Ukraine-Krieg: 3000 Hochhäuser in Kyjiw ohne Heizung – bei frostigen Temperaturen

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Mit einem beispiellosen Angriff ließ Russlands Machthaber Wladimir Putin vor wenige Tagen die Wärmeversorgung der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw attackieren. Bei eisigen Temperaturen müssen seitdem zahlreiche Menschen ohne Heizung auskommen. Rund 3000 Hochhäuser seien derzeit weiterhin ohne Heizung, teilt Bürgermeister Vitali Klitschko nun mit. In ‌der Nacht zu Donnerstag seien jedoch 227 Gebäude wieder an die Versorgung ⁠angeschlossen ‍worden.

Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Mittwochmittag erklärt, fast 60 Prozent von Kyjiw hätten keine Elektrizität. Er hatte dabei erneut die Stadtregierung gerügt und verlangt, die Reparaturarbeiten zu beschleunigen. Bürgermeister Klitschko erklärte nun, die Energieversorger arbeiteten weiterhin daran, die Wärme- und Stromversorgung für die Kyjiwer Bevölkerung wiederherzustellen. Ausgehend von Handydaten haben laut Klitschko rund 600.000 der rund drei Millionen Einwohner Kyjiw vorübergehend verlassen.

Die Bundesregierung wirft Russland wegen der Angriffe auf die Energieversorgung Kriegsverbrechen vor. »Hunderttausende Kinder, ältere Menschen, ganze Familien müssen bei eisigen Minusgraden ohne Strom, ohne Heizung und ohne warmes Wasser ausharren«, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer in Berlin. Russland überziehe die Ukraine im kältesten Winter seit Kriegsbeginn mit brutalen Angriffswellen auf zivile Ziele und Energieanlagen. »Die Bundesregierung verurteilt diese fortgesetzten massiven russischen Luftangriffe aufs Schärfste.«

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