Westjordanland: Israelische Siedler sollen Palästinenser erschossen haben

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Im besetzten Westjordanland ist nach palästinensischen Angaben erneut ein Palästinenser von israelischen Siedlern getötet worden. Ein 25-Jähriger sei durch Schussverletzungen gestorben, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium mit. Laut dem palästinensischen Rettungsdienst Roter Halbmond schossen ihm Siedler in den Rücken. Der Angriff ereignete sich demnach in Deir Dibwan östlich von Ramallah.

Nach Berichten der palästinensischen Nachrichtenagentur »Wafa« durchsuchte die Armee das Dorf und nahm mehr als 30 Personen fest. Ein israelischer Armeesprecher sagte, man prüfe die Berichte.

Das israelische Nachrichtenportal »ynet« berichtete, jüdische Wanderer seien von Dutzenden Palästinensern mit Steinen beworfen worden. Anschließend sei geschossen worden. Die Angaben beider Seiten lassen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Generalstabschef Ejal Zamir hatte im März Angriffe radikaler Siedler auf Palästinenser als »moralisch und ethisch inakzeptabel« verurteilt. Den israelischen Sicherheitskräften wird jedoch weiterhin vorgeworfen, nicht entschlossen genug gegen die Gewalt vorzugehen oder sich sogar auf die Seite aggressiver Siedler zu stellen. Erst Anfang April hatte die israelische Regierung mehreren Medienberichten zufolge die Errichtung von 34 illegalen Siedlungen im Westjordanland genehmigt.

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