Der UN-Generalsekretär warnt vor Gefahren einer entfesselten Ausbreitung von KI. Die Technologie entwickele sich schneller, als die Regeln Schritt halten könnten.
Quelle: DIE ZEIT, AFP, Reuters, epd, bda 6. Juli 2026, 12:43 Uhr
UN-Generalsekretär António Guterres hat vor den Risiken einer unkontrollierten Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) gewarnt und international gültige Leitplanken für die Technologie gefordert. »KI verändert bereits grundlegend unsere Welt. Die Frage ist, ob wir diese Veränderung gemeinsam gestalten oder ob wir zulassen, dass sie uns gestaltet«, sagte Guterres zum Auftakt einer Konferenz zum Thema Künstliche Intelligenz in Genf.
»Eine Technologie, die Volkswirtschaften neu gestalten, die Arbeitswelt verändern, Wahlen beeinflussen und das Sicherheitsgefüge verschieben kann, wird schneller eingeführt, als irgendjemand – einschließlich der Entwickler – damit Schritt halten könnte«, ergänzte er. »Innovation braucht Leitplanken. Wenn KI wirklich leistungsfähig sein soll, muss sie reguliert werden.«
KI könne »Wunder vollbringen«, wenn sie eigenständig programmiere und Maschinen steuere. Bei der Entwicklung müssten indes die Menschenrechte ein leitender Gedanke sein. Nötig seien zudem »gemeinsame Methoden zur Bewertung und Überprüfung von Risiken«. Insbesondere dem Schutz von Kindern müsse bei einem möglichen internationalen KI-Abkommen Priorität eingeräumt werden, mahnte Guterres.
Der sogenannte KI-Dialog der Vereinten Nationen (UN) dient nicht dem Abschluss eines Abkommens. Stattdessen soll er ein Forum für den Austausch über Regulierungsansätze bieten.
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