Trauerfeier im Iran: Racheschwüre gegen Donald Trump begleiten Totengebete für Chamenei

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Bei den Trauergebeten für den getöteten Ali Chamenei ist es zu Mordaufrufen gegen US-Präsident Donald Trump gekommen. Chameneis Sohn und Nachfolger war nicht zu sehen.

Quelle: DIE ZEIT, AP, dpa, AFP, Aktualisiert am 5. Juli 2026, 16:43 Uhr

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 Eine Frau beugt sich bei der Trauerfeier in Teheran über ein Banner des getöteten Ali Chamenei.
Trauer um den »Obersten Führer«: Eine Frau beugt sich bei der Trauerfeier in Teheran über ein Banner des getöteten Ali Chamenei. © -/​AFP/​Getty Images

Zehntausende Iraner haben Abschied von dem getöteten iranischen Machthaber Ali Chamenei genommen. Die Trauergebete wurden von Racheschwüren und Mordaufrufen gegen US-Präsident Donald Trump begleitet. Chameneis Sohn und Nachfolger Modschtaba Chamenei fehlte jedoch auch am Sonntag, dem zweiten Tag der offiziellen Trauerfeierlichkeiten in Teheran.

Plakate und Graffiti bei der Trauerfeier riefen zur Tötung Trumps und zum Mord am israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu auf. Ali Chamenei war Ende Februar bei einem US-amerikanischen Luftangriff zu Beginn des Iran-Krieges mit 86 Jahren getötet worden.

Die Gebete wurden Staatsmedien zufolge von dem 97-jährigen Dschafar Sobhani geleitet, einem der einflussreichsten Kleriker des Iran. Durch die Veranstaltung führte der Dichter Mohammed Rassuli. Er skandierte Parolen wie »Tod für Amerika« und »Tod für Israel«. Mit Blick auf US-Präsident Donald Trump fragte er die Anwesenden: »Warum lebt der größte Mistkerl der Welt noch?«

Sohn Modschtaba wurde Berichten zufolge beim Angriff verletzt

Im Moscheekomplex der Großen Mosalla in Teheran waren fünf in Irans Flagge gehüllte Särge aufgebahrt – darin befanden sich die Leichname Chameneis sowie seines Schwiegersohns, seiner Tochter, der Ehefrau seines Sohnes Modschtaba sowie seiner 14 Monate alten Enkelin. Auf Chameneis Sarg lag der für ihn typische schwarze Turban.

Chameneis Söhne Massud, Mejsam und Mostafa nahmen am Totengebet teil. Ihr Bruder Modschtaba dagegen fehlte erneut. Berichten zufolge ist er bei dem Luftangriff, der seinen Vater tötete, verletzt worden. Seither ist er nicht wieder in der Öffentlichkeit zu sehen gewesen.

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