In einer ICE-Haftanstalt in Florida ist ein 19-jähriger Mexikaner tot aufgefunden worden. Die mexikanische Regierung nennt den Fall "inakzeptabel" und fordert Aufklärung.
20. März 2026, 14:02 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, lgi
In einem Gefängnis der US-Einwanderungsbehörde ICE in Florida ist ein 19-jähriger Mexikaner tot aufgefunden worden. In einer Pressemitteilung von ICE wird das Todesdatum bereits auf den 16. März datiert. Der junge Mann habe "vermutlich Suizid begangen". Die genaue Todesursache werde aber noch geklärt. Bei dem Gefängnis handelt es sich um das Glades County Detention Center in Moore Haven, rund 130 Kilometer westlich von West Palm Beach.
Die mexikanische Regierung nannte den Vorfall "inakzeptabel" und forderte eine sofortige und gründliche Untersuchung der amerikanischen Seite, um weitere Fälle zu verhindern. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP besuchten Beamte des mexikanischen Konsulats in Miami die Einrichtung und baten die Behörden um Unterlagen über den Fall.
Seit dem zweiten Amtsantritt von Präsident Donald Trump gab es mehr als 40 Todesfälle unter der Aufsicht der ICE. Allein in Florida starben laut dem Miami Herald acht Menschen in ICE-Gefängnissen. Der 19-jährige Mexikaner ist demnach der bisher jüngste Tote. Er war Ende Januar 2026 im Volusia County festgenommen und Ende Februar in die Haftanstalt nach Florida gebracht worden.
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