Rund 900 Menschen schauen sich momentan täglich das Porträt der früheren Kanzlerin Angela Merkel an. Damit kann sich das Berliner Bode-Museum, in dem das Werk ausgestellt ist, über stark angestiegene Besucherzahlen freuen. Wie ein Sprecher der Museumsinsel mitteilte, liegen sie im Schnitt 85 Prozent über den Zahlen im Juni. Ob der Trend weiter anhalten werde, lasse sich bislang nicht abschätzen.
Merkel (CDU) hatte sich lange Zeit gelassen, bis sie sich für einen Künstler entschied. »Ich brauchte Abstand«, hatte sie bei der Enthüllung des Bildes Ende Juni gesagt. Das Porträt sollte kein Punkt auf einer abzuarbeitenden To-do-Liste werden, »sondern ich wollte Freude an einem solchen Vorgang haben«.
Das Gemälde zeigt die frühere Kanzlerin mit leuchtend blauem Blazer vor goldbraunem Hintergrund. Gemalt wurde sie stehend bis zu den Knien, die Hand hat sie auf einer Stuhllehne abgelegt. An einem der ersten Tage nach der Ausstellungseröffnung wollten etliche Menschen das Bild sehen und fragten das Aufsichtspersonal nach dem Weg. Gezeigt wird es noch bis zum 4. Oktober im Bode-Museum. Danach soll es als Leihgabe an das Kanzleramt gehen.

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