Top 10: Die beste Sportuhr im Test – Garmin vor Huawei und Suunto

vor 7 Stunden 1

Präzises GPS, zuverlässige Pulsmessung und lange Akkulaufzeit – wir zeigen die besten Sportuhren für Lauf-, Rad- und Fitnesstraining aus unseren Tests.

Wer regelmäßig trainiert, möchte seine Fortschritte zuverlässig festhalten. Eine Sportuhr kann die Motivation steigern und helfen, das Training gezielt zu planen und zu optimieren. Entscheidend ist dabei nicht nur die Messung direkt am Handgelenk, sondern auch eine ausführliche Auswertung per App.

Eine moderne Sportuhr vereint viele Funktionen einer Smartwatch, ist jedoch konsequent auf Fitness, Training und Gesundheit ausgerichtet. Dank langer Akkulaufzeit eignet sich eine Sportuhr gut für Läufer, Radfahrer und ambitionierte Freizeitsportler.

In den vergangenen Jahren haben wir zahlreiche Sportuhren getestet – die besten Modelle stellen wir hier vor. Der Fokus liegt auf Uhren fürs Laufen sowie auf Geräten für Fitnesstraining und vielseitige Work-outs.

Testsieger bleibt die Garmin Forerunner 570 für 430 Euro. Die Sportuhr bietet das beste Gesamtpaket zum fairen Preis – eine gute Wahl für leidenschaftliche Läufer.

Dahinter folgt der Technologiesieger Garmin Forerunner 970. Technisch gesehen ist die GPS-Laufuhr mit 15 Tagen Akkulaufzeit und EKG sogar besser als die Forerunner 570, aber mit 623 Euro deutlich teurer. Sie ist die richtige Wahl für Sportler mit höchsten Ansprüchen.

Neuer Preis-Leistungs-Sieger ist die Huawei Watch Fit 5 Pro ab 238 Euro (mit Rabatt-Code: Acd5GkL71Q; gültig bis 30.09.2026) – die Sportuhr im Look einer Apple Watch bietet ein EKG und starke Trainingsfunktionen.

Alle Sportuhren testen wir – teils mit Unterstützung von Freelancern – über vier bis sechs Wochen im sportlichen Alltag. Die Pulsmessung gleichen wir mit einem Brustgurt ab, die GPS-Genauigkeit überprüfen wir auf einer fest definierten Vergleichsstrecke.

Getestet wird unter anderem beim Laufen, Spinning, Krafttraining, Schwimmen und Wandern. Auch im Schlaf tragen wir die Uhren und vergleichen die Daten mit unserem subjektiven Schlafempfinden sowie mit Referenzgeräten wie einem Smart Ring oder einer weiteren Smartwatch.

Eine Sportuhr ist die erste Wahl für alle, die ihr Training regelmäßig und gezielt auswerten möchten. Im Vergleich zu einem Fitness-Tracker (Bestenliste) bieten Sportuhren deutlich mehr Funktionen für das Training, die Analyse und Planung. Gleichzeitig beherrschen viele Modelle auch wichtige Smartwatch-Funktionen für den Alltag. Dazu kommen präzise Ortung dank Multiband-GNSS sowie erweiterte Features wie Barometer zur Höhenmessung.

Für präzise Trainingsdaten lassen sich viele Sportuhren mit externen Pulsgurten koppeln. Die integrierte Pulsmessung erfolgt meist optisch am Handgelenk, ergänzt durch Funktionen wie Blutsauerstoffmessung oder – bei einigen Modellen – sogar EKG. Bei schnellen Belastungswechseln sind Brustgurte weiterhin genauer, für Hobbysportler liefert eine moderne Sportuhr jedoch ausreichend präzise Werte. Weitere Tracking-Funktionen umfassen Schrittzählung und Schlafanalyse.

Ein großer Vorteil gegenüber klassischen Smartwatches ist die Akkulaufzeit: Während eine Apple Watch oder Samsung Galaxy Watch oft täglich geladen werden muss, halten viele Sportuhren mehrere Tage oder sogar Wochen durch. Zusätzlich bieten Sportuhren strukturierte Trainingspläne und umfangreiche Auswertungsmöglichkeiten.

Einige Sportuhren unterstützen auch kontaktloses Bezahlen, etwa per Garmin Pay. Bei ausgewählten Huawei-Sportuhren ist zudem das Bezahlen über Curve Pay möglich – das haben wir bereits erfolgreich getestet.

Viele Sportuhren sind auf lange Laufzeiten, robuste Gehäuse und Bedienung per Tasten ausgelegt. Leichte Laufuhren eignen sich besonders für Ausdauersport, während robuste Outdoor-Modelle meist größer und schwerer ausfallen. Hochwertige Modelle bieten Dualband-GNSS oder Multiband-GPS und können damit insbesondere in Häuserschluchten oder dichtem Wald eine präzisere Ortung ermöglichen. Sportuhren bieten darüber hinaus oft erweiterte Trainings- und Navigationsfunktionen samt Offline-Karten.

Die Auswahl an Sportuhren ist groß. Damit das gewählte Modell zu den eigenen Trainingszielen passt, sind vor dem Kauf hauptsächlich folgende Kriterien entscheidend:

Display und Akkulaufzeit: AMOLED-Displays punkten mit brillanten Farben und scharfen Kontrasten, verbrauchen aber mehr Strom. Für maximale Akkulaufzeiten von mehreren Wochen und beste Ablesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung sind energiesparende MIP-Displays (Memory-in-Pixel) die bessere Wahl.

Sensoren und Genauigkeit: Ein integriertes GPS ist Pflicht, um Strecken ohne Smartphone aufzuzeichnen. Für präzise Daten in dichten Wäldern oder zwischen Hochhäusern empfiehlt sich Dual-Frequenz-GPS (Multiband). Die optische Pulsmessung am Handgelenk reicht für die meisten Einsatzzwecke aus – bei schnellen Belastungswechseln wie im Intervalltraining liefert ein gekoppelter Brustgurt jedoch deutlich genauere Werte.

Größe und Passform: Damit die optische Pulsmessung zuverlässig funktioniert, muss die Uhr gut am Handgelenk anliegen. Viele Hersteller bieten ihre Top-Modelle mittlerweile in verschiedenen Gehäusegrößen an (etwa 40 mm und 47 mm) – ein wichtiges Kriterium für Sportler mit schmaleren Handgelenken.

Robustheit und Wasserdichtigkeit: Für den Einsatz beim Schwimmen oder Triathlon sollte die Uhr mindestens nach 5 ATM, besser gleich nach 10 ATM, zertifiziert sein. Materialien wie Saphirglas und Titan machen das Gehäuse zusätzlich widerstandsfähiger gegen Kratzer im Outdoor-Einsatz.

Smarte Extras (Musik und Bezahlen): Wer beim Laufen Musik oder Podcasts hört und das Smartphone zu Hause lassen möchte, benötigt eine Uhr mit internem Musikspeicher – idealerweise mit Spotify- oder Deezer-Support. Auch ein NFC-Chip für kontaktloses Bezahlen über Dienste wie Garmin Pay oder Curve Pay ist ein sinnvoller Mehrwert für den Alltag.

App und Ökosystem: Die beste Hardware nützt wenig ohne durchdachte Software. Die Begleit-Apps wie Garmin Connect, Polar Flow oder Huawei Health unterscheiden sich deutlich darin, wie tiefgehend sie Trainingsbelastung, Erholungszeiten und Schlafdaten auswerten.

Grundsätzlich sind Sportuhren in der Bedienung etwas komplexer als klassische Smartwatches, da sie mehr Trainingsfunktionen bieten. Viele Modelle setzen auch heute noch auf mehrere Tasten statt ausschließlich auf Touch – ein klarer Vorteil, etwa beim Sport oder bei schlechtem Wetter.

Sportuhren von Garmin gelten für Einsteiger zunächst als etwas gewöhnungsbedürftig, überzeugen aber mit durchdachter Tastensteuerung, Touch-Display und teilweise auch Sprachfunktionen. Hat man sich einmal eingearbeitet, ist die Bedienung sehr effizient. Alternativen von Amazfit und Huawei setzen stärker auf eine intuitive Bedienoberfläche und sind daher oft leichter zugänglich.

Wer intensiv Sport betreibt, findet in einer Sportuhr das ideale Werkzeug, um sein Training zu überwachen, zu planen und zu optimieren. Einfache Fitness-Tracker bieten deutlich weniger Analysefunktionen. Smartwatches wie die Samsung Galaxy Watch oder Apple Watch eignen sich zwar hervorragend für das Tracking beim Sport inklusive genauer Pulsmessung, schwächeln jedoch deutlich bei der Akkulaufzeit.

Sportuhren punkten primär mit einer deutlich längeren Akkulaufzeit als klassische Smartwatches. Das macht sie nicht nur für Ausdauersportarten, sondern auch für Wandern und andere Outdoor-Aktivitäten besonders interessant. Wer auf Features wie Telefonie über die Uhr oder umfassende App-Nutzung verzichten kann, dafür aber Wert auf Robustheit und Zuverlässigkeit legt, ist mit einer hochwertigen Sportuhr am besten beraten.

Ein Always-on-Display zeigt bei Sportuhren wichtige Trainingsinformationen an, verkürzt allerdings die Akkulaufzeit. Ein AMOLED-Display überzeugt mit brillanten Farben und hoher Kontraststärke, verbraucht aber mehr Strom.

Deutlich effizienter sind MIP-Displays (Memory-in-Pixel), wie man sie etwa bei der Garmin Enduro 3 findet. Das Display bleibt auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar, da die Hintergrundbeleuchtung nur bei Dunkelheit aktiviert wird. Lebendigere Farben bieten AMOLED-Displays – die mittlerweile häufigste Display-Technologie bei Sportuhren.

Welche Sportuhr für Einsteiger am besten geeignet ist, hängt stark vom geplanten Einsatz ab. Schon günstige Modelle bieten heute wichtige Basisfunktionen wie integriertes GPS und präzise Trainingsmessungen. Für Freizeitsportler, die nur gelegentlich laufen, Rad fahren oder ins Fitnessstudio gehen, reicht meist eine Sportuhr unter 300 Euro vollkommen aus. Alternativ kann man hier auch zu einem günstigeren Fitness-Tracker (Bestenliste) mit GPS greifen.

Wer jedoch regelmäßig trainiert oder einen bestimmten Sport wie Tauchen oder Trailrunning betreibt, sollte zu einem hochwertigen Modell für Fortgeschrittene greifen. Diese Uhren bieten nicht nur spezialisierte Trainingsfunktionen, sondern auch eine robustere Bauweise, eine bessere Akkulaufzeit und oft noch präzisere Sensoren.

Die folgenden Angaben beruhen auf den Datenschutzerklärungen der Hersteller. Sie ersetzen keine unabhängige Datenschutzprüfung; Speicherorte, Auftragsverarbeiter und Übermittlungen in Drittländer können sich ändern.

Amazfit gehört zu Zepp Health und nutzt für seine Uhren in der Regel die Zepp-App. Der Hersteller verweist auf Cloud-Dienste und verschlüsselte Datenübertragungen. Bei einzelnen Modellen können Nutzer insbesondere die Speicherung von Standortdaten in der Cloud einschränken oder deaktivieren. Wer möglichst wenig Daten an den Hersteller übertragen möchte, sollte App-Berechtigungen und Cloud-Einstellungen genau prüfen. Teilweise lassen sich Amazfit-Uhren auch mit alternativen Apps wie Gadgetbridge verwenden. Der Funktionsumfang hängt dabei jedoch vom jeweiligen Modell ab.

Garmin verarbeitet Trainings-, Gesundheits- und Aktivitätsdaten vor allem über Garmin Connect. Datenschutz- und Freigabeeinstellungen lassen sich sowohl für das gesamte Konto als auch für einzelne Funktionen anpassen. Die Uhr kann grundsätzlich auch ohne Übertragung an Garmin genutzt werden. Dann stehen jedoch Teile von Garmin Connect und cloudbasierte Funktionen nur eingeschränkt oder gar nicht zur Verfügung. Wer seine Daten zurückhaltend teilen möchte, sollte öffentliche Aktivitätsfreigaben deaktivieren und die Kontoeinstellungen regelmäßig kontrollieren.

Huawei bietet in der Health-App Einstellungen, mit denen Nutzer festlegen können, ob Daten in die Health Cloud hochgeladen oder mit anderen Diensten geteilt werden. Der Hersteller verweist auf Verschlüsselungs-, Anonymisierungs- und weitere Schutzmaßnahmen. Welche Daten lokal auf Uhr oder Smartphone verbleiben und welche in Cloud-Diensten verarbeitet werden, hängt von den genutzten Funktionen, Einwilligungen und der Region ab. Vor der Einrichtung lohnt sich deshalb ein Blick in die Datenschutzoptionen der Huawei-Health-App.

Polar speichert Daten des Dienstes Polar Flow laut eigener Datenschutzerklärung auf Servern in Irland und Schweden. Trainingsdaten werden zur Synchronisierung an Polar Flow übertragen, die App dient dabei vor allem als Zugang zum Cloud-Dienst. Für einzelne unterstützende Funktionen, etwa automatische Nachrichten oder Fehlerberichte, können E-Mail-Adresse oder Kennung an Dienstleister außerhalb der EU übermittelt werden.

Suunto verarbeitet Daten über die Suunto-App. In der Datenschutzerklärung nennt das Unternehmen neben Suunto Oy in Finnland weitere Konzerngesellschaften als gemeinsam Verantwortliche. Dazu gehören auch Unternehmen in China und Hongkong. Die Richtlinie regelt Datenübermittlungen nach China sowie in weitere Länder außerhalb der EU und des EWR. Suunto erklärt, allen Nutzern mindestens ein Datenschutzniveau nach dem Vorbild der DSGVO bieten zu wollen. Wer Standort- und Gesundheitsdaten besonders restriktiv behandeln möchte, sollte Freigaben und Verknüpfungen in der App sorgfältig konfigurieren.

Wer nur gelegentlich laufen möchte, dürfte mit einem Fitness-Tracker oder einer klassischen Smartwatch vollkommen zufrieden sein. Wer jedoch gezielt Ausdauersport, Krafttraining oder Outdoor-Aktivitäten wie Wandern und Radfahren betreibt, profitiert deutlich von einer dedizierten Sportuhr.

Wichtig waren uns im Test neben umfassenden Tracking-Funktionen und präzisen Sensoren vor allem eine lange Akkulaufzeit. Deshalb finden sich in dieser Bestenliste keine klassischen Smartwatches mit Wear OS oder Watch OS. An der Spitze steht Garmin mit der Forerunner 570, dicht gefolgt von der technisch noch stärkeren Forerunner 970. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet die Huawei Watch Fit 5 Pro.

BESTENLISTE

 Der neue Testsieger unter den Sportuhren

Die Garmin Forerunner 570 ist die günstigere, leicht abgespeckte Alternative zur Forerunner 970 – und bleibt damit eine Top-Wahl für Läufer und Triathleten.

VORTEILE

  • ausgezeichnetes AMOLED-Display
  • hervorragende Trainingsfunktionen
  • präzise Navigation per GPS

NACHTEILE

  • Akkulaufzeit könnte besser sein
  • Garmin Pay nur von wenigen Banken unterstützt

Garmin Forerunner 570 im Test: Der neue Testsieger unter den Sportuhren

Die Garmin Forerunner 570 ist die günstigere, leicht abgespeckte Alternative zur Forerunner 970 – und bleibt damit eine Top-Wahl für Läufer und Triathleten.

Wer als Läufer oder Triathlet eine passende Sportuhr sucht, kommt an Garmins Forerunner-Serie kaum vorbei. Das aktuelle Topmodell Forerunner 970 ist allerdings hochpreisig. Deutlich günstiger, wenn auch mit leicht reduziertem Funktionsumfang, ist die Forerunner 570.

Wir haben die Sportuhr mit AMOLED-Display, GPS und umfangreichen Trainingsfunktionen getestet und zeigen, für welche Nutzergruppe die kleinere Schwester der Forerunner 970 eine empfehlenswerte Alternative ist.

Design und Bedienung

Optisch unterscheiden sich die Forerunner 970 und die Forerunner 570 auf den ersten Blick kaum. Beide Modelle wirken insgesamt etwas dezenter als Garmins Fenix-Serie, sind mit einer Gehäusedicke von 12,99 mm aber dennoch klar als Sportuhren erkennbar und keine unauffälligen Designer-Accessoires.

Anders als die Forerunner 970 bietet Garmin die Forerunner 570 jedoch in zwei Größen an: 42 mm und 47 mm. Entsprechend variiert die Display-Größe zwischen 1,2 und 1,4 Zoll. Das Gewicht liegt je nach Variante zwischen 42 g und 50 g, womit die Forerunner 570 grundsätzlich etwas leichter ist als die Forerunner 970 mit 53 g.

In puncto Verarbeitung steht die Forerunner 570 dem teureren Modell trotz des niedrigeren Preises in nichts nach. Garmin liefert die gewohnt hohe Qualität, auch wenn die Lünette hier nicht aus Titan, sondern aus Aluminium besteht. Beim Display zeigt sich der Sparkurs ebenfalls, statt Saphirglas kommt Gorilla Glass 3 zum Einsatz. Das erwies sich im Test jedoch als ausreichend robust. Stürze aus etwa anderthalb Metern Höhe auf Fliesenboden sowie Belastungen beim Training mit Kettlebells hinterließen weder Kratzer noch andere sichtbare Schäden.

Wie die Forerunner 970 ist auch die Forerunner 570 für ausgiebige Schwimmtrainings geeignet. Die Uhr ist bis 5 ATM wasserdicht und übersteht damit sowohl den Gang unter die Dusche als auch den Einsatz im Triathlon problemlos. Für tiefes Tauchen oder starken Wasserdruck durch direkte Strahleneinwirkung ist sie allerdings nicht ausgelegt.

Garmin Forerunner 570 - Bilder

Garmin Forerunner 570

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Garmin Forerunner 570

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Garmin Forerunner 570

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Garmin Forerunner 570

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Garmin Forerunner 570

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Einrichtung und App

Wie von Garmin gewohnt koppeln wir die Forerunner 570 per Bluetooth mit der Garmin Connect App. Ein kurzes Tutorial macht mit der Bedienung der Uhr und den wichtigsten Funktionen vertraut, erfahrene Garmin-Nutzer finden sich jedoch auch ohne Einführung schnell zurecht. Ebenfalls typisch für Garmin ist, dass sich zusätzliche Funktionen wie Garmin Pay oder der Musikspeicher direkt bei der ersten Kopplung einrichten lassen oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden können, inklusive Erinnerungsfunktion.

Das etwas eigenwillige Design der Garmin Connect App erfordert zunächst etwas Eingewöhnung, vorrangig für Nutzer, die von anderen Smartwatch-Plattformen wechseln. Die App kombiniert ein Kachel-Prinzip mit scrollbaren Diagrammansichten. Die meisten Elemente der Startseite lassen sich individuell anpassen und neu anordnen, die Bedienung wirkt dabei jedoch stellenweise etwas umständlich, da sich gesuchte Funktionen nicht immer sofort finden lassen. Mit etwas Einarbeitungszeit gewöhnt man sich jedoch schnell an Struktur und Design. Ein klarer Vorteil gegenüber vielen Konkurrenzlösungen ist die große Menge an erfassten und aufbereiteten Daten, die Garmin Connect bereitstellt.

Aktivität und Training

Schon das Trainings-Tracking zeigt, dass sich die Forerunner 570 – wie die Forerunner 970 – primär an Triathleten und Ausdauersportler richtet. Im Fokus stehen Trainingszustand und Trainingsbereitschaft, die auf Gesundheits- und Leistungsdaten basieren. „Running Dynamics“ analysiert unter anderem Schrittlänge, Schrittfrequenz und Bodenkontaktzeit. Ergänzend ermittelt „Running Power“ die Laufleistung unter Einbeziehung von Höhenmetern und Wind.

Zum Funktionsumfang zählen außerdem Herzfrequenzvariabilität, VO₂max, empfohlene Erholungszeiten und die bekannte Body Battery. Auch die Laufzeitprognosen für 5 km, 10 km, Halbmarathon und Marathon sind an Bord. Die Trainingsprofile decken zahlreiche Sportarten aus den Bereichen Ausdauer, Kraft, Winter-, Wasser- und Teamsport ab. Neben Klassikern wie Laufen, Radfahren, Schwimmen oder Wandern gibt es auch Profile für Bogenschießen oder Discgolf. Auf dedizierte Profile für Functional Fitness oder Rucking verzichtet Garmin weiterhin.

Besonders stark ist die Forerunner 570 bei der Trainingsplanung. Über Garmin Connect lassen sich kostenlose Trainingspläne für Laufen, Radfahren, Triathlon und Krafttraining aktivieren. Diese werden direkt auf der Uhr angezeigt und passen sich automatisch an Leistungs- und Gesundheitsdaten an. Zusätzlich gibt die Uhr zu Beginn von Lauf- oder Radeinheiten tagesaktuelle Trainingsempfehlungen. Sowohl die Pläne als auch die dynamischen Hinweise erwiesen sich im Test als praxisnah und hilfreich.

Wie die Forerunner 970 bietet auch die Forerunner 570 umfangreiche Navigationsfunktionen mit Unterstützung für GPS, Glonass, Galileo, QZSS, Beidou und Navic. Routen lassen sich über Garmin Connect oder Drittanbieter wie Komoot importieren. Über die Connect-IQ-App zeigt die Uhr zudem Google-Maps-Abbiegehinweise an – allerdings nur in Verbindung mit Android-Smartphones.

Bei der Ortungsgenauigkeit liefert die Forerunner 570 die von Garmin gewohnte Qualität. Auch bei bewölktem Himmel oder im Wald ermittelt sie die Position zuverlässig. Nennenswerte Abweichungen von der tatsächlichen Route traten im Test nicht auf.

Garmin Forerunner 570 - Connect App

Garmin Forerunner 570 - App

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Garmin Forerunner 570 - App

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Garmin Forerunner 570 - App

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Garmin Forerunner 570 - App

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Garmin Forerunner 570 - App

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Schlaf und Gesundheit

Guter Schlaf ist eine wichtige Voraussetzung, um ausgeruht ins Training zu starten. Entsprechend hat Garmin die Forerunner 570 mit einer Reihe von Funktionen zur Schlafaufzeichnung ausgestattet. Neben Einschlaf- und Aufwachzeiten, Schlafphasen und der nächtlichen Atmung erfasst die Smartwatch auch die Herzfrequenzvariabilität sowie die Hauttemperatur während der Nacht. Zudem weist sie auf Veränderungen der Atmung hin, etwa mögliche Atemaussetzer, die auf eine Schlafapnoe hindeuten könnten, und zeichnet tagsüber automatisch Nickerchen auf. Der sogenannte Sleepscore bewertet die Schlafqualität auf einer Skala von bis zu 100 Punkten.

Zur Unterstützung einer besseren Schlafhygiene steht auch bei der Forerunner 570 der Schlafcoach von Garmin zur Verfügung. Dieser liefert sowohl in der Connect-App als auch direkt auf der Uhr Hinweise zur Schlafoptimierung. Zusätzlich empfiehlt der Schlafcoach auf Basis des bisherigen Schlafs und der aktuellen Trainingsbelastung eine passende Schlafdauer für die folgende Nacht. Im Test funktionierten sowohl das Schlaftracking als auch der Schlafcoach zuverlässig und entsprachen weitgehend unserem subjektiven Empfinden.

Als weitere Gesundheitsfunktion bietet die Forerunner 570 ein separates Modul für Frauengesundheit. Neben der Zykluserfassung lässt sich hier auch eine bestehende Schwangerschaft begleiten. Die Uhr berechnet die Zyklusdauer anhand der eingetragenen Periodendaten und ermöglicht das Protokollieren verschiedener Symptome. Eine Funktion zur kontinuierlichen Aufzeichnung der Körpertemperatur fehlt allerdings. Für Schwangere stehen zusätzliche Eingabemöglichkeiten zur Verfügung, darunter das Festhalten von Blutzuckerwerten und Kindsbewegungen.

Weitere Funktionen

Bei den Zusatzfunktionen liegt die Forerunner 570 weitgehend auf dem Niveau der Forerunner 970. Auf ein integriertes EKG verzichtet Garmin beim kleineren Modell allerdings. Zur Ausstattung zählen ein interner Musikspeicher mit App-Unterstützung für Streamingdienste wie Spotify oder Deezer sowie Garmin Pay für kontaktloses Bezahlen.

Ein integriertes Mikrofon und ein Lautsprecher ermöglichen es, eingehende Anrufe direkt über die Smartwatch anzunehmen und Sprachassistenten zu nutzen. Ebenso unterstützt die Forerunner 570 Google Maps, sodass sich auch Navigationshinweise direkt auf der Uhr anzeigen lassen.

Akku

Das AMOLED-Display wirkt sich auch bei der Forerunner 570 spürbar auf die Akkulaufzeit aus. Ähnlich wie bei der Forerunner 970 fällt diese im Vergleich zu älteren Modellen geringer aus. Garmin gibt für den Smartwatch-Modus eine Laufzeit von bis zu elf Tagen an, was vier Tage unter dem Wert der Forerunner 970 liegt.

Im Test lässt sich diese Angabe weitgehend bestätigen: Bei drei rund anderthalbstündigen Trainingseinheiten pro Woche und aktivierten Benachrichtigungen musste die Forerunner 570 nach gut zehn Tagen wieder ans Ladekabel, das zum Lieferumfang gehört. Die Akkulaufzeit ist damit solide, stellt im Vergleich zu anderen Garmin-Modellen jedoch kein herausragendes Kaufargument dar.

Preis

Die Forerunner 570 kostet laut unverbindlicher Preisempfehlung unabhängig von der Displaygröße rund 550 Euro. Der Straßenpreis liegt mittlerweile bei etwa 430 Euro. Damit positioniert sich die Smartwatch im mittleren Preissegment der Garmin-Modelle und stellt eine vergleichsweise günstige Option für Sportler dar, die auf eine EKG-Funktion verzichten können und die im Vergleich zur Forerunner 970 etwas kürzere Akkulaufzeit akzeptieren. Preislich liegen die Varianten mit 42 und 47 mm gleich auf.

Fazit

Mit der Forerunner 570 richtet sich Garmin an sportlich ambitionierte Nutzer, die auf einzelne Extras der Forerunner 970 verzichten können. Dazu zählen etwa ein EKG oder die integrierte LED-Taschenlampe. Dafür fällt der Preis deutlich niedriger aus. Gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung liegt der Abstand bei rund 200 Euro, beim Straßenpreis in ähnlicher Größenordnung.

Auf den ersten Blick bietet die Forerunner 570 damit das attraktivere Preis-Leistungs-Verhältnis. Das gilt umso mehr, da wir die Forerunner 970 im Test als vergleichsweise teuer eingestuft hatten. Eine zentrale Schwäche teilt sich das günstigere Modell allerdings mit dem größeren Schwestermodell: die durch das AMOLED-Display begrenzte Akkulaufzeit. Zwar hält die Uhr auch bei intensiver Nutzung länger als eine Woche durch. Für einige Nutzer lohnt sich dennoch der Blick auf andere Garmin-Modelle mit längerer Laufzeit.

Abseits davon überzeugt die Forerunner 570 als leistungsfähige Sportuhr. Sie bietet umfangreiche Trainingsfunktionen, eine zuverlässige Navigation und eine gelungene Integration von Alltags- und Smartwatch-Features. Für Sportler, die genau diesen Funktionsmix suchen, ist sie eine empfehlenswerte Option.

 Die beste Sportuhr 2025 hat jetzt EKG

Die Garmin Forerunner 970 ist da und kann jetzt auch EKG – kann die Sportuhr den bisherigen Testsieger unserer Bestenliste verdrängen?

VORTEILE

  • hervorragendes AMOLED-Display
  • tolle Trainingsfunktionen
  • EKG, Taschenlampe und Telefonie
  • ausgezeichnete Navigation per GPS

NACHTEILE

  • teuer
  • geringere Akkulaufzeit als beim Vorgänger
  • Garmin Pay nur von wenigen Banken unterstützt

Garmin Forerunner 970 im Test: Die beste Sportuhr 2025 hat jetzt EKG

Die Garmin Forerunner 970 ist da und kann jetzt auch EKG – kann die Sportuhr den bisherigen Testsieger unserer Bestenliste verdrängen?

Bislang dominierte Garmin mit der Forerunner 965 unsere Bestenliste der Sportuhren und hielt souverän den ersten Platz. Jetzt bringt der Smartwatch-Hersteller mit der Forerunner 970 ein neues Modell für Läufer und Triathleten auf den Markt – ein heißer Anwärter auf den Thron.

Garmin selbst nennt sie die bislang „beste Lauf- und Triathlon-Smartwatch“ und stattet sie mit AMOLED-Touch-Display, einem 1-Kanal-EKG und zahlreichen Trainings-Features aus. Ob das reicht, um den bisherigen König abzulösen, zeigt unser Test.

Design und Bedienung

Anders als bei der Fenix-Reihe legt Garmin bei den Forerunner-Sportuhren mehr Wert auf ein dezentes Design – die Forerunner 970 bildet da keine Ausnahme. Optisch ähnelt sie stark dem Vorgängermodell: Die Unterschiede zwischen beiden Uhren sind auf den ersten Blick minimal. Die physische Größe der Forerunner 970 entspricht nahezu exakt der Forerunner 965, lediglich das Gehäuse ist um wenige Millimeter flacher. Das Gewicht von 53 Gramm, die Displaygröße von 1,4 Zoll und die Auflösung des AMOLED-Bildschirms von 454 × 454 Pixeln bleiben unverändert.

Damit setzt Garmin bei der Forerunner 970 auf die bewährten Stärken der 965: Die Uhr wirkt hochwertig und überzeugt mit exzellenter Verarbeitung – nicht zuletzt durch die Titan-Lünette. Das farbenfrohe, helle AMOLED-Display ist jederzeit gut ablesbar, auch bei direkter Sonneneinstrahlung oder schrägem Blickwinkel. Praktisch: Die Schriftgröße lässt sich individuell anpassen – ein Pluspunkt für Nutzer mit eingeschränktem Sehvermögen. Ein kleiner Wermutstropfen: Beim Scrollen durch Menüs kommt es gelegentlich zu leichten Rucklern – sowohl bei der Touch- als auch bei der Tastenbedienung. Diese fallen im Alltag jedoch kaum ins Gewicht.

Als Sportuhr für Triathleten ist die Forerunner 970 bis 5 ATM wasserdicht. Sie übersteht damit problemlos ein intensives Schwimmtraining oder den Gang unter die Dusche. Längere Tauchgänge oder harter Wasserdruck sollten jedoch vermieden werden.

Garmin Forerunner 970 - Bilder

Garmin Forerunner 970

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Garmin Forerunner 970

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Garmin Forerunner 970

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Garmin Forerunner 970

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Garmin Forerunner 970

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Garmin Forerunner 970

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Einrichtung und App

Die Einrichtung der Garmin Forerunner 970 verläuft reibungslos und ohne Überraschungen. Wer schon eine Garmin-Smartwatch genutzt hat, findet sich sofort zurecht. Neue Nutzer werden von einem Tutorial unterstützt, das nach der Bluetooth-Kopplung mit der Garmin Connect App Schritt für Schritt durch die wichtigsten Funktionen führt. Auf Wunsch lassen sich direkt Features wie Garmin Pay, der Sprachassistent oder die EKG-Funktion aktivieren. Wer die Einrichtung später abschließen möchte, kann sich von der App daran erinnern lassen.

Die Garmin Connect App bleibt im Kern unverändert: Sie bietet eine enorme Datenfülle, die jedoch zulasten der Übersichtlichkeit gehen kann. Hat man sich jedoch in den Menüs zurechtgefunden, liefert die App eine beeindruckend detaillierte Auswertung von Gesundheits- und Trainingsdaten – hier spielt Garmin weiterhin in einer eigenen Liga und bleibt der Konkurrenz deutlich voraus.

Garmin Forerunner 970 - Connect App

Garmin Forerunner 970 - Connect App

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Aktivität und Training

Wie schon die Forerunner 965 richtet sich auch die Garmin Forerunner 970 gezielt an Ausdauersportler und Triathleten. Die Trainingsprofile und Funktionen sind speziell auf diese Zielgruppe zugeschnitten. Zu den zentralen Features zählt die Berechnung der Running Economy: Sie analysiert Lauftempo, Herzfrequenz, dynamische Laufwerte und den Geschwindigkeitsverlust, um den Energieverbrauch beim Laufen zu ermitteln. Ergänzend bewertet die Funktion „Running Tolerance“ die körperliche Belastung beim Laufen und liefert Empfehlungen zur maximalen Wochenkilometerzahl.

Auch bewährte Funktionen wie Angaben zum Trainingszustand – basierend auf HFV-Status, VO2max, Trainingsbelastung und Erholungszeit – sind wieder an Bord. Hinzu kommen personalisierte Trainingsempfehlungen, die Body-Battery-Anzeige sowie Prognosen für Wettkampfzeiten über 5000 Meter, 10.000 Meter, Halbmarathon und Marathon. Detaillierte Daten zur Laufeffizienz wie Schrittfrequenz, Schrittlänge oder Bodenkontaktzeit runden das Paket ab. Damit zählt die Forerunner 970 erneut zu den besten, wenn nicht sogar zur besten smarten Sportuhr für Ausdauersportler.

Aber auch Sportler anderer Disziplinen – etwa im Krafttraining, Yoga oder Ballsport – profitieren von der gewohnt breiten Auswahl an Trainingsprofilen, die Garmin sportartspezifisch anpasst. Die Pulsmessung über den optischen Sensor funktioniert sehr zuverlässig und schlägt sich besser als bei der Fenix-Reihe. Nur bei stark schwankendem Puls, etwa bei HIIT-Einheiten, kann es zu leichten Abweichungen kommen – ein Brustgurt schafft hier Abhilfe.

Bei den Navigationsfunktionen bleibt vieles wie beim Vorgängermodell, allerdings hat Garmin die GPS-Genauigkeit weiter verbessert. Die Forerunner 970 unterstützt GPS, Glonass, Galileo, Beidou und Sadiq und bietet Richtungsanweisungen sowie farbige Umgebungskarten. Die Streckenaufzeichnung überzeugt erneut mit hoher Präzision – ein Bereich, in dem Garmin weiterhin Maßstäbe setzt.

Schlafanalyse

Das Schlaftracking zählt auch bei der Forerunner 970 zu den zentralen Funktionen – wie bei fast allen Garmin-Uhren. Die Uhr erfasst zuverlässig Einschlaf- und Aufwachzeiten, Schlafphasen, Puls, Atmung und Blutsauerstoffsättigung. Diese Werte fließen in einen sogenannten Sleepscore ein, der die Schlafqualität bewertet und direkt in die Einschätzung der täglichen Trainingsbereitschaft einbezogen wird.

Wer schlecht geschlafen hat, erhält über den integrierten Schlafcoach individuelle Tipps zur Verbesserung der Schlafhygiene – praxisnah und alltagstauglich. Im Vergleich zur Forerunner 965 bringt die 970 keine Neuerungen im Schlaftracking mit. Das ist jedoch kein Nachteil, denn schon der Vorgänger lieferte in diesem Bereich hervorragende Ergebnisse.

Weitere Features

Im direkten Vergleich zur Forerunner 965 bleibt bei der Garmin Forerunner 970 vieles beim Alten – aber nicht alles. Bewährte Funktionen wie der integrierte Musikspeicher sind weiterhin an Bord. Über Apps wie Spotify oder Deezer lassen sich Songs direkt auf die Uhr laden, sodass Musik auch ohne Smartphone gehört werden kann. Der Speicherplatz beträgt wie beim Vorgänger 32 GB. Ebenfalls wieder dabei ist Garmin Pay für kontaktloses Bezahlen – vorausgesetzt, man hat ein Konto bei einer teilnehmenden Bank.

Neu bei der Forerunner 970 ist eine integrierte LED-Taschenlampe am Gehäuse, die sich vorwiegend bei Outdoor-Aktivitäten als praktisch erweist. Zudem ist die Uhr jetzt mit Mikrofon und Lautsprecher ausgestattet. Damit lassen sich eingehende Anrufe direkt über die Smartwatch annehmen und führen – das Smartphone muss allerdings in Reichweite sein, da es keinen eigenen SIM-Slot gibt.

Ein Highlight ist das erstmals in einer Forerunner integrierte EKG-Feature, das Garmin bereits bei seinen neuen Premium-Modellen Anfang des Jahres auch in Europa eingeführt hat. Die Garmin-EKG-App erfasst mithilfe von Sensoren am Gehäuse in einer 30-sekündigen Messung die elektrischen Signale des Herzschlags. Ziel ist es, mögliche Auffälligkeiten wie Vorhofflimmern frühzeitig zu erkennen. In der Praxis arbeitet das EKG zuverlässig und liefert klar aufbereitete Ergebnisse in der App. Den Arztbesuch ersetzt diese Funktion jedoch nicht.

Akku

Ein Blick auf die Akkulaufzeit der Forerunner 970 bringt eine unerwartete Enttäuschung: Im Vergleich zur Forerunner 965 hat sich die Laufzeit spürbar verringert. Während Garmin beim Vorgängermodell im Smartwatch-Modus noch bis zu 23 Tage angab, sind es bei der Forerunner 970 nur bis zu 15 Tage.

Trotzdem: Die von Garmin versprochenen 15 Tage konnten wir im Test bestätigen – ein immer noch guter Wert. Dennoch schwächt die verkürzte Akkulaufzeit ein zentrales Kaufargument der Forerunner 965 und könnte für Nutzer mit Fokus auf maximale Ausdauer ein Nachteil sein.

Preis und Varianten

Während die Forerunner 965 laut UVP aktuell bei knapp 560 Euro liegt (Straßenpreis rund 500 Euro), müssen Käufer für die neue Forerunner 970 deutlich mehr investieren: Garmin ruft eine unverbindliche Preisempfehlung von 750 Euro auf – damit gehört die Uhr zu den teuersten Modellen im Sortiment. Derzeit bekommt man sie für 623 Euro.

Erhältlich ist die Forerunner 970 in den Farbvarianten Schwarz/Carbongrau, Steinweiß/Transparent Amp Yellow und French Gray/Softgold/Transparent Indigo.

Fazit

Mit der Forerunner 965 hat Garmin eine smarte Sportuhr auf den Markt gebracht, die sogar die teureren Modelle der Fenix-Reihe auf unserer Bestenliste in den Schatten stellen konnte. Aber wie steht es um den Nachfolger, die Forerunner 970? Gelingt es Garmin, eine hervorragende Uhr noch besser zu machen?

Die Antwort lautet: Es kommt darauf an. Bei den Kern-Features bleibt die Forerunner 970 dem Vorgänger treu. Die schiere Fülle an Funktionen für Ausdauersportler sucht weiterhin seinesgleichen und macht die Uhr fast zum Must-have für Athleten, die auf diese Funktionen angewiesen sind. Das GPS-Tracking wurde noch einmal verbessert und Garmin hat der Uhr obendrein noch ein ausgezeichnetes EKG-Feature, eine Sprechfunktion und eine LED-Taschenlampe spendiert.

Aber es gibt auch eine Schattenseite: Denn die Forerunner 970 bietet eine geringere Akkulaufzeit als die Forerunner 965 und kostet zudem ein ganzes Stück mehr. Wer die Forerunner 965 bereits besitzt, sollte sich deshalb den Kauf des Nachfolgers gut überlegen. Alle anderen machen die Entscheidung davon abhängig, ob ihnen die zusätzlichen Features auf Kosten der Akkulaufzeit den entsprechend höheren Preis wert sind. Letztlich bleibt die Forerunner 970 für uns aus technischer Sicht die beste Sportuhr – die Forerunner 965 ist weiterhin eine attraktive Option für preisbewusste Nutzer.

 Diese Sportuhr mit EKG ist ein Preistipp

Sportuhr im Apple-Watch-Look: Die Huawei Watch Fit 5 Pro überzeugt im Test beim Training und Gesundheits-Tracking – mit EKG, präzisem GPS und schlankem Design.

VORTEILE

  • exakte Pulsmessung
  • EKG und weitere Gesundheits-Features
  • hochwertig und bequem
  • für iOS und Android

NACHTEILE

  • Health App für Android nicht im Play Store
  • keine Mobilfunk- oder Netzwerk-Optionen
  • Bluetooth nicht abschaltbar an Uhr

Huawei Watch Fit 5 Pro im Test: Diese Sportuhr mit EKG ist ein Preistipp

Sportuhr im Apple-Watch-Look: Die Huawei Watch Fit 5 Pro überzeugt im Test beim Training und Gesundheits-Tracking – mit EKG, präzisem GPS und schlankem Design.

Die Watch Fit von Huawei startete einst als hochwertiger Fitness-Tracker. Spätestens seit der letzten Generation gilt insbesondere die Pro-Version für uns als vollwertige Sportuhr. Mit der Huawei Watch Fit 5 Pro haben wir nun das neue Modell getestet.

Das Design bleibt vertraut, die Display-Ränder sind schmaler geworden. An Bord sind erneut zahlreiche Gesundheitsfunktionen, darunter ein 1-Kanal-EKG sowie die Erkennung von Herzrhythmusstörungen und arterieller Steifigkeit.

Design & Tragekomfort

Im Laufe des Tests wurden wir mehrfach gefragt, was das denn für eine Apple Watch sei – und wo man ein so schickes orangefarbenes Armband bekommt. Das sagt schon viel über das Design: Mit dem rechteckigen Gehäuse und der Krone oben rechts erinnert die Watch Fit 5 Pro unweigerlich an die Smartwatch von Apple.

Im Detail gibt es jedoch deutliche Unterschiede. Das Gehäuse ist schlanker und flacher gehalten, zudem sitzt zwischen der Krone und dem unteren Button ein kleiner Steg – wie schon beim Vorgänger. Auf den ersten Blick wäre die Watch Fit 5 Pro kaum von der Fit 4 Pro zu unterscheiden, allerdings fällt der Display-Rand deutlich schmaler aus. Mit Abmessungen von 44,5 × 40,8 × 9,5 mm entspricht sie nahezu dem Vorgängermodell und wirkt damit deutlich filigraner als viele Outdoor- und Sportuhren.

Verglichen mit der Watch Fit 5 wirkt die Pro-Version eine Spur robuster, was sie der Lünette aus Titan in Kombination mit dem Aluminiumgehäuse zu verdanken hat. Rechts oben sitzt die drückbare Krone, mittig ragt das Gehäuse mit einer kleinen Nase leicht hervor – darunter befindet sich die programmierbare Taste.

Dank des geringen Gewichts von 30,4 g trägt sich die Watch Fit 5 Pro sehr angenehm – besonders in Kombination mit dem Nylonarmband, das wir im Test genutzt haben. Man spürt die Uhr kaum am Handgelenk, auch im Schlaf stört sie nicht.

Kleiner Nachteil des Nylonarmbands: Will man die Uhr nach dem Training abspülen, bleibt das Armband etwas länger feucht. Alternativ ist die Watch Fit 5 Pro auch in Schwarz und Weiß mit Fluorelastomer-Armband erhältlich.

Lediglich bei Mobilitätsübungen oder Yoga kann es vorkommen, dass man beim Abknicken des Handgelenks versehentlich auf die Krone drückt. Davon abgesehen gehört die Watch Fit 5 Pro definitiv zu den bequemsten Smartwatches in unseren Tests.

Die Watch Fit 5 Pro ist nach 5 ATM wasserdicht und erfüllt auch die Norm EN 13319 für Tauchzubehör – sie hält also auch unter Druck in einigen Metern Tiefe zuverlässig dicht. Zum Schwimmen und Schnorcheln in geringer Tiefe ist sie damit bestens geeignet, fürs richtige Gerätetauchen reichen 5 ATM aus unserer Sicht aber nicht.

Huawei rät ausdrücklich davon ab, die Uhr beim Duschen oder Baden zu tragen – zumindest, sobald sie mit Shampoo, Duschgel oder Seife in Kontakt kommt. Die enthaltenen chemischen Stoffe können die Dichtungen mit der Zeit angreifen und die Wasserdichtigkeit beeinträchtigen. Ähnliches gilt für Chlor- und Salzwasser: Hier sollte die Uhr anschließend immer mit klarem Süßwasser abgespült werden.

Huawei Watch Fit 5 Pro - Bilder

Huawei Watch Fit 5 Pro

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Huawei Watch Fit 5 Pro

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Huawei Watch Fit 5 Pro

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Huawei Watch Fit 5 Pro

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Huawei Watch Fit 5 Pro

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Huawei Watch Fit 5 Pro

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Huawei Watch Fit 5 Pro

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Huawei Watch Fit 5 Pro

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Huawei Watch Fit 5 Pro

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Huawei Watch Fit 5 Pro

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Huawei Watch Fit 5 Pro

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Huawei Watch Fit 5 Pro

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Display

Gegenüber dem Vorgänger ist das Display in der Diagonale auf 1,92 Zoll gewachsen – was den nochmals deutlich schmaleren Display-Rändern zu verdanken ist. Das leicht gebogene 2,5D-Display ist durch Saphirglas geschützt.

Die Auflösung von 480 × 408 Pixeln sorgt für eine knackscharfe Anzeige bei einem mehr als ordentlichen Screen-to-Body-Verhältnis von 83 Prozent. Die Bildqualität ist top: hohe Leuchtkraft und kräftige Farben. Dabei aktiviert sich die Anzeige flott, sobald man das Handgelenk anhebt.

Auch bei starker Sonneneinstrahlung bleibt das Display gut ablesbar. Laut Huawei erreicht das OLED-Display eine Spitzenhelligkeit einzelner Bereiche von bis zu 3000 Nits, ebenso wie schon beim Vorgänger.

App & Bedienung

Eingerichtet wird die Huawei Watch Fit 5 Pro wie gewohnt über Huaweis Health-App, die es sowohl für Android als auch iOS gibt. Im Google Play Store fehlt sie wegen der US-Sanktionen nach wie vor – ein altbekanntes Ärgernis. Wer ein Samsung-, Honor- oder Apple-Gerät nutzt, findet sie immerhin im jeweiligen Store. Auf allen anderen Android-Smartphones bleibt nur der Umweg über einen QR-Code aus externer Quelle. Die dafür nötigen Systemberechtigungen sollte man danach wieder zurücknehmen.

Für die Inbetriebnahme braucht es eine Bluetooth-Kopplung und ein Huawei-Konto. Die Health-App ist klar aufgebaut: Im Reiter „Health“ zeigen drei Ringe Bewegung, Training und Stehzeiten, daneben laufen sämtliche Messwerte zusammen – von Herzfrequenz und Blutsauerstoff über EKG und Stresslevel bis hin zu Schlafqualität und Trainingseinheiten.

Unter „Training“ stehen vorgefertigte Programme fürs Laufen oder Krafttraining bereit. Im Bereich „Geräte“ gibt es zudem einen Store mit weiteren Ziffernblatt-Designs. Wer tiefere Auswertungen, weitere Trainingspläne oder Ernährungstipps will, muss zum Abo Huawei Health Plus greifen: 8 Euro im Monat oder 60 Euro im Jahr.

Ein Kritikpunkt: Bluetooth lässt sich an der Uhr nicht abschalten, etwa nachts. Wer die Verbindung kappen will, muss die Smartwatch komplett vom Smartphone über die Einstellungen trennen. Ein Flugmodus wäre hier wünschenswert gewesen.

Die App-Auswahl auf der Uhr selbst bleibt überschaubar. Über die Health-App lassen sich einige Anwendungen aufspielen, darunter Petal Maps als solide Google-Maps-Alternative, die bereits erwähnte Komoot-Anbindung für Touren im Freien, kleinere Tools sowie die neue Bezahlfunktion über Curve Pay.

Musik beim Sport ohne Smartphone? Möglich, aber nur mit Titeln, die als MP3 direkt auf die Uhr geladen werden – eine Offline-Anbindung an Spotify und Co. fehlt. Immerhin lässt sich die Wiedergabe am Smartphone von der Uhr aus steuern.

Gesteuert wird die Watch Fit 5 Pro per Touchscreen und über die dreh- und drückbare Krone rechts am Gehäuse. Ein Druck führt in die App-Übersicht, ein Doppelklick zeigt die zuletzt geöffneten Anwendungen, durch Drehen scrollt man durch Menüs oder regelt die Lautstärke. Darunter sitzt ein zweiter, frei belegbarer Knopf – ab Werk startet er das Trainingsmenü.

Als Betriebssystem läuft Harmony OS. Es ist aufgeräumt und intuitiv. Huawei bleibt seinem bewährten Konzept treu: Wischen nach oben öffnet die Benachrichtigungen, nach unten die Schnelleinstellungen, seitlich geht es durch frei konfigurierbare Infokarten wie das Wetter. Die App-Übersicht erscheint standardmäßig als sogenannte App-Wolke – hübsch anzusehen, im Alltag aber unübersichtlich. Die optional zuschaltbare Listenansicht ist die deutlich bessere Wahl.

Training & Fitness

In puncto Sportarten zeigt sich die Watch Fit 5 Pro enorm vielseitig. Neben Klassikern wie Krafttraining, Laufen und Radfahren erfasst sie auch Wassersportarten wie Kanufahren oder sogar Freitauchen (bis 40 Meter Tiefe) und bringt dedizierte Golf-Modi mit.

Eine automatische Trainingskennung ist an Bord. Diese reagiert allerdings etwas verzögert. So meldet sie sich bei einem Spaziergang oft erst nach einigen Minuten und erfordert dann immer eine manuelle Freigabe.

Der virtuelle Powermeter aus der Watch GT6 Pro ist bei der Watch Fit 5 Pro auch an Bord. Dieser schätzt die Intensität von Testbewegungen auf dem Fahrrad, was aber nur im Freien funktioniert, da dafür GPS benötigt wird. Für Tennis gibt es ebenfalls einen Modus, der die Bewegung des Schlagarms analysieren kann. Dazu muss man die Uhr beim Spielen auch am Schlagarm tragen.

Ein bewährtes und praktisches Extra: Nach dem Workout spielt die Uhr kurze Animationsvideos ab, die einen direkt durch das passende Stretching führen. Wer zu lange inaktiv ist, wird von einem animierten Panda auf dem Display zu einem kurzen Stretching eingeladen.

Die Pulsmessung beim Sport gelingt erneut sehr präzise. Im Vergleich mit einem Brustgurt weicht die Herzfrequenz höchstens um zwei bis drei Schläge ab – selbst bei intensivem Intervalltraining wie Spinning auf dem Indoor-Cycle.

Auf Wunsch ermittelt die Uhr zudem den Blutsauerstoffgehalt. Dazu muss man, ohne sich zu bewegen, das Zifferblatt nach oben halten. Besonders für Wanderer interessant: Anhand der erfassten Werte sollen sich Hinweise auf eine Höhenkrankheit erkennen lassen – das funktioniert ab etwa 2500 Metern über dem Meeresspiegel. Die Huawei Watch Fit 5 Pro misst auch den VO2Max-Wert (maximale Sauerstoffaufnahme) als Indikator für Fitness und Ausdauer. Das gelingt allerdings nur bei Outdoor-Aktivitäten, da hier ebenfalls das GPS für die Berechnung benötigt wird.

Dank Dualband-GPS zeichnet die Watch Fit 5 Pro auch ohne Smartphone die Strecken beim Laufen, Radfahren oder Wandern auf. Im Test erwies sich die Positionsbestimmung als erfreulich präzise und zuverlässig. Weniger gelungen ist die Messung von geschwommenen Bahnen – diese lag deutlich über der real zurückgelegten Stecke. Daneben zeigt die Uhr näherungsweise Züge an sowie den Stil, SWOFL und Puls beim Schwimmen.

Spannend für Outdoor-Fans ist die Kartennavigation: Offline-Karten lassen sich direkt auf die Uhr laden. Allerdings fallen die Karten recht detailarm aus – sie eignen sich eher dazu, den Ausgangsort wiederzufinden, als beim Wandern wirklich zu navigieren. Wer seine Routen extern plant, kann auf die Komoot-Anbindung zurückgreifen oder eigene Strecken in den Formaten GPX, TCX und KML importieren.

Huawei Watch Fit 5 Pro - Health App

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Gesundheit & Schlaf

Die Herzfrequenz-App liefert zusätzlich Daten zur Herzfrequenzvariabilität (HRV) – ein wichtiger Indikator für die Erholungsfähigkeit des Körpers. Auch das Stresslevel misst die Uhr wie gewohnt. Im Zusammenspiel mit dem Emotional Wellbeing Assistant soll daraus ein Bild der seelischen Verfassung des Trägers entstehen – ein nettes Gimmick, das aber eher als Spielerei zu sehen ist.

Mit an Bord ist erneut das 1-Kanal-EKG, das Anzeichen von Vorhofflimmern erkennen kann – allerdings nur bei aktiver Messung. Hinzu kommt eine Funktion zur Erkennung von Pulswellen-Arrhythmien, die ebenfalls auf Herzrhythmusstörungen hinweisen kann.

Ansonsten misst die Uhr die arterielle Steifigkeit, die mit dem Alter allmählich zunimmt und ein möglicher Indikator für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist. Einen Arztbesuch ersetzt die Watch Fit 5 Pro damit nicht, sie liefert aber eine sinnvolle Kontrolle, um bei Auffälligkeiten ärztlichen Rat einzuholen.

Auch die Schlafanalyse wurde überarbeitet. Sie unterteilt die Nachtruhe in die üblichen Phasen: Tiefschlaf, leichter Schlaf, REM-Schlaf und Wachphasen. Insgesamt wirken die Ergebnisse etwas plausibler als beim Vorgänger, auch wenn sie nicht ganz an die Detailgenauigkeit eines Oura Rings heranreichen. Wachphasen werden teils nicht vollständig erfasst, wodurch der Schlaf zu lang ausgewiesen wird. Gelegentlich verpasst die Uhr auch den Moment des Einschlafens, was dann zu deutlich verkürzten Schlafzeiten in der Auswertung führt. Letztlich gilt: Eine Schlafanalyse per Smartwatch basiert auf der Pulsmessung und Bewegungsdaten – und bleibt damit eher eine Schätzung.

Ein Thermometer zur Bestimmung der Hauttemperatur ist ebenfalls vorhanden, was insbesondere für das Zyklus-Tracking von Vorteil ist. Wie das im Detail abläuft, zeigen wir im Test der Huawei Watch GT 6 41 mm.

Weitere Features

Speziell für Wanderer interessant ist das integrierte Barometer, das näherungsweise die Höhe über dem Meeresspiegel angeben kann. Kombiniert mit dem präzisen GPS, lässt sich so die Wanderroute gut nachvollziehen. Die Ergebnisse waren im Test weitgehend plausibel.

WLAN oder mobiles Internet bietet die Watch Fit 5 Pro nicht. Telefonate sind jedoch möglich, sofern die Uhr per Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt ist. Die Tonqualität ist nicht überragend, aber man versteht sein Gegenüber – und umgekehrt. Praktisch ist das vor allem dann, wenn das Smartphone gerade woanders liegt, man aber einen Anruf bekommt.

Relativ neu ist die Bezahlmethode: Diese läuft seit März über die App Curve. Hierzu benötigt man die App auch auf dem Smartphone und hinterlegt dort eine Bezahlmethode in Form einer Debit- oder Kreditkarte. Anschließend erfolgt per App eine Verifizierung mit Dokument- und Gesichtsaufnahme. Danach legt man in der Uhr die App als Zahlungsmittel für NFC fest und hinterlegt eine PIN.

In der Praxis klappt das gut: Man startet den Zahlungsdienst, entsperrt ihn per PIN und hält dann die Uhr an das Terminal – fertig ist die NFC-Zahlung. Im Test hatten wir nie Probleme damit, dass eine Zahlung nicht angenommen wurde.

Akku

Im Test hielt die Huawei Watch Fit 5 Pro knapp sechs Tage durch. In diesem Zeitraum haben wir drei Workouts absolviert, eines davon im Freien mit GPS-Unterstützung. Die Uhr trugen wir zudem jede Nacht beim Schlafen.

Bei weniger Workouts oder seltenerer Nutzung im Freien sind bis zu sieben Tage realistisch. Es gibt zudem einen Energiesparmodus, der die Bluetooth-Verbindung einschränkt und so die Laufzeit auf bis zu zehn Tage verlängern könnte.

Insgesamt ist das eine ordentliche, aber keine rekordverdächtige Laufzeit für eine Sportuhr. Nutzer einer vollwertigen Smartwatch wie der Apple Watch oder Samsung Galaxy Watch dürften dennoch neidisch werden – möglich ist das dank spärlicher App-Auswahl und des Verzichts auf Mobilfunk- und WLAN-Verbindungen.

Zum Laden liegt ein magnetischer, runder Sensor bei, der ein Netzteil mit USB-A-Anschluss benötigt. Das Ladegerät gehört zum Lieferumfang, das Netzteil jedoch nicht.

Preis

Die UVP der Huawei Watch Fit 5 Pro liegt bei 300 Euro. Zur Auswahl stehen drei Varianten: das von uns getestete Modell mit orangefarbenem Nylonarmband sowie zwei Versionen in Schwarz und Weiß, jeweils mit Fluorelastomer-Armband. Derzeit startetet der Preis bei 238 Euro (mit Rabatt-Code: Acd5GkL71Q; gültig bis 30.09.2026).

Fazit

Die Huawei Watch Fit 5 Pro entpuppt sich erneut als starker Begleiter beim Sport und für die fortlaufende Gesundheitsanalyse. Sie ist leicht und angenehm zu tragen – man spürt sie kaum am Handgelenk.

Die Pulsmessung gelingt sehr präzise. Hinzu kommen zahlreiche Funktionen rund um die Herzgesundheit – vom EKG über die Erkennung von Pulswellen-Arrhythmien bis hin zur Messung von HRV und arterieller Steifigkeit. Auch die Akkulaufzeit überzeugt mit sechs bis sieben Tagen. Erfreulich: Die neue Bezahlfunktion arbeitet zuverlässig und reibungslos.

Verzichten muss man auf ein großes App-Angebot sowie eine Netzwerk- oder Mobilfunkanbindung. Zudem ist die Uhr etwas teurer geworden als ihr Vorgänger – bleibt aber deutlich preiswerter als viele Sportuhren der Konkurrenz.

Wer das rechteckige Apple-Watch-Format mag, die Uhr aber vor allem fürs Training und Gesundheits-Tracking nutzt, ist mit der Huawei Watch Fit 5 Pro bestens bedient. Auf Netzwerkanbindung und ein großes App-Angebot muss man dafür verzichten – bekommt im Gegenzug aber eine hervorragende und fair bepreiste Sportuhr mit EKG. Wer auf das EKG verzichten kann, bekommt mit der Huawei Watch Fit 5 (Testbericht) eine preiswerte Alternative.

 Sportuhr für Läufer mit EKG überzeugt

Die Huawei Watch GT Runner 2 ist eine kompakte, leichte Sportuhr – ideal für Läufer. EKG und umfangreiche Herzgesundheits-Features gibt es obendrein.

VORTEILE

  • leicht und bequem
  • genaue Pulsmessung bei hoher Belastung
  • EKG & Gesundheits-Features
  • Bezahlfunktion via Curve

NACHTEILE

  • Pulsprobleme bei Warm-up mit Crosstrainer
  • Health App nicht im Play Store

Huawei Watch GT Runner 2 im Test: Sportuhr für Läufer mit EKG überzeugt

Die Huawei Watch GT Runner 2 ist eine kompakte, leichte Sportuhr – ideal für Läufer. EKG und umfangreiche Herzgesundheits-Features gibt es obendrein.

Lange hat die Huawei Watch GT Runner auf einen Nachfolger gewartet. Mit der GT Runner 2 bringt Huawei die klar auf Läufer ausgerichtete Sportuhr zurück. Der Fokus liegt weiterhin auf dem Lauftraining, auch wenn die Uhr inzwischen deutlich breiter aufgestellt ist.

Neben klassischen Sportfunktionen integriert Huawei zahlreiche Gesundheits-Features bis hin zum EKG. Das wertet die Uhr spürbar auf, schlägt sich aber auch im Preis nieder. Ob sich die Runner 2 dennoch als Geheimtipp empfiehlt, klärt dieser Test.

Design

Die Huawei Watch GT Runner 2 richtet sich klar an Läufer und setzt konsequent auf ein leichtes, kompaktes Gehäuse. Im Vergleich zur Watch GT 6 fällt sie spürbar kleiner aus. Das Titan-Gehäuse misst 43,5 × 43,5 × 10,7 mm, die Unterseite mit den PPG-Sensoren besteht aus Kunststoff. Das reduziert das Gewicht auf 34,5 g. Am Handgelenk ist die Uhr kaum zu spüren – genau das, was man beim Laufen will.

Neben dem Touchscreen erfolgt die Bedienung über eine drückbare Krone oben rechts sowie eine frei belegbare Taste darunter. Das funktioniert direkt und zuverlässig. Unser Testgerät kommt mit einem blauen Nylonarmband samt Klettverschluss. Es sitzt sicher und ist auch bei längerem Tragen bequem – selbst im Schlaf. Der Verschluss lässt sich schnell anpassen und bei Bedarf enger ziehen, etwa für eine präzisere Pulsmessung.

Ein Nachteil: Bei starkem Schwitzen saugt sich das Band mit Feuchtigkeit voll und benötigt nach dem Abspülen etwas Zeit zum Trocknen. Huawei legt daher ein Kautschukarmband bei. Beim blauen Modell ist es schwarz, weitere Varianten gibt es in Weiß mit orangenen Akzenten sowie in Schwarz. Der Wechsel gelingt dank des Klicksystems schnell und werkzeuglos.

Die Watch GT Runner 2 ist bis 5 ATM wasserdicht (entspricht rund 50 Metern) und nach IPX9 gegen starken Wasserdruck geschützt. Schwimmen ist damit problemlos möglich. Zudem erfüllt sie die Norm EN 13319, die Anforderungen an Tauchinstrumente wie Messgenauigkeit, Ablesbarkeit unter Wasser und Druckbeständigkeit definiert – laut Huawei ist sie sogar freigegeben für Einsätze bis 40 Meter. Für das Gerätetauchen ist sie jedoch unserer Ansicht nach wegen ATM 5 weniger zu empfehlen, zum Schnorcheln kann man sie problemlos nutzen.

Huawei Watch GT Runner 2 - Bilder

Huawei Watch GT Runner 2

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Huawei Watch GT Runner 2

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Huawei Watch GT Runner 2

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Huawei Watch GT Runner 2

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Huawei Watch GT Runner 2

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Display

Das runde OLED-Display misst 1,32 Zoll und löst mit 466 × 466 Pixeln auf. Es liefert eine scharfe Darstellung mit kräftigen Farben und hohem Kontrast. Insgesamt überzeugt die Bildqualität: klar, leuchtstark und jederzeit gut im Blick.

Mit bis zu 3000 Nits erreicht es eine beeindruckende Helligkeit – Inhalte bleiben selbst bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar. Die automatische Helligkeitsanpassung arbeitet zuverlässig und passt das Display unauffällig an die Umgebung an.

App & Bedienung

Als Companion-App dient Huaweis Health App. Aufgrund der US-Sanktionen ist sie nicht im Google Play Store verfügbar, der Download erfolgt alternativ per QR-Code und Sideloading. Im Samsung Galaxy Store sowie im Apple App Store steht sie hingegen regulär bereit. Die Uhr ist mit Android, iOS und Huaweis EMUI kompatibel.

Die App ist übersichtlich und zeigt die wichtigsten Gesundheitsdaten zentral an. Trainingspläne und ein Zifferblatt-Store sind integriert, viele Ziffernblätter kosten jedoch extra. Erweiterte Analysen, Trainingsprogramme und Ernährungstipps bleiben dem Abo „Health Plus“ vorbehalten.

Die Bedienung gelingt intuitiv. Neben dem Touchscreen stehen eine drückbare Krone sowie eine frei belegbare Taste zur Verfügung. Wischgesten führen durch Benachrichtigungen, Schnelleinstellungen, Infokarten und Wetterinfos. Die App-Übersicht wirkt im Rasterlayout aufgeräumt.

Als Betriebssystem kommt Harmony OS zum Einsatz. Es läuft flüssig und reagiert schnell. Über die Appgallery lassen sich zusätzliche Apps installieren, das Angebot bleibt jedoch überschaubar. Dazu zählen vor allem kleinere Tools wie eine Fernsteuerung für Spotify, Petal Maps zur Navigation oder der Bezahldienst Curve – eine zusätzliche Installation auf dem Smartphone ist dann erforderlich. Bluetooth lässt sich nicht manuell trennen, ein Flugmodus fehlt. Dafür stehen ein „Nicht-stören“-sowie ein Schlafmodus mit deaktiviertem Display zur Verfügung.

Huawei Watch GT Runner 2 - Health App

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Training & Fitness

Die Pulsmessung arbeitet bei intensiven Workouts sehr genau. Im Vergleich mit einem Polar-Brustgurt weicht sie selbst bei Intervallen nur um ein bis zwei Schläge ab – auch über längere Distanzen.

Beim Warm-up auf dem Crosstrainer kam es allerdings zu ungewohnten Ausreißern: Kurzzeitig zeigte die Uhr über 190 BPM an, obwohl der tatsächliche Puls bei etwa 120 lag. Solche Fehlmessungen sind bei optischen PPG-Sensoren nicht ungewöhnlich – geringe Durchblutung und ruckartige Bewegungen können das Signal verfälschen. Im Test half es, die Uhr enger zu tragen, die Haut vorher anzuwärmen und den Trainingsmodus frühzeitig zu starten.

Auch bei der Ortung überzeugt die Runner 2. Huawei setzt auf eine entkoppelte 3D-Floating-Antenne und Dualband-GNSS mit allen gängigen Satellitensystemen. Strecken, Tempo und Routen werden zuverlässig erfasst – auch ohne Smartphone.

Die Uhr unterstützt zahlreiche Sportarten. Nutzer können Routen planen und inklusive Kartenmaterial offline auf die Uhr laden. Ein Barometer liefert Höhenprofile, ein virtueller Coach erstellt personalisierte Trainingspläne. Die Trainingsanalyse unterscheidet zwischen aeroben und anaeroben Belastungen und ordnet sie in Intensitätszonen ein. Eine Erholungsauswertung berechnet ferner auf Basis von Schlaf- und Stressdaten die Regenerationszeit. Neu ist ein Marathon-Modus, der mit strukturiertem Intervalltraining gezielt auf die große Distanz vorbereiten soll.

Neu ist ein Algorithmus zur Bestimmung der Laktatschwelle. Die Uhr führt dafür durch einen gestuften Outdoor-Lauf mit vorgegebenen Intensitäten. Im Test ließ sich die Messung allerdings nicht abschließen – sie brach mit einer Fehlermeldung ab. Wir werden das erneut prüfen und den Testbericht entsprechend aktualisieren.

Gesundheit & Schlaf

Die Watch GT Runner 2 eignet sich nicht nur für Ausdauersport, sondern bietet auch eine Vielzahl an Gesundheits-Features – ein deutliches Upgrade gegenüber dem Vorgänger.

Die Uhr ermöglicht jetzt eine 1-Kanal-EKG-Messung: Dazu berührt man das Gehäuse mit einer Hand und sitzt möglichst ruhig. Messungen erfolgen situativ und nicht im Hintergrund. Anhand des EKGs lassen sich Unregelmäßigkeiten in der Herzfrequenz erkennen – etwa Anzeichen für Vorhofflimmern. Einen Arztbesuch ersetzt die Uhr nicht, sie ist aber eine sinnvolle Kontrolle, um bei Auffälligkeiten ärztlichen Rat einzuholen.

Ergänzend analysieren die optischen PPG-Sensoren die Pulswellen und können ebenfalls Arrhythmien erkennen. Über die Huawei Health App lässt sich zudem ein Herzrhythmus-Check im Ruhezustand durchführen – die Erkennungsgenauigkeit wurde durch Updates weiter verbessert.

Ansonsten misst die Uhr die arterielle Steifigkeit – also wie stark die Arterienwände an Elastizität verloren haben. Steife Arterien erhöhen den Blutdruck und gelten als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zusätzlich erfasst sie die Herzfrequenzvariabilität (HRV) – die Abstände zwischen den Herzschlägen. Sie gilt als Indikator für Stress und Erholung: Hohe Werte deuten auf gute Fitness hin, niedrige auf Überlastung oder gesundheitliche Probleme.

Die Schlafanalyse unterscheidet zwischen Leicht-, Tief- und REM-Phasen und erkennt sporadisch nächtliche Wachzeiten. Die Ergebnisse waren weitgehend plausibel, aber weniger genau als bei einem hochwertigen Smart-Ring wie von Oura – die gemessene Schlafdauer fiel in der Regel etwas länger aus. Letztlich basieren alle Schätzungen auf Herzfrequenz-Algorithmen. Nur ein EEG könnte präzisere Angaben liefern. Als Orientierung taugt die Analyse aber gut – zumal die Uhr bequem genug ist, um nachts nicht zu stören.

Weitere Features

Die Huawei Watch GT Runner 2 verfügt weder über WLAN noch über Mobilfunk – die Verbindung zum Smartphone erfolgt ausschließlich per Bluetooth. Telefonieren ist dank Mikrofon und Lautsprecher dennoch direkt von der Uhr aus möglich und bietet eine ordentliche Sprachqualität. Das ist praktisch, wenn das Smartphone gerade nicht griffbereit, aber in der Nähe ist.

An Sensoren bringt die Uhr unter anderem einen Kompass, Beschleunigungssensor, Gyroskop und Lichtsensor mit. Ein Barometer schätzt anhand von Luftdruckmessungen die Höhe über dem Meeresspiegel, ein Thermometer erfasst die Hauttemperatur – letzteres ist als Indikator für Zyklus-Tracking nützlich.

Neues gibt es bei der Bezahlfunktion, die endlich zuverlässig funktioniert. Zum Einsatz kommt der Dienstleister Curve. Die zugehörige App muss sowohl auf der Uhr als auch auf dem Smartphone installiert und verifiziert werden. Nach Hinterlegung einer Kredit- oder Debitkarte sind Zahlungen per NFC direkt über die Uhr möglich – im Test funktionierte das hervorragend.

Akku

Das kompakte Gehäuse hat einen Nachteil: Der Akku fällt mit 540 mAh deutlich kleiner aus als etwa bei der Watch GT 6 Pro mit 46 mm. Im Test hielt die Uhr bei täglichem Tragen – inklusive Schlaftracking und einem Workout pro Tag – rund sechs bis sieben Tage durch. Laut Hersteller sollen mit aktiviertem Sparmodus sogar knapp zwei Wochen möglich sein. Mit aktiver GPS-Aufzeichnung sinkt die Laufzeit erwartungsgemäß deutlich.

Aufgeladen wird über ein induktives Ladepad mit USB-A-Anschluss. Nach knapp einer Stunde ist der Akku wieder voll.

Preis & Varianten

Die UVP liegt bei 399 Euro – ein spürbarer Anstieg gegenüber dem Vorgänger. Dafür bietet die Uhr aber auch deutlich mehr Features. Aktuell kostet die Uhr für 313 Euro. Erhältlich ist sie mit schwarzem, blauem oder weiß-orangem Armband.

Fazit

Die Huawei Watch GT Runner 2 ist ein ausgereiftes Upgrade des Vorgängers. Die kompakte, leichte Sportuhr bietet eine handliche Alternative zur wuchtigen GT-Reihe – ideal für alle, die beim Laufen nicht ständig an die Uhr am Handgelenk erinnert werden wollen. Der Tragekomfort ist hoch, die Ortung präzise, die Pulsmessung sehr genau. Dazu kommen EKG sowie weitere Features zur Überwachung der Herzgesundheit. Auch die neue Bezahlfunktion per Curve funktioniert jetzt endlich einwandfrei.

Kleine Schwächen gibt es dennoch: Beim Warm-up auf dem Crosstrainer kam es gelegentlich zu Ausreißern bei der Pulsmessung. Das lässt sich aber beheben, indem man die Haut vorher anwärmt und die Uhr eng trägt. Die Akkulaufzeit fällt knapper aus als bei Garmin oder den großen Huawei-Uhren der GT-Reihe – ein Tribut ans kompakte Gehäuse. Und ganz so günstig wie der Vorgänger ist die GT Runner 2 nicht mehr. Dennoch bleibt sie eine preiswerte und überzeugende Alternative zu Garmin und Polar.

 Schicke Sportuhr mit EKG läuft zwei Wochen

Elegante Sportuhr mit starker Akkulaufzeit: Die Huawei Watch GT 6 Pro bietet präzises Tracking und Top-Verarbeitung, verzichtet aber auf Apps und Bezahlen.

VORTEILE

  • edles Design
  • Akkulaufzeit von 12 bis 14 Tagen
  • genaue Pulsmessung
  • EKG-Funktion

NACHTEILE

  • wenige Apps
  • kein LTE oder WLAN
  • Health-App bei Android nur über Umwege

Huawei Watch GT 6 Pro im Test: Schicke Sportuhr mit EKG läuft zwei Wochen

Elegante Sportuhr mit starker Akkulaufzeit: Die Huawei Watch GT 6 Pro bietet präzises Tracking und Top-Verarbeitung, verzichtet aber auf Apps und Bezahlen.

Mit der Watch GT 6 Pro setzt Huawei seine Reihe edler Sportuhren fort. Optisch bleibt vieles beim Alten, das Design orientiert sich eng an den Vorgängern. Unter der Haube hat sich jedoch einiges getan: ein helleres OLED-Display, ein deutlich stärkerer Akku und neue Trainingsfunktionen sollen den Unterschied machen.

Anders als viele klassische Smartwatches versteht sich die GT 6 Pro nicht als Alleskönner mit App-Store und permanenter Online-Anbindung. Sie konzentriert sich auf Sport, Gesundheitsfunktionen samt EKG und eine lange Akkulaufzeit. Damit positioniert sie sich klar als Sportuhr zwischen Fitness-Tracker und Smartwatch – eleganter als die reinen Sportmodelle, aber ausdauernder als die meisten Smartwatches.

Wie sich die neue Huawei Watch GT 6 Pro im Alltag bewährt, haben wir in einem ausführlichen Test über sechs Wochen ausprobiert. Das Testgerät stellte uns der Hersteller zur Verfügung.

Update: Getestet haben wir die Sportuhr ursprünglich im September 2025. Es gibt jedoch einige Neuerungen. Die bisherige Bezahlmethode über Quicko gibt es nicht mehr. Dafür funktioniert jetzt Curve Pay als Bezahlsystem.

Design

Die Huawei Watch GT 6 Pro orientiert sich stark am Vorgänger und tritt erneut als elegante Sportuhr auf, die auch zur Abendgarderobe passt. Von der GT 5 Pro ist sie kaum zu unterscheiden, lediglich die etwas markanter hervorstehende Lünette setzt einen neuen Akzent. Das achteckige Design bleibt erhalten, eingefasst ist ein großes, rundes Display.

Das Gehäuse besteht aus Titan mit Keramikelementen, wirkt hochwertig verarbeitet und zeigte sich im Test widerstandsfähig: Kratzer blieben bislang aus. Mit Maßen von 45,6 × 45,6 × 11,3 mm und einem Gewicht von 55 g ist die Uhr zwar präsent, aber noch angenehm tragbar – zumindest an etwas kräftigeren Handgelenken.

Rechts oben sitzt die Krone, darunter eine programmierbare Taste. Angeboten werden drei Varianten: in Dunkelgrau mit schwarzem Fluorelastomer-Armband, in Silber mit braunem Armband inklusive gestreifter Nylon-Elemente, die optisch an die 70er erinnern, sowie eine edle Titan-Version mit Gliederarmband. Letztere wirkt besonders hochwertig, trägt sich im Alltag jedoch weniger komfortabel als die flexiblen Fluorelastomer-Varianten.

Die Armbänder lassen sich dank des Klicksystems schnell wechseln, beim Titanarmband können zudem einzelne Glieder ohne Werkzeug entfernt werden. Das klappt überraschend einfach, erfordert dennoch ein wenig Fingerspitzengefühl – und im Zweifel eine Lesebrille.

Die Huawei Watch GT 6 Pro ist gemäß 5 ATM bis 50 Meter (Wassersäule) wasserdicht und nach EN 13319 zertifiziert, was eine Tauchtiefe von bis zu 40 Metern erlaubt. Damit eignet sie sich nicht nur zum Schwimmen oder für Wassersport, sondern auch für Tauchgänge im Freizeitbereich.

Huawei Watch GT 6 Pro - Bilderstrecke

Huawei Watch GT 6 Pro

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Display

Das OLED-Display mit Touchfunktion ist durch schmalere Ränder noch etwas gewachsen und misst nun 1,47 Zoll in der Diagonale. Farben wirken kräftig, der Kontrast ist ausgewogen und die Bildqualität insgesamt hervorragend. Mit einer Auflösung von 466 × 466 Pixeln ist die Darstellung gestochen scharf.

Huawei hat zudem die Helligkeit erhöht: Bis zu 3000 Nits soll der Bildschirm erreichen. Im Test ließ er sich selbst bei grellem Sonnenlicht problemlos ablesen. Zusätzlich kommt Saphirglas zum Einsatz, um den Bildschirm effektiv vor Kratzern zu schützen. Ein Always-on-Display ist optional verfügbar, geht aber stark zulasten der Akkulaufzeit.

App & Bedienung

Die Huawei Watch GT 6 Pro wird über die Health-App eingerichtet. Sie ist mit Android und iOS kompatibel, im Google Play Store aber nicht verfügbar. iPhone-, Samsung- und Honor-Nutzer finden sie in den jeweiligen Stores, andere Android-Geräte müssen sie per QR-Code installieren und kurzzeitig zusätzliche Berechtigungen erteilen.

Die App ist übersichtlich aufgebaut und zeigt die wichtigsten Gesundheitswerte. Ergänzend gibt es Trainingspläne zur Auswahl und einen Zifferblatt-Store. Erweiterte Analysen, tiefergehende Trainingspläne oder Ernährungstipps gibt es nur im kostenpflichtigen Abo „Health Plus“.

Die Bedienung ist intuitiv: Neben dem Touchscreen gibt es eine Krone zum Drücken und Drehen sowie eine frei belegbare Taste für das Trainingsmenü. Wischgesten steuern Benachrichtigungen, Schnelleinstellungen, Infokarten oder Wetterdaten. Die App-Übersicht erinnert an die Apple Watch, wirkt durch das neue Gitternetz aber übersichtlicher.

Auf der Uhr läuft Harmony OS, das aufgeräumt wirkt und vertraute Funktionen bietet. Vorinstalliert sind etwa Petal Maps und Komoot, Musik kann lokal gespeichert und über Kopfhörer wiedergegeben werden. Es gibt aber keinen App-Store und abgesehen von Komoot auch keine Apps von Drittanbietern. Immerhin dient die Uhr als Fernbedienung für Musik auf dem Smartphone.

Ein Schwachpunkt: Die Bluetooth-Verbindung lässt sich nicht direkt an der Uhr deaktivieren, sondern nur durch Entkoppeln – für strahlungssensible Nutzer wenig komfortabel.

Huawei Watch GT 6 Pro - Health App

Huawei Watch GT 6 Pro - Health App

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Huawei Watch GT 6 Pro - Health App

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Huawei Watch GT 6 Pro - Health App

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Huawei Watch GT 6 Pro - Health App

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Huawei Watch GT 6 Pro - Health App

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Huawei Watch GT 6 Pro - Health App

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Huawei Watch GT 6 Pro - Health App

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Fitness-Tracking

Im Praxistest überzeugte die Pulsmessung der Huawei Watch GT 6 Pro mit hoher Genauigkeit. Selbst im Vergleich zu einem Polar-Brustgurt zeigten sich nur geringe Abweichungen von höchstens zwei bis drei Schlägen, auch bei intensiven Intervall-Einheiten auf dem Spinning-Bike. Ebenso präzise arbeitete die GPS-Ortung, die Trainingsstrecken verlässlich und sauber aufzeichnete.

Die Uhr deckt eine große Bandbreite an Sportarten ab – vom Laufen über Radfahren hin zu Kraft- und Intervalltraining. Outdoor-Sportler profitieren von der Möglichkeit, Routen in der App hochzuladen und Karten offline auf der Uhr zu speichern. Damit eignet sich die GT 6 Pro auch für längere Trailruns oder Touren abseits bekannter Wege. Die GT 6 Pro erstellt beim Sport ein Höhenprofil, wofür das integrierte Barometer sowie das GPS zum Einsatz kommen.

Für Radfahrer hat Huawei ein neues Feature integriert: Die Uhr versucht abzuschätzen, mit welcher Kraft in die Pedale getreten wird. Grundlage dafür sind GPS-Daten und Herzfrequenz. Da ein Powermeter fehlt, lässt sich die Genauigkeit dieser Werte nicht abschließend beurteilen, die Funktion erweitert aber das Trainingsangebot.

Wählt man Radfahren als Training aus oder erkennt die Watch GT 6 Pro die Aktivität automatisch, lässt sich das Smartphone am Lenker auch als Fahrradcomputer nutzen. Das kann jedoch störend sein, wenn man ohnehin schon Google Maps zur Navigation verwendet. Bis die Uhr selbstständig ein Radtraining startet, vergeht zudem meist etwas Zeit. Ist das Training einmal aktiv, erkennt die Uhr Stopps zuverlässig – etwa an einer Ampel.

Insgesamt zeigt sich die GT 6 Pro als vielseitige Sportuhr, die sowohl für alltägliche Workouts als auch für ambitioniertere Einsätze geeignet ist.

Gesundheit & Schlaf

Neben der Herzfrequenz misst die Watch GT 6 Pro auch den Blutsauerstoffgehalt (SpO₂), ermittelt die arterielle Steifigkeit und kann ein 1-Kanal-EKG aufzeichnen. Dazu kommt das neue Feature einer medizinisch zertifizierten App zur Analyse von Pulswellenarrhythmien, das ein mögliches Vorhofflimmer-Risiko erkennen kann. Dieses muss man in der App aktivieren und ein Datenpaket dazu herunterladen.

Die Uhr misst auch die Herzfrequenzvariabilität (HRV), also die Abstände zwischen den Herzschlägen. Sie gilt als Indikator für Stress, Erholung und die Belastung des Nervensystems: Hohe Werte stehen größtenteils für gute Fitness, niedrige Werte können auf Überlastung oder gesundheitliche Probleme hinweisen.

Die Schlafanalyse erwies sich im Test größtenteils als nachvollziehbar. Die Uhr unterscheidet zwischen Leicht-, Tief- und REM-Phasen, nächtliche Wachzeiten werden erkannt – aber nicht immer so zuverlässig erfasst wie bei einem hochwertigen Smart-Ring. Im Vergleich zum Vorgänger schneidet die GT 6 Pro jedoch besser ab.

Weitere Features

Bei bestehender Bluetooth-Verbindung lassen sich über die Uhr Telefonate führen. Die Sprachqualität reicht zwar nicht an ein Smartphone-Gespräch heran, ist für kurze Anrufe unterwegs aber mehr als brauchbar. Einen eigenständigen Mobilfunkbetrieb über eSIM für LTE sowie auch WLAN unterstützt die Watch GT 6 Pro nicht.

Dank des integrierten NFC-Moduls ist kontaktloses Bezahlen wieder problemlos möglich. Nachdem die bisherige Zwischenlösung Quicko aufgrund des Entzugs der Banklizenz des polnischen Betreibers eingestellt wurde, kommt nun Curve zum Einsatz. In unserem Test mit der neuen Huawei Watch GT Runner 2 funktionierte das Bezahlsystem reibungslos.

Akku

Die Sportuhr setzt klar auf Ausdauer. Der Akku basiert auf Silizium-Carbon-Technologie mit hoher Energiedichte. Damit erreicht er eine Kapazität von 867 mAh – rund 40 Prozent mehr als beim Vorgänger.

Huawei verspricht eine Laufzeit von bis zu 12 Tagen bei regulärer Nutzung. Im Test waren sogar fast 14 Tage möglich, ohne Always-on-Display, bei täglichem Tragen, gelegentlichem Schlaf-Tracking und zwei bis drei Workouts pro Woche. Mit aktiviertem Stromsparmodus sind theoretisch bis zu 21 Tage drin.

Wird das GPS häufiger genutzt, sinkt die Laufzeit erwartungsgemäß deutlich. Im Trainingsmodus mit aktiver GPS-Aufzeichnung sollen laut Hersteller dennoch bis zu 40 Stunden erreicht werden.

Das Aufladen erfolgt über ein induktives Ladepad mit USB-A-Anschluss. Nach knapp einer Stunde ist der Akku wieder vollständig gefüllt.

Preis

Die UVP für die beiden Modelle mit Fluorelastomer-Armband liegt bei 379 Euro. Die Variante mit Titanarmband ist mit 499 Euro deutlich teurer. Mittlerweile sind die Preise gesunken. Das Modell in Schwarz kostet knapp 309 Euro, die Variante in Braun ebenfalls rund 309 Euro. Das Modell mit Titanarmband geht bei Amazon für 414 Euro über die virtuelle Ladentheke.

Fazit

Die Huawei Watch GT 6 Pro erweist sich im Test als gelungene Weiterentwicklung mit sportlichen Funktionen, hochwertiger Verarbeitung und langer Akkulaufzeit. Besonders das helle OLED‑Display, die präzise Pulsmessung, die zuverlässige GPS‑Ortung und die vielseitigen Trainingsmodi machen sie zu einer echten Sportuhr, die zugleich im Alltag mit ihrem edlen Design überzeugt. Ergänzt wird das Paket durch Wasserdichtigkeit und erweiterte Gesundheitsfunktionen von EKG bis Schlafanalyse.

Abstriche gibt es bei der App‑Auswahl und dem teils umständlichen App‑Download unter Android. Insgesamt positioniert sich die GT 6 Pro klar als Sportuhr zwischen Fitness‑Tracker und Smartwatch – mit Fokus auf Gesundheit, Tracking und Ausdauer. Wer auf App‑Vielfalt und mobiles Internet verzichten kann, erhält eine attraktive Alternative zu klassischen Smartwatches.

 Hervorragende Sportuhr für Läufer & Athleten

Die Suunto Race will Ausdauersportler perfekt auf Wettkämpfe vorbereiten. Wir klären im Test, ob die Rechnung des finnischen Unternehmens aufgeht.

VORTEILE

  • Sportprofile lassen sich umfangreich individualisieren
  • kostenlose Offline-Navigation
  • integrierter Trainer
  • umfangreicher App-Store

NACHTEILE

  • kein Musikspeicher
  • keine Bezahlfunktion
  • Download von Karten dauert lange

Suunto Race 2 im Test: Hervorragende Sportuhr für Läufer & Athleten

Die Suunto Race will Ausdauersportler perfekt auf Wettkämpfe vorbereiten. Wir klären im Test, ob die Rechnung des finnischen Unternehmens aufgeht.

Mit der Suunto Race hat der Hersteller Suunto eine neue smarte Sportuhr auf den Markt gebracht, die sich speziell an Ausdauersportler und Triathleten richtet. Das Modell steht damit unter anderem in Konkurrenz zur Polar Vantage V3 und Garmin Forerunner 970. Neben umfangreichen Wettkampffunktionen besitzt die Suunto Race eine integrierte Navigation sowie einen leistungsfähigen Akku. Wir haben uns die High-End-Uhr genauer angeschaut und zeigen, für wen sich der Kauf lohnt.

Design und Bedienung

Wer bereits eine Suunto-Uhr kennt, wird beim Design und der Bedienung der Suunto Race kaum überrascht. Die Smartwatch wirkt groß und wuchtig, was vor allem am dicken Gehäuse und der markanten, drehbaren Krone an der Lünette liegt. Neben der Krone sitzen zwei weitere Tasten, wie man sie auch von anderen Suunto-Modellen kennt.

Die Lünette besteht aus gebürstetem Edelstahl, das Gehäuse aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Ein Silikonarmband mit Kunststoffschließe gehört zum Lieferumfang. Es gibt zudem eine hochwertige Variante mit Titangehäuse.

Die Uhr wirkt sehr robust und hochwertig verarbeitet. Im direkten Vergleich mit der Polar Vantage V3 und der Garmin Forerunner 970 wirken Gehäuse und Armband jedoch etwas weniger hochwertig. Dafür ist die Suunto Race spürbar günstiger als die beiden Konkurrenten.

Bedient wird die Uhr über die drei Seitentasten und den Touchscreen. Praktisch: Während des Trainings kann man eine Tastensperre aktivieren – hilfreich für lange, intensive Einheiten. Im Test reagierte die Steuerung zuverlässig, Eingaben wurden durchweg korrekt erkannt. Lediglich beim Scrollen durch Menüs traten gelegentlich kleinere Ruckler auf.

Die drehbare Krone erleichtert die Navigation, besonders wenn der Touchscreen schwer zu nutzen ist – etwa mit Handschuhen oder nassen Händen. Das AMOLED-Display überzeugt mit hoher Helligkeit und bleibt auch in direkter Sonne gut ablesbar.

Suunto Race 2 - Bilderstrecke

Suunto Race 2

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Suunto Race 2

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Suunto Race 2

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Suunto Race 2

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Suunto Race 2

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App und Einrichtung

Wie bei den meisten Sportuhren müssen wir vor der Nutzung der Suunto Race zunächst die zugehörige App auf dem Smartphone installieren. Nach der Kontoerstellung und Eingabe der persönlichen Daten lässt sich die Uhr via Bluetooth koppeln. Dieser Vorgang ist in wenigen Minuten erledigt. Im Anschluss spielt die App automatisch das aktuelle Update auf die Uhr – das dauert deutlich länger als die eigentliche Einrichtung.

Die Suunto-App präsentiert eine Übersicht zu vergangenen Aktivitäten und Gesundheitsdaten. Auf der Startseite finden sich Zusammenfassungen der eigenen Trainingseinheiten sowie Beiträge von anderen Suunto-Nutzern, denen man folgen kann. Zusätzlich gibt es einen Kalender und ein Navigationsmenü.

Im Mittelpunkt steht die sogenannte Training Zone: Hier sind die Bereiche Training, Aktivität, Schlaf, Erholung und Fortschritt getrennt aufgeführt. Die Daten sind detailliert aufbereitet, verlangen aber etwas Einarbeitung, um die Vielzahl an Informationen vollständig zu erfassen.

Suunto Race 2 - App

Suunto Race 2 - App

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Suunto Race 2 - App

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Aktivität und Navigation

Beim Aktivitätstracking bietet die Suunto Race die üblichen Standardfunktionen: Sie misst Schritte, Herzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität sowie den Kalorienverbrauch. Der Schrittzähler zeigte sich im Test zuverlässig und wich kaum von einer manuellen Zählung ab. Nutzer können in der App persönliche Ziele für Schritte oder Kalorienverbrauch festlegen und sich bei deren Erreichen benachrichtigen lassen.

Ein zentrales Highlight ist jedoch die umfangreiche Navigation. Dass Suunto als traditionsreicher Kompass-Hersteller hier Stärken hat, überrascht nicht. Vor der Nutzung müssen allerdings zunächst Karten heruntergeladen werden – entweder ganze Länderpakete oder ausgewählte Regionen. Der Download erfolgt über WLAN bei angeschlossenem Ladekabel und kann je nach Paketgröße bis zu 50 Minuten in Anspruch nehmen. Anschließend ist noch eine kurze Kompasskalibrierung erforderlich.

Im Einsatz überzeugt die Navigation. Auf dem Display erscheint eine Karte mit präzisem GPS-Standort. Nutzer starten direkt auf der Uhr eine Peilungsnavigation oder legen in der App eigene Routen an. Das Planen funktioniert ähnlich einfach wie bei Google Maps oder Komoot. Routen kann man bearbeiten, benennen, speichern und sogar teilen. Auf der Uhr ruft man sie über das Navigationsmenü ab – wahlweise zur Orientierung oder zur Nutzung in einer Trainingseinheit. Zusätzlich lässt sich flexibel hineinzoomen oder eine Richtungsanweisung aktivieren.

Im Vergleich zu Konkurrenzmodellen wie der Polar Vantage V3 zeigt sich hier die Kernstärke der Finnen: Die Navigation der Suunto Race gehört zu den besten im Bereich Sportuhren.

Training

Das sportliche Training steht im Mittelpunkt der Suunto Race – vorwiegend für Ausdauersportler. Trotzdem bringt die Uhr über 90 Trainingsprofile mit, die sich für nahezu jede Sportart eignen. Während einer Einheit erfasst sie Herzfrequenz, Belastung und Erholung, bewertet den Fortschritt anhand der Herzfrequenzvariabilität und berechnet in der App einen Training Stress Score (TSS). Dafür fließen Werte wie Laufpace, Leistung, Schwimmpace oder Aktivitätstyp ein. Ein integrierter Coach analysiert die Daten, schätzt den Fitnesslevel ein und gibt konkrete Empfehlungen, wie man diesen verbessern kann.

Viele Informationen wie Erholungsgrad oder Trainingsfortschritt lassen sich direkt auf dem Bildschirm abrufen – praktisch, wenn man nicht jedes Mal die App öffnen will. Im Test lieferten TSS und Coaching-Infos sinnvolle Hinweise für die Trainingssteuerung. Man sollte sich zwar nicht blind darauf verlassen und stets das eigene Körpergefühl berücksichtigen, doch die Race bietet damit einen nützlichen Begleiter.

Ein echtes Highlight im Test war der Wettkampfsportmodus. Hier lassen sich individuelle Sportmodi anlegen – flexibler als bei den Konkurrenten. Nutzer vergeben Namen, wählen bis zu sieben Datenfelder pro Display oder zeigen Rundentabellen, Intensitätszonen und unterschiedliche Intervallformen an. Je nach Bedarf ist auch eine Kombination mit Navigation und weiteren Daten möglich. Damit deckt die Race das gesamte Spektrum von Laufen über Radfahren, Schwimmen bis Rudern ab.

Zusätzliche Funktionen lassen sich über den Suunto Store nachrüsten: von Ernährungshelfern für Energie- und Flüssigkeitsmanagement über sportspezifische Score-Apps hin zu Tools wie einem Schuhtester oder einer Backyard-Ultra-App. Für ambitionierte Ausdauersportler eröffnet das eine große Spielwiese.

Die Herzfrequenzmessung mit dem optischen Sensor überzeugte im Test. Bei langen Laufeinheiten stimmten die Werte nahezu mit denen eines Brustgurts überein. Lediglich bei intensiven HIIT-Workouts mit stark wechselndem Puls geriet der Sensor manchmal ins Hintertreffen – ein bekanntes Problem fast aller Sportuhren mit optischer Messung.

Schlafanalyse

Die Suunto Race nutzt Puls, Blutsauerstoff und Schlafphasen, um die Schlafqualität zu bewerten. In der App lassen sich individuelle Ziele für die Schlafdauer festlegen. Die Ergebnisse erscheinen in übersichtlichen Diagrammen, ergänzt durch eine Einschätzung, ob der Schlaf erholsam genug für weiteres Training war.

Im Test arbeitete das Schlaf-Tracking grundsätzlich zuverlässig: Die aufgezeichneten Werte deckten sich mit unserem eigenen Empfinden, auch kurze Wachphasen erkannte die Uhr korrekt. Allerdings fiel die Aufzeichnung an zwei Nächten komplett aus, obwohl sie aktiviert war – die Ursache konnten wir nicht feststellen. Zudem kann das recht wuchtige Gehäuse beim Schlafen stören, je nachdem, wie man liegt.

Weitere Features

Wer Extras wie Musikspeicher, EKG oder kontaktloses Bezahlen erwartet, wird enttäuscht. Die Suunto Race beschränkt sich auf ihre Kernkompetenzen. Musik lässt sich zwar über das Display steuern, das Smartphone muss dabei aber immer in der Nähe sein. Im Vergleich zu Konkurrenzmodellen wie der Garmin Forerunner 970 oder Polar Vantage V3 fehlen damit einige Komfortfunktionen.

Akku

Der Akku zählt klar zu den Stärken der Suunto Race. Im reinen Uhrenmodus läuft die Smartwatch bis zu 26 Tage. Mit dauerhaft aktivierter Herzfrequenzmessung, aber ohne GPS, hält sie rund 12 Tage durch. Bei eingeschaltetem GPS variiert die Laufzeit je nach Modus: maximal 40 Stunden mit höchster Genauigkeit und allen Messungen, bis zu 120 Stunden bei reduzierter Genauigkeit und ohne Pulsmessung. Im Test bestätigten sich die Herstellerangaben weitgehend. Damit liegt die Suunto Race bei der Akkulaufzeit deutlich vor der Polar Vantage V3 und der Garmin Forerunner 970.

Preis

Suunto bietet die Race aktuell in einer Edelstahl-Version für 499 Euro (UVP) an, das Titanium-Modell kostet 599 Euro. Damit ist sie fast 200 Euro günstiger als die Garmin Forerunner 970. Zum Testzeitpunkt bewegte sich der Straßenpreis nur geringfügig unter der UVP.

Fazit

Im Vergleich zur Garmin Forerunner 970 spielt die Suunto Race mehrere Trümpfe aus: Sie kostet deutlich weniger, bietet kostenlose Offline-Karten mit starker Navigation und lässt sich über zahlreiche ebenfalls kostenlose Apps funktional erweitern.

Besonders stark zeigt sich die Uhr bei der Personalisierung der Sportmodi. Kein anderes Modell erlaubt es derzeit, eigene Profile so flexibel zu erstellen, zu benennen und bis ins Detail anzupassen.

Wer Wert auf Individualisierbarkeit legt und kleinere Schwächen wie den fehlenden Musikspeicher oder gelegentliche Aussetzer beim Schlaf-Tracking akzeptieren kann, erhält mit der Suunto Race eine leistungsstarke Sportuhr, die sich vor Garmin und Polar nicht verstecken muss.

 Ist die Sportuhr besser als Garmin?

Die Amazfit Cheetah Pro gehört zu den besten Amazfit-Sportuhren. Ob der Nachfolger Cheetah 2 Pro sinnvolle Verbesserungen bringt, klären wir im Test.

VORTEILE

  • sehr guter Pulssensor und GPS
  • sehr lange Akkulaufzeit
  • Hyrox-Race-Modus
  • Offline-Karten und Routennavigation

NACHTEILE

  • kaum Features, die andere Amazfit-Modelle nicht haben
  • Zyklus-Tracking enttäuscht

Amazfit Cheetah 2 Pro im Test: Ist die Sportuhr besser als Garmin?

Die Amazfit Cheetah Pro gehört zu den besten Amazfit-Sportuhren. Ob der Nachfolger Cheetah 2 Pro sinnvolle Verbesserungen bringt, klären wir im Test.

Amazfit konnte in der Vergangenheit wiederholt mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis am Smartwatch-Markt punkten, und die Cheetah Pro gehörte zu den besten Uhren mit Sport- und Smart-Features im Preissegment unter 300 Euro. Mit der Cheetah 2 Pro bringt der chinesische Hersteller den Nachfolger auf den Markt, der sich explizit an Läufer richtet.

Mit Dualband-GPS inklusive Routennavigation, langer Akkulaufzeit und zahlreichen Trainingsfunktionen kostet die Uhr aber mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 450 Euro auch deutlich mehr als der Vorgänger. Ob die Cheetah 2 Pro ein sinnvolles Update gegenüber der Cheetah Pro darstellt und inwiefern die Uhr wirklich mit ihren Features für Läufer überzeugen kann, klären wir im Test.

Design & Tragekomfort

Das Design der Amazfit Cheetah 2 Pro unterscheidet sich deutlich von der Cheetah Pro. Insgesamt wirkt das neue Modell moderner, aber auch kantiger als der Vorgänger. Der Hersteller verzichtet auf die drehbare Krone und hat stattdessen vier rechteckige Seitentasten in das Gehäuse integriert. Die Lünette ist wieder mit einer Titanlegierung versehen, nimmt aber insgesamt weniger Platz ein, was das Display mit minimaler Umrandung stärker in den Vordergrund rückt.

Auch beim Armband hat sich einiges geändert. Denn anstelle eines Stoffarmbands mit Klettverschluss hat Amazfit sich für ein klassisches Silikonarmband mit Dornenschließe aus Metall entschieden. Welche Variante besser ist, hängt vom persönlichen Geschmack ab. Optisch und von der Verarbeitung her macht das Armband der Cheetah 2 Pro aber einen guten Eindruck. Übrigens ist die Uhr bis 5 ATM wasserdicht, weshalb sie sich auch zum Schwimmen eignet.

Beim Tragekomfort kann die Cheetah 2 Pro mit einem relativ geringen Gewicht von 45,2 g punkten. Die Größe ähnelt mit 48 × 48 × 15,6 mm der einer Garmin Fenix 7. Dabei macht die Uhr einen recht wuchtigen, aber nicht übertrieben schwerfälligen Eindruck. Insgesamt fühlt sich die Smartwatch am Handgelenk angenehm an und stört auch nicht beim Schlafen.

Display

Amazfit hat auch das Display der Cheetah 2 Pro gegenüber dem Vorgänger angepasst und es überraschenderweise verkleinert. Statt 1,45 Zoll mit Corning Gorilla Glass 3 gibt es jetzt 1,32 Zoll mit Saphirglas. Die Auflösung fällt mit 466 × 466 auch minimal geringer aus. Dafür hat der Hersteller an der Helligkeit geschraubt und bietet jetzt maximal 3.000 Nits.

Dieser Helligkeits-Boost wirkt sich in der Praxis deutlich aus, denn die Anzeige ist jederzeit hervorragend lesbar, auch bei starker, direkter Sonneneinstrahlung. Je nachdem, ob man die Helligkeit manuell auf maximale Stärke einstellt, kann das Display im Dunkeln sogar blenden.

Amazfit Cheetah 2 Pro: Bilder

Amazfit Cheetah 2 Pro

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Amazfit Cheetah 2 Pro

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Amazfit Cheetah 2 Pro

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Amazfit Cheetah 2 Pro

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Amazfit Cheetah 2 Pro

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Amazfit Cheetah 2 Pro

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Amazfit Cheetah 2 Pro

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Einrichtung & Bedienung

Für die Ersteinrichtung laden wir die Amazfit Zepp App auf unser Smartphone herunter und koppeln die Cheetah 2 Pro via Bluetooth ans Telefon. Anschließend machen wir uns in einem kurzen Tutorial mit den wichtigsten Funktionen und der Steuerung der Uhr vertraut. Wer möchte, kann direkt die Firmware der Smartwatch auf die neueste Version aktualisieren.

Die Bedienung an sich geht in der Praxis gut von der Hand, weil sowohl die Eingaben über das Touch-Display als auch die vier Seitentasten zuverlässig funktionieren. Lags oder Fehleingaben können wir nicht feststellen. Wer die drehbare Krone des Vorgängermodells zu schätzen wusste, wird sich allerdings etwas umgewöhnen müssen. Auch Nutzer, die die Bedienung einer Garmin-Uhr gewohnt sind, werden eine gewisse Zeit brauchen, um sich mit der Steuerung vertraut zu machen.

Training & Fitness

Obwohl sich die Amazfit Cheetah 2 Pro speziell an Laufsportler mit Marathon-Ambitionen richtet, hat die Uhr die gewohnte Auswahl an Trainings- und Fitness-Features zu bieten. Mehr als 170 verschiedene Modi decken eine Vielzahl unterschiedlicher Sportarten ab. Je nachdem, welche Sportart wir wählen, ob Ausdauer-, Ball-, Wasser-, Trend- oder Kraftsport, bietet die Cheetah 2 Pro verschiedene Datenprofile, die auf das jeweilige Training abgestimmt sind. Damit haben die unterschiedlichen Modi eine Berechtigung, weil sie mehr Daten aufzeichnen als nur Trainingsdauer und Kalorien. Für die optimale Trainingsanalyse sorgen zusätzliche Datensätze wie VO2-Max, Trainingsbelastung, Trainingsstressbalance und Trainingseffekt.

Zudem kann die Smartwatch insgesamt acht verschiedene Sportarten sowie 25 Krafttrainingsübungen automatisch erkennen. Das funktioniert im Test auch relativ gut. Teilweise benötigt die Uhr eine Weile, um die Trainingserkennung zu starten, aber das lässt sich verschmerzen. Etwas mehr Probleme hat die Cheetah 2 Pro beim Erkennen der Kraftübungen, aber immerhin können wir falsche oder nicht erkannte Übungen manuell in der App nachtragen. Auch der von anderen Amazfit-Modellen bekannte Hyrox-Race-Modus ist wieder mit an Bord, ebenso wie die Möglichkeit, über die Zepp App eigene Trainingseinheiten zu planen und auf der Uhr anzeigen zu lassen. KI-Trainingspläne gibt es ebenfalls, aber die Cheetah 2 Pro unterstützt auch die Apps Strava, Training Peaks und Runna, über die sich Trainingspläne auf die Smartwatch importieren lassen – ein sehr praktisches Extra.

Selbstverständlich bietet die Cheetah 2 Pro auch ein integriertes GPS-Modul, für das Amazfit eine besonders hohe Genauigkeit dank Dualband und sechs abgedeckten Satellitensystemen verspricht. Dabei bietet die Smartwatch auch Offline-Karten, eine automatische Routenumleitung, Abbiegeanweisungen in Echtzeit und eine Punkt-zu-Punkt-Routenplanung, mit der wir eine Rundroute anhand einer von uns festgelegten Distanz direkt auf der Uhr planen können. Die Genauigkeit der Streckenaufzeichnung kann im Test überzeugen: Auf einer Laufstrecke von 6,5 km wich die Uhr nirgendwo von der tatsächlich gelaufenen Strecke ab und lieferte sogar minimal genauere Daten als die Garmin Fenix 7.

Für die Offline-Karten-Funktion machen wir uns den integrierten Speicher von 32 GB zunutze. Dabei wird ein Teil des Speichers zwar vom Betriebssystem belegt, trotzdem bleibt aber noch ausreichend Platz, um über die App einzelne Kartenausschnitte zu definieren und via WLAN oder Bluetooth auf die Uhr zu laden. Die maximale Größe eines Kartenausschnitts beträgt dabei etwas weniger als Deutschland. Wir können aber mehrere Kartenausschnitte separat voneinander herunterladen. Je nachdem, wie groß der Download ausfällt, kann der Übertragungsprozess aber bis zu einer Stunde dauern. Kleine Ausschnitte dauern hingegen nur ein paar Minuten. Wer also spontan die Karte der näheren Umgebung auf die Uhr laden möchte, muss dafür keine langen Wartezeiten in Kauf nehmen.

Was uns neben der hervorragenden Navigationsfunktion der Cheetah 2 Pro ebenfalls überzeugen kann, ist die Pulsmessung. Amazfit hat sich für einen PPG-Biometriesensor mit zwei LEDs und fünf Photodioden (PD) entschieden, was auf dem Papier für eine besonders hohe Genauigkeit sorgen soll. Im Vergleich mit einem Brustgurt kann die Smartwatch zwar nicht ganz mithalten, aber selbst bei HIIT-Einheiten liegen die Abweichungen nur im niedrigen einstelligen Bereich.

Zepp Fitness App: Amazfit Cheetah 2 Pro

Zepp Fitness App

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Zepp Fitness App

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Zepp Fitness App

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Schlaf & Gesundheit

Wie andere aktuelle Amazfit-Modelle unterstützt auch die Cheetah 2 Pro die Schlafüberwachung mithilfe von Restore IQ. Dabei handelt es sich um einen KI-Algorithmus, der aufgezeichnete Schlafdaten wie Schlafdauer, Schlafphasen, Puls, Atmung und Blutsauerstoffsättigung auswertet. Das Tracking von Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt sowie Wachphasen funktioniert absolut zuverlässig, wobei die Bewertung unserer Schlafqualität zwar nur bedingt aussagekräftig ist, aber zumindest nachvollziehbar wirkt. Wer möchte, kann übrigens zusätzliche Schlaf-Tags eintragen und angeben, was vor dem Schlafen vorgefallen ist. Auch die Aufwachstimmung lässt sich aufzeichnen.

Obwohl die Amazfit Cheetah 2 Pro über die Zepp App noch einige weitere Gesundheitsfunktionen bietet, wie Tracking des Körpergewichts, Messung des Kalorienverbrauchs, Stresslevel und PAI (physischer Aktivitätsindex) enttäuscht die Uhr in Hinblick auf die spezifischen Features für Frauen. Es gibt zwar ein Zyklus-Tracking, wir können in der App aber nur die Dauer des Zyklus sowie den Zeitpunkt der vergangenen Periode angeben. Dann berechnet die App fruchtbare Phasen und den voraussichtlichen Beginn der nächsten Periode. Symptome, Körpertemperatur etc. lassen sich in der App nicht notieren.

Weitere Features

Erfreulicherweise bietet die Amazfit Cheetah 2 Pro wie andere Modelle des chinesischen Herstellers noch einige nützliche Zusatzfunktionen. Der integrierte Speicher erlaubt beispielsweise die Übertragung von Musik, allerdings nur als Datei vom Smartphone. Apps wie Spotify, Deezer und Co. werden nicht unterstützt.

Dafür setzt Amazfit auch bei der Cheetah 2 Pro wieder auf den KI-Sprachassistenten Zepp Flow, der dank des eingebauten Mikrofons die Beantwortung von eingehenden Nachrichten oder die Steuerung der Uhr via Sprachbefehl erlaubt. Telefonieren können wir über die Uhr allerdings nur in Verbindung mit dem eigenen Smartphone, weil die Cheetah 2 Pro auf einen eSIM-Slot verzichtet.

Zusätzlich unterstützt die Cheetah 2 Pro auch das kontaktlose Bezahlen via NFC über Zepp Pay. Wer Kunde einer der wenigen Banken ist, die Zepp Pay unterstützen, kann bis zu acht Bankkarten auf der Uhr speichern und damit auch ohne Smartphone oder physische Karte an entsprechenden Lesegeräten bezahlen.

Akku

Amazfit gibt die Akkulaufzeit mit bis zu 20 Tagen bei typischer Nutzung und 10 Tagen bei intensiver Nutzung an. Die Kapazität des Akkus liegt bei 520 mAh, was verhältnismäßig viel ist und deutlich über den 440 mAh des Vorgängers liegt. der Praxis hält der Akku tatsächlich 17 Tage durch – trotz drei 90-minütiger Sporteinheiten mit GPS, deaktiviertem Always-on-Display und aktivierten Benachrichtigungen. Das ist ein hervorragender Wert und ein deutlicher Pluspunkt für die Cheetah 2 Pro.

Preis

Amazfit verlangt für die Cheetah 2 Pro mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 450 Euro rund 50 Prozent mehr als das Vorgängermodell. Die Uhr ist ausschließlich in der Farbe Schwarz mit silberner Titanlünette verfügbar. Der Straßenpreis liegt zum Testzeitpunkt bei etwa 440 Euro.

Fazit

Die Amazfit Cheetah 2 Pro ist eine sinnvolle Weiterentwicklung der Cheetah Pro und empfiehlt sich vor allem für Sportler, die präzise Navigation, Offline-Karten und eine lange Akkulaufzeit in den Vordergrund stellen. Das GPS-Modul überzeugt im Test ebenso wie die Routenplanung – und beim Akku setzt die Uhr mit bis zu 17 Tagen Laufzeit einen Maßstab, den kaum ein Konkurrenzmodell erreicht.

Den direkten Vergleich mit der Garmin Forerunner 570 verliert die Cheetah 2 Pro jedoch knapp: Die Lauf-spezifischen Funktionen sind bei Garmin insgesamt ausgereifter und durchdachter. Die Amazfit-Uhr punktet dagegen mit der besseren Akkulaufzeit und dem Hyrox-Race-Modus als echtem Alleinstellungsmerkmal.

Wer also eine leistungsstarke Sportuhr mit hervorragender Navigation und langer Akkulaufzeit sucht und dabei nicht zwingend auf das ausgefeilteste Läufer-Ökosystem angewiesen ist, liegt mit der Amazfit Cheetah 2 Pro richtig. Wer hingegen maximale Tiefe bei den Laufanalysen erwartet, greift besser zur Garmin Forerunner 570.

 Smartwatch trifft auf Sportuhr für unter 300 Euro

Die Garmin Vivoactive 6 vereint Features von Smartwatch und Sportuhr zum fairen Preis. Wir zeigen im Test, wie sich die Uhr gegen die Konkurrenz schlägt.

VORTEILE

  • hervorragendes AMOLED-Display
  • tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
  • hervorragende Trainings-Features
  • smarte Weckfunktion

NACHTEILE

  • keine Telefonie
  • Garmin Pay nur von wenigen Banken unterstützt

Garmin Vivoactive 6 im Test: Smartwatch trifft auf Sportuhr für unter 300 Euro

Die Garmin Vivoactive 6 vereint Features von Smartwatch und Sportuhr zum fairen Preis. Wir zeigen im Test, wie sich die Uhr gegen die Konkurrenz schlägt.

Mit der Vivoactive 6 bringt Garmin den Nachfolger der Vivoactive 5 auf den Markt – ein Mix aus einfacher Smartwatch, schlanker Sportuhr und edlem Fitnesstracker für preisbewusste Käufer. Neu sind unter anderem ein verbessertes GPS, mehr Speicher und ein schlafzyklusbasierter Wecker. Im Test prüfen wir, wie sich die GPS-Smartwatch im Vergleich zur Konkurrenz und zur Vorgängerin schlägt.

Design und Bedienung

Garmin bleibt beim Design der Vivoactive 6 der Linie des Vorgängers treu: funktional, unauffällig, robust. Das Gehäuse ist minimal flacher, die obere Taste leicht überarbeitet – Gewicht und Display bleiben gleich.

Das Gehäuse besteht aus glasfaserverstärktem Polymer, die Lünette ist aus Aluminium gefertigt. Etwas schlicht wirkt das Silikonarmband mit Kunststoffschließe, lässt sich bei Bedarf aber problemlos tauschen. Das 1,2-Zoll-AMOLED-Display wird von Gorilla Glass 3 geschützt und übersteht im Test Stürze auf Steinboden sowie Kollisionen mit harten Gegenständen unbeschadet. Insgesamt hinterlässt die Verarbeitung einen überzeugenden Eindruck.

Auch die Bedienung gelingt im Test problemlos. Eingaben werden präzise erkannt, die Navigation läuft flüssig. Die Menüführung hat Garmin überarbeitet: Statt direkt in Aktivitäten zu springen, öffnet die Menütaste nun ein zentrales Menü mit Zugriff auf Training, Musik, Garmin Pay und mehr. Das neue Interface wirkt moderner und erleichtert die Orientierung – nach kurzer Eingewöhnung klappt die Bedienung reibungslos.

Garmin Vivoactive 6 - Bilder

Garmin Vivoactive 6

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Einrichtung und App

Die Ersteinrichtung der Vivoactive 6 läuft typisch für Garmin: App herunterladen, Uhr einschalten, per Bluetooth koppeln. Die Garmin-Connect-App führt anschließend kurz durch Funktionen und Bedienung. Zusätzliche Features wie Garmin Pay oder Musiksteuerung richtet man danach individuell ein.

Zur App selbst: Das zentrale Dashboard zeigt konfigurierbare Gesundheits- und Fitnessdaten wie Herzfrequenz, Schlaf, VO2max, Schritte oder Trainingsbelastung. In der Community ist die Bedienung umstritten – vorwiegend nach dem letzten Update, das nicht alle als Fortschritt sehen. Letztlich bleibt auch hier vieles eine Gewöhnungssache, wenngleich andere Hersteller wie Polar oder Huawei eine klarere Struktur bieten.

Garmin Vivoactive 6 - Connect App

Garmin Vivoactive 6 - App

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Garmin Vivoactive 6 - App

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Garmin Vivoactive 6 - App

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Aktivität und Training

Auch wenn die Vivoactive 6 nicht den klaren Sportfokus einer Garmin Fenix 8 oder Forerunner 965 verfolgt, bietet sie viele der typischen Tracking-Funktionen. Neben zahlreichen Trainingsprofilen zeichnet die Uhr Werte wie Herzfrequenz, Schritte, Intensitätsminuten, Kalorien, Herzfrequenzvariabilität und Blutsauerstoffsättigung präzise auf. Die Genauigkeit reicht zwar nicht an medizinische Geräte heran, ist für den Alltag aber vollkommen ausreichend.

Besonders überzeugen die umfangreichen Trainingsfunktionen. Jedes Profil bietet spezifische Anzeigen – etwa Pace, Distanz und Puls beim Laufen oder Wiederholungen und Sätze beim Krafttraining. Datenseiten lassen sich individuell konfigurieren, direkt über das Display und ohne Umwege.

Für viele Sportarten gibt es zusätzliche Coaching-Funktionen. Läufer greifen auf Trainingspläne aus der Garmin-App zu, alternativ lassen sich eigene Einheiten aus über 1600 Fitnessübungen zusammenstellen oder direkt von der Uhr vorschlagen. Mobilitätstrainings stehen zum Download bereit, für Rollstuhlfahrende gibt es spezielle Workouts inklusive Schub- und Handbiking. Viele Übungen zeigt die Uhr sogar animiert an – ein Alleinstellungsmerkmal in dieser Preisklasse.

Nach dem Training liefert die Uhr Analysen zur Belastung, dem Trainingsnutzen und der Erholungszeit. Mit dem bekannten Pace-Pro-Feature lassen sich Wettkampfstrategien basierend auf Zielzeit und Streckenprofil planen. Das klappt im Test gut, ersetzt aber keine durchdachte Trainingsplanung.

Zur Hardware: Die Vivoactive 6 nutzt einen optischen Pulssensor sowie integriertes GPS, das Glonass, Galileo, QZSS und Beidou unterstützt. Im Test arbeiten beide Sensoren zuverlässig. Die Pulsmessung bleibt auch bei Belastung stabil, wenn auch nicht auf Brustgurt-Niveau. Das GPS liefert exakte Daten – wie von Garmin gewohnt. Einschränkungen gibt es bei der Navigation: Abseits einer einfachen Breadcrumb-Führung fehlt eine echte Kartendarstellung. Diese bleibt höherpreisigen Modellen wie der Fenix 8 vorbehalten.

Schlaf-Analyse

Beim Schlaf-Tracking bleibt die Vivoactive 6 größtenteils beim Bewährten. Die Uhr erfasst zuverlässig Einschlaf- und Aufwachzeiten, Schlafphasen, Puls, Atmung und Blutsauerstoffsättigung. Daraus berechnet sie die Schlafqualität, ergänzt durch Tipps eines integrierten Schlafcoachs zur Verbesserung der Schlafhygiene. Im Test stimmten die gemessenen Werte gut mit unserem subjektiven Eindruck überein.

Neu ist die smarte Weckfunktion: Sie weckt per Vibration bis zu 30 Minuten vor der eingestellten Zeit – abhängig von der aktuellen Schlafphase. So wird ein Aufwachen aus dem Tiefschlaf vermieden. In der Praxis funktioniert das zuverlässig und sorgt für ein deutlich angenehmeres Aufwachen.

Weitere Features

Wie von Garmin gewohnt, bringt auch die Vivoactive 6 eine Reihe praktischer Zusatzfunktionen mit. Auf ein EKG oder Telefonie über Mikrofon – wie bei der Venu 3 – müssen Nutzer zwar verzichten, doch mit Garmin Pay und integriertem Musikspeicher ist die Uhr gut ausgestattet.

Statt 4 GB wie beim Vorgänger bietet die Vivoactive 6 nun 8 GB internen Speicher, nutzbar für Musik oder Apps. Songs lassen sich per USB direkt vom PC übertragen oder über Streamingdienste wie Spotify, Deezer und Amazon Music laden – inzwischen auch ohne Umweg über die Connect-IQ-App direkt auf der Uhr. Im Test funktionierte das schnell und problemlos – spürbar besser als noch bei der Vivoactive 5.

Garmin Pay läuft wie gewohnt: Code festlegen, Karte in Garmin Connect hinterlegen, fertig. Die Liste unterstützter Banken bleibt überschaubar, umfasst aber große Anbieter wie Commerzbank, Comdirect, Santander oder Revolut. Eine aktuelle Übersicht bietet Garmin online.

Akku

Garmin nennt für die Vivoactive 6 bis zu 11 Tage Laufzeit im Smartwatch-Modus ohne Always-On-Display und 17 bis 21 Stunden mit aktivem GPS. Im Test erreichten wir rund 8 Tage – bei drei rund 90-minütigen Sporteinheiten (davon zwei mit GPS), aktivem Schlaf-Tracking und deaktiviertem Always-On. Eine Stunde GPS verbrauchte im Schnitt etwa 6 Prozent Akku, was rund 16,5 Stunden GPS-Betrieb entspricht.

Auch wenn die Praxiswerte leicht unter den Herstellerangaben lagen, liefert die Vivoactive 6 solide Laufzeiten. Im Vergleich zu Modellen wie der Apple Watch schneidet sie deutlich besser ab.

Preis

Während Garmin mit Modellen wie der Fenix 8 oder Forerunner 965 vorrangig ambitionierte Sportler mit großem Budget anspricht, richtet sich die Vivoactive 6 an preisbewusste Nutzer, die eine solide GPS-Smartwatch mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis suchen. Mit einer UVP von 330 Euro liegt sie im mittleren Preissegment. Die Uhr ist in den Farben Bone/Lunargold, Schwarz/Schiefergrau, Jaspisgrün und Pink Dawn erhältlich. Der Straßenpreis liegt je nach Farbvariante schon bei unter 300 Euro. Das beste Angebot liegt bei 278 Euro.

Fazit

Mit der Vivoactive 6 bringt Garmin eine Smartwatch mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis auf den Markt. Sie verbessert den Vorgänger in nahezu allen Punkten und ist den aktuellen Straßenpreis von rund 300 Euro wert.

Wer auf Kartenfunktionen und Telefonie verzichten kann, erhält eine vielseitige GPS-Uhr mit umfangreichen Trainingsfunktionen, solider Smartwatch-Ausstattung und langer Akkulaufzeit – in dieser Preisklasse kaum zu schlagen. Auch im Vergleich zur Apple Watch macht sie eine gute Figur.

Ob sich ein Umstieg von der Vivoactive 5 lohnt, hängt vom Bedarf ab. Die 6er punktet mit neuer Menüführung, mehr Speicher und smartem Wecker – der Vorgänger bleibt aber weiterhin eine gute Wahl.

 Outdoor-Sportuhr als Garmin-Killer für 370 Euro?

Robust, wasserdicht bis 10 ATM und fürs Freitauchen zugelassen: Kann die Amazfit Balance 3 etablierten Sportuhren das Wasser reichen?

VORTEILE

  • robust
  • Taschenlampe
  • präzise Pulsmessung
  • Offline-Karten

NACHTEILE

  • schwer & klobig
  • Bezahlfunktion nur über Workaround
  • kaum Apps
  • ohne EKG

Amazfit Balance 3 im Test: Outdoor-Sportuhr als Garmin-Killer für 370 Euro?

Robust, wasserdicht bis 10 ATM und fürs Freitauchen zugelassen: Kann die Amazfit Balance 3 etablierten Sportuhren das Wasser reichen?

Mit der Balance brachte Amazfit einst eine leichte Lifestyle- und Gesundheitsuhr auf den Markt. Der Nachfolger Balance 2 wuchs dann zur vollwertigen Sportuhr heran. Mit der Balance 3 präsentiert der chinesische Hersteller nun eine ausgewachsene Outdoor-Smartwatch, die auch als Top-Sportuhr überzeugen will – und Garmin preislich deutlich unterbietet.

Die Amazfit Balance 3 ist robust genug für den harten Outdoor-Einsatz, wasserdicht bis 10 ATM und sogar zum Freitauchen zugelassen. Ob sie eine echte Alternative zu etablierten Sportuhren ist, klären wir in diesem Test.

Design & Tragekomfort

Die Amazfit Balance 3 ist verglichen mit dem Vorgänger gewachsen – und das merkt man. Mit 51,4 × 51,4 × 14,6 mm und 62 g bewegt sie sich in Dimensionen, die man eher von klassischen Outdoor-Uhren kennt. Für schmale Handgelenke ist sie kaum geeignet, und auch vielen Frauen dürfte die Uhr schlicht zu wuchtig sein. Beim Schlafen wird sie auf Dauer zur Belastung.

Bei der Verarbeitung legt Amazfit jedoch spürbar nach. Das Gehäuse besteht vollständig aus Edelstahl im Unibody-Design – mit einer Krone oben rechts, einer weiteren Taste unten links sowie zwei Tasten für die Vor- und Zurück-Navigation auf der gegenüberliegenden Seite. Die Form ist angedeutet achteckig: Die oberen und unteren Ecken treten markant hervor, die Seiten sind sanft abgerundet. Das Ergebnis erinnert an ein rundes Zifferblatt, das in zwei symmetrische Trapeze eingefasst ist – ein eigenständiges und gelungenes Design.

Robust ist die Balance 3 nicht nur optisch. Sie hat Tests nach MIL-STD-810G bestanden – darunter Niederdruck-, Temperaturschock-, Vibrations- und Stoßtests – das macht sie zur echten Outdoor-Smartwatch. Sie ist ferner wasserdicht nach 10 ATM und fürs Freitauchen bis 45 m zugelassen sowie nach EN 13319 und ISO 6425 zertifiziert.

Das Armband aus schwarzem Silikon kann an heißen Tagen unangenehm werden: Schwitzen und Hautreizungen sind möglich. Amazfit bietet Alternativen an – etwa ein Band in Schwarz-Gelb mit dem Hyrox-Logo. Wer empfindliche Haut hat, greift besser zu einem Nylon-Armband, das sich auch günstig von Drittanbietern nachkaufen lässt.

Display

Das AMOLED-Display misst 1,5 Zoll bei einer Auflösung von 480 × 480 Pixel und 323 PPI – scharf genug für den Alltag, die Bildqualität überzeugt. Mit einer Spitzenhelligkeit von bis zu 3000 Nits ist das Display auch im Freien gut ablesbar. Bei dunklen Zifferblättern kann die automatische Helligkeitsanpassung jedoch etwas hinterherhinken – hier braucht es gelegentlich einen Moment, bis die Anpassung greift.

Das Saphirglas ist robust. Für die kalte Jahreszeit lässt sich in den Einstellungen ein Handschuhmodus aktivieren, der die Touchbedienung mit Handschuhen ermöglicht. Ein Always-On-Display ist ebenfalls zuschaltbar.

Amazfit Balance 3: Bilder aus dem Test

Amazfit Balance 3

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Amazfit Balance 3

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Einrichtung & Bedienung

Als Begleit-App dient die Zepp App, kompatibel mit Android ab Version 7 und iOS ab Version 15. Nach der Installation legt man einen Account an und koppelt die Uhr per QR-Code – die Verbindung läuft über Bluetooth. In der Regel steht direkt danach ein erstes Firmware-Update bereit.

Die App selbst gliedert sich in mehrere Bereiche: Ein Startscreen zeigt die wichtigsten Fitnessdaten inklusive Beretischaftsansicht, daneben finden sich Bereiche für Training, erreichte Meilensteine sowie Zepp Aura. In den Geräteeinstellungen lassen sich Zifferblätter wechseln und die Reihenfolge von Apps und Karten auf der Uhr festlegen. Es gibt einen kleinen App-Store in der Zepp-App auf dem Smartphone, dieser beschränkt sich aber auf einige wenige Tools. Amazfit verspricht mindestens drei Jahre Updates und zwei große Zepp-OS-Versionen. Alle paar Monate folgen Feature-Drops mit neuen Sport- und Navigationsfunktionen.

Die Bedienung der Balance 3 erfolgt über Wischgesten auf dem Touchscreen sowie über drei physische Tasten und eine Krone. Gegenüber dem Vorgänger hat Amazfit die Navigation überarbeitet und orientiert sich nun stärker am Prinzip der T-Rex-Uhren: Ein Wisch nach unten öffnet Benachrichtigungen und Schnelleinstellungen – etwa für Bluetooth, WLAN, Nicht-stören-Modus oder die Taschenlampe. Nach links gelangt man zur App-Übersicht, nach rechts zu den zuletzt absolvierten Trainings, nach oben zu einer Widget-Übersicht mit relevanten Daten – diese kann man per App individuell anpassen.

Ein Druck auf die Krone öffnet standardmäßig die Trainingsauswahl, durch die man per Drehbewegung scrollt. Die untere Taste öffnet die App-Übersicht und dient auch als Zurück-Taste, die beiden seitlichen Tasten links navigieren auf und ab. In den Benutzereinstellungen lässt sich die Tastenbelegung anpassen – allerdings etwas versteckt unter „Verknüpfungseinstellungen“. Dort lassen sich auch Funktionen für langes Drücken, Doppeltippen oder die Tragerichtung der Uhr – also die Position der Krone – konfigurieren.

Haptisch macht die Balance 3 eine gute Figur: Die Tasten rasten sauber ein, der Touchscreen reagiert zuverlässig – auch mit feuchten Fingern. Wer lieber mit seiner Uhr spricht: Der KI-gestützte Sprachassistent Zepp Flow versteht einfache Befehle zuverlässig – sofern man deutlich spricht. Beispiele dafür sind: „Messe meinen Puls“, „stelle einen Timer auf 3 Minuten“ oder „Wie ist das Wetter?“

Training & Fitness

Rund 180 Sportprofile stehen zur Auswahl – von Klassikern wie Krafttraining und Laufband bis hin zu Trendsportarten wie Hyrox oder Padel. Dass auch Brettspiele als Aktivität gelistet sind, sei am Rande erwähnt. Die automatische Trainingserkennung reagiert schnell, ist im Alltag aber recht empfindlich: Schon kurze Spaziergänge können als Training erkannt werden.

Die Pulsmessung überzeugt. Im Vergleich mit einem Polar-Pulsgurt wich die Balance 3 beim Cardiotraining mit Intervallen nur um wenige Herzschläge ab – Belastungsänderungen erkannte sie rasch, wenn auch nicht ganz so unmittelbar wie der Brustgurt. Den VO2max gibt die Uhr ebenfalls aus – allerdings als Schätzwert, nicht als klinisch präzise Messung.

Die Amazfit Balance 3 bindet über die Zepp-App Plattformen wie Strava, Komoot und Training Peaks ein. Absolvierte Workouts synchronisiert sie automatisch, geplante Routen und Trainingspläne lassen sich umgekehrt auf die Uhr übertragen. Für die Datenanalyse stehen manuelle Exporte im FIT- und GPX-Format bereit.

Die Amazfit Balance 3 navigiert auch ohne Smartphone mit Offline-Karten – Basis-, Ski- und topografische Geländekarten inklusive. Das Dual-Band-GPS zeichnet Routen präzise nach, führt bei Bedarf zurück zum Ausgangspunkt und berechnet bei Kursabweichungen automatisch neu. Ziele lassen sich manuell auf der Karte setzen oder aus einer Auswahl – etwa Supermärkte – direkt ansteuern. Kartenausschnitte lädt man per WLAN auf die Uhr herunter, was Zeit kostet: Eine grobe Bayern-Hälfte (700 MB) benötigt fast eine Stunde. Bis zu 100 GPX-Routen können importiert werden. Komoot-Premium-Nutzer synchronisieren geplante Strecken nahtlos über die Zepp-App – Strava-Routen hingegen nicht direkt.

Amazfit Balance 3: Zepp-App

Amazfit Balance 3: Zepp-App

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Amazfit Balance 3: Zepp-App

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Amazfit Balance 3: Zepp-App

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Amazfit Balance 3: Zepp-App

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Schlaf & Gesundheit

Das Herzstück der Fitness- und Wohlbefindens-Anzeige ist die Readiness-Ansicht (Hybrid-Charge) – vergleichbar mit der Body Battery bei Garmin. Voraussetzung ist jedoch, die Uhr möglichst jede Nacht zu tragen, da die Funktion auf einer kontinuierlichen Schlafanalyse basiert. Bei dem wuchtigen Gehäuse ist das nicht unbedingt angenehm.

Erfasst werden Herzfrequenz, Blutsauerstoffsättigung sowie die Herzfrequenzvariabilität (HRV) – Letztere kann Hinweise auf Belastung und Erholung liefern, sollte aber vor allem im individuellen Verlauf interpretiert werden. Weitergehende Gesundheitsfunktionen wie eine EKG-Messung bietet die Uhr nicht.

Die Schlafanalyse unterteilt den Schlaf in die üblichen Phasen – Leichtschlaf, Tiefschlaf und REM – und leitet daraus eine Einschätzung der Schlafqualität ab. Wichtig zu wissen: Es handelt sich um algorithmische Schätzwerte auf Basis von Herzschlag und Bewegung – keine klinisch präzisen Messungen. Exakte Schlafphasen lassen sich nur per EEG bestimmen. Gelegentlich erkannte die Uhr nicht zuverlässig, wann wir noch wach im Bett lagen. Insgesamt schlägt sich die Balance 3 hier ordentlich und liegt auf dem Niveau der Konkurrenz.

Im Bereich Zepp Aura bündelt die App alle wesentlichen Gesundheitsdaten – vorausgesetzt, man trägt die Uhr konsequent nachts. Wer tiefer einsteigen möchte, greift zu Zepp Aura Premium: Das Abo ergänzt wöchentliche Schlafberichte, detailliertere Auswertungen und Entspannungsinhalte wie Meditationen und Naturgeräusche – nach einer zweiwöchigen Testphase ab 30 Euro (mit Zepp-Aura-Geschenkkarte) oder 70 Euro regulär.

Weitere Features

Praktisch: Die ins Gehäuse integrierte LED-Taschenlampe sitzt am oberen Gehäuserand am Armbandübergang. Sie lässt sich über das Quick-Settings-Menü oder per Langdruck auf die obere Taste aktivieren. Neben weißem Licht bietet sie Rotlicht sowie einen blinkenden SOS-Modus für Notfälle.

Bezahlen per NFC läuft offiziell über Zepp Pay, das in Deutschland aber nur vier Banken mit Mastercard unterstützt wird. Angebote von Sparkassen und vielen klassischen Filialbanken sind derzeit nicht dabei. Als Workaround dient Curve Pay: Dort kann man eine physische oder virtuelle Curve-Karte beantragen und hinterlegt deren Daten in Zepp Pay ein. Mit einer eigenen Debitkarte, die man in Curve hinterlegt hat, klappt es aber nicht. Zum Schluss legt man einen PIN fest. Die Uhr fragt künftig nach jedem Anlegen danach.

Ans Smartphone gekoppelt ermöglicht die Uhr dank Mikrofon und Lautsprecher auch Bluetooth-Telefonie mit akzeptabler Sprachqualität. Eine eSIM fehlt allerdings: Ohne direkte Anbindung ans Smartphone per Bluetooth verbindet sich die Uhr nur per WLAN mit dem Internet. Wer unterwegs Daten abrufen will, bleibt daher auf das Smartphone angewiesen.

Akku

Der voluminöse Formfaktor der Amazfit Balance 3 hat einen handfesten Vorteil: Der Akku fasst 658 mAh – ein überdurchschnittlicher Wert im Vergleich zum Marktumfeld. Der Hersteller verspricht bis zu 21 Tage Laufzeit – unter Zuhilfenahme des Energiesparmodus, sobald der Akku zur Neige geht. Bei intensiver Nutzung rechnet Amazfit mit rund 10 Tagen. Mit Always-On-Display geht die Akkulaufzeit auf rund 7 Tage herunter.

In unserem Test kamen wir meistens auf 13 bis 14 Tage – je nach Nutzungsintensität. Dabei verzichteten wir auf das Always-On-Display und absolvierten drei bis vier Workouts pro Woche. Nachts trugen wir die Balance 3 in der Regel nicht – mit Ausnahme des Zeitraums, in dem wir das Schlaf-Tracking evaluierten. Wer die Sportuhr auch nachts trägt, muss mit einer etwas kürzeren Laufzeit rechnen, der Unterschied ist jedoch gering.

Beim GPS-Einsatz – etwa beim Wandern – schrumpft die Akkulaufzeit spürbar. Eine vierstündige Wanderung kostete uns rund 10 Prozent der Kapazität. Der Hersteller gibt die maximale GPS-Dauerlaufzeit mit knapp 40 Stunden an.

Geladen wird die Amazfit Balance 3 über ein magnetisches Ladepad, das per USB-C-Kabel an ein Netzteil angeschlossen wird. Nach knapp einer Stunde ist die Uhr wieder aufgeladen – abhängig vom genutzten Netzteil.

Preis

Die UVP des Edelstahlmodells der Amazfit Balance 3 liegt bei 370 Euro – die Straßenpreise bewegen sich auf dem gleichen Niveau. Die Ausführung aus Titan kostet 450 Euro.

Fazit

Mit der Balance 3 liefert Amazfit eine erwachsene Sportuhr und Outdoor-Smartwatch: Edelstahlgehäuse mit Saphirglas, ein gut ablesbares AMOLED-Display und die Freitauch-Zulassung, die in dieser Preisklasse selten ist. Auch die Kerndisziplinen überzeugen – die Pulsmessung liegt nah am Brustgurt, das Dualband-GPS zeichnet präzise auf, und mit bis zu 14 Tagen Laufzeit hängt die Uhr viele Mitbewerber ab.

Die Schwächen liegen woanders: Mit 51 mm und 62 g ist die Balance 3 wuchtig, für schmale Handgelenke scheidet sie aus und nachts wird sie zur Last – ausgerechnet dort, wo sie Daten für die Readiness-Auswertung sammelt. EKG und eSIM fehlen, die Bezahlfunktion läuft in Deutschland nur über Umwege via Curve Pay.

Für 370 Euro ist die Balance 3 ein starkes Angebot für alle, die eine robuste Uhr mit verlässlichem Tracking und langer Laufzeit suchen. Ein echter Garmin-Killer ist sie dennoch nur bedingt: In einigen Bereichen übertrifft sie die ähnlich teure Forerunner 265, erkauft das aber mit mehr Gehäusevolumen. Modelle wie die Fenix 8 haben beim Trainingsökosystem und der Datentiefe weiterhin die Nase vorn – kosten aber ein Vielfaches.

 Fitness-Smartwatch mit EKG-Funktion

Die vierte Generation der Garmin Venu 4 kombiniert dezentes Design mit Funktionen für Lifestyle, Gesundheit und Sport. Ein EKG bietet die Smartwatch ebenfalls.

VORTEILE

  • Offline-Musikspeicher und Garmin Pay
  • integriertes GPS
  • viele sinnvolle Trainingsprofile
  • EKG-Funktion

NACHTEILE

  • keine echte Navigation (abseits von Google Maps)
  • kaum Apps und KI-Support
  • teuer

Garmin Venu 4 im Test: Fitness-Smartwatch mit EKG-Funktion

Die vierte Generation der Garmin Venu 4 kombiniert dezentes Design mit Funktionen für Lifestyle, Gesundheit und Sport. Ein EKG bietet die Smartwatch ebenfalls.

Die Garmin Venu 4 verbindet ein dezentes, alltagstaugliches Design mit einem klaren Schwerpunkt auf Gesundheits- und Lifestyle-Funktionen. Gleichzeitig bleibt Garmin seinen Kernkompetenzen treu: GPS-Aufzeichnung und umfangreiches Fitness-Tracking gehören weiterhin zum festen Funktionsumfang. So positioniert sich die Smartwatch als elegante Alternative zu klassischen Sportuhren, ohne auf sportliche Grundlagen zu verzichten.

Getestet haben wir die Venu 4 in der 41-mm-Variante, die uns Garmin leihweise zur Verfügung gestellt hat. Welche Stärken und Schwächen die Sportuhr hat, klärt der Test.

Design & Tragekomfort

Garmin ändert das Design der Venu 4 im Vergleich zur Venu 3 nur wenig. Das Grundkonzept bleibt erhalten: Die Smartwatch wirkt eher wie eine klassische Armbanduhr als eine ausgewiesene Sportuhr. Auffällig sind jedoch Anpassungen bei der Tastenanordnung. Während die Venu 3 noch drei längliche, vertikal am Gehäuserand platzierte Knöpfe bot, setzt die Venu 4 nun auf eine Kombination aus einer länglichen und einer runden Taste. Die Bedienung über den Touchscreen bleibt unverändert.

Auch bei den Materialien bleibt Garmin dem Vorgänger treu. Die Venu 4 kombiniert ein AMOLED-Display mit Gorilla Glass 3, eine Edelstahllünette und ein Silikonarmband. Mit 33 Gramm ohne Armband zählt die Uhr zu den leichten Modellen, was sich positiv auf den Tragekomfort auswirkt. Am Handgelenk sitzt die Smartwatch angenehm, die Tasten sind so positioniert, dass sie nicht drücken. Auch beim Tragen in der Nacht zeigt sich die Venu 4 unauffällig.

Wie bereits die Venu 3 ist auch die Venu 4 bis zu einem Druck von 5 ATM wasserdicht. Schwimmen, Duschen oder Joggen im Regen stellen damit kein Problem dar. Für Aktivitäten bei hohem Wasserdruck oder längere Tauchgänge ist die Smartwatch jedoch nicht ausgelegt.

Der Hersteller bietet die Smartwatch erneut in zwei Größen an: Die Venu 4 misst 45 mm, während die Venu 4S mit 41 mm Durchmesser für kleinere Handgelenke – etwa bei Damen oder Jugendlichen – eine Option ist.

Garmin Venu 4 - Bilder

Garmin Venu 4

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Garmin Venu 4

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Display

Wie schon beim Vorgängermodell setzt Garmin bei der Venu 4 auf ein AMOLED-Display. Da der Hersteller die Smartwatch in zwei Größen anbietet, variiert auch die Display-Diagonale: Das 41-mm-Modell kommt auf 1,2 Zoll, die 45-mm-Variante auf 1,4 Zoll. Die Auflösung liegt entsprechend bei 390 × 390 Pixeln oder 454 × 454 Pixeln.

Das Display lässt sich – wie von aktuellen Garmin-Uhren gewohnt – jederzeit einwandfrei ablesen. Ein integrierter Umgebungslichtsensor passt die Helligkeit automatisch an die Lichtverhältnisse an. Alternativ lässt sich die Helligkeit auch manuell einstellen. Beide Optionen arbeiten zuverlässig.

Einrichtung & Bedienung

Als festes Mitglied des Garmin-Ökosystems entfaltet die Venu 4 ihren Funktionsumfang nur in Verbindung mit der Garmin-Connect-App. Auf eine ausführliche Vorstellung der Anwendung verzichten wir an dieser Stelle, da wir sie bereits in früheren Garmin-Tests detailliert behandelt haben.

Die Kopplung erfolgt per Bluetooth, anschließend führen wir die Einrichtung direkt in der App durch. Ein kurzes Tutorial erklärt dabei die wichtigsten Funktionen und die Bedienlogik der Venu 4. Der gesamte Einrichtungsprozess dauert nur wenige Minuten. Funktionen wie Garmin Pay oder die Musikwiedergabe lassen sich bei Bedarf auch später konfigurieren.

In der Praxis überzeugt die Bedienung mit der von Garmin gewohnten Zuverlässigkeit. Die Uhr reagiert flüssig, das Touch-Display setzt Eingaben präzise um und kommt auch mit feuchten oder schmutzigen Fingern gut zurecht. Nutzer, die bereits eine Garmin-Uhr verwendet haben, finden sich sofort zurecht. Aber auch Einsteiger sollten sich nach kurzer Zeit problemlos orientieren können.

Garmin Venu 4 - App

Garmin Venu 4 - App

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Training & Fitness

Garmin richtet die Venu 4 klar auf eine Kombination aus Fitness und Lifestyle aus. Das zeigt sich nicht nur im Design, sondern auch im Funktionsumfang. Die Smartwatch unterstützt mehr als 80 Trainingsprofile sowie einen Multisport-Modus, mit dem sich mehrere Sportarten kombinieren lassen. Zur Auswahl stehen unter anderem verschiedene Ausdauerdisziplinen, Krafttraining, Yoga sowie Mannschafts- und Wintersportarten. Hinzu kommt ein spezielles Golf-Modul mit Daten zu mehr als 43.000 Golfplätzen weltweit.

Bei Ausdauersportarten wie Laufen oder Radfahren erfasst die Venu 4 umfangreiche Trainingsdaten. Diese reichen zwar nicht an den Detailgrad der Forerunner- oder Fenix-Serie heran, sind jedoch für die meisten Hobbyathleten gänzlich ausreichend. Auf Basis der Messwerte berechnet die Uhr den Trainingsnutzen, die empfohlene Erholungszeit und die aktuelle Trainingsbereitschaft, wobei auch Schlaf- und Erholungsdaten einfließen.

Eigene Trainingseinheiten lassen sich in der Garmin-Connect-App erstellen und anschließend direkt auf der Uhr anzeigen. Zusätzlich bietet Garmin vorgefertigte Trainingspläne für Ausdauer- und Kraftsport sowie Einheiten für HIIT, Cardio, Yoga und Pilates. Eine Besonderheit ist der Rollstuhlmodus, mit dem Rollstuhlfahrer tägliche Schübe erfassen und speziell angepasste Trainings nutzen können.

Zentral für Training und Alltag ist der optische Pulssensor. Garmin setzt hier auf die bewährte Elevate-Technologie, die Herzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität misst. Im Test arbeitet der Sensor zuverlässig und präzise. Sowohl bei lockeren Laufeinheiten als auch beim Krafttraining und bei HIIT-Einheiten liefert die Venu 4 hervorragende Messwerte. Bei stark schwankender Herzfrequenz zeigen sich im Vergleich zu einem Brustgurt lediglich geringe Abweichungen im niedrigen einstelligen Bereich, wie sie für optische Sensoren typisch sind.

Für die Streckenaufzeichnung verfügt die Venu 4 über ein integriertes GPS-Modul mit Unterstützung für Glonass, QZSS, Galileo und Beidou. Beim Laufen oder Radfahren speichert die Uhr die zurückgelegten Routen zuverlässig. Eine klassische Kartenansicht fehlt allerdings; die Navigation beschränkt sich auf Breadcrumb- und Trackback-Funktionen. Immerhin bietet die Venu 4 inzwischen Google Maps als eingeschränkte App-Integration aus dem Garmin Connect IQ Store, sodass sich Routen per Abbiegehinweise direkt auf der Uhr anzeigen lassen – allerdings keine Karten. In der Praxis funktioniert das problemlos und dürfte für die meisten Nutzer ausreichen.

Schlaf & Gesundheit

Die Venu 4 bietet eine umfassende Palette an Gesundheitsfunktionen, inklusive detaillierter Schlafanalyse. Im Zentrum steht der sogenannte Health Status, der Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität (HRV), Atmung, Blutsauerstoffsättigung und Hauttemperatur auswertet und mögliche Auffälligkeiten erkennt. Ergänzend dazu erfasst das Lifestyle Logging alltägliche Gewohnheiten wie Koffeinkonsum, Entspannungsmaßnahmen etwa durch Meditation sowie Aspekte der Schlafhygiene. Die von anderen Garmin-Modellen bekannte Body Battery liefert zusätzlich eine Einschätzung der aktuellen Energiereserven des Körpers.

Als sportlich orientierte Lifestyle-Smartwatch unterstützt die Venu 4 zudem Funktionen zur Frauengesundheit. Nutzerinnen können unter anderem physische Symptome, Stimmung, sexuelle Aktivität, Eisprung und Ausfluss dokumentieren. Der Funktionsumfang fällt umfangreich aus und eignet sich gut, um den eigenen Zyklus zu beobachten. In Kombination mit dem Lifestyle Logging lassen sich so auch stress- oder stoffwechselbedingte Veränderungen und Trends erkennen. Positiv fällt zudem die Möglichkeit auf, zu jedem Zyklustag eigene Notizen zu hinterlegen – etwa zur Dokumentation der Körpertemperatur im Rahmen der NFP-Methode.

Neben der kontinuierlichen Herzfrequenzmessung unterstützt die Venu 4 die Garmin-EKG-App. Die Verfügbarkeit kann je nach Region variieren – in der Europäischen Union ist das Feature seit Längerem zertifiziert. Über Sensoren in der Uhr lässt sich innerhalb von 30 Sekunden ein 1-Kanal-EKG aufzeichnen, um den Sinusrhythmus zu prüfen und mögliche Hinweise auf Vorhofflimmern zu erkennen. Voraussetzung ist ein Software-Update sowie die einmalige Einrichtung der Funktion in der Garmin-Connect-App.

Im Test gelingt die Aufzeichnung zuverlässig: Nach dem Anlegen von Daumen und Zeigefinger an den Gehäuserand zeichnet die Uhr den Herzrhythmus auf, das Ergebnis lässt sich anschließend sowohl auf der Uhr als auch in der App einsehen und exportieren. Ein ärztliches EKG ersetzt die Funktion nicht, sie kann jedoch erste Hinweise auf Unregelmäßigkeiten liefern.

Für das Schlaftracking kombiniert Garmin bei der Venu 4 einen Sleep Score mit einem Schlafcoach. Die Uhr erkennt Schlafphasen und Nickerchen automatisch und erfasst neben der Herzfrequenz auch Hauttemperatur und Atemmuster, um die Schlafqualität zu bewerten. In der Praxis arbeitet das Tracking zuverlässig: Die Ergebnisse stimmen weitgehend mit dem subjektiven Empfinden überein, auch nächtliche Wachphasen erkennt die Uhr korrekt. Trotz ihres präsenten Gehäuses stört die Venu 4 beim Schlafen nicht.

Weitere Features

Nutzer, die mit Garmin-Smartwatches vertraut sind, erleben bei den Zusatzfunktionen der Venu 4 kaum Überraschungen. Der Schwerpunkt liegt klar auf Lifestyle-Features. So unterstützt die Uhr Garmin Pay und bietet einen integrierten Musikspeicher. Damit lassen sich Zahlungen direkt über die Smartwatch abwickeln – sofern die eigene Bank Garmin Pay unterstützt – und Musik auch ohne Smartphone hören. Nach der Einrichtung über die App funktionieren beide Funktionen im Test problemlos. Die Venu 4 unterstützt unter anderem Spotify und Deezer, sodass sich Inhalte direkt auf den internen Speicher der Uhr herunterladen lassen.

Zusätzlich integriert Garmin ein Mikrofon und einen Lautsprecher. Die Venu 4 verarbeitet damit Sprachbefehle und eignet sich zum Annehmen und Führen von Telefonaten. Für Anrufe ist jedoch stets ein gekoppeltes Smartphone erforderlich, da die Uhr über keinen eSIM-Slot verfügt.

Akku

Garmin beziffert die Akkulaufzeit der 41-mm-Variante der Venu 4 auf bis zu zehn Tage, bei dauerhaft aktiviertem Display auf rund drei Tage. Das 45-mm-Modell bietet einen etwas größeren Akku und soll bis zu zwölf Tage durchhalten. Damit bewegt sich die Venu 4 auf dem Niveau des Vorgängers. Im Praxistest – mit drei Sporteinheiten pro Woche à jeweils rund 90 Minuten, davon zwei mit GPS, aktivierten Benachrichtigungen und mittlerer Display-Helligkeit – musste die Uhr nach neun Tagen wieder an die Steckdose gehen. Das ist ein solider, wenn auch kein herausragender Wert für eine Smartwatch.

Preis

Die Venu 4 ist in mehreren Farbvarianten sowie in zwei Gehäusegrößen mit 41 und 45 mm erhältlich. Garmin ruft für das kleinere Modell eine unverbindliche Preisempfehlung (UVP) von rund 550 Euro auf, die größere Variante liegt bei etwa 600 Euro. Damit positioniert sich die Venu 4 deutlich über der Venu 3 und kostet je nach Ausführung 80 bis 120 Euro mehr.

Zum Testzeitpunkt ist die Smartwatch im Handel allerdings bereits günstiger zu haben: Der Straßenpreis startet für die Venu 4S mit 41 mm (Damen) ab rund 429 Euro sowie für die Venu 4 mit 45 mm (Herren) ebenfalls ab 400 Euro.

Fazit

Wer weiß, was er will, erhält mit der Garmin Venu 4 eine ausgezeichnete Smartwatch mit klarem Fokus auf Gesundheits-, Fitness- und Alltagsfunktionen. Bei den klassischen Smartwatch-Features bleibt im Vergleich zu Wear OS deutlich Luft nach oben: Die eingeschränkten Navigationsmöglichkeiten sowie der weitgehende Verzicht auf KI-Funktionen fallen negativ auf.

Demgegenüber steht eine umfangreiche Auswahl an Fitness- und Lifestyle-Tracking-Funktionen sowie eine lange Akkulaufzeit, die im Alltag einen spürbaren praktischen Nutzen bieten. Auch die EKG-Funktion erweist sich im Test als sinnvolle Ergänzung. Garmin Pay und der integrierte Musikspeicher vervollständigen das insgesamt stimmige, wenn auch hochpreisige Gesamtpaket.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Amazfit Active 3 Premium

 Günstige Sportuhr mit präziser Pulsmessung

Die Amazfit Active 3 Premium kostet so viel wie die Active Max, setzt aber auf bessere Verarbeitung und Sportfunktionen statt auf maximale Akkulaufzeit.

VORTEILE

  • hervorragender Pulssensor und GPS
  • günstig
  • elegantes Design und kratzfestes Display
  • Hyrox-Race-Modus

NACHTEILE

  • Display empfindlich gegenüber Fingerabdrücken
  • Zyklus-Tracking enttäuscht
  • kein WLAN-Support

Amazfit Active 3 Premium im Test: Günstige Sportuhr mit präziser Pulsmessung

Die Amazfit Active 3 Premium kostet so viel wie die Active Max, setzt aber auf bessere Verarbeitung und Sportfunktionen statt auf maximale Akkulaufzeit.

Wer eine günstige Sportuhr mit Offline-Navigation sucht, hat bei Amazfit derzeit die Wahl zwischen mehreren Modellen. Die Active Max (Testbericht) und die Active 3 Premium kosten jeweils knapp 150 Euro, verfolgen aber unterschiedliche Ansätze: Die Active Max setzt auf ein großes Display und lange Akkulaufzeit, die Active 3 Premium auf zusätzliche Lauftrainingsfunktionen und eine hochwertigere Verarbeitung.

Wir haben die Amazfit Active 3 Premium im Test ausprobiert und klären, für wen sich der Kauf lohnt – und wer mit der Active Max besser beraten ist.

Design & Tragekomfort

Sowohl die Amazfit Active 3 Premium als auch die Active Max setzen auf ein klassisch rundes Design. Mit 45 mm Durchmesser fällt die Active 3 Premium etwas kompakter aus. Ihre Lünette besteht vollständig aus Edelstahl, wodurch sie dezenter und zugleich hochwertiger wirkt als die wuchtigere Active Max mit Gehäuse aus Aluminiumlegierungen und Kunststoff. Beide Modelle nutzen Silikonarmbänder mit Edelstahlschließe, die Active 3 Premium hat zudem vier statt zwei seitliche Bedientasten.

Die Verarbeitung der Active 3 Premium hinterlässt einen nochmals besseren Eindruck als die der ohnehin gut verarbeiteten Active Max. Das Gehäuse mit Edelstahlrahmen wirkt robust und wertig. Stürze aus rund 150 cm Höhe und Stöße mit einer Kettlebell überstand die Uhr im Test ohne Schäden. Die Uhr ist wasserdicht bis 5 ATM und eignet sie sich damit zum Schwimmen in flachem Wasser.

Auch beim Tragekomfort überzeugt die Active 3 Premium. Mit 38 g ohne Armband ist sie zwar kein Leichtgewicht, trägt sich dank ihrer kompakteren Abmessungen aber angenehm am Handgelenk – auch nachts beim Schlafen.

Amazfit Active 3 Premium: Bilder

Amazfit Active 3 Pro

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Amazfit Active 3 Pro

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Amazfit Active 3 Pro

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Amazfit Active 3 Pro

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Amazfit Active 3 Pro

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Amazfit Active 3 Pro

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Amazfit Active 3 Pro

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Display

Auch beim Display macht sich der Namenszusatz „Premium“ bemerkbar: Anders als bei der Active Max schützt Amazfit die Anzeige mit kratzfestem Saphirglas statt herkömmlichem Glas. Dafür fällt das AMOLED-Display mit 1,32 Zoll etwas kleiner aus als bei der Active Max. Für eine gute Ablesbarkeit reicht das dennoch aus, zumal die Auflösung mit 480 × 480 Pixeln unverändert bleibt.

Die maximale Helligkeit gibt Amazfit mit 3000 Nits an – ein Wert, der sich in der Praxis bemerkbar macht. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt das Display gut ablesbar. Auf höchster Stufe kann es bei wenig Umgebungslicht sogar unangenehm hell werden.

Weniger gelungen ist die Anfälligkeit für Verschmutzungen: Fingerabdrücke, Schlieren und Staub sind auf dem Display schnell sichtbar und lassen sich selbst mit einem Mikrofasertuch nicht immer sofort vollständig entfernen.

Einrichtung & Bedienung

Die Einrichtung der Active 3 Premium erfolgt wie bei allen Amazfit-Modellen über die kostenlose Zepp-App für Android und iOS. Unterstützt werden Android ab Version 7.0 und iOS ab Version 14.0. Nach der Installation koppeln wir die Uhr per Bluetooth mit dem Smartphone. Die App führt anschließend durch die wichtigsten Funktionen und die Bedienung; auch ein verfügbares Firmware-Update wird direkt installiert. Der gesamte Vorgang dauert nur wenige Minuten, danach ist die Active 3 Premium einsatzbereit.

Zur Bedienung stehen das Touchdisplay und vier seitlich am Gehäuse angeordnete Tasten zur Verfügung. Im Test reagierte die Smartwatch zuverlässig und ohne spürbare Verzögerungen oder Ruckler. Die Tasten haben einen angenehmen Druckpunkt, und auch Gesten auf dem Display funktionierten mit leicht feuchten oder verschmutzten Fingern. Nach kurzer Eingewöhnung geht die Bedienung gut von der Hand.

Training & Fitness

Auf den ersten Blick unterscheidet sich die Active 3 Premium kaum von der Active Max – die Unterschiede stecken im Detail. Gemeinsamkeiten zeigen sich bei der Auswahl von mehr als 170 Sportprofilen, darunter Laufen, Radfahren, Schwimmen, Ball-, Wasser- und Wintersport sowie Krafttraining. Auch eher ungewöhnliche Disziplinen wie Tischfußball oder Schach sind vertreten. Ob man diese benötigt, ist Geschmackssache. Als zusätzliches Angebot sind sie aber willkommen.

Ein Vorteil gegenüber vielen Uhren anderer Hersteller sind die umfangreichen Messwerte. Amazfit beschränkt sich auch außerhalb klassischer Ausdauersportarten nicht auf Herzfrequenz, Dauer und Kalorienverbrauch, sondern erfasst etwa Sprünge beim Seilspringen oder Sätze beim Krafttraining.

Der Hyrox-Race-Modus ist ebenfalls wieder dabei und zeichnet die einzelnen Stationen eines Hyrox-Rennens auf. Eigene Trainingseinheiten lassen sich über die Zepp-App planen, Trainingspläne auf Wunsch per KI erstellen. Das funktionierte im Test zufriedenstellend.

Die Active 3 Premium richtet sich besonders an Läufer. Direkt auf der Uhr stehen Trainingsprogramme für unterschiedliche Fitnesslevel bereit, etwa für Grundlagenausdauer, Intervalle, Fartlek oder die VO2max. Beim Laufen erfasst die Uhr neben Dauer, Tempo, Herzfrequenz und Kalorienverbrauch auch Trittfrequenz, Schrittlänge, Bodenkontaktzeit, Höhenmeter, Steigung, VO2max-Schätzung und Leistung. Die Daten sind umfangreich und ermöglichen detaillierte Laufanalysen.

Wie die Active Max nutzt auch die Active 3 Premium Single-Band-GPS, erzielte im Test aber einwandfreie Ergebnisse. Auf einer Laufstrecke von knapp 7 km durch Wald und Feld konnten wir gegenüber der Garmin Fenix 7 mit Multiband-GPS keine nennenswerten Abweichungen feststellen. Von den 4 GB internem Speicher stehen rund 2,7 GB für Offline-Karten und andere Inhalte bereit. Kartenausschnitte werden über die Zepp-App auf die Uhr geladen, was je nach Größe bis zu einer Stunde dauern kann. Die Navigation mit Punkt-zu-Punkt-Routen, Abbiegehinweisen und automatischer Neuberechnung funktionierte im Test zuverlässig und ohne auffällige Verzögerungen.

Auch die Pulsmessung überzeugt. Gegenüber dem Polar-H10-Brustgurt wich die Uhr beim Laufen meist nur um ein bis zwei Schläge pro Minute ab. Beim Krafttraining reagierte sie auf schnelle Pulswechsel etwas träger; die durchschnittliche Abweichung von rund fünf Schlägen pro Minute bleibt aber akzeptabel.

Amazfit Active 3 Premium: Zepp App

Amazfit Zepp App

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Amazfit Zepp App

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Schlaf & Gesundheit

Beim Schlaf-Tracking und den Gesundheitsfunktionen unterscheidet sich die Active 3 Premium nicht von der Active Max. Auch sie nutzt Restore IQ zur Auswertung der Schlafdaten und erfasst Schlafphasen, Nickerchen, Herzfrequenz, Blutsauerstoffsättigung und Atemfrequenz. Im Test arbeitete das Tracking zuverlässig und lieferte subjektiv nachvollziehbare Ergebnisse. Die Zepp-App gibt auf Basis der Daten zudem konkrete Hinweise, wie sich die Schlafhygiene verbessern lässt.

Eine Zusammenfassung aller Gesundheitsdaten liefert der Bereich Zepp Aura in der App. Wer tiefer einsteigen möchte, kann optional auf Zepp Aura Premium upgraden: Das Abo umfasst wöchentliche Schlafberichte, detailliertere Auswertungen sowie Entspannungsinhalte wie Meditationen und Naturgeräusche – nach einer 14-tägigen kostenlosen Testphase für 25 Euro pro Jahr.

Unverändert enttäuschend bleibt das Zyklus-Tracking. Nutzerinnen können zwar Datum und Dauer der vergangenen Periode eintragen, weiterführende Funktionen wie einen Symptomtracker fehlen jedoch. Konkurrenten wie Huawei zeigen, dass sich dieses Thema deutlich umfangreicher umsetzen lässt.

Weitere Features

Die Amazfit Active 3 Premium bietet zusätzliche Smartwatch-Funktionen wie das Beantworten eingehender Nachrichten aus SMS, Whatsapp und anderen Apps sowie kontaktloses Bezahlen über Zepp Pay. Letzteres unterstützen allerdings bislang nur wenige deutsche Banken.

Auch der Sprachassistent Zepp Flow ist wieder an Bord und funktionierte im Test zuverlässig. Dank integriertem Mikrofon lassen sich zudem Sprachnachrichten und Memos aufnehmen sowie eingehende Anrufe über die Uhr annehmen. Eigenständiges Telefonieren ohne gekoppeltes Smartphone ist mangels eSIM-Slot jedoch nicht möglich.

Die Amazfit Active 3 Premium ermöglicht es, eigene MP3-Dateien über die Zepp-App lokal auf der Uhr zu speichern und ohne Smartphone wiederzugeben. Offline-Downloads aus gängigen Streaming-Diensten wie Spotify unterstützt sie jedoch nicht.

Akku

Die Akkulaufzeit zählte zu den großen Stärken der Amazfit Active Max. Bei der Active 3 Premium müssen Nutzer dagegen Abstriche machen. Ihr 365-mAh-Akku ist nur etwas mehr als halb so groß wie der der Active Max. Entsprechend fällt auch die Laufzeit kürzer aus: Amazfit verspricht bei typischer Nutzung bis zu zwölf Tage, bei intensiver Nutzung sieben Tage.

Wie lange die Uhr tatsächlich durchhält, hängt stark von Einstellungen und Nutzung ab – insbesondere von Trainingseinheiten und Navigation. Mit aktiviertem Always-On-Display sank die Laufzeit im Test auf rund vier Tage. Auch eine dauerhafte statt der standardmäßigen Messung des Pulses im Zehn-Minuten-Intervall sowie GPS-Tracking kosten Energie.

Bei drei jeweils anderthalbstündigen Sporteinheiten pro Woche, davon zwei mit GPS, kontinuierlicher Pulsmessung, aktivierten Benachrichtigungen und deaktiviertem Always-On-Display hielt die Uhr im Test knapp acht Tage durch. Das ist ein guter, aber kein überragender Wert.

Preis

Amazfit verlangt für die Active 3 Premium mit 170 Euro dieselbe unverbindliche Preisempfehlung wie für die Active Max. Zur Wahl stehen die Varianten Apex Silver mit schwarzem Armband und silberner Lünette, Atlas Blue mit blauem Armband sowie blau-silberner Lünette und Aero White mit weißem Armband und weiß-silberner Lünette. Zum Testzeitpunkt kostete die Uhr im Handel rund 144 Euro.

Fazit

Die Amazfit Active 3 Premium bietet – wie die Active Max – viel Smartwatch und Sportuhr fürs Geld. Welche der beiden besser passt, entscheidet vor allem der Einsatzzweck: Wer ein eleganteres, kompakter wirkendes Modell sucht, greift zur Active 3 Premium. Die Active Max empfiehlt sich dagegen für alle, denen eine möglichst lange Akkulaufzeit wichtiger ist.

Bei den Trainingsfunktionen hat die Active 3 Premium für Läufer einen kleinen Vorteil, darüber hinaus unterscheiden sich die beiden Modelle kaum. Im Test überzeugt sie mit einer umfangreichen Ausstattung zum vergleichsweise niedrigen Preis.

Abstriche müssen Käufer bei den Gesundheitsfunktionen hinnehmen: Ein EKG fehlt, das vorhandene Zyklus-Tracking hingegen enttäuscht. Wer diese Einschränkungen verschmerzen kann, erhält mit der Active 3 Premium eine empfehlenswerte Sportuhr mit ausgezeichnetem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Amazfit Active Max

 Günstige Sportuhr mit sehr langer Akkulaufzeit

Starker Akku, großes Display, zusätzlicher Speicher: Die Amazfit Active Max verspricht viel Sportuhr für wenig Geld. Ob sie liefert, klären wir im Test.

VORTEILE

  • ausgezeichneter Pulssensor und GPS
  • günstig
  • sehr lange Akkulaufzeit

NACHTEILE

  • Zyklustracking enttäuscht
  • kein WLAN-Support
  • kein Musikspeicher

Amazfit Active Max im Test: Günstige Sportuhr mit sehr langer Akkulaufzeit

Starker Akku, großes Display, zusätzlicher Speicher: Die Amazfit Active Max verspricht viel Sportuhr für wenig Geld. Ob sie liefert, klären wir im Test.

Die Smartwatches von Amazfit haben sich am umkämpften Wearables-Markt längst als Preis-Leistungs-Tipps etabliert: viele Features für wenig Geld. Mit der Amazfit Active Max treibt der chinesische Hersteller dieses Prinzip nun auf die Spitze. Die Uhr soll in jeder Hinsicht größer und besser sein als die Amazfit Active 2, kostet dafür aber rund 70 Euro mehr.

Ein Schnäppchen ist die Active Max mit einer UVP von knapp 170 Euro trotzdem – denn auf dem Papier bietet die Smartwatch nicht nur ein großes und helles Display, sondern auch eine lange Akkulaufzeit, diverse Fitness- und Gesundheitsfunktionen sowie Navigation. Ob die Active Max wirklich das Maximum ist und den Kauf lohnt, klären wir im Test.

Design & Tragekomfort

Optisch orientiert sich die Active Max an der Active 2, mit ein paar Unterschieden im Detail: Die Lünette besteht aus schwarzem Aluminium statt gebürstetem Edelstahl. Das Silikonarmband ähnelt dem der Active 2 und verfügt über eine einigermaßen robust wirkende Kunststoffschließe. An der rechten Gehäuseseite sitzen zwei schmale Bedienknöpfe mit angenehmem Druckpunkt.

Die Verarbeitung macht insgesamt einen guten Eindruck – man merkt der Uhr ihren günstigen Preis nicht an. Obwohl Amazfit keine Angaben zur Stoßfestigkeit macht, übersteht die Active Max problemlos Stürze auf Steinboden aus anderthalb Metern Höhe oder Stöße am Handgelenk mit einer Kettlebell. Zudem ist die Smartwatch bis 5 ATM wasserdicht und eignet sich damit auch zum Schwimmen im Pool oder See.

Der Tragekomfort ist trotz der Displaygröße hoch. Weder im Alltag noch beim Schlafen drückt die Uhr unangenehm am Handgelenk. Mit 39,5 g ohne Armband ist die Active Max zwar rund 10 g schwerer als die Active 2, beim Tragen fällt das aber kaum auf.

Amazfit Active Max - Bilder

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Display

Beim Display hat Amazfit gegenüber der Active 2 ordentlich nachgelegt: Der Bildschirm misst nun 1,5 Zoll und löst mit 480 × 480 Pixeln auf – eine höhere Auflösung als die Active 2 (466 × 466 Pixel) und sogar mehr Pixel als die größere Active 2 Square (390 × 450 Pixel). Die Pixeldichte sinkt mit 323 PPI dennoch leicht, da sich die Pixel auf eine größere Fläche verteilen – im Praxistest fällt das aber nicht auf.

Deutlich zugelegt hat auch die Spitzenhelligkeit: Bis zu 3000 Nits gibt Amazfit an, während Active 2 und Active 2 Square bei 2000 Nits abregeln. Der Bildschirm bleibt damit auch bei direkter Sonneneinstrahlung einwandfrei ablesbar.

Einrichtung & Bedienung

Wie bei anderen Amazfit-Smartwatches verbinden wir die Active Max über die Zepp App per Bluetooth mit dem Smartphone. Die App führt durch die wichtigsten Funktionen und installiert das aktuelle Firmware-Update – bis die Uhr einsatzbereit ist, dauert es nur wenige Minuten.

Bei der Bedienung finden sich Amazfit-Veteranen schnell zurecht, andere Nutzer müssen sich eventuell kurz umstellen: Anordnung und Belegung der Tasten sind genau umgekehrt zu dem, was etwa bei Garmin oder Polar üblich ist. Hat man sich daran gewöhnt, geht die Bedienung aber bequem und intuitiv von der Hand. Eingaben werden sowohl über die Tasten als auch über das Touch-Display zügig erkannt – auch mit feuchten oder schmutzigen Fingern. Verzögerungen oder Fehleingaben stellen wir im Test nicht fest.

Training & Fitness

Bei den Trainings- und Fitness-Features bietet die Active Max den gewohnten Amazfit-Standard: Mehr als 170 Sportprofile decken neben Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren und Schwimmen auch diverse Ball-, Wasser- und Trendsportarten sowie Kraftsport ab – bis hin zu Exoten wie Darts oder Tischfußball. Über den Sinn von Profilen wie Bridge lässt sich streiten, die Datensätze der meisten Sportarten sind aber gut durchdacht: Je nach Disziplin unterscheiden sich die aufgezeichneten Daten deutlich voneinander.

Selbstverständlich mit an Bord ist der Hyrox-Race-Modus, der ein komplettes Rennen inklusive der einzelnen Stationen aufzeichnet – für Athleten auf Bestzeit-Jagd ein praktisches Tool. Wer sich beim Training anleiten lassen will, kann über eine KI individuelle Trainingspläne erstellen, die sich an das eigene Fitnessniveau anpassen. Über die Zepp App lassen sich zudem eigene Trainingseinheiten planen, etwa für Kraftsport – das funktioniert dank der großen Übungsauswahl hervorragend.

Beim GPS-Modul setzt Amazfit preisklassentypisch auf Single-Band-Tracking, das aber wie von anderen Amazfit-Uhren gewohnt sehr genau arbeitet. In Städten mit dichter Bebauung gibt es vereinzelt leichte Abweichungen bei der Streckenerkennung, die gegenüber unserem Kontrollgerät mit Multiband-GPS (Garmin Fenix 7) aber minimal ausfallen: Eine 5-Kilometer-Strecke unterscheidet sich am Ende um maximal 20 bis 30 Meter.

Dank GPS-Modul und integriertem Speicher beherrscht die Active Max Navigation per Offline-Karte inklusive Höhenlinien. Von den beworbenen 4 GB bleiben allerdings nur 2,7 GB übrig, da das System bereits 1,3 GB belegt. Routen lassen sich auf die Uhr übertragen, beim Kartenmaterial beschränkt sich Amazfit aber wie gewohnt auf regionale Ausschnitte – komplette Europakarten sind nicht vorgesehen. Da der Datentransfer mangels WLAN ausschließlich über Bluetooth läuft, erfordert der Download etwas Geduld.

Die Pulsmessung macht im Test einen guten Job. Im Vergleich zum Brustgurt gibt es kaum Unterschiede: Bei gleichmäßigen Ausdauereinheiten stimmen die Werte bis auf wenige Herzschläge überein. Bei HIIT-Einheiten können die Abweichungen minimal größer ausfallen, bleiben aber im einstelligen Bereich.

Amazfit Active Max - Bilder App

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Schlaf & Gesundheit

Die Active Max bietet eine umfassende Schlafüberwachung mit Restore IQ – einem KI-Algorithmus, der Schlafdaten analysiert und bei der Optimierung der Erholungsphasen helfen soll. Neben Schlafstadien registriert die Uhr auch Nickerchen und zeichnet Puls, Blutsauerstoff sowie Atemfrequenz auf. Nicht jede einzelne Wachphase wird zuverlässig erkannt, ansonsten funktioniert das Schlaftracking aber tadellos: Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt stimmen, die Bewertung der Schlafqualität wirkt nachvollziehbar. In der App gibt es zusätzliche Tipps zur Verbesserung der Schlafhygiene.

Herzfrequenz, Blutsauerstoffsättigung und Atmung misst die Active Max ebenfalls. Damit die Uhr bei abnormalen Werten warnt, muss man die Pulsmessung in den Einstellungen allerdings von fünf auf eine Minute erhöhen – die Blutsauerstoffmessung ist ab Werk sogar komplett deaktiviert. Die Aktivierung beider Funktionen geht zulasten der Akkulaufzeit.

Stiefmütterlich behandelt Amazfit auch bei der Active Max die weibliche Gesundheit. Das Zyklustracking erlaubt lediglich die Eingabe von Datum und Dauer der letzten Periode. Daraus errechnet die App den Zyklus inklusive fruchtbarer Tage und Eisprung. Zusätzliche Symptome lassen sich aber weder außerhalb noch während der Periode erfassen – in der Praxis macht das die Funktion nahezu nutzlos.

Weitere Features

Die Active Max unterstützt eine Reihe von Zusatzfunktionen, die mittlerweile zum Repertoire jeder aktuellen Amazfit-Uhr gehören. Der KI-Sprachassistent Zepp Flow erlaubt das Beantworten eingehender Nachrichten oder die Steuerung der Uhr per Sprachbefehl. Auch Anfragen an die KI – etwa zum Wetter oder zu aktuellen Schlafdaten – sind möglich und funktionieren im Test problemlos und ohne Verzögerung. Telefonieren klappt ebenfalls, allerdings nur in Kombination mit einem Smartphone – ein eSIM-Slot fehlt.

Obwohl Amazfit damit wirbt, dass sich Podcasts in den integrierten Speicher laden lassen, steht uns diese Funktion zum Testzeitpunkt nicht zur Verfügung. Einen eigenen Musikspeicher bietet die Uhr ebenfalls nicht – sie erlaubt lediglich die Steuerung der Musikwiedergabe auf dem Smartphone. Kontaktloses Bezahlen via NFC mit Zepp Pay wird zwar unterstützt, das Feature leidet aber weiterhin darunter, dass nur wenige deutsche Banken Zepp Pay aktuell unterstützen.

Akku

Amazfit-Uhren halten in der Regel lange durch. Die Active Max legt hier aber noch einmal zu: Ihr 658-mAh-Akku ist mehr als doppelt so groß wie der 270-mAh-Akku der Active 2. Laut Hersteller sind bei typischer Nutzung bis zu 25 Tage drin, bei durchgehender GPS-Nutzung bis zu 64 Stunden.

Wie lange der Akku im Alltag tatsächlich durchhält, hängt stark von den Einstellungen ab. Ab Werk misst die Uhr die Herzfrequenz nur alle fünf Minuten, die Blutsauerstoffmessung ist komplett deaktiviert. Wer das Messintervall verkürzt, die Blutsauerstoffmessung hinzuschaltet und das Always-On-Display aktiviert, muss mit deutlich kürzerer Laufzeit rechnen.

Trotzdem hielt die Uhr in unserem Test gut 12 Tage durch – und das bei minütlicher Herzfrequenzmessung, aktivierter Blutsauerstoffmessung und drei anderthalbstündigen Sporteinheiten pro Woche, davon zwei mit GPS. Für eine Smartwatch dieser Preisklasse ein hervorragender Wert.

Vollständig geladen ist die Active Max über die beiliegende Ladeschale in knapp zwei Stunden. Nach 30 Minuten steht der Akku bei rund 30 Prozent. Ein passendes Netzteil für das Ladekabel liegt allerdings nicht bei.

Preis

Die Amazfit Active Max kostet laut unverbindlicher Preisempfehlung 170 Euro und damit 70 Euro mehr als die Active 2. Die Uhr ist ausschließlich in Schwarz erhältlich. Aktuell gibt es die Sportuhr schon für 159 Euro.

Fazit

Die Amazfit Active Max hat zwei Besonderheiten, die die Kaufentscheidung maßgeblich beeinflussen dürften: Die Smartwatch kostet mehr als andere Amazfit-Uhren mit vergleichbarem Feature-Set, bietet dafür aber ein größeres Display und vor allem einen deutlich leistungsfähigeren Akku.

Trotz des Aufpreises gegenüber der Active 2 oder der Bip 6 bleibt das Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu teureren Modellen von Garmin, Polar und Co. unschlagbar. Wer eine Uhr mit Navigation sucht und großen Wert auf lange Akkulaufzeit legt, bekommt mit der Active Max ein echtes Schnäppchen.

Amazfit Active 2

 Die beste günstige Sportuhr kostet unter 100 Euro

Exakte Pulsmessung, GPS und Offline-Karten: Die Amazfit Active 2 überzeugt als Sportuhr zum Kampfpreis mit Features wie bei Garmin. Mehr zum Preis-Leistungs-Wunder im Test.

VORTEILE

  • hervorragender Preis
  • sehr genaue Pulsmessung
  • schickes Design
  • Offline-Karten

NACHTEILE

  • wirkt weniger robust 
  • kein Support für Musik auf der Uhr  
  • Bezahlfunktion nur im Premium-Modell

Amazfit Active 2 im Test: Die beste günstige Sportuhr kostet unter 100 Euro

Exakte Pulsmessung, GPS und Offline-Karten: Die Amazfit Active 2 überzeugt als Sportuhr zum Kampfpreis mit Features wie bei Garmin. Mehr zum Preis-Leistungs-Wunder im Test.

Mit der Active 2 hat Amazfit einen starken Nachfolger der preiswerten Smartwatch Active herausgebracht. Bereits der Vorgänger überzeugte mit einem exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis und mit GPS.

Beim Nachfolger taten wir uns zunächst schwer mit der Einordnung – doch die Amazfit Active 2 entpuppt sich als vollwertige Sportuhr. Das verdankt die preiswerte Smartwatch nicht nur ihrem runden Gehäuse, sondern auch zahlreichen smarten Features und einer präzisen Messung der Vitaldaten. Warum die Amazfit Active 2 ein echter Geheimtipp ist, klären wir in diesem Testbericht.

Design & Display

Die Amazfit Active 2 bietet ein schlichtes und sportliches Design. Die kreisrunde Uhr verfügt über ein OLED-Display mit einer Diagonale von 1,32 Zoll und einer Auflösung von 466 × 466 Pixeln. Damit liefert es ein messerscharfes Bild. Dank automatischer Helligkeitsanpassung regelt sich der Bildschirm selbstständig nach – auch bei starkem Sonnenlicht bleibt er noch ablesbar.

Damit gehört sie mit einem Durchmesser von 44 mm bei einer Dicke von etwa 10 mm zu den kompakten Smartwatches für Sport und ist auch an einem Damenhandgelenk vorstellbar. Das Gewicht von 42 g ist sehr niedrig, man spürt die Uhr kaum am Handgelenk – auch nicht im Schlaf.

Das Gehäuse mit zwei Tasten ist in Silber gehalten und besteht aus mit Fasern verstärktem Verbundkunststoff, die Lünette wiederum aus rostfreiem Edelstahl. Die Verarbeitung ist hochwertig und wirkt damit hochpreisiger, als die Uhr eigentlich ist. Für Outdoor-Abenteuer erscheint uns die Uhr allerdings nicht robust genug, hier dürfte die T-Rex 3 von Amazfit eher die richtige und robuste Wahl. Dafür macht sie als schlichte Smartwatch im Alltag eine gute Figur am Handgelenk. Auch zum Schwimmen oder Duschen kann man sie tragen, die Uhr ist wasserdicht bis 5 ATM.

Das Armband aus Silikon unterstreicht den sportlichen Charakter der Uhr und ist einfach abzuwaschen. Dank zahlreicher Löcher kann die Haut atmen – allerdings hinterlässt das Band kleine Abdrücke, wenn es zu eng getragen wird. Das Armband ist einfach austauschbar durch zwei Schnellverschlüsse und kann gegen bequemere Alternativen ersetzt werden, etwa aus Nylon. Zudem gibt es eine limitierte Premium-Ausführung der Active 2 mit Saphirglas und Lederarmband – was beim Sport aber weniger Sinn ergibt.

Amazfit Active 2 - Bilder

Amazfit Active 2

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Amazfit Active 2

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Amazfit Active 2

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App

Die Einrichtung der Amazfit Active 2 ist gewohnt einfach: Zepp-App installieren, per QR-Code koppeln – fertig. Die Smartwatch ist sowohl mit Android als auch iOS kompatibel. Mit einigen Drittanbieter-Apps ist die Verbindung möglich, um Daten zu synchronisieren, darunter sind etwa Google Fit und Strava sowie Komoot. Das App-Angebot der proprietären Plattform von Amazfit selbst ist sehr eingeschränkt und beschränkt sich vorwiegend auf Tools. So gibt es etwa keine App für Spotify oder ähnliche Dienste. Ähnlich wie bei Smartwatches von Garmin zeigt die Active 2 am Morgen eine Übersicht mit anstehenden Terminen, dem Wetter und einer Analyse der Schlafqualität an.

In der Zepp-App sind alle erfassten Gesundheits- und Fitnessdaten übersichtlich aufbereitet. Der Tab „Übersicht“ fasst die wichtigsten Werte zusammen. Oben zeigt er neben der Schlafdauer der letzten Nacht die Bereitschaft an und liefert weiter unten zusätzliche Informationen zur Herzfrequenz, Schritte und verbrannten Kalorien. Praktisch ist der Kalorien-Tracker, in dem man seine Mahlzeiten einträgt – die Uhr passt das Kalorien-Budget des Tages entsprechend den jeweiligen Aktivitäten an.

Der Reiter „Bereitschaft“ schätzt anhand von Aktivitäts- und Schlafdaten die aktuelle Leistungsfähigkeit ein – ähnlich der Body Battery von Garmin. Dafür muss die Uhr allerdings auch nachts getragen werden. Weitere Bereiche bieten Schlafanalysen, Aktivitätsauswertungen und Trainingsziele.

Im Menüpunkt „Training“ finden sich Workouts, Trainingspläne sowie der Zepp-Coach. Dieser erstellt auf Wunsch einen Trainingsplan und gibt per KI-Chatbot Tipps. „Aura“ wiederum liefert umfassende Schlafanalysen, geführte Meditationen und einen KI-gestützten Schlaftrainer, setzt für den vollen Funktionsumfang ein Premium-Abo voraus. Hier werden zehn Euro pro Monat oder 70 Euro im Jahr fällig, ein Jahres-Abo oder eine Geschenkkarte dafür gibt es aber schon für 30 Euro.

Unter „Gerät“ lassen sich Apps, Widgets und Benachrichtigungen anpassen. Zudem stehen knapp 400 kostenlose Ziffernblätter und weiter kostenpflichtige zur Auswahl. Bei Whatsapp sind nur vorgefertigte Antworten möglich, immerhin werden aber sogar Bilder in der Vorschau angezeigt.

Amazfit Active 2 - Zepp App

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Amazfit Active 2 - Zepp App

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Bedienung

Die Uhr reagiert stets flott auf Eingaben, das System läuft sehr geschmeidig. Die Bedingung erfolgt per Touch sowie über zwei Tasten am Gehäuse, die frei belegbar sind. Standardmäßig öffnet die untere Taste die Trainingsprofile. Der obere Knopf öffnet die App-Übersicht und kehrt bei erneutem Drücken zurück zum Homescreen. Drückt man diese länger, startet der Sprachassistent Zepp Flow. Damit kann man etwa einen Timer stellen, nach dem Wetter fragen oder das Display dimmen.

Die Bedienung erfolgt sonst über Wischgesten: Ein Swipe nach links zeigt verschiedene Widgets, etwa die Bereitschaft, das Wetter oder den Puls. Diese kann man in der Zepp-App konfigurieren. Wischt man nach rechts, gelangt man in eine Übersicht der Shortcut-Karten, die auch individuell anpassbar sind. Unten finden sich Benachrichtigungen, oben die Einstellungen der Uhr.

Tracking & Training

Die Amazfit Active 2 misst den Puls, zählt Schritte und erkennt Aktivitäten. Zudem überwacht sie den Schlaf und unterteilt ihn in verschiedene Phasen. Die Uhr erfasst auch Standphasen und zählt grob Stockwerke. Den Höhenunterschied erkennt die Active 2 anhand eines Barometers. Die Schrittzählung ist recht genau, und auch das GPS zeigte sich im Test als weitgehend präzise – auch ohne Dualband-GNNS. Es gibt Trainingsprofile für 164 Sportarten – unter anderem Hyrox oder Padel.

Beeindruckend war die Genauigkeit der optischen Pulsmessung der Active 2. Im Test mit einem Polar-Brustgurt beim Intervalltraining auf dem Spinning-Bike war die Abweichung minimal – teils liefen die Werte sogar nahezu synchron.

Für Frauen interessant macht die Uhr das Tracking des weiblichen Zyklus. Hierzu misst die Uhr auch die Hauttemperatur. Die Funktion bietet Vorhersagen für Menstruations- und fruchtbare Perioden.

Die Active 2 überwacht zudem den Schlaf und unterteilt ihn in Schlafphasen wie REM, Tiefschlaf oder leichten Schlaf und Wachphasen. Basierend darauf und den Aktivitäten erstellt die Uhr einen Score namens „Bereitschaft“. Die Ergebnisse erscheinen uns plausibel, auch Wachphasen in der Nacht erkennt die Uhr meistens. Lediglich den Einschlafzeitpunkt erkennt die Active 2 nicht immer korrekt, oft geht die Smartwatch davon aus, man schlafe bereits, auch wenn man noch im Bett liegt und liest.

Weitere Features

Die Amazfit Active 2 verfügt über ein integriertes Mikrofon und einen Lautsprecher, der einen überraschend guten Klang liefert. Telefonate lassen sich direkt über die Uhr annehmen, sofern eine Bluetooth-Verbindung zum Smartphone besteht. In den Einstellungen kann Bluetooth bei Bedarf deaktiviert werden. Zudem stehen ein Nicht-Stören-, Schlaf- und Kino-Modus zur Verfügung.

NFC für kontaktloses Bezahlen ist nur in der Premium-Version enthalten. Der Dienst Zepp Pay wird in Deutschland derzeit ausschließlich von wenigen Banken unterstützt, darunter die DZ Bank AG, Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Euro Kartensysteme GmbH, Treezor SAS und Unlimint EU LTD – jeweils nur in Verbindung mit einer Mastercard. Immerhin gibt es Unterstützung für Curve.

Ein echtes Highlight in dieser Preisklasse: Wie bei der T-Rex 3 bietet die Active 2 Offline-Karten, die sich über die App auf die Uhr laden lassen. Die Karten-App zeigt dann eine Umgebungskarte direkt auf dem Zifferblatt, die sich per Zoom vergrößern oder verkleinern lässt. Eine klassische Navigation à la Google Maps ist jedoch nicht möglich.

Akku

Die Active 2 hat eine Akkukapazität von rund 270 mAh. In der Praxis hält die Uhr bei drei bis vier Workouts die Woche, ohne Always-On-Display, aber mit automatischer Helligkeitsanpassung gut acht bis neun Tage durch – selbst, wenn man die Uhr nachts im Schlaf trägt. Das ist eine richtig gute Akkulaufzeit. Mit aktivem Always-On-Display reduziert sich die Akkulaufzeit auf rund die Hälfte, mit vier bis fünf Tagen – aber auch das ist noch ein guter Wert.

Zum Laden steht ein kleines, magnetisches Ladepad mit USB-C-Anschluss parat – dieses kommt allerdings ohne Kabel oder Netzteil. Der Ladevorgang dauert damit rund eine Stunde.

Preis

Mit einem Preis von derzeit 77 Euro (UVP 99 Euro) ist die Active 2 ein echtes Schnäppchen unter Sportuhren und Smartwatches. Hier kann man bedenkenlos zugreifen. Die Premium-Version mit Lederband, Saphirglas und NFC für Zahlungen mit Zepp Pay kostet 110 Euro.

Fazit

Die Amazfit Active 2 konnte uns im Test fast rundum überzeugen. Eine so gut ausgestattete und dennoch günstige Smartwatch mit GPS hatten wir bislang selten im Test. Damit ist die Active 2 eine klare Empfehlung für alle, die eine preiswerte Sportuhr suchen.

Das schicke Design, die solide Verarbeitung und das helle Display sorgen für eine gute Alltagstauglichkeit. Besonders beeindruckt hat uns die Akkulaufzeit von fast zehn Tagen. Die Pulsmessung erwies sich als äußerst präzise, und mit Features wie Sprachsteuerung, Offline-Karten, Zyklus-Tracking und Telefonie bietet die Uhr einen beachtlichen Funktionsumfang.

Einschränkungen gibt es dennoch: Bezahlen ist nur mit der Premium-Version und zudem nur mit wenigen Zahlungsdiensten möglich. Das Hören von Musik über die Uhr beim Laufen ohne Smartphone ist nicht möglich, weder gibt es dafür einen Speicher für MP3 noch Apps für die Offline-Wiedergabe gibt es keine. Zudem zeigte sich der Kalender als fehleranfällig, da er gelöschte Google-Einträge wiederholt anzeigte.

Wer eine zuverlässige Sportuhr mit präziser Pulsmessung und langer Akkulaufzeit sucht, macht mit der Amazfit Active 2 nichts falsch.

Amazfit Active 2 Square

 Günstige GPS-Pulsuhr überzeugt

Stilvoll, präzise und trotzdem günstig: Die Amazfit Active 2 Square bietet GPS, Offline-Karten, NFC und lange Akkulaufzeit.

VORTEILE

  • hervorragender Pulssensor
  • GPS
  • günstiger Preis
  • große Auswahl an Trainingsprofilen

NACHTEILE

  • Gesundheitsfunktionen mit Einschränkungen
  • kostenpflichtiges Abo für den vollen Funktionsumfang erforderlich
  • sehr begrenzte Auswahl an Zusatz-Apps

Amazfit Active 2 Square im Test: Günstige GPS-Pulsuhr überzeugt

Stilvoll, präzise und trotzdem günstig: Die Amazfit Active 2 Square bietet GPS, Offline-Karten, NFC und lange Akkulaufzeit.

Wer eine smarte Sportuhr mit umfangreichen Trainingsfunktionen sucht, muss längst keine 300 Euro ausgeben. Mit der Active 2 Square schickt Amazfit ein Modell ins Rennen, das präzises Gesundheits- und GPS-Tracking, lange Akkulaufzeit und einen attraktiven Preis vereinen will.

Schon die Amazfit Active 2 mit rundem Zifferblatt konnte im Test überzeugen. Das rechteckige Square-Modell bietet nun ein großes Display mit Saphirglas und ergänzt die Ausstattung um NFC. Ob auch die Amazfit Active 2 Square ein echter Preis-Leistungs-Kracher ist, zeigt der Test.

Design & Tragekomfort

Beim Design der Active 2 Square orientiert sich Amazfit erkennbar an der Apple Watch, setzt mit leicht abgerundeten Kanten und einer minimal ovalen Gehäuseform aber eigene Akzente. Auf der rechten Seite sitzen zwei schmale, unauffällige Tasten, die die Touchbedienung sinnvoll ergänzen.

Das Gehäuse besteht aus Edelstahl, das mitgelieferte Lederarmband aus schwarzem Leder mit Metallschließe. Zusätzlich legt Amazfit ein Silikonarmband mit Kunststoffschließe in markentypischem Orange bei – praktisch für Sport, Schwimmen oder schweißtreibende Einheiten.

Verarbeitung und Materialanmutung fallen insgesamt hochwertig aus. Mit 31,4 g Gewicht und 9 mm Gehäusedicke trägt sich die Smartwatch angenehm am Handgelenk. Dank 5-ATM-Zertifizierung ist sie zudem gegen Wasser geschützt und eignet sich auch für Schwimmen oder Duschen.

Display

Das 1,75-Zoll-AMOLED-Display soll laut Amazfit eine Spitzenhelligkeit von bis zu 2.000 Nits erreichen. Messungen konnten wir im Test zwar nicht durchführen, subjektiv wirkt der Wert auf höchster Stufe jedoch plausibel. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt das Display gut ablesbar, die automatische Helligkeitsregelung arbeitet zuverlässig.

Mit 390 × 450 Pixeln und 341 PPI bewegt sich die Auflösung im üblichen Rahmen für Smartwatches dieser Größe. Farben werden kräftig und kontrastreich dargestellt, ohne dabei unnatürlich zu wirken.

Amazfit Active 2 Square - Bilder

Amazfit Active 2 Square

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Amazfit Active 2 Square

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Amazfit Active 2 Square

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Amazfit Active 2 Square

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Einrichtung & Bedienung

Die Amazfit Active 2 Square wird über die kostenlose Zepp-App von Amazfit eingerichtet, die im Apple App Store und bei Google Play bereitsteht. Die Ersteinrichtung erfolgt per Bluetooth-Kopplung mit dem Smartphone und ist schnell erledigt. Im Anschluss installiert die App automatisch das aktuelle Systemupdate – nach wenigen Minuten ist die Smartwatch einsatzbereit.

Die Bedienung erfordert zunächst etwas Eingewöhnung, da die seitlichen Tasten anders belegt sind als bei vielen anderen Smartwatches. Nach kurzer Zeit geht die Steuerung jedoch intuitiv von der Hand. Eingaben über Tasten und Touchscreen werden zuverlässig und ohne spürbare Verzögerungen umgesetzt.

Training & Fitness

Die Amazfit Active 2 Square richtet sich klar an aktive Nutzer und bietet mit mehr als 160 Sportmodi eine riesengroße Auswahl an Trainingsprofilen. Klassische Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren oder Wandern werden per GPS aufgezeichnet, ein integriertes Höhenbarometer unterstützt unter anderem beim Skifahren. Trotz der Vielzahl an Modi wirken die Profile sinnvoll abgestimmt: Die erfassten Daten unterscheiden sich je nach Sportart deutlich und gehen über reine Dauer- und Pulswerte hinaus.

Ein Highlight ist der von Amazfit bekannte Hyrox-Race-Modus, mit dem sich einzelne Stationen während eines Rennens separat erfassen lassen. Zusätzlich steht ein eigenes Hyrox-Trainingsprofil bereit. Eigene Workouts lassen sich in der Zepp-App planen und über das Krafttrainingsprofil mit Wiederholungen, Sätzen und Pausen tracken. Die Übungsauswahl fällt sehr umfangreich aus und ist übersichtlich nach Kategorien sortiert. Die automatische Übungserkennung funktioniert meist zuverlässig, gelegentlich ist jedoch eine manuelle Korrektur nötig.

Sowohl das integrierte GPS als auch der optische Herzfrequenzsensor überzeugen im Test. Zwar unterstützt das GPS kein Dualband, die aufgezeichneten Strecken weichen in der Praxis aber kaum von der tatsächlichen Route ab. In der Zepp-App können zudem eigene Routen erstellt und zur Navigation auf die Uhr übertragen werden.

Auch die Pulsmessung liefert stimmige Ergebnisse. Im Vergleich mit einem Brustgurt bleiben die Abweichungen selbst bei stark schwankender Herzfrequenz gering und bewegen sich größtenteils im einstelligen Bereich.

Amazfit Active 2 Square - App

Amazfit Active 2 Square - App

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Amazfit Active 2 Square - App

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Amazfit Active 2 Square - App

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Schlaf & Gesundheit

Die Amazfit Active 2 Square bietet ein umfangreiches Schlaf-Tracking, das sowohl den Nachtschlaf als auch tagsüber eingelegte Nickerchen erfasst. Im Test arbeitet die Erkennung überwiegend zuverlässig: Einschlaf- und Aufwachzeiten werden genau registriert, einzelne Wachphasen jedoch nicht immer eindeutig erkannt. Die ermittelte Schlafbewertung deckt sich weitgehend mit dem subjektiven Empfinden.

In der Zepp-App finden sich zudem Auswertungen zur Schlafregelmäßigkeit, praktische Tipps zur Verbesserung der Schlafqualität sowie die Möglichkeit, Gewohnheiten vor dem Zubettgehen und die Stimmung beim Aufwachen zu dokumentieren.

Zu den Gesundheitsfunktionen zählen außerdem eine kontinuierliche Überwachung von Herzfrequenz, Atmung und Blutsauerstoffsättigung. Bei auffälligen Messwerten informiert die Uhr per Warnhinweis. Eine EKG-Funktion fehlt, was angesichts des Preises jedoch nicht überraschend ist.

Weniger überzeugend fallen die Funktionen zur weiblichen Gesundheit aus. Zwar bietet die Zepp-App ein Zyklus-Tracking mit Prognosen zu Periode, fruchtbaren Tagen und Eisprung, weiterführende Eingaben wie Symptome außerhalb der Periode oder die Körpertemperatur sind jedoch nicht vorgesehen.

Weitere Features

Die Amazfit Active 2 Square unterstützt den kostenlosen KI-Sprachassistenten Zepp Flow, der per Natural Language Processing mit dem Nutzer interagiert. Damit lassen sich Nachrichten per Sprachdiktat beantworten, Funktionen der Uhr per Sprachbefehl steuern oder Fragen wie zur Wettervorhersage stellen. Auch aktuelle Trainingsdaten können abgefragt werden. Im Test funktionierte die Spracherkennung zuverlässig, einfache Befehle und Anfragen wurden sauber erkannt.

Dank integriertem Mikrofon und Lautsprecher können Anrufe direkt über die Uhr angenommen und geführt werden. Voraussetzung ist allerdings eine bestehende Bluetooth-Verbindung zum Smartphone, da die Active 2 Square weder eSIM noch LTE unterstützt.

Die Amazfit Active 2 Square bietet kein natives Google Maps, unterstützt Navigation jedoch auf zwei Wegen. Einerseits lassen sich Abbiegehinweise von Google Maps per Smartphone-Benachrichtigung auf die Uhr spiegeln, andererseits können über die Zepp-App Offline-Karten sowie GPX-Routen auf die Uhr geladen werden, die dann mit visueller Navigation und optionaler Sprachausgabe genutzt werden. Ergänzend stehen Drittanbieter-Apps zur Verfügung, die die Anzeige von Navigationshinweisen verbessern, jedoch ebenfalls ohne vollständige Google-Maps-Kartenansicht auskommen.

Abstriche müssen Nutzer beim Thema Musik machen: Ein interner Musikspeicher fehlt, die Uhr dient lediglich zur Steuerung der Wiedergabe auf dem Smartphone. Dafür ist kontaktloses Bezahlen per NFC über Zepp Pay an Bord. Es lassen sich bis zu acht Bankkarten auf der Uhr hinterlegen, allerdings wird der Dienst in Deutschland bislang nur von einer begrenzten Zahl an Banken unterstützt.

Akku

Amazfit gibt die Akkulaufzeit der Active 2 Square mit bis zu zehn Tagen an. Im Test erreichten wir ohne Always-On-Display, bei aktivierten Benachrichtigungen und drei jeweils rund 90-minütigen Trainingseinheiten – zwei davon mit GPS – eine Laufzeit von etwa acht Tagen. Das ist ein sehr ordentlicher Wert und für diese Preisklasse absolut überzeugend. Das vollständige Aufladen über die mitgelieferte Ladeschale dauert etwas mehr als eine Stunde.

Preis

Amazfit verkauft die Active 2 Square in einer Farbvariante mit schwarzem Lederarmband, ein orangefarbenes Kunststoffarmband liegt bei. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 150 Euro, der Straßenpreis liegt bei 115 Euro.

Fazit

Die Amazfit Active 2 Square ist eine interessante Option für alle, die eine sportlich orientierte Smartwatch mit soliden Smart-Funktionen suchen, ohne viel Geld auszugeben. Mit einem Preis von deutlich unter 150 Euro bietet sie gemessen am Funktionsumfang und der gebotenen Qualität ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Das macht sie für uns derzeit zur besten güsntigen Sportuhr.

Wer auf eine EKG-Messung verzichten kann und Amazfit-typische Einschränkungen wie die überschaubare Auswahl an Zusatz-Apps oder die eingeschränkten Bezahlfunktionen akzeptiert, erhält mit der Amazfit Active 2 Square eine überzeugende Uhr. Besonders für Hyrox-Athleten ist sie einen Blick wert: Der von Amazfit integrierte Race-Modus hebt sich von der Konkurrenz ab und stellt einen echten Mehrwert dar.

Amazfit Balance

Amazfit Balance im Test

Das Top-Modell von Amazfit entpuppt sich als Alleskönner unter den Smartwatches. Ob es bei der Uhr mit langer Akkulaufzeit einen Haken gibt, zeigt der Test.

VORTEILE

  • leichtes und schickes Gehäuse mit hohem Tragekomfort
  • lange Akkulaufzeit von fast 14 Tagen
  • Analyse der Körperzusammensetzung

NACHTEILE

  • KI-Funktion nur als kostenpflichtiges Abo verfügbar 
  • Kalender-Synchronisierung hinkt teilweise hinterher  
  • Schlaf-Tracking erkennt Wachphasen nicht immer

Amazfit Balance im Test

Das Top-Modell von Amazfit entpuppt sich als Alleskönner unter den Smartwatches. Ob es bei der Uhr mit langer Akkulaufzeit einen Haken gibt, zeigt der Test.

Smartwatches sind längst mehr als eine Verlängerung des Smartphones am Handgelenk. Sie messen den Puls, überwachen Aktivitäten sowie den Schlaf und liefern so Erkenntnisse zur Gesundheit und Wohlbefinden. Dank langer Akkulaufzeit von bis zu zwei Wochen sind Smartwatches mit proprietären Systemen zudem eine spannende und vor allem praktische Alternative zu angesagten Uhren mit Wear OS.

In diese Kategorie gehört die Amazfit Balance. Schon in der Vergangenheit beeindruckte uns der chinesische Hersteller mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Balance für derzeit 166 Euro ist allerdings mehr als nur eine Fitnessuhr. Unterstützt von einer KI möchte die Balance das Wohlbefinden des Trägers überwachen. Ob das auch funktioniert, zeigt unser Test.

Design

Die Amazfit Balance gehört definitiv zu den bequemsten Smartwatches, die wir getestet haben. Der Tragekomfort ist hoch, was dem leichtgewichtigen und schlanken Gehäuse zu verdanken ist. Sowohl im Alltag, beim Sport als auch im Schlaf stört die Smartwatch kaum.

Das graue Gehäuse mit einem Durchmesser von 46 mm besteht aus Aluminium und wirkt sehr hochwertig und elegant. Rechts oben befindet sich ein Drehknopf, rechts unten eine weitere Taste, die programmierbar ist. Das schwarze Armband unseres Testgeräts besteht aus Kautschuk und ist die erste Wahl, wenn man die Uhr häufig auch beim Sport nutzen möchte. Alternativ gibt es eine Variante mit einem bunt karierten, flexiblen Nylon-Armband, das man einfach über das Handgelenk zieht, ganz ohne Schließmechanismus.

Display

Das OLED-Display mit hoher Bildschärfe hat eine Diagonale von 1,5 Zoll und löst mit 480 × 480 Pixeln auf. Die Anzeige ist hell und auch bei Sonnenschein ablesbar. Die Helligkeit passt sich automatisch an, auf Wunsch steht ein Always-On-Display zur Auswahl, das aber die Akkulaufzeit halbiert.

Amazfit Balance - Zapp-App

Amazfit Balance - Zapp-App

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Ausstattung

Als Schnittstellen verfügt die Amazfit Balance über Bluetooth 5.0 LE, NFC sowie auch Wi-Fi 4. Das Gehäuse ist bis 50 Meter wasserdicht. Ein Mikrofon und ein Lautsprecher sind vorhanden. Das Telefonieren über die Uhr ist also möglich. Als Betriebssystem läuft Zepp OS, das von Amazfit regelmäßig mit Updates und Feature-Erweiterungen versorgt wird.

Zur Ortung steht ein Multiband-GNSS mit GPS, Glonass, Beidou, Galileo und QZSS zur Verfügung. Diese arbeitet präzise und zuverlässig. Die Pulsmessung übernimmt ein optischer Sensor. Neben dem Puls misst die Uhr auch den Blutsauerstoffwert. Mit an Bord ist zudem ein Kompass, Beschleunigungssensor, Barometer für Luftdruck und Höhenmessung sowie ein Thermometer für die Hauttemperatur. Die Zyklus- und Schlafüberwachung beherrscht die Balance ebenfalls. Sogar eine Körperfettmessung ist möglich.

Mit der Balance kann man theoretisch über den Dienst Amazfit Pay bezahlen. Dieser wird in Deutschland aber bisher von wenigen Banken unterstützt. Zum Einrichten muss man zudem eine PIN festlegen. Ärgerlicherweise benötigt man diese dann jedes Mal, wenn man die Uhr nutzen möchte – also nicht nur zum Bezahlen.

Bedienung

Zur Einrichtung nutzt die Amazfit Balance die Zepp-App, die frei verfügbar im Google Play Store oder Apple App Store ist. Die Einrichtung ist schnell erledigt und klappt reibungslos. Per App läuft die Kommunikation zwischen Uhr und Handy, zudem sind Feinabstimmungen möglich, es gibt sogar einen App-Store für die Smartwatch selbst.

Die Startseite der App zeigt einen Bericht mit zurückgelegten Schritten, Herzfrequenz, Trainings sowie der „Bereitschaft“ – einem Score zur Ermittlung des Wohlbefindens. Hierzu muss man die Uhr aber auch im Schlaf tragen. Es gibt ferner einen Bereich für Schlaf sowie Training und allgemeine Einstellungen. Per App beziehen Nutzer Ziffernblätter oder Anwendungen (kostenlos sowie kostenpflichtig). Zudem legt man die angezeigten Verknüpfungskarten der Uhr fest.

Auf der Smartwatch selbst wechselt man das Ziffernblatt, indem man länger auf den Bildschirm drückt und dann eines der vorhandenen Motive auswählt. Wischt man nach oben, gelangt man in den Bereich für Benachrichtigungen. Worüber die Uhr den Nutzer benachrichtigt, legt man in der Zapp-App am Smartphone fest. Per Swipe nach rechts gelangt man in eine Übersicht mit Verknüpfungskarten, die man ebenfalls in der App konfiguriert. Wischt man nach links, gelangt man zu jeweils einer Karte mit den Bereichen für Bereitschaft, Schrittzählung, Puls, Wetter sowie Training.

In alle auf der Uhr aktiven Features und Apps gelangt man durch Drücken des Drehrads. Hier steht die von der Apple Watch bekannte Übersicht mit winzigen Icons zur Auswahl, die man in den Einstellungen durch eine deutlich übersichtlichere Liste ersetzen kann. Per Drehung am Rad gehen die Nutzer durch die Apps, ausgewählt wird dann am Touchscreen. Rechts unten befindet sich eine weitere Taste, die programmierbar ist. Auch durch längeres Drücken des Drehrads kann man eine gewünschte Funktion aktivieren, zum Beispiel Alexa. Das Interface der Uhr reagiert flott und flüssig. Touch-Eingaben sind präzise.

Sehr erfreut waren wir über die Anbindung an den Kalender des Smartphones. Auf den ersten Blick funktionierte die Synchronisierung schnell und reibungslos. Später allerdings nervte uns die Uhr regelmäßig mit Erinnerungen an bereits gelöschte Termine – teilweise noch mehrere Wochen. Andere Termine wurden noch nach Sommerzeit gezeigt. Auch Einträge, die im Google-Kalender ohne Benachrichtigung hinterlegt sind, präsentiert die Balance einem ungefragt mit einem Vibrieren.

Fitness

Die Amazfit Balance bietet eine Vielzahl an Profilen fürs Training – vom Skilaufen über Radfahren, Laufen hin zu freiem Training, Kampfsport oder Gerätetraining. Einige der Modi sind aber recht sinnlos, etwa Schachspielen.

Die Pulsmessung ist ziemlich exakt, wobei mit Abweichungen von bis zu zehn Schlägen in der Minute zu rechnen ist. Lediglich beim Intervalltraining mit schnell wechselnder Belastung reichen die Ergebnisse nicht ganz an einen Pulsgurt heran – aber das ist bei anderen Smartwatches nicht anders. Für Freizeit- und Hobby-Sportler bietet die Balance alles, was nötig ist.

Amazfit Balance - Bilderstrecke

Amazfit Balance

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Nach dem Training findet man auf dem Ziffernblatt sowie in der Zepp-App eine detaillierte Auswertung, etwa ob der Puls eher im anaeroben oder aeroben Bereich war, sowie eine Einschätzung des Trainingseffekts. Die Berechnung des Kalorienverbrauchs kam uns teilweise etwas zu optimistisch und damit hoch vor.

Eine Synchronisierung ist mit Google Fit, Apple Health, Adidas Running oder Strava möglich. Läufer finden Angaben zu Höhenmetern sowie der zurückgelegten Strecke. Praktisch: Wanderfans können in Komoot Routen vorab planen und per App auf der Uhr hinterlegen. Auf den ersten Blick spannend klingt der KI-gestützte Zepp Coach. Hier kann man in der Smartphone-App Fragen an den Chatbot stellen oder sich Trainingspläne generieren lassen. Allerdings kostet dieser Service in vollem Umfang als Teil von „Balance Exklusiv“ 4 Euro im Monat oder 30 Euro im Jahr. Beim Kauf der Uhr gibt es immerhin eine kostenlose Test-Mitgliedschaft für drei Monate.

Gesundheit

Die Amazfit Balance hält auch den Schlaf fest. Dank des flachen und leichten Gehäuses stört das Tragen der Uhr so gut wie gar nicht. Die Zepp-App bewertet am nächsten Morgen die Qualität des Schlafs und zeigt unter dem Bereich „Bereitschaft“, wie fit und erholt der Träger sein sollte.

Die App unterteilt den Schlaf in verschiedene Phasen (wach, leichter oder tiefer Schlaf, REM). Das klappt meistens zuverlässig. Allerdings hatten wir einmal eine Nacht nicht wirklich einschlafen können, lagen dennoch permanent im Bett. Am frühen Morgen attestierte uns die Uhr dann überschwänglich ein hohes Bereitschaftslevel, das wir nur missmutig hinnehmen konnten. Eine tiefergehende KI-Analyse des Schlafs inklusive der Analyse der Atmung – etwa für das Risiko von Schlafapnoe – oder dem Erkennen des Restless-Legs-Syndroms kostet allerdings 10 Euro im Monat oder 50 Euro im Jahr.

Neben Klassikern, wie dem Schrittzählen oder der Messung des Blutsauerstoffgehalts, erkennt die Amazfit Balance zudem den Stresslevel. Es gibt mit Zepp Aura zudem einen Bereich, der beim Meditieren helfen soll oder Geräusche als Einschlafhilfe bietet. Aber auch hier kommen zusätzliche Abokosten hinzu.

Akku

Zu den größten Stärken von Amazfit-Smartwatches gehört die lange Akkulaufzeit. Das ist bei der Balance nicht anders. Mit einer Kapazität von rund 475 mAh kommen wir zwar nicht immer auf die vom Hersteller versprochenen 14 Tage, aber rund 12 Tage hielt die Uhr im Schnitt durch. Mit aktivem Always-On-Display verkürzt sich die Laufzeit deutlich auf knapp eine Woche. Ein Ladekabel liegt bei, allerdings passt das nicht zu den bisherigen Uhren von Amazfit.

Preis

Die Amazfit Balance gibt es aktuell für 166 Euro mit Kautschukarmband in Schwarz (Midnight) oder einem flexiblen Nylon-Armband für 166 Euro mit bunt kariertem, gräulichem Muster (Sunset Grey).

Fazit

Die Amazfit Balance ist wirklich schick und dank leichtem Gehäuse sehr angenehm zu tragen. Das macht die Smartwatch zu einer guten Wahl als Alltags- und Sportuhr in einem, mit großem Funktionsumfang. Sie beherrscht etwa relevante Funktionen wie genaue Pulsmessung, mobiles Bezahlen und bietet sogar einen App-Store. Die Akkulaufzeit ist dennoch ausgesprochen lang. Die neuen KI-Features klingen sehr spannend, sind allerdings in vollem Umfang mit recht hohen Abokosten verbunden.

Perfekt ist die Balance nicht. Gelegentlich gibt es kleinere Unstimmigkeiten. Die Synchronisierung mit dem Kalender funktioniert, behält aber gerne bereits am Handy gelöschte Termine weiter bei. Eine schlaflose Nacht ist der Balance glatt entgangen. Die Angabe der verbrannten Kalorien macht gute Laune – erscheint uns teilweise aber zu optimistisch. Die Bezahlfunktion Zepp-Pay wird hierzulande wenig unterstützt.

Garmin Enduro 2

Garmin Enduro 2 im Test

Garmin verpasst der Enduro ein Update, das die Sportuhr zur eierlegenden Wollmilchsau für Langstreckensportler macht. Die Enduro 2 hat aber ihren Preis.

VORTEILE

  • sehr lange Akkulaufzeit
  • umfangreiche Funktionen zur Trainingsplanung
  • gegenüber dem Vorgänger verbesserte Navigation 
  • hervorragende Verarbeitung

Garmin Enduro 2 im Test

Garmin verpasst der Enduro ein Update, das die Sportuhr zur eierlegenden Wollmilchsau für Langstreckensportler macht. Die Enduro 2 hat aber ihren Preis.

Während Apple mit der Watch Series 8 erste Schritte in Richtung einer Smartwatch für Sportler macht und dadurch mit Garmin konkurrieren will, hat letztgenannter Hersteller mit der Enduro 2 eine ganz andere Zielgruppe im Fokus. Als Nachfolgemodell der Enduro (Testbericht) richtet sich diese Uhr explizit an Extrem-Sportler, die lange Strecken zurücklegen und dabei auf GPS-Tracking angewiesen sind – wie etwa beim Ultramarathon. Wir haben uns die Enduro 2 genauer angeschaut und im Test mit dem Vorgängermodell verglichen, um zu klären, ob die Neuerungen den exorbitanten Preis der Uhr wert sind.

Lieferumfang, Design, Einrichtung

Im Hinblick auf Design hat sich bei der Enduro 2 im Vergleich zum Vorgänger nicht wirklich etwas getan. Das Gehäuse entspricht der Optik nach grundlegend dem der Enduro, mit kleinen Änderungen, die es auch schon bei der Fenix-Serie gab. Die Anzahl und Platzierung der Bedienknöpfe bleibt gleich, ebenso wie die Display-Größe. Allerdings wiegt die Enduro 2 ein paar Gramm mehr als die Enduro, gehört mit 70 Gramm aber weiterhin zur Mittelklasse im Portfolio von Garmin – die Fenix 7 wiegt demgegenüber fast 10 Gramm mehr. Das liegt unter anderem auch an der Lünette, die aus leichtem und besonders stabilem Titan gefertigt ist.

Das Display der Enduro 2 hat sich ansonsten gegenüber der Enduro (Testbericht) nicht verändert: Käufer bekommen die gewohnte Qualität des MIP-Bildschirms geboten, der einen geringen Energiebedarf mit einer hervorragenden Lesbarkeit kombiniert. Dadurch ist die Anzeige bei sämtlichen Lichtverhältnissen und bei starker Sonneneinstrahlung gut ablesbar. Was ebenfalls gleich bleibt, sind die Steuerungselemente: Wir navigieren mit fünf Tasten durch die Menüs der Uhr, im Gegensatz zur ersten Enduro gibt es allerdings eine Touch-Funktion – aber die braucht es unserer Meinung nach eigentlich gar nicht, denn die Bedienung funktioniert nicht nur für Garmin-Kenner absolut problemlos und intuitiv. Trotzdem: Wer Touch bevorzugt, bekommt ein reaktionsschnelles und auch bei Nässe gut bedienbares Display geboten.

Garmin liefert die Uhr ebenso wie das Vorgängermodell mit einem elastischen Nylon-Band inklusive Klettverschluss aus. Allerdings liegt im Lieferumfang diesmal zusätzlich ein klassisches Silikonarmband mit Edelstahlverschluss bei, das bei Bedarf über den Schnellverschluss ganz einfach gewechselt werden kann. Wer sich also an dem etwas ungewöhnlichen Armband des Vorgängers gestört hat, bekommt bei der Enduro 2 eine Alternative direkt mitgeliefert.

App

Bei der App hat sich gegenüber der Enduro beziehungsweise anderen Garmin-Geräten nichts verändert. Weil wir die Bedienbarkeit der App bereits in anderen Garmin-Tests ausführlich besprochen haben, verzichten wir an dieser Stelle auf eine umfangreiche Analyse. Wir halten aber fest, dass die App wie gewohnt hervorragend mit der Hardware der Enduro 2 zusammenarbeitet. Die intuitive Bedienbarkeit und das hohe Maß an Übersichtlichkeit sorgen für eine angenehme Nutzungserfahrung – auch in Kombination mit den Zusatzfunktionen der Uhr wie Garmin Pay und der Musiksteuerun. Beides funktioniert erwartungsgemäß absolut problemlos.

Aktivität

Gleich vorweg: Wer einen Aktivitätstracker sucht, ist mit der Enduro 2 an der falschen Adresse. Die Uhr zeichnet zwar Schritte auf, ist ansonsten für Aktivitäten des Alltags nicht ausgelegt. Stattdessen liegt der Fokus der Uhr komplett auf extremen Ausdauersportarten wie Ultramarathon-Läufen und Trail-Running (dazu später mehr).

Trotzdem bietet die Enduro 2 aber genauso wie das Vorgängermodell eine Reihe von Funktionen, mit denen sich verschiedene Körperwerte überwachen lassen. Neben einem optischen Herzfrequenzsensor, der Puls und Herzfrequenzvariabilität sowie Stresslevel aufzeichnet, bestimmt die Uhr den Sauerstoffgehalt im Blut. Außerdem können wir mit der Health-Snapshot-Funktion eine Art Gesundheitsbericht anhand einer zweiminütigen Messung verschiedener Werte erstellen – ein Feature, das Garmin-Nutzern bereits von anderen Uhren des Herstellers bekannt sein dürfte. Auch die Messung der Atemfrequenz, die Berechnung der körpereigenen Energiereserven sowie die Möglichkeit, die eigene Flüssigkeitszufuhr zu tracken, sind wieder mit an Bord.

Wer die Enduro 2 dafür nutzen möchte, wofür sie gemacht ist, nämlich bei langandauernden Aufenthalten in freier Natur, kann sich die umfangreichen Navigationsfeatures der Uhr zunutze machen. Nutzer können bei Bedarf mehrere Navigationsstandards nutzen, darunter GPS, Galileo und GLONASS, um die Positionsgenauigkeit zu erhöhen. Ein Höhenmesser, ein Barometer und ein Kompass sorgen für Orientierung, während die Enduro 2 uns auf dem Display vorinstallierte TopoActive-Karten für ganz Europa anzeigt.

Die Uhr lässt sich dementsprechend hervorragend für die Navigation unterwegs nutzen, wobei Features wie Nextfork und Up Ahead uns über wichtige Orte auf der Karte informieren. Das funktionierte in der Praxis ebenso gut wie das allgemeine Tracking unserer Position. Wir haben die Uhr unter anderem beim Wandern getestet und konnten die hohe Genauigkeit des Positions-Trackings auch an Orten bestätigen, wo ansonsten eher schlechter Empfang zustande kommt.

Garmin Enduro 2 - Bilderstrecke

Garmin Enduro 2

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Training

Weil es sich bei der Enduro 2 um eine Sportuhr handelt, steht das Tracking von Ausdauer-Training sowie Wettkämpfen im Mittelpunkt des Feature-Sets. Die Uhr verfügt wie andere Garmin-Geräte auch über eine Vielzahl an Trainingsprofilen, darunter Laufen, Wandern und Radfahren in verschiedenen Varianten, aber auch Rudern, Klettern oder Surfen.

Der Fokus der Enduro 2 liegt aber wie bei dem Vorgänger auf dem Laufen, weshalb die Uhr diesbezüglich auch über eine Reihe von Zusatzfeatures verfügt. Die bereits von der ersten Enduro bekannten Funktionen Climbpro ist ebenso wieder mit an Bord wie Pacepro. Climbpro informiert uns über bevorstehende Anstiege auf einer geplanten Strecke, während wir mit Pacepro unsere Laufgeschwindigkeit für die jeweilige Route planen können. Ergänzend dazu berechnet die Enduro 2 jetzt auch die Pace für einen Anstieg, die auf einer vergleichbaren Pace auf flacher Strecke basiert. Das ist besonders praktisch, wenn wir wissen wollen, ob wir ein geplantes Zeitziel erreichen können oder nicht. Beides funktionierte in unserem Test hervorragend und bot uns beim Laufen eine hilfreiche Orientierung, damit wir eine optimale Leistung abrufen konnten.

Ergänzend dazu bietet die Enduro 2 auch die Möglichkeit, basierend auf den Daten bisheriger Trainingseinheiten eine Prognose für die Pace beim Laufen zu erstellen. Diese Berechnung gibt dann eine Zeit an, die wir aktuell vermutlich für eine bestimmte Laufstrecke benötigen werden. In unserem Test entsprach dieser Wert durchaus unserem aktuellen Trainingszustand, sodass auch diese Prognose eine brauchbare Orientierung für Läufer bieten kann.

Ein kleines Manko, das ernsthaft an der Enduro 2 interessierte Nutzer vermutlich aber verschmerzen können, hat mit dem Pulssensor zu tun. Denn wie alle Sportuhren, die mit einem optischen Sensor arbeiten, hat auch die Enduro 2 leichte Schwierigkeiten beim Tracking von Trainingseinheiten mit stark wechselnder Herzfrequenz. Bei Krafttraining oder HIIT-Sportarten müssen Nutzer deshalb mit gewissen Messungenauigkeiten rechnen, die in derselben Form schon bei der ersten Enduro auftraten und sich auch bedingt auf die Kalorienberechnung auswirken. Wer dieses Problem umgehen will, kann die Enduro 2 aber mit einem externen Herzfrequenzsensor in Form eines Brustgurts koppeln, der entsprechend genauere Ergebnisse liefert.

Wo die Enduro 2 ebenfalls etwas schwächelt, ist die automatische Erkennung von Wiederholungen beim Krafttraining, die nicht immer genau jede einzelne Bewegung registriert. Weil andere Sportuhren aber auch von diesem Problem betroffen sind und sich die Enduro 2 primär an Ausdauersportler richtet, halten wir dieses Manko für vernachlässigbar.

Akku

Bei der Akkulaufzeit hat sich gegenüber der ersten Enduro einiges getan. Denn obwohl sich die Akkulaufzeit im Smartwatch-Betrieb von 50 auf 34 Tage respektive mit Solarladung von 65 auf 46 Tage verringert haben soll, legt die Enduro 2 im Maximal-GPS-Modus laut Herstellerangaben deutlich zu: Statt 200 soll die Uhr bis zu 265 Stunden beziehungsweise mit Solarladung statt 300 ganze 714 Stunden schaffen. Aktiviert man den Energiesparmodus, erreicht die Enduro 2 angeblich ganze 550 Tage. Beim normalen GPS bleibt die Akkulaufzeit wie beim Vorgängermodell bei 70 bis 80 Stunden.

Wie bei der Enduro der ersten Generation konnten wir die Aussage des Herstellers, dass die Enduro 2 anderthalb Jahre im Energiesparmodus durchhält, nicht prüfen. Wir haben aber den GPS-Betrieb getestet und können bestätigen, dass die Enduro 2 bei Aktivierung sämtlicher Satellitensysteme und Musik die versprochenen 20 Stunden durchhält. Dementsprechend gehen wir davon aus, dass der Hersteller auch bei den übrigen Angaben zur Akkulaufzeit glaubhafte Aussagen getroffen hat. Wer sich auf eine längere Tour begibt, auf der es keine Möglichkeit gibt, die Uhr zwischendurch aufzuladen, kann sich also definitiv auf den Akku und die Solarfunktion der Enduro 2 verlassen.

Preis

Garmin bietet die Enduro 2 zum Preis von 1.099,99 Euro an, ein Schnellverschluss-Armband zum Wechseln ist inklusive. Damit liegt die UVP der Uhr ganze 200 Euro über dem Herstellerpreis für das Vorgängermodell, das mittlerweile zu einem Straßenpreis von teils unter 500 Euro zu haben ist. Davon ist die Enduro 2 weit entfernt, die es bei einzelnen Händlern derzeit maximal 100 Euro günstiger als zur UVP zu haben gibt. Wer die Vorzüge des Langzeit-Akkus und der zahlreichen Zusatzfeatures genießen möchte, aber auf die Neuerungen gegenüber der Enduro der ersten Generation verzichten kann, sollte also definitiv zum Vorgängermodell greifen.

Fazit

Die Enduro 2 ist für Ausdauersportler ein echtes Traumgerät: Wer regelmäßig Trail-Läufe unternimmt und sich umfangreich auf einen Ultramarathon vorbereiten will oder eine längere Bergtour plant, kommt an dieser Uhr kaum vorbei. Die Satellitenanbindung und die damit verbundene Navigation funktionieren einfach zu gut, während die Trainings-Features und die Möglichkeiten, die eigene Leistung umfassend auszuwerten, die Enduro 2 erwartungsgemäß auf die Pole Position der Sportuhren heben.

Trotzdem sollte der Kauf dieser Sportuhr gut überlegt sein. Ja, Garmin hat die Enduro 2 gegenüber dem Vorgänger in vielerlei Hinsicht verbessert und sinnvolle Neuerungen hinzugefügt. Dass die Uhr aber mehr als doppelt so viel kostet wie die Enduro, die derzeit schon für unter 500 Euro zu haben ist, lässt sich nur schwer rechtfertigen. Wer auf die Verbesserungen am GPS-Modus und der Navigation nicht verzichten kann, greift zur Enduro 2. Alle anderen sind mit dem Vorgängermodell ebenso gut beraten.

Amazfit Balance 2

 Sportuhr überzeugt als Preis-Leistungs-Tipp

Die Amazfit Balance 2 verspricht viel: GPS, Navigation, Coaching, Tauchmodus und smarte Features – und das für unter 250 Euro.

VORTEILE

  • ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Trainingsprofile mit sinnvollen Ergänzungen für einzelne Sportarten
  • GPS inklusive Navigation
  • hervorragende Sensoren
  • lange Akkulaufzeit

NACHTEILE

  • Zepp Pay nur von wenigen Banken unterstützt
  • voller Funktionsumfang setzt kostenpflichtiges Abo voraus
  • keine eSIM

Amazfit Balance 2 im Test: Sportuhr überzeugt als Preis-Leistungs-Tipp

Die Amazfit Balance 2 verspricht viel: GPS, Navigation, Coaching, Tauchmodus und smarte Features – und das für unter 250 Euro.

Mit der Balance 2 hat Amazfit eine Sportuhr entwickelt, die umfangreiche Trainingsfunktionen mit Navigation und smarten Features kombiniert. Der Clou: Sie ist sogar fürs Tauchen zertifiziert. Da sie deutlich günstiger ist als vergleichbare Modelle von Garmin, Polar oder Suunto, wird sie zu einer interessanten Option für preisbewusste Sportler, die nicht auf Smartwatch-Komfort verzichten möchten.

Im Test zeigt sich, ob die Balance 2 hält, was Amazfit verspricht – auch im Vergleich zum Vorgänger.

Design & Tragekomfort

Im Gegensatz zur T‑Rex 3 (Pro) wirkt die Amazfit Balance 2 deutlich dezenter und erinnert eher an eine klassische Smartwatch als an eine Sportuhr. Das hat den Vorteil, dass ihre sportlichen Funktionen nicht sofort ins Auge fallen und man sie im Alltag oder zum Anzug gut tragen kann. Mit einem Durchmesser von 47,4 mm wirkt sie dennoch recht wuchtig und ist damit eher nichts für schmale Handgelenke.

Durch das Aluminiumgehäuse macht sie einen hochwertigen Eindruck, ohne klobig zu wirken. Das Kunststoffarmband fühlt sich dank der angerauten Oberfläche fast wie Leder an. Im Lieferumfang liegen zwei Armbänder bei – eines in Schwarz und eines in Orange.

Die Balance 2 ist TÜV-zertifiziert und laut Hersteller bis 10 ATM (entspricht einer Wassersäule von 100 Metern) wasserdicht. Zwar verfügt die Uhr über einen integrierten Tauchcomputer und ist nach EN 13319 für Tauchtiefen bis 45 Meter zertifiziert, für Gerätetauchgänge empfiehlt sich jedoch eher ein Modell mit einer Wasserdichtigkeit von mindestens 20 ATM. Zum Schnorcheln ist die Balance 2 hingegen geeignet

Auch in puncto Robustheit überzeugt sie mit MIL-STD-810G: Im Test überstand die Uhr Stürze auf Steinboden aus rund 1,5 Metern Höhe sowie Schläge mit einer Kettlebell am Handgelenk ohne Schäden.

Display

Das 1,5 Zoll große OLED‑Display mit 480 × 480 Pixeln überzeugt mit hoher Bildschärfe und Helligkeit – Amazfit spricht von bis zu 2000 Nits. Geschützt wird die Anzeige durch kratzfestes Saphirglas.

Die Helligkeit lässt sich einfach über das Schnellzugriffsmenü der Uhr stufenlos verändern, wobei die höchste Einstellung zulasten der Akkulaufzeit geht. Allerdings reicht eine mittlere Helligkeit bereits aus, damit das Display auch unter direkter Sonneneinstrahlung noch gut ablesbar bleibt.

Amazfit Balance 2 - Bilder

Amazfit Balance 2

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Einrichtung & Bedienung

Die Balance 2 funktioniert wie andere Amazfit-Modelle in Verbindung mit der Smartphone-App Zepp. Nach dem Download koppelt sich die Uhr per Bluetooth in wenigen Minuten mit der App. Die App zeigt alle erfassten Daten in Kacheln auf dem Startbildschirm, deren Reihenfolge und Anzeige sich individuell anpassen lassen – ein typisches Merkmal von Amazfit.

Im Trainingsmenü finden sich absolvierte Einheiten samt Leistungsdaten. Zusätzlich lassen sich eigene Trainingspläne erstellen oder Workouts manuell starten. Verschiedene Metriken wie VO2max, Trainingsbelastung und Erholungszeit zeigen den aktuellen Fitnesszustand. Auch das kostenpflichtige Aura-Feature wird unterstützt und liefert erweiterte Schlafanalysen, Meditationen und einen KI-basierten Schlafcoach.

Bei der Bedienbarkeit kann die Balance 2 überzeugen: Wir steuern die Uhr mit den beiden seitlichen Bedientasten, darunter einer drehbaren Krone, sowie Wischgesten auf dem Touch-Display. Unsere Eingaben werden dabei stets zuverlässig erkannt und ohne Verzögerung.

Fitness & Training

Amazfit bewirbt die Balance 2 ausdrücklich als Hyrox-Uhr. Sie verfügt daher über eigene Sportprofile für Hyrox-Training und Hyrox-Rennen. Vor allem der Rennmodus ist praktisch: Jede Laufrunde und Station kann man speichern und abhaken. So behalten Athleten ihre Zeiten im Blick und wissen genau, welche Übung als Nächstes folgt.

Insgesamt bietet die Balance 2 mehr als 170 Trainingsprofile – etwas weniger als die T-Rex 3 Pro, aber ausreichend für nahezu alle Sportarten. Ein Pluspunkt sind die anpassbaren Trainingsvorlagen in der Zepp-App. Aus 23 Sportarten können Nutzer wählen und ihre Einheiten individuell zusammenstellen – etwa mit HIIT-, EMOM- oder Ausdauerformaten. Die Vorlagen lassen sich anschließend direkt auf der Uhr starten, was im Test problemlos funktionierte.

Wie die T-Rex 3 Pro beherrscht die Uhr PAI (Personal Activity Intelligence) und erkennt Trainingseinheiten automatisch für Laufen, Radfahren, Schwimmen, Crosstrainer und Rudergerät. Im Test funktionierte die automatische Erkennung zuverlässig: Die Uhr registrierte echte Trainingseinheiten, ohne kurze Sprints fälschlich als Training zu erfassen.

Besonders hervorzuheben sind die Tauchfunktionen für Frei- und Gerätetauchen sowie die herunterladbaren Karten von über 40.000 Golfplätzen. Die Herzfrequenzmessung arbeitet dabei sehr präzise: Im Test wich die Balance 2 nur minimal von der Garmin Fenix 7 ab. Bei wechselnder Trainingsintensität gab es Unterschiede von maximal fünf Schlägen pro Minute – ein hervorragender Wert.

Schlaf

Das Schlaf-Tracking unterscheidet sich bei der Balance 2 praktisch nicht von anderen Amazfit-Uhren, wie der T-Rex 3. Die Uhr misst Schlafphasen, Einschlaf- und Aufwachzeitpunkte und Wachzeiten. Ein Index gibt basierend auf diesen Daten entsprechende Auskunft über unsere Schlafqualität.

Die Genauigkeit der Messungen lässt sich im Test zwar mangels eines Vergleichs im Schlaflabor nur begrenzt beurteilen, geht unserer Meinung nach aber absolut in Ordnung. Die Uhr erkennt Einschlaf- und Aufwachzeitpunkte ebenso zuverlässig wie Wachzeiten und liefert eine Schlafbewertung, die sich mit unserem subjektiven Empfinden deckt.

Weitere Features

Die Auswahl an Zusatzfunktionen fällt bei der Balance 2 etwas kleiner aus als bei der T‑Rex 3 Pro, bietet aber dennoch ein solides Paket. Eine eSIM gibt es nicht, dafür sind Mikrofon und Lautsprecher integriert, sodass Anrufe direkt über die Uhr angenommen werden können, wenn diese mit dem Smartphone per Bluetooth gekoppelt ist.

Zudem unterstützt die Balance 2 die Sprachsteuerung. Eine vollständige QWERTZ‑Tastatur ermöglicht das Beantworten von Nachrichten über das Display, alternativ stehen Schnellantworten zur Verfügung. Auch der KI‑Assistent Zepp Flow ist an Bord und arbeitete im Test zuverlässig.

Wichtiges Zusatzfeature ist die integrierte GPS‑Navigation. Die Uhr bietet POI‑ und Kartendarstellung sowie aktives Routing. Das Kartenmaterial lässt sich per WLAN oder Bluetooth laden, was je nach Größe bis zu einer Stunde dauert. Eigene Strecken können als GPX-Tracks importiert werden. Im Test funktionierte die Navigation präzise und stabil.

Der interne Speicher ist mit 32 GB jetzt deutlich größer als beim Vorgänger. Auf der Smartwatch lassen sich damit Musikdateien (MP3) ablegen und direkt abspielen. Eine App‑Anbindung an Spotify für die Offline‑Wiedergabe gibt es jedoch nicht.

Akku

Bei der Amazfit Balance haben wir im Test seinerzeit bereits die hervorragende Akkulaufzeit gelobt, doch bei der Balance 2 legt der Hersteller noch einmal nach. Statt 475 mAh bekommen wir beim Nachfolgemodell einen Nennwert von 658 mAh, was die Akkulaufzeit von 14 Tagen auf bis zu 21 Tage bei typischer Nutzung erhöhen soll.

Wir haben die Uhr im Test mit aktivierten Benachrichtigungen und mittlerer Displayhelligkeit genutzt, wobei wir pro Woche drei anderthalbstündige Trainingseinheiten absolviert haben (zwei mit GPS-Tracking). Die Uhr schaffte dabei 18 Tage, bevor wir sie wieder aufladen mussten. Das ist ein exzellenter Wert für eine Smartwatch dieser Preisklasse und fast eine Woche mehr als beim Vorgängermodell.

Um den Akku der Balance 2 aufzuladen, verwenden wir die beiliegende Ladeschale. Das benötigte USB-C-Kabel ist allerdings nicht im Lieferumfang enthalten. Der Ladevorgang dauert gut anderthalb Stunden.

Preis

Amazfit ruft für die Balance 2 eine unverbindliche Preisempfehlung von 300 Euro auf. Das Vorgängermodell kostete ursprünglich 250 Euro. Angesichts der zahlreichen Verbesserungen ist der Aufpreis unserer Meinung nach gerechtfertigt. Die Straßenpreise für die Balance 2 liegen bei rund 233 Euro – ein attraktives Angebot im Verhältnis zur Leistung.

Wer sparen möchte, greift zur Amazfit Balance 2 XT ab 175 Euro. Das Modell ist einfacher ausgestattet, verzichtet auf Saphirglas und setzt auf ein Gehäuse aus Aluminium und Kunststoff, das nur bis 5 ATM wasserdicht ist. Der Prozessor ist zudem leicht abgespeckt.

Fazit

Die Amazfit Balance 2 ist eine ideale smarte Sportuhr für alle, denen die T-Rex 3 (Pro) zu wuchtig ist. Sie bietet nahezu die gleichen Funktionen – abgesehen vom Musikspeicher – und eignet sich zusätzlich fürs Tauchen. GPS, Akku und Sensoren überzeugen im Test, die Trainingsprofile sind sinnvoll auf die jeweilige Sportart abgestimmt.

Die Uhr überzeugt mit einer flexiblen Trainingsplanung und praktischen Smartwatch-Funktionen wie der integrierten QWERTZ-Tastatur. Nur die lange Übertragungszeit beim Karten-Download, der fehlende Musikspeicher und das eingeschränkt verfügbare Zepp Pay mindern den insgesamt sehr positiven Gesamteindruck.

Update: In einer früheren Version dieses Artikels (15.11.2025) hatten wir fälschlicherweise berichtet, dass die Balance 2 keinen Musikspeicher besitzt. Diese Angabe ist nicht korrekt. Wir haben den Fehler korrigiert und bitten um Entschuldigung.

Garmin Enduro 3

Garmin Enduro 3 im Test

Die Enduro 3 ist auf eine maximale Laufzeit ausgelegt und unterscheidet sich im Funktionsumfang nur marginal von der Fenix 8, kostet allerdings weniger. Ist sie der bessere Kauf? Das klärt unser Test.

VORTEILE

  • lange Akkulaufzeit
  • hochwertige Verarbeitung
  • weitreichender Funktionsumfang für Sportler
  • seit Januar 2025 auch EKG

NACHTEILE

  • teuer
  • kein induktives Laden
  • Gebrauchsspuren nach wenigen Wochen

Garmin Enduro 3 im Test

Die Enduro 3 ist auf eine maximale Laufzeit ausgelegt und unterscheidet sich im Funktionsumfang nur marginal von der Fenix 8, kostet allerdings weniger. Ist sie der bessere Kauf? Das klärt unser Test.

Die Garmin-Sportuhren der Enduro-Reihe zeichnen sich aus durch eine lange Akkulaufzeit und richten sich in erster Linie an Extrem- und Ausdauersportler. Das macht die Uhren zur perfekten Wahl für einen Marathon, aber auch für ambitionierte Hobbysportler ist die Enduro 3 eine hervorragende Lösung. Sie ist günstiger als das Garmin-Flagship Fenix 8, hält aber mehr als 30 Tage durch.

Update: Dieser Testbericht stammt aus dem Dezember 2024. Garmin hat zum 15. Januar 2025 die EKG-Funktion für die Enduro 3 in der Europäischen Union mit dem Update auf die Firmware 11.28 freigeschaltet.

Design

Anders als bei der Fenix-Reihe macht es Garmin Käufern der Enduro 3 leicht, denn man muss nicht zwischen verschiedenen Varianten wählen – es gibt die Uhr nur in einer Farbe und Größe. Mit einem Gehäusedurchmesser von 51 mm und vor allem einer Dicke von fast 16 mm ist die Enduro 3 nicht gerade zierlich. Mit 57 Gramm wiegt das Gehäuse nicht viel mehr als das der Forerunner 965. Ausgeliefert wird die Enduro 3 mit einem Klettverschluss-Armband, das auf den ersten Blick etwas billig wirkt. Wer mag, kann andere Bänder sowohl bei Garmin als auch im freien Handel kaufen. Bei Garmin liegen die Preise je nach Ausführung zwischen 40 und 300 Euro.

Der Bildschirm misst knapp 1,4 Zoll (3,56 cm) im Durchmesser und löst mit 280 × 280 Pixeln auf. Garmin setzt hier weiterhin auf ein Memory-in-Pixel-Display (MIP), das im Vergleich zu einem OLED-Display weniger brillant erscheint. Doch die Enduro 3 soll eine möglichst lange Akku-Laufzeit bieten, und in dieser Hinsicht ist das MIP-Design überlegen. Dazu sind hier alle Informationen stets komplett dargestellt, auf dem OLED nur optional.

Die Enduro 3 ist tadellos verarbeitet. Die Knöpfe haben einen präzisen Druckpunkt, das Display steckt einiges an Belastung ohne Kratzer weg. Ich würde dennoch immer empfehlen, den Bildschirm mit einem hochwertigen Schutzglas zu versehen.

Garmin Enduro 3 - Bilder

Garmin Enduro 3

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App & Einrichtung

Eingerichtet ist die Uhr innerhalb von ein paar Minuten und damit dann auch bereit für das erste Training. Erstaunlich ist, dass Garmin nur eine Display-Oberfläche installiert hat. Unzählige weitere gibt es über Garmin IQ. Auch sonst gibt es dort reichlich Möglichkeiten, den Funktionsumfang zu erweitern. Das reicht von Apps für Musik, Wetter hin zum Bezahlen und Navigieren.

Garmin beziffert den internen Speicher mit 32 GB. In Verbindung mit der Software-Version 11.9 waren davon etwa 16,5 GB für Musik und Apps frei. Für eine derart teure Uhr dürfte es gern mehr sein. Auch der Umstand, dass Garmin nur ein Ladekabel ohne Ladegerät beilegt und es keine Möglichkeit einer induktiven Ladung gibt, passt nicht zum hohen Preis. Ärgerlich ist auch, dass Garmin am proprietären Ladeanschluss festhält.

Einer der wesentlichen Gründe, warum Garmin seit vielen Jahren unter Sportlern derart viel Erfolg hat, ist die Auswertung der Trainingsdaten über die eigene App. Sie werden in einer Tiefe ausgegeben, die Hobbysportler so kaum komplett nutzen werden. Das macht die App fast zwangsläufig nicht besonders übersichtlich. Doch gerade, wenn man gezielt trainieren möchte, ist es lohnenswert, sich damit zu beschäftigen.

Tracking & Trainings

Wem im Grunde Puls, Tempo und Streckenverlauf als Trainingsdaten reichen, betreibt mit dem Kauf einer Enduro 3 einen Overkill. Denn diese Uhr wendet sich mit einer Fülle von Daten an sehr ambitionierte Sportler oder Profis. Die Uhr liefert nicht nur Vorschläge für den Tag, sondern rät auch explizit davon ab, zu trainieren, wenn sie eine Überlastung ermittelt hat. Wie bei der Schlafanalyse sind diese Auswertungen in der Regel nachvollziehbar.

Zwei Einschränkungen: Die Erkennung von Schritten ist auch hier nicht wissenschaftlich präzise, sondern ein genauer Näherungswert. Das gilt im Prinzip auch für die Pulsmessung am Handgelenk, die niemals so genau sein kann wie die Messung mit einem Brustgurt. Der lässt sich zusätzlich integrieren. Wer es wirklich ganz genau wissen will, kommt um dessen Einsatz nicht herum. In nahezu allen Fällen aber wird die Genauigkeit des Pulssensors in der Uhr genügen.

Eine Verbindung zu Satelliten stellt die Uhr schnell her, und auch die Streckenaufzeichnung ist genau. Während des einstündigen Laufs mit Musik sank der Ladestand der Batterie um rund 4 Prozent. Hier hält das Solarpanel auch im November gegen. Unabhängig davon ist die Akkulaufzeit beeindruckend. Selbst mit täglichen Trainingsaufzeichnungen waren im Test stets mehr als drei Wochen ohne Aufladung möglich. Im Sommer dürfte die Laufzeit potenziell nochmals steigen, denn dann kann das Solarpanel noch mehr beisteuern.

Weitere Features

Garmin liefert einen Standard-Musik-Player mit, der seine Sache recht ordentlich macht. Erweiterungen sind auch an dieser Stelle möglich: Spotify gehört zu den Apps, die bei Garmin IQ besonders häufig heruntergeladen werden. Integriert sind außerdem ein Höhenmesser und eine Taschenlampe. Selbst bezahlen kann man mit der Uhr, wenngleich die Zahl der Partner, mit denen das möglich ist, recht übersichtlich ist.

Die Enduro 3 hat im Gegensatz zur Fenix 8 keine Telefonfunktion und auch keine Sprachsteuerung. Wer viel im Wasser trainiert, sollte die Fenix bevorzugen, denn nur sie hat wasserdichte, induktive Tasten und ein Tiefenmesser bis 40 m. Hinzu kommen diverse Funktionen rund um das Tauchen, die nur die Fenix hat. Wer das nicht benötigt und mit dem etwas schlichteren Äußeren der Enduro 3 auch zurechtkommt, kann sich den Mehrpreis für die Fenix 8 sparen.

Die Enduro 3 verfügt über Sensorik, um ein 1-Kanal-EKG zu erstellen. Ähnlich wie bei der Apple Watch Series 10 kann die Uhr so Herzrhythmusstörungen sowie Vorhofflimmern erkennen. Die Nutzung wird jedoch von Garmin erst ab einem Alter von 22 Jahren empfohlen, da bei jüngeren Personen fehlerhafte Ergebnisse auftreten können. Bei einem entsprechenden Befund wird geraten, eine mögliche Behandlung mit einem Arzt zu besprechen. Für die Nutzung des EKGs müssen die Smartwatch-Firmware und die Garmin Connect App auf den aktuellen Stand gebracht werden. Im Test konnten wir das Feature bisher nicht ausprobieren.

Akku

Gefühlt hält die Enduro 3 ewig. Bei normaler Nutzung hält die Uhr einen Monat lang durch. Selbst bei intensiver Nutzung mit vielen GPS-Aufzeichnungen waren im Test nach über 14 Tagen noch immer genug Reserven da. Garmin spricht von bis zu 36 Tagen. Weniger schön ist das Fehlen einer induktiven Lademöglichkeit. Man muss jedes Mal umständlich ein Kabel einstöpseln, um die Uhr wieder auszuladen.

Preis

Die Uhr kostet offiziell 899 Euro, zum Zeitpunkt dieses Tests war sie für 759 Euro zu haben. Das ist ein stolzer Preis für eine Sportuhr und nur verglichen mit der Fenix-Reihe günstig. Wem es nur um eine einfache Aufzeichnung von Trainingsdaten geht, bekommt selbst bei Garmin günstigere Uhren.

Fazit

Die Enduro 3 ist eine kostspielige Luxus-Sportuhr, die allerdings liefert, was Garmin verspricht. Die Fülle an Daten ist beeindruckend, dazu lässt sie sich funktional problemlos erweitern. Nachvollziehbar ist die Entscheidung, am stromsparenden MIP-Display festzuhalten, denn das Kernversprechen der Enduro 3 ist eine außergewöhnlich lange Akku-Laufzeit. Auch in dieser Hinsicht hält Garmin Wort. Die Verarbeitung ist tadellos.

Kleine Kritikpunkte bleiben. Die Pulsmessung am Handgelenk ist in seltenen Fällen fehleranfällig. Dass Garmin der Enduro 3 kein Ladegerät beilegt, ist okay. Doch der proprietäre Anschluss und die fehlende Möglichkeit, die Uhr auch induktiv laden zu können, sind ärgerlich. In die Bedienung muss man sich einarbeiten, was sich allerdings gerade für ambitionierte Sportler lohnt.

Das alles muss dem Interessenten allerdings eine Menge Geld wert sein. Garmin hat die Preise seiner Spitzenuhren mit dem Modellwechsel nochmals angehoben. Es lohnt sich, zu vergleichen, auch wenn die Enduro 3 zum Testzeitpunkt im Preis bislang nicht so deutlich gefallen ist wie die Fenix 8.

Garmin Forerunner 165

Sportuhr Garmin Forerunner 165 im Test

Nicht alle Sportuhren von Garmin sind teuer. Mit der Forerunner 165 gibt es jetzt ein neues Einstiegsmodell. Was die Smartwatch beim Joggen und Schwimmen bietet, zeigt der Test.

VORTEILE

  • brillantes OLED-Display
  • lange Akkulaufzeit
  • zuverlässige Trainingsdaten

NACHTEILE

  • Preis-Leistung könnte besser sein
  • Touchscreen reagiert bisweilen zögerlich
  • weniger robust

Sportuhr Garmin Forerunner 165 im Test

Nicht alle Sportuhren von Garmin sind teuer. Mit der Forerunner 165 gibt es jetzt ein neues Einstiegsmodell. Was die Smartwatch beim Joggen und Schwimmen bietet, zeigt der Test.

Garmin bietet eine große Bandbreite an Sportuhren für Läufer auch mit OLED-Display an. Der Hersteller aus Kansas begeistert seit Jahren seine Kundschaft mit ausgefeilten und umfangreichen Analysemöglichkeiten. Die Smartwatches der Forerunner-Reihe haben einen brillanten Bildschirm, sind allerdings ein teurer Spaß. Das bisherige Einstiegsmodell Garmin Forerunner 265 (Test von Heise+) kostet etwa rund 435 Euro (Preisvergleich).

Es liegt daher nahe, dass Garmin ein preiswerteres Modell mit OLED-Display nachreicht. Mit dem Forerunner 165 sinkt der Preis auf 250 Euro für die Standardvariante und 295 Euro für die Ausführung mit integriertem Musikspeicher. Für den Test haben wir die Version, mit der sich auch Musik mitnehmen lässt, getestet. Wie gut die Sportuhr ist und an welcher Stelle man mit dem Einstiegsmodell Abstriche hinnehmen muss, zeigt der Testbericht.

Design: Wie sind Verarbeitung und Tragekomfort?

Auf den ersten Blick unterscheidet sich die Forerunner 165 kaum von den teureren Modellen. Sie ist etwas kleiner und mit 39 Gramm auch nochmals leichter als die anderen Garmin-Uhren mit OLED-Display. Der Bildschirm misst hier nur 1,2 Zoll und auch die Auflösung ist mit 390 × 390 Pixeln etwas geringer. Im Alltag fällt das allerdings kaum auf. Gerade an schmalen Handgelenken wirkt diese Uhr weniger klobig als etwa eine Garmin Fenix 7 Pro (Testbericht).

Die Verarbeitung ist tadellos, die Uhr erscheint trotz des geringen Gewichts solide. Wie bei der Forerunner 265 ist das Gehäuse aus faserverstärktem Polymer. Nur das Topmodell Forerunner 965 (Testbericht) glänzt mit einer Lünette aus Titan. Das Einstiegsmodell nutzt laut Garmin ein chemisch verstärktes Glas. Das dürfte nicht so robust sein wie das Gorilla Glass bei den teureren Varianten der Garmin-Uhren. Bei der Forerunner 165 kann deshalb ein Schutzglas ratsam sein. Das kostet nicht viel, macht die Uhr aber im Alltag deutlich widerstandsfähiger.

Bedienen lässt sich die Uhr über die fünf seitlichen Tasten und den Touchscreen. Es war eine gute Entscheidung von Garmin, den Nutzern zu überlassen, wie sie sich durch das Menü hangeln wollen. Die meisten Nutzer im Test bevorzugten die Tasten. Der Bildschirm reagierte mitunter etwas hakelig auf Eingaben.

App: Was bietet Garmin Connect?

Die Einrichtung ist nach ein paar Minuten abgeschlossen und die Forerunner 165 ist damit im Prinzip bereit für das erste Training. Allerdings empfiehlt es sich dringend, die Uhr mit der Garmin Connect App zu verbinden, die vermutlich einer der Grundsteine dafür ist, warum Garmin auf dem Markt der Sportuhren derart erfolgreich ist. Denn das geschaffene Ökosystem bietet die Möglichkeiten, Trainingsdaten detailliert auszuwerten. Dafür muss man sich einarbeiten, denn wirklich übersichtlich ist die App auch nach mehreren Überarbeitungen nicht. Mehr zur App schildern wir detailliert im Testbericht der Garmin Forerunner 255.

Bei der Forerunner 165 Music sind 4 GB Speicher vorhanden. Davon sind 2,7 GB frei nutzbar. Das ist erheblich weniger als bei den Forerunner-Modellen 265 (8 GB) oder 965 (32 GB). Die Kopplung mit Bose-Kopfhörern dauerte spürbar länger als mit der 965, und das nicht nur bei der Ersteinrichtung. Waren Uhr und Kopfhörer aber gekoppelt, war die Verbindung stabil.

Ausstattung: Welche Funktionen bietet die Forerunner 165?

Garmin hat den Funktionsumfang der Forerunner 165 gegenüber den teureren Modellen im Detail etwas eingeschränkt. Das ist wenig überraschend, denn natürlich hat die Marke kein Interesse daran, die margenträchtigeren Ausführungen überflüssig zu machen. Was fehlt, werden Lauf-Einsteiger, und an diese wendet sich die Forerunner 165, vermutlich nicht vermissen. Ein paar Sportprofile fehlen, darunter unter anderem Boxen, Ballspiele, Aktivitäten im Schnee, Motorsport und einige spezielle Radfahrprofile.

Auch bei der Analyse bietet das Einstiegsmodell nicht alles, was die anderen mitbringen. Hitze- und Höhenakklimatisierung, Trainingsbelastung, Ausdauerwert oder einen einheitlichen Trainingswert gibt es hier nicht. Eine Einschätzung zum Leistungszustand oder eine an die Neigung angepasste Geschwindigkeitsmessung bringen ebenfalls nur die teuren Uhren mit. Übrig bleibt dennoch ein umfangreiches Funktionsangebot, das Einsteiger anfangs überfordern kann.

In den Tiefen des Menüs kann der Nutzer einstellen, ob das farbenfrohe Display immer komplett eingeschaltet sein soll, standardmäßig nur die Uhrzeit abzulesen oder das Display aus ist, wenn man nicht auf die Uhr schaut. Dazu gibt es drei Helligkeitsstufen. Garmin empfiehlt, das Display nicht dauerhaft aktiv zu lassen, denn damit könnte es durch Einbrennen Schaden nehmen . Je nach Einstellung variiert naheliegenderweise auch die Laufzeit der Batterie.

Der Speicher in der Forerunner 165 ist, wie beschrieben, nicht riesig, ließ sich aber halbwegs zügig füllen. Etwas umständlich erscheint das Handling während des Trainings, doch auch für diese Garmin-Uhr stehen unzählige Apps zur Erweiterung zur Verfügung, darunter auch alternative Musikplayer. Ansonsten unterstützt auch die Forerunner 165 den Bezahldienst Garmin Pay.

Drei Satellitensysteme sind nutzbar: GPS, Glonass und Galileo. Alle bieten eine hohe Präzision, was lokal unterschiedlich sein kann. Hier hilft es unter Umständen, ein wenig zu experimentieren. Garmin spart sich bei der Forerunner 165 unter anderem die Funktion SatIQ. Mit der legt die Uhr allein fest, wie viele Satelliten sie nutzen muss, um die Position exakt zu erfassen. Das erhöht die Genauigkeit der Streckenmessung und spart Energie. Wer unter freiem, wolkenlosem Himmel läuft, braucht schließlich für eine genaue Streckenmessung nicht alle Systeme gleichzeitig.

Garmin Forerunner 165 - Bilderstrecke

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Training: Für welche Sportarten eignet sich die Forerunner 165?

Genutzt wurde die Uhr in diesem Test für Spaziergänge, Jogging und Schwimmen. Wie bei Garmin oft erlebt: Die Uhr kann nicht alles, doch was sie mitbringt, erledigt sie mit hoher Genauigkeit. Strecken, die zu Fuß zurückgelegt werden, erfasst sie recht genau. Unter einem belaubten Baum behält sie zuverlässiger den Kontakt zu den Satelliten.

Die Forerunner 165 wendet sich an Menschen, die eine Uhr für Basisdaten zum Joggen suchen, bietet allerdings auch Funktionen, die darüber hinausgehen. Beim Schwimmen in der Halle fällt der Fortschritt gegenüber früheren Modellen beim Zählen von Bahnen auf.

Akku: Wie lange hält die Forerunner 165?

Garmin verspricht bis zu 11 Tage im Smartphone-Modus. Mit einigen Aktivitäten kamen auf maximal sechs Tage, sofern standardmäßig nur die Uhrzeit eingeblendet ist. Insgesamt ist der Akku kleiner dimensioniert als in den teureren Modellen. Verglichen mit anderen Smartwatches ist die Laufzeit noch immer hervorragend.

Preis: Was kostet die Garmin Forerunner 165?

Die Garmin Forerunner 165 hat in der Basis-Version ohne Musikspeicher eine UVP von 279 Euro und ist bereits ab 250 Euro zu haben. Erhältlich ist das Modell in Hellgrau und Dunkelgrau/Schwarz. Die Ausführung mit Musikspeicher hat eine UVP von 325 Euro und ist ab 295 Euro zu bekommen. Hier gibt es mehr Farben: Zu Hellgrau und Dunkelgrau/Schwarz gesellt sich noch Türkis und Lila.

Fazit

Die Forerunner 165 hat eine klare Zielgruppe: Sie richtet sich an Menschen, denen Basisdaten wie Strecke, Puls und Tempo genügen, die aber gleichzeitig ein brillantes OLED-Display haben wollen. Das war bislang bei Garmin nur für einen deutlich höheren Preis zu haben.

Der Funktionsumfang ist geschickt gekürzt, es fehlt nichts Wesentliches. Die Streckenaufzeichnung ist für den Hobby-Jogger sicher mehr als nur ausreichend exakt. Bemerkenswert ist zudem, wie lange man die Uhr mit einer Batterieladung nutzen kann – sofern das hübsche Display nicht permanent leuchten muss. Dann dunkelt es zwar leicht ab, doch die Forerunner 165 muss dann nach wenigen Tagen wieder aufgeladen werden.

Leider braucht es dafür unverändert ein spezielles Kabel. Berücksichtigen sollte der Interessent auch, dass die Oberfläche des Bildschirmes nicht ganz so widerstandsfähig ist wie bei den teuren Modellen. Der Touchscreen reagierte bisweilen nicht wie gewünscht, hier hat uns die Bedienung über die Tasten besser gefallen.

Garmin verlangt für die Forerunner 165 deutlich weniger Geld als für die anderen Modelle mit OLED-Display, wirklich billig ist sie allerdings nicht. Dafür liefert sie zuverlässige Trainingsdaten, die sich über die umfangreiche App tief analysieren lassen. Wie viele andere Garmin-Uhren richtet sie sich in erster Linie an Sportler. Wer eher eine Smartwatch sucht, wird bei anderen Herstellern günstiger bedient.

Garmin Forerunner 255

Sportuhr Garmin Forerunner 255 im Test

Garmin bewirbt die Forerunner 255 explizit als Leichtgewicht für Läufer. Was die Sportuhr in der Praxis leistet, klären wir in unserem ausführlichen Test.

VORTEILE

  • sehr gute Verarbeitung 
  • gute Akkulaufzeit 
  • integrierter Musikspeicher (gegen Aufpreis) 
  • viele Trainings- und Wettkampf-Features für Triathleten und Läufer 

NACHTEILE

  • keine echten Alleinstellungsmerkmale 
  • für Kraftsportler eher unbrauchbar

Sportuhr Garmin Forerunner 255 im Test

Garmin bewirbt die Forerunner 255 explizit als Leichtgewicht für Läufer. Was die Sportuhr in der Praxis leistet, klären wir in unserem ausführlichen Test.

Geringes Gewicht und trotzdem hohe Akkulaufzeit – so preist Garmin die Forerunner 255 an, eine mittelpreisige Sportuhr, die sich speziell an Läufer und Triathleten richtet. Wir haben uns die Uhr im Praxistest genauer angeschaut und zeigen, ob die Forerunner 255 für die Zielgruppe hält, was sie verspricht.

Design

Wer schon einmal eine Sportuhr von Garmin in der Hand gehalten hat, findet sich bei der Forerunner 255 schnell zurecht. Das Design mit den drei Tasten an der linken und zwei Tasten an der rechten Gehäuseseite ist bekannt und bewährt. Was beim ersten Hands-on mit der Uhr sofort auffällt: Das Modell ist tatsächlich ein Leichtgewicht. Bei Gehäusemaßen von 45,6 × 45,6 × 12,9 mm wiegt die Forerunner 255 nur 49 g. Zum Vergleich: Die Garmin Fenix 7 (Testbericht) wiegt 70 g. Allerdings gilt auch: Die Garmin Forerunner 955 (Testbericht) bringt mit 52 g kaum mehr Gewicht auf die Waage, während die Vivoactive 4 (Testbericht) und die Venu 2 (Testbericht) sogar weniger wiegen. Ein absolutes Alleinstellungsmerkmal ist das geringe Gewicht im Mittelklasse-Segment für Sportuhren und in Kombination mit der hohen Akkulaufzeit.

App und Einrichtung

Die Einrichtung der Garmin Forerunner 255 funktioniert wie gewohnt über die App Garmin Connect. Haben wir die App auf unserem Smartphone installiert, können wir die Uhr per Bluetooth mit Garmin Connect verbinden und die Einrichtung in wenigen Minuten abschließen. Dabei können wir selbst entscheiden, welche Features der Uhr wir direkt mit nutzen und einrichten und bei welchen wir die Einrichtung auf einen späteren Zeitpunkt verschieben möchten – das betrifft beispielsweise Garmin Pay oder die Notfallkontakte.

Die App selbst hat sich im Vergleich zu anderen Garmin-Geräten nicht verändert und bietet gewohnte, bewährte Garmin-Qualität. Wir können selbst entscheiden, welche Daten wir auf dem Startbildschirm angezeigt bekommen möchten. Die Daten selbst bereitet die App dann in übersichtlichen Diagrammen auf, die keine Wünsche offen lassen.

Aktivitätstracking

Der Hersteller bewirbt die Forerunner 255 explizit als Sportuhr, weshalb sie auch mit den für Garmin üblichen Aktivitätsfunktionen daherkommt. Große Überraschungen sollten Garmin-Kenner hier aber nicht erwarten, vielmehr ist die gewohnte Standardkost mit an Bord. Neben dem obligatorischen (und zuverlässigen) Schrittzähler und Herzfrequenzesser gibt es den altbekannten Body-Battery-Index, der uns basierend auf Schlafdaten und Trainingseinheiten unseren Energielevel anzeigt. Zusammen mit einer gesonderten Anzeige der Intensitätsminuten helfen diese Daten bei der Einschätzung, wann wir bereit für eine weitere Trainingseinheit sind und wann wir lieber eine Pause einlegen sollten.

Daneben ergänzt die Messung der Blutsauerstoffsättigung die gemessenen Gesundheitswerte um einen weiteren Parameter, der für die Beobachtung langfristiger Gesundheitstrends interessant sein kann. Frauen können sich schließlich noch einen Menstruations-Tracker zunutze machen, der allerdings leider noch immer keine Möglichkeit zum Eintragen der Körpertemperatur bietet. Wer also den eigenen Zyklus nach der NFP-Methode aufzeichnen möchte, benötigt weiterhin eine gesonderte App. Ansonsten taugt dieses Feature aber, um allgemeine Symptome festzuhalten und zu prüfen, in welcher Zyklusphase man sich gerade befindet.

Training

Weil die Forerunner 255 explizit auf Triathleten und Ausdauersportler ausgelegt ist, verfügt die Sportuhr auch über eine große Auswahl entsprechender Trainingsoptionen. Neben spezifischen Profilen für Sportarten wie Laufen, Radfahren und Schwimmen in verschiedenen Varianten sowie Trend- und Kraftsportarten gibt es verschiedene Möglichkeiten, das eigene Training aufzuzeichnen und zu optimieren.

Die Forerunner 255 gibt tägliche Trainingsempfehlungen basierend auf vorangegangener Belastung und Erholung. Wer möchte, kann wie bei anderen Garmin-Geräten spezielle Trainingspläne zum Laufen (5000 Meter, 10.000 Meter oder Halbmarathon) aktivieren oder Crosstraining-Workouts zur Stärkung der Laufmuskulatur durchführen. Insbesondere für Einsteiger bieten diese Pläne eine gute Orientierung und motivieren auch langfristig zum Training.

Ergänzend dazu stehen Sportlern während des Trainings und beim Wettkampf verschiedene Analyse-Tools zur Verfügung: Basierend auf gemessenen Leistungsdaten können wir uns von der Uhr eine Pacing-Strategie für einen spezifischen Wettkampf berechnen oder eine konkrete Pace für einen Anstieg ausgeben lassen. Auch eine Laufzeitprognose für unterschiedliche Streckenlängen ist mit an Bord. Das funktioniert in der Praxis gut, auch wenn man sich nicht ausschließlich auf diese Empfehlungen, sondern auch auf das eigene Körpergefühl verlassen sollte.

Garmin Forerunner 255 - Bilderstrecke

Garmin Forerunner 255

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Schlaf

Selbstverständlich hat die Forerunner 255 auch wieder eine Schlafaufzeichnung mit an Bord. Allerdings unterscheidet sich dieses Tracking nicht von anderen Garmin-Uhren. Die Forerunner 255 zeichnet wie gewohnt die unterschiedlichen Schlafphasen auf und berechnet basierend auf deren Dauer die Schlafqualität mit einem Score von 1 bis 100. Dieser Wert liefert auf lange Sicht gesehen eine gute Orientierung, ob und wann Probleme bei der Schlafhygiene bestehen. Allerdings ist die Aussagekraft des Sleeping Scores begrenzt. Die Garmin Connect App bereitet die gesammelten Daten jedenfalls übersichtlich auf, sodass man bei Bedarf stets eine gute Vergleichbarkeit des eigenen Schlafverhaltens geboten bekommt.

Zusatzfeatures und Musiksteuerung

Wie die meisten Garmin-Uhren verfügt auch die Forerunner 255 über eine Auswahl an Zusatzfunktionen. Dazu gehört unter anderem Garmin Pay, womit wir – das entsprechende Bankkonto vorausgesetzt – unsere Uhr zum kontaktlosen Bezahlen nutzen können. Die Einrichtung von Garmin Pay erfolgt in wenigen Schritten einfach und intuitiv über die App.

Außerdem verfügt die Forerunner 255 über eine Live-Tracking-Funktion sowie eine Notfallhilfe. Live-Tracking erlaubt es Nutzern, ihren aktuellen Standort und ihre geplante Laufroute mit Freunden oder Familie zu teilen. Die Notfallhilfe kommt zum Einsatz, wenn die Uhr während einer Trainingseinheit einen Unfall bemerkt. Dann werden automatisch unsere zuvor festgelegten Notfall benachrichtigt und wir können bei Bedarf auch einen Notruf absetzen. Beide Features funktionierten in unserem Praxistest gut, allerdings löste die Unfallerkennung auch einmal einen Fehlalarm aus, als wir eine springende Bewegung machten. Echte Stürze erkannte sie aber immer korrekt.

Zu guter Letzt verfügt die Forerunner 255 auch über eine Musiksteuerung. Wer möchte, kann die Sportuhr für einen Aufpreis von etwa 50 Euro mit integriertem Musikspeicher erwerben, ein Feature, das Garmin-Fans bereits von der Vivoactive-Reihe kennen. Der integrierte Musikspeicher erlaubt es uns, über eine USB-Verbindung bis zu 500 Songs auf die Uhr zu laden, sodass wir unterwegs auch ohne Smartphone unsere Musik hören können. Das Kopieren der Musik funktionierte in unserem Test problemlos – wer allerdings von der Notfallfunktion Gebrauch machen will, muss das Handy zwingend dabeihaben und kann dann auch auf den integrierten Musikspeicher verzichten.

Garmin Forerunner 255 - App

Garmin Forerunner 255 - Garmin Connect App

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Garmin Forerunner 255 - Garmin Connect App

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Garmin Forerunner 255 - Garmin Connect App

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Garmin Forerunner 255 - Garmin Connect App

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Garmin Forerunner 255 - Garmin Connect App

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Garmin Forerunner 255 - Garmin Connect App

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Garmin Forerunner 255 - Garmin Connect App

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Akku

Die Akkulaufzeit der Forerunner 255 liegt laut Herstellerangaben im reinen Smartwatch-Modus – das bedeutet, ohne GPS-Nutzung – bei bis zu 14 Tagen. Aktivieren wir das GPS, variiert die Laufzeit je nach Variante (GPS, alle Systeme oder alle Systeme plus Multiband) zwischen 16 und 30 Stunden. In unserem Test, bei dem wir die Uhr als Smartwatch genutzt und zusätzlich pro Woche drei Trainingseinheiten mit GPS-Tracking ausgeführt haben, hielt der Akku gute 10 Tage durch. Für uns ist das ein sehr ordentlicher Wert, den man in dieser Preisklasse und in Anbetracht der Zielgruppe der Forerunner 255 aber auch erwarten kann.

Preis

Garmin verkauft die Forerunner 255 in zwei verschiedenen Gehäusegrößen mit 41 mm (Forerunner 255S) und mit 45 mm sowie jeweils den Farben Schwarz, Blau oder Altrosa und Hellgrau. Unabhängig von der Gehäusegröße liegt die UVP für das Standardmodell bei 350 Euro. Wer die Uhr mit integriertem Musikspeicher kauft, muss 400 Euro bezahlen. Außerdem bietet Garmin verschiedene Wechselarmbänder ab Preisen von 40 Euro an. Der Straßenpreis für die Forerunner 255 beginnt je nach Modell bereits bei knapp 300 Euro – unserer Meinung nach ein fairer Preis für das, was die Sportuhr zu bieten hat.

Fazit

Eigentlich bietet Garmin mit der Forerunner 255 ein Rundum-sorglos-Paket für Sportler, die sich auf Ausdauer-Trainings und Triathlon spezialisiert haben: Der Preis ist gemessen an den gebotenen Features fair bemessen, die Akkulaufzeit gerade im Vergleich zur Konkurrenz sehr ordentlich und bei Training und Trackingfeatures kommen Käufer in den Genuss gewohnter Garmin-Qualität.

Allerdings unterscheidet sich die Uhr dann doch recht geringfügig von anderen, vergleichbaren Garmin-Modellen wie der Vivoactive 4 (Testbericht) oder der Forerunner 955 (Testbericht). Die Kaufentscheidung sollte deshalb in einem umfassenden Vergleich der Forerunner 255 mit diesen weiteren Garmin-Uhren gipfeln: Hier können neben dem (Straßen-)Preis kleine Features den Unterschied machen. Eine preiswerte Alternative für Läufer ist zudem die Huawei GT Runner (Testbericht).

Garmin Forerunner 965

 Die beste Sportuhr für Läufer

Ausgestattet mit einem OLED-Display bietet die Forerunner 965 Funktionen wie eine Fenix 7. Wie gut die Sportuhr für den Laufsport ist, zeigt der Test.

VORTEILE

  • tolles Display
  • lange Akkulaufzeit
  • großer Funktionsumfang

NACHTEILE

  • teuer
  • kein kabelloses Laden

Garmin Forerunner 965 im Test: Die beste Sportuhr für Läufer

Ausgestattet mit einem OLED-Display bietet die Forerunner 965 Funktionen wie eine Fenix 7. Wie gut die Sportuhr für den Laufsport ist, zeigt der Test.

Garmin zu unterstellen, sein Sortiment der Sportuhren wäre etwas unübersichtlich, wäre eine maßlose Untertreibung. Die Webseite von Garmin gibt allein für die Forerunner-Serie, die sich an Läufer wendet, zum Zeitpunkt dieses Tests 17 Modelle aus. Ein paar unterscheiden sich dabei nur in der Größe oder einem minimal anderen Funktionsumfang.

Das Topmodell 965 ist seit 2023 auf dem Markt und hat uns zwei Monate lang begleitet. Sie gleicht funktional der weiterhin angebotenen Garmin Forerunner 955 (Testbericht), hat dieser jedoch ein OLED-Display voraus. Dafür kostet sie 100 Euro mehr. Lohnt sich das? Das zeigt der Test.

Design

Anders als die Fenix-Reihe ist die Forerunner 965 gerade in Schwarz optisch zurückhaltend. Lieferbar ist sie aktuell in drei Farbvariationen. Mit einem giftgrünen Armband oder einem hellgrauen Gehäuse kann der Käufer eigene Akzente setzen, die komplett schwarze Version ist die unauffälligste. Manche Uhren von Garmin gibt es in einer Version mit kleinerem Gehäuse für schlanke Handgelenke, beim teuersten Modell der Forerunner-Serie ist das jedoch nicht der Fall.

Die Uhr wiegt 52 Gramm und ist sehr gut verarbeitet. Der Materialeindruck ist nicht ganz so fein wie bei der Fenix-Reihe, für sich betrachtet aber ist auch diese Uhr hochwertig. Die Lünette ist aus Titan, das Gorilla-Glas sollte einiges wegstecken. Wir würden immer dazu raten, ein Schutzglas aufzubringen – die paar Euro sind zumindest im Alltag gut investiertes Geld.

Mit seinem OLED-Display setzt sich die Forerunner 965 sowohl von der 955 als auch von den Fenix-Modellen deutlich ab. Deren „Memory in Pixel“-Display wirkt im Vergleich blass. Der 1,4-Zoll-Bildschirm der 965 erscheint dagegen brillant und farbenfroh, mit seinen 454 mal 454 Pixeln löst es auch viel höher auf. In der Grundeinstellung ist, wann immer eine interne Logik sich unbeobachtet fühlt, bis auf die Uhrzeit alles aus. Erst, wenn der Nutzer draufschaut, leuchten alle Informationen auf. Garmin hat damit zwei Dinge im Sinn. Zum einen soll ein Einbrennen verhindert werden, zum anderen natürlich den Stromverbrauch senken.

Mitgeliefert wird ein Lade- und Datenkabel. Das hat einerseits einen USB-C-Stecker, andererseits einen proprietären Anschluss für die Uhr. Es gibt kein Ladegerät und auch keine Möglichkeit einer induktiven Ladung.

App & Einrichtung

Die Uhr selbst ist rasch eingerichtet, der Nutzer wird durch ein Menü intuitiv geführt. Das gilt allerdings nur für die Uhr selbst. In die App Garmin Connect, die umfangreich ausgestattet ist, muss sich der Nutzer einarbeiten. Lohn ist dann eine Auswertung von Trainingsdaten in einer Tiefe, die nur ambitionierte Sportler in diesem Umfang benötigen werden.

Es sind nur Nuancen, die zwischen einer Forerunner 965 und einer Fenix 7 Pro liegen. Ein Stresstest für die Herzfrequenzvariabilität hat nur die Fenix, sie hat auch ein paar mehr Profile für Laufarten vorinstalliert. Vermissen wird der durchschnittliche Nutzer vermutlich trotzdem nichts. Falls doch, können einige Dinge auch nachinstalliert werden. Allgemein sind auch auf der Uhr, die sich speziell an Läufern wendet, so viele Profile vorinstalliert, dass wahrscheinlich niemand alle Möglichkeiten ausschöpfen wird.

Ausstattung & Tracking

Im Test wurde die Uhr nur zum Laden abgenommen. Die Laufzeit richtet sich wesentlich danach, wie oft das Display angeschaltet ist und wie viele Aktivitäten aufgezeichnet werden. Im Test kam ich auf eine Laufzeit zwischen sechs und elf Tagen – eine große Spanne also. Als ich alle Satelliten für die Aufzeichnung der Postion während einer Aktivität nutzte und Musik von der Uhr auf Kopfhörer schickte, waren nach 40 Minuten rund 10 Prozent der Aufladung verschwunden. Gefunkt wird entweder im 2,4-GHz-WLAN oder über Bluetooth. Beides war im Test zuverlässig und auch flink.

Die Beurteilung der Schlafqualität erschien uns meistens nachvollziehbar. Wacht man wie gerädert auf, kann man das auch ablesen. Die Uhr startet den Tag nach dem Aufstehen auf Wunsch mit einem in engen Grenzen konfigurierbaren „Morgen-Report“. Dort sind dann je nach Voreinstellung die Schlafdaten der vergangenen Nacht, Trainingsempfehlungen für den Tag und etwa der Wetterbericht. Zusätzlich gibt es noch variierende Motivationssprüche à la „Hole heute das Beste aus dir heraus“.

Ganz interessant ist, dass es bei der Aufzeichnung von Laufdaten kaum Unterschiede zur deutlich teureren Fenix 7 Pro gibt. Auch die Forerunner 965 liefert eine unglaubliche Fülle an Daten und übertrifft etwa die Fenix 6 bei der Genauigkeit. Anders als diese knickt die Geschwindigkeitsmessung unter einem Blätterdach kaum ein.

Auch die Pulsmessung, die bei meiner Uhr immer ein paar Minuten benötigt, bis sie zuverlässige Werte anzeigt, ist hier schneller und gefühlt auch näher an der Wahrheit. Die Pulsmessung am Handgelenk wird gegenüber einem Brustgurt immer nur zweite Wahl sein, doch wer es genau benötigt, kann bei Garmin einen Gurt für den Oberkörper nutzen. Es werden verschiedene angeboten, der am wenigsten teure kostet 46 Euro.

Garmin Forerunner 965 - Bilderstrecke

Garmin Forerunner 965

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Garmin Forerunner 965

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Garmin Forerunner 965

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Garmin Forerunner 965

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Garmin Forerunner 965

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Garmin Forerunner 965

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Die Forerunner 965 richtet sich an Läufer, doch sie schwächelt bei anderen Sportarten keineswegs. Sie machte beim Schwimmen einen ebenso guten Job wie die Fenix 7 (Testbericht). Im Detail mögen ein paar Profile weniger installiert sein, doch vermutlich braucht es schon sehr spezielle Anforderungen, die eine Fenix erfüllt, die Forerunner 965 jedoch nicht.

Intern sind 32 GByte Speicher eingebaut, von denen sich in der Grundkonfiguration etwas mehr als die Hälfte frei belegen lässt. Das Überspielen von Musik kann sowohl über die Garmin-App auf dem Rechner als auch über den Explorer erfolgen. Das läuft nicht rasend schnell, ist aber unkompliziert. Vielleicht geht es Ihnen ja ähnlich: Ich habe in der Regel beim Laufen einen Grundstock an Musik dabei, der relativ konstant bleibt.

Garmins Entscheidung, wie bei der Fenix auch hier dem Nutzer die Wahl zu lassen, ob er die Uhr über Touchscreen oder Tasten bedienen will, ist nur zu begrüßen – für beides gibt es Szenarien, in denen eine Variante Vorteile hat. Der Bildschirm reagiert flott auf Eingaben, mitunter sogar fast zu empfindlich. Es braucht zudem etwas Zeit, sich mit der Menüstruktur anzufreunden. Die Uhr bietet derart viele Funktionen, dass eine intuitive Strukturierung an gewisse Grenzen stößt. Das gilt erst recht für die App auf dem Handy, mit der sich eine unglaublich tiefe Datenanalyse betreiben lässt.

Akkulaufzeit

Die Garmin Forerunner 965 bietet trotz des hellen OLED-Displays eine große Ausdauer. Der Akku hält im Alltag bis zu 15 Tage durch, sofern man nicht ständig GPS oder das Always-on-Display nutzt. Je häufiger man trainiert, desto kürzer fällt die Laufzeit dann aber aus.

Preis

Die Garmin Forerunner 965 hat eine stolze UVP von 650 Euro. Mit etwas Glück bekommt man die Sportuhr aber schon günstiger bei Online-Händlern. Erhältlich ist die Sportuhr in hierzulande ab knapp 509 Euro. Als Farben stehen Schwarz, Weiß und Gelb zur Auswahl.

Fazit

Das Topmodell der Forerunner-Serie besticht mit einem brillanten Display und einem für Garmin so typischen Funktionsumfang, der dem einer Fenix kaum nachsteht. Sie ist etwas leichter als das vergleichbar große Fenix-Modell und bietet bei den Profilen abseits des Laufens im Detail minimal weniger. Dafür ist sie schlichter und trägt am Handgelenk weniger dick auf. Das OLED-Display löst hoch auf, es macht Freude, auf die Uhr zu schauen. Die weiterhin angebotene Forerunner 955 mit MIP-Display (Memory in Pixel) erscheint im Vergleich dazu blass und farblos, bietet allerdings eine deutlich längere Akku-Laufzeit.

Die teuerste Forerunner-Uhr richtet sich an engagierte Läufer, die sich für eine Analyse tief in Daten einarbeiten wollen, um gezielt zu trainieren. Dafür ist die 965 ein idealer Lieferant. Ähnlich wie bei der Fenix 7 Pro ist damit auch umrissen, wer eher nicht zur Zielgruppe gehört: Interessenten, die mit den üblichen Trainingsdaten wie Strecke, Puls und Geschwindigkeit auskommen, benötigen keine Forerunner 965. Auch als Smartwatch eignet sie sich nur eingeschränkt. Sie ist in erster Linie eine Sportuhr, gehört unter diesen allerdings zur absoluten Spitzenklasse. Sie kann nicht alles, aber vieles. Und was sie kann, erledigt sie exzellent. Hinzu kommt: Trotz des leuchtstarken Displays hält sie im Alltag erstaunlich lange durch. Kein Vergleich zu Uhren von Apple oder Google.

Garmin Venu X1

 Eine Sportuhr im Look der Apple Watch

Garmin fordert die Apple Watch heraus: Die Venu X1 will als Smartwatch mit smarten Features, Lifestyle- sowie Fitness-Tracking im edlen Design punkten.

VORTEILE

  • hervorragendes AMOLED-Display
  • integrierter Musikspeicher und Bezahlfunktion
  • elegantes und dezentes Design
  • ausgezeichnete Navigation per GPS

NACHTEILE

  • teuer
  • Akkulaufzeit könnte besser sein
  • Garmin Pay nur von wenigen Banken unterstützt

Garmin Venu X1 im Test: Eine Sportuhr im Look der Apple Watch

Garmin fordert die Apple Watch heraus: Die Venu X1 will als Smartwatch mit smarten Features, Lifestyle- sowie Fitness-Tracking im edlen Design punkten.

Die Garmin Venu X1 tritt als direkter Konkurrent zur Apple Watch an und verbindet ein schlankes Design mit smarten Funktionen und Features speziell für Sportler. Ein großes, flaches AMOLED-Display, integrierte Karten und umfangreiches Lifestyle-Tracking sollen ein umfassendes Paket für ambitionierte Freizeitathleten bieten. Im Test zeigt sich, was die nicht gerade günstige Uhr wirklich kann.

Design & Tragekomfort

Die Venu X1 bricht mit dem typischen Garmin-Look. Statt rundem Gehäuse setzt sie auf ein rechteckiges Design, das unübersehbar an die Apple Watch erinnert – untergebracht im bislang dünnsten Gehäuse des Herstellers. Die Uhr misst nur 7,9 mm in der Höhe (Venu 4: 12 mm, Forerunner 970: 12,9 mm) und bringt gerade einmal 34 g auf die Waage – leichter als eine Apple Watch.

Das Gehäuse besteht aus Polymer und Titan, das Armband aus leicht elastischem Nylon. Statt der bei Garmin üblichen Silikonbänder mit Metallschließe kommt das neue Comfort-Fit-Armband mit Klettverschluss zum Einsatz. Es liegt weich auf der Haut, hält sicher und trägt dank des flachen Gehäuses und geringem Gewicht insgesamt sehr angenehm.

Die Venu X1 ist bis 5 ATM wasserdicht und damit zum Schwimmen und Duschen geeignet, jedoch nicht für Tauchgänge oder längeren Kontakt mit hohem Wasserdruck.

Display

Garmin setzt beim Display auf kratzfestes Saphirglas und ein AMOLED-Panel mit optionaler Always-on-Anzeige. Mit 2 Zoll bietet sie eines der größten Displays aller Garmin-Smartwatches, das mit einer Auflösung von 448 × 486 Pixel eine hohe Bildschärfe liefert. Die Display-Helligkeit kann zwar nur in drei Stufen eingestellt werden, das reicht in der Praxis aber völlig aus.

Zusätzlich bietet die Uhr eine Red-Shift-Funktion, die wie ein Blaufilter wirkt und die Anzeige in warme Rot-, Grün- und Orangetöne färbt. Der Bildschirm der Garmin Venu X1 überzeugt mit hoher Helligkeit und bleibt selbst in direktem Sonnenlicht klar ablesbar.

Garmin Venu X1 - Bilder

Garmin Venu X1

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Garmin Venu X1

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Garmin Venu X1

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Garmin Venu X1

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Garmin Venu X1

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Garmin Venu X1

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Einrichtung & Bedienung

Einrichtung per App bei der Venu X1 erfolgt im gewohnten Garmin-Stil. Die Kopplung gelingt in wenigen Minuten über die App, die anschließend eine kurze Einführung in die Bedienung bietet. Danach lassen sich Zusatzfunktionen wie WLAN, Musik oder Garmin Pay aktivieren. Wer mag, kann diese Schritte auch später direkt in der App nachholen.

Am grundsätzlichen Aufbau der App hat sich nichts geändert. Die teils unübersichtliche Menüstruktur bleibt ein Kritikpunkt, mit etwas Eingewöhnung findet man sich aber schnell zurecht. Der große Funktionsumfang und die Fülle an erfassten Daten machen das allerdings mehr als wett.

Bei der Bedienung zeigt die Venu X1 keine Schwächen. Wie bei anderen aktuellen Garmin-Modellen lässt sich die Schriftgröße individuell anpassen.

Aktivität & Training

Garmin richtet die Venu X1 klar an Nutzer, die eine elegante Smartwatch mit Fitnessfokus suchen. Trotz des dezenten Designs bietet sie eine breite Auswahl an Tracking-Funktionen. Wer Musik, Navigation und umfassendes Gesundheits-Tracking will, bekommt hier ein Komplettpaket für Freizeitsportler.

Mehr als 100 Trainingsprofile decken nahezu jede Sportart ab. Je nach Disziplin erfasst die Uhr unterschiedliche Leistungsdaten wie Distanz, Tempo, Kalorienverbrauch oder Herzfrequenz. Der Funktionsumfang liegt unter dem der Profi-Modelle wie der Forerunner 970, reicht für ambitionierte Hobbyathleten aber locker aus.

Für Läufer gibt es zusätzlich eine Auswahl verschiedener Werte wie Running Tolerance, Running Economy, Running Dynamics und Running Power samt Hill Score. Die Venu X1 misst außerdem VO2max, Schrittfrequenz, Schrittlänge und Laufökonomie – die Werte liefern praxisnah realistische Ergebnisse.

Über den adaptiven Garmin Coach lassen sich individuelle Trainingspläne für Laufen, Radfahren, Krafttraining oder Triathlon erstellen. Ziel, Trainingsumfang und eventuelles Datum eines Wettkampfs können festgelegt werden. Auf Basis der absolvierten Einheiten passt sich der Plan automatisch an. Im Test wirken die Trainingseinheiten sinnvoll strukturiert und ausgewogen, mit gutem Wechsel zwischen Intensität und Regeneration.

Auch Kraftsportler kommen auf ihre Kosten: Die App erstellt passende Pläne für Muskelaufbau, Kraftsteigerung oder allgemeine Fitness. Dabei berücksichtigt sie, ob Langhanteln, Kurzhanteln oder nur das Körpergewicht verfügbar sind. Die Workouts folgen bekannten Konzepten wie Push-Pull-Legs oder Big-5 und lassen sich individuell anpassen.

Erstellte Trainings lassen sich direkt über das Menü der Uhr starten. Das Display zeigt die nächste Übung klar an, was im Training angenehm funktioniert. Praktisch: Für die Nutzung ist kein Abo bei Garmin Connect+ nötig, Zusatzkosten entfallen.

Die Pulsmessung arbeitet mit Garmins Elevate-Sensor präzise; im Zusammenspiel mit Brustgurt nur minimal genauer. Im Test liegen die Abweichungen im niedrigen einstelligen Prozentbereich – für Freizeitsportler vollkommen ausreichend.

Auch die Navigation überzeugt. Topografische Karten lassen sich während oder außerhalb des Trainings öffnen, GPX-Routen importieren oder direkt am Display Ziele auswählen. Die Eingabe klappt flüssig, wahlweise auch über die App. Das GPS arbeitet präzise; im Test traten keine Abweichungen in der Routenaufzeichnung auf.

Garmin Venu X1 - App

Garmin Venu X1 - App

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Garmin Venu X1 - App

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Garmin Venu X1 - App

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Garmin Venu X1 - App

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Schlaf & Gesundheit

Beim Schlaf-Tracking liefert die Venu X1 die gewohnt hohe Garmin-Qualität. Die Uhr erfasst Einschlaf- und Aufwachzeiten, Leicht-, Tief- und REM-Schlaf sowie Wachphasen, Puls, Atmung und Blutsauerstoff. Aus diesen Daten errechnet die Garmin-Connect-App einen Sleep Score zwischen 0 und 100, der die Schlafqualität bewertet und in die Berechnung der Trainingsbereitschaft einfließt. In der App lassen sich zusätzlich Notizen anlegen, etwa zu Koffeinkonsum oder spätem Fernsehen.

Auch der Schlaf-Coach ist wieder mit dabei. Er gibt Empfehlungen, wie lange und zu welchen Zeiten geschlafen werden sollte. Im Menü können zudem Nickerchen erfasst werden, die im Tagesverlauf hinzukommen.

Die Uhr überwacht rund um die Uhr die Herzfrequenz und kann auf Wunsch bei Unregelmäßigkeiten Alarm schlagen. Eine Ermittlung der Herzfrequenzvariabilität (HFV) ist ebenfalls möglich. Eine EKG-Funktion – wie sie etwa die Apple Watch oder Modelle wie die Garmin Venu 4 oder Fenix 8 bieten – gibt es bei der Venu X1 jedoch nicht. Das liegt am flachen Design, in dem kein Platz für die benötigten Metallkontakte bleibt.

Weitere Funktionen

Für die Ausstattung mit Zusatzfeatures hat Garmin bei der Venu X1 aus dem Vollen geschöpft. Die Uhr verfügt über fast alle wünschenswerten smarten Funktionen, darunter einen integrierten Musikspeicher, Support für Garmin Pay und eine Taschenlampenfunktion, die das Display als Lichtquelle nutzt. Diese Features funktionieren allesamt wie von Garmin gewohnt einwandfrei, wobei Garmin Pay ein Konto bei einer teilnehmenden Bank voraussetzt.

Eine Besonderheit der Venu X1 sind der integrierte Lautsprecher und das Mikrofon, über das wir Sprachbefehle geben, eingehende Telefonanrufe annehmen und SMS per Sprachsteuerung beantworten. Nachrichten kann man per Schnellantwort oder über die Display-Tastatur der Smartwatch beantworten. Auch wenn die Venu X1 über keinen eigenen SIM-Slot verfügt und wir zum Telefonieren und Empfangen oder Versenden von Nachrichten immer unser Smartphone in Reichweite halten müssen, erleichtern diese Features den Alltag.

Akku

Garmin gibt für die Venu X1 eine Akkulaufzeit von bis zu acht Tagen im Smartwatch-Modus an. Mit aktivierter Always-on-Anzeige sinkt die Laufzeit laut Hersteller auf rund zwei Tage. Im Test kamen wir ohne Always-on auf knapp sieben Tage – bei drei einstündigen Trainingseinheiten mit GPS, aktiven Benachrichtigungen und mittlerer Display-Helligkeit. Angesichts des leichten und flachen Designs ist das ein ordentlicher Wert, der die Laufzeit einer Apple Watch deutlich übertrifft.

Preis

Der Preis ist vermutlich der größte und vielleicht einzige Haken der Venu X1. Denn die Uhr kostet laut unverbindlicher Preisempfehlung stolze 800 Euro und ist damit klar im Premium-Segment angesiedelt. Sie bietet jedoch zahlreiche Funktionen, die diesen Preis zumindest teilweise rechtfertigen. Trotzdem: Die Venu X1 ist teurer als die Forerunner 970 oder die Venu 4. Zum Testzeitpunkt ist die Venu X1 in Schwarz und Moosgrün erhältlich, der Straßenpreis liegt bei rund 640 Euro.

Fazit

Die Garmin Venu X1 hat ihren Preis – und der ist hoch. Doch das Paket aus smarten Funktionen, umfangreichen Trainingsfeatures und elegantem Design rechtfertigt ihn zumindest teilweise. Die Smartwatch präsentiert sich als durchdachte, ausgewogene Mischung aus Lifestyle-Gadget und Sportbegleiter und ist damit eine echte Alternative zur Apple Watch Ultra. Klare Nachteile sind die fehlende EKG-Funktion sowie das Fehlen einer unabhängigen Datenverbindung für Mobilfunk.

Wer das Garmin-Ökosystem und dessen Sport- sowie Navigationsfunktionen schätzt, aber Wert auf ein modisches Design legt, bekommt mit der Venu X1 eine starke Option. Nur die mäßige Akkulaufzeit und der hohe Preis verhindern den ganz großen Wurf.

Garmin Venu 3

 Sport-Smartwatch jetzt mit EKG

Die Garmin Venu geht als erschwingliche Sportuhr in die dritte Runde, kostet aber mehr als das Vorgängermodell. Rechtfertigen die Features den Preis?

VORTEILE

  • schlichtes, aber elegantes Design
  • hervorragende Akkulaufzeit
  • hervorragendes GPS-Tracking
  • nützliche Musik-Funktion
  • Sprachsteuerung und Telefonie möglich
  • EKG-Funktion (Seit Januar 2025)

NACHTEILE

  • Pulsmessung bei schwankendem Puls ungenau
  • hoher Preis

Garmin Venu 3 im Test: Sport-Smartwatch jetzt mit EKG

Die Garmin Venu geht als erschwingliche Sportuhr in die dritte Runde, kostet aber mehr als das Vorgängermodell. Rechtfertigen die Features den Preis?

Garmin spendiert eine Neuauflage der beliebten Venu 2 (Testbericht). Mit der Garmin Venu 3 möchte der Hersteller explizit Hobby-Athleten ansprechen, die neben Trainingseinheiten im Alltag vor allem auch ihre Gesundheit überwachen und auf nützliche smarte Features nicht verzichten wollen. Wir haben das Modell im Test gründlich unter die Lupe genommen und zeigen in diesem Test, ob die Venu 3 ihr Geld wert ist.

Update: Wir haben die Garmin Venu 3 erstmalig im November 2023 getestet. Garmin hat zum 15. Januar 2025 die EKG-Funktion der Uhr für die Europäische Union per App-Update freigeschaltet. Deswegen haben wir uns die Venu 3 nochmals abgesehen und den Test aktualisiert.

Design & Bedienbarkeit

Wie schon bei der Venu 2 setzt Garmin auch bei der Venu 3 auf ein betont schlichtes und elegantes Design. Die Smartwatch soll weniger als wuchtige Outdoor-Uhr, sondern vielmehr als schickes Business-Accessoire daherkommen. Dementsprechend schlank und unauffällig ist das Gehäuse gestaltet, wobei die drei Bedienknöpfe der Uhr kaum aus der Lünette hervorstehen und damit praktisch unsichtbar bleiben. Garmin bietet die Uhr mit zwei unterschiedlichen Gehäusegrößen (Venu 3S: 41 mm und Venu 3: 45 mm) an, sodass die Venu 3 sowohl als schmalen als auch kräftigen Handgelenken gut zur Geltung kommt.

Bei der Bedienbarkeit haben wir nichts zu meckern, denn hier liefert Garmin gewohnte Qualität ab. Wie schon beim Vorgänger setzt der Hersteller auf das robuste Gorilla Glass 3 für das AMOLED-Display, das auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar bleibt. Wer möchte, kann das Display wahlweise auf Always-on einstellen, was dann aber – ähnlich wie die anpassbare Helligkeitsstufe – zulasten der Akkulaufzeit geht. Die Bedientasten sind stets gut erreichbar und wer sich mit Garmin-Uhren auskennt, findet sich mit deren Funktionsweise schnell zurecht, auch wenn die Venu 3 über eine zusätzliche Taste im Vergleich zur Venu 2 verfügt.

App & Einrichtung

Zur App und der Einrichtung der Venu 3 müssen wir an dieser Stelle wohl nicht mehr allzu viele Worte verlieren, denn hier bleibt Garmin dem eigenen Standard treu. Wir installieren die App Garmin Connect auf dem Smartphone und verbinden via Bluetooth die Venu 3 mit der App. Das Ganze dauert nur wenige Minuten.

Anschließend erklärt uns die App die Bedienung der Uhr und führt uns durch die Einrichtung der wichtigsten Features. Diese Einrichtung lässt sich auf Wunsch aber auch überspringen und zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Die App selbst bereitet dann alle von der Uhr aufgezeichneten Daten zur Aktivität, zum Training, zur Gesundheit und zum Schlaf in gesonderten Menüs auf. Welche Menüs die App auf der Startseite anzeigen soll, können wir dabei selbst bestimmen. Ein Klick auf die jeweilige Kachel öffnet dann eine Detailansicht der jeweiligen Daten.

Aktivität

Die Venu 3 misst sowohl Gesundheits- als auch Aktivitätsdaten. Dazu zählen neben Standards wie Schritten, Kalorienverbrauch und hochgestiegenen Stockwerken auch eine Analyse des Stresslevels, der Herzfrequenzvariabilität, der Atmung und der Blutsauerstoffsättigung im Blut. Alle diese Werte sind standardmäßig bei Garmin-Uhren in den Messdaten enthalten und werden erwartungsgemäß zuverlässig aufgezeichnet. Zusätzlich haben Nutzer die Möglichkeit, einen Health Snapshot zu erstellen. Auch dieses Feature kennen wir bereits von anderen Garmin-Modellen: Innerhalb von zwei Minuten zeichnet die Uhr verschiedene Gesundheitsstatistiken auf, die wir dann als Bericht mit unserem Arzt teilen können.

Ergänzend dazu bietet die Venu 3 weitere Garmin-typische Features wie Atemübungsaktivitäten und geführte Meditationen. Letztere gibt es in drei geführten Varianten. Zusätzlich können wir benutzerdefinierte Meditationen erstellen. Bei den geführten Meditationen sind neben einer Stretching-Variante auch Fokus- und Mantra-Meditationen enthalten. Alle geführten Meditationen stehen aber nur in englischer Sprache zur Verfügung. Zudem empfanden wir die Stimme als eher wenig entspannend, aber das ist Geschmackssache. Unser Fazit: Die Meditations-App der Venu 3 ist maximal ein nettes Gimmick. Mit Marktführern wie Headspace kann sie aber auf keinen Fall mithalten.

Eine Besonderheit der Venu 3 ist in Bezug auf die Gesundheitsüberwachung noch der Jetlag-Ratgeber. Dieses Feature beinhaltet konkrete Empfehlungen, wie wir Schlaf und Aktivität anpassen sollten, um die Auswirkungen eines Jetlags zu minimieren. In Ermangelung einer entsprechenden Fernreise konnten wir diese Funktion im Test allerdings nicht ausprobieren.

Garmin Venu 3 - Bilderstrecke

Garmin Venu 3

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Training

Auch wenn die Venu 3 keine reine Sportuhr sein soll oder will, verfügt sie dennoch über eine solide Auswahl an nützlichen Trainings-Features. Insgesamt können wir aus über 30 verschiedenen Sportprofilen wählen, um Trainingseinheiten aufzuzeichnen. Neben Standards wie Gehen, Laufen, Radfahren und Schwimmen gibt es auch Apps für Kraftsport sowie – ganz neu – für Rollstuhlfahrer. Letztere kommen in den Genuss spezieller Trainingspläne. Außerdem zeichnet die Uhr die mit den Armen ausgeführten Vorwärtsschübe auf, mit denen Rollstuhlfahrer ihr Gefährt voranbewegen.

Einen gewohnt guten Eindruck macht das GPS-Tracking der Venu 3. Hier bekommen wir die bekannte Garmin-Qualität geboten, wobei die Smartwatch neben GPS auch Glonass und Galileo unterstützt. Ein Barometer und ein Kompass sind ebenfalls verfügbar. In unserem Test funktionierte das GPS-Tracking zuverlässig und genau, sodass wir unsere Laufeinheiten und Wanderungen ohne Probleme aufzeichnen konnten. Ein kleines Manko: Auf eine Navigation per Karte müssen wir trotz GPS im Fall der Venu 3 leider verzichten.

Garmin setzt bei der Messung der Herzfrequenz auf den bekannten optischen Elevate-Sensor. Der Hersteller nutzt dabei spezielle Algorithmen, um Messungenauigkeiten durch Schweiß, Vibrationen, Temperatureinflüsse und Bewegungen herauszufiltern. Wie gut dieses System mittlerweile arbeitet, bewies die Venu 3 in unserem Test: Denn die Messung der Herzfrequenz förderte fast durchweg genaue Werte zutage. Selbst beim Krafttraining, wo optische Sensoren mit einer schwankenden Pulsrate häufig schlecht zurechtkommen, lieferte die Smartwatch von Garmin brauchbare Ergebnisse, wenn auch mit Messungenauigkeiten im niedrigen einstelligen Bereich (Vergleichswert: Brustgurt).

Ansonsten erwarten Käufer der Venu 3 in Hinblick auf die Trainingsaufzeichnung die aktuellen Standardfunktionen von Garmin. Läufer können wieder auf den Garmin-Coach und Pläne für 5K, 10K und Halbmarathon zurückgreifen, während Kraftsportler und Fitness-Fans sich von animierten Workouts auf dem Display der Uhr anleiten lassen können. All das funktionierte in unserem Test intuitiv und problemlos.

Ausdauersportler profitieren schließlich von der Berechnung der eigenen VO2-Max-Werte und können eigene Intervalle für Laufen und Radfahren erstellen. Bei der Programmierung eines Intervalltrainings bietet die Venu 3 diverse Auswahlmöglichkeiten wie Länge, Pausenzeit und Wiederholungszahl. Wer möchte, kann über die sogenannten „offenen Intervalle“ per Druck auf die Rundentaste das Ende eines Intervalls selbst bestimmen. Ein Warm-up ist auf Wunsch bei beiden Varianten möglich.

Garmin Venu 3 - App

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Schlaf

Neben den verschiedenen Funktionen zur Gesundheitsüberwachung und dem Tracking der körperlichen Aktivität bietet die Venu 3 auch eine umfangreiche Aufzeichnung der Schlafdaten inklusive dedizierter Coachings. Die Uhr misst die einzelnen Schlafphasen sowie den Puls, Blutsauerstoff und die Atmung. Auf Basis dieser Daten erhalten Nutzer einen Sleep Score und die sogenannte Body Battery, die den aktuellen körperlichen Energielevel angeben. Der Energielevel berücksichtigt auch den Stress und körperliche Aktivität, die wir tagsüber registrieren.

Ferner informiert uns ein Schlaf-Coach darüber, wie wir unseren Schlaf verbessern können. Dabei nimmt der Algorithmus der Venu 3 konkrete Empfehlungen zur Schlafdauer der bevorstehenden Nacht vor und gibt an, wie groß unser aktuelles Schlafbedürfnis ausfällt. Auch wenn die Messungen nicht mit den Datenerhebungen eines echten Schlaflabors mithalten können, so geben sie dennoch hinreichend Auskunft über die eigene Schlafhygiene und können dabei helfen, langfristige Probleme mit der Nachtruhe zu identifizieren. Die Messungen entsprachen im Test auch größtenteils unserem subjektiven Empfinden.

Benachrichtigungen, Musik und weitere Features

Bei der Benachrichtigungsfunktion und den Zusatzfeatures erwarten uns keine großen Überraschungen, wenngleich die Venu 3 gegenüber dem Vorgängermodell eine wesentliche Neuerung besitzt: Wir können über die Venu 3 nämlich Anrufe entgegennehmen und starten. Die Uhr verfügt über ein integriertes Mikrofon, sodass wir unterwegs telefonieren können, ohne das Smartphone aus der Tasche holen zu müssen. Eine Stummschaltfunktion für das Mikrofon gibt es ebenfalls. Ein weiterer Vorteil: Wir können mithilfe des Mikrofons auch auf den Sprachassistenten unseres Smartphones zugreifen und Nachrichten (SMS, Whatsapp) beantworten.

Ein Pluspunkt, den auch die Venu 2 zu bieten hatte, ist der integrierte Musikspeicher sowie die Kompatibilität der Venu 3 mit Musikapps wie Deezer, Spotify oder Amazon Music. Wer möchte, kann nämlich vorgefertigte Playlists direkt aus der App auf die Uhr herunterladen. Damit braucht es dann kein Smartphone mehr, wenn man unterwegs Musik hören möchte.

Andere Garmin-typische Features wie eine Notfallbenachrichtigung im Fall eines Unfalls, Garmin Pay und Support für Sprachassistenten sind ebenfalls an Bord und funktionierten in unserem Test tadellos.

In der Garmin Venu 3 ist zudem Sensorik verbaut, um ein 1-Kanal-EKG aufzuzeichnen. Die Funktion ist in den USA schon länger verfügbar. Seit Mitte Januar 2025 steht das Feature nun auch in der EU zur Verfügung. Das Elektrokardiogramm ist laut Garmin nur für Personen ab 22 Jahren geeignet und kann häufige Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern erkennen. Bei Verdacht auf Vorhofflimmern sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.

Für die Nutzung müssen die Smartwatch-Firmware und die Garmin Connect App auf die neueste Version aktualisiert werden. Anschließend steht das EKG als App auf der Uhr bereit. Diese startet man und muss dann das Gehäuse mit zwei Fingern berühren. Die Venu 3 führt dann die Messung mittels Elektrokardiogramm durch und stellt die Auswertung davon in der Connect-App bereit.

Akku

Neben der zusätzlichen Taste, den erweiterten Trackingfeatures und der Telefoniefunktion hat Garmin gegenüber der Venu 2 vor allem am Akku der Venu 3 geschraubt. Denn wo die Venu 2 es noch auf bis zu 10 Tage im Smartwatch-Modus und bis zu 19 Stunden im GPS-Modus brachte, hält die Venu 3 bis zu 14 Tage im Smartwatch-Modus oder bis zu 26 Stunden mit GPS. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorgängermodell, die sich sehen lassen kann. Im Alltag realistischer ist jedoch eine Laufzeit von rund 5 Tagen.

Preis

Wenn wir nun etwas an der Venu 3 zu bemängeln haben, dann ist es wohl der Preis. Die Venu 3 hat eine UVP von 499 Euro. Das beste Angebot liegt derzeit bei nur 339 Euro bei Ebay (Code: POWEREBAY10E). Die kleinere Venu 3S startet bei 350 Euro.

Fazit

Die Garmin Venu 3 richtet sich wie schon das Vorgängermodell an eine Nutzergruppe, die geschäftlich oft unterwegs ist und Wert auf smarte Funktionen legt. Als dedizierte Uhr für sehr aktive Sportler ist die Venu 3 weniger gedacht, aber das ist auch nicht die Zielsetzung der Smartwatch. Seit Januar 2025 gibt es in Europa endlich auch die EKG-Funktion.

Für das, was Garmin mit der Venu 3 anbieten will, nämlich eine hervorragende Armbanduhr, die mit smarten Features und einem eleganten Design überzeugt sowie nebenbei noch für Trainingseinheiten und zur Gesundheitsüberwachung taugt, macht der Hersteller einen hervorragenden Job. Zudem hat Garmin die Venu 3 gegenüber dem Vorgängermodell in diverser Hinsicht verbessert und erweitert, sodass sich auch für Besitzer der Venu 2 ein Kauf lohnen kann.

Die Venu 3 punktet mit vielen sinnvollen Funktionen, einer guten Gesundheitsüberwachung, soliden Trainingsoptionen und einem eleganten Design. Lediglich der Preis schmälert den sehr positiven Gesamteindruck, ist aber in Anbetracht von Musikspeicher, GPS, Akkulaufzeit und Sprechfunktion noch verschmerzbar.

Garmin Vivoactive 5

Sportuhr Garmin Vivoactive 5 im Test

Garmin verpasst der Vivoactive-Serie mit der Vivoactive 5 endlich ein lange verdientes Update. Wir haben uns die Uhr im Test angeschaut und klären, ob und inwiefern das neue Modell den Kauf für Garmin-Einsteiger wert ist.

VORTEILE

  • integrierte Musiksteuerung
  • hervorragendes OLED-Touch-Display
  • sehr gutes GPS

NACHTEILE

  • dezentes Design
  • interner Speicher etwas knapp
  • kein Höhenmesser
  • keine Telefoniefunktion

Sportuhr Garmin Vivoactive 5 im Test

Garmin verpasst der Vivoactive-Serie mit der Vivoactive 5 endlich ein lange verdientes Update. Wir haben uns die Uhr im Test angeschaut und klären, ob und inwiefern das neue Modell den Kauf für Garmin-Einsteiger wert ist.

Vier Jahre hat es gedauert, doch jetzt endlich hat Garmin mit der Vivoactive 5 einen Nachfolger der beliebten Vivoactive 4 (Testbericht) auf den Markt gebracht. Der Hersteller verspricht viele Verbesserungen für die günstigste Sportuhr im eigenen Sortiment, darunter ein besseres Display und eine deutlich längere Akkulaufzeit.

Die Garmin Vivoactive 5 ist mit 235 Euro eine preiswerte Option unter den Sportuhren und eignet sich so ideal für Hobby-Sportler, ohne den Nutzer mit der vollen Datenanalyse von Garmin zu überfrachten. Wir haben uns die Vivoactive 5 im Test genau angeschaut und klären, ob und inwiefern die Neuauflage tatsächlich einen (technischen) Sprung nach vorn bedeutet.

Design

Beim Design der Vivoactive 5 ist Garmin dem Vorgängermodell weitgehend treu geblieben: Die Uhr gleicht einer herkömmlichen Armbanduhr und wirkt dementsprechend schlank und dezent. Neu ist allerdings das Display, das anders als im Fall der Vivoactive 4 nicht mehr als LCD-Anzeige, sondern als AMOLED-Bildschirm daherkommt. Diese Änderung garantiert eine ausgesprochen hohe maximale Helligkeit, die sich übrigens in drei Stufen regulieren lässt und sich automatisch an die Umgebungsbeleuchtung anpasst.

Wie schon die Vivoactive 4 können wir auch die Vivoactive 5 sowohl per Touch-Steuerung als auch über zwei Seitentasten bedienen. Das funktioniert erwartungsgemäß hervorragend: Die Uhr registriert unsere Eingaben stets ohne Verzögerung und auch mit leicht feuchten Fingern (etwa beim Schwimmen) lässt sich das Touch-Display noch gut auslösen.

Ebenfalls positiv aufgefallen ist uns die Verarbeitungsqualität der Uhr: Sowohl das Display als auch das Silikonarmband erweisen sich als robust und stoß- sowie kratzfest. Wir haben die Uhr bei unterschiedlichen Outdoor-Aktivitäten, Trainingseinheiten und beim Hundesport getragen, konnten trotz intensiver Beanspruchung aber keinerlei sichtbare Beschädigungen feststellen.

Weil die Vivoactive 5 wasserdicht bis 5 ATM ist, kann man die Uhr auch problemlos beim Schwimmen tragen. Hohem Wasserdruck hält die Uhr allerdings nicht stand, sodass man sie beim Surfen oder Tauchen lieber zu Hause lassen sollte.

Einrichtung und App

Wer schon einmal eine Garmin-Uhr besessen hat, weiß: Die Einrichtung funktioniert absolut problemlos und intuitiv. Wir installieren die Garmin-Connect-App auf unserem Smartphone, erstellen einen Nutzer-Account und rufen das Geräte-Menü auf. Dort klicken wir auf die Schaltfläche „Gerät hinzufügen“ und lassen die App per Bluetooth die Verbindung zur Vivoactive 5 herstellen. Das Ganze dauert nur wenige Minuten und wir erhalten anschließend eine kurze Einführung in die Bedienung der Uhr.

Bei der App bleibt ansonsten alles wie gewohnt: Auf der Startseite befinden sich verschiedene Kacheln, die uns einen Überblick über Daten wie Herzfrequenz, Schlaf, Trainingsbelastung, Stresslevel und mehr liefern. Dabei können wir selbst konfigurieren, welche Werte uns auf der Startseite angezeigt werden. Zusätzlich sehen wir aktive Trainings-Challenges und bevorstehende Trainingseinheiten sowie geplante Events. Der Aufbau von Garmin Connect ist zwar Geschmackssache, wir empfanden die Ansicht aber nach kurzer Eingewöhnungszeit als übersichtlich. Auch die zusätzlichen Menüs für Benachrichtigungen und Einstellungen sind sinnvoll aufgebaut und gut verständlich.

Aktivität und Training

Garmin-Uhren gelten bei vielen Athleten als das Non-Plus-Ultra in Bezug auf die Möglichkeiten, Aktivitäten und Trainingseinheiten aufzuzeichnen. Obwohl die Vivoactive 5 zu den günstigen Einsteigermodellen in Garmins Portfolio gehört, hat sie aber trotzdem alle Funktionen zu bieten, die eine echte Garmin ausmachen.

Für das Aktivitätstracking können wir wie gewohnt ein Tagesziel festlegen, darunter Schritte und Intensitätsminuten. Haben wir ein Tagesziel erreicht, informiert uns die Uhr per Benachrichtigung auf dem Display. Weil Garmin im Gegensatz zur Vivoactive 4 darauf verzichtet hat, die Uhr mit einem Höhenbarometer auszustatten, kann die Vivoactive 5 keine Stockwerke messen. Das ist unserer Meinung nach aber verschmerzbar, da diese Funktion beim Vorgängermodell ohnehin unter einigen praktischen Problemen zu leiden hatte.

Was der Vivoactive 5 ebenfalls fehlt, sind im Vergleich mit teureren Garmin-Uhren wie der Fenix 7 (Testbericht) oder den Modellen der Forerunner-Serie bestimmte Messdaten zu absolvierten Trainingseinheiten. Auf Werte wie Belastungs- und Traingsstatus, Laufleistung, Schrittlänge und Ähnliches müssen Nutzer der Vivoactive 5 verzichten. Mit dem Garmin Running Dynamics Pod ist die Uhr ebenfalls nicht kompatibel.

Trotzdem bietet die Vivoactive 5 aber umfangreiche Features für Hobby-Athleten, das der Marke Garmin gerecht wird. Wir können aus mehr als 30 vorinstallierten Trainingsprofilen wählen, darunter diverse Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren und Schwimmen in verschiedenen Varianten, aber auch Ballsportarten und Exoten wie Disc Golf oder Racquetball. Nach einem absolvierten Training berechnet die Uhr basierend auf Daten wie Herzfrequenz und Aktivitätsdauer den Trainingseffekt und die voraussichtliche Erholungszeit. Eine Berechnung der VO2-Max-Werte ist ebenfalls mit an Bord.

Wer gerne unter Anleitung seine Trainingseinheiten absolviert, kann den Garmin Coach über die Connect-App aktivieren. Dieses Feature beinhaltet kostenlose Trainingspläne für 5-km-, 10-km- und Halbmarathon-Laufwettkämpfe. Ferner bietet die App die Möglichkeit, eigene Trainingseinheiten aus mehr als 1600 Übungen zu erstellen und diese dann an die Vivoactive 5 zu senden. Das ist insbesondere dann hilfreich, wenn man beim Training nicht ständig aufs Handy schauen möchte. In der Praxis funktioniert das Feature sehr gut, bedarf allerdings auch ein wenig Zeit für die Auswahl der Übungen in der App.

Ein zentraler Kaufgrund für eine Garmin-Uhr dürfte für viele Nutzer das integrierte GPS-Tracking sein. Auch die Vivoactive 5 bietet Sensoren für GPS, Glonass und Galileo. Das Feature machte in unserem Test eine erwartungsgemäß gute Figur und leistete sich lediglich beim Lauftraining im Wald leichte Aussetzer, wenn es um die Messung der Pace ging. Die insgesamt getrackte Strecke entsprach bei allen Trainingseinheiten ohne Abweichungen dem tatsächlich zurückgelegten Weg.

Ähnlich gut wie das GPS funktioniert auch der Herzfrequenzsensor der Vivoactive 5. Bei gleichmäßigem Puls misst der Sensor zuverlässig und korrekt, Abweichungen von unserem Brustgurt gab es bei lockeren GA1-Laufeinheiten nicht. Bei HIIT-Einheiten und Krafttraining hatte die Uhr dann aber vereinzelt doch ein paar Probleme. Abweichungen von bis zu zehn Schlägen pro Minute waren an der Tagesordnung, wenn unsere Herzfrequenz häufig wechselte. Wer die Vivoactive 5 also bei Sportarten mit schwankendem Puls nutzen möchte, sollte zusätzlich über die Anschaffung eines Brustgurtes nachdenken.

Übrigens zeichnet die Vivoactive 5 wie von anderen Garmin-Modellen gewohnt auch eine Reihe von Gesundheitsdaten auf. Dazu gehören unter anderem die Herzfrequenzvariabilität, die Blutsauerstoffsättigung und die Atemfrequenz. Insbesondere die HRV kann als Indikator für Erkrankungen hilfreich sein. Eine EKG-Funktion bietet die Vivoactive 5 allerdings nicht, ebenso wenig wie eine Anzeige des täglichen Kalorienverbrauchs (die gibt es nur in Verbindung mit der App Myfitnesspal).

Garmin Vivoactive 5 - Garmin-Connect-App

Garmin Vivoactive 5 - Garmin-Connect-App

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Garmin Vivoactive 5 - Garmin-Connect-App

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Schlaf-Analyse

Was das Schlaf-Tracking anbelangt, erwartet uns im Fall der Vivoactive 5 gewohnte Garmin-Kost: Die Uhr misst zuverlässig Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt sowie Puls, Atmung und Blutsauerstoffsättigung. Anhand dieser Daten berechnet sie außerdem die Dauer der einzelnen Schlafphasen und gibt einen Wert namens Body Battery aus, der den Energielevel unseres Körpers widerspiegeln soll.

Das Schlaf-Tracking funktioniert bei der Vivoactive 5 insgesamt sehr gut und auch die automatische Nickerchen-Erkennung macht, was sie soll. Die Aussagekraft der Angaben zu den einzelnen Schlafphasen ist selbstverständlich begrenzt, aber ähnlich wie die Messung der HRV liefern die Angaben einen guten Indikator für langfristige Trends und mögliche gesundheitliche Probleme. Beim Schlafen selbst bleibt die Vivoactive 5 am Handgelenk kaum spürbar und stört deshalb nicht. Die Weckfunktion lässt sich individuell mit Ton und Vibration anpassen.

Zusätzliche Features

Wie die meisten anderen smarten Sportuhren von Garmin unterstützt auch die Vivoactive 5 das kontaktlose Bezahlsystem Garmin Pay. Wer das Feature nutzen möchte, kann es über die Garmin Connect App einrichten. Einzige Voraussetzung ist, dass die eigene Bank den Dienst unterstützt. Eine Liste der teilnehmenden Banken findet man auf der Support-Webseite von Garmin. Um Garmin Pay einzurichten, legen wir zunächst einen vierstelligen Pass Key fest und geben dann die Daten unserer Kredit- oder Debitkarte ein. Anschließend können wir via NFC mit der Uhr kontaktlos bezahlen.

Zusätzlich zu Garmin Pay unterstützt die Vivoactive 5 auch die Musikwiedergabe direkt über die Uhr. Wir können also in den integrierten Speicher per Kopplung an Spotify oder Deezer eine gewisse Menge an Songs laden und unsere Uhr mit einem Bluetooth-Kopfhörer koppeln, um unterwegs unabhängig vom Smartphone Musik hören zu können. Leider ist der Speicher der Vivoactive 5 recht begrenzt: Es stehen nur 2,2 GB an Platz für Musik und Apps zur Verfügung. Wer also über den Connect-iQ-App-Store zusätzliche Apps auf die Uhr laden möchte, muss bei der Menge an gespeicherten Songs auf der Uhr entsprechend kompromissbereit sein. Verzichtet man auf zusätzliche Apps, bietet die Vivoactive 5 aber Platz für durchschnittlich etwa 500 Musikstücke.

Garmin Vivoactive 5 - Bilderstrecke

Garmin Vivoactive 5

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Garmin Vivoactive 5

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Garmin Vivoactive 5

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Garmin Vivoactive 5

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Garmin Vivoactive 5

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Akku

Im Vergleich zur Vivoactive 4 hat Garmin bei der Akkulaufzeit der Vivoactive 5 ordentlich nachgebessert. Lag die Laufzeit beim Vorgängermodell noch bei fünf bis sieben Tagen, hält die Vivoactive 5 bei durchschnittlicher Nutzung jetzt bis zu elf Tage durch. In unserem Test schaffte die Sportuhr bei drei Trainingseinheiten zu jeweils zwei Stunden Dauer, aktivierten Benachrichtigungen und GPS-Nutzung gute neun Tage. Damit gelingt es Garmin, einen zentralen Kritikpunkt der Vivoactive 4 zu verbessern.

Preis

Die Garmin Vivoactive 5 kostet laut unverbindlicher Preisempfehlung (UVP) 299,99 Euro. Der Hersteller bietet die Uhr in den Farben Orchidee/Orchidee Metallic, Schwarz/Schiefergrau, Elfenbein/Cremegold und Königsblau/Blau Metallic an. Damit gehört die Vivoactive 5 zu den günstigsten Garmin-Uhren. In Hinblick auf die GPS-Funktion, das OLED-Display und den integrierten Musikspeicher empfinden wir die Preisgestaltung dieses Modells als fair, zumal da der Straßenpreis für die Vivoactive 5 je nach Modell bereits bei knapp 199 Euro beginnt.

Fazit

Wer die Vorzüge einer Garmin-Sportuhr mit GPS nutzen, aber weder auf einen integrierten Musikspeicher verzichten noch mehr als 250 Euro investieren möchte, sollte der Vivoactive 5 definitiv eine Chance geben. Die Uhr bietet ein Rundum-sorglos-Paket für Hobbysportler, die auf die volle Datenanalyse teurerer Modelle von Garmin verzichten können.

Zwar gibt es bei der Akkulaufzeit noch ein wenig Luft nach oben und auch der integrierte Speicherplatz wird auf Dauer eventuell knapp, aber dafür hat die Vivoactive 5 alle anderen Vorteile zu bieten, für die Garmin bekannt und beliebt ist. Die Uhr bietet damit den perfekten Einstieg in das Garmin-Ökosystem.

Hama Smartwatch 9000

Hama Smartwatch 9000 im Test

Die Hama Smartwatch 9000 bietet fast alles, was eine moderne smarte Sportuhr auszeichnet. Ob sie tatsächlich eine günstige Alternative ist, zeigt der Test.

VORTEILE

  • integriertes GPS
  • Musikspeicher
  • hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis

NACHTEILE

  • durchschnittliche Akkulaufzeit
  • keine Navigation

Hama Smartwatch 9000 im Test

Die Hama Smartwatch 9000 bietet fast alles, was eine moderne smarte Sportuhr auszeichnet. Ob sie tatsächlich eine günstige Alternative ist, zeigt der Test.

Wer sich keine Garmin Fenix 8 leisten kann, aber nicht auf die Vorzüge von GPS und Musikspeicher verzichten möchte, für den stellt die Garmin Vivoactive 6 eine veritable Alternative dar. Besonders preisbewusste Nutzer lockt jetzt aber die Hama Smartwatch 9000, die mit knapp 140 Euro nur halb so teuer daherkommt wie das Garmin-Modell. Trotzdem verfügt die Hama-Uhr über ein eigenes GPS, ein großes AMOLED-Display und einen integrierten Musikspeicher.

Wir haben uns die Hama Smartwatch 9000 genauer angeschaut und finden in unserem Test heraus, ob sich der Kauf dieser Smartwatch lohnt. Dabei fokussieren wir uns nicht nur auf die Bedienbarkeit und die sportlichen Features der Uhr, sondern auch auf Akkulaufzeit und Zusatzfunktionen.

Design und Verarbeitung

Hama hat sich beim Design der Smartwatch 9000 eindeutig von Garmins Vivoactive-Serie inspirieren lassen, auch wenn es ein paar kleinere Unterschiede gibt. Die Uhr verfügt über ein 1,43-Zoll-großes AMOLED-Touch-Display mit Always-on-Funktion und einer Auflösung von 466 × 466 Pixeln. Die maximale Helligkeit des Bildschirms beträgt gute 800 Nits, was man in der Praxis deutlich merkt, denn die Anzeige bleibt selbst bei halber Helligkeit auch unter voller Sonneneinstrahlung noch gut ablesbar.

Das Gehäuse der Smartwatch 9000 besteht aus Glasfaser, Polycarbonat und Edelstahl, für das Armband setzt Hama auf Silikon mit einer Schließe aus Kunststoff. Insgesamt macht die Uhr einen wertigen Eindruck und wirkt auch nicht übertrieben wuchtig, sodass sie sich trotz des großen Displays auch für etwas schmalere Handgelenke eignet.

Bei der Verarbeitung kann die Hama-Uhr ebenfalls punkten. Die Smartwatch ist nach IP68-Standard zertifiziert und übersteht dementsprechend auch dauerhaftes Untertauchen im Wasser bis 5 ATM. Damit können wir sie auch unter der Dusche oder beim Schwimmen tragen. Weil das Gehäuse der Uhr über eine matt-gebürstete Oberfläche verfügt, ist es wenig empfindlich gegenüber Kratzern. Im Test übersteht die Uhr außerdem einen Aufprall aus anderthalb Metern Höhe auf dem Steinboden ohne Probleme.

Hama Smartwatch 9000 - Bilder

Hama Smart Watch 9000

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Hama Smart Watch 9000

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Hama Smart Watch 9000

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Hama Smart Watch 9000

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Bedienbarkeit und App

Die Hama Smartwatch 9000 kooperiert wie das Schwestermodell, die Hama Smartwatch 7000 (Testbericht), auf dem Smartphone mit der Hama-Fit-Move-App, die wir kostenlos im Google Play Store oder im Apple App Store herunterladen können. Beim ersten Start fragt uns die App, ob wir ein Nutzerkonto erstellen möchten. Das benötigen wir, wenn wir unsere Daten auf ein anderes Gerät übertragen möchten. Ansonsten können wir die Einrichtung eines Accounts auch überspringen, allerdings ist der zugehörige Button etwas versteckt. Wie gut die Hama-Fit-Move-App funktioniert, haben wir bereits in unserem Test der Hama Smartwatch 7000 ausführlich besprochen. Deshalb an dieser Stelle nur ein kurzes Fazit: Die App ist übersichtlich aufgebaut, leidet aber unter einigen kleinen Übersetzungsproblemen. Trotzdem findet man sich gut zurecht und wird bei der Nutzung der Software nicht beeinträchtigt.

Wie schon bei der Hama Smartwatch 7000 haben wir auch bei der Smartwatch 9000 an der Bedienung nichts zu meckern. Der Hersteller hat sich für eine Steuerung via Touch-Display entschieden, ergänzt von einem Button und einer drehbaren Krone an der rechten Gehäuseseite. Die Uhr verarbeitet unsere Eingaben präzise und ohne Verzögerung, wobei Touch-Gesten auf dem Bildschirm auch dann noch verarbeitet werden, wenn unsere Finger feucht oder leicht verschmutzt sind.

Aktivität und Training

Die Hama Smartwatch 9000 hat neben ihren smarten Features auch umfangreiche Funktionen für Hobbyathleten zu bieten. Neben einem Schrittzähler und der Berechnung verbrauchter Kalorien, was bei Fitnessuhren längst zum Standard gehört, erfasst die Uhr auch die Herzfrequenz während der Aktivität, beim Schlafen und in Ruhe sowie die Blutsauerstoffsättigung und den Stresslevel (basierend auf Puls und Aktivität). Außerdem verfügt die Uhr über eine automatische Aktivitätserkennung, bei der die Smartwatch verschiedene Ausdauersportarten wie Laufen, Gehen und Radfahren nach einer gewissen Dauer selbstständig erfasst. Pausen registriert die Uhr dabei ebenfalls. Das klappt in der Praxis problemlos, und wer möchte, kann die Funktion auch deaktivieren.

Wie es sich für eine smarte Sportuhr gehört, verfügt die Hama Smartwatch 9000 über eine umfangreiche Auswahl an Trainingsprofilen. Anders als bei günstigen Mitbewerbern beschränken sich die Profile nicht nur auf die Messung der Aktivitätsdauer und Herzfrequenz. Stattdessen können wir beim Laufen oder Radfahren die zurückgelegten Kilometer, die Schrittfrequenz, das durchschnittliche Tempo, die Pace pro Kilometer sowie An- und Abstieg in Metern anzeigen lassen. Wer die Uhr beim Schwimmen nutzen möchte, kann zudem die Länge der geschwommenen Bahnen festlegen, damit die Smartwatch die Bahnen in Summe zählt.

Obwohl die Hama Smartwatch 9000 über ein integriertes GPS-Modul verfügt, gibt es keine Kartennavigation. Das würden wir von einer Uhr in dieser Preisklasse aber auch nicht erwarten. Das Dual-Band-GPS erfasst aber zuverlässig die Strecken, die wir etwa beim Joggen oder beim Radfahren zurücklegen. Die Abweichungen gegenüber unserem Kontrollgerät (Garmin Fenix 7) fallen minimal aus und sind unserer Meinung nach vernachlässigbar.

Für Hobbysportler, die sich für die Hama Smartwatch 9000 interessieren, sind neben dem GPS und den Trainingsprofilen aber noch weitere Funktionen der Uhr von Vorteil. Die Smartwatch berechnet nämlich basierend auf den Trainingsdaten einen VO2-Max-Wert und bestimmt anhand von aerobem Trainingseffekt und Herzfrequenzvariabilität ähnlich wie viele Garmin-Modelle einen sogenannten Body-Energy-Score. Der unterstützt uns bei der Planung unseres Trainings und bietet eine Orientierung, in welchem energetischen Zustand sich unser Körper aktuell befindet. Die punktuelle Aussagekraft der entsprechenden Daten ist zwar nicht mit medizinischen Messungen vergleichbar, bietet aber bei dauerhafter Nutzung eine gute Entscheidungshilfe bei der Durchführung konkreter Sporteinheiten.

Ein weiterer Pluspunkt, den die Hama Smartwatch 9000 zu bieten hat, sind Trainingsvorschläge für Läufer. Wer möchte, kann über das Menü der Uhr verschiedene spezifische Lauf-Varianten anwählen und auf dem Display der Smartwatch anzeigen lassen oder starten. Die Vorschläge eignen sich zwar eher für Einsteiger; als Anreiz, um mit dem Laufen zu beginnen, taugen sie aber allemal.

Zu guter Letzt schauen wir uns im Test der Hama Smartwatch 9000 noch den optischen Pulssensor an. Große Überraschungen erwarten uns hier keine: Der Sensor macht einen ordentlichen Job und misst bei langen Laufeinheiten auf Grundlagenausdauerniveau zuverlässig unsere Herzfrequenz. Die Abweichungen im Vergleich zum Kontrollgerät und zum Brustgurt lagen bei einem einstündigen Training im niedrigen einstelligen Bereich. Deutlich ungenauer wird die Messung dann erwartungsgemäß bei HIIT- oder Kraftsport-Einheiten mit stark wechselndem Puls. Hier kann der optische Sensor nicht mithalten und liefert teils stark verzögerte Messungen. Da es sich dabei um ein Problem handelt, mit dem viele Smartwatches zu kämpfen haben, werten wir die Hama-Uhr deshalb nicht ab.

Schlaf- und Gesundheitsfunktionen

Das Schlaftracking der Hama Smartwatch 9000 entspricht im Prinzip den Standards der Konkurrenz: Die Uhr zeichnet zuverlässig Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt auf, misst die Dauer von Leicht-, Tief-, Wach- sowie REM-Schlafphasen und bewertet das Ergebnis mit einem Wert auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten. Ansonsten messen die Sensoren die vergangene Zeit bis zum Einschlafen und die Aufwachzeit. Die Werte wirken in unserem Test plausibel, auch wenn die Messungen selbstverständlich keine Analyse im Schlaflabor ersetzen können.

Für Frauen gibt es als zusätzliche Gesundheitsfunktion noch die Möglichkeit, die eigene Periode mit der Smartwatch aufzuzeichnen – ein Feature, das mittlerweile ebenfalls bei vielen vergleichbaren Uhren zum Standard gehört. Hama spart es sich in diesem Fall aber, ein positives Ausrufezeichen zu setzen, und beschränkt die sogenannte Periodenverfolgung auf einen reinen Zykluskalender. Der zeigt anhand vergangener Zyklen die fruchtbaren Tage, den Eisprung und die voraussichtliche sowie tatsächliche Menstruation an. Eine Option, zusätzliche Symptome oder einzelne Zyklusphasen anzeigen zu lassen, fehlt leider.

Zusatzfunktionen

Wir haben es bereits erwähnt: Die Hama Smartwatch 9000 verfügt über eine Reihe von Zusatzfeatures, die sie in direkter Konkurrenz zur Garmin Vivoactive 6 platzieren. Eines dieser Zusatzfeatures ist der integrierte Musikspeicher. Die Uhr bietet Platz für etwa 50 Songs im MP3-Format, die wir dann direkt und ohne Smartphone abspielen können. Dazu verbinden wir die Smartwatch mit der App auf unserem Handy und übertragen die entsprechende Musik in den Speicher. Das Übertragen der Musik auf die Uhr funktioniert im Test ohne Probleme und dauert nur wenige Minuten. Wer möchte, kann mehrere Playlists erstellen.

Anschließend können wir die Songs über den integrierten Lautsprecher der Uhr oder über Bluetooth-Kopfhörer wiedergeben, die wir an die Smartwatch koppeln. Navigieren wir ins Musikmenü der Smartwatch 9000, können wir wählen, ob wir Musik von der Uhr oder vom Smartphone abspielen möchten. Das klappt ebenfalls problemlos und absolut intuitiv.

Ferner erweitert eine integrierte Freisprech-Funktion die Riege der Zusatzfeatures, die die Hama-Uhr zu bieten hat. Zwar gibt es keinen SIM-Slot, aber wir können auf dem Smartphone eingehende Anrufe annehmen und beantworten oder über das Display der Uhr selbst Anrufe tätigen. Außerdem erlaubt das integrierte Mikrofon die Nutzung von Sprachassistenten. Letzteren aktivieren wir ebenfalls über das Menü der Uhr, die dann automatisch die entsprechende KI auf unserem Smartphone ansteuert.

Akku

Hama hat bei der Smartwatch 9000 einen Lithium-Polymer-Akku mit einer Kapazität von 450 mAh verbaut, der eine durchschnittliche Laufzeit von sechs bis acht Tagen bieten soll. Dabei gilt: Die Always-on-Funktion beeinträchtigt die Laufzeit maßgeblich. In unserem Test hat die Uhr ohne Always-on, halber Display-Helligkeit und zwei anderthalbstündigen Sporteinheiten in einer Woche insgesamt knapp sieben Tage durchgehalten – ein solider Wert, der aber etwas hinter der Garmin-Konkurrenz zurückbleibt (die Vivoactive 6 schafft bis zu 11 Tage).

Preis

Die Hama Smartwatch 9000 kostet laut unverbindlicher Preisempfehlung 179 Euro. Der Straßenpreis beginnt aber bereits bei knapp unter 136 Euro. Gemessen daran, was die Uhr zu bieten hat (integriertes GPS und Musikspeicher) empfinden wir den Preis als absolut fair. Die Smartwatch liegt damit beim Straßenpreis übrigens fast 200 Euro unter der Garmin Vivoactive 6.

Fazit

Während die Hama Smartwatch 7000 in unserem Test eher mittelmäßig abgeschnitten hat, konnte uns die Smartwatch 9000 tatsächlich positiv überraschen. Mit einem Straßenpreis von knapp 140 Euro bekommt man eine absolut solide Sportuhr mit vielen nützlichen Extras wie einem integrierten GPS oder Musikspeicher.

Ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als bei der Hama Smartwatch 9000 findet man aktuell kaum. Wer es noch günstiger haben möchte und auf einen Musikspeicher verzichten kann, schaut sich alternativ das Xiaomi Smart Band 8 Pro (Testbericht) an.

Huawei Watch Fit 5

 Vom Fitnesstracker zur starken Sportuhr

Präzise Pulsmessung, Apple-Watch-Optik und ein Preis von nur 199 Euro: Die Huawei Watch Fit 5 überzeugt im Test als günstige Sportuhr.

VORTEILE

  • präzise Pulsmessung
  • leicht und bequem
  • tolles Display
  • günstig

NACHTEILE

  • Health App für Android nicht im Play Store
  • keine Mobilfunk- und Netzwerk-Optionen
  • Bluetooth nicht abschaltbar

Huawei Watch Fit 5 im Test: Vom Fitnesstracker zur starken Sportuhr

Präzise Pulsmessung, Apple-Watch-Optik und ein Preis von nur 199 Euro: Die Huawei Watch Fit 5 überzeugt im Test als günstige Sportuhr.

Die Huawei Watch Fit 5 ist die günstige Alternative zum Pro-Modell – einst als Fitness-Tracker mit GPS in Erscheinung getreten, hat sich die Smartwatch zur vollwertigen Sportuhr gemausert. Das Design erinnert erwartungsgemäß stark an die Apple Watch – viel mehr Gemeinsamkeiten gibt es allerdings nicht.

Statt Mobilfunkanbindung gibt es zwar nur Bluetooth, dafür hält der Akku rund eine Woche. Dazu kommen Gesundheits-Features und eine überaus genaue Pulsmessung. Warum die Uhr derzeit zu den spannendsten günstigen Sportuhren zählt, zeigt der Testbericht.

Design & Tragekomfort

Gegenüber dem Vorgänger hat sich optisch wenig getan. Die Abmessungen betragen 42,9 × 38,2 × 9,5 mm bei einem sehr niedrigen Gewicht von 27 g. Unweigerlich erinnert die Watch Fit 5 mit dem rechteckigen, aber abgerundeten Gehäuse aus Aluminium und einer oben platzierten Krone stark an die Apple Watch. Das trifft sogar noch mehr zu als bei der etwas kantigeren Watch Fit 5 Pro.

Dank des geringen Gewichts ist der Tragekomfort sehr hoch, man spürt die Uhr beim Tragen kaum, auch beim Sport oder im Schlaf stört sie nur wenig. Lediglich bei Stretchingübungen kann es schon mal vorkommen, dass man bei abgeknicktem Handgelenk an die Krone kommt.

Getestet haben wir das Modell mit hellgrüner Krone und grün-grauem Nylonarmband, das sich beim Tragen sehr angenehm anfühlt. Spült man die Uhr allerdings ab, dauert es etwas, bis das Band trocknet. Die anderen Farbvarianten gibt es mit Fluorelastomerband in Grün, Lila, Weiß und Schwarz – das Gehäuse ist dabei immer in Silber gehalten.

Die Watch Fit 5 ist nach 5 ATM wasserdicht. Für Schwimmen und Schnorcheln in geringer Tiefe reicht das aus. Nach dem Einsatz in Chlor- und Salzwasser sollte man anschließend mit klarem Süßwasser abspülen.

Beim Duschen oder Baden sollte man die Uhr laut Huawei ablegen, sobald Shampoo, Duschgel oder Seife ins Spiel kommen – die Inhaltsstoffe greifen auf Dauer die Dichtungen an.

Huawei Watch Fit 5 - Bilder

Huawei Watch Fit 5

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Huawei Watch Fit 5

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Huawei Watch Fit 5

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Huawei Watch Fit 5

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Huawei Watch Fit 5

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Huawei Watch Fit 5

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Huawei Watch Fit 5

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Display

Beim OLED-Display bleibt alles beim Alten: Die Diagonale beträgt 1,82 Zoll, die Auflösung von 480 × 408 Pixel liefert eine knackscharfe Darstellung mit satten Farben. Dabei zeigt sich der Display-Rand etwas dicker als beim neuen Pro-Modell. Saphirglas wie bei der Watch Fit 5 Pro gibt es nicht – lediglich Mineralglas kommt zum Einsatz.

Mit bis zu 2500 Nits Spitzenhelligkeit bleibt das Panel auch bei prallem Sonnenschein gut ablesbar – 500 Nits weniger als die Fit 5 Pro, in der Praxis aber vollkommen ausreichend fürs Training im Freien.

App & Bedienung

Dreh- und Angelpunkt ist die Huawei Health App. Wegen der US-Sanktionen fehlt sie im Google Play Store. Während iOS-, Samsung- und Honor-Nutzer die Anwendung im jeweiligen App-Store finden, müssen andere Android-User die App per Sideload über einen QR-Code installieren – die dafür nötigen Systemberechtigungen sollte man danach wieder zurücknehmen.

Steht die Bluetooth-Kopplung samt Huawei-Konto, präsentiert sich die Health-App aufgeräumt: Im Reiter „Health“ bündeln oben drei Ringe die Daten zu Bewegung, Training und Stehzeiten. Darunter finden Nutzer sämtliche relevanten Vitalwerte: das letzte Workout, Herzfrequenz, Schlafanalyse oder das emotionale Wohlbefinden sowie Blutsauerstoff (SpO2) und Hauttemperatur.

Im Reiter „Training“ warten vorgefertigte Lauf- und Kraftprogramme, unter „Geräte“ ein Watchface-Store. Wer mehr will – tiefere Analysen, Trainingspläne, Ernährungstipps – wird zusätzlich zur Kasse gebeten: Huawei Health Plus kostet 8 Euro im Monat oder 60 Euro im Jahr.

Navigiert wird zügig durch das selbsterklärende Harmony OS. Neben Touchscreen und den üblichen Wischgesten für Widgets und Quick-Settings gibt es eine dreh- und drückbare Krone, die butterweich durch Menüs scrollt, sowie eine frei belegbare Zusatztaste – ab Werk startet sie das Trainingsmenü. Einen Flugmodus gibt es nicht. Man kann lediglich die Uhr in den Einstellungen komplett vom Smartphone trennen.

Das App-Angebot auf der Watch Fit 5 bleibt überschaubar, deckt mit Petal Maps, Komoot-Routen und NFC-Zahlungen via Curve Pay aber nützliche Szenarien ab. Beim Thema Audio herrscht dagegen Retro-Vibe: Offline-Playlists von Spotify und Co. sucht man vergebens, stattdessen müssen klassische MP3s auf den Speicher geschoben werden. Alternativ funktioniert die Uhr als Fernbedienung für die Smartphone-Wiedergabe.

Beim Datenschutz macht Huawei vieles richtig: Daten europäischer Nutzer werden ausschließlich verschlüsselt gespeichert – auf dem Gerät selbst und auf europäischen Servern. Jede einzelne Messung erfordert eine separate Zustimmung in Uhr oder App. Beim Einrichten kostet das Nerven, dafür weiß man genau, was getrackt wird. Allerdings bleibt offen, ob beim Datentransfer in Nicht-EU-Länder immer die strengen europäischen Sicherheitsgarantien gelten.

Huawei Watch Fit 5 - Health App

Huawei Watch Fit 5 - Health App

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Training & Fitness

Die Huawei Watch Fit 5 ist ein potenter Trainingsbegleiter mit Profilen für nahezu jede Sportart. Besonders die Pulsmessung überzeugt im Test mit hoher Genauigkeit: Verglichen mit einem Polar-Brustgurt liegt die Abweichung bei maximal zwei bis drei Schlägen – selbst beim intensiven Intervalltraining auf dem Spinning-Bike hält die Uhr souverän mit.

Nach jedem Workout kann man ein gezieltes Stretching mithilfe von animierten Darstellungen durchführen. Eine charmante Spielerei für den Büroalltag obendrauf: Bei längerer Inaktivität taucht ein virtueller Panda auf dem Display auf und lockt mit kleinen Mini-Workouts und Stretching-Übungen direkt am Schreibtisch.

Auch den VO2Max-Wert als Fitness-Indikator ermittelt die Smartwatch, allerdings nur beim Laufen oder Radfahren im Freien – ohne GPS gibt es hier keine Berechnung. Eine Messung des Blutsauerstoffgehalts ist ebenfalls an Bord. Dafür muss man die Uhr kurz stillhalten und das Zifferblatt nach oben ausrichten. Tennisspieler bekommen darüber hinaus einen eigenen Modus zur Schlagarm-Analyse – Voraussetzung: Die Uhr wandert ans Schlaghandgelenk.

Federn lassen muss die Watch Fit 5 dagegen im Wasser: Nach vier olympischen Bahnen behauptet sie, wir hätten fast 400 Meter zurückgelegt – tatsächlich waren es nur 200 Meter. Auch die Pulswerte beim Schwimmen wirken nicht exakt. Dafür liefert die Uhr Werte zu den Zügen, dem Schwimmstil wie auch SWOLF. An Land läuft es deutlich runder: Die Positionsbestimmung per Dualband-GNSS arbeitet sehr präzise und liefert beim Wandern in Kombination mit dem Barometer auch ein recht genaues Höhenprofil.

Offline-Karten sind ebenfalls an Bord, zeigen jedoch nur wenige Details – für echte Navigation reicht das nicht, zumindest zurück zum Ausgangspunkt findet man aber problemlos. Wer seine Routen lieber extern plant, nutzt entweder die Komoot-Anbindung oder importiert eigene Strecken als GPX, TCX oder KML – beides läuft über die Health-App.

Die integrierte automatische Trainingserkennung arbeitet spürbar träge: Spaziergänge erkennt sie häufig erst nach mehreren Minuten, anschließend ist eine manuelle Freigabe nötig.

Gesundheit & Schlaf

Beim Gesundheits-Tracking liefert die Huawei Watch Fit 5 solide ab. Die EKG-Messung der Watch Fit 5 Pro fehlt zwar, dafür ist eine Erkennung von Pulswellen-Arrhythmie mit an Bord: Wer die Uhr regelmäßig tagsüber und nachts trägt, bekommt Hinweise auf Unregelmäßigkeiten der Herzfrequenz – mögliche Indizien für Herzrhythmusstörungen.

Ebenfalls erfasst die Smartwatch die Herzfrequenzvariabilität (HRV) – sofern in der Health-App die kontinuierliche Herzfrequenzmessung aktiviert ist. Die HRV beschreibt, wie stark die zeitlichen Abstände zwischen den einzelnen Herzschlägen schwanken. Hohe Werte sprechen für gute Erholung und Fitness, dauerhaft niedrige Werte können auf Stress oder Überlastung hindeuten.

Der Emotional Wellbeing Assistant wiederum will Stress und emotionales Befinden erkennen. Wie verlässlich die Daten sind, lässt sich schwer beurteilen – nach einem belastenden Streit mit einer nahestehenden Person schlug der Assistent in unserem Test allerdings prompt aus.

Auch die Schlafanalyse hat Huawei nachgeschärft. Die Ergebnisse wirken plausibler als beim Vorgänger, an einen Oura Ring kommen sie aber nicht ganz heran. Erfasst werden die üblichen Phasen: Tiefschlaf, Leichtschlaf, REM und Wachphasen. Allerdings übersieht die Uhr gelegentlich kurze Wachphasen oder verpasst den exakten Einschlafzeitpunkt – die Folge sind mal zu lange, mal zu kurze Schlafzeiten. Am Ende bleibt es eben eine Schätzung auf Basis von Herzschlag und Bewegung. Als Orientierung taugt die Auswertung trotzdem.

Ein Hauttemperatur-Sensor ist ebenfalls verbaut. Dieser ist vor allem fürs Zyklus-Tracking nützlich. Wie das funktioniert, zeigt unser Test der Huawei Watch GT 6 41 mm.

Weitere Features

Auf WLAN und Mobilfunk verzichtet die Watch Fit 5. Telefonieren geht trotzdem, sofern das Smartphone per Bluetooth gekoppelt ist. Die Sprachqualität ist kein Hi-Fi-Erlebnis, für ein kurzes Gespräch reicht sie aber.

Ein Neuzugang im Funktionsumfang ist die NFC-Bezahlfunktion, die Huawei seit März über den Drittanbieter Curve abwickelt. Dafür muss man die App zunächst auf dem Smartphone installieren, anschließend folgt eine Verifizierung per Gesichtsaufnahme, bevor man eine Zahlungsmethode hinterlegt. Über die Health-App wandert Curve dann auf die Uhr, wo es als primäres NFC-Zahlungsmittel festgelegt und mit einer PIN abgesichert wird. Im Alltag läuft das reibungslos.

Akku

Huawei gibt die Akkulaufzeit mit rund sieben Tagen im Normalbetrieb und zehn Tagen im Energiesparmodus an. Das deckt sich weitgehend mit unseren Testerfahrungen: Bei einer Woche intensiver Nutzung samt längerer Wanderung, täglichen Workouts und durchgehendem Tragen auch in der Nacht kamen wir auf knapp über fünf Tage. Wer weniger draußen unterwegs ist, schafft gut sechs bis sieben Tage. Geladen wird per magnetischem Puck mit USB-A-Anschluss – ein Netzteil legt Huawei nicht bei.

Preis

Die UVP der Huawei Watch Fit 5 liegt bei 199 Euro – und auf diesem Niveau bewegen sich aktuell auch die Straßenpreise. Erhältlich ist die Uhr in zwei Varianten: mit grau-grünem Nylonband und grüner Krone oder komplett in Silber mit Fluorelastomerband in Schwarz, Weiß, Grün oder Lila.

Zum Marktstart gibt es direkt bei Huawei bis zum 30.06.2026 einen Rabattcode in Höhe von 40 Euro, womit die Sportuhr schon für 159 Euro zu haben wäre – samt Garantieverlängerung auf insgesamt drei Jahre. Alternativ gibt es ein Sport Package für 259 Euro mit einem zusätzlichen Armband aus Fluorelastomer in Weiß sowie den Over-Ear-Kopfhörern Huawei FreeArc (Testbericht).

Fazit

Die Huawei Watch Fit 5 mag optisch an eine Apple Watch erinnern, ist im Kern aber eine waschechte Sportuhr – dem Status des reinen Fitness-Trackers ist sie längst entwachsen. Die Pulsmessung arbeitet überaus präzise und taugt sogar fürs Intervalltraining, dazu kommt eine breite Palette an Sportprofilen mit eigenem Tennis-Modus.

Auch beim Gesundheits-Tracking liefert die Uhr ab: Die Erkennung der Pulswellen-Arrhythmie kann ein Frühwarner für Herzrhythmusstörungen sein, die Schlafanalyse bleibt solide. Bis zu sieben Tage Akkulaufzeit und seit März eine NFC-Bezahlfunktion via Curve runden das Paket ab.

Wer eine vollwertige Smartwatch sucht, ist hier allerdings falsch: Das App-Angebot bleibt überschaubar, Mobilfunk und WLAN fehlen komplett. Android-Nutzer abseits von Samsung und Honor müssen zudem den umständlichen Sideload-Weg für die Health-App gehen.

Letztlich bekommt man mit der Huawei Watch Fit 5 eine günstige, aber präzise Sportuhr im quadratischen Design, die in dieser Preisklasse kaum Konkurrenz hat. Wer auf EKG verzichten kann, fährt mit ihr sogar besser als mit der teureren Fit 5 Pro.

Huawei Watch GT 5 Pro 42 mm

 Schicke Smartwatch für Damen mit EKG

Die Huawei Watch GT 5 Pro ist eine verbesserte Version der GT 5 mit EKG-Funktion und mehr. Ob sich der Aufpreis lohnt, zeigt unser Test der 42-mm-Variante für Damen.

VORTEILE

  • hervorragender Pulssensor
  • umfangreiches Zyklustracking
  • gute Routennavigation

NACHTEILE

  • diverse Smartfeatures in DE nicht verfügbar
  • Design ist Geschmackssache
  • sehr hoher Preis

Huawei Watch GT 5 Pro 42 mm im Test: Schicke Smartwatch für Damen mit EKG

Die Huawei Watch GT 5 Pro ist eine verbesserte Version der GT 5 mit EKG-Funktion und mehr. Ob sich der Aufpreis lohnt, zeigt unser Test der 42-mm-Variante für Damen.

Mit der Watch GT 5 hat der chinesische Hersteller Huawei eine neue Smartwatch vorgestellt, die mit einer langen Akkulaufzeit und einer ausgezeichneten Navigation überzeugen soll. Das Pro-Modell bietet zusätzlich ein EKG-Feature und erweiterte Trainingsfunktionen für Golf-Fans. Diese Extras gehen jedoch mit einem deutlichen Preisaufschlag einher.

Ob der höhere Preis der Huawei Watch GT 5 Pro in der Damenvariante im Vergleich zur Standardversion gerechtfertigt ist, wird in diesem Test überprüft. Im Fokus stehen dabei neben dem Design auch die Trainingsfunktionen, das EKG sowie die smarten Features der Uhr.

Update: Der Test stammt aus April 2025. Seit März 2026 ist das Bezahlen mit der Watch GT 5 Pro über Curve Pay möglich.

Design & Verarbeitung

Das Design der Huawei Watch GT 5 Pro in der 42-mm-Variante unterscheidet sich deutlich von der Herren-Version mit 46 mm (Testbericht). Während letztere eher wuchtig wirkt, erscheint das Damenmodell schlanker und eleganter. Huawei setzt auf ein Gehäuse aus Keramik und Titan sowie eine drehbare Krone, die optisch an einen Kristall erinnert. Das Armband besteht aus Fluorelastomer, einem synthetischen Gummi auf Fluorkohlenstoffbasis, das für seine Widerstandsfähigkeit und Robustheit bekannt ist. Alternativ kann die Uhr für einen Aufpreis von 130 Euro auch mit einem Keramikarmband erworben werden.

Das 1,32 Zoll große AMOLED-Farbdisplay mit einer Auflösung von 466 × 466 Pixeln ist identisch mit dem der normalen Watch GT 5 (Testbericht), obwohl das Gehäuse der Pro-Version einen um einen Millimeter größeren Durchmesser aufweist. Die Verarbeitung und Lesbarkeit der Watch GT 5 Pro hinterlassen einen hervorragenden Eindruck, das Display bleibt auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar. Allerdings wirkt das Keramikgehäuse aufgrund der glänzend weißen Oberfläche etwas gewöhnungsbedürftig, da es an günstiges Plastik erinnert – dies bleibt jedoch eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Die Watch GT 5 Pro bietet in beiden Größen eine Wasserdichtigkeit von 5 ATM sowie eine Klassifizierung nach IP69K-Standard. Damit eignet sich das Damenmodell nicht nur zum Schwimmen, sondern auch zum Freitauchen bis zu einer Tiefe von 40 Metern.

Huawei Watch GT 5 Pro 42 mm - Bilder

Huawei Watch GT 5 Pro 42 mm

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Huawei Watch GT 5 Pro 42 mm

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Huawei Watch GT 5 Pro 42 mm

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Huawei Watch GT 5 Pro 42 mm

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Huawei Watch GT 5 Pro 42 mm

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Huawei Watch GT 5 Pro 42 mm

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Huawei Watch GT 5 Pro 42 mm

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Huawei Watch GT 5 Pro 42 mm

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Huawei Watch GT 5 Pro 42 mm

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Bedienbarkeit & App

Die Bedienung der Huawei Watch GT 5 Pro in der Damenversion entspricht der normalen Watch GT 5. Auch die Pro-Variante setzt auf eine Kombination aus einer Bedientaste, einer dreh- und drückbaren Krone sowie einem Touch-Display. Eingaben werden stets problemlos und ohne nennenswerte Verzögerungen erkannt, was einen positiven Eindruck hinterlässt. Auch bei feuchten oder verschwitzten Fingern bleibt die Bedienung der Uhr problemlos möglich.

Die zugehörige App sowie das Betriebssystem der Smartwatch sind ebenfalls identisch mit denen der normalen Watch GT 5, was sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringt. So müssen Android-Nutzer die Huawei Health App manuell über einen QR-Code herunterladen, da sie im Google Play Store nicht verfügbar ist. Zudem läuft die Uhr mit Huaweis eigenem Harmony OS, was die Auswahl an verfügbaren Apps einschränkt, die zusätzlich auf der Watch GT 5 Pro installiert werden können. Die Bedienung der App und des Betriebssystems erfolgt jedoch intuitiv und problemlos.

Aktivität & Training

Wie bereits die normale Huawei Watch GT 5 bietet auch das Pro-Modell eine Auswahl von über 100 verschiedenen Trainingsprofilen sowie eine automatische Trainingserkennung. Letztere funktioniert in unserem Test zwar grundsätzlich gut, ist jedoch nicht immer ganz zuverlässig. Es empfiehlt sich, die Aufzeichnung stets nachzuprüfen oder das Feature, das eher als nettes Gimmick zu betrachten ist, komplett zu deaktivieren.

Auch in der Pro-Version bleiben der optische Pulssensor sowie das Höhenbarometer unverändert. Die Herzfrequenzmessung liefert präzise Werte, jedoch kann es bei stark schwankendem Puls zu minimalen Verzögerungen kommen, bis die Uhr den aktuellen Wert korrekt anzeigt. In der Praxis ist dieser Umstand jedoch tolerierbar.

Während die normale Watch GT 5 vorgefertigte Trainingspläne für Laufeinheiten bietet, aber auf zusätzliche Funktionen für Sportler verzichtet, stellt die GT 5 Pro einige interessante Extras zur Verfügung. So kann über die Huawei Health App eine vorgefertigte Route für Laufeinheiten importiert und vor Trainingsbeginn auf dem Display der Uhr angezeigt werden. Die Navigation während des Laufens funktioniert im Test problemlos.

Für Golfsportler bietet die Damenvariante der Watch GT 5 Pro umfassende Funktionen, darunter eine Vorschau von 15.000 Golfplätzen weltweit, einschließlich 3D-Ansicht und Daten zu Windverhältnissen sowie der Entfernung zum jeweiligen Loch. Zudem zeichnet die Uhr den Golfschwung auf, was eine messbare Analyse des Trainingserfolgs ermöglicht.

Mit einem Abonnement von Huawei Health+ können auf der Watch GT 5 Pro zudem Trainingspläne für Sportarten wie Krafttraining erstellt und an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden.

Huawei Watch GT 5 Pro 42 mm - Health App

Huawei Watch GT 5 Pro 42 mm - Health App

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Huawei Watch GT 5 Pro 42 mm - Health App

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Huawei Watch GT 5 Pro 42 mm - Health App

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Huawei Watch GT 5 Pro 42 mm - Health App

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Schlaf- & Gesundheitsfunktionen

Beim Schaf-Tracking unterscheidet sich die Watch GT 5 Pro nicht vom Standardmodell, deshalb gehen wir an dieser Stelle nur kurz darauf ein. Wir können mit der Uhr die einzelnen Schlafphasen aufzeichnen und außerdem die Atemfrequenz sowie die Blutsauerstoffsättigung und die Hauttemperatur überwachen lassen. Das klappt in unserem Test größtenteils gut, auch wenn die Uhr vereinzelte Wachphasen nicht registriert. Das Zyklustracking, das wir bereits bei der normalen Watch GT 5 gelobt haben, ist auch bei der Watch GT 5 Pro wieder mit an Bord und leistet einen guten Job.

Ein Alleinstellungsmerkmal der Watch GT 5 Pro sind aber erweiterte Gesundheitsfunktionen wie die Messung der arteriellen Steifigkeit und die Möglichkeit, ein EKG zu erstellen. Um die Herzfrequenz mit dem EKG zu messen, müssen wir lediglich 30 Sekunden den Finger auf die Elektrode am Gehäuse der Uhr legen. Die Messung erbringt im Test ein realistisches und genaues Ergebnis. Selbstverständlich handelt es sich bei diesen Features nicht um einen Ersatz für eine professionelle Messung beim Arzt, allerdings reichen die Daten aus, um langfristige Trends zu erkennen und ungewöhnliche Abweichungen zu registrieren.

Weitere Features

Wie bereits bei der normalen Watch GT 5, bleibt auch die Watch GT 5 Pro in Bezug auf Zusatzfunktionen und smarte Features etwas zurück. Apps für Musikdienste wie Deezer oder Spotify auf der Uhr gibt es nicht. Auch auf Google Maps und Google Pay muss man verzichten. Als Alternative gibt es aber zum Navigieren immerhin Petal Maps von Huawei.

So bleibt bei der Watch GT 5 Pro alles wie bei der Standardversion der Huawei-Smartwatch. Petal Maps ermöglicht die Navigation über GPS, Glonass, Beidou, Galileo und QZSS sowie den Download von Offline-Karten für Trainingseinheiten im Freien. Wer Musik abspielen möchte, muss auf Huawei Music oder den integrierten Player zurückgreifen, einen eigenen Musikspeicher bietet die Uhr jedoch nicht.

Lautsprecher und Mikrofon ermöglichen Telefonate, solange die Uhr mit dem Smartphone gekoppelt ist. Das Betriebssystem Harmony OS sorgt für eine flüssige Bedienung. Im Gegensatz zur Damenvariante der Watch GT 5 verfügt die Pro-Version jedoch über eine integrierte Tastatur, mit der sowohl Textnachrichten als auch Sprachmitteilungen über das Display der Uhr eingegeben werden können. Eine Telefoniefunktion via Bluetooth ist ebenfalls vorhanden, sodass Anrufe über das integrierte Mikrofon entgegengenommen und beantwortet werden können.

Abgesehen davon bleibt die Pro-Version in dieser Hinsicht unverändert zur herkömmlichen Watch GT 5. Die ursprünglich für Dezember 2024 angekündigte Bezahlfunktion via NFC ist in Deutschland bisher nicht verfügbar, soll jedoch bald über das polnische System Quicko Wallet App integriert werden.

Kontaktloses Bezahlen mit Huawei-Uhren war früher nur über das umständliche Quicko-Wallet möglich. Seit Ende März 2026 geht es einfacher: Curve Pay lässt sich per App auf der Uhr einrichten und mit einem Smartphone-Konto verbinden. Fertig – die Uhr zahlt jetzt so unkompliziert wie eine EC-Karte. Mit dieser Uhr konnten wir die Funktion nicht testen, aber mit der GT Runner 2 hat es problemlos funktioniert.

Akku

Die Akkulaufzeit der Watch GT 5 Pro in der Damenvariante liegt, wie bei der Watch GT 5, bei bis zu sieben Tagen. Damit hält die Smartwatch auf dem Papier nur halb so lange wie das Modell mit 46-mm-Display. Je nach Aktivierung der Always-On-Funktion variiert die Akkulaufzeit in der Praxis zwischen drei und sechs Tagen. Im Test haben wir die Uhr dauerhaft getragen und es wurden während der Laufzeit drei Sporteinheiten mit einer Dauer von jeweils anderthalb Stunden absolviert, darunter zwei Laufeinheiten mit GPS-Tracking.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung für die Huawei Watch GT 5 Pro mit 42-mm-Durchmesser liegt bei 449 Euro für das Modell mit Gummiarmband und 579 Euro für die Variante mit Keramikarmband. Damit ist die Uhr in der günstigeren Variante deutlich teurer als die normale Watch GT 5 und kostet mehr als das Herrenmodell.

Der Straßenpreis für die Huawei Watch GT 5 Pro in der 42-mm-Version mit Fluorelastomer-Armband liegt zum Testzeitpunkt bei 319 Euro. Das Modell mit Keramik-Armband kostet schon 419 Euro.

Angesichts der Tatsache, dass die Damenversion über ein kleineres Display und eine geringere Akkulaufzeit verfügt, erscheint der Preisaufschlag für das Keramikgehäuse nicht gerechtfertigt. Auch der Aufpreis gegenüber der normalen Watch GT 5 fällt erheblich aus.

Fazit

Die Damenversion der Huawei Watch GT 5 Pro zeigt in unserem Test ähnliche Schwächen wie die GT 5, möglicherweise sogar etwas stärker ausgeprägt: Das Design mit dem Keramikgehäuse bleibt Geschmackssache, zudem müssen Käufer bei der Akkulaufzeit Abstriche hinnehmen. Hinzu kommt, dass die 42-mm-Variante der Watch GT 5 Pro deutlich teurer ist als die Standardversion der GT 5 sowie die Herrenversion der Pro-Version.

Zudem sind, wie bereits bei der normalen Watch GT 5, einige Funktionen in Deutschland nach wie vor nicht verfügbar. Aufgrund der fehlenden Google-Unterstützung bei der App-Auswahl muss man mit entsprechenden Einschränkungen leben. Der optische Pulssensor, die hervorragende Routennavigation und das Zyklustracking stellen zwar überzeugende Kaufargumente dar, doch allein das EKG und die Golfplatz-Karten rechtfertigen nicht den erheblichen Aufpreis für die Pro-Version.

Huawei Watch GT 5 Pro

 Sportuhr mit EKG & langer Akkulaufzeit

Die Huawei Watch GT 5 Pro bietet EKG, präzise Messung, lange Akkulaufzeit und jetzt auch eine Bezahlfunktion. Was sie im Alltag leistet, zeigt der Test

VORTEILE

  • lange Akkulaufzeit
  • sehr schickes und elegantes Design
  • genaue Pulsmessung

NACHTEILE

  • App nicht im Google Play Store
  • kein WLAN oder LTE
  • wenige Apps
  • teuer

Huawei Watch GT 5 Pro mit 46 mm im Test: Sportuhr mit EKG & langer Akkulaufzeit

Die Huawei Watch GT 5 Pro bietet EKG, präzise Messung, lange Akkulaufzeit und jetzt auch eine Bezahlfunktion. Was sie im Alltag leistet, zeigt der Test

Die neue Huawei Watch GT 5 Pro ist das neue Top-Modell der GT-Reihe des chinesischen Smartphone-Riesen und oberhalb der Huawei Watch GT 5 angesiedelt. Das Wearable folgt auf die Huawei Watch GT 3 Pro (Testbericht), denn vergangenes Jahr verzichtete man auf eine Pro-Version der Watch GT 4 (Testbericht).

Verglichen mit dem Watch GT 5 bietet das Pro-Modell ein edles Gehäuse aus Titan oder Keramik sowie erweiterte technische Features, etwa das Erstellen einer EKG-Messung. Es gibt wieder zwei Ausführungen: 46 mm für Herren und eine runde Version mit 42 mm für Damen – mit unterschiedlichen Armbändern jeweils in zwei Varianten. Wir haben für diesen Testbericht ausschließlich die Variante mit 46 mm genutzt. Als kleines Modell ist die Huawei Watch GT 5 Pro 42 mm (Testbericht) eher für Damen geeignet.

Update: Der Test wurde im November 2024 durchgeführt. Seit März 2026 unterstützt die Watch GT 5 Pro das Bezahlen per Curve Pay.

Design: Kann man mit der Watch GT 5 Pro tauchen?

Die Watch GT 5 Pro setzt wie auch die GT 5 beim Modell mit 46 mm auf ein achteckiges Gehäuse mit rundem Ziffernblatt. Als Material kommt hier Titan zum Einsatz. Das Material ist leicht, aber dennoch widerstandsfähig. Damit sieht die Uhr abermals robuster und edler aus als die GT 5. Eine Krone sowie eine weitere programmierbare Taste sind vorhanden. Mit einer Wasserdichtigkeit von 5 ATM sowie der Einstufung nach der Schutzart IP69K ist die Uhr auch fürs Schwimmen geeignet. Anders als die GT 5 ist das Pro-Modell sogar zum Freitauchen zertifiziert bis in eine Tiefe von 40 Metern.

Das große Modell gibt es in Dunkelgrau mit schwarzen Armbändern aus Fluorelastomer sowie in einer silbernen Variante komplett aus Metall. Letztere sieht besonders edel aus und macht sich auch gut zur Abendgarderobe, für sportlich aktive Nutzer ist aber das Modell mit Gummi-Armband besser geeignet. Prinzipiell sind die Armbänder schnell und einfach wechselbar, Huawei selbst sowie Drittanbieter bieten hier weitere Lösungen.

Das Modell für Damen hat einen Radius von 42 mm und ein kreisrundes Gehäuse. Beide Modelle sind in Weiß gehalten und setzen auf Keramik statt Titan. Die günstigere Ausführung kommt mit Fluorelastomer-Armband. Das teure Modell bietet ein Armband aus Keramik.

Display: Wie hell ist der Bildschirm?

Das runde OLED-Display überzeugt beim GT 5 Pro mit gestochen scharfer Darstellung. Sie ist auch bei hellem Licht ablesbar. Die automatische Helligkeitsanpassung reagiert schnell auf Veränderungen. Das 46-mm-Modell bietet ein 1,43-Zoll-Display, während die 42-mm-Version ein 1,32-Zoll-Display besitzt – beide mit einer Auflösung von 466 × 466 Pixeln. Wer möchte, kann das Always-on-Display (AoD) aktivieren, um die Uhrzeit stets im Blick zu haben. Dies verkürzt jedoch die Akkulaufzeit deutlich – abhängig von gewählten Watchfaces.

Ausstattung: Was bietet die Watch GT 5 Pro?

Die Kommunikation zwischen der Watch GT 5 Pro und dem Smartphone erfolgt ausschließlich über Bluetooth 5.2 LE – auf Optionen wie WLAN oder LTE muss man verzichten. Ein Multiband-GNSS unterstützt GPS, Glonass, Beidou, Galileo und QZSS und sorgt für präzise Laufaufzeichnungen, auch ohne Smartphone. Die Ortungsgenauigkeit ist dabei erfreulich hoch.

Anders als bei der GT 5 bietet die GT 5 Pro eine EKG-Funktion und die Messung der arteriellen Steifigkeit. Weiterhin verfügt die Uhr über einen präzisen optischen Herzfrequenzsensor, Beschleunigungssensor, Gyroskop, Barometer und Thermometer zur Messung der Hauttemperatur. Ein Lautsprecher und Mikrofon ermöglichen Telefonate, sofern die Uhr mit dem Smartphone gekoppelt ist. Das Betriebssystem Harmony OS sorgt für flüssige Bedienung.

Das App-Angebot bleibt überschaubar. Für Navigation steht Petal Maps zur Verfügung, zudem stehen Offline-Karten für Outdoor-Workouts oder zum Laufen zum Download bereit. Musik kann über den integrierten Player oder Huawei Music abgespielt werden – Streaming-Dienste wie Spotify oder Deezer fehlen.

Zum Marktstart gab es trotz integriertem NFC aufgrund der US-Sanktionen in Deutschland noch keine Bezahlfunktion. Das hat Huawei jetzt nachgeholt. Die NFC-Zahlungsfunktion ist ab Dezember zunächst für Android-Smartphones verfügbar, während iOS-Nutzer sie in der ersten Jahreshälfte 2025 erhalten werden. Abgewickelt wird das über die polnische Lösung Quicko Wallet App auch direkt über die Smartwatch.

Bedienung & Einrichtung: Wie gut ist Harmony OS?

Die Bedienung ist intuitiv: Ein Wischen nach oben öffnet die Smartphone-Benachrichtigungen, die jedoch nur mit voreingestellten Schnellantworten oder Emojis beantwortet werden können. Ein Swipe nach unten führt zu den Einstellungen, während man nach links durch individuell anpassbare Infokarten blättern kann. Ein Wischen nach rechts zeigt Wetterinformationen und weitere Daten an.

Die Krone links oben öffnet die App-Übersicht, die an die App-Darstellung der Apple Watch erinnert. Optisch ansprechend, aber unübersichtlich – daher empfehlen wir die alternative Listenansicht. Mit einem Doppelklick auf die Krone gelangt man zu den zuletzt verwendeten Apps, und durch Drehen der Krone kann man scrollen oder die Lautstärke regulieren. Die programmierbare Taste unten rechts startet die Trainingsübersicht, kann aber individuell belegt werden.

Ein Knackpunkt bleibt die Einrichtung: Wegen der US-Sanktionen gegen Huawei ist die Health-App nicht im Google Play Store verfügbar. Sie kann jedoch per QR-Code von einer alternativen Quelle installiert werden, was etwas umständlich ist. Nutzer von Samsung- und Honor-Geräten haben es einfacher, da die App in deren App-Stores verfügbar ist. Für Apple-Nutzer steht die App hingegen im Apple App Store bereit.

Huawei Watch GT 5 Pro - Bilderstrecke

Huawei Watch GT 5 Pro

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Huawei Watch GT 5 Pro

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Huawei Watch GT 5 Pro

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Huawei Watch GT 5 Pro

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Huawei Watch GT 5 Pro

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Huawei Watch GT 5 Pro - Health App

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Fitness & Training: Wie genau ist die Watch GT 5 Pro?

Die Watch GT 5 Pro bietet eine Vielzahl von Trainingsprofilen für verschiedenste Sportarten. Zwar gibt es eine automatische Trainingserkennung, diese funktioniert jedoch nicht immer fehlerfrei.

Besonders positiv fällt der präzise optische Sensor auf, der die Herzfrequenz kontinuierlich und zuverlässig misst. Besonders beeindruckt hat uns die Genauigkeit bei Aktivitäten mit wechselnder Intensität, etwa beim Indoorcycling – eine Herausforderung, bei der viele Uhren mit optischen Sensoren Probleme haben. Neben der Herzfrequenz überwacht die GT 5 Pro auch die Sauerstoffsättigung im Blut.

Dank des integrierten Barometers wird beim Outdoor-Sport ein Höhenprofil erstellt. Für Läufer stehen vorgefertigte Trainingspläne zur Verfügung, darunter auch Intervalltraining. Ein kleiner Unterschied der GT 5 Pro zur GT 5: Beim Trail Running kann man sich die Route vorher anzeigen lassen. Zusätzlich zur Herzfrequenzmessung bietet die GT 5 Pro erweiterte Gesundheitsfunktionen. So kann die Uhr ein EKG erstellen und die arterielle Steifigkeit messen, was wichtige Indikatoren für die Herz-Kreislauf-Gesundheit liefert.

Besonders Golfer kommen mit der GT 5 Pro auf ihre Kosten. Die Uhr bietet eine Vorschau von mehr als 15.000 Golfplätzen weltweit, einschließlich einer 3D-Ansicht der Löcher mit Bunkern, Wasserhindernissen und Bäumen. Angaben wie die Entfernung zum Loch, Windrichtung und -geschwindigkeit unterstützen den Golfer beim Abschlag. Während des Spiels liefert die Uhr zudem detaillierte Informationen zum Schwung, und das eigene Ergebnis kann in Ranglisten festgehalten werden.

Wie bei ihren Vorgängern bietet die GT 5 Pro auch eine Schlafanalyse, die über die Health-App zugänglich ist. Dabei werden Schlafphasen wie Leicht- und Tiefschlaf sowie Wachphasen analysiert. Allerdings werden kurze Wachphasen, beispielsweise bei nächtlichen Toilettengängen, nicht immer korrekt erfasst. Die Uhr überwacht zudem die Atemfrequenz im Schlaf, was Hinweise auf Schlafapnoe liefern kann. In Kombination mit der Hauttemperaturmessung bietet die Uhr Zyklus-Tracking für Frauen, einschließlich einer Vorhersage des nächsten Eisprungs.

Akku: Wie lange hält die Watch GT 5 Pro durch?

Das große Modell der GT 5 Pro soll bis zu 14 Tage durchhalten. Im Test gelang es uns, auf 13 Tage zu kommen, jedoch ohne Always-On-Display, zum Schlafen haben wir sie nicht jede Nacht genutzt. Das ist schon eine echte Ansage gegenüber Smartwatches mit Wear OS, die selten über einen Tag kommen. Wer viel wandert und dann vermehrt das GPS nutzt, muss mit einer deutlich kürzeren Laufzeit rechnen. Mit aktivem Always-On-Display sinkt die Akkulaufzeit. Wir kamen im Test dann etwa eine Woche ohne das Ladepad aus. Das kleine Modell mit 42 mm hält nur etwa halb so lang durch wie das große GT 5 Pro. Das Ladepad selbst bietet einen US-A-Stecker, ein Netzteil dazu liegt aber nicht bei.

Preis: Wie viel kostet die Huawei Watch GT 5 Pro?

Die UVP zum Marktstart 2025 für die Huawei Watch GT 5 Pro betrug 349 Euro. Mittlerweile sind die Preise gefallen. Das Modell in Schwarz mit 46 mm kostet derzeit 211 Euro. Das silberne Modell mit Titanarmband liegt bei 295 Euro.

Fazit

Die Huawei Watch GT 5 Pro besticht primär durch ihre lange Akkulaufzeit und das schicke Design. Die Pulsmessung ist genau und auch den Standort erkennt die Uhr beim Sport präzise. Allerdings fallen die Änderungen gegenüber der deutlich günstigeren GT 5 insgesamt geringer aus. Der größte Unterschied ist das edle Titangehäuse sowie die EKG-Funktion und zusätzliche Features für Fans des Golfsports. Der Aufpreis dafür fällt in unseren Augen recht hoch aus.

Aufgrund der US-Sanktionen fehlen bekannte Musik-Streaming-Dienste. Die Einrichtung der Uhr gestaltet sich etwas umständlich, da die Health-App nicht über den Google Play Store bezogen werden kann. Zudem ist die Abhängigkeit vom Smartphone groß, da weder WLAN noch LTE an Bord sind. Das App-Angebot bleibt überschaubar.

Die Watch GT 5 Pro richtet sich vorrangig an Nutzer, die auf eine lange Akkulaufzeit, präzises Fitness-Tracking sowie ein EKG Wert legen und dabei auf umfassende App-Unterstützung verzichten können.

Huawei Watch Fit 4 Pro

 Robuste GPS-Pulsuhr mit EKG kann bezahlen

Eine schlanke Sportuhr mit EKG? Die Huawei Watch Fit 4 Pro macht der Apple Watch Ultra gehörig Konkurrenz, wie der Test zeigt.

VORTEILE

  • genaue Pulsmessung
  • leicht und schmal
  • 1-Kanal-EKG
  • lange Akkulaufzeit

NACHTEILE

  • kaum Apps
  • Health App bei Android nur über Umwege
  • Bluetooth nicht abschaltbar

Huawei Watch Fit 4 Pro im Test: Robuste GPS-Pulsuhr mit EKG kann bezahlen

Eine schlanke Sportuhr mit EKG? Die Huawei Watch Fit 4 Pro macht der Apple Watch Ultra gehörig Konkurrenz, wie der Test zeigt.

Die Watch Fit ist erwachsen geworden. Galt sie in früheren Generationen noch als fortschrittlicher Fitness-Tracker, präsentiert sich die Watch Fit 4 Pro nun als vollwertige Sportuhr mit Outdoor-Charakter. Das Gehäuse ist trotz robuster Bauweise erstaunlich schlank und extrem leicht – die Fit 4 Pro könnte fast als kompakte Alternative zur Apple Watch Ultra durchgehen.

Auch bei den Funktionen hat Huawei deutlich aufgerüstet: Mit an Bord sind jetzt eine EKG-Messung, die Erkennung arterieller Steifigkeit sowie die Analyse der Herzfrequenzvariabilität. Hinzu kommen zahlreiche Sportmodi – von klassischen Disziplinen über Wassersport hin zu Golf. Besonders praktisch für Outdoor-Aktivitäten: Offline-Karten lassen sich beim Laufen oder Wandern anzeigen, inklusive Komoot-Integration.

Warum die Watch Fit 4 Pro eine gute Wahl zum fairen Preis ist, zeigt unser ausführlicher Testbericht.

Update: Wir hatten die Sportuhr im Mai 2025 getestet. Mittlerweile hat sich einiges getan – es gibt jetzt einen neuen Bezahldienstleister mit Curve Pay.

Design

Die Huawei Watch Fit 4 Pro orientiert sich – wie schon ihr Vorgänger – mit einem rechteckigen Gehäuse und abgerundeten Ecken am Design der Apple Watch. Dieses Mal diente jedoch die robuste Apple Watch Ultra als Vorbild. Im Vergleich zur Watch Fit 3 und Fit 4 wirkt das Gehäuse der Pro-Version deutlich solider und stabiler. Der Rand um das Display ist nun etwas stärker ausgeprägt, was der Uhr zusätzliche Widerstandsfähigkeit verleiht.

Anders als die reguläre Watch Fit 4 ist die Pro-Variante als Outdoor-Smartwatch positioniert. Das Gehäuse der Uhr ist nach 5 ATM wasserdicht und für Temperaturen von -20 bis 45 Grad Celsius ausgelegt.

Trotz ihrer robusteren Bauweise bleibt die Huawei Watch Fit 4 Pro deutlich filigraner und kompakter als die Apple Watch Ultra. Mit nur 9,3 mm Bauhöhe ist sie fast halb so dick wie das Apple-Pendant – und sogar schlanker als die Watch Fit 3. Die Abmessungen von 44,5 × 40 mm machen sie handlich, das Gewicht von lediglich 30 g sorgt für hohen Tragekomfort. Zum Vergleich: Das ist etwa die Hälfte des Gewichts der Apple Watch Ultra.

Im Alltag bedeutet das: Dank des schlanken Gehäuses und des geringen Gewichts trägt sich die Uhr äußerst angenehm – auch nachts beim Schlafen. An der Seite sitzt eine Krone, darunter eine frei belegbare Taste. Die Verarbeitungsqualität ist tadellos. Besonders gut gefallen hat uns das flexible Nylonarmband mit Klettverschluss, das sich schnell und präzise anpassen lässt. Es gibt die Fit 4 Pro aber auch mit klassischen Armbändern aus Fluorelastomer.

Display

Das AMOLED-Display misst 1,82 Zoll in der Diagonale und liefert eine hohe maximale Helligkeit von bis zu 3000 cd/m². Damit bleibt der Inhalt auch bei direkter Sonneneinstrahlung ablesbar. Die automatische Helligkeitsregelung reagiert zügig auf wechselnde Lichtverhältnisse.

Die Auflösung sorgt mit 347 PPI für eine scharfe Darstellung, selbst bei feinen Texten und Grafiken. Farben wirken kräftig, der Kontrast ist AMOLED-typisch sehr hoch. Ein zusätzlicher Pluspunkt im Alltagseinsatz: Das Display wird durch kratzfestes Saphirglas geschützt.

Huawei Watch Fit 4 Pro - Bilder

Huawei Watch Fit 4 Pro

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Bedienung & App

Die Bedienung der Huawei Watch Fit 4 Pro erfolgt über einen kapazitiven Touchscreen sowie eine dreh- und drückbare Krone auf der rechten Gehäuseseite. Ein Druck auf die Krone öffnet die App-Übersicht, ein Doppelklick ruft die zuletzt verwendeten Anwendungen auf. Durch Drehen kann entweder durch Menüs gescrollt oder die Lautstärke angepasst werden. Ergänzend steht eine zweite Taste zur Verfügung, die frei belegt werden kann und ab Werk das Trainingsmenü aufruft.

Wie bei Huawei üblich erfolgt die Ersteinrichtung der Watch Fit 4 Pro über die hauseigene Health-App. Diese ist auch kompatibel zu Android und iOS, im Falle von Android jedoch nicht direkt über den Google Play Store erhältlich – ein weiterhin bestehender Nachteil infolge von US-Sanktionen. Nutzerinnen und Nutzer von Samsung-, Honor- und Apple-Geräten können die App über den jeweiligen App-Store (Galaxy Store, Honor App Market, Apple App Store) installieren.

Auf anderen Android-Geräten muss die App manuell über einen QR-Code aus einer externen Quelle heruntergeladen werden. Für die Installation sind entsprechende Systemberechtigungen erforderlich, die aus Sicherheitsgründen nach Abschluss des Vorgangs wieder entzogen werden sollten.

Zur Inbetriebnahme ist eine Bluetooth-Kopplung mit dem Smartphone sowie ein Huawei-Konto notwendig. Die Health-App ist übersichtlich strukturiert: Im Reiter „Health“ werden Aktivitäten in Form dreier Ringe (Bewegung, Training, Stehen) visualisiert. Ergänzend lassen sich dort Messwerte zu Herzfrequenz, Blutsauerstoff, EKG, Schlafqualität, Stresslevel und absolvierte Trainingseinheiten einsehen.

Leider lässt sich die Bluetooth-Verbindung an der Uhr nicht deaktivieren – etwa für die Nacht. Es bleibt nur die Möglichkeit, die Smartwatch komplett vom Smartphone zu entkoppeln. Eine einfache Option zum temporären Abschalten der Verbindung wäre hier wünschenswert gewesen – insbesondere für Nutzerinnen und Nutzer, die im Schlafzimmer möglichst wenig Strahlung ausgesetzt sein möchten.

Die Uhr läuft mit Harmony OS. Das System wirkt aufgeräumt, die Bedienung ist insgesamt intuitiv. Huawei folgt dem gewohnten Bedienkonzept seiner Wearables: Ein Wisch nach oben zeigt Benachrichtigungen, ein Wisch nach unten die Schnelleinstellungen. Seitlich kann durch anpassbare Infokarten, etwa mit Wetterinformationen, geblättert werden. Die App-Übersicht wird standardmäßig als App-Wolke dargestellt – optisch ansprechend, aber nicht besonders übersichtlich. Alternativ lässt sich eine Listenansicht aktivieren, die sich im Alltag als praktischer erweist.

Die Zahl der verfügbaren Apps auf der Watch Fit 4 Pro ist überschaubar. Einen App-Store gibt es nicht, es stehen aber einige wenige Huawei-Apps zur Verfügung, die man über die Huawei Health App via Handy installiert. Integriert ist etwa Petal Maps, das als Alternative zu Google Maps brauchbar ist und für Smartphone auch regulär im Google Play Store oder Apple Appstore verfügbar ist. Hinzu kommt die erwähnte Komoot-Integration für Outdoor-Navigation.

Wer beim Sport ohne Smartphone Musik hören möchte, kann einzelne Titel direkt auf die Uhr laden. Eine Offline-Integration für Streaming-Dienste wie Spotify wird jedoch nicht unterstützt. In Verbindung mit dem Smartphone kann man die Uhr aber als Fernsteuerung für die Musikwiedergabe nutzen.

Im Bereich „Training“ stehen zudem verschiedene Pläne zur Verfügung, etwa für Lauf- oder Eigengewichtstraining. Außerdem bietet die App einen Store mit kostenlosen und kostenpflichtigen Zifferblättern sowie zahlreiche Einstelloptionen. Es gibt in der App auch ein Tool zum Erfassen der aufgenommenen Kalorien durch Nahrung. Erweiterte Analysen, zusätzliche Trainingspläne und Ernährungstipps sind Teil des kostenpflichtigen Abonnements Huawei Health Plus. Dieses kostet 60 Euro im Jahr oder 8 Euro im Monat.

Huawei Watch Fit 4 Pro - App

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Tracking & Training

Kommen wir zur Basis-Funktion – der Pulsmessung über den optischen Sensor. Im Test zeigte sich die Watch Fit 4 Pro äußerst präzise: Selbst bei Intervalltraining lag sie fast auf Pulsgurt-Niveau. Zum Standard gehören auch die kontinuierliche Messung des Blutsauerstoffs (SpO₂) und jetzt neu die Aufzeichnung eines 1-Kanal-EKGs, das potenziell erste Hinweise auf Vorhofflimmern liefern kann. Die Schlafanalyse liefert weitgehend plausible Ergebnisse. Die Uhr erkennt Leicht-, Tief- und REM-Schlaf sowie nächtliche Wachphasen weitgehend zuverlässig und differenziert.

Ebenfalls neu ist die fortlaufende Messung der Herzfrequenzvariabilität (HRV). Sie gibt Aufschluss über die zeitlichen Abstände zwischen Herzschlägen und gilt als sensibler Indikator für Stresslevel, Erholung und das Gleichgewicht des autonomen Nervensystems. Eine hohe HRV steht für gute Fitness und Regeneration, eine niedrige kann auf Überlastung oder gesundheitliche Probleme hindeuten.

Auch die Messung der arteriellen Steifigkeit ist nun möglich. Dieser Wert beschreibt die Elastizität der Blutgefäße – ein Frühindikator für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, oft noch bevor Symptome auftreten. Ferner gibt es auch die Möglichkeit, die Haupttemperatur zu messen.

Das integrierte GPS erlaubt es, mit der Uhr auch ohne das Smartphone eine Strecke beim Laufen, Wandern oder Radfahren festzuhalten. In unserem Test funktionierte das zuverlässig und genau.

Sportlich überzeugt die Watch Fit 4 Pro mit einer breiten Auswahl an Trainingsprofilen – darunter Klassiker wie Laufen, Radfahren und Krafttraining, aber auch Wassersportarten wie Freitauchen (bis zu 40 Meter) oder Kanufahren. Sogar spezielle Golfmodi sind integriert. Ein bekanntes, aber weiterhin praktisches Feature: Nach dem Training lassen sich kurze Videos mit Dehnübungen direkt auf der Anzeige sehen, um das Stretching direkt durchzuführen.

Neu ist zudem die Möglichkeit, Offline-Karten auf die Uhr zu laden und beim Lauftraining oder Wandern einzusehen. Neben der Funktion für Offline-Karten unterstützt die Uhr auch die Nutzung von Karten aus der App Komoot. Zudem kann man auch Karten im Format GPX, TCX und KML importieren.

Weitere Features

Neu an Bord ist ein Barometer, das den Luftdruck misst und sich unter anderem als Höhenmesser nutzen lässt – hilfreich für Outdoor-Aktivitäten und zur Einschätzung möglicher Wetterumschwünge.

Telefonate lassen sich bei bestehender Bluetooth-Verbindung ebenfalls über die Uhr führen. Die Sprachqualität ist dabei zwar nicht auf dem Niveau eines direkten Telefonats mit dem Smartphone, für kurze Gespräche ohne greifbares Handy aber ein praktisches Feature. Einen unabhängigen Betrieb über eSIM unterstützt die Watch Fit 4 Pro allerdings nicht.

Das integrierte NFC-Modul erlaubt nun auch kontaktloses Bezahlen. Im Vergleich zu Lösungen wie Google Wallet oder Apple Pay gestaltet sich der Prozess jedoch deutlich umständlicher.

Als Zahlungsdienstleister kam kurzzeitig der polnische Anbieter Quicko zum Einsatz. Die Lösung basierte auf einer virtuellen Bezahlkarte und diente als Prepaid-System, das per Kreditkarte aufgeladen werden konnte. Dabei fielen allerdings Gebühren an, und eine direkte Anbindung an gängige Bankkonten war nicht möglich. Seit Februar 2026 besitzt Quicko jedoch keine Lizenz als Finanzdienstleister mehr.

Ende März gab Huawei bekannt, dass die Watch Fit 4 Pro mit dem Zahlungsdienstleister Curve Pay kompatibel ist. Wir haben das nicht mit diesem Modell getestet, da wir über die Uhr nicht mehr verfügen. Wie die Bezahlung damit funktioniert, zeigt aber unser Test der neuen Huawei Watch GT Runner 2.

Akku

Im Test hielt die Huawei Watch Fit 4 Pro mit einer Akkuladung rund sechs Tage durch – bei permanenter Nutzung, inklusive täglicher, kurzer Wanderungen. Huawei selbst gibt etwa sieben Tage bei „normaler“ Nutzung an. Das Always-on-Display war im Test deaktiviert. Wird es aktiviert, verkürzt sich die Laufzeit spürbar. Im Energiesparmodus sollen laut Hersteller bis zu zehn Tage möglich sein.

Verbessert wurde das Ladesystem: Die Uhr wird jetzt induktiv über ein mitgeliefertes magnetisches Ladepad mit USB-A-Anschluss geladen, statt wie bisher per Stecker. Auch die Ladezeit hat Huawei optimiert – nach etwa einer Stunde ist der Akku vollständig geladen.

Preis

Mit einer UVP von 279 Euro positioniert sich die Huawei Watch Fit 4 Pro im unteren Preisbereich vergleichbarer Sportuhren – angesichts des Funktionsumfangs ein konkurrenzfähiges Angebot. Bei Galaxus kostet sie derzeit nur 155 Euro.

Fazit

Huawei hat die Watch Fit 4 Pro im Vergleich zum Vorgänger deutlich aufgewertet. Aus einem gut ausgestatteten Fitness-Tracker mit GPS ist eine ausgewachsene Outdoor-Sportuhr mit vielfältigen Gesundheitsfunktionen geworden – von der Messung der Herzfrequenzvariabilität über arterielle Steifigkeit bis zum EKG. Damit ist sie nicht nur für Sport, sondern auch für die Gesundheitsüberwachung interessant.

Das Gehäuse wirkt robust, ist dabei aber sehr dünn und leicht – das Tragen im Alltag ist kaum spürbar. Der Bildschirm ist hell und auch bei Sonnenlicht ablesbar. Die Genauigkeit der Pulsmessung überzeugt im Test durchweg. Angesichts des Funktionsumfangs ist auch der Preis fair.

Abstriche gibt es wie gewohnt bei der Installation der App – Android-Nutzer kennen dieses Problem. Wer eine bezahlbare Smartwatch mit langer Akkulaufzeit, präzisen Trainingsmessungen und umfangreicher Gesundheitsüberwachung sucht, kommt an der Watch Fit 4 Pro kaum vorbei.

Huawei Watch GT 6 (46 mm)

 Schicke Sportuhr mit zwei Wochen Akkulaufzeit

Fast zwei Wochen Akkulaufzeit, präzise Pulsmessung und ein helles Display: Die Huawei Watch GT 6 ist eine elegante Sportuhr mit edlem Look.

VORTEILE

  • schickes Design
  • helles OLED-Display
  • lange Akkulaufzeit
  • präzise Pulsmessung

NACHTEILE

  • wenig Apps
  • kein LTE oder WLAN
  • Health App bei Android nur über Umwege

Huawei Watch GT 6 (46 mm) im Test: Schicke Sportuhr mit zwei Wochen Akkulaufzeit

Fast zwei Wochen Akkulaufzeit, präzise Pulsmessung und ein helles Display: Die Huawei Watch GT 6 ist eine elegante Sportuhr mit edlem Look.

Die Huawei Watch GT 6 ist eine sportliche Smartwatch, die mit ihrem eleganten Design eher an Modelle von Fossil erinnert als an die Outdoor-Konkurrenz von Garmin. Gegenüber der GT 6 Pro ist sie etwas abgespeckt – statt Titan kommt Edelstahl zum Einsatz, ein EKG fehlt. Dafür ist sie günstiger zu haben. Neu hinzugekommen sind zudem spezielle Funktionen für Radfahrer – dazu später mehr.

Im Test hinterließ die Uhr insgesamt einen positiven Eindruck: Sie bietet eine sehr genaue Pulsmessung, zahlreiche Trainingsprofile und eine Akkulaufzeit von fast zwei Wochen. Wo sie ihre Stärken ausspielt, wo es noch Schwächen gibt und warum sie dennoch eine Empfehlung wert ist, klären wir in diesem Test. Aktuell bekommt man die Sportuhr bei Amazon schon für 219 Euro.

Update: Die Smartwatch haben wir im Oktober 2025 getestet. Es gibt jedoch eine wichtige Neuerung: Das Bezahlen ist ab sofort möglich – und zwar über den Anbieter Curve.

Design

Die Watch GT 6 ähnelt dem Vorgängermodell GT 5 – auf den ersten Blick könnte man sie verwechseln. Sie kombiniert ein rundes Zifferblatt mit einem achteckigen Edelstahlgehäuse. Wir haben die große Ausführung mit 46 mm Durchmesser getestet, die primär für kräftigere Handgelenke gedacht ist. Daneben gibt es eine kleinere 41-mm-Version mit abweichendem Design, die wir demnächst ebenfalls testen.

Im Vergleich zum Vorgänger wirkt die Lünette markanter und ragt etwas stärker hervor. Oben rechts sitzt wieder eine Krone, darumter eine frei belegbare Taste. Das Gehäuse ist 11 mm dick und wiegt 50 g, damit ist es angenehm schwer, aber nicht übermäßig massiv. Armbänder lassen sich dank des Klicksystems schnell wechseln. Die Verarbeitung ist gewohnt hochwertig.

Die Huawei Watch GT 6 ist wie auch die Pro-Version nach 5 ATM bis 50 Meter (Wassersäule) wasserdicht und zudem nach EN 13319 zertifiziert. Für Schwimmen und leichten Wassersport geeignet, fürs Gerätetauchen ist sie nicht ausgelegt.

Huawei bietet drei Varianten: ein dunkelgraues Modell mit schwarzem Fluorelastomer-Armband, eine silberne Version mit braunem Kunststoff-Armband in Lederoptik sowie ein silbernes Modell mit hellgrünem Armband. Optisch wirkt die GT 6 sportlich-elegant und passt sowohl ins Training als auch zur Abendgarderobe.

Huawei Watch GT 6 - Bilderstrecke

Huawei Watch GT 6

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Display

Das OLED-Display misst 1,47 Zoll in der Diagonale. Farben wirken kräftig, der Kontrast ist ausgewogen und die Darstellung mit 466 × 466 Pixeln gestochen scharf. Die maximale Helligkeit soll bis zu 3000 Nits erreichen – im Test war der Bildschirm auch bei direkter Sonneneinstrahlung ablesbar. Bei der Watch GT 6 setzt Huawei allerdings nicht auf Saphirglas, sondern auf herkömmliches Glas. Ein Always-on-Display steht zur Verfügung, geht jedoch zulasten der Akkulaufzeit.

App & Bedienung

Die Huawei Watch GT 6 wird über die Health App eingerichtet, die sowohl Android- als auch iOS-Geräte unterstützt. Im Google Play Store ist sie allerdings nicht verfügbar. iPhone-, Samsung- und Honor-Nutzer erhalten sie in den jeweiligen Stores, andere Android-Geräte müssen sie per QR-Code laden und dafür kurzzeitig zusätzliche Berechtigungen erteilen.

Die App ist übersichtlich aufgebaut und zeigt die wichtigsten Gesundheitswerte. Zusätzlich stehen Trainingspläne und ein Zifferblatt-Store bereit. Erweiterte Analysen, detailliertere Trainingspläne sowie Ernährungstipps sind dem kostenpflichtigen Abo „Health Plus“ vorbehalten.

Die Bedienung erfolgt über den Touchscreen, eine Krone sowie eine frei belegbare Taste. Per Wischgesten ruft man Benachrichtigungen, Schnelleinstellungen, Infokarten oder Wetterdaten auf. Die App-Übersicht erinnert an die Apple Watch, wirkt durch das neue Gitternetz aber strukturierter. Praktisch: Ansagen beim Training lassen sich direkt über die Krone in der Lautstärke regulieren.

Auf der Uhr läuft Harmony OS, das aufgeräumt wirkt und flüssig läuft. Vorinstalliert sind unter anderem Petal Maps und Komoot. Außerdem können Songs lokal gespeichert und über Kopfhörer abgespielt werden. Einen App-Store gibt es nicht, und außer Komoot stehen keine Drittanbieter-Apps zur Verfügung. Immerhin dient die Uhr als Fernbedienung für Musik auf dem Smartphone. Ein Nachteil: Bluetooth lässt sich nicht an der Uhr ausschalten.

Huawei Watch GT 6 - Health App

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Fitness & Training

Im Test überzeugte die Huawei Watch GT 6 mit einer sehr präzisen Pulsmessung: Selbst bei intensiven Intervallen lagen die Abweichungen zum Polar-Brustgurt nur bei zwei bis drei Schlägen. Auch die GPS-Aufzeichnung arbeitete zuverlässig.

Die Uhr unterstützt zahlreiche Sportarten wie Laufen, Radfahren oder Krafttraining. Routen kann man importieren und Karten offline nutzen. Auf erweiterte Funktionen für Golfspieler und Trailrunner, etwa detaillierte Höhenprofile, verzichtet die GT 6 allerdings im Vergleich zum Pro-Modell.

Besonders für Radfahrer gehört sie zu den umfangreicheren Smartwatches: Eine Schätzfunktion ermittelt die Trittleistung auf Basis von GPS-Daten und Herzfrequenz. Da kein Powermeter zur Verfügung stand, konnten wir die Genauigkeit dieser Werte nicht überprüfen. Praktisch ist die Möglichkeit, das Smartphone nach Start des Fahrrad-Workouts als Fahrradcomputer zu verwenden. Die automatische Trainingserkennung reagiert zuverlässig und erkennt auch Pausen während der Fahrt.

Letztlich präsentiert sich die GT 6 als vielseitige Sportuhr für Alltag und Training. Wer jedoch Wert auf umfassendere Outdoor-Funktionen oder spezielle Golf-Features legt, ist mit der Pro-Version besser bedient.

Gesundheit & Schlaf

Die Huawei Watch GT 6 misst kontinuierlich die Herzfrequenz, den Blutsauerstoffgehalt (SpO₂) sowie die arterielle Steifigkeit. Zusätzlich steht eine medizinisch zertifizierte App zur Analyse von Pulswellenarrhythmien bereit, die Hinweise auf Vorhofflimmern geben kann. Im Unterschied zur Pro-Version fehlt der Standardausführung jedoch ein EKG.

Ansonsten erfasst die Uhr die Herzfrequenzvariabilität (HRV), also die zeitlichen Abstände zwischen den Herzschlägen. Dieser Wert gilt als Indikator für Stressniveau, Erholungszustand und die Belastung des Nervensystems: Hohe HRV-Werte deuten oft auf gute Fitness hin, niedrige Werte können auf Überlastung oder gesundheitliche Probleme hindeuten.

Die Schlafanalyse zeigte sich im Test insgesamt plausibel, wenn auch nicht fehlerfrei. Die Uhr unterscheidet zwischen Leicht-, Tief- und REM-Schlaf und erkennt meist auch nächtliche Wachzeiten, allerdings weniger zuverlässig als ein hochwertiger Smart-Ring.

Weitere Features

Über die Huawei Watch GT 6 lassen sich bei aktiver Bluetooth-Verbindung Anrufe direkt am Handgelenk tätigen. Die Sprachqualität erreicht zwar nicht das Niveau eines Smartphones, ist für kurze Telefonate unterwegs jedoch ausreichend. Eigenständige Mobilfunkfunktionen per eSIM oder eine WLAN-Anbindung fehlen.

Kontaktloses Bezahlen ist dank NFC möglich. Huawei setzte ursprünglich auf den polnischen Anbieter Quicko. Ganz neu ist ab sofort das Bezahlen über den Dienstleister und die App Curve möglich – hier kann man, ähnlich wie bei Google Pay, eine Kreditkarte hinterlegen. Getestet haben wir das mit der GT 6 nicht, da der Service zu diesem Zeitpunkt nicht verfügbar war. Wir haben es jedoch mit der neuen Huawei Watch GT Runner 2 ausprobiert – und es funktioniert.

Im Hinblick auf den Datenschutz leistet Huawei gute Arbeit. Für nahezu jede Messung ist eine ausdrückliche Zustimmung erforderlich, auch die AGB gaben in unserem Test keinen Anlass zur Kritik.

Akku

Die Huawei Watch GT 6 nutzt einen Akku mit Silizium-Carbon-Technologie, der bei kompakter Bauweise eine deutlich höhere Energiedichte bietet. Trotz der geringen Größe fasst er 867 mAh – rund 40 Prozent mehr als beim Vorgänger und mehr, als es mit herkömmlicher Akkutechnologie möglich wäre.

Huawei nennt eine Laufzeit von bis zu 12 Tagen. Im Test kamen wir sogar auf knapp 14 Tage – allerdings ohne Always-on-Display, mit Schlaf-Tracking an wenigen Nächten und zwei bis drei Workouts pro Woche.

Bei häufiger GPS-Nutzung sinkt die Laufzeit spürbar. Im Trainingsmodus mit aktiver GPS-Ortung nennt Huawei bis zu 40 Stunden. Geladen wird über ein induktives Pad mit USB-A-Anschluss, der Akku ist in etwa einer Stunde vollständig gefüllt.

Preis

Die Huawei Watch GT 6 hat eine UVP von 249 Euro. Direkt beim Hersteller kostet die Uhr 229 Euro. Das Modell mit grünem Armband ist allerdings etwas günstiger als die Varianten in Schwarz oder Braun.

Fazit

Die Huawei Watch GT 6 ist optisch gelungen und überzeugt als Sportuhr. Sie passt auch gut in den Alltag oder zur Abendgarderobe. Zu ihren größten Stärken zählen die sehr präzise Pulsmessung, zahlreiche Sportprofile, spannende Extras für Radfahrer sowie eine Akkulaufzeit von rund zwölf Tagen.

Allerdings bleibt das App-Angebot überschaubar, die Funktionen erinnern eher an einen hochwertigen Fitnesstracker als an eine vielseitige Smartwatch. Die Bezahlfunktion per NFC ist in der Praxis kaum nutzbar, und auch die Schlafanalyse könnte Wachphasen noch zuverlässiger erfassen.

Letztlich erhalten die Käufer aber eine edle Sportuhr zu einem fairen Preis. Für viele dürfte die GT 6 sogar die attraktivere Wahl gegenüber der Pro-Version sein – vorausgesetzt, man benötigt kein EKG, keine speziellen Trailrunning-Funktionen und keine erweiterten Golf-Features.

Huawei Watch GT 6 41 mm

 Smartwatch für Damen mit langer Akkulaufzeit

Die Huawei Watch GT 6 in der 41-mm-Variante für Damen setzt auf ein elegantes Design, eine lange Akkulaufzeit, Fitness-Features und seit Neuestem auch eine Bezahlfunktion.

VORTEILE

  • hervorragendes GPS-Tracking
  • umfangreiche Auswahl an Trainingsfeatures
  • hilfreiche Gesundheitsfunktionen (besonders für Frauen)

NACHTEILE

  • eingeschränkte App-Auswahl
  • Design ist Geschmackssache
  • umständliche Bezahlfunktion

Huawei Watch GT 6 41 mm im Test: Smartwatch für Damen mit langer Akkulaufzeit

Die Huawei Watch GT 6 in der 41-mm-Variante für Damen setzt auf ein elegantes Design, eine lange Akkulaufzeit, Fitness-Features und seit Neuestem auch eine Bezahlfunktion.

Mit der 41-mm-Varainte der Watch GT 6 will Huawei eigenwilliges, aber elegantes Design mit den Vorzügen einer Smartwatch und umfangreichen Fitness-Features vereinen. Als besondere Verkaufsargumente führt der chinesische Hersteller zudem eine hohe Akkulaufzeit sowie ein besonders helles Display ins Feld.

Wir haben die Watch GT 6 in der 41-mm-Variante mit 1,32-Zoll-AMOLED-Display im Alltag getestet und klären, für wen sich der Kauf wirklich lohnt. Eher für Herren konzipiert ist die Huawei Watch GT 6 mit 46 mm (Testbericht), die ein gänzlich anderes Design und mehr Akkukapazität bietet.

Update: Die Uhr haben wir ursprünglich im Februar getestet. Mittlerweile gibt es aber seit Ende März Neuigkeiten: Die Bezahlung ist künftig mittels Curve Pay möglich.

Design & Tragekomfort

Obwohl es sich bei der Huawei Watch GT 6 um eine vollwertige smarte Sportuhr mit diversen Fitness- und Gesundheitsfunktionen handelt, erinnert insbesondere die 41-mm-Variante optisch an eine Designer-Armbanduhr. Das ist laut Huawei auch so gewollt, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass das Design dieser Variante Geschmackssache ist.

Die abgerundete Lünette wirkt schlicht und elegant, doch die ovalen Ösen, durch die das Armband geführt wird, setzen einen auffälligen optischen Akzent, der gut auf den übrigen Körperschmuck abgestimmt sein will. Huawei bietet die 41-mm-Version in verschiedenen Farben mit unterschiedlichen Armbändern an – wobei das violette und das schwarze Silikonarmband nicht so recht zum eleganten Look der Uhr passen wollen. Weitaus stimmiger wirken die Modelle mit braunem oder weißem Lederarmband sowie die goldene Version mit Milanaise-Armband.

Trotz des filigranen Äußeren macht die Watch GT 6 einen robusten Eindruck. Alle Bestandteile sind solide verarbeitet und überstanden im Test auch Stürze aus anderthalb Metern Höhe auf Fliesen- und Steinboden ohne sichtbare Schäden. Laut Herstellerangaben ist die Watch GT 6 bis 5 ATM wasserbeständig und damit zum Schwimmen im flachen Wasser geeignet. Auch unter der Dusche lässt sich die Smartwatch tragen – Kontakt mit heißem Wasser sollte man allerdings vermeiden.

Huawei Watch GT 6 41 mm - Bilder

Huawei Watch GT 6 41 mm

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Huawei Watch GT 6 41 mm

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Huawei Watch GT 6 41 mm

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Huawei Watch GT 6 41 mm

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Huawei Watch GT 6 41 mm

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Display

Die von uns getestete 41-mm-Variante kommt auf eine Display-Diagonale von 1,32 Zoll. Die Auflösung liegt bei 466 × 466 Pixeln – wodurch das kleinere Modell mit 352 PPI eine etwas höhere Pixeldichte erreicht als die größere 46-mm-Version mit 317 PPI.

Die Displayhelligkeit ist eines der zentralen Verkaufsargumente der Watch GT 6: Huawei gibt bis zu 3000 Nits an, eine Steigerung um 1800 Nits gegenüber dem Vorgänger Watch GT 5. Im Praxistest hinterlässt das Display dann auch einen hervorragenden Eindruck. Die Helligkeit lässt sich stufenlos regulieren und reicht bereits auf mittlerem Niveau aus, um die Anzeige selbst bei starker Sonneneinstrahlung gut ablesen zu können. Eine automatische Helligkeitsanpassung ist ebenfalls an Bord und lässt sich bei Bedarf im Einstellungsmenü aktivieren – auch sie funktioniert im Test einwandfrei.

Einrichtung & Bedienung

Um die Huawei Watch GT 6 in vollem Umfang nutzen zu können, benötigen wir – wie bei Smartwatches üblich – die passende Companion-App auf dem Smartphone. Infolge der US-Sanktionen ist die Installation von Huawei Health auf Android deutlich umständlicher – denn die App gibt es nicht mehr im Play Store. iPhone-Nutzer hingegen bekommen die App regulär über den App Store.

Stattdessen müssen Android-Nutzer einen QR-Code scannen und die APK-Datei manuell installieren. Der gesamte Vorgang dauert zwar nicht besonders lange, ist aber ein lästiger Zusatzschritt. Dazu muss man unter Android einmalig die Berechtigung erteilen, Apps über externe Quellen zu installieren – diese Option sollte man aus Sicherheitsgründen anschließend wieder deaktivieren.

Die Huawei-Health-App setzt kein Benutzerkonto voraus – die Smartwatch lässt sich also auch ohne Huawei-Account via Bluetooth mit der App koppeln. Wer allerdings auf Premium-Dienste wie Health+ zugreifen oder bereits vorhandene Daten einer anderen Huawei-Uhr importieren möchte, muss sich mit einem Account anmelden.

Ist die Software installiert und die Uhr mit dem Smartphone verbunden, führt eine kurze Einleitung in die Bedienung der Watch GT 6 ein. Die funktioniert intuitiv und problemlos: Wer bereits Erfahrung mit Smartwatches hat, findet sich schnell zurecht – alle anderen dürften nach kurzer Eingewöhnung ebenfalls keine Schwierigkeiten haben. Das Touch-Display reagiert angenehm zügig auf Eingaben. Ruckler oder Fehlbedienungen traten im Test nicht auf, und auch mit feuchten oder verschmutzten Fingern lässt sich die Watch GT 6 über das Display problemlos steuern.

Huawei Watch GT 6 41 mm - App

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Training & Fitness

Auch wenn sich die Watch GT 6 bewusst als Lifestyle-Produkt präsentiert, kann sich ihre Ausstattung an Trainings- und Fitness-Features sehen lassen. Die Uhr bietet mehr als 100 verschiedene Trainingsprofile, wobei besonders Ausdauersportler auf ihre Kosten kommen, die viel zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind.

Für Radfahrer stehen zusätzliche Datenfelder wie FTP-Werte, Neigung, Distanz und Tempo zur Verfügung, Skifahrer können auf Daten wie Geschwindigkeit und Strecke zugreifen. Läufer erhalten neben Tempo und zurückgelegter Strecke zusätzlich Schrittfrequenz, Schrittzahl und Höhenmeter. Allen Profilen gemein ist die Aufzeichnung von Herzfrequenz und Trainingsdauer.

Die Pulsmessung erfolgt erwartungsgemäß über einen optischen Sensor am Handgelenk. Im Test können wir der Huawei-Uhr dabei eine hohe Genauigkeit attestieren: Erfreulicherweise kommt die Smartwatch auch mit schwankendem Puls – etwa beim Krafttraining oder bei HIIT-Einheiten – gut zurecht. Abweichungen im Vergleich mit einem Brustgurt bewegen sich im niedrigen einstelligen Bereich von bis zu fünf Schlägen pro Minute.

Die Watch GT 6 verfügt zudem über ein integriertes GPS-Tracking, das laut Huawei um 20 Prozent genauer arbeiten soll als beim Vorgänger. Ob die Routenaufzeichnung tatsächlich exakt um diesen Wert besser ist, ließ sich im Test nicht verifizieren – das GPS arbeitete stets einwandfrei und genau. Die Aufzeichnung zurückgelegter Strecken funktioniert zuverlässig und ohne nennenswerte Abweichungen von der tatsächlichen Route. Ansonsten lässt sich mit der Uhr auch offline navigieren, sofern zuvor das entsprechende Kartenmaterial über die Huawei-Health-App heruntergeladen wurde. Im Offline-Laufmodus gibt Huawei eine Laufzeit von bis zu 40 Stunden an.

Wer möchte, kann sich in der Huawei-Health-App kostenlos per KI individuelle Trainingspläne fürs Laufen erstellen lassen – verfügbar für 5 km, 10 km, Halbmarathon oder Marathon. Dazu erfragt die KI Parameter wie Körpergröße, Alter, Gewicht und bisherige Lauferfahrung. Der auf Basis unserer Eingaben erstellte Trainingsplan machte im Test einen soliden Eindruck und eignet sich vorwiegend für ambitionierte Hobbysportler.

Wer mehr Unterstützung oder Anleitung beim täglichen Training sucht, kann zusätzlich auf das kostenpflichtige Huawei Health+ zugreifen. Der Premium-Dienst ist für Käufer der Watch GT 6 in den ersten drei Monaten kostenlos und kostet danach 7,99 Euro pro Monat. Enthalten sind Workouts für verschiedene Sportarten, Dehn- und Yogaübungen, geführte Meditationen sowie Pläne zum Abnehmen. Ob sich Health+ lohnt, hängt von den individuellen Bedürfnissen ab – für die gebotenen Inhalte halten wir den Preis aber für fair.

Schlaf & Gesundheit

Die Huawei Watch GT 6 bringt erwartungsgemäß auch diverse Gesundheitsfunktionen sowie eine Schlafanalyse mit. Im Fokus steht ein ganzheitliches Tracking des eigenen Wohlbefindens: Die Uhr überwacht neben der Herzfrequenz auch HRV- und Blutsauerstoffwerte. Eine Messung des Stresslevels ist ebenfalls an Bord – im Test empfanden wir dieses Feature als akkurat. Wer sich gestresst fühlt, kann direkt über die Uhr eine Atemübung starten, die zur Entspannung beitragen soll. Mehr als ein nettes Gimmick ist das allerdings nicht.

Die Schlafanalyse zeichnet Schlafphasen, Schlafdauer, Wachzeiten, Herz- und Atemfrequenz sowie die Blutsauerstoffsättigung auf. Das funktioniert im Test einwandfrei: Schlafdauer und Wachzeiten werden zuverlässig erkannt, und auch die Bewertung der Schlafqualität deckt sich weitgehend mit dem subjektiven Empfinden. Selbst Nickerchen am Tag erfasst die Uhr zuverlässig. Lediglich Wachphasen erkennt die Uhr nicht immer. In der App finden sich zudem hilfreiche Tipps zur Verbesserung des Schlafs. Abonnenten von Huawei Health+ können zusätzlich auf eine Auswahl an Schlafmusik zugreifen, die für Nutzer der kostenlosen Version nur eingeschränkt zur Verfügung steht.

Weiterhin verfügt die Watch GT 6 über eine Funktion zur Emotionserkennung. Die Software erfasst dabei alle drei bis 20 Minuten automatisch den Gefühlszustand und ordnet ihn als „Angenehm“, „Neutral“ oder „Unangenehm“ ein – basierend auf den gemessenen körperlichen Daten. Eine Möglichkeit, Emotionen manuell einzutragen oder Stresssymptome zu notieren, gibt es leider nicht. Im Test lieferte die Emotionserkennung ordentliche Ergebnisse, in etwa vergleichbar mit der Stressanalyse. Allzu viel Gewicht sollte man der Auswertung allerdings nicht beimessen – dafür ist sie zu allgemein gehalten.

Anders als die Huawei Watch GT 6 Pro bietet die Watch GT 6 kein EKG-Feature. Immerhin gibt es eine Pulswellenanalyse, die mithilfe des optischen Sensors ebenfalls Vorhofflimmern oder Unregelmäßigkeiten des Herzschlags erkennen kann. Die Messung dauert 45 Sekunden und liefert im Test ein plausibles Ergebnis – das allerdings keine ärztliche Diagnose ersetzen kann.

Nicht zuletzt hat Huawei auch bei der Watch GT 6 die Frauengesundheit im Blick und ermöglicht das Tracking des eigenen Zyklus. In der App lassen sich Zeitpunkt und Dauer der vergangenen Periode eintragen; anhand von Daten wie Herzfrequenz, HRV, Hauttemperatur und Atemfrequenz berechnet die Uhr den Eisprung sowie fruchtbare Tage.

Ein großer Pluspunkt: Die Basaltemperatur lässt sich manuell nachtragen und körperliche Symptome – inklusive Zustand des Zervixschleims – können notiert werden. Damit ist Huawei Health derzeit eine der wenigen Apps auf dem Markt, die in Kombination mit einer Smartwatch die Anwendung der symptothermalen Methode (NFP) zumindest inoffiziell unterstützt.

Weitere Features

Die Auswahl an zusätzlichen Features bietet keine nennenswerten Überraschungen, sondern Smartwatch-Standard: Es gibt eine Benachrichtigungs- und Telefoniefunktion, wobei sich Letztere auf das Entgegennehmen von Anrufen beschränkt, die auf dem Smartphone eingehen – einen eSIM-Slot gibt es nicht. Dafür lassen sich über das integrierte Mikrofon per Knopfdruck Sprachnotizen aufnehmen. Eingehende Nachrichten können per Schnellantwort oder über die kleine Displaytastatur der Uhr beantwortet werden.

Erfreulicherweise verfügt die Watch GT 6 über einen integrierten Musikspeicher von 64 GB, auf den sich über die Huawei-Health-App eigene Songs zum Offline-Hören laden lassen. Streaming-Dienste wie Spotify, Deezer oder Amazon Music werden aber nicht unterstützt. Ebenso fällt die Auswahl an zusätzlichen Apps, die sich auf der Smartwatch installieren lassen, überschaubar aus – zur Verfügung steht lediglich ein eingeschränktes Angebot aus der Huawei App Gallery.

Ursprünglich war kontaktloses Bezahlen nur über Quicko Wallet mit umständlichem Prepaid-Modell möglich. Seit Ende März steht jedoch Curve Pay als Alternative bereit: App aus der AppGallery auf der Uhr installieren, als Standard für NFC-Zahlungen einrichten und auf dem Handy ein Curve-Konto anlegen – fertig.

Mit der GT 6 in 41 mm konnten wir das nicht mehr testen, da uns die Uhr nicht mehr vorlag. Wie Curve Pay in der Praxis funktioniert, zeigen wir aber im Test der Huawei Watch GT Runner 2.

Akku

Huawei gibt die Akkulaufzeit der 41-mm-Variante mit bis zu 14 Tagen an, die 46-mm-Version soll bis zu 21 Tage durchhalten. Bei typischer Nutzung verspricht der Hersteller bis zu 7 Tage. Diese Angaben decken sich mit unseren Testergebnissen: Bei drei jeweils anderthalbstündigen Sporteinheiten pro Woche – zwei davon mit aktiviertem GPS –, automatischer Displayhelligkeit und aktivierten Benachrichtigungen musste die Watch GT 6 nach knapp einer Woche wieder an die Ladeschale.

Über die beiliegende Ladeschale unterstützt die Uhr zudem Schnellladen und ist innerhalb einer Stunde wieder vollständig aufgeladen.

Preis

Huawei bietet die Watch GT 6 in zwei Gehäusegrößen an, die in der Standardvariante mit Kunststoffarmband jeweils 229 Euro (UVP) kosten. Wer sich für ein Armband aus Kunstleder entscheidet, zahlt 249 Euro, das Modell mit Nylonarmband schlägt mit 269 Euro zu Buche. Am teuersten ist die Watch GT 6 mit Milanaise-Armband für 299 Euro.

Der Straßenpreis liegt zum Testzeitpunkt je nach Variante bei unter 177 Euro – lediglich die goldene 41-mm-Version mit Milanaise-Armband ist mit 238 Euro deutlich teurer.

Fazit

Huawei macht mit der Watch GT 6 vieles richtig, auch wenn die Uhr nicht frei von Schwächen ist. Dass die Smartwatch bei App-Auswahl, Streaming-Diensten und kontaktlosem Bezahlen Abstriche machen muss, ist allerdings weniger dem Hersteller als den US-Sanktionen anzulasten.

Abgesehen davon bekommen Käufer mit der 41-mm-Variante eine überzeugende Smartwatch mit vielen nützlichen Trainings- und Gesundheitsfunktionen. Das hervorragende GPS-Tracking und die präzise Herzfrequenzmessung bilden das Herzstück eines Gesamtpakets, das insbesondere für Frauen dank der umfangreichen Möglichkeiten zum Zyklustracking eine echte Bereicherung darstellt. Die gute Akkulaufzeit und der vergleichsweise günstige Preis machen die Watch GT 6 zu einer klaren Kaufempfehlung.

Huawei Watch GT 5

Huawei Watch GT 5 im Test

Die Huawei Watch GT 5 überzeugt als schicke wie auch sportliche Smartwatch mit präzisen Sensoren und sehr langer Akkulaufzeit. Was die Uhr alles kann, zeigt dieser Test.

VORTEILE

  • schickes Design
  • präzise Pulsmessung
  • lange Akkulaufzeit

NACHTEILE

  • App nicht im Play Store
  • kein WLAN oder LTE
  • wenige Apps

Huawei Watch GT 5 im Test

Die Huawei Watch GT 5 überzeugt als schicke wie auch sportliche Smartwatch mit präzisen Sensoren und sehr langer Akkulaufzeit. Was die Uhr alles kann, zeigt dieser Test.

Mit der mittlerweile fünften Generation seiner GT-Reihe bringt Huawei wieder eine sportliche Smartwatch auf den Markt, die auch dank des edlen Designs eine gute Figur zur Abendgarderobe macht. Der Nachfolger der Huawei Watch GT 4 (Testbericht) hält fast zwei Wochen im Dauerbetrieb durch, erkauft sich diese Ausdauer aber mit wenig Apps und großer Abhängigkeit vom Smartphone. Die US-Sanktionen gegen das Unternehmen stellen zudem weitere Hürden bei der Einrichtung und Funktionalität dar, die aber das chinesische Unternehmen nicht einschüchtern.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung?

Die Huawei Watch GT 5 ist in zwei Größen erhältlich: 46 mm für größere Handgelenke und 41 mm, die sich an schmalere Handgelenke vorwiegend von Damen richtet. In unserem Test liegt der Fokus auf der Variante in 46 mm. Das kleine Modell für Damen findet sich hier: Huawei Watch GT 5 41 mm (Testbericht).

Die GT 5 mit 46 mm wirkt wie schon die Vorgängerreihen durch das Design hochwertig und kann auch als modische Armbanduhr genutzt werden. Die Form ist angedeutet oktogonal – das Gehäuse ist also eckig, während das Ziffernblatt rund ist wie bei einem klassischen Chronografen. Wir haben das Modell in Silber mit blauem Armband aus Fluorelastomer getestet. Es gibt zudem wieder eine schwarze Variante sowie ein Modell in Silber mit braunem Lederarmband. Ein Modell mit Edelstahlarmband ist dieses Mal der neuen Watch GT 5 Pro (Testbericht) vorbehalten. Es befindet sich wieder eine Krone mit Druckfunktion rechts oben sowie eine weitere Taste links unten.

Display: Wie gut ist der Bildschirm der Watch GT 5?

Das runde OLED-Display überzeugt auch bei diesem Modell auf ganzer Linie – hier zeigt Huawei einmal mehr seine Stärke. Die Darstellung ist gestochen scharf und bietet auch bei hellen Lichtverhältnissen ausreichend Helligkeit. Die automatische Anpassung der Helligkeit reagiert zudem zügig auf Veränderungen. Das 46-mm-Modell ist mit einem 1,43-Zoll-Display ausgestattet, während die kleinere 41-mm-Version ein 1,32-Zoll-Display besitzt. Beide Varianten bieten eine Auflösung von 466 × 466 Pixeln. Wer möchte, kann das Always-on-Display (AoD) aktivieren, um die Uhrzeit ständig im Blick zu behalten. Allerdings kann dies die Akkulaufzeit je nach gewählten Watchfaces deutlich verkürzen.

Ausstattung: Was bietet die Watch GT 5?

Die Kommunikation zwischen der Uhr und dem Smartphone erfolgt ausschließlich über Bluetooth 5.2 LE – Optionen für WLAN oder LTE sucht man vergeblich. Zur präzisen Navigation dient ein Multiband-GNSS, das GPS, Glonass, Beidou, Galileo und QZSS unterstützt. Damit lässt sich die Laufstrecke problemlos aufzeichnen, ohne dass das Smartphone mitgeführt werden muss. Die Ortungsgenauigkeit ist dabei erfreulich hoch.

Die Uhr ist außerdem mit einem optischen und sehr präzisen Herzfrequenzsensor, einem Beschleunigungssensor, einem Gyroskop, einem Barometer und einem Thermometer zur Messung der Hauttemperatur ausgestattet. Ein Lautsprecher und Mikrofon ermöglichen das Telefonieren, sofern die Uhr mit dem Smartphone verbunden ist. Das Betriebssystem Harmony OS sorgt dabei für eine flüssige Performance. Die Uhr ist nach 5 ATM wasserdicht und kann somit problemlos beim Schwimmen getragen werden.

Das App-Angebot fällt jedoch überschaubar aus. Für die Navigation ist Petal Maps verfügbar, und Musik lässt sich lediglich über den integrierten Player oder Huawei Music speichern – Dienste wie Spotify, Deezer oder Amazon Music werden nicht unterstützt. Neu ist die Möglichkeit, Offline-Karten herunterzuladen und etwa beim Wandern oder Joggen anzuzeigen. NFC ist an Bord. Zum Marktstart fehlte hierzulande noch eine Bezahlmöglichkeit. Ab Dezember ist das mit Android über den polnischen Dienst Quicko Wallet per App auf der Uhr möglich. Im nächsten Jahr folgt der Support auch für iOS.

Bedienung & Einrichtung: Wie funktioniert Harmony OS?

Wer bereits eine Huawei-Smartwatch genutzt hat, wird sich schnell zurechtfinden. Die Bedienung erfolgt selbsterklärend: Ein Wischen nach oben zeigt Smartphone-Benachrichtigungen an, die sich jedoch nur über vorgegebene Schnellantworten oder Emojis beantworten lassen. Ein Swipe nach unten öffnet die Einstellungen, während man mit einem Wischen nach links Infokarten durchblättern kann, die sich individuell in der App anpassen lassen. Nach rechts gelangt man zu Wetterinformationen und weiteren Daten.

Mit der Krone links oben öffnet man die App-Übersicht, die an die App-Wolke der Apple Watch erinnert. Zwar sieht das schick aus, ist jedoch unübersichtlich. Alternativ kann man eine Listenansicht aktivieren, die wir empfehlen würden. Ein Doppelklick auf die Krone zeigt die zuletzt verwendeten Apps, während das Drehen der Krone zum Scrollen oder zur Lautstärkeregelung dient. Die programmierbare Taste unten rechts startet standardmäßig die Trainings-Übersicht, lässt sich aber individuell belegen.

Ein Knackpunkt bei Huawei-Smartwatches bleibt die Einrichtung: Aufgrund der US-Sanktionen gegen Huawei ist die Health-App nicht im Google Play Store verfügbar. Sie kann jedoch per QR-Code von einer alternativen Quelle installiert werden, was etwas umständlich ist. Samsung- und Honor-Nutzer haben es leichter, da die App jeweils in den App-Stores verfügbar ist. Im Apple App Store gibt es die App hingegen.

Fitness & Tracking: Wie genau misst die Watch GT 5?

Die Watch GT 5 bietet eine Vielzahl von Trainingsprofilen für unterschiedlichste Sportarten. Zwar gibt es eine automatische Trainingserkennung, diese arbeitet jedoch nicht immer zuverlässig. Positiv fällt der optische Sensor auf, der die Herzfrequenz kontinuierlich und präzise misst. Besonders beeindruckt hat uns die Genauigkeit bei Aktivitäten mit wechselnder Intensität, etwa beim Spinning auf dem Indoor-Cycle – eine Herausforderung, an der viele Uhren mit optischen Sensoren scheitern. Neben der Herzfrequenz überwacht die Uhr auch die Sauerstoffsättigung im Blut. Dank des integrierten Barometers wird beim Outdoor-Sport zusätzlich ein Höhenprofil erstellt. Für Läufer stehen vorgefertigte Laufkurse zur Verfügung, darunter auch Intervalltraining.

Eine Schlafanalyse bietet die Watch GT 5 natürlich auch. Über die Health-App werden die Schlafphasen in Leicht- und Tiefschlaf sowie Wachphasen unterteilt. Allerdings erkennt die Uhr nicht immer Wachphasen in der Nacht inklusive Toilettengang. Außerdem überwacht die Uhr die Atemfrequenz im Schlaf, was nützlich sein kann, um Hinweise auf Schlafapnoe frühzeitig zu erkennen. In Kombination mit der Hauttemperaturmessung bietet die Uhr zudem Zyklus-Tracking für Frauen, inklusive einer Vorhersage des nächsten Eisprungs.

Huawei Watch GT 5 - Bilderstrecke

Huawei Watch GT 5

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Huawei Watch GT 5

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Huawei GT 5 - Health App

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Huawei GT 5 - Health App

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Huawei GT 5 - Health App

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Akku: Wie lange läuft die Watch GT 5?

Sehr beeindruckt waren wir von der Akkulaufzeit der Variante mit 46 mm. Die Uhr hält in der Tat fast 14 Tage durch, wie vom Hersteller versprochen. Dabei haben wir auf das Always-On-Display verzichtet, die Uhr aber rund um die Uhr und auch im Schlaf getragen bei rund vier Workouts die Woche.

Das kleine Modell mit 41 mm hat weniger Akkukapazität und hält laut Huawei nur rund eine Woche durch. Ein genauer Test dieser Variante folgt.

Preis & Alternativen: Wie viel kostet die Huawei Watch GT 5?

Die UVP lag für das Modell mit 46 mm ursprünglich bei mindestens 249 Euro. Mittlerweile ist der Preis gesunken. Am günstigsten ist die Huawei Watch GT 5 mit schwarzem Fluorelastomer-Armband für 195 Euro. Die blaue Variante kostet 199 Euro, mit Lederband 209 Euro.

Fazit

Die Huawei Watch GT 5 punktet in erster Linie durch ihre starke Akkulaufzeit und ein ansprechendes, hochwertiges Design, das sowohl im sportlichen als auch im eleganten Kontext überzeugt. Die präzisen Sensoren für Herzfrequenz und GPS, kombiniert mit den vielseitigen Fitnessfunktionen, machen sie zu einer idealen Wahl für sportlich aktive Nutzer. Besonders das Multiband-GNSS und die sehr genaue optische Herzfrequenzmessung stechen hier hervor.

Eine Schwäche der Uhr liegt im eingeschränkten App-Angebot. Durch die US-Sanktionen sind keine bekannten Musik-Streaming-Dienste verfügbar. Hinzu kommt die umständliche Einrichtung, da die Health-App aus alternativen Quellen zu beziehen ist. Außerdem besteht eine starke Abhängigkeit vom Smartphone, da weder WLAN noch LTE unterstützt werden.

Die Huawei Watch GT 5 ist somit vorwiegend für Nutzer interessant, die Wert auf eine lange Akkulaufzeit und genaue Fitness-Tracking-Funktionen legen, immer in Verbindung mit dem Smartphone und auf eine umfangreiche App-Unterstützung verzichten können.

Motorola Moto Watch

 Sportuhr nur für Android mit GPS & Musikspeicher

Die Motorola Moto Watch entstand in Zusammenarbeit mit Polar und bietet GPS zum günstigen Preis. Ob der große Name für Qualität steht, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • GPS-Tracking inklusive
  • günstig
  • sehr lange Akkulaufzeit
  • integrierter Musikspeicher

NACHTEILE

  • Pulsmessung teilweise ungenau
  • wenig hochwertig und ziemlich groß
  • unterstützt nur Android
  • kaum smarte Funktionen

Motorola Moto Watch im Test: Sportuhr nur für Android mit GPS & Musikspeicher

Die Motorola Moto Watch entstand in Zusammenarbeit mit Polar und bietet GPS zum günstigen Preis. Ob der große Name für Qualität steht, zeigt unser Test.

100 Euro für eine Smartwatch mit Polar-Technik – klingt zu schön, um wahr zu sein? Ist es aber nicht. Die Motorola Moto Watch wurde in Kooperation mit dem finnischen Sportuhrenhersteller entwickelt, der sich für die Tracking-Funktionen verantwortlich zeichnet. Das verspricht eine solide Basis für Trainings- und Gesundheitsaufzeichnungen. Motorola kombiniert das Ganze mit einer langen Akkulaufzeit und einem großen 1,43-Zoll-OLED-Display.

Design & Tragekomfort

Beim Design der Moto Watch geht Motorola kein Risiko ein: Schlichtheit ist Trumpf. Die Uhr verfügt über ein rundes Gehäuse in mattem Schwarz sowie ein schlichtes Silikonarmband. Der Hersteller bietet die Uhr zudem in einer Special Edition für einen Aufpreis von 49,99 Euro mit olivgrünem Silikon- und matt silbernem Metallarmband an. Bei der Special Edition sind Lünette und Gehäuse ebenfalls in Silber gehalten. Das Gehäuse selbst besteht laut Herstellerangaben aus Aluminium.

An der Gehäuseseite befinden sich ein drehbarer Druckknopf und ein schmaler Button zur Steuerung der Uhr. Das im Display verbaute Corning Gorilla Glass 3 sorgt für eine gewisse Stoßfestigkeit, zum Schwimmen sollte man die Uhr aber eher nicht verwenden. Denn enttäuschenderweise ist die Moto Watch zwar nach IP68-Standard zertifiziert, hält aber nur einem Druck von 1 ATM stand. Damit übersteht sie vermutlich nur einen Regenschauer oder kurzes Eintauchen in flaches Wasser.

Beim Tragekomfort überrascht die Moto Watch positiv: Mit 40 g und einem Gehäusedurchmesser von 47 mm fällt sie zwar wuchtig aus, sitzt aber trotz des großen Displays angenehm am Handgelenk. Das Metallarmband ist solide verarbeitet und hinterlässt einen wertigen Eindruck.

Bilderstrecke Motorola Moto Watch

Motorola Moto Watch

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Motorola Moto Watch

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Motorola Moto Watch

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Motorola Moto Watch

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Motorola Moto Watch

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Motorola Moto Watch

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Motorola Moto Watch

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Motorola Moto Watch

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Display

Motorola hat der Moto Watch ein 1,43-Zoll-großes OLED-Display verpasst, das über eine integrierte Always-on-Funktion verfügt. Letztere beeinflusst allerdings die Akkulaufzeit. Die Helligkeit des Displays lässt sich manuell in zehn Stufen regeln, aber auf Wunsch auch automatisch anpassen. Das funktioniert im Test durchweg gut und die Helligkeit reichte stets aus, damit die Uhr gut ablesbar bleibt. Konkrete Angaben zur Display-Helligkeit macht Motorola übrigens nicht.

Ansonsten macht das Display in Anbetracht der Preisklasse, in der sich die Moto Watch bewegt, einen rundum soliden Eindruck. Farben werden sauber dargestellt und die Schrift in den Menüs lässt sich gut ablesen. Lediglich die in der App angebotenen Zifferblätter sind Geschmackssache und gewinnen keinen Schönheitspreis.

Einrichtung & Bedienung

Um den vollen Funktionsumfang der Moto Watch nutzen zu können, müssen wir auf unserem Smartphone die Moto Watch App installieren. Die gibt es kostenlos im Google Play Store zum Download – und zwar auch nur dort, denn die Moto Watch ist ausschließlich mit Android, nicht aber mit iOS kompatibel. Haben wir die App heruntergeladen, koppeln wir die Moto Watch via Bluetooth mit der Software und klicken uns durch ein kurzes Tutorial, das uns mit den wichtigsten Funktionen vertraut macht. Wer möchte, kann in der App einen Nutzeraccount anlegen, eine Pflicht dazu besteht aber nicht. Der Account lohnt sich primär dann, wenn man aufgezeichnete Daten später auf ein anderes Gerät übertragen oder den KI-Assistenten der Moto Watch nutzen möchte.

An der Bedienung der Moto Watch haben wir nichts auszusetzen: Sowohl über die Buttons als auch über das Touch-Display funktioniert die Steuerung ohne Probleme. Nennenswerte Verzögerungen bei der Verarbeitung unserer Eingaben gibt es keine, und unsere Gesten werden zuverlässig erkannt. Feuchte, verschwitzte oder schmutzige Finger sind für das Display ebenfalls kein Problem, auch hier registriert die Uhr zuverlässig alle Eingaben.

App der Motorola Moto Watch

App der Motorola Moto Watch

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App der Motorola Moto Watch

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Training & Fitness

Obwohl sich Motorola für das Trainings- und Fitnesstracking der Moto Watch mit Polar zusammengetan hat, kann uns die Smartwatch in diesem zentralen Bereich nicht wirklich überzeugen. Die Uhr kämpft mit Ungenauigkeiten an mehreren Fronten und einer eher sparsamen Auswahl an Features. Die Konkurrenz von Amazfit zeigt, dass es in der Preisklasse unter 200 Euro auch besser geht.

Aber der Reihe nach: Wie es sich für eine Sportuhr oder einen Fitness-Tracker gehört, zählt die Moto Watch zuverlässig unsere Schritte und verbrauchten Kalorien – basierend auf Daten wie Körpergröße, Gewicht und Geschlecht. Für das Aufzeichnen von Trainingseinheiten stehen 97 verschiedene Modi zur Verfügung, deren Datenerhebung sich allerdings auf das Wesentliche beschränkt.

Bei den meisten Sportarten werden lediglich die Trainingsdauer, die Herzfrequenz und die verbrannten Kalorien gemessen. Zwar gibt es mehrere Modi für das Training im Fitnessstudio, auf eine Möglichkeit, absolvierte Wiederholungen aufzuzeichnen, müssen wir aber verzichten. Was der Uhr ebenfalls fehlt, sind Profile für Wassersportarten. Selbst Schwimmen fehlt komplett, was in Anbetracht der schwachen Wasserdichtigkeit der Uhr zwar wenig verwunderlich, aber doch ziemlich enttäuschend ist.

Immerhin hat die Moto Watch für das Tracking von Ausdauersportarten wie Laufen und Radfahren ein paar Extras an Bord. Beim Radfahren misst die Smartwatch zusätzlich unsere zurückgelegte Strecke, die aktuelle Geschwindigkeit und das Durchschnittstempo. Beim Laufen im Freien kommen noch das Tempo des letzten Kilometers, die Schrittfrequenz sowie die Schritte insgesamt dazu.

Ein Highlight der Kooperation zwischen Motorola und Polar ist bei der Moto Watch die Integration eines Dual-Frequenz-GPS-Moduls. Dementsprechend können wir bei Outdoor-Aktivitäten wie Laufen, Wandern oder Radfahren per GPS-Tracking die zurückgelegte Strecke aufzeichnen. Eine Navigationsfunktion gibt es allerdings nicht. Insgesamt funktioniert die Routenaufzeichnung relativ genau und weicht im Test auf einer Strecke von fünf Kilometern durch Wald und urbane Strukturen nur geringfügig von der Messung unseres Kontrollgeräts (Garmin Fenix 7) ab. Allerdings gibt es einen Nachteil in der App, der uns im Test negativ aufgefallen ist: Man kann die gelaufene Strecke in der Kartenansicht zwar heranzoomen, den Bildausschnitt aber nicht verschieben. Dadurch ist die Kartenansicht für sich genommen nutzlos, wenn man einzelne Streckenabschnitte genauer anschauen möchte.

Der Pulssensor der Moto Watch funktioniert ordentlich, aber nicht überragend. Die bei gleichbleibender Belastung gemessene durchschnittliche Herzfrequenz stimmt mit der Messung unseres Kontrollgeräts (Garmin Fenix 7) überein, im Vergleich zum Brustgurt liegt die Differenz im unteren einstelligen Bereich. Das ist ein ausgezeichnetes Ergebnis für eine Uhr dieser Preisklasse. Bei stark schwankendem Puls (etwa während eines HIIT-Trainings) hat die Uhr allerdings mehr zu kämpfen und liefert etwas ungenauere Ergebnisse.

Als nützliches Extra empfanden wir die Berechnung der verbrannten Kalorien in der App. Die entsprechende Grafik zeigt nicht nur die Gesamtkalorienmenge an, sondern schlüsselt auch genauer auf, wie hoch der Anteil an Fett, Kohlenhydraten und Protein zu welchen Zeitpunkten des Trainings gewesen ist. Daran kann abgelesen werden, welcher Intensitätsbereich des Trainings welche Art von Makronährstoff verbraucht hat. Was uns ebenfalls gut gefallen hat, ist die sehr übersichtliche Aufbereitung der Trainingsdaten in der App. Alle Informationen sind untereinander in separaten Diagrammen aufgeführt, zu denen wir auf Wunsch weitere Erklärungen und Hinweise aufrufen können.

Schlaf & Gesundheit

Da es sich bei der Moto Watch um eine smarte Fitnessuhr handelt, dürfen auch Funktionen zum Schlaf- und Gesundheits-Tracking nicht fehlen. Unter anderem überwacht die Moto Watch neben der Herzfrequenz auch den Blutsauerstoff und informiert uns darüber, falls die gemessenen Werte außerhalb der Norm liegen. Das Schlaf-Tracking basiert auf der Polar Sleep Plus Stages Technology und beinhaltet neben Angaben zu der Dauer unserer verschiedenen Schlafzyklen auch eine Übersicht der Schlafstabilität (Unterbrechungen, Kontinuität, Schlafdauer). Basierend darauf errechnet der Algorithmus den Wert unserer Schlafqualität auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten.

Insgesamt macht das Schlaf-Tracking der Moto Watch einen einwandfreien Eindruck. Die Bewertung der Schlafqualität stimmt mit unserem subjektiven Empfinden überein und die zusätzlichen Tipps, die wir als Erklärung über die Info-Icons in der App aufrufen können, sind hilfreich. Positiv aufgefallen ist uns auch die Möglichkeit, ein konkretes Schlafziel festzulegen und eine Entspannungserinnerung einzurichten, mithilfe derer uns die Uhr eine Entspannungsaktivität vor dem Schlafengehen vorschlägt.

Ansonsten fallen die Gesundheitsfeatures der Moto Watch eher spärlich aus: Es gibt noch die Möglichkeit, den eigenen Stresslevel zu messen. Dabei liegt der Fokus auf psychischem Stress, der auf Basis der Herzfrequenzvariabilität registriert wird. Die Ergebnisse wirken glaubwürdig und helfen dabei, langfristige Trends zu erkennen, sind aber selbstverständlich kein Ersatz für entsprechende professionelle medizinische Unterstützung.

Worauf wir bei der Moto Watch übrigens komplett verzichten müssen, ist ein dediziertes Zyklustracking. Es gibt keine Option, weder auf der Uhr noch in der App, konkrete Symptome oder die Dauer des eigenen Zyklus anzugeben.

Weitere Funktionen

Die Auswahl an zusätzlichen Features ist bei der Moto Watch recht begrenzt. Die Smartwatch verfügt über ein integriertes Mikrofon und einen Lautsprecher, sodass wir auf unserem Smartphone eingehende Anrufe direkt über die Uhr annehmen und beantworten können. Dabei geht die Sprachqualität in Ordnung, allerdings sollte man hier keine Höchstleistungen erwarten. Zusätzlich können wir die Künstliche Intelligenz Moto AI nutzen, allerdings ist dafür ein kompatibles Motorola-Smartphone erforderlich.

Ebenso verfügt die Moto Watch über einen integrierten Musikspeicher. Mithilfe der App haben wir die Möglichkeit, MP3-Dateien auf die Uhr zu übertragen. Dedizierte Apps wie Spotify oder Deezer lassen sich allerdings nicht direkt auf der Smartwatch installieren. Immerhin können wir aber mit der Uhr auch die Musik steuern, die wir auf unserem Smartphone wiedergeben. Was der Moto Watch derweil fehlt, sind eine Bezahlfunktion sowie ein E-SIM-Slot.

Akku

Motorola gibt die Akkulaufzeit der Moto Watch mit bis zu 13 Tagen an, abhängig von der Nutzungsweise (GPS-Tracking) und der Display-Helligkeit (Always-on-Funktion). Genauere Details zur Kapazität des Akkus verrät der Hersteller nicht. In unserem Test beweist die Moto Watch tatsächlich einen langen Atem: Bei aktivierten Benachrichtigungen, automatischer Display-Helligkeit ohne Always-on und drei anderthalbstündigen Sporteinheiten pro Woche (zwei davon mit aktiviertem GPS-Tracking) schaffte die Uhr etwas mehr als zehn Tage, bevor wir sie wieder aufladen mussten.

Ein besonderer Clou der Moto Watch ist die integrierte Schnellladefunktion: Ein paar Minuten an Ladezeit reichen aus, damit der Akku der Uhr einen ganzen Tag durchhält. Das macht die Moto Watch sehr alltagstauglich und ist eine echte Hilfe, wenn man zwischenzeitlich mal vergessen hat, die Smartwatch rechtzeitig aufzuladen.

Preis

Motorola ruft für die schwarze Standard-Version der Moto Watch eine unverbindliche Preisempfehlung von 100 Euro auf, die Special Edition mit Metallarmband kostet rund 140 Euro. Der Straßenpreis unterscheidet sich zum Testzeitpunkt nur minimal von der UVP.

Fazit

Die gute Nachricht zuerst: Die Moto Watch ist kein Totalausfall, sondern eine solide smarte Sportuhr zu einem günstigen Preis. Käufer bekommen für 100 Euro eine Smartwatch, die mit einem ordentlichen GPS-Tracking und einer für Hobby-Athleten ausreichenden Herzfrequenzmessung daherkommt. Das Schlaf-Tracking ist gelungen, die Akkulaufzeit hervorragend und das Display kann ebenfalls überzeugen.

Der Haken ist nur: Es gibt in dieser Preiskategorie bereits vergleichbare Smartwatches, die ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten haben. Insbesondere gegenüber der sogar günstigeren Amazfit Active 2 zieht die Moto Watch von Motorola klar den Kürzeren, auch wenn die Amazfit-Uhr auf einen Musikspeicher verzichtet.

Trotzdem: Wer eine solide Sportuhr zum günstigen Preis sucht, macht mit der Moto Watch nichts falsch. Kann man mit den kleinen Problemen der Uhr (wie der teils ungenauen Pulsmessung und der unzureichenden Wasserdichtigkeit) leben, ist das Motorola-Modell sein Geld wert.

Polar Vantage V3

Polar Vantage V3 im Test

Die High-End-Sportuhr Vantage V3 vom Garmin-Konkurrenten Polar verspricht mit umfangreichen Features ein optimaler Begleiter für Ausdauer-Athleten zu sein. Was die Uhr kann, zeigen wir in unserem Test.

VORTEILE

  • gute Akkulaufzeit
  • hervorragende Verarbeitung
  • EKG-Funktion
  • Offline-Navigation möglich

NACHTEILE

  • kein Musikspeicher
  • teils unübersichtliche App
  • umständliches Navigationsfeature
  • verhältnismäßig teuer

Polar Vantage V3 im Test

Die High-End-Sportuhr Vantage V3 vom Garmin-Konkurrenten Polar verspricht mit umfangreichen Features ein optimaler Begleiter für Ausdauer-Athleten zu sein. Was die Uhr kann, zeigen wir in unserem Test.

Mit der Vantage V3 spendiert Polar seiner Vantage-Serie ein neues Modell. Die Premium-Sportuhr mit EKG richtet sich vorwiegend an Ausdauer-Athleten, denen sie – so die Werbung des Herstellers – „zu Bestleistung verhelfen“ will. Ob dieser Plan aufgeht und ob die Vantage V3 ihren Preis von fast 600 Euro wirklich wert ist, klären wir in unserem Test.

Design & Bedienung

Legt man die Vantage V3 direkt neben das Vorgängermodell, wird schnell deutlich: Großartige Unterschiede beim Design gibt es zwischen den Uhren nicht. Polar hält bei der V3 an der bewährten schlichten Optik fest – inklusive fünf dezenten Seitentasten und großem Gehäuse. Auch das Armband aus Silikon mit aufgerauter Oberfläche ist gleich geblieben und leidet weiterhin darunter, dass es recht schnell Staub und Schmutz anzieht.

Insgesamt machen sowohl das Gehäuse als auch das Armband einen sehr soliden und hochwertigen Eindruck. Wie schon beim Vorgängermodell hat Polar bei der Vantage V3 auf Gorilla-Glas 3 gesetzt, dieses Mal aber ein hochauflösendes AMOLED-Touchscreen-Display mit 462 ppi verbaut. Einen Rückschritt gegenüber der V2 gibt es aber in Hinblick auf die Wasserdichtigkeit, denn die liegt statt 100 m nur noch bei 50 m – was aber für die vorgesehenen Anwendungsszenarien der Vantage V3 (Triathlon, Schwimmen) absolut ausreichend ist.

Die Bedienung der Uhr erfolgt über fünf Bedienknöpfe und das Touch-Display. Nach kurzer Eingewöhnung geht die Steuerung der Uhr gut von der Hand und auch das Touch-Display reagiert zügig und zuverlässig auf unsere Eingaben. Die Helligkeit des Displays lässt sich in drei Stufen regeln, wobei die Anzeige auch bei direkter Sonneneinstrahlung stets ablesbar bleibt.

App & Einrichtung

Direkt beim ersten Start fordert uns die Uhr auf, nach der Sprachauswahl die Einrichtung der Vantage V3 über das Smartphone oder den PC vorzunehmen. Entscheiden wir uns für Erstes, müssen wir die Polar Flow App herunterladen und ein Nutzerkonto anlegen. Anschließend koppeln wir die Vantage V3 per Bluetooth mit unserem Smartphone. Die Uhr funktioniert zwar auch, wenn wir sie über den PC einrichten (möglich mit dem beiliegenden Lade- bzw. USB-C-Kabel), allerdings empfehlen wir den Download der App für den vollen Funktionsumfang der Uhr.

Bei der App hat sich in der Vergangenheit und insbesondere seit unserem Test der Vantage V2 nicht allzu viel verändert. Das etwas gewöhnungsbedürftige und teils unübersichtliche Tortendiagramm, das uns mit einem Überblick unserer täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Daten versorgt, ist ebenso noch vorhanden wie die einzelnen Kontextmenüs zu Schlaf, Aktivitäten und Training. Ebenfalls mit an Bord ist wieder die Möglichkeit, die App mit Google Fit, Strava, Komoot, Myfitnesspal, Trainingpeeks und Nike+ zu verbinden. Neu ist mittlerweile aber das sogenannte Tagebuch, über das wir Trainingseinheiten planen und aktuelle Neuigkeiten aus unserem Tagesablauf auf einen Blick sehen können.

Aktivität

Wie es sich für eine smarte Sportuhr gehört, bietet die Polar Vantage V3 eine Vielzahl an Möglichkeiten, die eigene tägliche Aktivität aufzuzeichnen. Die V3 zeichnet Schritte, Kalorien, Puls und Hauttemperatur durchgängig auf. Wer möchte, kann über die App eigene Aktivitätsziele festlegen und eine Bewegungserinnerung einstellen. Alle diese Funktionen gehören zum Standard gängiger Smartwatches, liefen in unserem Test aber einwandfrei und zuverlässig.

Ein zentrales Feature der Vantage V3 ist außerdem die Navigation inklusive Offline-Karten. Was bei der Konkurrenz von Garmin und Suunto schon länger zum Standard gehört, erreicht jetzt auch die Polar-Uhren, die sich aber die Frage gefallen lassen müssen: Kann die Navigation der Vantage V3 beispielsweise mit einer Garmin Fenix 7 mithalten? Die kurze Antwort lautet: leider nein. Denn dafür leidet das Feature noch unter zu vielen kleinen Problemen.

Aber zuerst das Positive: Polar nutzt bei der Vantage V3 ein GPS-System, das sich sowohl Glonass und Galileo als auch QZSS für die Navigation zunutze macht. Weil die Uhr zusätzlich Assisted-GPS unterstützt, findet sie unsere Position besonders schnell und mit einer hohen Genauigkeit. Letztere bleibt auch während der Bewegung erhalten, wie wir im Test bei Lauf- und Radfahr-Einheiten feststellen konnten.

Wer das Navigationsfeature während des Trainings nutzen möchte, kann auf voreingestellte Routen zurückgreifen, die bereits gelaufene Strecke zurückverfolgen (Track back) oder die schnellste, genauer gesagt kürzeste Route zum Ausgangspunkt (Back-to-Start) anzeigen lassen. Das funktionierte im Test auch passabel, allerdings hat die Navigation der Vantage V3 ein paar Haken.

Erstens funktioniert die Navigation auf der Uhr nicht für sich genommen. Wir können zwar unseren Standort anzeigen, müssen aber erst einmal eine Trainingseinheit beginnen, um eine voreingestellte Route nutzen zu können. Letztere lassen sich zudem nicht auf der Uhr direkt planen, sondern nur über im Vorfeld importierte GPX- oder TCX-Tracks, Komoot oder Strava nutzen. Um GPX- oder TCX-Routen zu importieren, müssen wir die Uhr mit dem PC verbinden oder die Route mit der Flow App synchronisieren und als Favorit festlegen. Die Navigation via Strava oder Komoot erfordert die Verknüpfung des entsprechenden Nutzerkontos mit der jeweiligen Drittanbieter-App.

Zweitens verfügt die Uhr von Werk ab nur über Basiskarten, in denen lediglich Hauptverkehrswege eingezeichnet sind. Kleine Trails und Nebenstraßen sucht man hier vergeblich. Deshalb müssen wir zusätzlich ein großes (kostenloses) Kartenpaket herunterladen und über den PC mit der Vantage V3 synchronisieren.

Auch wenn die Navigation in der Praxis zwar zuverlässig funktioniert, ist das Einrichten der Routen dann doch ziemlich umständlich. Hier zeigt die Konkurrenz von Garmin, wie es besser und vor allem nutzerfreundlicher geht.

Polar Vantage V3 - Bilderstrecke

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Training

Dass Polar eine der größten Marken für smarte Sportuhren ist, merkt man der Vantage V3 direkt an. Die Smartwatch richtet sich zwar explizit an Ausdauersportler, verfügt aber über mehr als 150 verschiedene Sportprofile, sodass nicht nur Läufer, Radfahrer und Triathleten auf ihre Kosten kommen, sondern auch Kraft-, Wasser- und Wintersportler.

Trotzdem gilt, wie auch bei der Konkurrenz von Garmin und Co: Läufer, Radfahrer und Triathleten profitieren am meisten von den Trainingsfeatures der Vantage V3, und davon gibt es jede Menge. Nutzer haben die Möglichkeit, individuelle Trainingsprogramme für Läufer zu verwenden, um sich auf Wettkämpfe vom 5K hin zu Marathon vorzubereiten. Polar Flow berücksichtigt dabei das wöchentliche Trainingspensum und gibt Empfehlungen für Warm-up und Cooldown.

Wer lieber eigene Trainings erstellt, kann das mithilfe der App ebenfalls tun. Wir dürfen Trainingseinheiten mit bestimmten Zielen vorausplanen, darunter etwa Intervalle nach Herzfrequenz, Tempo oder Leistung. Ferner haben wir die Möglichkeit, spezifische Ziele wie eine bestimmte Kalorien-Menge oder eine Dauer für das Training einzustellen. Starten wir dann die entsprechende Einheit, informiert uns die Uhr darüber, mit welcher Intensität wir unser Ziel erreichen (schneller oder langsamer laufen). Das Erstellen der Trainingsziele über die App fühlt sich anfangs etwas umständlich an, geht mit ein bisschen Übung dann aber gut von der Hand.

Ein weiterer Trumpf, den die Polar Vantage V3 bei der Trainingsüberwachung ausspielt, ist die Anzeige von verschiedenen Parametern auf dem Display. Die Uhr kann bis zu vier Werte auf einem Bildschirm anzeigen, wobei wir frei entscheiden können, um welche Werte es sich dabei handeln soll. Den Aufbau des Bildschirms bestimmen wir über die App, was ebenfalls zuverlässig funktioniert. Der Kreativität sind dabei so gut wie keine Grenzen gesetzt, und die Auswahl an Werten lässt keine Wünsche offen.

Was Polar-Kennern bereits bekannt vorkommen dürfte, sind schließlich Features wie Fuelwise, Training Load Pro oder Recovery Pro. Diese Funktionen ermöglichen uns eine genaue Wettkampfplanung und Erholung nach dem Training: Die Vantage V3 berechnet anhand unserer Leistungsdaten unsere Erschöpfung und informiert uns, wann wir welche Art von Makronährstoffen zuführen sollten. Eine Trinkerinnerung ist ebenfalls mit an Bord. Besonders für Sportler, die im Training und bei Wettkämpfen längere Distanzen zurücklegen, sind solche Features ein nützliches Beiwerk.

Aber wo Licht ist, da ist auch Schatten, und der (marginal vorhandene) Schatten betrifft im Fall der Vantage V3 die Wattmessung beim Laufen sowie den Herzfrequenz-Sensor. Die Wattmessung erfolgt bei der Polar Vantage V3 über die sogenannte Running Power, die anhand der Bewegungen unseres Handgelenks beim Laufen unsere Leistung berechnet. Der Sensor funktionierte in unserem Test zwar ordentlich, wer auf genaue Daten angewiesen ist, sollte aber zu einem externen Sensor wie dem Stryd oder vergleichbaren Geräten greifen.

Ein Problem, das bei vielen anderen Sportuhren auftritt, kommt derweil auch bei der Vantage V3 vor: Die Uhr kommt bei Krafttrainingseinheiten nicht so gut mit stark schwankenden Herzfrequenzen zurecht. Allerdings beschränkten sich die daraus resultierenden Ungenauigkeiten auf einen mittleren einstelligen Bereich. Derweil lieferte die Vantage V3 zuverlässige Pulsdaten, als wir bei einem rund anderthalbstündigen Wettkampf größtenteils mit hoher Intensität unterwegs waren. Auch bei Einheiten im Grundlagenausdauerbereich konnten wir keine merklichen Probleme feststellen. Plötzliche Ausschläge nach oben, die nicht mit den Daten unseres Kontrollgeräts (Garmin Fenix 6 mit Brustgurt) übereinstimmten, konnten wir übrigens nicht feststellen – obwohl andere Tester von derartigen Abweichungen berichteten.

Polar Vantage V3 - App

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Schlaf

Während die Vantage V3 bei der Herzfrequenz und der Navigation noch einiges an Feinschliff vermissen lässt, trumpft Polar bei der Schlafüberwachung ordentlich auf. Denn die Vantage V3 berechnet anhand von Daten wie Schlafmenge und Schlafqualität eine umfangreiche Menge an Datensätzen zu unserem Schlafverhalten. Auf dieser Basis erhalten wir dann verschiedene Prognosen darüber, wie unsere Schlafhygiene unseren Alltag beeinflusst – beispielsweise, ob unsere Aufmerksamkeit tagsüber unter Schlafmangel leidet oder zu welcher Uhrzeit wir schlafen gehen sollten. Außerdem berechnet die Vantage V3 einen sogenannten Nightly Recharge Status, der angibt, wie gut wir uns im Schlaf von unserem Training und dem Alltagsstress erholt haben.

Für Nutzer, die generell Probleme mit ihrer Schlafhygiene haben, können diese umfangreichen Features eine hilfreiche Orientierung bieten. Zwar ersetzen sie keine Analyse im Schlaflabor, aber die nachvollziehbaren Ergebnisse des Schlaftrackings in Kombination mit den Empfehlungen der Polar-App empfanden wir im Test als angenehme Hilfestellung auf dem Weg zu einem besseren Schlaf.

Zusätzliche Features

Anders als die Garmin-Modelle Fenix 7 und Forerunner 965, die in einer ähnlichen High-End-Riege unterwegs sind wie die Vantage V3, besitzt die Polar-Uhr keinen integrierten Musikspeicher oder eine Bezahlfunktion. Dafür hat die Vantage V3 aber ein Feature zu bieten, das bei hochpreisigen Smartwatches immer häufiger zum Einsatz kommt: nämlich ein EKG. Dieses ist allerdings in Deutschland bisher nicht medizinisch zertifiziert worden.

Zusätzlich zur normalen Pulsmessung können Nutzer über das Tests-Menü der Vantage V3 ein EKG starten. Um die Messung zu beginnen, legen wir einen Finger auf die linke obere Taste der Uhr. Anschließend zeichnet die Uhr für 30 Sekunden das Elektrokardiogramm unseres Herzens auf. In unserem Test hat dieses Feature ohne Probleme funktioniert. Wir haben das EKG mehrfach ausprobiert und es gab nie Fehlermeldungen. Die Ergebnisse wirkten glaubwürdig, auch wenn die Aussagekraft natürlich nicht mit einem professionellen EKG beim Arzt mithalten kann.

Akku

Polar hat in der Vantage V3 einen Akku mit einer Kapazität von 488mAh verbaut. Dieser Wert liegt deutlich über den 346mAh der V2, was sich auch in der Laufzeit widerspiegelt. Die betrug beim Vorgängermodell noch 40 Stunden im Trainingsmodus bei aktiviertem GPS und bis zu einer Woche im Uhrmodus mit Pulsmessung. Die V3 hingegen hält laut Polar im Trainingsmodus bis zu 61 Stunden durch, während der Uhrmodus die Smartwatch rund 12 Tage am Laufen halten soll. In unserem Test konnten wir diese Werte bestätigen: Bei drei Trainingseinheiten zu je anderthalb Stunden mit aktiviertem GPS läuft die V3 knapp 10 Tage am Stück.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung der Vantage V3 liegt bei 600 Euro. Das entspricht einer Preiserhöhung von rund 100 Euro gegenüber dem Vorgängermodell. Mittlerweile bekommt man die Vantage V3 ab 400 Euro.

Fazit

Polar macht mit der Vantage V3 vieles richtig: Die Uhr ist ein Fest für Datennerds, die nicht davor zurückschrecken, sowohl von der App als auch von Polar Flow am PC entsprechend Gebrauch zu machen. Umfangreiche Features wie die Auswertung der Trainingsbelastung und die Möglichkeit, die Nährstoffzufuhr während eines Wettkampfs zu planen, machen die V3 primär für Ausdauersportler und Langstrecken-Wettkämpfer interessant.

Bei der Navigation gibt es derweil aber ebenso noch Verbesserungsbedarf wie bei den Zusatzfeatures. Das Fehlen eines eigenen Musikspeichers oder einer Bezahlfunktion wären vielleicht noch zu verschmerzen, aber bei der Bedienbarkeit der Karten und den zugehörigen Nutzungsoptionen sollte Polar noch einmal nachbessern.

Polar Vantage M3

Polar Vantage M3 im Test

Mit der Vantage M3 hat Polar eine günstige, kleinere Variante der Vantage V3 auf den Markt gebracht. Wir klären im Test, für wen sich der Kauf der Sportuhr lohnt.

VORTEILE

  • einwandfreies Preis-Leistungs-Verhältnis
  • hervorragende Pulsmessung
  • viele nützliche Trainingsfeatures

NACHTEILE

  • kaum smarte Funktionen
  • Navigationsfeature ausbaufähig

Polar Vantage M3 im Test

Mit der Vantage M3 hat Polar eine günstige, kleinere Variante der Vantage V3 auf den Markt gebracht. Wir klären im Test, für wen sich der Kauf der Sportuhr lohnt.

Neben Garmin gehört Polar zu den Platzhirschen am Markt für smarte Sportuhren. Der Hersteller bietet verschiedene Modelle in diversen Preiskategorien an, wobei die neue Vantage M3 in die Kerbe der Mittelklasse-Hardware schlägt. Mit der Vantage M3 bekommen Käufer eine kleinere, abgespeckte Version der Vantage V3, die sich vor ihrer großen Schwester aber keineswegs verstecken muss, wie unser Test zeigt.

Wir haben uns die Vantage M3 genau angeschaut und ihre Funktionen auf Herz und Nieren geprüft. Dabei klären wir, für wen sich der Kauf der Uhr lohnt und wer gegebenenfalls mit einem anderen Modell besser bedient ist.

Design und Verarbeitung

Das Design der Vantage M3 von Polar unterscheidet sich nur marginal von dem der Vantage V3. Das Display ist mit 1,28 Zoll etwas kleiner als das der großen Schwester (1,39 Zoll) und bietet eine Auflösung von 416 × 416 Pixeln. Beide Modelle setzen auf einen OLED-Bildschirm mit Touch-Funktion sowie bruch- und kratzfestem Gorilla Glas. Auch die Kombination aus Edelstahl-Lünette und Kunststoffgehäuse bleibt bei beiden Uhren gleich. Allerdings setzt Polar bei der Vantage M3 auf runde Buttons anstelle der rechteckigen Bedientasten der Vantage V3.

Weil die M3 zudem kleiner ist und über einen Akku mit geringerer Kapazität verfügt, bringt die Uhr ein paar Gramm weniger auf die Waage als die Vantage V3. Insgesamt wirkt sie auch etwas dezenter und eignet sich dadurch besser für schmale Handgelenke. Die Verarbeitung der M3 kann wie bei der V3 überzeugen: Alle Bauteile machen einen robusten Eindruck und die Smartwatch übersteht erwartungsgemäß auch Stürze und Stöße (etwa mit einer 16 kg schweren Kettlebell, die im Test gegen unser Handgelenk prallt) ohne Probleme. Ansonsten ist die Uhr bis zu einer Tiefe von 50 Metern wasserdicht, eignet sich aber nicht zum Tauchen.

Polar Vantage M3 - Bilderstrecke

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Bedienbarkeit & App

Obwohl Polar die Bedientasten der Vantage M3 im Vergleich zur Vantage V3 leicht abgeändert hat, bleibt das grundlegende Prinzip der Bedienung gleich: Wir können die Uhr sowohl mithilfe von Fingergesten auf dem Touchdisplay als auch mit den fünf Bedientasten steuern, die im Gehäuse der Uhr eingelassen sind. Die Uhr verarbeitet unsere Eingaben zügig und genau. Im Test fallen uns keine nennenswerten Verzögerungen oder Ruckler bei der Navigation durch die Menüs auf. Auch Eingaben mit leicht fettigen oder verschwitzten Fingern erkennt die Vantage M3 ohne Probleme.

Zeitweise aktivieren wir die Always-on-Funktion für das Display, die aber deutlich zulasten der Akkulaufzeit geht und diese um etwa 40 Prozent verringert. Wer sich gegen Always-on entscheidet, aktiviert die Anzeige durch Anheben der Uhr während des Tragens. Das funktioniert in der Praxis allerdings nicht immer ganz zuverlässig, sodass wir das Display manchmal per Tastendruck manuell anschalten müssen.

Anders als bei den meisten anderen Fitness-Tracker und smarten Sportuhren verfolgt Polar bei der hauseigenen App Polar Flow ein Konzept, das mehr an ein Tagebuch als an eine tabellenförmige Auflistung von Daten erinnert. Wer die App startet, bekommt auf der Hauptseite die letzten Aktivitäten und aktuelle Gesundheitsdaten wie Hauttemperatur und Schlafstatus in einer Liste angezeigt. Ein Klick auf den jeweiligen Wert öffnet ein Menü, das detaillierte Daten und Informationen ausgibt, zum Beispiel zu unserer Schlafstruktur.

Die Bedienung der App ist dementsprechend anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, allerdings findet man sich nach kurzer Zeit gut zurecht. Die Menüs von Polar Flow sind übersichtlich aufgebaut und geben einen guten Überblick über die wichtigsten Daten, die wir mit unserer Uhr aufzeichnen.

Polar Vantage M3 - App

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Aktivität & Training

Weil Polar die Vantage M3 als Sportuhr konzipiert hat, bietet sie alle wesentlichen Funktionen zur Aufzeichnung von Trainingseinheiten, mit denen auch die Vantage V3 ausgestattet ist. Zentral für das Polar-Ökosystem sind verschiedene Smart-Coaching-Features, die gemessene Daten wie Herzfrequenz, Geschwindigkeit, Höhenmeter, Leistungszonen und VO2-Max auswertet und basierend darauf die Trainingsbelastung sowie Erholungsbedarf berechnet. Wer möchte, kann aus einer großen Auswahl unterschiedlicher Tools wählen, um über das Timing der nächsten Trainingseinheit zu entscheiden.

Die Funktion zur Erholungsoptimierung soll während des Trainings dafür sorgen, anhand der Herzfrequenz während Krafttrainingseinheiten zu erkennen, wann der Körper erholt genug für den nächsten Trainingssatz ist. In der Praxis funktioniert das sehr gut. Das liegt vorwiegend an der hohen Genauigkeit des optischen Pulssensors, den Polar in der Vantage M3 integriert hat. Der macht nämlich einen hervorragenden Job und arbeitet im Test ähnlich genau wie unser Brustgurt. Bei aktivierter Erholungsoptimierung empfiehlt uns die Uhr beim Krafttraining eine Pausendauer, die auch mit unserem subjektiven Empfinden für die nötige Erholung übereinstimmt.

Neben der Erholungsoptimierung verfügt die Vantage M3 außerdem über eine Funktion namens Running Power. Dieser Algorithmus misst die Leistung beim Laufen in Watt, abhängig von unserem Lauftempo. Zusätzlich mit dem Hill Splitter, der automatisch zurückgelegte Höhenmeter registriert, erhalten Sportler eine detaillierte Auflistung relevanter Leistungsdaten. Auch Hill Splitter und Running Power funktionieren im Test reibungslos und liefern glaubwürdige Ergebnisse, die mit manuellen Messungen und den Daten von Kontrollsensoren übereinstimmen.

Basierend auf allen Messwerten zur Trainingsbelastung und zum Trainingszustand, die die Vantage M3 aufzeichnet, erhalten wir über das Fitspark-Feature konkrete Trainingsvorschläge für Cardio-, Kraft- und Mobility-Training. In der Praxis empfiehlt uns die Uhr zum Beispiel am Tag nach einer Laufeinheit ein Krafttrainingzu machen. Dabei haben wir stets zwei Workouts zur Auswahl, die zwischen einer halben und einer Stunde andauern. Entscheiden wir uns für eine Option, zeigt uns die Vantage M3 direkt auf dem Display die jeweiligen Übungen inklusive Pausenzeit an. Dasselbe gilt auch für Cardio- und Mobility-Einheiten. Die Workouts beinhalten eine aus sportphysiologischer Sicht nachvollziehbare Übungsauswahl und Belastungsdauer. Die Uhr kann also zumindest für Hobbyathleten einen simplen Trainingsplan ersetzen und entpuppt sich im Test als brauchbares Tool zur Planung und Durchführung von Sporteinheiten aller Art.

Schlaf-Tracking

Das Schlaf-Tracking nimmt bei der Vantage M3 im Rahmen der Trainingsanalyse und -optimierung einiges an Raum ein. Wie es sich für eine smarte Sportuhr gehört, zeichnet die Vantage M3 unsere Schlafphasen sowie Einschlaf- und Aufwachzeitpunkte und unsere Herzfrequenz auf. Zusätzlich kann die Uhr unsere Atmung und Hauttemperatur während der Nacht messen, um basierend auf diesen Daten unsere Schlafstruktur zu bewerten. Auf einer Skala von 0 bis 100 zeigt uns die Polar Flow App dann einen Indexwert an, der die Qualität unseres Schlafs beurteilt.

Die gemessenen Daten wirken im Test nachvollziehbar und glaubwürdig, auch wenn hier wie bei jeder Smartwatch gilt: Die Uhr kann ein Schlaflabor selbstverständlich nicht ersetzen. Trotzdem gibt uns das Tracking auf lange Sicht eine hilfreiche Orientierung für die Bewertung unserer Schlafqualität. Konkrete Tipps, wie wir unseren Schlaf basierend auf den gemessenen Daten verbessern können, gibt es aber leider nicht.

Zusatzfeatures

Die Vantage M3 bedient sich zweier wesentlicher Neuerungen gegenüber dem Vorgängermodell, der Vantage M2: Die erste Neuerung betrifft die Gesundheitsfunktionen der Uhr. Denn ähnlich wie die Vantage V3 unterstützt auch die M3 die neue Elixier-Plattform von Polar. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Algorithmen, die mithilfe verschiedener Sensoren unter anderem den Puls, die Blutsauerstoffsättigung und die Hauttemperatur messen oder auswerten. Eine EKG-Funktion gibt es ebenfalls. Dank der Sensoren können wir verschiedene Tests durchführen, um unseren Gesundheits- und Fitnesszustand zu überprüfen. Die Tests liefern dabei glaubwürdige und nachvollziehbare Werte, auch wenn sie keine medizinischen Geräte ersetzen können. Das EKG und die Messung weiterer Daten wie Herzfrequenz und Hauttemperatur gestatten aber Rückschlüsse zu langfristigen Gesundheitstrends.

Neben der Unterstützung der Elixier-Plattform bietet die Vantage M3 auch die Option, mithilfe von heruntergeladenem Kartenmaterial offline zu navigieren. Anders als die aktuellen Modelle von Garmin können wir die Polar Vantage M3 allerdings nicht mit dem WLAN verbinden, um die Offline-Karten herunterzuladen. Stattdessen müssen wir die Uhr an einen PC anschließen und über die Polar-Software die Karten auf die Uhr übertragen. Das ist zwar etwas umständlich, funktioniert in der Praxis aber immerhin recht intuitiv.

Die Navigationsfeatures der Vantage M3 fallen wie bei der Vantage V3 im Vergleich zu aktuellen Garmin-Uhren allerdings eher enttäuschend aus. Zwar können wir zuvor geplante Strecken zur Navigation nutzen oder per Breadcrumb-Navigation festgelegte Markierungen finden, aber eine Wegführung zu einem bestimmten Zielort gibt es nicht. Um Routen auf die Uhr zu importieren, können wir beispielsweise Komoot nutzen. Dazu verknüpfen wir unser Komoot-Konto mit der Polar-Flow-App und wählen in der App aus, welche Routen wir übertragen wollen. Leider können wir die Navigation einer Route nicht über das Navigationsfeature direkt starten, sondern müssen zunächst ein Trainingsprofil wählen und dann in den Einstellungen die Routenführung aktivieren. Das ist in der Praxis umständlicher als bei der Garmin-Konkurrenz, bei der die Navigation insgesamt einfacher funktioniert und ausgereifter wirkt.

Weil Polar mit der Vantage M3 vor allem Hobbyathleten im Blick hat, die die Uhr wegen ihrer Sportfeatures nutzen möchten, verfügt die Vantage M3 ansonsten über keine nennenswerten smarten Features. Zwar gibt es eine Benachrichtigungsfunktion für eingehende Mitteilungen sowie die Möglichkeit, auf dem Smartphone wiedergegebene Musik zu steuern, weitere Optionen sucht man aber vergebens. Es gibt weder einen integrierten Musikspeicher noch eine Telefonfunktion oder eine App für kontaktloses Bezahlen. In Anbetracht des Preises, den Polar für die Vantage M3 aufruft, kann man solche Features aber auch nicht unbedingt erwarten.

Akku

Polar gibt die Laufzeit des Akkus für die Vantage M3 mit rund 7 Tagen bei normaler Nutzung (ohne Always-on) an. Bei aktiviertem Multiband-GPS soll die Uhr etwa 30 Stunden durchhalten. Das entspricht den Werten des Vorgängermodells. In unserem Test schaffte die Vantage M3 ohne Always-on bei drei rund anderthalbstündigen Sporteinheiten pro Woche inklusive GPS-Tracking und aktivierten Benachrichtigungen gute sechs Tage. Das ist ein ordentlicher Wert, den wir für eine Uhr dieser Preisklasse als angemessen, aber nicht überragend bewerten.

Ein besonderer Pluspunkt der Vantage M3 ist aber, dass Polar den Akku der Uhr auf Wunsch austauscht. Dazu müssen wir das Gerät zwar zum Hersteller einschicken, aber Polar geht immerhin einen großen Schritt zugunsten von mehr Nachhaltigkeit.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung für die Polar Vantage M3 liegt bei 399 Euro. Damit kostet die Uhr immerhin 200 Euro weniger als die Vantage V3. Der Straßenpreis zum Testzeitpunkt entspricht der UVP des Herstellers.

Fazit

Polar schnürt mit der Vantage M3 ein Gesamtpaket, das man kaum ablehnen kann – wenn man denn ein paar Voraussetzungen erfüllt. Die Uhr lohnt sich primär für Nutzer, denen die hochpreisige Garmin-Konkurrenz zu teuer ist, die aber trotzdem auf eine große Auswahl nützlicher und brauchbarer Trainingsfeatures zurückgreifen möchten. Insbesondere Kraftsportler profitieren von dem guten Pulssensor und den Erholungsfeatures. Wer darüber hinaus gerne nach Anleitung trainiert, aber auf analoge Trainingspläne verzichten möchte, kommt mit der Vantage M3 ebenfalls auf seine Kosten.

Abstriche muss man hingegen bei der Navigation und den smarten Features der Vantage M3 machen. Im direkten Vergleich hat die Konkurrenz von Garmin dabei einfach die Nase deutlich vorn. Könnt ihr auf einen Musikspeicher sowie eine Bezahlfunktion verzichten und reichen euch die verfügbaren Navigationsfunktionen aus, bekommt ihr mit der Vantage M3 aber eine Uhr, deren Preis-Leistungs-Verhältnis nahezu unschlagbar ist.

Suunto Race

Sportuhr Suunto Race im Test

Die Suunto Race will Ausdauersportler perfekt auf Wettkämpfe vorbereiten. Wir klären im Test, ob die Rechnung des finnischen Unternehmens aufgeht.

VORTEILE

  • Sportprofile lassen sich umfangreich individualisieren
  • kostenlose Offline-Navigation
  • integrierter Trainer
  • umfangreicher App-Store
  • gute Akkulaufzeit

NACHTEILE

  • kein Musikspeicher
  • keine Bezahlfunktion
  • Download von Karten dauert lange
  • Probleme bei Schlaf-Tracking

Sportuhr Suunto Race im Test

Die Suunto Race will Ausdauersportler perfekt auf Wettkämpfe vorbereiten. Wir klären im Test, ob die Rechnung des finnischen Unternehmens aufgeht.

Mit der Suunto Race hat Hersteller Suunto eine neue smarte Sportuhr auf den Markt gebracht, die sich speziell an Ausdauersportler und Triathleten richtet. Das Modell steht damit unter anderem in Konkurrenz zur Polar Vantage V3 und Garmin Forerunner 965. Neben umfangreichen Wettkampffunktionen besitzt die Suunto Race eine integrierte Navigation sowie einen leistungsfähigen Akku. Wir haben uns die High-End-Uhr im Test genauer angeschaut und geprüft, für wen sich der Kauf lohnt.

Design & Bedienung

Wer schon einmal eine Suunto-Uhr in der Hand hatte, erlebt beim Design und der Bedienbarkeit der Suunto Race keine nennenswerten Überraschungen. Die Smartwatch kommt ziemlich groß und wuchtig daher, was unter anderem an dem recht dicken Gehäuse und der großen drehbaren Krone an der Lünette liegt. Neben der Krone gibt es zwei weitere Bedienknöpfe, wie man sie auch von anderen Suunto-Uhren kennt. Die Lünette besteht aus gebürstetem Edelstahl und das Gehäuse aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Ein Silikonarmband mit Plastikschließe liegt dem Lieferumfang bei.

Die Suunto Race wirkt robust verarbeitet, allerdings machen Gehäuse und Armband im Vergleich zur Polar Vantage V3 (Testbericht) und der Garmin Forerunner 965 (Testbericht) einen weniger wertigen Eindruck. Dabei muss man der Suunto Race aber auch zugestehen, dass sie im Vergleich zu den beiden Konkurrenzmodellen teilweise günstiger zu haben ist.

Die Bedienung der Suunto Race erfolgt über die drei Tasten an der rechten Gehäuseseite sowie den integrierten Touchscreen. Wer möchte, kann während des Trainings eine Tastensperre aktivieren, was bei längeren, intensiven Einheiten ein praktisches Feature ist. In unserem Test funktionierte die Steuerung der Uhr mithilfe der Tasten und des Touch-Displays durchweg problemlos. Unsere Eingaben wurden stets gut erkannt, allerdings kam es teilweise zu leichten Rucklern beim Scrollen durch die Menüs.

Die drehbare Krone erlaubt die Navigation in den verschiedenen Anzeigen der Uhr, was insbesondere dann von Vorteil ist, wenn man den Touchscreen nicht gut bedienen kann (etwa, weil man Handschuhe trägt oder nasse Hände hat). Das AMOLED-Display bietet eine hervorragende Helligkeit und lässt sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut ablesen.

App & Einrichtung

Bevor wir die Suunto Race nutzen können, müssen wir – wie bei den meisten smarten Sportuhren üblich – auf unserem Smartphone die zugehörige App installieren. Nachdem wir ein Konto bei der App eingerichtet und unsere Nutzerdaten angegeben haben, können wir die Uhr via Bluetooth an unser Smartphone koppeln. Der ganze Vorgang dauert nur wenige Minuten. Anschließend installiert die App das aktuelle Update für die Suunto Race, was im Gegensatz zur Kopplung und Ersteinrichtung einige Zeit in Anspruch nimmt.

Die App bietet eine Übersicht vergangener Aktivitäts- und Gesundheitsdaten. Die Startseite beinhaltet eine Zusammenfassung der vergangenen Trainingseinheiten sowie zu Aktivitäten anderer Suunto-Nutzer, denen wir folgen. Außerdem verfügt die App über einen Kalender und ein Navigationsmenü. Das Herzstück ist aber die sogenannte Training Zone, in der wir unterschiedliche Reiter mit Informationen zu Trainingseinheiten, Aktivität, Schlaf, Erholung und Trainingsfortschritt finden. Die Angaben in den einzelnen Untermenüs sind sehr detailliert aufgearbeitet, erfordern aber ein wenig Einarbeitung, bis man alle Details versteht.

Aktivität & Navigation

In Hinblick auf das Aktivitätstracking bietet die Suunto Race die absoluten Standard-Features wie eine Messung der zurückgelegten Schritte, der Herzfrequenz und Herzfrequenzvariabilität und des Kalorienverbrauchs. Der Schrittzähler funktionierte in unserem Test zuverlässig und ohne nennenswerte Abweichungen zu unserer manuellen Zählung. Nutzer können in der App bestimmte Aktivitätsziele für Schritte und Kalorien festlegen, um sich bei Erreichen dieser Ziele von der Suunto Race informieren zu lassen.

Ein zentrales Feature der Sportuhr ist neben den zahlreichen Trainings- und Wettkampffunktionen, auf die wir später noch genauer eingehen, die Navigation. Beschäftigt man sich ein wenig mit der Geschichte von Suunto, erfährt man, dass das finnische Unternehmen sich unter anderem als Kompass-Hersteller einen Namen machte. Dass die Suunto Race über ein eingebautes Navigationsfeature verfügt, überrascht also wenig. Aber wie gut ist die Wegfindung der Smartwatch?

Bevor wir diese Frage beantworten können, müssen wir zunächst die Kartenbibliothek aktualisieren. In der Suunto-App können wir einzelne Regionen auswählen oder direkt ein Kartenpaket für ganz Deutschland herunterladen. Andere Länder sind in einer alphabetisch geordneten Liste verfügbar. Haben wir eine Karte für den Download ausgewählt, verbinden wir die Uhr mit einem Drahtlosnetzwerk und schließen sie an das Ladekabel an. Der Download beginnt dann automatisch, dauert aber eine ganze Zeit, je nach Größe des Datenpakets bis zu 50 Minuten. Danach müssen wir noch den Kompass kalibrieren, was aber nur wenige Sekunden dauert.

Haben wir die Navigation schließlich eingerichtet, können wir über das Display der Uhr eine Karte aufrufen, die unseren Standort anzeigt. Das GPS ist dabei sehr genau und lieferte in unserem Test gute Ergebnisse. Neben einer Peilungsnavigation, die wir direkt über die Uhr starten können, haben wir die Möglichkeit, in der App konkrete Routen anzulegen oder Points of Interest zu markieren. Das Anlegen einer Route geht einfach von der Hand und funktioniert ähnlich wie bei Google Maps oder Komoot. Routen lassen sich auch nachträglich bearbeiten oder mit anderen Nutzern teilen. Haben wir der Route einen Namen gegeben und sie gespeichert, können wir sie über das Navigationsmenü auf der Uhr auswählen.

Anders als bei der Polar Vantage V3 (Testbericht) haben wir bei der Suunto Race die Möglichkeit, eine erstellte Route für eine Trainingseinheit zu nutzen oder ausschließlich für die Navigation zu verwenden. Außerdem können wir flexibel in der Karte zoomen und Richtungsanweisungen aktivieren. Das Navigationsfeature zeigt dabei ganz deutlich, dass Suunto sein Handwerk versteht: Die Wegfindung funktioniert nämlich hervorragend und lässt keine Wünsche offen.

Suunto Race – Bilderstrecke

Suunto Race – Vorderseite

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Suunto Race Training

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Suunto Race mit Ladepad

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Suunto Race

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Sportuhr Suunto Race

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Suunto Race

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Suunto Race

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Training

Die Aufzeichnung und Bewertung des sportlichen Trainings gehört zu den Herzstücken der Suunto Race und ist vorwiegend auf Ausdauersportler ausgerichtet. Trotzdem gibt es über 90 verschiedene Trainingsprofile, mit denen wir einzelne Einheiten aufzeichnen können. Die Uhr bestimmt unter anderem den Trainingsfortschritt anhand der gemessenen Herzfrequenzvariabilität. Zudem steht uns in der App ein personalisierter Coach zur Verfügung, der unseren Fitnesslevel bewertet und konkrete Tipps zur Steigerung der Fitness abgibt. Maßgeblich ist dabei der sogenannte Training Stress Score (TSS), den die App mithilfe unserer Lauf-Pace, Herzfrequenz, Leistung in Watt, Schwimm-Pace und einer metabolischen Basis (Dauer und Aktivitätstyp) berechnet.

Die entsprechenden Werte wie unseren Erholungsgrad, die Trainingsbelastung und unseren Fitnessfortschritt können wir uns auch direkt auf dem Display der Uhr anzeigen lassen. Das gibt einen schnellen Überblick und erleichtert die Trainingsplanung, weil wir nicht erst die App öffnen müssen. In unserem Test empfanden wir die Tipps des Coachs und die Angaben zum TSS als tatsächlich hilfreich. Man sollte sich in der Praxis zwar nicht ausschließlich auf diese Daten und Empfehlungen verlassen, sondern auch auf das eigene Körpergefühl hören, aber trotzdem liefert uns die Suunto Race mit dem integrierten Coach eine hilfreiche Handreichung.

Besonders praktisch fanden wir im Test schließlich den sogenannten Wettkampfsportmodus der Suunto Race. Wer möchte, kann nämlich in der Uhr eigene Sportmodi erstellen – ein Feature, das weder die Garmin Forerunner 965 noch die Polar Vantage V3 in demselben Umfang bieten – und diese Modi nach eigenen Wünschen anpassen.

Dabei haben wir die Möglichkeit, dem Modus einen Namen zu geben und aus einer Vielzahl unterschiedlicher Anzeigen zu wählen. Letztere lassen bis zu sieben Datenfelder auf einer Anzeige zu und erlauben alternativ die Darstellung von Rundentabellen, Intensitätszonen und Intervallen verschiedener Varianten. Die Datenfelder decken dabei gewissermaßen alle erdenklichen Angaben ab, wodurch bei Läufern, Radsportlern, Schwimmern und Ruderern keine Wünsche offen bleiben. Auch die Anzahl der Displays lässt sich anpassen, sodass wir auch eine Navigation sowie weitere Daten integrieren können.

Wem das nicht ausreicht, der kann über den Suunto Store zusätzliche Apps installieren, um die Trainings- und Wettkampffunktionalitäten der Suunto Race zu erweitern. Hier sind der Fantasie ebenfalls kaum Grenzen gesetzt: Von einer Ernährungsapp, mit der wir einen Versorgungsplan mit Gels, Flüssigkeit etc. erstellen können, über Score-Apps für diverse Sportarten und einem Schuhtester bis zu einer Backyard-Ultra-App ist alles dabei, was passionierte Ausdauersportler benötigen (könnten).

Die Messung der Herzfrequenz funktionierte mit dem optischen Sensor der Suunto Race übrigens durchweg zuverlässig. Bei herkömmlichem Ausdauertraining (Laufeinheiten) konnten wir keine nennenswerten Abweichungen gegenüber einem Brustgurt feststellen. Lediglich bei HIIT-Einheiten mit stark wechselndem Puls kam der Sensor manchmal nicht ganz hinterher, aber unter diesem Problem leiden bekanntermaßen fast alle smarten Sportuhren.

Schlaf

Bei der Schlafaufzeichnung macht sich die Suunto Race die üblichen Daten wie Puls, Blutsauerstoffsättigung und Schlafphasen zunutze, um die Schlafqualität zu bewerten. Nutzer können eigene Ziele für die Schlafdauer festlegen, die von der App dann berücksichtigt werden. Die gemessenen Werte bereitet die App dann in einem übersichtlichen Diagramm auf und gibt an, ob unser Schlaf erholsam genug war, damit wir mit dem Training fortfahren können.

Grundsätzlich macht die Suunto Race beim Schlaf-Tracking einen guten Job: Die in der App gespeicherten Daten stimmten mit unserem subjektiven Empfinden überein und auch vereinzelte Wachphasen zeichnete die Uhr zuverlässig auf. Allerdings fiel das Schlaf-Tracking aus uns unbekannten Gründen zwei Nächte infolge aus, sodass trotz explizit aktivierter Aufzeichnung keine Daten gespeichert wurden. Auch kann es vorkommen, dass die Uhr wegen des wuchtigen Gehäuses beim Schlafen stört, aber das kommt auf die persönlichen Schlafgewohnheiten an.

Zusätzliche Features

Wer bei der Suunto Race zusätzliche Features wie einen Musikspeicher, ein EKG oder eine Bezahlfunktion erwartet, wird enttäuscht. Zwar bietet die Sportuhr die Möglichkeit, eigene Musik über das Display zu steuern, allerdings muss das Smartphone dafür in Reichweite sein. Auch sonst gibt es keine nennenswerten Sonderfunktionen, wie sie die Forerunner 965 oder die Vantage V3 zu bieten haben.

Akku

Der Akku ist definitiv eine der großen Stärken von Suuntos Race-Sportuhr: Wenn wir die Smartwatch nur als Zeitmesser nutzen, hält sie laut Herstellerangaben 26 Tage durch. Bei Aufzeichnung der täglichen Herzfrequenzen ohne Training und GPS schafft die Suunto Race immerhin noch 12 Tage. Mit aktiviertem GPS ist je nach Modus frühestens nach 40 (maximale Genauigkeit, alle Messungen aktiv) und spätestens nach 120 Stunden (geringe Genauigkeit, keine HR) der Saft leer. Diese Werte konnten wir im Test nachvollziehen, weshalb die Suunto Race bei der Akkulaufzeit gegenüber der Polar Vantage V3 und der Garmin Forerunner 965 definitiv die Nase vorn hat.

Preis

Aktuell geht die Suunto Race zum Preis ab 340 Euro bei Bergzeit über den Ladentisch.

Fazit

Im direkten Vergleich mit der Garmin Forerunner 965 und der Polar Vantage V3 hat die Suunto Race einige starke Argumente auf ihrer Seite: Neben dem deutlich günstigeren Preis punktet die Uhr mit kostenlosen Offline-Karten und einer guten Navigation. Die Möglichkeit, den Funktionsumfang mithilfe zahlreicher und noch dazu kostenloser Apps zu erweitern, überzeugt ebenfalls.

Ein echter Vorteil der Suunto Race ist unserer Meinung nach aber die umfangreiche Personalisierung der Sportmodi. Die Möglichkeit, eigene Profile zu erstellen, zu benennen und bis ins kleinste Detail anzupassen, bietet keine andere Uhr auf dem Markt. Wer also besonders viel Wert auf Individualisierbarkeit legt und über kleine Schwächen wie einen fehlenden Musikspeicher oder die für uns unerklärlichen Aussetzer beim Schlaf-Tracking hinwegsehen kann, ist hier richtig.

Xiaomi Watch S4

 Günstige Sport-Smartwatch ist ein Geheimtipp

Die Xiaomi Watch S4 kostet nur einen Bruchteil einer Apple Watch – und überrascht dennoch mit Funktionen, die sonst vor allem in teuren Sportuhren stecken.

VORTEILE

  • viele Sportfunktionen
  • GPS
  • guter Pulssensor
  • integrierter Musikspeicher

NACHTEILE

  • keine zusätzlichen Apps installierbar
  • Bezahlfunktion stark eingeschränkt
  • kein EKG

Xiaomi Watch S4 im Test: Günstige Sport-Smartwatch ist ein Geheimtipp

Die Xiaomi Watch S4 kostet nur einen Bruchteil einer Apple Watch – und überrascht dennoch mit Funktionen, die sonst vor allem in teuren Sportuhren stecken.

Smartwatches decken ein breites Spektrum an Ausstattungen und Preisen ab. Die Xiaomi Watch S4 positioniert sich im unteren Preissegment, bietet aber dennoch eine große Auswahl an Gesundheits- und Trainingsfunktionen sowie einen integrierten Musikspeicher. Damit kommt sie in einigen Punkten an deutlich teurere Modelle von Apple oder Samsung heran. Im Test zeigte sich jedoch auch Verbesserungspotenzial in einzelnen Bereichen.

Design & Bedienung

Die Watch S4 orientiert sich im Erscheinungsbild an klassischem Uhrendesign. Die Lünette erinnert an analoge Modelle, das runde Gehäuse besteht aus poliertem Metall. Das Armband aus Fluorkautschuk wird mit einer Metallschließe geschlossen und lässt sich ebenso wie die Lünette austauschen. Damit bleibt die Uhr optisch anpassbar. Die Verarbeitung macht einen hochwertigen Eindruck.

An der rechten Gehäuseseite sitzen eine drehbare Krone und eine Funktionstaste, beide mit definiertem Druckpunkt. Mit einer Wasserdichtigkeit bis 5 bar eignet sich die Watch S4 zum Schwimmen, nicht jedoch für heißes Duschen, Saunagänge, Tauchgänge oder starke Strömung.

Das 1,43 Zoll große AMOLED‑Display bietet 466 × 466 Pixel und damit die Auflösung vergleichbarer Modelle. Die maximale Helligkeit gibt Xiaomi mit 1500 cd/m² an. Im Test blieb der Inhalt auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar.

Bedient wird die Uhr über Touch‑Display und Seitentasten. Die Uhr setzt Eingaben flüssig um, ohne Ruckler, auch bei leicht feuchten oder verschmutzten Fingern. Die Bildwiederholrate von 60 Hz sorgt für eine flüssige Darstellung.

Einrichtung & App

Die Einrichtung der Xiaomi Watch S4 entspricht dem Ablauf anderer Uhren und Fitnesstracker des Herstellers. Über die Mi‑Fitness‑App auf dem Smartphone wird die Uhr per dauerhaft aktivem Bluetooth gekoppelt. Ein Benutzerkonto ist nicht erforderlich, ermöglicht aber die Übernahme von Gesundheits-, Aktivitäts- und Trainingsdaten früherer Xiaomi‑Geräte.

Die Mi‑Fitness‑App zeigt auf dem Startbildschirm eine Kachel‑Übersicht zentraler Messwerte wie Schlaf, Aktivität, Schritte und Herzfrequenz. Durch Antippen einer Kachel öffnet sich die jeweilige Detailansicht. Die App entspricht der Version, die auch beim Smart Band 10 verwendet wird.

Xiaomi Watch S4 - Bilderstrecke

Xiaomi Watch S4

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Xiaomi Watch S4

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Xiaomi Watch S4

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Aktivität & Training

Die Xiaomi Watch S4 ist zwar keine explizit als Sportuhr positionierte Smartwatch, bietet aber eine große Bandbreite an Trainingsfunktionen. Mehr als 150 vorinstallierte Trainingsprofile für unterschiedliche Sportarten stehen zur Wahl. Ein integrierter GPS‑Empfänger mit Zweifrequenz‑GNSS unterstützt die präzise Positionsbestimmung.

Damit eignet sich die Uhr besonders für Ausdauersportarten wie Laufen. Im Laufmenü stehen Trainingsvorschläge für verschiedene Ziele zur Verfügung. Während der Aktivität erfasst die Watch S4 nicht nur Herzfrequenz, Tempo und Durchschnittsgeschwindigkeit, sondern auch Laufökonomie‑Parameter wie vertikales Verhältnis, vertikale Amplitude und Bodenkontaktzeit. Im Test wirkten die ermittelten Werte plausibel, und auch die Genauigkeit des GPS‑Trackings überzeugte.

Überdies besitzt die Watch S4 eine Sturzerkennung für den Skisport. Erkennt die Uhr einen Sturz und erfolgt innerhalb von 60 Sekunden keine Reaktion, wird automatisch ein hinterlegter Notfallkontakt benachrichtigt. Dazu muss sich das gekoppelte Smartphone mit installierter Mi‑Fitness‑App in Reichweite befinden.

Schlaf‑Tracking

Die Watch S4 bietet beim Schlaf‑Tracking die übliche Grundausstattung, ergänzt um einige Zusatzfunktionen. Sie erfasst automatisch Herzfrequenz, Atmung und Blutsauerstoffsättigung während des Schlafs und ordnet die Werte den jeweiligen Schlafphasen zu. Im Test funktionierte das zuverlässig und lieferte plausibel wirkende Daten.

Wie bei anderen Xiaomi‑Modellen bleibt das Grundprinzip unverändert: Puls, Sauerstoffsättigung, Atmung und Schlafphasen werden detailliert protokolliert. Neu sind kleinere Detailverbesserungen bei der Auswertung.

Ebenfalls enthalten ist die aus der App bekannte „Schlaftier“-Funktion. Auf Basis mehrerer Nächte ordnet sie dem Schlafverhalten ein Tier zu und gibt darauf abgestimmte Empfehlungen zu Schlafdauer, Einschlaf- und Aufstehzeitpunkt sowie zur Schlafhygiene. Eine Besonderheit der Watch S4 ist die ganztägige erweiterte Schlaf‑Überwachung, die optional auch tagsüber auftretende Schlafphasen erfasst.

Weitere Features

Obwohl es sich bei der Xiaomi Watch S4 um eine Smartwatch handelt, fällt die Auswahl an Funktionen jenseits von Sport- und Gesundheitsmessungen eher überschaubar aus. Ein EKG kann man nicht aufzeichnen. Dafür verfügt die Uhr über einen internen Speicher von 32 GB, der sich zum Ablegen und Abspielen von Musik nutzen lässt – auch ohne angeschlossenes Smartphone.

Das geschlossene Betriebssystem verhindert die Installation zusätzlicher Apps. Musik kann ausschließlich über den integrierten Player wiedergegeben werden, Streaming-Dienste wie Spotify werden nicht unterstützt. Eine Navigationsfunktion fehlt ebenfalls.

Einen eSIM-Slot gibt es nicht, zwei eingebaute Mikrofone erlauben jedoch das Annehmen und Führen von Telefonaten, solange das gekoppelte Smartphone in Reichweite ist. NFC ist vorhanden, beschränkt sich jedoch auf Xiaomi Pay. Die Auswahl unterstützter Banken ist gering.

Akku

Bei Xiaomi-Geräten wie dem Smart Band 10 zählt die lange Akkulaufzeit zu den Stärken – die Watch S4 bildet hier keine Ausnahme. Sie ist mit einem Akku mit 486 mAh Kapazität ausgestattet. Der Hersteller gibt eine Laufzeit von bis zu 15 Tagen bei „normaler Nutzung“ an.

Im Test erreichte die Uhr diesen Wert nicht: Bei drei Sporteinheiten von jeweils rund 90 Minuten – zwei davon mit aktiviertem GPS – und voller Displayhelligkeit hielt der Akku knapp fünf Tage. Für eine vollständige Ladung am mitgelieferten Kabel benötigt die Watch S4 etwa 50 Minuten.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung für die Watch S4 liegt bei 150 Euro, im Handel ist sie bereits für rund 126 Euro erhältlich. Erhältlich ist die Uhr in den Farben Schwarz, Silber und „Rainbow“ (schwarz schimmernd mit farbigen Akzenten). Im offiziellen Shop werden zudem Wechsel‑Lünetten für 16 Euro sowie Sets aus Lünette und Armband in verschiedenen Farben für 30 Euro angeboten.

Fazit

Die Xiaomi Watch S4 erweist sich im Test als solide Sportuhr mit überzeugenden Trainings- und Gesundheitsfunktionen. Allerdings bremst das geschlossene Betriebssystem die Vielseitigkeit aus: Eine Navigationsfunktion fehlt komplett, und der Bezahldienst Xiaomi Pay ist aufgrund der geringen Anzahl unterstützter Banken oft nicht nutzbar.

Dafür punktet die Uhr mit Features, die in dieser Preisklasse selten sind: integriertes GPS, detaillierte Trainingsanalysen und interner Musikspeicher. Dieser Funktionsumfang ist bei Konkurrenten wie Garmin oder Polar oft erst in deutlich teureren Modellen zu finden. Wer hauptsächlich Trainingsdaten erfassen und auswerten möchte und dabei auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis Wert legt, findet in der Watch S4 eine interessante Option.

Polar Street X

 stylish, günstig, gut

Freches Design, klarer Fitness-Fokus und ein fairer Preis: Mit der Street X will Polar die Gen Z erobern. Ob das gelingt, klärt unser Test.

VORTEILE

  • gutes GPS-Tracking
  • hervorragendes Display
  • robuste Verarbeitung
  • durchdachte Taschenlampe
  • fairer Preis

NACHTEILE

  • Navigation nur ohne Karte
  • Akkulaufzeit könnte besser sein
  • kaum smarte Funktionen
  • keine Telefonie mangels Mikrofon

Sportuhr Polar Street X für 250 Euro überzeugt im Test: stylish, günstig, gut

Freches Design, klarer Fitness-Fokus und ein fairer Preis: Mit der Street X will Polar die Gen Z erobern. Ob das gelingt, klärt unser Test.

Während Garmin mit Uhren wie der Fenix 8 versucht, das iPhone unter den smarten Sportuhren zu etablieren, geht Polar bewusst andere Wege. Mit Fokus auf wesentliche Features und Gesundheitsfunktionen, einer hippen Optik und einem vergleichsweise niedrigen Preis hat der finnische Hersteller die neue Street X als attraktives Wearable für eine junge, urbane Kundschaft auf den Markt gebracht.

Die Uhr, die vom Design in gewisser Hinsicht an eine G-Shock erinnert, wird als City-Sportuhr vermarktet und verfügt über ein robustes AMOLED-Display mit 1,28 Zoll, ein integriertes GPS-Modul sowie ein stoßfestes Gehäuse. Dazu verspricht der finnische Hersteller eine Akkulaufzeit von bis zu zehn Tagen.

Ob die Polar Street X mit ihrer unverbindlichen Preisempfehlung von 250 Euro der neue Preis-Leistungs-Tipp unter den Sportuhren werden kann, klärt dieser Testbericht.

Design & Tragekomfort

Polar setzt sich beim Design der Street X bewusst von der eher dezenten, fast biederen Optik anderer Uhren wie der Vantage V3 ab. Stattdessen erinnert die Uhr an die Ende der 90er- und Anfang der 2000er-Jahre extrem beliebten G-Shock-Modelle, von denen derzeit die Baby-G ein kleines Comeback feiert. Trotz des kantigen Designs wirkt die Street X aber keinesfalls klobig oder grob. Da das Display nicht übermäßig groß ausfällt, macht sich die Uhr auch an schmaleren Handgelenken gut als Accessoire.

Erhältlich ist die Street X in drei Farben: Schwarz, Weiß und Oliv. Alle Modelle kommen mit einem Silikonarmband, ein längeres Wechselarmband liegt bei. Das Armband macht einen robusten Eindruck, allerdings hat die aufgeraute Oberfläche bei der weißen Variante einen Nachteil: Schmutz bleibt in der feinen Maserung leicht hängen, sodass man das Armband häufiger reinigen muss, wenn man die Uhr wechselnden Umgebungsbedingungen aussetzt.

Erfreulich ist das geringe Gewicht der Street X, die inklusive Armband nur 48 g auf die Waage bringt. Das Gehäuse besteht aus robustem Kunststoff, das Display aus kratzfestem Gorilla Glass. In unserem Test überstand die Street X dementsprechend problemlos Stürze aus anderthalb Metern Höhe auf Asphalt sowie Schläge mit einer Kugelhantel am Handgelenk.

Bilderstrecke Polar Street X

Polar Street X

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Polar Street X

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Polar Street X

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Polar Street X

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Display

Als Anzeige hat Polar der Street X ein 1,28 Zoll großes AMOLED-Display verpasst, das wir auf Wunsch in einen Always-on-Modus versetzen können. Letzterer wirkt sich allerdings auf die Akkulaufzeit aus. Die Display-Helligkeit lässt sich in drei Stufen (hoch, mittel, gering) regulieren. Eine automatische Anpassung an das Umgebungslicht gibt es nicht. An der Lesbarkeit der Anzeige hatten wir aber durchweg nichts zu meckern, weil das Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung immer gut zu entziffern blieb.

Die Display-Auflösung entspricht mit 416 × 416 Pixeln dem Standard, wobei die Street X mit einer scharfen Anzeige und angenehmer Farbgebung punkten kann. Wer möchte, hat die Möglichkeit, die Zifferblätter und die Widgets in den Einstellungen der Uhr anzupassen.

Einrichtung & Bedienung

Die Polar Street X funktioniert wie von anderen Polar-Uhren gewohnt in Kombination mit der Polar-Flow-App. Der Kopplungsprozess dauert nur wenige Minuten, wobei wir währenddessen auch direkt ein paar Daten zu Körpergröße, Gewicht, Geschlecht, Alter und bevorzugtem Handgelenk angeben, an dem wir die Uhr tragen. Ein Nutzerkonto ist übrigens verpflichtend.

Nach der Kopplung der Street X an die App können wir direkt das aktuelle Firmware-Update herunterladen und installieren. Der Prozess an sich dauert ein paar Minuten. Die App an sich mag auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig aufgebaut sein, wenn man das Kachelprinzip anderer Anbieter gewohnt ist, allerdings findet man sich nach kurzer Zeit auch hier schnell zurecht.

Die Startseite besteht aus einer Art von Tagebuch, das untereinander aktuelle Daten und Aktivitäten auflistet. Über das Kontextmenü können wir dann separate Detailansichten für Aktivität, Schlaf, Training und mehr aufrufen. Zudem können wir die App in den Einstellungen mit anderen Diensten wie Strava, Komoot, TrainingPeaks und MyFitnessPal verbinden.

Neben der Bedienung der App ist auch die Steuerung der Street X für Nutzer, die von einem anderen Hersteller zu Polar wechseln, anfangs etwas ungewohnt. Denn die Sportuhr besitzt insgesamt fünf Buttons am Gehäuse, mit denen wir durch die Menüs navigieren. Ein Button steuert ausschließlich die integrierte LED-Taschenlampe, während zwei weitere Tasten dazu dienen, durch die Menüs der Uhr zu scrollen. Dazu gibt es noch den Auswahl-Button und eine Zurücktaste. Auch hier gilt: Nach kurzer Zeit hat man sich an die Anordnung der Bedienknöpfe gewöhnt.

Zusätzlich können wir die Street X auch mit Touch-Gesten steuern, was im Test zuverlässig funktioniert. Ruckler oder Input-Lags gibt es keine, das Display kommt auch mit feuchten und verschwitzten Fingern gut zurecht.

Polar Street X - App

Polar Street X – App

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Polar Street X – App

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Polar Street X – App

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Polar Street X – App

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Polar Street X – App

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Polar Street X – App

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Polar Street X – App

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Polar Street X – App

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Polar Street X – App

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Training & Fitness

Obwohl die Street X sich an eine Zielgruppe richtet, die primär die eigene Gesundheit im Blick hat und weniger zur Riege der Profiathleten zählt, hat sich Polar nicht bei der Auswahl der Trainingsprofile zurückgehalten. Insgesamt unterstützt die Street X mehr als 170 verschiedene Sportarten. Davon wählen wir 20 Stück in der App aus, die wir dann über das Trainingsmenü der Uhr zum Aufzeichnen unserer Sporteinheiten nutzen können. Die Auswahl an Profilen reicht dabei von klassischen Ausdauer- über Trend-, Winter- und Wassersportarten sowie verschiedene Fitnessmodule.

In der Polar-Flow-App lassen sich die Trainingsansichten für jedes Profil individuell anpassen. Je nach Sportart können wir bis zu acht Ansichten konfigurieren und während des Trainings durchwechseln. Auch die angezeigten Daten lassen sich pro Ansicht genau festlegen. Die Auswahl variiert je nach Sportart – Ausdauerdisziplinen wie Laufen und Radfahren sind dabei am großzügigsten ausgestattet. Was uns im Test fehlt: beim Krafttraining die Option, Sätze und Wiederholungen manuell oder automatisch zu zählen, und beim Schwimmen das Erfassen der absolvierten Bahnen.

Zu den Highlights der Trainingsfunktionen, die die Street X zu bieten hat, gehören einige Polar-eigene Features. Basierend auf unseren Trainingsdaten misst die Uhr den sogenannten Training Load und wägt dabei die körperliche Beanspruchung gegen unsere Belastungstoleranz ab. Der Algorithmus berechnet dann, ob unser Training produktiv oder überlastend ist.

Besonders für Kraftsportler interessant ist die Erholungsoptimierung: Dieses Tool analysiert die Herzfrequenz während des Trainings, um die bestmögliche Ruhezeit zwischen Trainingssätzen zu berechnen. Das funktioniert im Test hervorragend und bekommt von uns eine uneingeschränkte Nutzungsempfehlung. Ebenso gibt die Funktion Running Power an, welche Leistung wir beim Laufen einsetzen und wie wir basierend darauf die Intensität unserer Bewegung anpassen sollten. Auch das klappt einwandfrei und kann das regelmäßige Lauftraining sinnvoll unterstützen.

Schließlich bietet die Street X noch drei weitere, bereits von anderen Polar-Uhren bekannte Trainingsfeatures: Nach einer Einheit können wir uns anzeigen lassen, welche Energiequellen unser Körper während des Trainings bevorzugt genutzt hat (Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate). FitSpark macht uns konkrete Vorschläge für Trainingseinheiten, basierend auf unserem Erholungsstatus und unserem aktuellen Fitnesslevel. FuelWise erinnert uns während des Trainings an die optimale Zufuhr von Nährstoffen, Energie und Flüssigkeit.

Zusätzlich gibt es in der Polar-Flow-App das kostenpflichtige Polar-Fitnessprogramm. Letzteres bietet an die Leistung der Nutzer angepasste Trainingspläne für verschiedene Sportarten, wobei alle vier Wochen ein neuer Plan generiert wird. Nach einer kostenlosen Testphase von 30 Tagen kostet das Programm 10 Euro pro Monat.

Die Polar Street X verfügt über ein integriertes GPS-Modul inklusive Routenführung und Back-to-Start-Funktion. Dabei unterstützt die Uhr die Navigationssysteme GLONASS, Galileo und QZSS. Ein Höhenbarometer und ein Kompass sind ebenfalls integriert. Das GPS-Tracking macht in unserem Test einen sehr ordentlichen Job. Bei einer rund 5 km langen Laufeinheit weicht die gemessene Strecke nur minimal von den tatsächlichen Laufwegen ab, und zwar dort, wo besonders dichter Bewuchs im Wald für einen nicht optimalen Satellitenempfang sorgt. Die Abweichungen sind aber so gering, dass sie sich in der Praxis de facto nicht auswirken.

Wer möchte, kann die Street X über die Polar-Flow-App mit Komoot verbinden, wodurch in Komoot erstellte Routen für die Routenführung auf der Sportuhr verfügbar werden. Wir können uns dann von der Uhr über die Route führen lassen. Auf eine Kartenanzeige müssen wir dabei verzichten, aber das ist von einer Sportuhr dieser Preisklasse auch nicht zu erwarten. Die Navigation funktioniert im Test aber reibungslos und gibt zuverlässig Abzweigungen, verbleibende Strecke und das Höhenprofil an.

Ein zentraler Bestandteil der Sport- und Trainingsfunktionen ist der optische Pulssensor der Street X, der auf Polars bewährte PrecisionPrime-Technologie setzt. Diese verspricht auf dem Papier eine sehr genaue Messung unserer Herzfrequenz, was sich im Test dann auch größtenteils bestätigt. Die Uhr liefert bei gleichmäßigem Training wie einer Laufeinheit im GA1-Bereich genaue Werte, die nur geringfügig von den Ergebnissen eines Pulsgurtes abweichen. Das ist aber erwartbar, weil eine optische Messung am Handgelenk nie mit der Genauigkeit eines Brustgurtes mithalten kann.

Am ehesten machen sich Unterschiede noch bei HIIT-Einheiten oder kurzen Sprints bemerkbar: Hier läuft die Messung etwas verzögert ab, sodass die Uhr bei sehr kurzen Anstiegen der Herzfrequenz lediglich einen Mittelwert registriert. Auf das gesamte Training und die Errechnung der durchschnittlichen Herzfrequenz wirkt sich das allerdings praktisch nicht aus. Wer ohne eine hundertprozentige Messgenauigkeit nicht leben kann, kommt um die Anschaffung eines Brustgurtes aber nicht herum. Ein solcher lässt sich übrigens problemlos an die Street X koppeln.

Schlaf & Gesundheit

Ein Blick auf die Features zum Schlaf- und Gesundheits-Tracking der Street X zeigt: Polar hält sich hier an das Konzept, das sich bereits bei anderen Uhren des Herstellers bewährt hat. Die Street X misst unsere Herzfrequenz, Hauttemperatur sowie unsere Schlafphasen. Einen Sensor für die Blutsauerstoffsättigung gibt es nicht. Basierend auf den gemessenen Daten erstellt die Polar-Flow-App einen Schlafindex, der auf einer Skala von 1 bis 100 unsere Schlafqualität basierend auf Menge, Stabilität und Regeneration bewertet.

Außerdem finden wir in der App konkrete Angaben zur Schlafkontinuität und zu Schlafunterbrechungen. Vergleiche mit vergangenen Aufzeichnungen helfen uns dabei, langfristige Trends zu erkennen. Insgesamt funktioniert das Tracking im Test gut und liefert subjektiv glaubwürdige Werte. Teilweise gab es aber Blöcke im Schlaf-Tracking, die als unerkannt markiert wurden. Hier konnte die Uhr keine Messung durchführen, was in der App damit begründet wird, dass wir möglicherweise auf unserem Arm gelegen haben.

Zusätzlich zeigt der sogenannte Wert für Boost durch Schlaf auf einer Skala von 1 bis 10 an, wie sich der Schlaf auf Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit am folgenden Tag auswirkt. Neben Schlafmenge und Schlafqualität berücksichtigt die App auch den Schlafrhythmus, um eine möglichst genaue Prognose zu erstellen. Im Test liefert das Feature glaubwürdige Werte, die mit dem subjektiven Empfinden übereinstimmen.

Weitere nennenswerte Gesundheitsfeatures, abgesehen vom Polar-eigenen Atemübungsprogramm Serene, das der Stressreduzierung dient, hat die Street X allerdings nicht zu bieten. Eine EKG-Funktion fehlt ebenso wie die Möglichkeit, den weiblichen Zyklus aufzuzeichnen. Vermisst haben wir zudem eine Anzeige der Herzfrequenzvariabilität.

Weitere Funktionen

Mit der Street X richtet sich Polar an ein Publikum, das eine günstige, aber stylishe Sportuhr ohne unnötigen Schnickschnack zum Tracking der eigenen Trainingseinheiten sucht. Deshalb beschränkt sich der Hersteller bei der Auswahl zusätzlicher Features auf ein paar wenige Funktionen. Die Street X bietet keinen eigenen Musikspeicher, unterstützt aber die Steuerung von Musik auf dem Smartphone. Eingehende Benachrichtigungen lassen sich auf der Uhr anzeigen und Anrufe entgegennehmen, wobei die Uhr auf ein integriertes Mikrofon ebenso verzichtet wie auf eine Schnellantwort-Funktion.

Ein Highlight der Street X ist die am oberen Gehäuserand integrierte LED-Taschenlampe. Sie lässt sich über eine separate Taste direkt aktivieren und in vier Helligkeitsstufen anpassen. Neben weißem Licht bietet die Taschenlampe auch eine Rotlichtfunktion.

Intensität und Lichtfarbe lassen sich über das Taschenlampen-Menü steuern, das Ein- und Ausschalten funktioniert aber auch außerhalb des Menüs über die separate Taste. Damit lässt sich die Lampe flexibel beim Training oder bei anderen Aktivitäten nutzen, ohne dass das Menü dauerhaft geöffnet bleiben muss. Praktisch: Einmal vorgenommene Helligkeitseinstellungen bleiben erhalten, eine erneute Konfiguration entfällt bei jedem Einschalten. Insgesamt wirkt die Taschenlampe wie ein durchdachtes Feature und erweist sich im Test als nützliches Extra.

Akku

Polar verbaut in der Street X einen Akku mit 385 mAh – ordentlich, aber nicht überragend. Gemessen an Größe und Gewicht der Uhr wirkt das wie ein sinnvoller Kompromiss. Im reinen Smartwatch-Modus soll die Sportuhr laut Hersteller bis zu zehn Tage durchhalten. Aktiviert man sämtliche Tracking-Funktionen und das GPS dauerhaft, sind es nach Polars Angaben noch 43 Stunden bis zum nächsten Ladevorgang.

In unserem Test absolvierten wir drei anderthalbstündige Sporteinheiten, davon zwei mit aktiviertem GPS-Tracking. Dazu liefen die dauerhafte Herzfrequenzmessung und Benachrichtigungen mit. Unter diesen Bedingungen verlangte die Street X nach sechseinhalb Tagen wieder nach dem Ladekabel, das übrigens im Lieferumfang enthalten ist. Für eine Uhr dieser Preisklasse geht der Wert absolut in Ordnung, auch wenn die Konkurrenz teilweise leicht die Nase vorn hat.

Preis

Die Polar Street X kostet laut unverbindlicher Preisempfehlung in allen drei Farbvarianten 250 Euro und gehört damit zu den günstigsten Uhren im Polar-Portfolio. Der Straßenpreis entspricht zum Testzeitpunkt annähernd der UVP.

Fazit

Polar hat mit der Street X eine klare Zielgruppe im Blick, und das macht sich sowohl beim Design als auch bei den Features der sogenannten City-Sportuhr deutlich bemerkbar. Man hat den Eindruck, dass der finnische Hersteller möglichst viel Gegenwert für einen möglichst geringen Preis bieten möchte – und dieser Plan geht größtenteils auf.

Das Design der Uhr und deren Verarbeitung können in unserem Test ebenso punkten wie die durchdachte Auswahl an Trainingsfunktionen. Viele Trainingsprofile und viele Einstellungsmöglichkeiten sorgen dafür, dass wir die Uhr detailliert an unsere Bedürfnisse anpassen können. Wer Sport treibt, um fit zu bleiben, bekommt mit der Street X ein gutes Tool an die Hand. Sportler mit gehobenem Anspruch sollten sich anderswo umsehen, gehören aber auch nicht zur Zielgruppe der Street X.

Das GPS-Tracking ist uns im Test positiv aufgefallen. Die Sensoren arbeiten überraschend genau und liefern hervorragende Ergebnisse. Das Navigationsfeature verzichtet zwar auf eine echte Kartenanzeige, das lässt sich in Anbetracht des günstigen Preises, den Polar für die Street X aufruft, aber verschmerzen.

Wo hingegen noch Luft nach oben bleibt, sind die bestenfalls im Mittelfeld anzusiedelnde Akkulaufzeit und die sparsame Auswahl an smarten Features. Beides ist unserer Meinung nach aber wegen des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses der Street X verschmerzbar.

Xiaomi Watch S5

 Genauer Puls, präzises GPS, 2-Wochen-Akku für 150 Euro

Xiaomi bringt mit der Watch S5 eine smarte Sportuhr mit langer Akkulaufzeit und Routennavigation. Ist sie eine echte Alternative zu Garmin und Polar?

VORTEILE

  • gutes GPS-Tracking
  • nützliche Zusatzfunktionen fürs Training
  • sehr lange Akkulaufzeit
  • sehr günstig

NACHTEILE

  • kein EKG
  • kein Musikspeicher
  • wenige Apps und Zusatzfunktionen

Xiaomi Watch S5 im Test: Genauer Puls, präzises GPS, 2-Wochen-Akku für 150 Euro

Xiaomi bringt mit der Watch S5 eine smarte Sportuhr mit langer Akkulaufzeit und Routennavigation. Ist sie eine echte Alternative zu Garmin und Polar?

Xiaomi hat mit der Watch 5 (Testbericht) eine Smartwatch mit Wear OS auf den Markt gebracht, die vor allem mit langer Akkulaufzeit punkten soll. Genau diesen Vorteil baut die Watch S5 weiter aus – das Schwestermodell bietet zudem einen günstigeren Preis und eine integrierte Routennavigation.

Mit 1,48 Zoll fällt das Display der Watch S5 etwas kleiner aus als bei der Watch 5, was aber Vorteile bietet, da die Uhr nicht ganz so klobig ist. Wir klären im Test, ob die Watch S5 als smarte Sportuhr für Hobbyathleten eine preisgünstige Alternative ist.

Design & Tragekomfort

Xiaomi setzt bei der Watch S5 wie bei der Watch 5 auf ein klassisches, rundes Design. Das Edelstahlgehäuse verfügt über eine drehbare Krone und eine dezent platzierte Seitentaste. Das Armband besteht erneut aus Fluorkautschuk – pflegeleicht, aber anfällig für Staub und Flusen. Die Watch S5 ist in den Farben Schwarz, Silber, Ceramic Blue und Jungle Green erhältlich. Ceramic Blue kommt mit Lederarmband, Jungle Green mit einem Kautschuk-Leinen-Armband.

Mit 46 mm × 46 mm × 10,99 mm und 46 g (ohne Armband) fällt die Watch S5 kompakter aus als die Watch 5 – ein klarer Vorteil. Sie bleibt am Handgelenk spürbar, wirkt aber weniger wuchtig und macht auch an schmaleren Handgelenken eine gute Figur. Selbst beim Schlafen stört sie trotz ihrer Größe kaum.

Die Wasserdichtigkeit ist laut Hersteller auf 50 Meter ausgelegt, womit die Watch S5 problemlos fürs Schwimmen geeignet ist. Für Tauchgänge, Wasserski oder Surfen ist sie wegen des erhöhten Wasserdrucks jedoch nicht vorgesehen.

Display

Das Display der Watch S5 misst 1,48 Zoll und fällt damit etwas kleiner aus als bei der Watch 5 – in etwa auf dem Niveau der Honor Watch 6. Das AMOLED-Panel löst mit 480 × 480 Pixeln auf und ist durch kratzfestes, gehärtetes Glas geschützt.

Mit einer maximalen Helligkeit von 2500 Nits überzeugt das Display auch in der Praxis: Farben und Kontraste wirken satt und stimmig, und selbst bei direkter Sonneneinstrahlung lassen sich alle Inhalte gut ablesen. Damit räumt die Watch S5 einen der Kritikpunkte der Watch 5 direkt aus dem Weg.

Xioami Watch S5: Bilder

Xioami Watch S5

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Xioami Watch S5

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Xioami Watch S5

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Xioami Watch S5

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Xioami Watch S5

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Xioami Watch S5

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Einrichtung & Bedienung

Anders als die Watch 5 läuft die Watch S5 nicht mit Wear OS, sondern mit Xiaomis Hyper OS 3. Das schränkt die Auswahl an smarten Funktionen etwas ein und bindet die Uhr stärker an Xiaomis Ökosystem – mit Vor- und Nachteilen: Einerseits lässt sie sich mit anderen Xiaomi-Geräten wie Smartphones, Tablets oder Kameras verbinden, andererseits bleiben manche Features auf Xiaomi-Hardware beschränkt.

Ein klarer Vorteil gegenüber der Watch 5: Die Watch S5 unterstützt neben Android (ab 8.0) auch iPhones (ab iOS 14.0). Voraussetzung ist die Mi-Fitness-App aus dem Play- oder App-Store. Die Einrichtung per Bluetooth ist in wenigen Minuten erledigt.

Die App bereitet die Gesundheitsdaten übersichtlich in Kacheln auf und bietet Zugriff auf Trainingseinheiten, VO2max und den Trainingszustand. Im Geräte-Menü lassen sich Benachrichtigungen, Zifferblätter und App-Einstellungen anpassen.

Bedient wird die Watch S5 über die drehbare Krone, die Seitentaste und das Touchdisplay – alles reagiert zuverlässig und ohne spürbare Verzögerungen. Die Gestensteuerung funktioniert per Fingerschnippen oder Handgelenksdrehung – praktisch, wenn die andere Hand gerade nicht frei ist.

Training & Fitness

Xiaomi legt bei der Watch S5 einen etwas stärkeren Fokus auf Sport- und Fitness-Features als bei der Watch 5. Beide Uhren unterstützen mehr als 150 Trainingsprofile, die Watch S5 bietet darüber hinaus einige Sonderfunktionen – besonders für Ausdauersportler. Es gibt keine native Strava-App auf der Uhr. Trainingseinheiten lassen sich jedoch über Mi Fitness mit Strava synchronisieren.

Radsportler können ihre Daten in Echtzeit auf das Smartphone übertragen und dieses als Fahrradcomputer nutzen. Da die Watch S5 zwei Geräte gleichzeitig per BLE koppeln kann, lässt sich zusätzlich ein Leistungsmesser verbinden – ein praktisches Feature. Läufer erhalten Daten wie Vertikalverhältnis, vertikale Amplitude und Bodenkontaktzeit sowie Zugang zu vorgefertigten Trainingsplänen für verschiedene Distanzen. Der Vlog-Modus ermöglicht die Fernsteuerung der Smartphone-Kamera mit automatischem Daten-Overlay – allerdings nur auf Xiaomi-, Redmi- und Poco-Geräten.

Bei der Herzfrequenzmessung haben wir die Watch S5 mit einem Brustgurt verglichen – beim Grundlagenausdauertraining, bei HIIT und beim Krafttraining. Die Abweichungen lagen meist bei drei bis fünf Schlägen pro Minute. Bei HIIT-Einheiten mit stark wechselndem Puls reagierte die Uhr gelegentlich etwas träge, für Hobbysportler sind die Ergebnisse aber akzeptabel.

Besonders stark ist die Watch S5 beim GPS: Das verbaute Dualband-Modul unterstützt neben GPS auch Glonass, Galileo, Beidou und QZSS. Die Genauigkeit überzeugte im Test – auf einer 7-km-Laufstrecke betrug die Abweichung gegenüber einer Garmin Fenix 7 weniger als 50 m. Kartenmaterial lässt sich für die Offline-Nutzung herunterladen. Breadcrumb-Navigation, Rückführung zum Startpunkt und Abweichungswarnungen sind ebenfalls an Bord.

Xioami Watch S5: Mi Fitness App

Xioami Watch S5: Mi Fitness App

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Xioami Watch S5: Mi Fitness App

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Xioami Watch S5: Mi Fitness App

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Xioami Watch S5: Mi Fitness App

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Xioami Watch S5: Mi Fitness App

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Xioami Watch S5: Mi Fitness App

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Xioami Watch S5: Mi Fitness App

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Schlaf & Gesundheit

Die Uhr misst Herzfrequenz, Blutsauerstoffsättigung und Stresslevel – eine EKG-Funktion fehlt jedoch. Die Schlafüberwachung erfasst Schlafphasen, Schlafdauer, Wachzeiten, Puls und Blutsauerstoffsättigung. Im Test liefert sie plausible Werte und erkennt Wachzeiten zuverlässig. Die Auswertung erfolgt in der App, die auf Wunsch auch einen Plan zur Schlafverbesserung mit Tipps zur Schlafhygiene bereithält.

Neu an Bord ist die Messung der Herzfrequenzvariabilität (HRV). Die Xiaomi Watch S5 misst diese nachts und leitet daraus Hinweise auf Stress und Erholung ab. Nach einer Einlaufphase kennt sie den persönlichen Normalbereich. Die Werte erscheinen in der Mi-Fitness-App neben Puls, Schlaf und Blutsauerstoff.

Ebenfalls an Bord ist ein Zyklus-Tracking, das jedoch recht eingeschränkt bleibt. Auf Basis von Zyklusdauer, Periodendauer und dem letzten Periodenbeginn berechnet die App den voraussichtlichen nächsten Zyklus – zusätzliche Daten oder Symptome lassen sich jedoch nicht erfassen.

Weitere Features

Die in Deutschland erhältliche Standard-Variante der Watch S5 kommt ohne eSIM und damit ohne eigenständige Mobilfunkverbindung. Per NFC lässt sich jedoch mit Xiaomi Pay zahlen; in Deutschland ist die Auswahl direkt kompatibler Geldinstitute noch klein. Als gute Alternative bietet sich Curve Pay an: Der Dienst bündelt Visa- und Mastercard-Debit- oder Kreditkarten hinter einer unterstützten Curve-Karte – Girocards funktionieren damit allerdings nicht.

Akku

Die Akkulaufzeit gehört zu den großen Stärken der Watch S5. Laut Hersteller hält sie im Sparmodus bis zu 21 Tage, bei normaler Nutzung bis zu 14 Tage durch. Im Test erreicht die Watch S5 bei aktivierten Benachrichtigungen und drei wöchentlichen GPS-Sporteinheiten à 90 Minuten knapp die 14 Tage – und gehört damit zu den ausdauerndsten Smartwatches ihrer Preisklasse.

Preis

Die Xiaomi Watch S5 hat eine UVP von 180 Euro für die Varianten in Schwarz und Silber, die Modelle in Ceramic Blue und Jungle Green kosten 200 Euro. Damit ist sie laut UVP bis zu 120 Euro günstiger als die Watch 5. Zum Testzeitpunkt lag der Straßenpreis bereits bei 150 Euro – ein echtes Preis-Leistungs-Argument.

Fazit

Xiaomi hat mit der Watch S5 eine überzeugende Sportuhr abgeliefert, die mit langer Akkulaufzeit, gutem Display und Routennavigation punktet. Die Navigation reicht zwar nicht an Garmin heran, aber das ist in dieser Preisklasse auch nicht zu erwarten. Für rund 150 Euro ist die Watch S5 ein echtes Schnäppchen.

Etwas enttäuschend ist der Verzicht auf Wear OS zugunsten von Hyper OS 3: Ein Musikspeicher fehlt, eine EKG-Funktion ebenso, und native Apps wie Strava oder Spotify gibt es nicht. Dennoch ist die Xiaomi Watch S5 eine solide und preisgünstige Smartwatch für Hobbysportler.

Honor Watch 6

 Schicke Sportuhr mit langer Laufzeit ab 170 Euro

Rundes und edles Sportuhr-Design, sehr lange Akkulaufzeit, helles Display und viele Sportfeatures: Kann die Honor Watch 6 gegen Apple und Huawei bestehen?

VORTEILE

  • gute Herzfrequenzmessung
  • ordentliche Auswahl an Trainingsfeatures
  • sehr lange Akkulaufzeit

NACHTEILE

  • Bezahlfunktion von wenigen Banken unterstützt
  • Musikspeicher umständlich
  • GPS-Tracking teils ungenau

Honor Watch 6 im Test: Schicke Sportuhr mit langer Laufzeit ab 170 Euro

Rundes und edles Sportuhr-Design, sehr lange Akkulaufzeit, helles Display und viele Sportfeatures: Kann die Honor Watch 6 gegen Apple und Huawei bestehen?

Mit der Honor Watch 6 verabschiedet sich der chinesische Hersteller vom Konzept des Apple-Watch-Klons und orientiert sich optisch an der Samsung Galaxy Watch und Huawei Watch GT 6. Als Highlights bietet die Smartwatch neben diversen Fitness- und Alltagsfunktionen einen besonders leistungsfähigen Akku mit extrem langer Laufzeit und eine Display-Helligkeit von 3000 Nits bei einem 1,46-Zoll-großen AMOLED-Display.

Wir haben die Uhr getestet und klären, ob Honor mit dem neuen Design-Fokus die richtige Entscheidung getroffen hat.

Design & Tragekomfort

Wie bereits erwähnt, hat Honor sich bei der Watch 6 für eine komplette Kehrtwende beim Design entschieden. Anstatt die rechteckige Optik der Apple Watch zu kopieren, setzt Honor bei der neuen Smartwatch auf ein klassisches Uhren-Design. Durch das 1,46-Zoll-große Display ist die Honor Watch 6 relativ groß, aber nicht wuchtig, sodass sie auch an schmaleren Handgelenken noch gut zur Geltung kommt.

Ansonsten überzeugt die Watch 6 durch ihre elegante Schlichtheit. Das Gehäuse besteht aus teils glänzendem, teils gebürstetem Edelstahl und besitzt eine einzelne, drehbare Krone. Honor verkauft die Smartwatch mit silbernem Gehäuse und braunem Armband sowie schwarzem Gehäuse und schwarzem Armband. Das Armband selbst besteht aus Kunstleder und besitzt eine stilvolle Metallschließe.

Aber die Honor Watch 6 kann nicht nur optisch, sondern auch bei der Verarbeitung überzeugen. Der elegante Look setzt sich bei der robusten Bauweise der Uhr fort, die auch Stürze aus anderthalb Metern Höhe auf Fliesen oder Steinboden problemlos übersteht. Auch das Armband macht einen soliden Eindruck, lässt sich bei Bedarf aber auch mit wenigen Handgriffen ersetzen. Die Honor Watch 6 ist nach IP69-Standard zertifiziert und bis 5 ATM wasserdicht. Sie eignet sich dementsprechend auch zum Schwimmen im flachen Wasser und zum Tragen unter der Dusche oder bei starkem Regen.

Honor Watch 6: Bilder

Honor Watch 6

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Honor Watch 6

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Honor Watch 6

Heise

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Display

Honor hat die Watch 6 mit einem 1,46-Zoll-großen AMOLED-Display ausgestattet, das über eine Auflösung von 464 × 464 Pixeln verfügt. Die Pixeldichte liegt bei 317 PPI, wodurch der Bildschirm etwa mit der Hardware von Huaweis Watch GT 6 vergleichbar ist. Ähnlich wie Huawei bewirbt auch Honor insbesondere die Helligkeit des Displays als zentrales Alleinstellungsmerkmal der Uhr: Sowohl bei der Watch GT 6 als auch bei der Honor Watch 6 beträgt die Helligkeit maximal 3000 Nits.

Wer möchte, kann die Helligkeit des Displays manuell regulieren oder auf die automatische Helligkeitserkennung zurückgreifen. Beides funktioniert im Test problemlos und man merkt der Uhr die hohen Helligkeitswerte auch deutlich an: Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung ist die Anzeige jederzeit gut ablesbar, während das Display im Dunkeln fast schon blendet.

Einrichtung & Bedienung

Weil es sich bei der Honor Watch 6 um eine Smartwatch handelt, müssen wir für die Ersteinrichtung der Uhr eine App auf dem Smartphone installieren, nämlich Honor Health. Diese Software können wir entweder direkt im Google Play Store oder über den QR-Code herunterladen, der auf dem Display der Watch 6 angezeigt wird. Anschließend legen wir ein Benutzerkonto an und koppeln die Uhr via Bluetooth mit unserem Smartphone. Der ganze Prozess dauert erwartungsgemäß nur ein paar Minuten.

In der App können wir dann diverse Einstellungen vornehmen und etwa festlegen, welche Benachrichtigungen wir angezeigt bekommen möchten. Auch das Watchface können wir ändern. Direkt auf der Startseite der App erscheinen Einrichtungsvorschläge zur Anpassung von Funktionen und Diensten der Uhr.

Die Bedienung der Honor Watch 6 funktioniert über das Touch-Display und die drehbare Krone. Das funktioniert im Test absolut einwandfrei. Per Gestensteuerung fliegen wir bequem durch die Menüs, ohne dass es zu merklichen Verzögerungen oder Rucklern kommt. Das Display reagiert dabei stets präzise auf unsere Eingaben. Dass Honor die Watch 6 zudem mit einer „zuverlässigen Bedienung auch bei Nässe“ bewirbt, kommt nicht von ungefähr: Die Uhr erkennt nämlich auch Eingaben problemlos, die wir auf einem nassen Display oder mit feuchten Fingern tätigen.

Training & Fitness

Obwohl es sich bei der Honor Watch 6 primär um eine Smartwatch handelt, hat der Hersteller die Uhr mit einer großzügigen Auswahl an Standardfunktionen für Hobbysportler versehen. Dazu unterstützt die Uhr insgesamt 122 verschiedene Trainingsmodi, zählt Schritte und Kalorienverbrauch und liefert eine Analyse der Aktivitätsdauer.

Insbesondere Läufer kommen dabei auf ihre Kosten, weil die Uhr neben einem persönlichen Smart Running Coach umfangreiche Daten beim Lauftraining erhebt. Dazu gehören Werte wie Schritte, Kadenz, Bodenkontaktzeit, Trainingsbelastung und Anstieg beziehungsweise Höhenmeter. Folgen wir einer vorgegebenen Route, informiert uns die Uhr automatisch, sobald wir von der Route abweichen. Zusätzlich praktisch: Wir können eine automatische Pause aktivieren und spezifische Tempobereiche für Intervallzonen festlegen. Das macht die Watch 6 zu einem sehr hilfreichen Tool für Laufsportler.

Neben den diversen normalen Sportprofilen, die jeweils einzelne sportspezifische Datensätze anbieten, gibt es einen Pro-Badminton- und einen Pro-Fußball-Modus. Der Pro-Badminton-Modus misst zusätzlich zu den normalen Daten wie Trainingsdauer und Herzfrequenz die Aufschlagsgeschwindigkeit. Beim Fußball kommen noch die Anzahl der aufeinanderfolgenden Ballwechsel sowie Heatmaps und Laufweganalysen dazu. Wir haben den Fußball-Modus im Test ausprobiert und waren von dem Ergebnis positiv überrascht. Hobbysportler bekommen hier auf jeden Fall ein nützliches Extra an die Hand.

Wer möchte, kann aufgezeichnete Daten von der Watch 6 übrigens an Drittanbieter-Apps wie Strava und Google Health Connect übertragen. Darüber kann man dann auch Daten an andere Apps weitergeben, die ihrerseits Informationen von Google Health Connect beziehen.

Herzstück des Trainings-Trackings ist aber selbstverständlich die Messung der Herzfrequenz, die bei der Honor Watch 6 wie von anderen Smartwatches gewohnt über einen optischen Sensor funktioniert. Die Messgenauigkeit der Uhr ist in unserem Test überzeugend: Beim Lauftraining kommt die Uhr sowohl mit gleichmäßigem Tempo als auch Intervallen gut zurecht. Etwas ungenauer wird die Messung beim Crossfit, aber auch hier weichen die Werte vom Ergebnis eines Brustgurtes nur um wenige Schläge pro Minute im einstelligen Bereich ab.

Erfreulicherweise unterstützt die Honor Watch 6 auch die Aufzeichnung von zurückgelegten Strecken beim Laufen, Radfahren und Wandern via Dualband-GNSS. Dabei greift die Uhr auf GPS, Glonass, Beidou, Galileo, QZSS und Navic zurück. Zudem können wir die Uhr via BLE, BR oder EDR mit ergänzender Hardware wie einem Brustgurt zur Pulsmessung koppeln.

Das GPS-Tracking hatte im Test allerdings mit Ungenauigkeiten zu kämpfen: Im Vergleich zu unserem Kontrollgerät (Garmin Fenix 7), das eine Laufstrecke von 6,73 km aufzeichnete, ergab die Messung der Honor Watch 6 parallel eine Distanz von 7,29 km. Bei genauerer Überprüfung stellte sich heraus, dass die Honor Watch 6 immer wieder kleine Schlenker registriert hatte, die wir im Test aber gar nicht gelaufen sind. Dadurch kam die deutliche Abweichung der Strecke zustande.

Honor Watch 6: App-Screenshots

Honor Watch 6 App

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Schlaf & Gesundheit

Neben den Fitness- und Sportfunktionen bietet die Honor Watch 6 auch ein Standardportfolio an Gesundheitsfunktionen. Die Uhr misst neben der Herzfrequenz auch die Sauerstoffsättigung im Blut und gibt Auskunft über unsere Herzfrequenzvariabilität (HRV). Je nachdem, wie aktiv wir tagsüber sind und wie gut oder schlecht wir geschlafen haben, berechnet ein Algorithmus zudem unsere Body Energy, ein Wert, der ähnlich funktioniert wie Garmins Body Battery. Diese Angabe soll uns dabei helfen, unseren aktuellen Energielevel einzuschätzen.

Ein EKG-Feature gibt es bei der Honor Watch 6 übrigens nicht, dafür können wir aber konkrete Grenzwerte für unsere Herzfrequenz festlegen. Werden diese Werte beim Training überschritten, informiert uns die Uhr per Signalton und Anzeige auf dem Display. Eine Stressmessung gibt es ebenfalls, wirklich nützlich empfanden wir die im Test aber nicht. Zwar erkennt die Uhr anhand unserer Herzfrequenz ein erhöhtes Stressniveau, und wer möchte, kann Atemübungen durchführen, um den Stresslevel zu senken, aber einen nennenswerten Effekt hat das nicht.

Selbstverständlich gibt es auch ein Schlaftracking, das unsere Schlafphasen, die Dauer, Wachzeiten, Herzfrequenz und Blutsauerstoffsättigung im Schlaf misst. In unserem Test macht die Honor Watch 6 dabei einen sehr guten Job. Sowohl Schlafdauer als auch Wachzeiten werden korrekt aufgezeichnet, lediglich die Bewertung unserer Schlafqualität weicht teilweise leicht von unserem subjektiven Empfinden ab. Letzteres ist aber der Tatsache geschuldet, dass Smartwatches nicht mit der akkuraten Messung eines Schlaflabors mithalten können.

In puncto Frauengesundheit bietet die Honor Watch 6 eine Zyklusverfolgung über die App. Hier geben wir die gewöhnliche Dauer unseres Zyklus sowie der Periode und das Datum der vergangenen Periode ein, damit die App den voraussichtlichen Zeitpunkt des nächsten Zyklusbeginns berechnet. Außerdem schätzt die Software die fruchtbaren Tage sowie den Termin des Eisprungs. Wer möchte, kann zusätzliche Symptome aus einer Liste wählen oder freien Text in ein Notizfeld eintragen. Die Watch 6 ist damit nicht ganz so gut für den Einsatz bei der NFP-Methode geeignet wie die Huawei Watch GT 6, bietet aber eine solide Basis.

Weitere Features

Honor hat die Watch 6 explizit als Smartwatch konzipiert, weshalb die Uhr auch ein paar zusätzliche Features bietet. Die Telefoniefunktion beschränkt sich zwar auf das Annehmen und Beantworten von Anrufen über das integrierte Mikrofon (ein eSIM-Slot fehlt), aber dafür unterstützt die Watch 6 explizit NFC-Zahlungen. Dazu verwenden wir den schwedischen Dienstleister Fidesmo – vorausgesetzt, unsere Bank unterstützt das NFC-System. Eine Liste der verfügbaren Banken findet sich auf der Fidesmo-Webseite. Leider ist die Auswahl derzeit noch etwas eingeschränkt: Derzeit werden unter anderem Kunden von Sparda-Banken, PSD Banken und Comdirect unterstützt.

Zudem verfügt die Honor Watch 6 über insgesamt 4 GB integrierten Speicher, von dem sich allerdings nur ein gewisser Teil tatsächlich nutzen lässt. Wir haben jedenfalls die Möglichkeit, über die App einzelne Songs und Wiedergabelisten auf die Uhr zu übertragen. Dazu muss die Musik aber als Datei auf dem Smartphone vorliegen. Dienste wie Spotify, Deezer und Co. werden nicht unterstützt.

Akku

Die Akkulaufzeit der Honor Watch 6 gehört zu den großen Stärken der Smartwatch. Laut Herstellerangaben liegt die Kapazität des verbauten Li-Polymer-Akkus bei 980 mAh. Damit soll die Uhr im Sparmodus bis zu 35 Tage durchhalten. Bei normaler Nutzung sind laut Honor 17 Tage drin. Wir haben die Uhr bei automatischer Helligkeitsanpassung, durchgängiger Herzfrequenzmessung, aktivierten Benachrichtigungen und drei anderthalbstündigen Sporteinheiten pro Woche getestet. Mit diesem Setup hielt die Uhr insgesamt knapp 16 Tage durch, was ein hervorragender Wert ist.

Preis

Honor gibt die unverbindliche Preisempfehlung mit 250 Euro an. Damit liegt die Watch 6 auf demselben Niveau wie die Huawei Watch GT 6 mit Kunstlederarmband. Allerdings gibt es zum Launch der Uhr eine besondere Aktion: Wer bis zum 17. Juli 2026 die Honor Watch 6 im offiziellen Shop kauft, bekommt die schwarze Version zum Preis von 170 Euro und die braune Variante für 190 Euro. Als kostenlose Dreingabe gibt es die kabellosen Honor Choice Earbuds Clip oder die Honor Choice Headphones Pro. Um das Angebot wahrzunehmen, muss man allerdings den kostenlosen Newsletter abonnieren.

Fazit

Honor bringt mit der Watch 6 eine Smartwatch auf den Markt, die sich als direkter Konkurrent zur Huawei Watch GT 6, aber auch zu etablierten großformatigen Uhren anderer Hersteller wie Samsung und Co. positioniert. Dabei macht das chinesische Unternehmen einen guten Job. Gerade der Einführungspreis der Uhr von knapp 170 Euro für die schwarze Variante ist nahezu unschlagbar gemessen daran, was die Smartwatch zu bieten hat.

Es gibt zwar ein paar kleine Schönheitsfehler wie die etwas umständliche Musikfunktion und die Einschränkungen beim mobilen Bezahlen, aber ansonsten lässt die Honor Watch 6 fast keine Wünsche offen. Die Pulsmessung überzeugt weitgehend, während das GPS-Tracking noch Verbesserungspotenzial besitzt. Ein echtes Alleinstellungsmerkmal ist aber die hervorragende Akkulaufzeit, mit der nur wenige Modelle dieser Preisklasse mithalten können.

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