„Upgrade“-Leasing: Apple als größter Abodienst der Welt?

vor 1 Tag 1

Apples neues Hardware-Leasing-Programm in Zusammenarbeit mit Klarna ist nun offiziell in den Vereinigten Staaten verfügbar: Mit dem „Apple Upgrade“ können Kunden, denen der Direktkauf von iPhone, iPad, Mac oder Zubehör zu teuer sind, diese künftig mieten und die Geräte dann bei Ablauf des Vertrags gegebenenfalls aktualisieren. Die Idee dabei scheint zu sein, das Hardware-Geschäft des Konzerns umzukrempeln: Laut Bloomberg-Reporter Mark Gurman strebt Apple damit nicht nur das „größte Hardware-Geschäft der Welt und das größte Dienstleistungsgeschäft der Welt“ an, sondern möchte zum potenziell größten Anbieter von Abonnements in der Geschichte werden.

Tatsächlich hatte Apple schon jetzt mitgeteilt, mit 1,5 Milliarden Abonnenten nochmals mehr Mietkunden erreicht zu haben. Dabei werden alle Formen von Abonnements zusammengezählt, seien sei es nun Streamingabos (Apple TV, Apple Music), Supportdienste (AppleCare+ und AppleCare One) oder App-Abos von Dritten über den App Store. Da Apple seine Hardware-Preise für viele Sparten kürzlich kräftig erhöht hat und das nun auch beim iPhone plant, dürfte die Nachfrage nach Mietmodellen steigen. Hinzu kommt, dass Apple im Herbst mit dem ersten Foldable, das in der Gerüchteküche unter dem Namen iPhone Ultra läuft, das bislang teuerste Smartphone der Unternehmensgeschichte plant.

Gurman glaubt, dass das alles darauf hinausläuft, Apples Vision einer „einzigen monatlichen Rechnung“ für alle Produkte des Konzerns zu erfüllen: Egal ob iPhone, iPad, Mac, Apple Watch, AppleCare One oder das Dienstepaket Apple One – alles wird gemietet. Apple betont denn auch, dass es sich bei „Apple Upgrade“ um ein Leasing-Programm handelt. Das heißt: Kunden wissen, dass sie ihre Geräte hier nicht abstottern, sondern nur mieten. Ähnlich wie bei Autos würden Kunden dann die Rate für einen bestimmten Zeitraum – zwischen 12 und 36 Monaten – zahlen.

Endet das Leasing, kann das Gerät gekauft werden (teure Schlussrate), wird ausgestauscht oder abgegeben. Was passiert, wenn es zu Beschädigungen kam, ist unklar. Apple dürfte die Geräte bei Abgabe prüfen, ähnlich wie man das vom Auto-Leasing kennt. Apple hofft, dass die vergleichsweise geringen Leasing-Raten die Kunden überzeugen. Eine Gesamtrechnung, die bei Kauf in bar oder über einen niedrig verzinsten Kredit womöglich günstiger käme, machen wohl die wenigsten auf.

Ein iPhone 17 Pro vermietet Apple beispielsweise ab 32 US-Dollar im Monat bei 24 Monaten oder 46 Dollar bei 12 Monaten. Eine Apple Watch Series 11 kostet 12 Dollar im Monat (24 Monate) oder 22 Dollar (12 Monate). Da der Konzern nicht selbst als Leasinggeber oder Bank agiert, sondern dafür Klarna verwendet, muss er für den Dienst wohl auch wenig(er) in den Kundenservice investieren.

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(bsc)

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