Weißes Haus: Oberste Gerichtshof erlaubt vorerst Weiterbau von Trumps Ballsaal

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Der neue Ballsaal am Weißen Haus bleibt ein Streitpunkt. Nach einem gerichtlich verordneten Baustopp vor zwei Wochen darf nun vorerst doch weitergebaut werden.

Quelle: DIE ZEIT, AP, dpa, Reuters, 21. August 2026, 22:31 Uhr

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 Die Bauarbeiten am Weißen Haus können vorerst weitergehen.
Die Bauarbeiten am Weißen Haus können vorerst weitergehen. © Evan Vucci/​REUTERS

Die Bauarbeiten für den umstrittenen Ballsaal von US-Präsident Donald Trump auf dem Gelände des Weißen Hauses können vorerst weitergehen. Der Oberste Gerichtshof der USA hat den von einem unteren Gericht angeordneten Stopp der Bauarbeiten vorübergehend ausgesetzt. Das geht aus einer kurzen Anordnung des Vorsitzenden Richters John Roberts hervor.

Dadurch hat das Gericht nun Zeit, über einen Antrag der US-Regierung zu entscheiden. Diese setzt sich mit einem Einspruch gegen die jüngste richterliche Anordnung zur Wehr: In dem schon länger währenden Rechtsstreit hatte vor zwei Wochen ein Berufungsgericht entschieden, dass Trump seinen Ballsaal nicht eigenmächtig bauen darf. Demnach muss er die Zustimmung des Kongresses einholen und den Bau daher bis auf Weiteres einstellen. In der Begründung hieß es, ein Präsident sei nur ein vorübergehender Mieter ‌und könne das Weiße Haus nicht ohne Zustimmung ​des Parlaments grundlegend umgestalten.

US-Regierung argumentiert mit nationaler Sicherheit

Anwälte der gemeinnützigen Denkmalschutzorganisation National Trust ​for Historic Preservation hatten gegen das Projekt geklagt, das etwa 400 Millionen Dollar kosten soll. Es ist unter anderem wegen der Kosten, des Vergabeverfahrens und der Eingriffe in das historische Ensemble des Weißen Hauses stark umstritten und war bereits Gegenstand mehrerer Gerichtsverfahren. Kritik gab es bereits zu Beginn, als Trump den historischen Ostflügel des Weißen Hauses hatte abreißen lassen – ebenfalls ohne die Zustimmung des Kongresses einzuholen.

Trump und die US-Regierung argumentieren, der Ballsaal sei als Ort mit besonderen Sicherheitsstandards wichtig für die nationale Sicherheit. So werde der Schutz des Präsidenten bei Veranstaltungen gewährleistet und der neue Komplex trage zusätzlich zu mehr Sicherheit auf dem Gelände des Weißen Hauses bei. Das Justizministerium verwies dabei auf Attentatsversuche und Bedrohungen gegen den Präsidenten.

Der rund 8.400 Quadratmeter große Saal, zu dem auch Bunker und medizinische Einrichtungen gehören sollen, wird seit dem Herbst 2025 auf dem Gelände des ehemaligen Ostflügels des Weißen Hauses errichtet. Nach Angaben der Regierung soll der Erweiterungsbau künftig deutlich größere Staatsbankette ermöglichen als das bisher genutzte Gebäude. Bislang seien die Bauarbeiten zu rund 65 Prozent abgeschlossen.

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