Bernhard Zand, SPIEGEL:
»Wir sind hier bei den Weltroboterspielen in Peking. Die Halle ist voll, die Tickets sind nicht billig, und es sind vor allen Dingen viele junge Menschen da, auch Kinder.
Manche dieser Roboter mögen hinfallen. Manches, was sie tun, mag sehr ungeschickt und tollpatschig aussehen. Das, worauf es wirklich ankommt, sagen selbst sehr optimistische Roboterentwickler hier, sind viel banalere, viel profanere Tätigkeiten der Roboter: Gemüse schneiden, Toiletten putzen, Spiegel putzen, Fenster putzen und andere Haushaltstätigkeiten.
Wenn die Geräte das erst einmal richtig können, dann steckt auch ein großes Geschäft in diesem Bereich. Und dann werden vielleicht nicht nur Zehntausende wie zurzeit, sondern wirklich Hunderttausende oder Millionen solcher humanoiden Roboter verkauft werden.
Bei den Weltroboterspielen vor einem Jahr hier in Peking sind diese Laufroboter die 100 Meter in gut 20 Sekunden gelaufen. Diesmal, ein Jahr später, laufen sie bereits schneller als Usain Bolt, der menschliche Weltrekordhalter. Die Geschwindigkeit in dieser einen von etwa 50 Disziplinen hat sich also verdoppelt, und die Zahl der Teilnehmer hat sich innerhalb eines Jahres vervierfacht.
Wenn sich China auf eine Disziplin hier festlegt und diese Robotik so nach vorne pusht, würde ich sagen: Die Welt sollte sich darauf konzentrieren und ihre eigenen Industrien entsprechend ausrichten.«

vor 3 Wochen
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