USA: Berufungsgericht untersagt Versand von Abtreibungspille per Post

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Die Entscheidung schränkt den Zugang zu Abtreibungen für Frauen in den USA landesweit weiter erheblich ein, es wird erwartet, dass gegen das Urteil beim Obersten Gerichtshof Berufung eingelegt wird.

Gemäß dem Richterspruch müssen Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen wollen, Mifepriston überall in den USA persönlich in einer Gesundheitsklinik beschaffen. Die Lieferung per Post oder über eine Apotheke ist demnach verboten. Die FDA hatte 2023 die Vorschrift aufgehoben, dass Mifepriston persönlich ausgehändigt werden muss. Dagegen hatte das republikanisch regierte Louisiana, das eine der strengsten Abtreibungsgesetzgebungen der USA hat, geklagt.

Recht auf Abtreibung abgeschafft oder drastisch eingeschränkt

Louisianas Generalstaatsanwältin Liz Murrill begrüßte die Entscheidung des Berufungsgerichts als »Sieg für das Leben«. Die Vorsitzende der Frauenrechtsorganisation Center for Reproductive Rights, Nancy Northup, erklärte dagegen, es gehe darum, »Abtreibungen so schwierig, teuer und unzugänglich wie möglich zu machen«.

Mifepriston wird in den USA bei den meisten Schwangerschaftsabbrüchen eingesetzt. Abtreibungsgegner in den USA streben schon seit Langem danach, dass der Zugang zu dem in Deutschland unter dem Namen Mifegyne verbreiteten Präparat eingeschränkt wird.

Die FDA hatte das Mittel im Jahr 2000 zugelassen. Früher musste die Pille in einer medizinischen Einrichtung eingenommen werden. Die Regierung des früheren US-Präsidenten Joe Biden hatte es aber 2021 erlaubt, dass das Medikament auch von Tele-Medizinern verschrieben und per Post zugeschickt werden kann.

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