Löscharbeiten der Kyjiwer Feuerwehr nach dem russischen Angriff in der Nacht zum Sonntag
Foto: Aleksandr Gusev / ZUMA Press / IMAGOAutomatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
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Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat nach den massiven russischen Luftschlägen gegen die Hauptstadt Kyjiw die internationale Gemeinschaft zu einer »starken Antwort an den Aggressor« aufgefordert. Der Minister beantragte laut einer Mitteilung auf der Plattform X eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats und eine Zusammenkunft der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).
Sybiha warf Russland vor, mit der »barbarischen Raketenattacke« in der vergangenen Nacht fehlende militärische Fortschritte auf dem Schlachtfeld im Angriffskrieg gegen die Ukraine kompensieren zu wollen.
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Bei Angriffen auf Kyjiw und die Umgebung waren in der Nacht auf Sonntag vier Menschen gestorben. Wie Kyjiws Bürgermeister Vitali Klitschko am Sonntag mitteilte, wurden in der Hauptstadt zwei Tote und 56 Verletzte verzeichnet. In der umliegenden Region gab es nach Angaben von Verwaltungschef Mykola Kalaschnyk zwei Tote und neun Verletzte.
Einzelne Staaten bekundeten bereits über die sozialen Medien ihre Solidarität, auch der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilte die schweren Angriffe scharf. Die norwegische Regierung ist Informationen der Nachrichtenagentur Reuters zufolge bereits in Kontakt mit Präsident Wolodymyr Selenskyj, um über Unterstützungsmöglichkeiten zu sprechen.
Bei den Attacken wurden laut Behörden auch Regierungsgebäude beschädigt, darunter das Außenministerium und das Kabinettsgebäude. Auch die ARD und die Deutsche Welle berichten von Schäden an ihren Studios in Kyjiw.
Bei den Angriffen kam auch die besonders zerstörerische Mittelstreckenrakete Oreschnik zum Einsatz. Zum mittlerweile dritten Mal hat Russland diese eingesetzt – erstmals jedoch nahe der Hauptstadt Kyjiw. Russlands Machthaber Wladimir Putin habe die Rakete gegen Bila Zerkwa abgefeuert, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Die Stadt liegt im Kyjiwer Gebiet. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte gegenüber staatlichen Nachrichtenagenturen den Einsatz der Rakete.
Zuvor hatte die ukrainische Flugabwehr von einem kombinierten Angriff mit 600 Drohnen, 90 Raketen und Marschflugkörpern gesprochen. In russischen Nachrichtenagenturen hieß es, es seien vier Raketentypen eingesetzt worden, neben der Oreschnik auch Iskander-, Kinschal und Zirkon-Raketen. Die Attacken seien eine Vergeltung für Kyjiws Angriffe auf zivile Ziele in Russland.

vor 2 Stunden
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