Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 21/2026.
Rocko ist tot, und alles hier draußen ist jetzt Erinnerung, sagt Tim Foley. All die gemeinsamen Jahre in der Wüste, oft mit den Männern, aber meist nur sie zwei, Rocko und er. Sie sind eingeschrieben in die Felsen, die Mesquitebäume, den Sand. An manchen Orten bleibt Foley abrupt stehen, als habe ihn die Erinnerung am Kragen gepackt, und die vier Männer um ihn herum bleiben auch stehen, so wie jetzt, auf einem schmalen Pfad, der sich durch eine Senke an einer Wasserstelle entlangschlängelt. Es riecht brackig, das Ufer ist mit sonnengebleichten Algen bedeckt. »Hier ist er immer reingesprungen«, sagt Foley und zeigt auf das Wasser. »Mann, hat der gestunken, wenn er wieder rauskam. Aber er hat es geliebt.« Er nimmt den Hut ab, wischt sich den Schweiß von der Stirn, setzt den Hut wieder auf und geht weiter. Die Männer folgen ihm, ihre halb automatischen Gewehre vor der Brust, stets bereit, und in seinen Gedanken folgt ihm auch Rocko, Tim Foleys toter Pitbull.

vor 6 Stunden
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