Am BER starten und landen seit dem Morgen wegen eines Warnstreiks der Gewerkschaft Ver.di keine Passagierflugzeuge. 445 Abflüge und Landungen fielen am Mittwoch aus, teilte die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) mit . Betroffen sind demnach etwa 57.000 Passagiere. Fluggäste sind aufgerufen, sich bei ihren Fluggesellschaften über Reisealternativen und Umbuchungen zu informieren.
Hintergrund sind laufende Tarifverhandlungen zwischen Ver.di und der FBB. Die Arbeitgeberseite hatte in der zweiten Gesprächsrunde vergangene Woche ein erstes Angebot unterbreitet, das aus Sicht der Gewerkschaft aber nicht weit genug geht.
Ver.di fordert für die rund 2000 FBB-Beschäftigten unter anderem sechs Prozent mehr Geld, mindestens jedoch 250 Euro zusätzlich pro Monat je Gruppe beziehungsweise Stufe. Außerdem will sie einen zusätzlichen freien Tag für Gewerkschaftsmitglieder durchsetzen. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen.
Streik betrifft auch Münchens Nahverkehr
Auch in München sorgt ein Ver.di-Streik für Ausfälle im öffentlichen Nahverkehr. Fahrgäste in U-Bahnen, Tram und Bussen müssen sich heute nach Alternativen umschauen. Ab 11 Uhr streiken die Gewerkschaftsmitglieder in der bayerischen Landeshauptstadt.
Pendlerinnen und Pendler sollen am Morgen zwar noch weitgehend verschont bleiben. Ab 9 Uhr werde das Angebot bei U-Bahn und Tram aber bereits ausgedünnt, ab 11 Uhr auf das Notnetz umgestellt, erklärte die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) . Der Bus sichere dabei die Grundversorgung auf allen Linien im gesamten Stadtgebiet. Die S-Bahn, die Regionalzüge und die MVV-Regionalbuslinien sind nicht betroffen.
Allianz-Arena in München: FC-Bayern-Fans von Streik betroffen
Foto: Harry Langer / dpaFußballfans, die am Abend mit der U-Bahnlinie U6 nach Fröttmaning zur Allianz-Arena anreisen wollten, müssen ebenfalls umplanen. Dort findet das Champions-League-Spiel des FC Bayern gegen Atalanta Bergamo statt. Die MVG empfiehlt eine möglichst frühe Anreise und bittet Fahrgäste und Fußballfans um Geduld und gegenseitige Rücksichtnahme.
Ab 17.30 Uhr fahren kostenlose Busse des FC Bayern zwischen der S-Bahnhaltestelle Donnersbergerbrücke und der Haltestelle Kieferngarten. Dafür seien auch zusätzliche Fahrten privater Omnibusunternehmen in Auftrag gegeben worden. Eine private An- und Abreise sei dennoch ratsam.
Am Donnerstag soll dann laut Ver.di nicht nur in München, sondern auch in anderen großen Städten in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hamburg gestreikt werden.

vor 2 Stunden
1








English (US) ·