Vatikan: Papst Leo XIV. zieht in den Apostolischen Palast ein

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Gut zehn Monate nach seiner Wahl hat Papst Leo XIV., 70, seine Dienstwohnung im Apostolischen Palast im Vatikan bezogen. Wie Vatikan-Sprecher Matteo Bruni mitteilte, ist das Oberhaupt der rund 1,4 Milliarden Katholiken weltweit am Nachmittag gemeinsam mit seinen engsten Mitarbeitern, seinen beiden Sekretären, in die Räume eingezogen: dem peruanischen Kardinal Edgard Iván Rimaycuna Inga und dem italienischen Kardinal Marco Billeri.

Die päpstliche Wohnung im Apostolischen Palast, der direkt am Petersplatz liegt, stand seit 2013 leer. Leos Vorgänger, Papst Franziskus, hatte sich nach seiner Wahl bewusst gegen einen Einzug entschieden und stattdessen im vatikanischen Gästehaus Santa Marta gewohnt.

Kurswechsel nach dem bescheidenen Stil von Franziskus

Papst Franziskus lebte dort in einer Suite und begründete dies mit seinem Wunsch nach einem bescheideneren Lebensstil sowie mit der Absicht, die Isolation des traditionellen Papstpalastes zu vermeiden. Immer wieder sprach er von einer »armen Kirche für die Armen«.

Bereits kurz nach seiner Wahl am 8. Mai des vergangenen Jahres hatte Leo XIV., der mit bürgerlichem Namen Robert Francis Prevost heißt, deutlich gemacht, dass er – anders als Franziskus – wieder im Apostolischen Palast wohnen möchte. Leo XIV. betont insgesamt stärker die Kontinuität mit früheren Pontifikaten und tritt auch häufiger in traditionellerer päpstlicher Kleidung auf.

Nach mehr als zehn Jahren Leerstand sollen laut italienischen Medien umfangreiche Renovierungsarbeiten nötig gewesen sein. Unter anderem wurde über Schimmelbefall, Wasserschäden, veraltete Leitungen und ein undichtes Dach berichtet.

Der Papst hat sein Schlafzimmer in das Obergeschoss des Palasts verlegen lassen, um mehr Privatsphäre zu haben, und daneben einen kleinen Fitnessraum einrichten lassen. Auf derselben Etage befinden sich auch eine Terrasse und Gästezimmer.

Die Renovierungsarbeiten zogen sich über mehrere Monate hin. In dieser Zeit blieb Leo XIV. nach seiner Wahl zunächst in seiner bisherigen Kardinalswohnung im Gebäude der vatikanischen Glaubensbehörde.

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