Zollstreit: Kanada verhängt Importzölle von bis zu 50 Prozent gegen die USA
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Für die Einfuhr von Stahl, Möbeln oder Käse nach Kanada müssen US-Firmen künftig hohe Zölle zahlen. Laut Finanzminister Champagne ist das eine notwendige Reaktion.
Quelle: DIE ZEIT,
dpa,
Reuters,
jsp
25. August 2026, 17:52 Uhr
Artikelzusammenfassung
Kanada zieht im Zollkrieg die Reißleine. Nach dem Kollaps der Handelsgespräche kündigte Finanzminister François-Philippe Champagne Gegenzölle von 15, 25 und 50 Prozent auf US-Importe im Wert von 27,6 Milliarden Dollar an, wirksam ab dem 8. September – ein harter Move, der zeigt, wie schnell aus wirtschaftlicher Verflechtung geopolitisches Druckmittel wird. Die schärfste Stufe trifft Stahl, Aluminium, Möbel und Bekleidung, während Käse, Haushaltsgeräte, Meeresfrüchte, Elektronik und Werkzeuge in abgestuften Tarifen in diese transatlantische Preisspirale hineingezogen werden. Ottawa inszeniert sich dabei nicht als Eskalationsjunkie, sondern als widerwilliger Counterplayer, der auf Donald Trumps zuvor verkündete 50-Prozent-Zölle auf kanadische Waren reagiert. Der Fall illustriert, wie ein Nachbarschaftsdeal im Nordamerika-Feed binnen Stunden zum handels- und industriepolitischen Showdown mutiert – mit offenem Ausgang und beträchtlichem Kollateralschaden für Märkte, Unternehmen und Verbraucher.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Im Zollstreit mit den USA hat Kanada Importzölle von bis zu 50 Prozent verhängt. »Mit Wirkung vom 8. September wird Kanada Gegenzölle von bis zu 15, 25 oder 50 Prozent auf Importe aus den Vereinigten Staaten von Amerika im Wert von 27,6 Milliarden Dollar erheben«, sagte der kanadische Finanzminister François-Philippe Champagne. »Wir haben uns diesen Konflikt nicht ausgesucht, aber wenn unsere wirtschaftliche Verflechtung als Waffe statt als Grundlage für eine für beide Seiten vorteilhafte Partnerschaft eingesetzt wird, müssen wir dagegenhalten.«
Die 50-prozentigen Zölle gelten nach Regierungsangaben unter anderem für wichtige Branchen wie Stahl, Aluminium, Möbel und Bekleidung. Zölle in Höhe von 25 Prozent werden auf Käse, Haushaltsgeräte und bestimmte Meeresfrüchte erhoben. Die 15-prozentigen Zölle betreffen Elektronikartikel und Werkzeuge.