Die rechtsnationale SVP will die Zuwanderung in die Schweiz einschränken. Ein Referendum soll heute entscheiden, ob die Bevölkerungszahl auf zehn Millionen begrenzt wird.
Quelle: DIE ZEIT, epd, dpa, AFP, sbo 14. Juni 2026, 4:39 Uhr
Die Schweizerinnen und Schweizer stimmen heute über die Begrenzung der Bevölkerung auf zehn Millionen ab. Für die in Bern eingereichte Volksinitiative wirbt die rechtsnationale Schweizerische Volkspartei (SVP), die für fast alle großen Probleme des Landes wie Wohnungsnot Ausländerinnen und Ausländer verantwortlich macht.
Die ständige Schweizer Wohnbevölkerung soll laut SVP-Initiative die Zehn-Millionen-Marke bis 2050 »keinesfalls überschreiten«. Zurzeit leben etwa 9,1 Millionen Menschen in dem Alpenland, darunter 340.000 Deutsche. Wird die Initiative angenommen, müsste ab 9,5 Millionen Einwohnern die Asylvergabe und der Familiennachzug eingeschränkt werden. Das dürfte in den 2030er-Jahren der Fall sein. Wenn das nicht reicht, soll auch die mit der EU vertraglich geregelte Freizügigkeit gekündigt werden.
Regierung, Parlament und fast alle anderen Parteien in der Schweiz lehnen den Plan ab. Lange sah es in Umfragen nach einer Annahme der Initiative aus, aber vor zwei Wochen deutete sich eine Trendwende an. Das Ergebnis dürfte nach den Umfragen knapp werden. In vergangenen Jahren sind aber Ergebnisse bei Volksabstimmungen oft deutlich von den Umfragen abgewichen. Die Auszählung beginnt um 12 Uhr.

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