US-Kanada-Handelskonflikt: Trump kündigt 50-Prozent-Zoll auf Autos, Lkw und Stahl aus Kanada an

vor 1 Woche 2

BenachrichtigungPfeil nach linksPfeil nach rechtsMerklisteAufklappenAbspielenPauseAbspielenWiederholen

Im Handelskonflikt mit Kanada setzt Donald Trump auf Eskalation. Der US-Präsident hat hohe Zölle auf Autos, große und kleine Lastwagen, Autoteile und Stahl angekündigt.

Quelle: DIE ZEIT, dpa, AP, 24. August 2026, 16:54 Uhr

US-Kanada-Handelskonflikt Zölle Donald Trump Autos Stahl
WINDSOR, CANADA - APRIL 1: A car hauler truck gasses up before making its way to the Ambassador Bridge to cross into the United States at Detroit on April 1, 2025 in Windsor, Canada. U.S. President Donald Trump has been referring to tomorrow, April 2, as "Liberation Day", when his administration will begin implementing sweeping new tariffs on goods imported into the United States from other countries. (Photo by Bill Pugliano/Getty Images) © Bill Pugliano/​Getty Images

US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit Kanada Zölle von 50 Prozent auf Autos, große und kleine Lastwagen, Autoteile und Stahl aus dem Nachbarland angekündigt. Die Regelung trete zum 1. Januar 2027 in Kraft, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Kanada mache mit »lächerlich hohen Zöllen« auf US-Landwirtschaftsprodukte »großartigen amerikanischen Patrioten das Leben unmöglich« und solle nicht länger wie ein US-Bundesstaat behandelt werden. Wie in der Vergangenheit könnten Unternehmen die Zölle umgehen, indem sie in den USA produzierten, schrieb er weiter.

Derzeit fordern die USA nach kanadischen Angaben auf Basis von Abschnitt 232 des Handelsgesetzes »Trade Expansion Acts« aus dem Jahr 1962 Zölle in Höhe von 25 Prozent auf importierte Auto, Lastwagen und entsprechende Teile. Zudem erheben sie aktuell bei Stahl, Aluminium und Kupfer Importabgaben von 10 bis 50 Prozent.

Unterhändler der beiden Nachbarstaaten hatten bis in die Nacht zum vergangenen Samstag über eine Vereinbarung beraten, um die von US-Präsident Trump angekündigten Zölle abzuwenden. Die Verhandlungen scheiterten jedoch. Danach traten noch in der Nacht bereits Zölle in Höhe von 50 Prozent auf eine Reihe kanadischer Güter in Kraft. Betroffen sind kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden Dollar – also etwa fünf Prozent der Einfuhren insgesamt –, darunter etwa Hockeyschläger, Möbel, Honig und Wein. Der kanadische Premierminister Mark Carney stellte Vergeltungsmaßnahmen in gleichem Umfang vom 8. September an in Aussicht.

Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.

Gesamten Artikel lesen