US-Präsidentschaftswahl 2028: Kamala Harris denkt über Kandidatur nach

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Knapp anderthalb Jahre nach ihrer Niederlage bei der US-Präsidentschaftswahl spricht die frühere US-Vizepräsidentin Kamala Harris über die Möglichkeit einer erneuten Kandidatur. Bei einer Veranstaltung einer Bürgerrechtsorganisation in New York sagte Harris am Freitag auf eine entsprechende Frage: »Ich könnte, ich könnte. Ich denke darüber nach!« Es war Harris' bisher stärkster Hinweis darauf, dass sie bei der Wahl im Jahr 2028 erneut antreten könnte.

Die Demokratin Harris hatte als damals amtierende Vizepräsidentin 2024 klar gegen Donald Trump verloren. Die Partei hatte Harris nur wenige Wochen vor der Wahl zur Kandidatin ernannt, nachdem US-Präsident Joe Biden sich nach einem katastrophal verlaufenen Fernsehduell gegen Trump im Juli 2024 aus dem Wahlkampf zurückgezogen hatte.

Harris sagte nun bei der von einer Organisation des Bürgerrechtlers Al Sharpton organisierten Veranstaltung, sie sei damals nur »einen Herzschlag« von der Präsidentschaft entfernt gewesen. »Ich habe viele Stunden im Oval Office, im Situation Room verbracht. Ich kenne den Job. Und ich weiß, was er erfordert«, führte Harris weiter aus.

Bei der Veranstaltung traten zudem ​mehrere weitere ‌potenzielle Kandidaten der Demokraten auf, darunter der ‌Gouverneur ​von Pennsylvania, Josh Shapiro, der frühere Verkehrsminister Pete Buttigieg und der Gouverneur von Illinois, ​JB Pritzker.

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Die 61-Jährige hatte sich nach ihrer Niederlage zunächst aus dem Rampenlicht zurückgezogen. Im vergangenen September veröffentlichte Harris ihre Memoiren, zuletzt absolvierte sie mehrere Auftritte in den US-Südstaaten. Aus ihr nahestehenden Kreisen hieß es zuletzt, Harris sei zwar noch unentschlossen, übernehme aber erste Schritte für eine Kandidatur.

Erste Umfragen deuten darauf hin, dass Harris unter den möglichen demokratischen Kandidaten am bekanntesten ist. Zu einer Nominierung als Präsidentschaftskandidatin der Demokraten wäre der Weg aber noch lang. Harris müsste sich, anders als 2024, bei den Vorwahlen gegen diverse Mitbewerber durchsetzen. In den vergangenen Wochen und Monaten hatten mehrere prominente Politiker der Partei eine mögliche Kandidatur angedeutet.

An der Eignung von Harris gibt es jedoch auch Zweifel. Als Vizepräsidentin unter Biden galt sie bestenfalls als unbeschriebenes Blatt und schlimmstenfalls als politischer Flop. Sie stilisierte sich zur Botschafterin der Lebensfreude, die lachend die düster-existenzielle Aufgabe übernehmen wollte, die Welt vor Trump zu retten. Doch mit guter Laune konnte Harris Trump nicht stoppen, der im Wahlkampf nach dem Attentat gegen ihn einen immer rüderen Ton anschlug – bis hin zu rassistischen Ausfällen.

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