Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagt, dass es Anzeichen für den Tod des iranischen Revolutionsführers gebe. Man habe sein Anwesen zerstört.
28. Februar 2026, 21:18 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, Reuters, iso
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sieht Anzeichen dafür, dass der iranische Revolutionsführer Ayatollah Ali Chamenei bereits tot ist. "Heute Morgen haben wir in einem gewaltigen Überraschungsschlag die Anlage des Tyrannen Ali Chamenei im Herzen Teherans zerstört (...) und es gibt viele Anzeichen, dass dieser Tyrann nicht mehr als Leben ist", sagte Netanjahu in einer Fernsehansprache.
Am Samstagmorgen hatten Israel und die USA eine Welle von Luftangriffen gegen die Islamische Republik gestartet. Bei den Angriffen seien Kommandeure der Revolutionsgarden und hochrangige Verantwortliche des iranischen Atomprogramms getötet worden, sagte Netanjahu. Der Ministerpräsident bestätigte, dass auch der Amtssitz Chameneis angegriffen worden war. Öffentlich gesehen wurde Chamenei seit Beginn der Angriffe am Samstag nicht mehr.
Der israelische Journalist Amit Segal, der Netanjahu nahestehen soll, sagte im israelischen Sender Channel 12, auf Chameneis Residenz seien 30 Bomben abgeworfen worden.
Netanjahu ruft iranischer Bevölkerung zum Widerstand auf
Am Nachmittag hatte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi versichert, alle hochrangigen Vertreter des Iran hätten die Angriffe Israels und der USA überlebt. Auch der 86-jährige Chamenei, sei – "so weit ich weiß" – am Leben, sagte Araghtschi dem US-Sender NBC. Netanjahu rief die iranische Bevölkerung nun dazu auf, auf die Straßen zu strömen und "die Sache zu Ende zu bringen".
Mit dem Angriff auf den Iran hat Israels Luftwaffe nach Militärangaben den bisher größten Einsatz ihrer Geschichte ausgeführt. Rund 200 Kampfflugzeuge hätten etwa 500 Ziele angegriffen, teilte das israelische Militär mit.
Chameneis Herrschaft über die Islamische Republik Iran hatte vor mehr als 30 Jahren begonnen. Nach dem Tod von Republikgründer Ayatollah Ruhollah Khomeini stieg er im Juni 1989 zum geistlichen Oberhaupt des Iran auf. Bei den Massenprotesten gegen die iranische Führung im Januar waren immer wieder Slogans wie "Tod dem Diktator" oder "Tod Chamenei" zu hören gewesen.
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