Für den Zugang zum Frühstücksraum hatten sich die Aktivisten nach eigenen Angaben heimlich ins Hotel am Congress Centrum in Heidenheim einquartiert, wo auch viele AfD-Delegierte übernachteten. Bei Instagram schrieben sie: »Wir waren schon etwas verwundert, wie einfach es war, für unser 7-köpfiges Volleyballteam vom FC Brandmauer SRP+, noch Zimmer im Hotel direkt am Landesparteitag der AfD zu bekommen.«
Wegen ihrer kritischen politischen Botschaft werten sie die Aktion nicht als Straftat, weil man das Hakenkreuz, eigentlich ein verbotenes Symbol, durch diese Botschaft eingeordnet habe.
1,2 Kilo veganes Hack als »künstlerische Intervention«
Die Polizei ermittelt allerdings bereits wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Ein Sprecher bestätigte, dass sich ein dem linken Spektrum zuzuordnender Mann in das Hotel eingemietet und dort am Morgen ein »hakenkreuzförmiges Gebilde aus Hackfleisch« am Buffet platziert habe. Insgesamt kamen bei Demonstrationen rund um den Landesparteitag Schätzungen der Polizei zufolge rund 500 Teilnehmer zusammen.
Der federführende Aktivist, der anonym bleiben möchte, bezeichnete die Aktion gegenüber der Deutschen Presse-Agentur als »künstlerische Intervention«. Ziel sei es gewesen, Menschen zum Nachdenken anzuregen. Der Mett-Igel sei schließlich eine »deutsche Institution«.
Nach Angaben der Aktivisten bestand das Kunstwerk aus 1,2 Kilogramm veganem Hackfleisch. Nach dem Aufbau des Arrangements seien die Beteiligten teilweise von AfD-Politikern bedroht worden.
Für Empörung sorgte die Aktion bei der Parteiführung. Der Landesvorsitzende Emil Sänze sprach auf dem Parteitag von einer Schmach, die AfD-Politiker ertragen müssten. Er berichtete von »Antifa-Leuten«, die im Hotel gewesen seien und »meinten, sie müssten aus Hack ein Hakenkreuz auf die Theke setzen«. »So weit ist die Republik gekommen«, sagte Sänze. Er riet den linken Aktivisten, es »vielleicht einmal mit Arbeit zu versuchen« statt nur mit Demonstrationen.

vor 2 Stunden
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