erfolgt, nachdem Apple-CEO Tim Cook bereits vor Analysten mitgeteilt hatte, dass Mac Studio und Mac mini ein RAM-Problem haben. Apple scheint hier voll in die aktuelle Komponenteninflation gelaufen zu sein beziehungsweise seine Vertragspartner nicht dazu bringen zu können, ausreichende Stückzahlen zu liefern.
Hinzu kommt allerdings noch etwas anderes: Sowohl Mac Studio als auch Mac mini stehen vor einer Aktualisierung. Der beliebte, weil kompakte und schnelle Mac mini M4 (Pro) stammt bereits vom November 2024, den Mac Studio hatte Apple im März 2025 zuletzt erneuert. Beide Modelle dürfte Apple in Kürze mit M5-Chips ausstatten. Ob es auch dann zu eingeschränkten RAM-Konfigurationen kommt, bleibt abzuwarten. Apple macht zu noch nicht offiziell angekündigten Modellen keinerlei Angaben. Cook hatte allerdings gesagt, dass Studio und mini womöglich „mehrere Monate“ bräuchten, bis Angebot und Nachfrage wieder im Gleichgewicht sind.
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(bsc)












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