US-Sanktionen gegen den Iran: Iransanktionen der USA verschärfen Spannungen mit China

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Die USA wollen gegen Länder vorgehen, die weiterhin mit dem Iran handeln. Chinas Regierung protestiert: Die Sicherheit der eigenen Wirtschaft stehe im Vordergrund.

Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, Reuters, Aktualisiert am 25. August 2026, 11:33 Uhr

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Chinas Sprecher des Außenministeriums, Lin Jian, hat die von den USA angedrohten zusätzlichen Sanktionen gegen den Iran kritisiert. Er warnte, die Volksrepublik werde eigene wirtschaftliche Interessen schützen. © Johannes Neudecker/​dpa

China hat die von den USA angedrohten neuen Sanktionen gegen den Iran und dessen Handelspartner kritisiert. Die Volksrepublik lehne einseitige Strafmaßnahmen ab, die keine Grundlage im Völkerrecht hätten, sagte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lin Jian. Solche Maßnahmen seien kein geeigneter Weg, um bestehende Konflikte zu lösen.

Die Regierung in Peking werde die eigenen wirtschaftlichen Interessen schützen und »alle notwendigen Maßnahmen« ergreifen, kündigte der Sprecher an. »China hat bereits viele Male erklärt, dass es illegale einseitige Sanktionen entschieden ablehnt.« Damit deutete die chinesische Regierung an, dass sie auf mögliche US-Sanktionen gegen chinesische Unternehmen oder Handelspartner reagieren könnte.

Die USA hatten zuvor mit Maßnahmen gegen Länder und Unternehmen gedroht, die weiterhin mit dem Iran handeln. US-Finanzminister Scott Bessent sagte, das Finanzministerium habe die Netzwerke und Vermittler identifiziert, die der Iran für den Verkauf seines Öls und zur Umgehung internationaler Sanktionen nutze. China ist der weltweit größte Abnehmer iranischen Öls.

Sanktionen gegen chinesische Unternehmen

Einige Maßnahmen richteten sich laut der Mitteilung des US-Finanzministeriums gegen mehrere in der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong ansässige Firmen sowie weitere Einzelpersonen in China. Die USA wollen damit das globale Beschaffungsnetzwerk des Iran für Atom- und Raketentechnologie stören. Die Firmen sollen unter anderem als Zwischenhändler für die Beschaffung wichtiger Güter wie technische Ausrüstung im Bereich Optik an den Iran fungiert haben, wie aus der Mitteilung hervorging.

Mit den Maßnahmen dürfte die US-Regierung Geschäfte mit dem Iran erschweren wollen. Sanktionen etwa gegen chinesische Banken, die für größeren Ärger im Verhältnis zwischen China und den USA sorgen könnten, blieben vor einem wichtigen Treffen im September zunächst aus. In rund einem Monat will US-Präsident Donald Trump Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in den USA empfangen. Trump hatte den Chinesen während seines Pekingbesuchs im Mai eingeladen.

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