Im Büro oder Homeoffice sollen Bluetooth-Headsets die Arbeit durch guten Sound und praktische Funktionen unterstützen. Wir zeigen die fünf besten Exemplare.
Für die Arbeit im Büro und im Homeoffice sind Bluetooth-Headsets ideal. Egal, ob für ein Telefonat mit einem Kunden oder für das nächste Teams-Meeting – ein Headset erleichtert die Online-Kommunikation. Die Wahl des richtigen Modells hängt dabei nicht nur von der Soundqualität der Lautsprecher und der Aufnahmequalität des Mikrofons ab. Tragekomfort und Funktionsumfang spielen eine ebenso große Rolle.
Wer nur an einem Meeting pro Tag teilnimmt und sonst wenig bei der Arbeit telefoniert, der dürfte mit den meisten Headsets problemlos zurechtkommen. Telefoniert man jedoch viel, sollte das Headset auch nach längerer Zeit noch bequem auf dem Kopf sitzen. Funktionen wie ANC, die gleichzeitige Verbindung von Smartphone und PC sowie die Trageerkennung über Sensoren im Headset können die Arbeit zudem bereichern und erleichtern. Ein ausdauernder Akku oder die Möglichkeit des Schnellladens sind bei Vielnutzung ebenfalls ungemein wichtig.
In unserer Bestenliste zeigen wir die fünf besten Bluetooth-Headsets und erklären, worauf es bei einem guten Bluetooth-Headset ankommt.
Welches ist das beste Bluetooth-Headset?
Unser Testsieger ist das Poly Voyager Focus 2 UC für 128 Euro. Es überzeugt mit einer Mischung aus gutem Sound, nützlichem Zubehör und einer hervorragenden Verarbeitung. Praktische Funktionen wie das sowohl links als auch rechts verwendbare Mikrofon oder die Trageerkennung machen es zudem flexibel einsetzbar.
Als Technologiesieger geht das Jabra Evolve 3 85 ab 381 Euro hervor. Das äußerst hochwertige und bequeme Headset besticht durch sein verstecktes Mikrofon, Top-ANC und einen astreinen Klang. Dank der App passt man den Sound und die Funktionen auf die eigenen Arbeitsanforderungen an.
Der Preis-Leistungs-Sieger ist das Jlab Epic Work für 100 Euro. Es bringt bis zu 90 Stunden Akkuleistung, ANC, solide Soundqualität und eine Ladestation mit, die auch als USB-Hub verwendet werden kann.
KURZÜBERSICHT
Poly Voyager Focus 2 UC
Das Poly Voyager Focus 2 UC für 128 Euro besticht durch eine hervorragende Verarbeitung und einen guten Klang. Nützliche Features wie der Tragesensor und das auf beiden Seiten verwendbare Mikrofon machen aus dem mit ANC ausgestatteten Headset einen flexiblen Begleiter fürs Büro.
VORTEILE
- solider Klang
- Verarbeitung top
- Mikrofon sowohl links als auch rechts nutzbar
- Tragesensor praktisch
NACHTEILE
- Mikrofonqualität lässt zu Wünschen übrig
- keine Equalizer oder andere Soundanpassungen
Jabra Evolve 3 85
Für 381 Euro bietet das Jabra Evolve 3 85 ein hochwertiges Design, bequeme Polster, eine Fülle an Funktionen und einen ausgezeichneten Sound. Auch das Mikrofon überzeugt durch eine verhältnismäßig klare Aufzeichnung der Stimme.
VORTEILE
- hochwertig
- guter Klang
- adaptives ANC
- kompakter Formfaktor
NACHTEILE
- sehr teuer
- Equalizer-Presets nur via Smartphone-App
Jlab Epic Work
Das Jlab Epic Work für 100 Euro bietet eine hervorragende Akkulaufzeit, guten Klang und eine performante Geräuschunterdrückung für das Mikrofon. Mit ANC und einer inkludierten Ladestation wird es so zum kompetenten Begleiter im Arbeitsalltag.
VORTEILE
- gute Soundqualität
- top Akkulaufzeit
- Ladestation kann als USB-Hub fungieren
- solide Sprachqualität
NACHTEILE
- keine gleichzeitige Verbindung via Dongle und Bluetooth möglich
- Mikrofon könnte etwas lauter sein
- On-Ear-Design für uns unbequem bei längerem Tragen
Ratgeber
Welches Headset hat den besten Klang?
Im Arbeitskontext kommt es beim Klang vor allem darauf an, dass man das Gegenüber im Voice-Call oder Teams-Meeting problemlos verstehen kann. Während das mit allen Headsets möglich ist, die wir im Rahmen dieser Bestenliste getestet haben, sticht besonders unser Technologiesieger, das Jabra Evolve 3 85, mit seinem erstaunlich guten Sound hervor. Er überzeugt sogar beim Musikhören und Videoschauen durchweg und kann dank Equalizer per App weiter angepasst werden.
Bei der Sprachqualität des Mikrofons überzeugen ebenfalls die beiden Jabra-Evolve-3-Modelle am meisten. Sie zeichnen unsere Stimme trotz des Verzichts auf einen dedizierten Mikrofonarm ohne Rauschen klar und verständlich auf. Auch das Jlab Epic Work, unser Preis-Leistungs-Sieger, liefert eine solide Sprachqualität ab. Wichtig ist hier auch immer eine brauchbare Geräuschunterdrückung. Gerade in belebten Großraumbüros kann es gerne mal etwas lauter werden und im Gespräch mit dem Kunden nicht nur stören, sondern auch unprofessionell wirken.
Was macht ein gutes Headset für Büro und Homeoffice aus?
Neben Klang- und Sprachqualität ist vor allem auch der Tragekomfort wichtig. Je nach Job trägt man das Headset mehrere Stunden am Stück und möchte nicht alle paar Minuten die Kopfhörer verschieben, um unangenehme Druckstellen zu vermeiden. Neben weichen Polstern tragen auch das Gewicht, die Klemmstärke des Kopfbands und eine höhenverstellbare Halterung zum Tragekomfort bei. Lassen sich die Ohrmuscheln vollständig nach innen rotieren, kann man das Headset auch bequem um den Hals tragen.
Funktionen wie ANC (Active Noise Cancelling), Sidetone und Hearthrough können für die Arbeit unglaublich praktisch sein, spiegeln sich aber auch im Preis wider. Mit ANC blendet man Hintergrundgeräusche aus, was vor allem in Konzentrationsphasen hilfreich ist. Das Feature wirkt sich allerdings auch stärker auf den Akkuverbrauch aus.
Ladestationen versorgen das Headset nicht nur mit Strom, sondern bieten auch eine Möglichkeit, es nach getaner Arbeit zu verstauen. heise bestenlisten
Hearthrough ist vor allem bei Over-Ear-Kopfhörern nützlich, da man deutlich besser die Außengeräusche wahrnimmt. So kann man sich mit Kollegen unterhalten, ohne das Headset abnehmen zu müssen. Sidetone spielt hingegen die eigene Stimme beim Sprechen über die Kopfhörer ab, wodurch man ein besseres Gefühl für die eigene Lautstärke bekommt.
Vieltelefonierer sollten zudem auf einen starken Akku Wert legen oder ein Headset wählen, das man auch per Kabel am PC verwenden kann. Nützliches Zubehör wie Ladestationen sind hilfreich, wenn man das Headset beispielsweise über die Nacht aufladen möchte. Manche Headsets unterstützen auch die Schnellladefunktion, bei der schon ein paar Minuten am Strom mehrere Stunden Akkulaufzeit generieren.
Was ist der Unterschied zwischen Headset und Headphone?
Der Begriff Headphone bezeichnet ganz normale Kopfhörer, die über ein Band miteinander verbunden sind und auf dem Kopf getragen werden. Sie dienen in erster Linie dem Medienkonsum. Headsets haben hingegen ein integriertes Mikrofon, wodurch sie auch für die Online-Kommunikation, auf der Arbeit oder privat, geeignet sind. Die meisten Headset-Modelle haben einen Mikrofonarm, der entweder fest verbaut oder abnehmbar ist.
Manchmal fest verbaut, manchmal abnehmbar und manchmal im Gehäuse versteckt: Mikrofone machen Headphones zu Headsets. heise bestenlisten
Sowohl Headphones als auch Headsets kommen entweder mit On-Ear- oder Over-Ear-Polstern. On-Ear-Polster liegen dabei auf dem Ohr, während Over-Ear-Polster das Ohr umschließen. Wir bevorzugen die Over-Ear-Variante, da sie vor allem bei längerem Tragen für uns deutlich bequemer ist. Der Nachteil: Sie schirmen Außengeräusche viel stärker ab, was für die Arbeit nicht immer von Vorteil ist.
Eine Sonderrolle nehmen monaurale Headsets ein. Sie verfügen nur über eine einzige Ohrmuschel. Viele gängige Stereo-Headsets gibt es häufig in einer zusätzlichen Ausführung als monaurale Variante.
Der Vorteil eines monauralen Headsets: Man bekommt die Umgebung besser mit, falls man beispielsweise im Büro oder zu Hause im Homeoffice ansprechbar sein will. Zudem dürfte die Mono-Variante für viele deutlich angenehmer zu tragen sein bei sehr langen Telefonkonferenzen. Dieser Vorteil kann aber schnell zum Nachteil werden, denn man bekommt viel von der äußeren Geräuschkulisse mit. Musikhören nur mit einer Ohrmuschel macht auch keinen Spaß ohne Stereo-Sound. Ein monaurales Headset bietet sich vorwiegend für Personen an, die nebenbei mit anderen Kollegen oder Familienmitgliedern interagieren müssen – sei es zu Hause oder in einem Großraumbüro. Wer mehr Ruhe bei einer Videokonferenz will, sollte zu einem Stereo-Headset greifen.
In-Ear-Kopfhörer oder auch Earbuds zeichnen sich hingegen dadurch aus, dass man sie im Ohr trägt. Der Treiber führt den Schall direkt in den Gehörkanal hinein. Sie verfügen heutzutage ebenfalls über ein Mikrofon, sind aber aufgrund der Distanz zum Mund nicht immer für die Arbeit im Büro zu empfehlen, da sie den Sound viel breiter aufnehmen, als es ein Mikrofon direkt am Mund tun würde. Die besten günstigen In-Ear-Kopfhörer zeigen wir in unserer Bestenliste.
Kann man ein Headset an jedes Telefon anschließen?
Für die Verbindung mit einem Bluetooth-Headset muss das Endgerät natürlich ebenfalls über Bluetooth verfügen. Moderne Laptops und Smartphones sind dazu normalerweise immer in der Lage. Je nach Headset liefert der Hersteller zudem auch einen USB-Funk oder USB-Bluetooth-Dongle mit. Der bietet nicht nur eine stabilere Verbindung als rein über Bluetooth, sondern ermöglicht so auch älteren Computern, sich mit dem Headset zu verbinden.
Manche Headsets unterstützen die zeitgleiche Verbindung mit zwei oder mehreren Geräten, Multipoint genannt. Dadurch kann das Headset am Smartphone und parallel am PC genutzt werden. So lassen sich etwa Anrufe auf dem Smartphone über das Headset annehmen, während man weiterhin mit dem PC verbunden bleibt. Moderne Headsets unterstützen teilweise auch Google Fast Pair, wodurch die Einrichtung mit dem Android-Smartphone auf nur einen Klick reduziert wird.
Welches ist das beste Headset zum Zocken?
Die Anforderungen an ein Gaming-Headset sind deutlich höher als an ein reguläres Business-Headset. Während Bluetooth für den Einsatz im Büro ausreicht, ist die Verzögerung für Spiele am PC viel zu groß, weswegen hier auf eine 2,4-GHz-Funkverbindung gesetzt wird. Auch die verminderte Sound- und Sprachqualität, die Bluetooth im Vergleich zur Funk- oder Kabelverbindung mit sich bringt, ist hier ein Ausschlusskriterium. Gerade für kompetitive Online-Spiele ist ein klarer und verzögerungsfreier Sound essenziell, um etwa Schritte der Gegner oder andere Soundeffekte orten und registrieren zu können.
Funktionen wie ANC oder die Geräuschunterdrückung des Mikrofons gibt es auch bei Gaming-Headsets. Häufig unterstützen sie zudem virtuellen Surround-Sound, wobei die Qualität hier von Modell zu Modell stark schwankt. Die stärksten unter ihnen zeigt die Bestenliste Top 7: Das beste Gaming-Headset – Testsieger Razer vor Steelseries & Logitech.
Fazit
Für den Einsatz im Büro und im Homeoffice müssen Bluetooth-Headsets nicht nur guten Sound und eine brauchbare Sprachqualität liefern, sondern auch genügend Tragekomfort bieten, um auch nach Stunden auf dem Kopf nicht zu stören. Zusätzliche Funktionen wie ANC, Equalizer, eine Trageerkennung oder eine inkludierte Ladestation sind nicht für jeden relevant, können den Arbeitsalltag aber ungemein bereichern.
Auch hier gilt: Wer mehr Geld in die Hand nimmt, bekommt einen größeren Funktionsumfang, mehr Komfort und eine bessere Qualität. Unser Testsieger ist das Poly Voyager Focus 2 UC, der Technologiesieger ist hingegen das Jabra Evolve 3 85. Als Preis-Leistungs-Sieger hat sich das Jlab Epic Work herausgestellt.
Weitere Artikel:
BESTENLISTE
Poly Voyager Focus 2 UC
Noise Cancelling, Tragesensor und Ladestation: Das Poly Voyager Focus 2 UC will im Büro überzeugen. Ob es das schafft, zeigt unser Test.
VORTEILE
- solider Klang
- Verarbeitung top
- Mikrofon sowohl links als auch rechts nutzbar
- Tragesensor praktisch
NACHTEILE
- Mikrofonqualität lässt zu Wünschen übrig
- keine Equalizer oder andere Soundanpassungen
Poly Voyager Focus 2 UC im Test: Top-Headset mit ANC, Bluetooth und Tragesensor
Noise Cancelling, Tragesensor und Ladestation: Das Poly Voyager Focus 2 UC will im Büro überzeugen. Ob es das schafft, zeigt unser Test.
Das Poly Voyager Focus 2 UC bietet einen hochwertigen Look und bringt zudem einige nützliche Funktionen, die den Arbeitsalltag bereichern können. Dazu gehört der Tragesensor, der erkennt, wenn das Gerät auf- oder abgesetzt wird, und daraufhin etwa die Musik stoppt oder das Mikrofon stumm schaltet. Auch ANC hat der Kopfhörer mit an Bord. Wie sich das Headset im Alltag schlägt, verraten wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Lieferumfang
Unser Testgerät kommt zusammen mit einer Ladestation mit USB-C-Anschluss, einem USB-C-Bluetooth-Dongle samt USB-A-Adapter, einem USB-C-zu-USB-C-Verbindungskabel und einer praktischen Tragetasche, um das Headset zu verstauen. Eine Kurzanleitung ist ebenfalls inkludiert.
Design
Optisch orientiert sich das Poly Voyager Focus 2 UC am traditionellen Office-Headset-Look: schlankes Kopfband, On-Ear-Kunstleder-Polster und hochklappbares Boom-Mikrofon. Das Kopfband ist aus Metall, der Rest besteht aus Kunststoff. Die Polsterung für den Kopf ist elastisch und lässt immer Platz zwischen Metall und Schädel.
Poly Voyager Focus 2 UC - Bilder
Das schlanke Design spiegelt sich auch im Gewicht wider: gerade einmal 175 g bringt das Headset auf die Waage. Farblich hält man es ebenfalls professionell – diverse Schwarz- und Grautöne zieren den Kopfhörer. Akzente werden durch das rote Schaumstoffpolster gesetzt, das unter dem schwarzen Kunstleder durchblitzt. Die Verarbeitung ist durchweg solide. Trotz des großen Kunststoffanteils fühlt sich das Poly Voyager Focus 2 UC wertig an. Das metallene Kopfband macht es zudem deutlich robuster.
Ausstattung
Das Poly Voyager Focus 2 UC unterstützt die Verbindung via Bluetooth 5.1 mit Multipoint, dem inkludierten Bluetooth-USB-C-Dongle und per Kabel. Die Verbindung über den Dongle bleibt während unseres Tests auf 120 m² durchgehend stabil und auch das Pairing mit unserem Google Pixel 7 klappt anstandslos. Im Idealfall verwendet man immer den Dongle, um eine bessere Verbindung mit höherer Soundqualität zu gewährleisten.
Das Headset kommt mit einer USB-C-Ladestation. Die dient allerdings nur zum Aufladen – einen integrierten Bluetooth-Receiver oder einen Anschluss für den Dongle gibt es nicht. Zum Laden setzt man das Voyager Focus 2 UC einfach auf den 5-Pin-Anschluss der Station.
Die Bedienelemente befinden sich allesamt an der linken Ohrmuschel. Der Power-Schalter dient gleichzeitig auch zum Bluetooth-Pairing. Ist das Headset eingeschaltet, zieht man diesen ein Stück weiter nach oben, bis es blau zu leuchten beginnt. Ein weiterer Schalter wechselt zwischen den drei verschiedenen ANC-Stufen (0, 1 und 2). Die Stummschalttaste für das Mikrofon befindet sich direkt am Mikrofonarm, durch Hochklappen des Arms stellt man es alternativ auch stumm.
Als sehr unpraktisch erweisen sich hingegen die Buttons für Microsoft Teams und Anrufe/Voice-Assistant. Diese sind seitlich im Kopfhörer eingelassen, komplett flach und geben kaum haptisches Feedback beim Drücken. Etwas besser sind da die Lautstärkeregler-Tasten, die ebenfalls außen am linken Kopfhörer eingelassen sind.
Das ANC ist in Ordnung, es kommen aufgrund der On-Ear-Kopfhörer aber noch Geräusche durch, da sie das Ohr eben nicht ganz umschließen. Wer hier vollständig ausblendendes Noise Cancelling erwartet, wird enttäuscht. Für den Büroalltag oder auch im Homeoffice sollte es aber ausreichen. Eine Hearthrough-Funktion, wie sie das Jabra Evolve 3 bietet, gibt es nicht.
Für das Poly Voyager Focus 2 UC stehen zwei Versionen bereit: eine speziell für Microsoft-Teams zertifizierte (2-M UC) und eine Universal-Communications-Variante (nur 2 UC). Beide Versionen sind technisch auf dem gleichen Stand. Die MS-Teams-Variante kommt mit dediziertem Teams-Button und ein paar zusätzlichen Komfortfunktionen, etwa sich Teams-Benachrichtigungen per Knopfdruck über das Headset am PC anzeigen zu lassen.
Die 32-mm-Treiber arbeiten im Frequenzbereich 20 bis 20.000 Hz, das Mikrofon im Bereich 100 bis 6800 Hz. Es ist zudem mit Geräuschunterdrückung ausgestattet und lässt sich sowohl nach vorne als auch nach hinten drehen, wodurch man das Mikrofon links oder rechts tragen kann. Setzt man das Headset dann verkehrt herum auf, passt es die Ausrichtung der Lautsprecher (links wird zu rechts und rechts zu links) automatisch an.
Software
Für die Konfiguration der Peripherie steht die App Poly Studio parat. Diese gibt es sowohl für den PC als auch für Android und iOS und bietet diverse Optionen für die Steuerung und das Verhalten des Headsets. Equalizer oder anderweitige Soundanpassungen gibt es nicht – schade. Standardmäßig ist HD Voice aktiviert, was die Stimmqualität des Mikrofons verbessern soll, dafür aber auch mehr Strom verbraucht.
Den Sidetone, also die Wiedergabe der eigenen Stimme über die Lautsprecher des Headsets, kann man zwar reduzieren, aber nicht komplett ausstellen. Weitere Einstellungsmöglichkeiten betreffen größtenteils die Benachrichtigungstöne bei Anrufen am Smartphone oder PC und bei einem zweiten eingehenden Anruf.
Poly Voyager Focus 2 UC - Bilder App
Für den Tragesensor legt man fest, was passieren soll, wenn man das Headset abnimmt oder aufsetzt – ihn ganz ausstellen ist ebenfalls möglich. Nimmt man es während eines aktiven Anrufs vom Kopf, kann man beispielsweise festlegen, ob das Mikrofon stumm geschaltet oder der Sound auf das Smartphone übertragen werden soll. Hört man Musik, kann man diese automatisch durch Abnehmen des Headsets pausieren lassen. Praktisch ist die Funktion, Anrufe automatisch durch Aufsetzen der Peripherie anzunehmen. Die Sensoren erkennen während unseres Tests relativ präzise, ob wir das Gerät auf oder absetzen.
Um das Gehör zu schützen, kann man ein Lautstärkelimit bei entweder 80 oder 85 dB(A) aktivieren, über das die Lautsprecher nicht hinausgehen können. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, aktiviert zudem noch die Anti-Erschrecken-Funktion. Diese soll verhindern, dass die Lautstärke plötzlich stark hochschießen kann und vermeidet so einen Schock für das Gehör.
Soundqualität
Der Klang des Poly Voyager Focus 2 UC macht im Büroalltag eine gute Figur. Gesprächspartner in Meetings versteht man problemlos und auch zum Musikhören nebenbei bietet der 32-mm-Treiber genügend Dynamik. Für die bestmögliche Soundqualität sollte man das Headset aber direkt per USB mit dem PC verbinden, da diese via Bluetooth dann doch einbüßt. Selbiges gilt auch für das Boom-Mikrofon des Voyager Focus 2 UC.
Die Performance des Mikros ist lediglich in Ordnung. Man versteht uns zwar problemlos, unsere Stimme kommt allerdings etwas dumpf und verwaschen beim Gegenüber an. Die integrierte Geräuschunterdrückung macht hingegen einen ziemlich guten Job und sollte vor allem in geschäftigen Büros ein Segen sein.
Tragekomfort
Wer wie wir On-Ear-Polster nicht lange auf den Ohren tragen kann, weil sie unangenehme Druckstellen erzeugen, der wird mit dem Poly Voyager Focus 2 UC keine Freude haben. Der Kunstlederüberzug fühlt sich angenehm auf der Haut an, staut aber etwas die Wärme, was vor allem in den heißen Sommermonaten unangenehm werden könnte.
Das elastische Kopfbandpolster ist hingegen ausgesprochen bequem und bietet genügend Abstand zum Metallband darüber. Die Klemmstärke ist gut austariert und sorgt dafür, dass das Headset sicher auf dem Kopf sitzt. Dank der Markierungen auf der Außenseite der Kopfhörerhalterung lässt sich das Headset präzise und gleichmäßig in der Größe verstellen. Die Ohrmuscheln können komplett nach Innen und Außen gedreht und das Headset somit problemlos um den Hals getragen werden.
Akkuleistung
Der Akku des Headsets kommt auf gut 16 Stunden Betriebsdauer mit aktiviertem ANC und 19 Stunden ohne. Hat man zusätzlich noch HD-Audio aktiviert, wirkt sich das noch einmal auf die Laufzeit aus. Wer auf der Arbeit hauptsächlich am Telefonieren ist, der wird das Headset am Ende des Arbeitstages zur Sicherheit ans Ladegerät hängen müssen. Wer täglich nur gelegentlich damit telefoniert, etwa in einzelnen Meetings, wird damit auch problemlos mehrere Tage zurechtkommen.
Preis
Das Poly Voyager Focus 2 UC gibt es für knapp 128 Euro in der Microsoft-Teams-Variante mit Ladestation. Die UC-Version mit Ladestation ist mit knapp 136 Euro aktuell sogar teurer. Aktuell sind die Modelle ohne Ladestation nur wenige Euro günstiger.
Fazit
Mit dem Poly Voyager Focus 2 UC bekommt man ein kompetentes Headset, das mit seiner einwandfreien Verarbeitung, einem guten Klang und praktischen Zusatzfunktionen wie dem Tragesensor oder dem beidseitig einsetzbaren Mikrofon glänzt.
Letzteres erledigt zwar seinen Job, enttäuscht aber insgesamt bei der Soundqualität. Man bleibt zwar problemlos verständlich, klingt aber alles andere als kristallklar. Fehlende Soundoptimierungen, beispielsweise per Equalizer, trüben den Gesamteindruck ebenfalls etwas.
Trotzdem ist das Headset für den Büroalltag gut ausgestattet und dank seiner Flexibilität für die meisten eine gute Wahl.
Jabra Evolve 3 85
Das Jabra Evolve 3 85 ist nicht nur bequem, sondern auch mit Funktionen wie ANC, Trageerkennung und Geräuschunterdrückung ausgestattet.
VORTEILE
- hochwertig
- guter Klang
- adaptives ANC
- kompakter Formfaktor
NACHTEILE
- sehr teuer
- Equalizer-Presets nur via Smartphone-App
Jabra Evolve 3 85 im Test: Bequemes Headset der Superlative mit ANC & Top-Sound
Das Jabra Evolve 3 85 ist nicht nur bequem, sondern auch mit Funktionen wie ANC, Trageerkennung und Geräuschunterdrückung ausgestattet.
Das Jabra Evolve 3 85 bietet auf dem Papier fast alles, was man sich bei einem Headset fürs Büro wünschen kann. Neben einem hochwertigen Look, bequemen Polstern und einer Vielzahl an Funktionen wie ANC liefert es hervorragenden Klang und ein integriertes Mikrofon. Wie sich das teure Premium-Headset im Alltag schlägt, zeigen wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Lieferumfang
Je nachdem, für welches Paket des Evolve 3 85 man sich entscheidet, kommt es mit unterschiedlicher Ausstattung. Grundsätzlich ist aber immer eine Tragetasche für das Headset, ein USB-Adapter, ein USB-C-zu-USB-C-Verbindungskabel und ein 3,5‑mm-Klinkenkabel enthalten. Unterschiede im Lieferumfang bestehen hauptsächlich im Anschluss des USB-Adapters, diesen gibt es entweder mit USB-C oder USB-A. Außerdem wird das Headset auch mit einer USB-C-Ladestation angeboten.
Design
Das 220 g schwere Business-Headset wirkt direkt beim ersten Auspacken äußerst hochwertig. Farblich zwischen Onyx und Anthrazit angesiedelt, bringt es eine exzellente Verarbeitung mit sich. Die Ohrmuscheln und das Kopfband bestehen aus Kunststoff mit mattem Finish, die Halterungen der Ohrmuscheln sind aus Metall. Letztere lassen sich zum besseren Verstauen des Headsets einklappen. Die Polster des Over-Ear-Kopfhörers sind mit Stoff bezogen.
Jabra Evolve3 85 - Bilder
Bedienelemente gibt es an beiden Ohrmuscheln. Links befinden sich der Power-Schalter, der gleichzeitig auch für das Bluetooth-Pairing dient, sowie ein Button, um zwischen ANC und dem Hearthrough-Modus zu wechseln. Rechts versammeln sich Stummschalttaste, Play/Pause-Button sowie Lautstärketasten. Beim Modell mit Microsoft-Teams-Zertifizierung gibt es zudem noch den Teams-Button, der außen an der Ohrmuschel sitzt.
Ausstattung
Das Headset verbindet sich entweder über den inkludierten Adapter oder direkt mit einem kompatiblen Endgerät via Bluetooth 5.3 und unterstützt Google Fast Pair. Zwei Verbindungen gleichzeitig sind möglich. Möchte man die Software des Evolve 3 85 am PC nutzen, kommt man um den mitgelieferten Adapter jedoch nicht herum. Den sollte man, wenn möglich, immer verwenden, da er eine größere Reichweite, stabilere Verbindung und eine bessere Soundqualität bietet. Während unseres Tests ist die Verbindung per Adapter auf einer Fläche von 120 m² durchgehend stabil.
Das Jabra Evolve 3 85 verfügt über adaptives ANC, welches Außengeräusche relativ gut ausblendet. Alternativ wechselt man zum Hearthrough-Modus, bei dem die Mikrofone des Headsets die Außengeräusche aufnehmen und über die Kopfhörer abspielen. Das ist dann praktisch, wenn man mit Kollegen im selben Raum sprechen möchte, ohne dabei das Headset abzunehmen. Das Evolve 3 85 erkennt zudem, ob man es gerade trägt. Setzt man es vom Kopf ab, pausiert es automatisch die Musik am Endgerät oder schaltet das Mikrofon stumm.
Für das Office-Headset stehen zwei Varianten zur Verfügung: eine für Microsoft Teams zertifizierte Version und eine universelle Unified-Communications-Version (UC). Der Hauptunterschied der beiden Varianten besteht darin, dass die MS-Teams-Version diverse Plug-and-play-Funktionen für die App mitbringt. So wählt Teams etwa immer automatisch das Headset als Wiedergabegerät aus.
Außerdem verfügt die Teams-Version des Headsets, gekennzeichnet durch das Kürzel „MS“ im Produktnamen, über einen dedizierten Teams-Button. Drückt man diesen, rückt die Anwendung automatisch in den Vordergrund. Zwei LEDs an der rechten Ohrmuschel leuchten zudem lila auf, wenn das Programm auf dem PC geöffnet ist. Wer auf diese Funktionen nicht angewiesen ist oder Teams generell nicht verwendet, kann bedenkenlos zur normalerweise günstigeren UC-Variante greifen, da die Headsets im Hinblick auf Technik und Sound ansonsten identisch sind.
Die für Microsoft Teams zertifizierte Version des Headsets ist mit einem dedizierten Teams-Button ausgestattet. heise bestenlisten
Die Treiber des Headsets messen 32 mm und arbeiten im Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz – unterstützt werden die Audio-Codecs SBC, AAC und LC3. Neben ANC und Hearthrough spielen die Lautsprecher optional auch Sidetone ab. Dadurch hört man beim Sprechen die eigene Stimme besser und bekommt ein Gefühl dafür, wie laut man gerade ist.
Insgesamt sechs Mikrofone sind im Evolve 3 85 verbaut, die im Frequenzbereich 10 bis 20.000 Hz arbeiten. Praktischerweise sind sie im Inneren der Ohrmuscheln verbaut, wodurch ein abstehender Mikrofonarm entfällt. Das macht das Headset optisch ein wenig alltagstauglicher und eliminiert durch den fehlenden Arm des Mikrofons ein potenzielles Verschleißteil. Für die Tonaufnahme kommt eine aktive Geräuschunterdrückung zum Einsatz, damit Hintergrundgeräusche so gut es geht ausgeblendet werden.
Software
Für das Evolve 3 85 stehen zwei Apps zur Verfügung: eine für den Desktop-PC und eine für das Smartphone oder Tablet. Sie sind vom Umfang her beinahe identisch, mit dem Unterschied, dass man die unterschiedlichen Equalizer nur per Smartphone-App wechseln kann. Warum diese nicht in der Desktop-App Jabra Direct zur Auswahl stehen, ist uns ein Rätsel. In dieser gibt es nur einen übergreifenden Equalizer, den man anpassen kann.
Jabra Evolve3 85 - Bilder Desktop-App
Jabra Direct bietet jedoch vielfältige Einstellungsmöglichkeiten für das Headset, um es an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Etwa die Lautstärke des Sidetones, wie stark die Umgebungsgeräusche via Hearthrough über das Headset abgespielt werden oder das Hinzuschalten von Raumklang für die Medienwiedergabe oder während eines Anrufs.
Die Smartphone-App Jabra Plus bietet einen leicht abgespeckten Funktionsumfang. Einstellungen zu ANC, Hearthrough und Sidetone sind aber auch hier präsent, Raumklang lässt sich hierüber allerdings nur für Medien hinzufügen. Die Bedienung per Smartphone funktioniert problemlos, die Verknüpfung via Google Fast Pair gelingt sofort.
Jabra Plus wartet zudem mit sechs Equalizer-Presets auf, zwischen denen man jederzeit wechseln kann. Jedes Preset kann bearbeitet und separat mit neuem Namen abgespeichert werden. Zusätzlich gibt es die Option, den Sound der Gesprächspartner in Bezug auf Höhenklang und Bass zu verstärken.
Jabra Evolve3 85 - Bilder Smartphone-App
Soundqualität
Der Klang des Jabra Evolve 3 85 besticht mit einem verhältnismäßig satten Bass, ohne dabei zu übersteuern, und klaren Mitten. Stimmen, egal ob im Call oder beim Musikhören, bilden die 32-mm-Treiber gut verständlich ab. Auch bei den Höhen kann das Business-Headset überzeugen und gibt Instrumente sauber und detailreich wieder. Mit den Equalizern schärft man den Sound bei Bedarf zusätzlich etwas.
Die Aufnahmequalität des Headsets kann sich ebenfalls hören lassen: Trotz fehlenden Boom-Mikrofons fängt es die Stimme verständlich ein und ist hervorragend darin, wirklich nur dann aufzunehmen, wenn man spricht. Auch die Geräuschunterdrückung macht eine gute Figur und reduziert Hintergrundgeräusche merkbar. Allerdings büßt bei besonders lauten Hintergrundgeräuschen die Sprachqualität merklich ein. Zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten für das Mikrofon gibt es zum Testzeitpunkt nicht.
Tragekomfort
Die Jabra Evolve 3 85 sind schlicht und ergreifend bequem. Das geringe Gewicht, gepaart mit den weichen, stoffbezogenen Polstern und einer für uns exzellenten Klemmstärke, rufen auch nach mehreren Stunden auf dem Kopf keinerlei Ermüdungserscheinungen hervor. Die Ohrmuscheln sind relativ schmal, weswegen diese bei Menschen mit größeren Ohren auf selbige drücken könnten. Aufgrund des kompakten Formfaktors der Ohrpolster wird es nach längerem Tragen darunter etwas warm, was im Sommer bei längeren Meetings unangenehm werden kann. Zum Testzeitpunkt im Winter halten wir es aber problemlos aus.
Die Ohrmuscheln lassen sich komplett nach innen drehen und das Headset so bequem um den Hals tragen, wenn man es gerade nicht benötigt. Leider rasten die Halterungen der Ohrmuscheln beim Verstellen der Größe weder ein noch haben sie Markierungen, weswegen man hier mit Augenmaß angleichen muss.
Akkuleistung
Jabra verspricht bis zu 25 Stunden reine Sprechzeit und bis zu 120 Stunden Musikhören mit einer Ladung. Mit dauerhaft aktiviertem ANC, täglichem Teams-Meeting und gelegentlichem Musikhören nebenbei attestiert uns die App nach etwa drei Arbeitstagen noch 77 Prozent Akkuladung. Wir kommen so mit einer Ladung also problemlos durch die Arbeitswoche. Dank Schnellladung kann es in 10 Minuten bis zu 10 Stunden Akkulaufzeit aufladen. Außerdem unterstützt das Headset kabelloses Laden via Qi.
Preis
Das Jabra Evolve 3 85 (USB-C) in der MS-Teams-Variante kostet derzeit knapp 381 Euro. Inklusive Ladepad kostet es etwa 425 Euro. Mit USB-A-Adapter schlägt es ebenfalls mit 381 Euro zu Buche. In unserem Widget sind zusätzlich zu den MS-Teams-Versionen des Headsets noch die UC-Pendants aufgelistet, welche aktuell aber genauso viel kosten.
Fazit
Das Jabra Evolve 3 85 bringt so ziemlich alles mit, was ein gutes Headset fürs Büro ausmacht. Es ist bequem, bietet einen guten Klang und das im Kopfhörer integrierte Mikrofon nimmt die Stimme sauber auf. Zudem machen ANC, Hearthrough und Sidetone es super praktikabel für den Einsatz in Mehrpersonenbüros. Per Apps schneidet man das Headset weiter auf die eigenen Bedürfnisse zu. Zusätzliche Quality-of-Life-Funktionen wie die automatische Trageerkennung runden das Gesamtpaket ab.
Demgegenüber steht der unglaublich hohe Preis von knapp 381 Euro, den man für diese Fülle an Funktionen, Qualität und Komfort zahlen muss. Wer dazu bereit ist, bekommt ein extrem kompetentes Headset, das die tägliche Arbeit im Büro bereichert. Viele der Funktionen sind aber nicht zwangsweise ein Must-have, weswegen der Griff zu deutlich günstigeren Alternativen für die meisten hier mehr Sinn ergibt.
Jlab Epic Work
Das Headset Jlab Epic Work kommt mit einer praktischen Ladestation. ANC soll zudem für störfreies Arbeiten sorgen.
VORTEILE
- gute Soundqualität
- top Akkulaufzeit
- Ladestation kann als USB-Hub fungieren
- solide Sprachqualität
NACHTEILE
- keine gleichzeitige Verbindung via Dongle und Bluetooth möglich
- Mikrofon könnte etwas lauter sein
- On-Ear-Design für uns unbequem bei längerem Tragen
Jlab-Kopfhörer Epic Work im Test: Headset fürs Homeoffice mit ANC & Ladestation
Das Headset Jlab Epic Work kommt mit einer praktischen Ladestation. ANC soll zudem für störfreies Arbeiten sorgen.
Mit dem Epic Work bietet Jlab ein Office-Headset, das sowohl per Dongle als auch direkt per Bluetooth verbindet. Die inkludierte Ladestation ermöglicht komfortables Laden und Aufbewahren des Headsets, wenn es gerade nicht gebraucht wird. Mit hybridem ANC ausgestattet, filtert es zudem Störgeräusche aus der Umgebung heraus. Wie es um die Soundqualität und den Tragekomfort der On-Ear-Kopfhörer beschert ist, verraten wir im Test. Das Testgerät stellte uns der Hersteller zur Verfügung.
Lieferumfang
Zusammen mit dem Business-Headset bekommt man eine Kurzanleitung, eine Ladestation, ein 2,4-GHz-Funkdongle (USB-C) sowie ein USB-C-zu-USB-C-Verbindungskabel.
Design
Das Jlab Epic Work kommt im schwarz-grauen Look daher und wirkt relativ hochwertig. Das liegt unter anderem am Einsatz von Kunstleder für die Ohrpolster und beim Kopfband. Die metallenen, größenverstellbaren Kopfhörerarme machen das Business-Headset zudem äußerst robust.
Die Bedienelemente des Headsets befinden sich allesamt an der rechten Ohrmuschel. Neben einem Power-Button, der auch Funktionen wie Pause/Play übernimmt, gibt es noch zwei Lautstärke-Buttons. Ein weiterer Knopf versteckt sich außen an der Ohrmuschel. Mit ihm wechselt man zwischen den ANC-Modi oder schaltet ANC ganz aus.
Generell ist die Verarbeitung des Headsets sehr solide. Die Knöpfe sind nicht wackelig und lassen sich hervorragend drücken. Mikrofon und USB-C-Port befinden sich ebenfalls an der rechten Ohrmuschel. Ersteres klappt man zum Sprechen aus. Ist es hochgeklappt, schaltet es automatisch stumm.
Jlab Epic Work - Bilder
Ausstattung
Das 128 g schwere Business-Headset unterstützt sowohl Bluetooth 5.3 (inklusive Google Fast Pair und Multipoint) als auch eine Verbindung via des inkludierten USB-C-Dongles. An Reichweite und Verbindungsstärke des Dongles gibt es nichts auszusetzen, hier haben wir im Homeoffice auf 120 m² von überall stabilen Empfang. Praktisch ist zudem, dass man das Headset auch direkt per USB-C-Kabel am PC verwenden kann, wodurch es gleichzeitig geladen wird.
Nervig ist jedoch, dass die Dongle-Verbindung immer die Bluetooth-Verbindung überschreibt. Um das Jlab Epic Work per Bluetooth zu nutzen, muss vorher also das Dock (falls der Dongle dort steckt) oder der Dongle direkt vom PC entfernt werden. Das wäre nur halb so schlimm, wenn es die App für das Office-Headset auch für den PC gäbe. Zum Testzeitpunkt steht sie jedoch ausschließlich im Google Play Store und im App-Store zur Verfügung.
Das Headset ist mit einem dynamischen 40-mm-Treiber pro Ohrmuschel ausgestattet, der in einem Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz arbeitet. Mit hybridem ANC ausgestattet, filtert das Headset wahlweise bis zu 30 dB laute Außengeräusche heraus. Das klappt größtenteils gut, ist aufgrund der On-Ear-Ohrpolster aber nicht zu 100 Prozent perfekt. Zudem kommt ab etwa 70 Prozent ANC-Stärke ein White-Noise-Rauschen hinzu, das den ein oder anderen eventuell stören könnte.
Mit dem Be-Aware-Modus lassen die Mikrofone an den Ohrmuscheln Außengeräusche absichtlich durch, was natürlich im Büro praktisch ist, uns aber zu sehr während der Arbeit abgelenkt hat. Das lag primär daran, dass Geräusche wie die Lüfter des PCs deutlich intensiver am Ohr ankamen, als sie es ohne Headset auf dem Kopf tun würden. Über die App konfiguriert man wahlweise aber auch, wie sensibel die Mikrofone die Außengeräusche aufnehmen.
Das Boom-Mikrofon des Jlab Epic Work hat einen ausklappbaren Arm. Ist er vollständig hochgeklappt, schaltet das Mikro automatisch stumm. Es lässt sich zwar vertikal positionieren, wie man möchte, horizontal geht das aber leider nicht.
Software
Mit der App Jlab konfiguriert man das Epic Work im Hinblick auf Sound und Bedienung des Office-Headsets. Die Steuerung ist simpel, die Menüs sind übersichtlich gestaltet. Erklärungsbedürftige Einstellungen wie die Burn-In-Funktion haben zudem Tooltips mit einer Erläuterung.
Für den Sound stehen drei Equalizer-Profile zur Verfügung, aufgeteilt in Voice, Music und Custom. Letzteres kann dabei nach eigenem Gutdünken konfiguriert werden. Auch das ANC und den Be-Aware-Modus passt man über die App an. Der Schieberegler bewegt sich jedoch nur in Schritten, wodurch eine Feinjustierung schwer ist. Für das Mikrofon gibt es leider keine dedizierten Klangeinstellungen. Zur Entspannung zwischendurch gibt es eine Auswahl an Hintergrundgeräuschen wie Regen, Wellen, Vögelzwitschern und Co., die man jederzeit über die App abspielen kann.
Jlab Epic Work - Bilder App
Nebst Soundeinstellungen kann man auch die Buttons konfigurieren und ihnen so andere Funktionen zuweisen. Unterteilt wird hier zwischen regulärer Steuerung und der Bedienung während eines Anrufs. Mit der Safe-Hearing-Funktion begrenzt man derweil die Headset-Lautstärke auf 85 dB oder maximal 95 dB, unabhängig davon, ob sie am PC lauter eingestellt ist. Das soll Hörschäden entgegenwirken.
Super nervig ist, wie bereits angerissen, dass man die Einstellungen am Headset immer nur per Smartphone-App vornehmen kann und dafür jedes Mal den Dongle vom PC nehmen muss. Nur so kann das Headset die Bluetooth-Verbindung aufbauen. Wer das Headset generell nur via Bluetooth am PC verwendet, wird damit jedoch wenig Probleme haben.
Soundqualität
Die Treiber des Jlab Epic Work lassen Gesprächspartner in Online-Meetings und Calls klar und verständlich erklingen. Wir haben zu keiner Zeit Probleme, unser Gegenüber zu verstehen. Die Lautsprecher übersteuern zudem nicht. Mit dem auf Sprache optimierten Equalizer schärft man den Ton noch zusätzlich etwas, wenn gewünscht. Für die Arbeit im Büro sind sie optimal und auch für den gelegentlichen Medienkonsum, etwa während der Mittagspause, liefern sie einen passablen Sound.
Das Mikrofon überzeugt dank ziemlich starker und präziser Hintergrundgeräuschunterdrückung, was insbesondere in einem Mehrpersonenbüro von Vorteil sein dürfte. Die Möglichkeit, die Geräuschunterdrückung per App anzupassen, besteht leider nicht. Die Lautstärke des Mikrofons ist für uns ein klein wenig zu niedrig. Hier würde es helfen, wenn man das Mikrofon näher zum Mund bewegen könnte.
Tragekomfort
Die Ohrpolster der Jlab Epic Work mit Kunstleder-Überzug umschließen die Ohren nicht, sondern liegen direkt auf ihnen. Das führt bei uns nach etwas längerem Tragen zu unangenehmen Druckstellen, die sich zwar durch leichtes Justieren der Ohrmuscheln kurzfristig beheben lassen, aber nie ganz weggehen. Hat man empfindliche Ohren, ist hier der Griff zu Ohr-umschließenden Kopfhörern sinnvoller. Für kürzere Calls und Meetings ist das kein Problem, mehrere Stunden oder gar einen ganzen Tag am Stück können wir die Jlab Epic Work so aber nicht tragen.
Das Kopfband bietet für uns hingegen eine optimale Polsterung über den gesamten Kopf hinweg, auch über einen längeren Zeitraum. Es ist zudem sehr elastisch und bietet so auch größeren Köpfen ausreichend Platz, ohne eine spürbar starke Spannung zu erzeugen.
Die Ohrmuscheln lassen sich komplett nach außen drehen, wodurch man das Business-Headset auch bequem um den Hals tragen kann, wenn man es gerade nicht benötigt und auf der Docking-Station nicht zum Laden parken möchte.
Akkuleistung
Der 600-mAh-Akku soll für bis zu 90 Stunden Akkulaufzeit ohne und 60 Stunden Spielzeit mit aktiviertem ANC sorgen. Wir verwenden die Jlab Epic Work während unseres Testzeitraums mit aktivem ANC und halten die Angaben nach mehreren Tagen im Einsatz für plausibel. Eine Fünftage-Arbeitswoche schafft man mit einer Akkuladung so problemlos. Zudem kann man das Headset im Notfall jederzeit einfach per Kabel an den PC anschließen und kabelgebunden weiterverwenden, während es zeitgleich lädt.
Preis
Die Jlab Epic Work gibt es im offiziellen Amazon-Store für 100 Euro.
Fazit
Das Jlab Epic Work bietet neben einer guten Verarbeitung und einer praktischen Ladestation einen ansprechenden Sound, der vor allem in Online-Meetings und Calls überzeugt. Das Mikrofon könnte zwar etwas lauter sein, besticht dafür aber mit einer astreinen Geräuschunterdrückung und einer soliden Sprachqualität. Die ANC-Funktion ist zwar praktisch, wird auf höherer Stufe aber von Rauschen begleitet.
Die Ladestation inklusive Dongle ist zwar an sich sehr nützlich – die Tatsache, dass man nicht gleichzeitig mit dem Dongle und per Bluetooth verbunden sein kann, frustriert aber. In unserem Fall drücken die Ohrpolster bei längerem Tragen aufgrund des On-Ear-Designs des Headsets unbequem auf die Ohren. Wer hier Over-Ear-Headsets gewohnt ist, könnte ebenfalls Probleme bekommen.
Unterm Strich liefern die Jlab Epic Work aber eine gute Performance ab, die an manchen Stellen Verbesserungspotenzial hat. Wer auf der Suche nach einem gut verarbeiteten und robusten Office-Headset mit praktischen Funktionen ist, bekommt hier schlussendlich viel geboten.
Jabra Evolve 3 75
Das kompakte Headset Jabra Evolve 3 75 kommt mit verstecktem Mikrofon, ANC und hervorragendem Sound.
VORTEILE
- tolle Soundqualität
- gut verständliches Mikrofon
- vielfältige Einstellungsmöglichkeiten
- adaptives ANC & Geräuschunterdrückung fürs Mikro
NACHTEILE
- teuer
- vollständig aus Kunststoff
- schwache Klemmstärke
Jabra Evolve 3 75 im Test: Leichtes Headset fürs Büro mit verstecktem Mikrofon
Das kompakte Headset Jabra Evolve 3 75 kommt mit verstecktem Mikrofon, ANC und hervorragendem Sound.
Headsets fürs Büro sollten sowohl guten Klang liefern, als auch bequem zu tragen sein. Mit dem Evolve 3 75 bringt Hersteller Jabra eine günstigere Alternative zum Flaggschiff Evolve 3 85. Die beiden Headsets unterscheiden sich dabei nur leicht im Hinblick auf Technik und Funktionsumfang.
Adaptives ANC, Sidetone sowie das versteckte Mikrofon gibt es auch hier. Hauptsächlich der Formfaktor, die verwendeten Materialien und ein etwas schwächerer Akku machen den Preisunterschied. Ob das günstigere Modell ebenso im Alltag überzeugen kann, zeigen wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Lieferumfang
Unser Testgerät kommt in der USB-A-Variante mit Charging-Pad – eine USB-C-Variante wird ebenfalls zum Kauf angeboten. Das bedeutet, dass in unserem Fall sowohl der Bluetooth-Receiver einen USB-A-Anschluss hat als auch das Charging-Pad. Das Verbindungskabel ist allerdings USB-C-zu-USB-C. Zusätzlich liegt noch ein 3,5-mm-Klinkenkabel bei. Praktisch ist die inkludierte Filz-Tragetasche, in der man das Headset platzsparend unterwegs mitnehmen kann.
Design
Optisch unterscheidet sich das Evolve 3 75 kaum vom Evolve 3 85 (Testbericht). Es ist etwas kompakter und wiegt etwa 180 g. Das ist rund 40 g leichter als der große Bruder, farblich bleibt man sich aber treu. Schwarz und Grau dominieren auch hier das Gehäuse der Headsets. Dieses ist – anders als beim 85 – allerdings vollständig aus Kunststoff, was bei dem Preis sehr schade ist. Das matte Finish verleiht dem Headset trotzdem einen hochwertigen Look.
Jabra Evolve 3 75 - Bilder
Einen weiteren Unterschied stellen die Ohrmuscheln dar. Diese sind hier On-Ear und deutlich kleiner. Für die Polster verwendet Jabra aber ebenfalls einen Stoffüberzug. Die Anordnung der Buttons sowie des USB-C-Ports bleibt identisch. Insgesamt fühlt sich das Jabra Evolve 3 75 etwas weniger robust an als das teurere 85, bei der Verarbeitung gibt es aber grundsätzlich nichts zu beanstanden. Es wirkt rundum sauber verbaut, ohne offensichtliche Schönheitsfehler.
Ausstattung
Das Jabra Evolve 3 75 verbindet sich via inkludiertem Bluetooth-Adapter mit dem PC oder wahlweise direkt über Bluetooth 5.3. Es unterstützt zudem Google Fast Pair. Für die beste Verbindungs- und Klangqualität empfiehlt sich immer der Weg über den Adapter. Auch beim 75 bleibt die Verbindung in unserem Test auf bis zu 120 m² Bürofläche stabil.
Für das Evolve 3 75 gibt es ebenfalls eine speziell für Microsoft Teams zertifizierte Version (MS) sowie eine Universal-Communications-Variante (UC). Entscheidet man sich für das MS-Teams-Headset, richtet Teams es automatisch für die App als Audiogerät ein. Außerdem ist es mit einem dedizierten Teams-Button ausgestattet, der das Programm am PC in den Vordergrund ruft. Die LEDs an der rechten Ohrmuschel signalisieren obendrein noch, wenn MS Teams gerade aktiv ist. Ansonsten sind beide Varianten technisch identisch.
Dank ANC blendet das Headset Außengeräusche relativ gut aus. Durch den Wechsel auf den Hearthrough-Modus nehmen die insgesamt sechs Mikrofone der Peripherie die Außengeräusche hingegen auf. Das hat den Zweck, dass man die Kopfhörer nicht abnehmen muss, um sich etwa kurz mit dem Arbeitskollegen zu unterhalten. Im Vergleich zu den Over-Ear-Ohrmuscheln des Evolve 3 85 bekommt man hier auch ohne aktiven Hearthrough-Modus Außengeräusche etwas mehr mit.
Die Trageerkennung finden wir nach wie vor toll: Setzt man das Headset ab, pausiert es automatisch Musik und Youtube-Video oder stellt das Mikrofon stumm. Wer das nicht benötigt, stellt es problemlos über die App aus.
Als Lautsprecher dient ein 32-mm-Treiber mit Frequenzen von 20 bis 20.000 Hz. Unterstützt werden die Audiocodecs AAC, SBC und LC3. Beim Mikrofon verzichtet Jabra auf das traditionelle Boom-Mikro und verbaut es stattdessen im Inneren des Kopfhörers. Wer möchte, schaltet sich Sidetone hinzu, wodurch die eigene Stimme über die Lautsprecher abgespielt wird. So bekommt man ein besseres Gefühl für die tatsächliche Lautstärke der eigenen Stimme, etwa in Meetings.
Software
Für das Evolve 3 75 steht ebenfalls das Doppelpack bestehend aus der Smartphone-App Jabra Plus und der Desktop-App Jabra Direct bereit. Einstellungsmöglichkeiten sind beinahe identisch, die Anpassungen der Equalizer gehen aber nach wie vor nur über die Smartphone-App.
Generelle Einstellungen zum Verhalten des Headsets wie der bevorzugte Soundmodus (ANC, Hearthrough oder ganz aus), das Hinzuschalten vom Sidetone oder das Aktivieren von Raumklang lassen sich ganz einfach managen. Die Equalizer-Profile passt man bei Bedarf manuell an und speichert zusätzlich neue ab. Dafür muss das Headset logischerweise aber mit dem Smartphone verbunden sein.
Jabra Evolve 3 75 - Bilder App
Wie das Headset Audiobenachrichtigungen wiedergeben soll (per Stimme oder als Ton) und wie es sich bei Anrufen verhalten soll, stellt man ebenfalls ein. So kann etwa der Klang des Anrufers mit mehr Bass unterlegt oder ein Anruf automatisch vom Headset abgelehnt werden, wenn man sich bereits in einem Call befindet.
Die Apps bieten eine Menge an Möglichkeiten, das Headset zu individualisieren und den eigenen Arbeitsbedingungen anzupassen.
Soundqualität
Auch beim Jabra Evolve 3 75 überzeugt uns der Klang mit einem guten Bass und klaren Mitten. Bei einem Büro-Headset sollten natürlich vor allem Gesprächspartner klar und verständlich abgebildet werden und genau das erreichen die 32-mm-Treiber der Peripherie. Musikhören macht mit den Evolve 3 75 ebenfalls Spaß. Instrumente und Gesang klingen top über die Lautsprecher. Mit etwas Nachschärfen im Equalizer lässt sich der Sound zudem weiter an die eigenen Präferenzen anpassen.
Das Mikrofon leistet hervorragende Arbeit und präsentiert die eigene Stimme überraschend klar und verständlich – trotz fehlendem Boom-Arm. Die Geräuschunterdrückung zeigt sich ebenfalls solide, führt bei lauten Hintergrundgeräuschen aber erwartungsgemäß zu einer verminderten Audioqualität. Gerade für den Einsatz in größeren Büros ist das Filtern von Hintergrundgeräuschen aber unglaublich nützlich. Das Mikrofon ist außerdem ziemlich gut darin, nur beim Sprechen aufzuzeichnen.
Tragekomfort
On-Ear-Ohrmuscheln sind für uns normalerweise bereits nach kurzer Zeit auf dem Kopf äußerst unangenehm. Dabei bildet leider auch das Jabra Evolve 3 75 nicht die Ausnahme. Die Polster sind zwar ausgesprochen weich und drücken dadurch nicht unmittelbar nach dem Aufsetzen auf das Ohr, nach etwa 30 Minuten entstehen für uns jedoch unangenehme Druckstellen. Das Kopfbandpolster stellt sich erneut als ausgesprochen bequem heraus und bleibt durchgehend bequem.
Uns fällt sofort die relativ schwache Klemmstärke des Headsets auf. Bereits bei leichtem nach unten Beugen des Kopfs verlieren die Ohrmuscheln etwas an Halt. Sie rutschen so zwar nicht vom Kopf, das Gefühl hat in unserem Fall aber dann doch abgelenkt.
Die größenverstellbare Ohrmuschel-Halterung des Jabra Evolve 3 75 lässt sich an zwei Scharnieren einklappen, wodurch man das Headset platzsparend verstauen kann. Die Ohrmuscheln sind zudem in der Lage, vollständig nach innen zu drehen. So trägt sich das Headset auch bequem um den Hals.
Akkuleistung
Der Akku des Evolve 3 75 ist etwas schwachbrüstiger als der des teureren 85. 22 anstatt 25 Stunden reine Gesprächszeit pro Ladung prognostiziert Jabra diesem, während 110 anstatt 120 Stunden Musikhören möglich sein sollen. In unserem Test zeichnet sich auch hier ab, wer das Headset während der Arbeit hauptsächlich für gelegentliche Calls am Tag verwendet und zwischendurch zum Musikhören aufhat, kommt mit dem 75 problemlos durch die Arbeitswoche. Dauertelefonierer werden wie beim Evolve 3 85 nicht umhinkommen, das Headset alle zwei Tage an den Strom zu hängen. Eine vollständige Aufladung nimmt etwa drei Stunden in Anspruch.
Dank des Schnellladens bekommt man bereits mit 10 Minuten am Kabel bis zu 10 Stunden Laufzeit zurück. Das Headset unterstützt zudem Qi-Ladung. Praktisch ist zudem, dass der Akku des Headsets austauschbar ist.
Preis
Das Jabra Evolve 3 75 MS inklusive Ladepad kostet derzeit knapp 295 Euro (USB-C). Die UC-Version mit Ladepad (USB-C) schlägt mit knapp 296 Euro zu Buche. Möchte man nur das Headset ohne Ladepad, dann zahlt man für die MS-Version (USB-C) und die UC-Version (USB-C) derzeit 269 Euro.
Fazit
Das Jabra Evolve 3 75 stellt die günstigere Variante des Evolve 3 85 dar, wartet aber mit fast allen Funktionen des teureren Modells auf. Einsparungen gibt es bei den verwendeten Materialien: vollständig aus Kunststoff anstatt in Teilen aus Aluminium und auch das Ohrmuscheldesign ist kleiner und On-Ear statt des bequemeren Over-Ear. Beim Sound des Lautsprechers und des Mikrofons hat man aber nicht gegeizt. Hier gibt es den gleichen überzeugenden Klang, den auch das weitaus teurere Modell liefert, und auch Funktionen wie ANC, Hearthrough und Sidetone sind mit am Start.
Für 269 Euro spart man zwar etwas im Vergleich zum Evolve 3 85, der Unterschied in Bezug auf den Tragekomfort macht sich für uns aber definitiv bemerkbar. Wer das Headset nur für kurze Zeiträume auf dem Kopf hat, dürfte kein Problem damit haben. Uns haben die fehlende Klemmstärke und die unbequemen On-Ear-Ohrmuscheln aber definitiv gestört.
Jlab Go Work 2 Wireless
Das Office-Headset Jlab Go Work 2 Wireless ist kompakt, leicht und mit praktischer Geräuschunterdrückung für das Mikrofon ausgestattet.
VORTEILE
- gute Geräuschunterdrückung des Mikrofons
- solider Klang
- leicht & kompakt
- Verbindung via BT, USB-C-Dongle und Kabel
NACHTEILE
- On-Ear-Polster werden schnell unbequem
- wiederkehrendes Fiepen im linken Kopfhörer
- Gehäuse wirkt nicht sonderlich robust
Jlab Go Work 2 Wireless im Test: Office-Headset mit Noise-Cancelling fürs Mikro
Das Office-Headset Jlab Go Work 2 Wireless ist kompakt, leicht und mit praktischer Geräuschunterdrückung für das Mikrofon ausgestattet.
Das Jlab Go Work 2 Wireless stellt eine günstigere Alternative zum Jlab Epic Work dar. Ohne ANC, dafür mit ähnlich gutem Sound und Mikrofon. Auch hier unterdrückt das Noise-Cancelling störende Hintergrundgeräusche des Mikrofons. Gerade in einem belebten Büro ist das von Vorteil. Wie das Headset insgesamt abschneidet, verraten wir im Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.
Lieferumfang
Das Jlab Go Work 2nd Gen Wireless kommt zusammen mit einem blauen USB-C-zu-USB-C-Verbindungskabel, einem USB-C-Dongle sowie einer Kurzanleitung. Ein USB-Adapter für ältere PCs ohne USB-C-Ports ist nicht inkludiert und muss separat dazu gekauft werden. Wir haben privat sehr gute Erfahrungen mit den Adaptern von Ugreen gemacht, die im Dreierpack derzeit knapp 6 Euro kosten.
Design
Mit etwa 170 g ist das Jlab Go Work ausgesprochen leicht. Das Gewicht spiegelt sich auch im schlanken Design des Office-Headsets wider. Die Schienen des größenverstellbaren Kopfbands sind aus Metall, während der Rest des grafitfarbenen Gehäuses aus Plastik ist. Kopf- und Ohrpolster tragen einen ebenfalls grauen Kunstlederüberzug und komplettieren so den seriösen Business-Look.
Die Bedienelemente befinden sich, wie beim Jlab Epic Work (Testbericht), an der rechten Ohrmuschel. Neben dem Power-Button sind dort auch die Lautstärke-Tasten sowie ein USB-C-Port. Anders als das Epic Work hat das Go Work 2nd Gen eine dedizierte Stummschalttaste für das Mikrofon. Diese befindet sich außen an der rechten Ohrmuschel und ist hinter dem Jlab-Logo versteckt. Aktiviert man die Stummschaltung so, leuchtet begleitend dazu eine rote LED am Mikrofon
Jlab Go Work 2 Wireless - Bilder
Die Verarbeitung des Office-Headsets ist durchwachsen. Die Nähte des Kunstlederüberzugs am Kopfband liegen eng an, abstehende Fäden gibt es nicht. Schönheitsfehler am Plastik sowie aggressive Spaltmaße sucht man ebenfalls vergebens. Allerdings hinterlassen die Gelenke der Kopfhörer einen recht fragilen Eindruck und quietschen beim Drehen teilweise ordentlich. Die Stummschalttaste bedient sich zudem etwas schwammig und verhakt manchmal.
Ausstattung
Das Jlab Go Work 2 Wireless ist dank Bluetooth (5.3 inklusive Multipoint), des USB-C-Dongles sowie der Kabelverbindung relativ flexibel einsetzbar. Wie beim Jlab Epic Work ist auch hier keine gleichzeitige Verbindung zum Dongle und via Bluetooth möglich. Das nervt, da sämtliche Einstellungen ausschließlich über eine Smartphone-App laufen. Verwendet man das Headset hauptsächlich über den Dongle, muss man ihn also jedes Mal vorher vom PC entfernen, bevor eine Bluetooth-Verbindung zum Smartphone entstehen kann. Das macht einen Wechsel des Equalizers oder andere Soundanpassungen aufwendiger.
Positiv ist hingegen die Verbindungsqualität via des Dongles: Im Homeoffice empfangen wir auf 120 m² von überall ein klares, ununterbrochenes Signal. Per Bluetooth bricht die Verbindung erwartungsgemäß nach etwa 10 Metern ab. Für die Kabelverbindung zum PC muss das Headset vorher ausgeschaltet werden, danach wird es aber sofort erkannt und taucht bei unserem Computer mit Windows 11 in der Geräteliste auf. Offiziell unterstützt das Jlab Go Work 2 Wireless sowohl Windows-PCs als auch Macs.
Der dynamische Treiber des Headsets misst 40 mm und arbeitet im Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hz. Das Mikrofon mit Geräuschunterdrückungsfunktion ist fest verbaut und lässt sich vertikal bewegen. Die Intensität der Geräuschunterdrückung stellt man per App ein.
Software
Die Jlab-App gibt es für Android und iOS. Sie bietet Zugriff auf diverse Soundeinstellungen sowie die Anpassung der Button-Steuerung am Headset.
Im Vergleich zum Jlab Epic Work stehen hier nur zwei anstatt drei Equalizer-Presets (Voice und Music) zur Auswahl, dafür kann man beide individuell anpassen. Beim Epic Work muss man dafür das dritte Profil (Custom) verwenden. Die Intensität des Mikrofon-ENC (Environmental Noise Cancelling) passt man per Schieberegler an. Standardmäßig ist es auf die höchste Stufe (lauter Hintergrund) eingestellt.
Etwas verwirrend sind die von den Equalizern losgelösten Modi Movie und Music, von denen immer einer aktiviert ist. Die App erklärt nicht, was ein Wechsel zwischen den Modi bewirkt und inwiefern sie Auswirkungen auf den Sound haben. Ein Blick auf die Produktseite des Herstellers verrät aber, dass die Modi unterschiedlich hohe Latenzen haben: Music mehr als 200 ms und Movie unter 200 ms.
Jlab Go Work 2 Wireless - Bilder App
Die Button-Steuerung außerhalb und während eines Anrufs lässt sich auch beim Jlab Go Work 2 Wireless neu belegen. Insgesamt gibt es vier verschiedene Aktionen (einmal, zweimal, dreimal und langes Drücken), auf denen Funktionen wie Pause/Play oder das Wechseln der EQs liegen. Die Liste der möglichen Befehle ist überschaubar. Wer mag, kann sich etwa den AI-Assistant durch Drücken der Taste aufrufen.
Die Lautstärken-Begrenzung, das Burn-In-Tool sowie der Player für angenehme Hintergrundgeräusche stehen auch für das Go Work 2 Wireless zur Verfügung.
Soundqualität
Beim Sound überzeugen die Jlab Go Work 2 Wireless: Während Video- und Voice-Calls via Teams bilden die 40-mm-Treiber die Stimmen der Gesprächspartner klar und verständlich ab, unterstützt durch den Voice-EQ. Für den Arbeitseinsatz bieten sie so vollkommen ausreichenden Sound, ohne zu übersteuern.
Was den reinen Medienkonsum angeht, braucht man hier logischerweise keine Wunder zu erwarten. Der Ton ist passabel, um nebenher Musik zu hören oder ein Youtube-Video laufen zu lassen, ein immersives Klangerlebnis bieten die Jlab Go Work 2 aber nicht. Für Videocalls sollte man zudem den Movie-Modus aktivieren, da es sonst zu stark asynchronem Bild und Ton kommt.
Leider kommt es während unseres Tests immer wieder zu einem störenden Fiepen im linken Kopfhörer. Der Ton ist zwar leise, aber dennoch durchdringend. Er verschwindet nach einer gewissen Zeit auch wieder. Da wir mit den Epic Work von Jlab überhaupt keine Probleme hatten, gehen wir hier eher von einem Montagsmodell aus.
Das Mikrofon liefert eine überwiegend solide Tonqualität, neigt aber dazu, in manchen Situationen leicht zu rauschen. Das ENC kann Geräusche ziemlich gut unterdrücken, je lauter die Hintergrundgeräusche jedoch sind, desto mehr leidet die Sprachqualität. Tippen auf einer mechanischen Tastatur wurde komplett ausgeblendet, ohne große Qualitätseinbußen. Wohingegen ein Youtube-Video, das über Desktop-Lautsprecher abgespielt wurde, die Sprachqualität ordentlich nach unten drückte.
Tragekomfort
Wie auch beim Jlab Epic Work verwendet das Go Work 2 Wireless On-Ear-Polster. Diese sind für uns nach etwa 30 Minuten auf den Ohren genauso unbequem wie beim teureren Modell. Da Kopfform, Ohrform und Empfindlichkeit von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind, ist das natürlich ein sehr subjektiver Eindruck. Generell empfiehlt es sich aber, Kopfhörer – wenn möglich – vorher einmal probezutragen. Das Kopfbandpolster bietet hingegen auch über längere Zeit ausreichend Federung und erzeugt keine Druckstellen.
Die Kunstlederüberzüge könnten im Sommer für schwitzige Ohren sorgen, während des Testzeitraums im Winter ist es uns aber auch nach längerer Zeit auf den Ohren nicht unangenehm warm darunter. Praktisch ist hingegen das höhenverstellbare Kopfband, da es stufenweise einrastet und so auf beiden Seiten eine einfache und gleichmäßige Anpassung ermöglicht. Möchte man das Office-Headset zwischendurch mal absetzen, ermöglichen die drehbaren Ohrmuscheln, es komfortabel um den Hals zu tragen.
Akkuleistung
Mit einer Ladung des 500-mAh-Akkus kommt man gut durch die Arbeitswoche und lädt dank Kabelverbindung im Notfall einfach nebenher auf, während man das Office-Headset verwendet. Erwartungsgemäß beansprucht die Nutzung via 2,4-GHz-Funkdongle den Akku deutlich mehr, als es die Bluetooth-Verbindung tut. Aber selbst per Funk reicht die Ladung problemlos aus, wenn man nicht gerade den ganzen Tag damit telefoniert.
Preis
Das Jlab Go Work 2 Wireless hat eine UVP von 60 Euro. Auf Amazon kostet es aktuell jedoch 50 Euro.
Fazit
Das Jlab Go Work 2 Wireless bietet einen ähnlichen Funktionsumfang wie das fast doppelt so teure Jlab Epic Work. Während die Soundqualität der Lautsprecher und des Mikrofons auch hier überzeugt, empfinden wir auch hier die On-Ear-Polster auf Dauer einfach als unbequem. Den günstigeren Preis bemerkt man leider auch in der Verarbeitung und Ausstattung. Das Headset fühlt sich recht fragil an, zudem kommt bei uns ein helles, gelegentliches Fiepen im linken Kopfhörer hinzu.
Praktisch sind hingegen die flexiblen Verbindungsmöglichkeiten sowie die gute Geräuschunterdrückung des Mikrofons. Für den täglichen Einsatz im Büro sind sie prinzipiell gut ausgestattet, mehr als 30 Minuten am Stück können wir sie aufgrund der für uns unbequemen On-Ear-Polster aber nicht aufsetzen. Wer damit jedoch kein Problem hat und nicht so viel für ein Office-Headset ausgeben möchte, bekommt hier im Endeffekt dennoch einen guten Funktionsumfang.










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