Cyberkriminelle haben Zugriff auf Quellcode-Repositorys des aus der Fusion von FireEye und McAfee hervorgegangenen IT-Sicherheitsunternehmens Trellix erlangt. Das Unternehmen untersucht den Vorfall aktuell.
Das teilt Trellix auf seiner Webseite mit. Demnach hat Trellix unbefugten Zugriff auf einen Teil der Quellcode-Repositorys bemerkt. Nachdem das Unternehmen davon erfahren hatte, zog es den Angaben nach führende Forensikexperten zur Klärung hinzu. Auch die Strafverfolgungsbehörden hat Trellix demnach informiert.
Den bisherigen Untersuchungen zufolge hat das Unternehmen keine Belege dafür entdeckt, dass Quellcode-Releases oder der Verteilungsprozess betroffen sind oder dass der Quellcode missbraucht wurde. Trellix plant, weitere Details zu veröffentlichen, sobald die Untersuchungen abgeschlossen sind.
Keine Hinweise auf Urheber
Das Unternehmen nennt keinerlei Details zu dem IT-Vorfall. Es ist unklar, wer hinter diesem Angriff steckt. Auf den Darknet-Seiten der bekannteren Cybergangs findet sich noch kein Bekenntnis. Die Formulierungen von Trellix sind äußerst bedacht gewählt – es lässt sich etwa nicht eindeutig ableiten, ob Angreifer potenziell eigenen Code in die Repositorys verfrachtet haben.
Derzeit bleibt unklar, wie die Angreifer bei Trellix Zugang zu den geschützten Unternehmensquellcodes erlangen konnten. Cyberangriffe sind an der Tagesordnung. So haben Cyberkriminelle der Gang ShinyHunters etwa Daten von Vimeo erst kürzlich bei einem Einbruch beim Dienstleister Anodot abgezogen und die inzwischen im Darknet kostenlos zum Download bereitgestellt. Außerdem können die Täter derzeit eine Schwachstelle in cPanel/WHM angreifen und die Authentifizierung übernehmen – bei mehr als 4000 Instanzen in Deutschland haben sie das wohl inzwischen auch getan.
(dmk)










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