UN-Mission: Zwei UN-Blauhelmsoldaten im Südsudan getötet
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Im Südsudan sind nach Angaben der Vereinten Nationen zwei Blauhelmsoldaten getötet worden. Laut der UN-Mission fand der Angriff durch »bewaffnete Unbekannte« statt.
Quelle: DIE ZEIT,
AFP,
Reuters,
yil
Aktualisiert am 24. August 2026, 17:15 Uhr
Artikelzusammenfassung
Ein Hinterhalt in Jonglei hat zwei UN-Blauhelme getötet. Die Patrouille war auf dem Weg nach Pajut, als bewaffnete Unbekannte zuschlugen; sieben weitere Menschen wurden verletzt, darunter Soldaten, Polizisten und zivile UN-Mitarbeiter, und die Mission setzte sofort den völkerrechtlichen Marker: Solche Attacken können als Kriegsverbrechen gelten. Der Vorfall kommt nicht aus dem Off, sondern aus einem Bundesstaat, der zuletzt wieder zum Hotspot im Machtpoker zwischen Regierungs- und Oppositionstruppen geworden ist. Damit zeigt sich erneut das alte, bittere Südsudan-Skript: ein 2011 unabhängig gewordenes Land, das seitdem kaum aus der Endlosschleife aus Gewalt, fragilen Deals und kollabierenden Friedensversprechen herausfindet. Besonders zynisch wirkt dabei, dass das Friedensabkommen von 2018, einst als Exit-Strategie aus einem Bürgerkrieg mit rund 400.000 Toten verkauft, faktisch gescheitert ist, während laut UN inzwischen mehr als 160 Blauhelme im Einsatz starben.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Nach Angaben der Vereinten Nationen sind im Südsudan zwei Blauhelmsoldaten in einem Hinterhalt getötet worden. Nach Angaben der UN-Mission im Südsudan fand der Angriff durch »bewaffnete Unbekannte« statt, als eine Patrouille im Bundesstaat Jonglei in Richtung der Stadt Pajut fuhr. Angriffe auf Blauhelmsoldaten können »Kriegsverbrechen darstellen«, sagte die UN-Mission. Jonglei war in jüngster Zeit vermehrt Schauplatz von Konflikten zwischen Regierungs- und Oppositionstruppen.
Die Friedensmission der Vereinten Nationen im Südsudan verurteilte den Vorfall scharf. Demnach wurden sieben weitere Menschen verletzt, darunter drei Blauhelmsoldaten, zwei Polizisten und zwei zivile Mitarbeiter. Die Nationalität der Blauhelmsoldaten wurde nicht mitgeteilt.
Der Südsudan ist das jüngste Land der Welt und hatte sich 2011 vom Sudan abgespalten. Seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 2011 ist er regelmäßig Schauplatz
tödlicher Konflikte. Jüngsten UN-Angaben zufolge starben seither mehr
als 160 Blauhelmsoldaten im Einsatz. Zuletzt hatte sich die Lage im Land
zunehmend verschlechtert, nachdem der Konflikt zwischen Anhängern von
Präsident Salva Kiir und Unterstützern seines ehemaligen Vizepräsidenten Riek Machar wieder
aufgeflammt war. Ein 2018 geschlossenes
Friedensabkommen, das einen fünfjährigen Bürgerkrieg mit rund 400.000
Toten beendet hatte, war gescheitert.