Zehn-Millionen-Initiative: Schweizer stimmen laut Hochrechnung gegen Obergrenze für Bevölkerung

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Mit der »Zehn-Millionen-Initiative« wollte die rechtsnationale SVP mehr Zuwanderung verhindern. Ersten Prognosen nach stimmte die Mehrheit der Schweizer aber dagegen.

Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa, 14. Juni 2026, 12:39 Uhr

 Ziel der von der rechtsnationalen SVP eingebrachten Initiative war eine Begrenzung der Migration.
Ziel der von der rechtsnationalen SVP eingebrachten Initiative war eine Begrenzung der Migration. © Stefan Wermuth/​AFP/​Getty Images

Eine Volksinitiative zur Begrenzung der Einwohnerzahl in der Schweiz ist laut ersten Hochrechnungen gescheitert. Rund 55 Prozent der Wahlberechtigten stimmten gegen die Initiative, wie aus einer Hochrechnung des Forschungsinstitutes GFS Bern hervorgeht. Der Fehlerbereich liegt bei +/- 3 Prozent.

Die rechtsnationale Schweizerische Volkspartei (SVP) wollte die Bevölkerungszahl bis 2050 auf zehn Millionen begrenzen. Dafür sollten, wenn es auf den Grenzwert zugeht, zunächst Asyl und Familiennachzug eingeschränkt werden, in letzter Konsequenz auch die Freizügigkeit für EU-Bürger. Derzeit hat die Schweiz 9,1 Millionen Einwohner.

Die SVP hat nach mehreren gescheiterten Vorstößen gegen Migration und Ausländer ihr Anliegen dieses Mal als »Nachhaltigkeitsinitiative« deklariert. Vordergründig hieß es, die Vorlage wolle Ressourcen schonen, unverbaute Landschaften garantieren, Staus abbauen, überfüllte öffentlichen Verkehrsmittel entlasten und Kriminalität senken. Die SVP machte aber keinen Hehl daraus, dass es ihr im Kern um eine Begrenzung der Migration ging.

Das offizielle Abstimmungsergebnis wird am Nachmittag erwartet.

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