Top 10: Die beste Outdoor-Smartwatch im Test

vor 3 Stunden 1

Diese Smartwatches stecken einiges ein und laufen teils wochenlang. Wir zeigen die besten Outdoor-Uhren von Garmin über Polar bis Apple.

Wer es in die Wildnis zieht – etwa zum Wandern oder Campen – benötigt eine robuste Smartwatch. Dazu gehören zum einen die robusten Ausführungen der Sportuhren (Bestenlisten) von Herstellern wie Garmin, Polar und Coros sowie aufstrebende Marken wie Amazfit oder Kospet. Aber auch vollwertige Smartwatches (Bestenlisten) wie die Apple Watch Ultra 2 und die Samsung Galaxy Watch Ultra stecken einiges ein – lassen aber bei der Akkulaufzeit Federn.

Wir zeigen in dieser Bestenliste, welche robusten Outdoor-Smartwatches die besten sind, worauf es beim Kauf ankommt und wo die entscheidenden Unterschiede liegen.

Unser Testsieger ist die Garmin Fenix 8 Solar – die wohl kompletteste Wahl für Outdoor-Abenteuer. Die Sportuhr bietet eine sehr lange Akkulaufzeit, lädt in der Sonne zusätzlich auf und verfügt über Sensoren wie einen Barometer, sehr genaues GPS und Offline-Navigation mit Turn-by-Turn-Navigation. Mit Preisen ab rund 820 Euro ist sie allerdings kein Schnäppchen.

Technologiesieger ist die Apple Watch Ultra 3, die eindrucksvoll zeigt, wie hochwertig und smart eine Uhr sein kann. Perfekt in das Apple-Ökosystem eingebettet, bietet sie die größte Auswahl an Apps und ist sogar als Tauchcomputer zertifiziert. Mobiles Internet ist integriert. Achillesferse bleibt die begrenzte Akkulaufzeit. Der Preis von knapp unter 800 Euro ist ebenfalls hoch.

Als günstige Alternative bietet sich unser Preis-Leistungs-Sieger an: Die Kospet Tank T4 ist sehr robust und dabei erstaunlich günstig mit knapp über 210 Euro.

Outdoor-Smartwatches müssen mehr aushalten als klassische Smartwatches oder Sportuhren. Wer in der Natur unterwegs ist, benötigt eine Uhr, die bei Robustheit, Wasserdichtigkeit, Display und Akkulaufzeit überzeugt.

Display: Eine hohe Display-Helligkeit ist im Freien unverzichtbar – wer bei direkter Sonneneinstrahlung nichts ablesen kann, hat spätestens bei der Navigation ein Problem. Für den Outdoor-Einsatz sollten es mindestens 1000 Nits sein, Top-Modelle erreichen bis zu 3000 Nits. AMOLED-Displays bieten satte Farben und hohe Helligkeit, verbrauchen aber mehr Strom.

Garmin setzt alternativ bei einigen Modellen wie der Garmin Fenix 8 Solar oder Enduro 3 auf transflektive MIP-Displays, die bei Sonnenlicht sogar besser ablesbar sind und weniger Energie benötigen – dafür aber weniger farbenfroh wirken.

Robustheit: Das Gehäuse muss Stöße, Temperaturschwankungen, Staub und Feuchtigkeit wegstecken können. Ein guter Anhaltspunkt ist die US-Militärnorm MIL-STD-810H – Uhren mit diesem Zertifikat werden unter anderem auf Vibrations-, Sturz- und Temperaturbeständigkeit geprüft. Allerdings sagt das Zertifikat allein nicht alles über die Langlebigkeit aus, da Hersteller die Tests teilweise selbst durchführen.

Wasserdichtigkeit: Eine IP68-Zertifizierung schützt nur vor kurzfristigem Untertauchen – für Wassersport reicht das nicht. Entscheidend ist die ATM-Angabe: Sie gibt den statischen Prüfdruck an, dem eine Uhr im Labor standhält (1 ATM = 10 m Wassersäule). Als Faustregel gilt: 5 ATM reicht zum Schwimmen, 10 ATM bereits zum Schnorcheln und Tauchen.

Navigation: Wer mit der Uhr in abgelegenen Gebieten wandert oder Trailrunning betreibt, sollte darauf achten, dass das Modell topografische Offline-Karten unterstützt – denn ohne Mobilfunknetz ist eine zuverlässige Navigation nur direkt über die Uhr möglich. Nicht alle Modelle bieten diese Funktion, worauf wir weiter unten im Detail eingehen.

Echte Smartwatch vs. Sportuhr: Was ist der Unterschied?

Wer eine besonders lange Akkulaufzeit will, muss bei den smarten Features Kompromisse eingehen. Sportuhren von Garmin, Amazfit, Coros oder Polar setzen auf proprietäre Systeme mit wenigen Apps und verzichten auf Mobilfunk-Konnektivität – halten dafür aber teilweise mehrere Wochen durch.

Wer hingegen eine smarte Uhr bevorzugt, muss mit kürzerer Laufzeit leben. Die Apple Watch Ultra 2 bietet ein riesiges App-Angebot und nahtlose iPhone-Anbindung. Das Android-Pendant ist die Samsung Galaxy Watch Ultra mit Wear OS – die jedoch nur mit Samsung-Smartphones den vollen Funktionsumfang bietet, etwa beim EKG. Für mehrtägige Wandertouren eignen sich beide Modelle nicht ideal – für Tagestouren oder gelegentliches Tauchen sind sie jedoch eine ausgezeichnete Wahl.

Wer zum Wandern eine Smartwatch mitnimmt, sollte neben dem robusten Gehäuse vorwiegend auf eine lange Akkulaufzeit achten. Sportuhren von Garmin, Amazfit oder Coros bieten hier besonders lange Laufzeiten, verzichten dafür aber auf Konnektivität via LTE oder 5G. Die Apple Watch Ultra und Samsung Galaxy Watch Ultra bieten zwar mehr Apps und gute Navigationslösungen, könnten bei längeren Wandertouren aber an ihre Akkugrenzen stoßen.

Wer mehrtägige Touren plant, sollte eine Uhr mit langer Akkulaufzeit und Offline-Karten wählen. Für Tagestouren reicht auch die Apple Watch Ultra 2 aus, die mit Offline-Karten, Multiband-GPS und einem strahlend hellen Display punktet.

Die US-Militärnorm MIL-STD-810 ist ein Teststandard des amerikanischen Verteidigungsministeriums, der ursprünglich für militärisches Equipment entwickelt wurde. Er umfasst Prüfverfahren für Stoß-, Vibrations-, Temperatur- und Feuchtigkeitsbeständigkeit. Die aktuelle Version ist MIL-STD-810H. Viele Hersteller werben mit dieser Norm – etwa Apple bei der Watch Ultra, Samsung bei der Galaxy Watch Ultra und Garmin bei Modellen wie der Fenix oder Instinct.

Allerdings gibt es einen wichtigen Fallstrick: Die Norm schreibt weder vor, dass alle Tests bestanden werden müssen, noch ist eine unabhängige Prüfstelle vorgeschrieben. Hersteller können sich einzelne Prüfverfahren herauspicken und diese selbst durchführen.

Das bedeutet: Zwei Uhren können beide mit „MIL-STD-810H“ werben, obwohl sie auf gänzlich unterschiedliche Belastungen getestet wurden. Die Angabe ist ein nützlicher Anhaltspunkt für grundsätzliche Robustheit – aber kein Garant, dass eine Uhr jeden Outdoor-Einsatz unbeschadet übersteht. Ein Blick in die konkreten Herstellerangaben lohnt sich.

Die IP-Schutzklasse (Ingress Protection) gibt an, wie gut ein Gerät gegen Staub und Wasser geschützt ist. Die erste Ziffer steht für den Staubschutz (0–6), die zweite für den Wasserschutz (0–9). Eine IP68-Zertifizierung bedeutet also vollständigen Staubschutz und Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen – für echten Wassersport reicht das aber nicht.

Hier kommt die ATM-Angabe ins Spiel: Sie beschreibt den statischen Wasserdruck, dem eine Uhr im Labor standhält. Eine Atmosphäre (ATM) entspricht dem Druck einer Wassersäule von 10 Metern.

Für den Einsatz als Taucheruhr gibt es zudem eigene Normen: Die ISO 22810 regelt die Wasserdichtigkeit von Uhren allgemein und definiert, unter welchen Bedingungen getestet wird. Wer seine Uhr beim Gerätetauchen nutzen will, sollte auf die EN 13319 achten – diese europäische Norm zertifiziert Tiefenmesser und Tauchcomputer für den Einsatz unter Wasser. Die Apple Watch Ultra 3 ist beispielsweise nach EN 13319 zertifiziert und für Tauchtiefen bis 40 Meter freigegeben.

Wichtig: Die Meterangaben bei ATM beschreiben den Prüfdruck, nicht die tatsächliche Tauchtiefe. Durch Armbewegungen im Wasser wirken in der Praxis deutlich höhere Kräfte auf die Dichtungen als im statischen Test.

Outdoor-Smartwatches zeichnen sich durch ein robustes Gehäuse, ein helles Display und eine lange Akkulaufzeit aus. Zum Schwimmen eignen sich alle Modelle, einige sind auch zum Tauchen geeignet.

Bei der Akkulaufzeit unterscheiden sich grundlegend zwei Typen: Robuste Sportuhren mit proprietärem System, aber ohne Netzanbindung und mit wenigen Apps – diese halten teils mehrere Wochen durch. Dem gegenüber stehen echte Smartwatches im robusten Gewand wie die Apple Watch Ultra oder Samsung Galaxy Watch Ultra, die jedoch nur auf höchstens zwei bis drei Tage Laufzeit kommt – für mehrtägige Wandertouren zu wenig.

Unser Testsieger ist die Garmin Fenix 8 Solar die kompletteste Outdoor-Uhr mit Solarladung, Offline-Navigation und sehr langer Akkulaufzeit. Technologiesieger ist die Apple Watch Ultra 3, die mit riesigem App-Angebot, Tauchcomputer-Zertifizierung und mobilem Internet punktet, aber bei der Akkulaufzeit Federn lässt. Unser Preis-Leistungs-Sieger ist die Kospet Tank T4 – sehr robust und erstaunlich günstig.

BESTENLISTE

 Sportuhr mit MIP-Display, Top-Akkulaufzeit & EKG

Die Garmin Fenix 8 Solar besticht dank MIP-Display mit einer besonders langen Akkulaufzeit. Neu an Bord ist auch ein EKG. Wir zeigen im Test, was die Solar-Variante kann.

VORTEILE

  • helleres Display im Vergleich zum Vorgänger
  • gewohnt überragende Navigation
  • hervorragende Funktionen für Ausdauersportler
  • Telefoniefunktion
  • EKG-Feature per Update seit Januar 2025

NACHTEILE

  • kostspielig
  • wenig Verbesserungen gegenüber Vorgängermodell

Garmin Fenix 8 Solar im Test: Sportuhr mit MIP-Display, Top-Akkulaufzeit & EKG

Die Garmin Fenix 8 Solar besticht dank MIP-Display mit einer besonders langen Akkulaufzeit. Neu an Bord ist auch ein EKG. Wir zeigen im Test, was die Solar-Variante kann.

Mit der Fenix 8 bringt Garmin die neueste Version einer der erfolgreichsten High-End-Smartwatches für Sportler auf den Markt. Neu ist dieses Mal die Variante mit OLED-Display, die wir bereits ausführlich getestet haben. Jetzt nehmen wir uns die Fenix 8 Solar mit MIP-Display (Memory in Pixel) vor und prüfen, wie die Uhr im Vergleich zur OLED-Version im Test abschneidet.

Da die beiden Versionen der Fenix 8 sich nur in bestimmten Merkmalen unterscheiden, die das Display betreffen, werden wir auf einzelne Punkte nur verkürzt eingehen. Eine ausführliche Besprechung der Features zeigen wir im Test der Garmin Fenix 8 OLED.

Update: Dieser Testbericht stammt aus dem Dezember 2024. Seit dem 15. Januar 2025 ist die EKG-Funktion für die Fenix 8 in der Europäischen Union verfügbar.

Design & Bedienung

Legt man die Garmin Fenix 8 OLED und die Fenix 8 Solar nebeneinander, fallen rein äußerlich keine Unterschiede auf. Beide Uhren verfügen über die für Garmin-Uhren typischen fünf Bedienknöpfe an der Seite und die wuchtige Lünette, die im Vergleich zur Fenix 7 aber etwas dezenter und schmaler daherkommt. Die Fenix 8 Solar gibt es in den Größen 47 mm und 51 mm. Das kleine Modell mit 43 mm gibt es nur mit OLED. Die im Gehäuse eingelassene LED-Taschenlampe ist bei beiden Varianten integriert.

Beim Armband unterscheiden sich die Modelle deutlich: Garmin verkauft die Fenix 8 Solar mit einem schwarzen oder einem neongelben Silikonarmband, während es die Fenix 8 OLED mit einer größeren Auswahl an Farbvarianten gibt. Was aber besonders im Vergleich zur Fenix 7 Solar auffällt: Statt einer Schließe aus Metall hat der Hersteller bei der Fenix 8 eine Schließe aus Kunststoff verbaut. In Anbetracht des hohen Preises, den Garmin für die Fenix 8 aufruft, ist das nicht nachvollziehbar. Immerhin leidet darunter potenziell auch die Haltbarkeit des Armbands.

Kommen wir aber zu dem Detail, das die Fenix 8 Solar maßgeblich von der Fenix 8 OLED unterscheidet: dem Display. Im Vergleich der beiden Fenix-8-Modelle untereinander fallen vorwiegend die Unterschiede bei der Bedienoberfläche auf. Die OLED-Technologie erlaubt im Vergleich zum MIP-Display eine höhere Auflösung (454 × 454 statt 260 × 260 Pixel) und bessere Kontraste. Das macht sich auch bei der Darstellung der Inhalte auf dem Bildschirm bemerkbar. Das Interface der OLED-Variante kommt im Vergleich zur Fenix 8 Solar etwas moderner und eleganter daher. Im Vergleich dazu orientiert sich das Menüdesign der Fenix 8 Solar an den Vorgängermodellen. Allerdings schaltet sich die Anzeige der Fenix 8 OLED standardmäßig ab, um Energie zu sparen. Das MIP-Display bleibt dauerhaft angeschaltet, verringert allerdings nach kurzer Zeit die Helligkeit.

Damit ähnelt die Fenix 8 Solar maßgeblich der Fenix 7 Solar, allerdings mit einem Unterschied: Bei maximaler Beleuchtungsstufe strahlt das Display der Fenix 8 Solar merklich heller als das der Fenix 7 Solar. Hier hat Garmin im Vergleich zum Vorgänger nachgebessert. Aber auch ansonsten muss sich das MIP-Display nicht vor dem OLED-Modell verstecken, denn die Bedien- und Lesbarkeit können überzeugen.

Garmin Fenix 8 Solar - Bilderstrecke

Garmin Fenix 8 Solar

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Garmin Fenix 8 Solar

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Einrichtung & App

Bei der Einrichtung der Fenix 8 und der zugehörigen Connect-App unterscheidet sich die Fenix 8 Solar nicht von der Fenix 8 OLED. Deshalb an dieser Stelle nur so viel: Die Einrichtung erfolgt via Bluetooth und mithilfe der Garmin Connect App. Der Prozess dauert nur wenige Minuten und geht einfach von der Hand. Wie bei der Fenix 8 AMOLED kann man auch bei der Solar-Variante diverse individuelle Einstellungen vornehmen, um das Nutzungserlebnis an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Eine Variante mit Mobilfunk gibt es von der Fenix 8 nicht.

Aktivität & Training

Das Aktivitäts- und Trainings-Tracking der Fenix 8 haben wir im Test der OLED-Version bereits ausführlich besprochen. Bei der Fenix 8 Solar ändert sich im Vergleich dazu nichts: Die Änderungen an den Optionsmenüs und die zusätzlichen Anzeigen für einzelne Sportarten bleiben ebenso gleich wie die Tauchzertifizierung. Auch die Fenix 8 Solar verfügt über eine entsprechende Funktion für Tauchgänge bis 40 Meter Tiefe und die zugehörige Tiefen-App. Die Sportprofile sind ebenso dieselben und wie schon bei der Fenix 8 OLED vermissen wir auch bei der Solar-Variante mit MIP-Display ein Fitness-Profil für funktionelles Training, Crossfit oder Hyrox.

Der Pulssensor der Fenix 8 Solar kann genauso überzeugen, wie es schon bei der Fenix 8 OLED der Fall war. Hier hat Garmin dieselbe Hardware verbaut, die eine sehr gute Leistung bringt. Auch die Fenix 8 Solar misst unsere Herzfrequenz mit hoher Genauigkeit und kommt mit schwankendem Puls zurecht, ohne im Vergleich mit einem Brustgurt signifikante Abweichungen zu produzieren. Die Tools zur Trainingsplanung über die App, die Berechnung von Ausdauerleistung, Trainingszustand, Erholungszeit, Laufeffizienz und Laufzeitprognose funktionieren bei beiden Modellen gleich.

Schlaf-Tracking & weitere Features

Beim Schlaf-Tracking macht die Fenix 8 Solar genau wie die Fenix 8 AMOLED eine gute Figur, auch wenn es zwischen den Modellen keine Unterschiede und gegenüber dem Vorgänger keine Neuerungen gibt. Die Fenix 8 Solar zeichnet zuverlässig unsere Schlafdaten auf und lässt Rückschlüsse über langfristige Trends zu. Die Uhr hat einen angenehmen Tragekomfort beim Schlafen und auch die Weckfunktion arbeitet zuverlässig.

Sämtliche Zusatzfunktionen, die die Fenix 8 Solar zu bieten hat, entsprechen komplett denen der Fenix 8 OLED. Dazu gehören die umfangreichen Navigationsoptionen inklusive Outdoor Maps+, topoactive Karten, SatIQ und Roundtrip Routing sind bei beiden Modellen verfügbar. Allerdings sind die Karten auf dem Display der Fenix 8 Solar nicht so hoch aufgelöst wie bei der Fenix 8 OLED. Dadurch bietet die Fenix 8 OLED eine bessere Lesbarkeit der Karten als die Fenix 8 Solar, was in der Praxis aber nur geringfügig ins Gewicht fällt.

Demgegenüber funktionieren das Telefonieren und die Nutzung des integrierten Mikrofons für Sprachbefehle und SMS-Eingabe bei beiden Modellen gleich, nämlich einwandfrei. Auch bei der Fenix 8 Solar können wir über das integrierte Mikrofon eingehende Anrufe beantworten oder der Uhr per Sprachbefehle erteilen. Die an der Oberseite des Gehäuses verbaute LED-Taschenlampe lässt sich bei der Fenix 8 Solar in mehreren Helligkeitsstufen verstellen, und auch das Rotlicht gibt es bei beiden Varianten.

Garmin hat für die Fenix 8 am 15. Januar 2025 bekannt gegeben, dass es auch in Europa eine EKG-Funktion geben wird, die Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern erkennen kann. Die Nutzung wird erst ab einem Alter von 22 Jahren empfohlen, da bei jüngeren Personen ungenaue Ergebnisse auftreten können. Bei einem entsprechenden Befund wird empfohlen, ärztlichen Rat einzuholen. Um das EKG-Feature zu nutzen, muss die Firmware der Fenix 8 auf Version 11.28 aktualisiert werden. Zum Zeitpunkt unseres Tests war das Feature jedoch nicht freigeschaltet.

Akku

Die Unterschiede beim Display zwischen den beiden Fenix-8-Modellen bedeuten auch Unterschiede für die Akkulaufzeit. Während Garmin die Akkulaufzeit der Fenix 8 OLED mit bis zu 16 Tagen (6 Tage im Always-On-Modus) oder bis zu 21 Tagen im Energiesparmodus angibt, soll die Fenix 8 Solar deutlich länger durchhalten. Der Smartwatch-Modus betreibt die Uhr bis zu 21 Tage oder 28 Tage mit Solarladung. Im Energiesparmodus soll die Fenix 8 Solar bis zu 34 Tage oder 58 Tage mit Solarladung durchhalten.

Diese Werte sind aber nicht nur gegenüber der Fenix 8 OLED eine deutliche Steigerung, sondern auch gegenüber der Fenix 7 Solar. Hier hat Garmin auf dem Papier also noch einmal nachgelegt. Im Praxistest ergibt sich dann folgendes Bild: Wir haben die Uhr auf voller Helligkeit bei aktivierten Benachrichtigungen dauerhaft getragen und insgesamt fünf anderthalbstündige Trainingseinheiten aufgezeichnet. Das GPS-Tracking war für insgesamt sechs Stunden aktiviert. Bei herbstlichem Wetter mit wenigen Sonnenstunden und praktisch keiner Solareinwirkung schaffte die Fenix 8 Solar zehn Tage ohne erneutes Aufladen. Damit hielt die Uhr länger durch als die Fenix 8 OLED. Wer also viel Wert auf eine hohe Akkulaufzeit legt, ist mit der Solar-Version besser bedient als mit der OLED-Smartwatch.

Übrigens: Dass Garmin keine Fenix 8 mit Solarfunktion und OLED-Display auf den Markt gebracht hat, erscheint nur zweckmäßig.

Preis

Gegenüber der Fenix 7 hat Garmin bei der Fenix 8 noch einmal ordentlich an der Preisschraube gedreht. Die Fenix 8 Solar mit MIP-Display kostet je nach Displaygröße 1099 Euro bis 1199 Euro. Das derzeit beste Angebot für die 43-mm-Variante liegt bei 820 Euro, die 47-mm-Version kostet 837 Euro. Das große 51-mm-Modell startet bei 922 Euro.

Fazit

Haben wir bei der Fenix 8 OLED in unserem Testfazit bemängelt, dass Garmin sich zu sehr auf Neuerungen wie den Tauchmodus und das Display konzentriert, bricht sich diese Kritik bei der Fenix 8 Solar noch stärker Bahn. Denn abgesehen vom Tauchmodus, der höheren Display-Helligkeit und der etwas längeren Akkulaufzeit hat sich bei der Fenix 8 Solar im Vergleich zur Fenix 7 Solar nichts getan.

Deshalb muss sich Garmin die Frage gefallen lassen, wer die Fenix 8 Solar kaufen soll. Die Fenix 7 Solar ist ihrem Nachfolger nur in ein paar kleinen Details unterlegen, kostet aber je nach Modell und abhängig vom aktuellen Straßenpreis mindestens 350 Euro weniger. Die Fenix 8 Solar ist deshalb für uns zwar immer noch eine hervorragende Uhr, die gegenüber der Fenix 7 Solar aber nur in besonderen Fällen den Zuschlag verdient.

Wer jedoch noch keine Fenix 7 sein Eigen nennt und auf eine gute Ablesbarkeit im Sonnenlicht wie lange Akkulaufzeit Wert legt, findet mit der Solar-Variante mit MIP-Display eine exzellente Wahl für Outdoor-Fitness. Wer mit kürzerer Akkulaufzeit leben kann, bekommt mit der Fenix 8 OLED das schönere und schärfere Display.

 Outdoor-Smartwatch jetzt mit Satellitennotruf

Helleres Display, 5G-Redcap und ein Satellitennotruf: Die Apple Watch Ultra 3 bringt sinnvolle Updates für Outdoor-Fans – robust, präzise und besser vernetzt.

VORTEILE

  • robust und zum Tauchen bis 40 m geeignet
  • helles Display mit LTPO-Technologie
  • Satellitennotruf
  • Bluthochdruckerkennung
  • EKG-Messung

NACHTEILE

  • kostenintensiv
  • relativ kurze Akkulaufzeit

Apple Watch Ultra 3 im Test: Outdoor-Smartwatch jetzt mit Satellitennotruf

Helleres Display, 5G-Redcap und ein Satellitennotruf: Die Apple Watch Ultra 3 bringt sinnvolle Updates für Outdoor-Fans – robust, präzise und besser vernetzt.

Die Apple Watch Ultra 3 bringt gezielte Verbesserungen beim Display und der 5G-Konnektivität. Letztere bietet nun einen neuartigen Satellitennotruf. Als Outdoor-Smartwatch bleibt sie bei Sensorik und Bedienung dem bewährten Konzept treu. Wie sich die neue Apple Watch im Alltag schlägt, haben die Kolleginnen und Kollegen von Mac & i ausführlich getestet – wir fassen die wichtigsten Erkenntnisse zusammen.

Design

Das robuste Titangehäuse der Apple Watch Ultra 3 misst 49 × 44 × 12 mm und wiegt 61,6 g. Es ist nahezu identisch mit dem Vorgängermodell, aber minimal dünner. Erneut hat das Ultra-Modell ein Saphirglas-Display, das gut gegen Kratzer geschützt ist. Die Smartwatch ist wieder bis 100 Meter wasserdicht und nach EN 13319 für Tauchtiefen bis 40 Meter zertifiziert. Die Zertifizierung nach MIL-STD‑810H bescheinigt der Uhr hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber extremen Temperaturen, Stößen und widrigen Umweltbedingungen. Das Armband lässt sich wie gewohnt austauschen.

Display

Der Bildschirm der Apple Watch Ultra 3 bietet eine leicht höhere Auflösung von 422 × 514 Pixeln und eine etwas größere Fläche, ohne dass das Gehäuse gewachsen ist. Möglich wird das durch schmalere Display-Ränder. Das neue LTPO3-Panel verbessert die seitliche Ablesbarkeit, erreicht aber wie zuvor bis zu 3000 Nits Helligkeit. Neu ist zudem die variable Bildwiederholrate bis 1 Hz, wodurch der Sekundenzeiger auch bei inaktivem Bildschirm weiterläuft.

Ausstattung

Der neue S10-Chip ersetzt den S9 und bringt minimale Leistungsunterschiede. Die Apple Watch Ultra 3 unterstützt nun 5G über den sparsamen Redcap-Standard, der für Geräte mit kleinem Akku optimiert ist. Er bietet LTE-ähnliche Geschwindigkeiten, aber geringere Latenz und effizienteren Energieverbrauch. In Deutschland ist 5G Redcap derzeit nur im Telekom-Netz verfügbar, bei anderen Anbietern nutzt die Uhr weiterhin LTE. Varianten ohne Mobilfunk gibt es nicht bei der Ultra 3.

Die Apple Watch Ultra 3 verfügt erstmals über Satellitenkommunikation. Sie ermöglicht Notrufe und Standortübermittlung bei fehlender Mobilfunkverbindung, ähnlich wie beim iPhone. Die Verbindung zu Globalstar-Satelliten wird über das Kontrollzentrum gestartet und erfordert freien Himmel. Im Notfall sendet die Uhr vorgefertigte Nachrichten an eine Leitstelle und informiert hinterlegte Kontakte. Erkennt sie einen Unfall oder Sturz, kann sie automatisch auch per Satellit Hilfe rufen.

Neben der Digital Crown und einer Seitentaste verfügt die Apple Watch Ultra 3 über eine frei belegbare Action-Taste. Für präzise Ortung bei Outdoor-Aktivitäten ist sie mit Dualfrequenz-GPS und Höhenmesser ausgestattet.

Fitness

Die Apple Watch Ultra 3 bietet erneut umfangreiche Gesundheitsfunktionen. Sie verfügt über elektrische und optische Herzsensoren, Temperatur-, Beschleunigungs- und Gyrosensoren. Damit misst sie EKG, Herzfrequenz und Blutsauerstoff, erfasst Schlaf, Zyklus und Umgebungsgeräusche und erkennt Stürze. Zudem gehört eine Funktion zur Erkennung von Schlafapnoe dazu.

Mit der Bluthochdruckwarnung gibt es eine neue Gesundheitsfunktion. Sie nutzt den optischen Herzfrequenzsensor und einen Algorithmus, um über 30 Tage mögliche Anzeichen dauerhaft erhöhten Blutdrucks zu erkennen. Konkrete Messwerte liefert sie nicht, sondern warnt bei Auffälligkeiten und empfiehlt eine ärztliche Kontrolle. Die Funktion ist von der US‑FDA und europäischen Behörden zugelassen und wird auch auf der Apple Watch Series 9, 10 und Ultra 2 per Software‑Update verfügbar sein.

Wassersport können die Ultra 3 bis 40 Meter Tiefe zum Freitauchen nutzen. Sie misst darüber hinaus die Wassertiefe und -temperatur und zeigt Gezeitenvorhersagen per App an. Damit bleibt sie eine der präzisesten Smartwatches für Training und Outdoor-Einsatz.

Akku

Apple hat die Akkukapazität der Ultra 3 um rund sechs Prozent erhöht. Im Test hielt die Outdoor‑Smartwatch bis zu 45 Stunden durch – also fast zwei Tage. Das ist für eine Apple Watch ein guter Wert, im Vergleich zu Outdoor-Sportuhren von Huawei oder Garmin aber weiterhin wenig.

Die größten Stromverbraucher bleiben das Display, Funkverbindungen und GPS‑Tracking. Mit Always-On-Display und niedrigster Helligkeitsstufe verlor die Ultra 3 in einem einstündigen Outdoor‑Training rund 19 Prozent Akku.

Zum Schlaftracking muss die Uhr laut Apple nur fünf Minuten auf dem Ladepuck bleiben, um Energie für acht Stunden zu sammeln. Für das Schnellladen ist der beiliegende USB-C-Ladepuck erforderlich, zusätzlich wird ein Netzteil mit Power‑Delivery und mindestens 20 W empfohlen.

Preis

Die Apple Watch Ultra 3 ist deutlich teurer als die Apple Watch Series 11. Die UVP liegt bei rund 900 Euro. Modelle mit Nylonarmband sind inzwischen ab etwa 792 Euro erhältlich, die Variante mit Milanaise-Armband kostet rund 919 Euro.

Fazit

Die Apple Watch Ultra 3 erhält als Outdoor‑Smartwatch einige sinnvolle Neuerungen, ohne große Sprünge zu machen. Das hellere LTPO‑Display, 5G‑Redcap und vor allem der neue Satellitennotruf sorgen für mehr Unabhängigkeit abseits des Mobilfunknetzes – das wohl spannendste und innovativste Feature. Auch die neue Bluthochdruckwarnung erweitert das Gesundheitsarsenal sinnvoll.

Das Titangehäuse, präzises Dualfrequenz-GPS und die umfangreiche Sensorik festigen den Charakter der Uhr als vielseitiges und robustes Outdoor-Wearable. Der neue S10-Chip bringt nur minimale Leistungssteigerungen. Die Laufzeit von rund 45 Stunden ist leicht verbessert, bleibt jedoch im Vergleich zu Garmin- oder Huawei-Uhren durchschnittlich. Dafür überzeugt die Ultra 3 mit zuverlässiger Messung, intuitiver Bedienung und enger iPhone-Integration.

 Robuste und günstige Alternative zur Garmin-Smartwatch

Mit der Tank T4 positioniert sich Kospet als Anbieter einer günstigen Smartwatch, die mit hochpreisigen Sportuhren von Garmin und anderen konkurrieren will. Ob das gelingt?

VORTEILE

  • Offline-Karten und Musikspeicher
  • integriertes GPS
  • viele sinnvolle Trainingsprofile
  • Walkie-Talkie-Funktion

NACHTEILE

  • Übertragung von Kartenmaterial und Musik etwas umständlich
  • keine Unterstützung von Drittanbieter-Apps
  • vereinzelte Übersetzungsfehler in der App

Kospet Tank T4 im Test: Robuste und günstige Alternative zur Garmin-Smartwatch

Mit der Tank T4 positioniert sich Kospet als Anbieter einer günstigen Smartwatch, die mit hochpreisigen Sportuhren von Garmin und anderen konkurrieren will. Ob das gelingt?

Das chinesische Unternehmen Kospet hat sich die Entwicklung preisgünstiger, aber trotzdem hochwertiger Smartwatches auf die Fahnen geschrieben. Mit der Tank T4 bietet der Hersteller jetzt eine Sportuhr, die mit umfangreichen Trainings-Features, Tauch-Modi und GPS-Modul zu einem Preis ab 185 Euro ein verlockendes Gesamtpaket für preisbewusste (Hobby-)Athleten verspricht.

Die Sportuhr hat uns Kospet zur Verfügung gestellt. Wir haben die Uhr im Alltag und beim Training getestet und fassen ihre Stärken und Schwächen zusammen.

Design & Tragekomfort

Optisch orientiert sich die Kospet Tank T4 an der Garmin-Fenix-Serie und fällt mit einem Durchmesser von 46,8 mm ähnlich groß aus wie die Fenix 7. Mit 77 g ohne Armband bringt die Uhr allerdings vergleichsweise viel Gewicht auf die Waage, was bei schmalen Handgelenken auf Dauer störend sein kann. Im Praxistest wirkte sich das Gewicht jedoch nicht negativ aus, sondern trägt vielmehr zu einem insgesamt wertigen Eindruck bei.

Das Gehäuse der Tank T4 besteht aus Stahl, beim Armband setzt Kospet auf Kunststoff mit Metallschließe. Die Uhr ist nach IP69K zertifiziert und damit nicht nur wasser- und staubdicht, sondern auch gegen heiße Hochdruckwasserstrahlen geschützt. Zusätzlich ist sie bis 10 ATM wasserdicht und eignet sich damit zum Schwimmen sowie für Tauchgänge. Laut Hersteller ist zudem Freediving und Gerätetauchen bis zu einer Tiefe von 45 Metern möglich.

Das Tragegefühl der Tank T4 überrascht uns im Test trotz des hohen Gewichts der Smartwatch positiv. Die Uhr liegt angenehm am Handgelenk auf und die seitlichen Bedientasten sind so in das Gehäuse eingebettet, dass sie nicht stören oder unnötig drücken. Auch während der Nacht konnten wir keine Probleme beim Tragekomfort der Tank T4 feststellen.

Bilderstrecke: Kospet Tank T4

Kospet Tank T4

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Kospet Tank T4

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Kospet Tank T4

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Display

Kospet hat die Tank T4 mit einem 1,43-Zoll-großen AMOLED-Display ausgestattet, das automatisch die Helligkeit an das Umgebungslicht anpasst. Das funktioniert in der Praxis gut, aber wer möchte, kann die Helligkeit auch manuell anpassen. Dazu verfügt die Smartwatch über einen stufenlosen Slider, den wir über das Optionsmenü der Uhr aufrufen können.

Generell ist die Ablesbarkeit hervorragend, auch bei direkter Sonneneinstrahlung. Die automatische Helligkeitserkennung funktioniert zügig und fast ohne Verzögerung.

Einrichtung & Bedienung

Wie bei gängigen Smartwatches gewohnt, gibt es auch bei der Kospet Tank T4 eine passende App, über die wir die Uhr mit unserem Smartphone koppeln können. Kospet nutzt dazu eine Anwendung namens Apexmove. Sobald wir die Tank T4 zum ersten Mal hochfahren, erscheint auf dem Bildschirm ein QR-Code, über den wir den Download starten können. Die App ist sowohl im Google Play Store als auch im App Store von Apple verfügbar.

Beim erstmaligen Start der App werden wir nach einem Account gefragt, wir müssen aber kein Konto anlegen, um die Software nutzen zu können. Allerdings gilt: Deinstallieren wir die App zwischenzeitlich, gehen die auf der Uhr gespeicherten Daten verloren, wenn wir sie anschließend erneut mit der App koppeln.

Die Kopplung der Tank T4 via Bluetooth über das Gerätemenü der Uhr funktionierte in unserem Test absolut problemlos und dauerte nur wenige Minuten. Die App selbst ist nach üblichem Standard vergleichbarer Software wie Mi Fitness aufgebaut und zeigt wichtige Daten auf der Startseite in Kacheln angeordnet an. Wer möchte, kann die Reihenfolge der Kacheln und die Art der angezeigten Kacheln, in der App Karten genannt, individuell anpassen.

Im Trainingsmenü sehen wir bereits absolvierte Sporteinheiten und können neue Einheiten auch direkt starten. Außerdem gibt es in der App die Möglichkeit, das Watchface der Tank T4 anzupassen. Insgesamt macht die App einen guten Eindruck, allerdings sind uns im Test ein paar wenige Übersetzungsfehler aufgefallen, die das positive Gesamtbild minimal eintrüben.

Bei der Smartwatch selbst setzt Kospet auf das eigene Apexmove OS, das praktisch wie Wear OS von Google funktioniert. Das sorgt zwar für eine intuitive Bedienbarkeit, hat aber den Nachteil, dass wir keine Drittanbieter-Apps auf der Uhr installieren können. Immerhin klappt die Steuerung der Uhr über das Touch-Display und die vier Bedientasten an den Gehäuseseiten absolut problemlos. Dank der Wet-Touch- und Anti-Fingerabdruck-Beschichtung erkennt der Bildschirm problemlos auch Eingaben, die wir mit schmutzigen oder feuchten Fingern tätigen.

App – Kospet Tank T4

Kospet Tank T4 – App

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Training & Fitness

Weil es sich bei der Tank T4 um eine smarte Outdoor-Sportuhr handelt, bietet das Modell einen großen Umfang an Trainingsfunktionen. Insgesamt bietet die Tank T4 für 160 Sportarten eigene Profile, für 23 davon gibt es zudem den sogenannten Apex-Motion-Modus, über den zusätzliche Daten und eine Post-Workout-Auswertung verfügbar sind. Apex Motion unterstützt Ausdauersportarten wie Laufen, Wandern und Radfahren und bietet dabei zusätzliche Daten wie Pace und Schrittlänge, VO2-Max und Erholungsdauer.

Positiv fällt auf, dass die Tank T4 auch bei weniger verbreiteten Sportarten zusätzliche Messwerte erfasst und sich nicht auf Trainingsdauer und Kalorienverbrauch beschränkt. Beim Rudertraining zeigt die Uhr Paddelschläge und Schlagfrequenz an, beim Seilspringen werden die Anzahl der Sprünge sowie das durchschnittliche Sprungtempo erfasst. Damit bieten auch Trainingsprofile jenseits von Laufen, Schwimmen und Radfahren einen tatsächlichen Mehrwert und dienen nicht nur der reinen Funktionsvielfalt.

Aber nicht nur bei der Profilauswahl und Gestaltung, sondern auch bei der Messung der Pulsfrequenz, gewissermaßen dem Herzstück jeder Sportuhr, macht die Tank T4 eine überraschend gute Figur. Kospet hat bei der Smartwatch einen optischen 4PD-Sensor verbaut, über den die Uhr unsere Herzfrequenz misst. Das funktioniert sowohl im Ruhezustand als auch beim Training hervorragend.

Obwohl die Genauigkeit des Sensors nicht ganz mit der eines Brustgurts mithalten kann (im Test zeigen sich Abweichungen im niedrigen einstelligen Bereich), liefert die Tank T4 durchweg gute Messergebnisse. Auch bei stark schwankendem Puls, etwa während einer Kraft- oder HIIT-Einheit, kommt die Uhr gut mit, auch wenn die Abweichungen hier etwas größer ausfallen (bis 10 BPM) – das ist gerade bei Smartwatches dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich.

Neben der Herzfrequenzmessung gehört das GPS-Modul zu den wichtigsten Features der Tank T4 und auch hier können wir der Uhr ein gutes Zeugnis ausstellen. Laut Herstellerangaben unterstützt die Tank T4 neben GPS auch Galileo, Glonass, Beidou, QZSS und Navic (IRNSS). Support für eine derartig große Bandbreite an Satellitensystemen bieten nur wenige Smartwatches auf dem Markt, und das macht sich auch bei der Genauigkeit des Trackings bemerkbar.

Wir haben die Uhr auf mehreren Laufrunden in ländlicher Gegend (Wald und Feld) verwendet. Die Tank T4 macht dabei einen einwandfreien Job und überzeugt mit einer hohen Präzision. Starten wir eine Laufeinheit, erkennt die Uhr auch ziemlich schnell unseren Standort. Nur bei stark bewölktem Himmel kann es bis zu einer halben Minute dauern, bis das GPS-Modul unsere Position bestimmt hat.

Schlaf & Gesundheit

Die Tank T4 bietet eine umfassende Auswahl an Gesundheitsfunktionen. Auf ein EKG-Feature müssen wir zwar verzichten (was angesichts des Preises auch absolut in Ordnung geht), aber dafür überwacht die Uhr neben unserer Herzfrequenz auch unseren Blutsauerstoff und informiert uns bei abnormen Werten. Zudem registriert die Smartwatch basierend auf gemessenen Daten unseren Stresslevel und erlaubt, eigene Angaben zur aktuellen Stimmung zu machen. Optionale Atemübungen gibt es ebenfalls.

Etwas enttäuschend ist hingegen die Möglichkeit für Frauen, den eigenen Zyklus zu tracken. Hier können wir in der App die Länge der Menstruationsperiode und die Dauer unseres Zyklus angeben, um den Algorithmus den Beginn der nächsten Periode und des Eisprungs berechnen zu lassen. Zusätzliche Funktionen wie die Möglichkeit, spezifische Symptome oder die eigene Körpertemperatur zu notieren, fehlen allerdings komplett, weshalb dieses Feature eigentlich keinen echten Nutzen hat.

Das Schlaf-Tracking hinterlässt im Test einen soliden Eindruck. Die Tank T4 erkennt Einschlaf- und Aufwachzeitpunkte zuverlässig und erfasst die Dauer der einzelnen Schlafphasen. Wie präzise die Daten im Detail sind, lässt sich ohne Vergleichsmessung im Schlaflabor nicht beurteilen, sie decken sich jedoch grob mit unserem subjektiven Empfinden. Schwächen zeigt die Uhr bei der Erkennung kurzer Wachphasen im Bett, die nicht immer zuverlässig erfasst werden – in einem Fall verzeichnete sie trotz mehrmaligen Aufwachens keine Wachzeit.

Weitere Features

Erfreulicherweise hat Kospet die Tank T4 mit einer ganzen Reihe nützlicher Zusatzfunktionen ausgestattet, die für eine Uhr in dieser Preiskategorie nicht selbstverständlich sind. Ein großer Pluspunkt ist der integrierte Speicher mit einer Größe von 32 GB. Dabei können wir sowohl Kartenmaterial für die Offline-Navigation als auch Musik in diesen Speicher herunterladen. Allerdings ist die Übertragung von Musik und Kartenmaterial etwas umständlich.

Die Tank T4 unterstützt nämlich weder Spotify noch Deezer oder irgendwelche anderen Drittanbieter-Apps. Wir müssen die Musik also als Audiodatei auf unserem Smartphone speichern, um sie dann über die Apexmove-App auf die Uhr übertragen zu können. Das funktioniert dann aber ohne Probleme.

Beim Kartenmaterial ist es noch etwas komplizierter: Hier müssen wir auf einem Desktop-PC einen Link öffnen, uns per QR-Code-Scan über die Smartphone-App anmelden und dann aus einer Liste einzeln das Kartenmaterial für die gewünschte Region herunterladen (zum Beispiel Berlin oder Nordrheinwestfalen). Anschließend müssen wir sie über USB-Kabel auf die Uhr übertragen. Der Prozess ist recht langwierig, aber immerhin funktioniert die Routennavigation mit dem Offline-Kartenmaterial gut. Wer möchte, kann außerdem auch GPX-Tracks auf die Uhr importieren.

Daneben verfügt die Tank T4 auch über ein integriertes Mikrofon. Dementsprechend unterstützt die Uhr sowohl die Sprachsteuerung unseres Smartphones als auch die Telefonie, sofern das Smartphone in Reichweite ist. Einen E-SIM-Slot gibt es allerdings nicht. Was ebenso fehlt, ist eine Bezahlfunktion, aber die wäre vermutlich ohnehin nur eingeschränkt nutzbar, weil das Betriebssystem der Smartwatch keine externen Drittanbieter-Apps unterstützt.

Eine Besonderheit der Tank T4 ist das integrierte Walkie-Talkie. Laut Hersteller ermöglicht es die Kommunikation per Push-to-Talk innerhalb eines Radius von bis zu 40 Metern, ohne Internetverbindung. Derzeit funktioniert die Funktion ausschließlich zwischen den Modellen Tank T4 und Tank M4. Dazu wird ein Team direkt über das Menü der Uhr erstellt, dem andere Nutzer per Zifferncode beitreten können. Sinnvoll ist das Feature vorwiegend in abgelegenen Gebieten mit schlechtem Mobilfunkempfang. Kospet zufolge soll die Walkie-Talkie-Funktion künftig auch von weiteren Smartwatches des Herstellers unterstützt werden.

Akku

Kospet gibt die Akkulaufzeit der Tank T4 mit bis zu 15 Tagen bei typischer und bis zu 10 Tagen bei intensiver Nutzung an. Bei dauerhaft aktiviertem GPS soll die Uhr 21 bis 22 Stunden durchhalten. Im Praxistest bestätigen unsere Erfahrungen größtenteils diese Angaben. Wir haben die Tank T4 bei drei anderthalbstündigen Sporteinheiten pro Woche mit aktiviertem GPS, Benachrichtigungen und Schlaf-Tracking genutzt und mussten den Akku nach 12 Tagen wieder aufladen. Die Akkulaufzeit bewegt sich damit in einem ausgezeichneten Bereich und geht für diese Preisklasse absolut in Ordnung.

Preis

Die Kospet Tank T4 ist mit schwarzem und silbernem Gehäuse verfügbar. Beide Varianten kosten laut unverbindlicher Preisempfehlung 210 Euro. Die Uhr gab es aber bereits für weniger Geld.

Fazit

Zunächst begegneten wir der Kospet Tank T4 mit einer gewissen Skepsis: Kann eine Outdoor-Smartwatch für unter 200 Euro tatsächlich eine echte Alternative zu den deutlich teureren Modellen von Polar oder Garmin sein? Im Praxistest konnte die Uhr diese Zweifel jedoch weitgehend ausräumen.

Die Tank T4 bietet eine umfangreiche Auswahl an Trainingsprofilen. GPS-Tracking und Pulsmessung arbeiten zuverlässig, auch die Akkulaufzeit fällt im Test überzeugend aus. Die etwas umständliche Übertragung von Musik- und Kartendaten ist angesichts des niedrigen Preises verschmerzbar. Positiv überrascht zudem die integrierte Walkie-Talkie-Funktion, die über ein reines Gimmick hinausgeht und im Outdoor-Einsatz einen praktischen Mehrwert bieten kann.

Einschränkungen gibt es bei der Auswahl zusätzlicher Apps, was dem vergleichsweise einfachen Betriebssystem geschuldet ist. Da sich sowohl die Menüs der Uhr als auch die Begleit-App flexibel anpassen lassen, fällt dieser Nachteil im Alltag jedoch weniger ins Gewicht. Wer eine preisgünstige Smartwatch mit GPS, Musikspeicher und umfangreichen Sportfunktionen sucht, findet in der Kospet Tank T4 ein insgesamt stimmiges Gesamtpaket.

 Robuste Sportuhr mit GPS-Navigation zum Top-Preis

Amazfit schickt mit der T‑Rex 3 Pro eine spürbar verbesserte Version seiner Outdoor-Sportuhr ins Rennen und sagt damit Konkurrenten wie Garmin den Kampf an.

VORTEILE

  • hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • große Auswahl an Trainingsprofilen mit sinnvollen Extras
  • GPS inklusive Navigation
  • integrierter Musikspeicher
  • hervorragende Sensoren

NACHTEILE

  • Akkulaufzeit geringer als bei T-Rex 3
  • geringe Auswahl an zusätzlichen Apps
  • voller Funktionsumfang setzt kostenpflichtiges Abo voraus

Amazfit T-Rex 3 Pro im Test: Robuste Sportuhr mit GPS-Navigation zum Top-Preis

Amazfit schickt mit der T‑Rex 3 Pro eine spürbar verbesserte Version seiner Outdoor-Sportuhr ins Rennen und sagt damit Konkurrenten wie Garmin den Kampf an.

Die Amazfit T‑Rex 3 überzeugte im Test bereits als robuste Sportuhr und preiswerte Alternative zu Garmin, Polar & Co., offenbarte jedoch einige Schwächen. Mit der T‑Rex 3 Pro möchte Amazfit diese ausbügeln und legt technisch wie funktional nach. Wir haben das Pro-Modell getestet und geprüft, ob sich der Aufpreis lohnt.

Design & Bedienung

Optisch unterscheidet sich die Amazfit T‑Rex 3 Pro nur geringfügig von der normalen T‑Rex 3. Beide Modelle setzen auf dieselbe achteckige Form, ein wuchtiges Gehäuse (48 × 48 × 14 mm) und ein 1,5‑Zoll‑AMOLED‑Display mit einer gestochen scharfen Auflösung von 480 × 480 Pixeln. Bei der Lünette zeigt sich jedoch ein wichtiger Unterschied: Die Pro-Version nutzt eine Titanlegierung und Saphirglas, was das Gewicht von 68 g auf 52 g reduziert. Damit ist sie deutlich leichter als etwa eine Garmin Fenix 8.

Es gibt inzwischen zudem eine etwas kompaktere Variante mit einem Durchmesser von 44 mm, die auch an schmaleren Handgelenken gut sitzt. Wir haben das größere Modell mit 48 mm getestet.

Wie schon beim Standardmodell überzeugt das Gehäuse der Pro-Variante durch eine robuste und saubere Verarbeitung. Beim Silikonarmband bleibt hingegen alles beim Alten – es wirkt etwas billig, und die Kunststoffschließe beißt sich optisch mit dem sonst hochwertigen Auftritt der Smartwatch.

Die T-Rex 3 Pro erfüllt wie ihr Schwestermodell die US-Militärnorm MIL-STD-810H und ist bis zu 10 ATM (100 Meter Wassersäule) wasserdicht. Das Saphirglas zeigt im Test eine sehr hohe Kratzfestigkeit: Weder ein Sturz aus 1,5 Metern auf Fliesen noch Kontakt mit einer Kettlebell hinterließen sichtbare Spuren.

Bei der Bedienung gibt es kaum Neuerungen. Die vier Bedientasten sind identisch angeordnet und erinnern an das Layout einer Garmin-Uhr. Wer möchte, kann die obere oder untere Taste auf der rechten Seite individuell belegen, etwa zum direkten Start eines Trainings. Auch die vom Standardmodell bekannten Wischgesten sind an Bord: Sie erlauben die Navigation durch Menüs und Widgets – im Test stets flüssig und ohne Ruckler. Selbst leicht verschmutzte oder feuchte Finger beeinträchtigen die Touch-Erkennung kaum.

Amazfit T-Rex 3 Pro - Bilder

Amazfit T-Rex 3 Pro

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Amazfit T-Rex 3 Pro

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Amazfit T-Rex 3 Pro

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Amazfit T-Rex 3 Pro

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App & Einrichtung

Die Einrichtung der Amazfit T‑Rex 3 Pro läuft identisch zur herkömmlichen T‑Rex 3 ab. Nach der Installation der Zepp‑App verbinden wir die Uhr per Bluetooth mit dem Smartphone. Ab jetzt stellt die App alle gesammelten Daten der Uhr übersichtlich in Diagrammen dar. Auf der Startseite erscheinen Kennzahlen zur Herzfrequenz, Training und Schlaf, für die es zusätzlich eigene Detailmenüs mit Tabellen und Verlaufsdaten gibt.

Im Bereich Training startet man Sporteinheiten manuell, ruft Workouts ab und verwaltet Trainingspläne. Ebenfalls integriert ist der kostenpflichtige Zepp‑Coach, ein KI-Assistent, der die Trainingsdaten genauer analysiert als die kostenlose App-Version. Hinzu kommt das Abo‑Feature Aura mit erweiterten Schlafanalysen, geführten Meditationen und einem KI‑Schlaftrainer.

Unter dem Menüpunkt Gerät passt man die verschiedenen Systemeinstellungen der T‑Rex 3 Pro bei Bedarf an. Dazu gehören die Konfiguration von Menüs und Widgets, Benachrichtigungen sowie die optionale Verknüpfung mit dem Google‑Kalender.

Tracking & Training

Bei den Trainings- und Trackingfunktionen unterscheiden sich die T-Rex 3 und T-Rex 3 Pro nur geringfügig. Beide messen im Schlaftracking die verschiedenen Phasen (Leicht-, Tief- und REM-Schlaf) und berechnen daraus einen Index, der den Erholungszustand widerspiegeln soll. Das Problem der ungenauen Erkennung von Wachphasen bleibt jedoch bestehen, wodurch die Aussagekraft eingeschränkt ist. Wie bei den meisten Wearables verbessert sich die Genauigkeit mit regelmäßigem Tragen.

Amazfit hat mit der T-Rex 3 Pro die Anzahl der Sportmodi auf über 180 verschiedene Profile erweitert. Über die App erstellt man eigene Trainingseinheiten und kann diese auf die Uhr übertragen, etwa im Bereich Kraftsport oder Hyrox-Training. Positiv fällt die Vielzahl zusätzlicher Daten auf, die die Uhr je nach Sportart erfasst: Beim Laufen und Radfahren werden etwa Herzfrequenz, Dauer und Strecke aufgezeichnet, beim Outdoor-Klettern zudem die Höhe. Beim Krafttraining können Sätze und Gewichte manuell gespeichert werden – ein Funktionsumfang, den kaum ein Konkurrenzprodukt bietet.

Ein Alleinstellungsmerkmal der T-Rex-Serie ist der Hyrox-Race-Modus. Er kombiniert alle Stationen eines Hyrox-Wettkampfs – vom Lauf über Ski-Ergometer, Sled-Push und Sled-Pull bis zum Ziel – in einem Profil und zeichnet die Dauer jeder Disziplin separat auf. So behält man den Überblick über den gesamten Trainingsablauf.

Wie schon bei der Standardversion nutzt auch die T-Rex 3 Pro die Auswertung von Aktivitätsdaten über die PAI (Persönliche Aktivitätsintelligenz). Dieser Wert berücksichtigt Alter, Geschlecht, Ruhepuls und Pulsverlauf der letzten sieben Tage und steigt bei intensiver Belastung entsprechend an.

Die Uhr erkennt Trainingseinheiten wie Laufen, Radfahren, Schwimmen, Crosstrainer- und Rudertraining automatisch. Die Empfindlichkeit der Erkennung kann in drei Stufen angepasst werden. Auf der höchsten Stufe registriert die T-Rex 3 Pro nahezu jede Bewegung, während Standard- und Niedrig-Einstellungen eine längere oder intensivere Aktivität erfordern. Im Praxistest funktioniert das zuverlässig.

Das Herzstück des Trackings ist die Pulsmessung, die im Test sehr präzise arbeitet. Die Abweichungen zu unseren Referenzmessungen mit Brustgurt bewegen sich im niedrigen einstelligen Prozentbereich – typisch für optische Sensoren.

Amazfit T-Rex 3 Pro - Zepp App

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Amazfit T-Rex 3 Pro - Zepp App

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Weitere Features

Neben den bereits von der T-Rex 3 bekannten Funktionen wie Zepp Pay, dem Amazfit-Sprachassistenten und integriertem Musikspeicher bietet die T-Rex 3 Pro mehrere sinnvolle Neuerungen. Besonders erfreulich: Über das integrierte Mikrofon nimmt man nun auch eingehende Anrufe entgegen. Ein eSIM-Slot fehlt allerdings weiterhin, sodass das Smartphone zum Telefonieren in Reichweite bleiben muss.

Ein wesentlicher Fortschritt gegenüber dem Standardmodell ist das auch zur Navigation nutzbare GPS. Beide Varianten verfügen zwar über ein präzises Ortungsmodul inklusive Höhenbarometer, doch die Pro-Version bringt zusätzliche Funktionen mit: Routenplanung, Round-Trip-Routing und automatische Routenanpassung. Damit gleicht Amazfit eines der größten Defizite des Vorgängers aus und schließt funktional zur deutlich teureren Garmin Fenix 8 auf. Die Uhr unterstützt sowohl GPX-Tracks als auch Navigationsziele auf der Karte und eignet sich damit hervorragend für Outdoor-Touren, Läufe und Radtouren.

Akku

Der einzige spürbare Nachteil der T-Rex 3 Pro mit 48 mm gegenüber dem Basismodell liegt in der Akkulaufzeit. Statt 27 erreicht sie laut Hersteller im typischen Alltag 25 Tage. Faktoren wie Always-on-Display und GPS-Nutzung wirken sich deutlich auf die Laufzeit aus. Im Test lag der Akkustand nach acht Tagen mit drei jeweils anderthalbstündigen GPS-Trainingseinheiten bei rund 50 Prozent – ein ordentlicher Wert.

Damit hält die T-Rex 3 Pro zwar etwas kürzer durch als ihr Vorgänger, bleibt im Vergleich zur Konkurrenz aber weiterhin ausdauernd.

Geladen wird die Smartwatch wie gewohnt über die beiliegende Ladeschale, die man per USB-C-Kabel (nicht im Lieferumfang enthalten) verbindet. Eine vollständige Ladung dauert rund drei Stunden.

Preis

Die T-Rex 3 Pro mit 48 mm kostet laut UVP offiziell 400 Euro und ist in den Farben Schwarz sowie Schwarz-Gold verfügbar. Derzeit kostet das Modell mit 48 mm in der Farbvariante Tactical Black 359 Euro. Die kompaktere Variante in 44 mm kostet rund 323 Euro (Code: TECHNIK24).

Fazit

Nachdem die Amazfit T‑Rex 3 im Test bereits überzeugt hatte, legt der Hersteller mit der T‑Rex 3 Pro spürbar nach. Fast alle Schwächen des Standardmodells hat Amazfit ausgebessert – und das zu einem weiterhin fairen Preis. Das Ergebnis ist eine robuste Outdoor-Smartwatch mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Display und Akkulaufzeit gehören weiterhin zu den größten Stärken, auch wenn der Akku beim Pro-Modell etwas kürzer durchhält. Neu hinzugekommen sind eine Telefonfunktion und eine solide Routennavigation. Lediglich die beschränkte App-Auswahl bleibt ein kleiner Wermutstropfen.

Wer eine preisgünstige Alternative zur Garmin Fenix 8 sucht und dabei nicht auf Navigation verzichten möchte, findet in der Amazfit T‑Rex 3 Pro einen echten Outdoor-Geheimtipp.

 Eine der besten Sportuhren hat jetzt EKG

Garmin bietet mit der Fenix 8 sein neues High-End-Modell auch mit OLED-Display und EKG an. Im Test prüfen wir, ob sie den starken Vorgänger übertrifft.

VORTEILE

  • ausgezeichnete Anzeige dank OLED-Display
  • gewohnt überragende Navigation
  • hervorragende Funktionen für Ausdauersportler
  • Telefonfunktion
  • EKG seit Januar 2025

NACHTEILE

  • kostspielig
  • Bedienknöpfe teils unpräzise
  • Akkuleistung enttäuscht

Garmin Fenix 8 mit OLED im Test: Eine der besten Sportuhren hat jetzt EKG

Garmin bietet mit der Fenix 8 sein neues High-End-Modell auch mit OLED-Display und EKG an. Im Test prüfen wir, ob sie den starken Vorgänger übertrifft.

Die Garmin Fenix ist seit Jahren der Platzhirsch unter den smarten Sportuhren, und das mit Recht. In der Vergangenheit haben sich die Modelle der Fenix-Serie immer wieder an die Spitze unserer Bestenlisten für Sportuhren gefochten und in unseren Tests eine Traumwertung nach der anderen abgeräumt. Jetzt hat Garmin mit der Fenix 8 die neueste Inkarnation der beliebten High-End-Uhr auf den Markt gebracht.

Wir haben uns das Modell ganz genau angeschaut und mit dem Vorgänger verglichen, damit wir euch verraten können, ob sich der Kauf lohnt.

Update: Dieser Testbericht stammt aus dem Dezember 2024. Zum 15. Januar 2025 hat Garmin die EKG-Funktion auch für die Fenix 8 in der Europäischen Union freigeschaltet.

Design & Bedienung

Rein optisch bleibt Garmin mit der Fenix 8 dem grundlegenden Design der Fenix-Serie treu. Deshalb ändert sich äußerlich erst einmal nicht viel, aber der Teufel steckt im Detail. Garmin verkauft die Fenix 8 dieses Mal in zwei Varianten mit unterschiedlichen Displays: einmal als OLED-Version und einmal als Solar-Modell mit MIP-Display. Die Fenix 8 mit OLED gibt es mit einer Display-Größe von 47 mm und die Fenix 8 Solar mit 47 mm und 51 mm. Zusätzlich bietet Garmin noch eine Fenix 8 OLED Sapphire mit Titan-Lünette und integrierter LED-Taschenlampe in den Größen 43 mm, 47 mm und 51 mm an. Streng genommen ist die Fenix 8 mit OLED damit der Nachfolger der Garmin Epix 2 (Testbericht) und nicht der Fenix 7 (Testbericht), die es nur MIP-Display gibt.

Am Aufbau der Fenix 8 hat sich im Vergleich zur Fenix 7 ansonsten aber wenig getan. Insgesamt ist die Lünette etwas schmaler als beim Vorgänger, sodass die Uhr weniger wuchtig wirkt. Die Anordnung der fünf Bedientasten bleibt allerdings ebenso gleich wie die Möglichkeit, die Uhr über Touch-Gesten zu steuern. Letztere kann im Test fast durchgehend überzeugen: Unsere Eingaben mit einer Kombination aus Tasten- und Touch-Bedienung werden zuverlässig erkannt und direkt verarbeitet, mit einer Einschränkung. Im Test reagierten die Tasten erst auf unsere Eingaben, wenn wir besonders fest gedrückt haben. Dabei kam es auch zu vereinzelten Rucklern. Das hängt damit zusammen, dass die Tasten jetzt vollständig wasserdicht sind. Allerdings ist die Bedienung damit weniger komfortabel als bei der Fenix 7, bei der Garmin vom Drücken der Tasten unter Wasser jedoch abrät.

Immerhin: Wie von der Fenix 7 gewohnt schaltet sich auch bei der Fenix 8 die Touch-Funktion ab, wenn wir den Trainingsmodus beziehungsweise die Sportaufzeichnung aktivieren. Dadurch kommt es nicht zu Bedienfehlern aufgrund ungünstiger Bewegungen.

Einrichtung & App

Bei der Einrichtung der Fenix 8 und der zugehörigen Connect App bleibt alles bekannt und bewährt. Wir installieren die App auf unserem Smartphone und koppeln die Uhr mit ein paar Handgriffen an die Software. Es folgt ein kurzes Tutorial, das uns die wichtigsten Funktionen der Fenix 8 erklärt. Außerdem haben wir die Möglichkeit, spezielle Funktionen wie die Musiksteuerung, das Bezahlfeature oder die Benachrichtigungen individuell zu konfigurieren oder uns zu einem späteren Zeitpunkt daran erinnern zu lassen.

Mithilfe von Garmin Connect können wir dann die von der Fenix 8 aufgezeichneten Daten in übersichtlichen Kacheln und detaillierten Menüs anschauen. Auf der Hauptseite gibt es ein Dashboard, das uns die wichtigsten Informationen auf einen Blick anzeigt. Wer möchte, kann das Dashboard auch nach eigenen Wünschen anpassen. Dasselbe geht auch mit den täglichen Zielen für Bewegung und Aktivität, die wir in der App festlegen können. Die Einrichtung von Musikdiensten wie Spotify und der Transfer von Musik in den internen Speicher der Uhr läuft ebenfalls über Garmin Connect, wobei die Bedienung der jeweiligen Features in unserem Test gewohnt problemlos und intuitiv funktioniert hat. Eine Variante mit integriertem Mobilfunk gibt es nicht.

Garmin Fenix 8 mit OLED - Bilderstrecke

Garmin Fenix 8 mit OLED

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Garmin Fenix 8 mit OLED

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Aktivität & Training

Die Aufzeichnung von Aktivitäten und Trainingseinheiten ist die Kernkompetenz der Garmin-Fenix-Serie, und die Fenix 8 fährt in dieser Kategorie wirklich alle Register auf. Im Vergleich zur Fenix 7 hat Garmin noch einmal nachgelegt und die Anzeigen für die verschiedenen Sportarten um nützliche Informationen erweitert. Beim Wandern wird insbesondere zusätzlich zur zurückgelegten Strecke, der Aktivitätsdauer und der Herzfrequenz standardmäßig auch ein Kompass mit Breitengradanzeige eingeblendet.

Eine weitere Neuerung betrifft die Anzeige des Optionsmenüs. Anstatt im Startbildschirm jeder Aktivität den oberen Button auf der linken Gehäuseseite gedrückt halten zu müssen, können wir jetzt direkt auf dem Display nach unten scrollen, um Einstellungen für die jeweilige Sportart vorzunehmen. Auch eine Trainingsempfehlung wird uns hier direkt angezeigt, etwa 30 Minuten Laufen mit einem bestimmten Tempo.

Als echtes Alleinstellungsmerkmal gegenüber den Vorgängermodellen hat Garmin der Fenix 8 eine Tauchzertifizierung spendiert. Das bedeutet, ihr könnt die Uhr explizit auch zum Tauchen einsetzen. Die Fenix 8 ist nach internationalen Standards als Tauchequipment freigegeben und eignet sich für Tauchgänge bis 40 Meter Tiefe. Zusätzlich steht euch mit der Tiefen-App eine Unterstützung fürs Tauchen zur Verfügung, mit der ihr nachvollziehen könnt, in welcher Tiefe ihr getaucht seid.

Ansonsten bleibt bei den Sportprofilen aber alles beim Alten: Wir wählen aus einer großen Auswahl unterschiedlicher Sportarten, die in verschiedene Kategorien unterteilt sind und jetzt auch Motorsportarten (Motocross, Schneemobil und mehr) umfassen. Enttäuschenderweise hat es Garmin erneut versäumt, im Segment „Fitnessstudio“ ein Profil für funktionelle Fitness hinzuzufügen. Wer also Sportarten wie Crossfit, Hyrox oder Ähnliches betreibt, muss auf andere Optionen wie „HIIT“ oder „Sonstige“ ausweichen.

Wer möchte, kann neben den Trainingsvorschlägen, die einem die Uhr selbst unterbreitet, auch eigene Trainings über die Garmin Connect App erstellen. Das funktioniert genauso wie bei anderen Garmin-Uhren: Wir wählen aus einer Auswahl verschiedener Sportarten, erstellen ein Warm-up, ein Cool-Down und entscheiden uns für einige Übungen oder Ausdauereinheiten. Das fertige Training können wir dann auf der Fenix 8 abrufen und angeleitet ausführen.

Wo die Fenix 8 ähnlich wie schon das Vorgängermodell eine herausragende Leistung erbringt, ist der Pulssensor: Der funktioniert nämlich auch bei schwankender Herzfrequenz hervorragend und lässt sich auch von Feuchtigkeit am Handgelenk (infolge von Schweiß oder Wasser) nicht aus dem Takt bringen. Wahlweise lässt sich die Uhr wie gewohnt mit einem Brustgurt und anderen externen Sensoren wie dem Stryd oder einem Fahrradcomputer verbinden.

Bekannte Features wie die Berechnung der Ausdauerleistung, die Laufzeitprognose, Informationen zum Trainingszustand, Erholungszeit und diverse Daten zur Laufeffizienz sowie Tools zur Wettkampfplanung dürfen bei der Fenix 8 selbstverständlich ebenfalls nicht fehlen. Hier gibt es allerdings gegenüber der Fenix 7 keine nennenswerten Neuerungen.

Schlaf-Tracking

Das Schlaf-Tracking bleibt bei der Fenix 8 dasselbe wie beim Vorgänger: Die Uhr zeichnet unseren Puls, unsere Atmung und unsere Sauerstoffsättigung im Blut auf, während wir schlafen, und registriert die einzelnen Schlafphasen. Entsprechend den aufgezeichneten Daten errechnet die Uhr dann einen Wert für unsere Schlafqualität. Der Jetlag-Ratgeber und der Schlafcoach sind ebenfalls wieder mit an Bord und geben hilfreiche Empfehlungen zur benötigten Schlafmenge und Verbesserung der Schlafhygiene.

Auch wenn die Fenix 8 selbstverständlich nicht mit der Genauigkeit eines Schlaflabors mithalten kann, überzeugen die gemessenen Werte. Langfristige positive oder negative Trends lassen sich gut über die Smartwatch verfolgen und geben Aufschluss über potenzielle Störungen im Schlafverhalten. Die Weckfunktion überzeugt ebenso wie die Möglichkeit, eine DND-Phase festzulegen, um während der Nacht nicht von Benachrichtigungen geweckt zu werden.

Zusätzliche Features

Die Fenix-Serie von Garmin ist vorwiegend für ihre hervorragenden Navigationsfeatures bekannt, wobei die Fenix 8 keine Ausnahme bildet. Alle vom Vorgänger bekannten Funktionen wie Outdoor Maps+, topoactive Karten und die Möglichkeit, einzelne Karten direkt per WLAN ohne den Umweg über einen PC auf die Uhr zu laden, sind wieder integriert. Dank SatIQ bietet die Fenix 8 die gewohnte Multiband-Satelliten-Abdeckung und wählt bei Bedarf die optimale Technologie aus.

Ergänzend dazu gibt es das sogenannte Roundtrip Routing, bei dem die Uhr einen konkreten Routenvorschlag für eine von uns vorgegebene Distanz erstellt. Das funktioniert in der Praxis auch ordentlich, allerdings muss man sich bereits auf einem Weg oder einer Straße befinden, damit die Uhr eine Strecke vorgeben kann. Hält man sich auf einem Grundstück oder in einem Gebäude auf, meldet die Fenix 8 einen Fehler bei der Streckenerstellung. Das war bei der Fenix 7 noch anders: Hier konnte man das Roundtrip Routing nur über das Trainingsprofil vom Radfahren oder Laufen auswählen, aber die Uhr erstellte unabhängig vom Standort eine Strecke.

Bei der Fenix 8 hat sich in Hinblick auf die Navigation also nicht viel geändert, aber das war aufgrund der exzellenten Funktionsweise der Karten und GPS-Abdeckung auch nicht nötig. Auch beim Musikspeicher bleibt alles beim Alten: Wir können die Uhr mit einem Konto bei Spotify, Deezer oder Amazon Music verbinden und unsere Playlists per WLAN auf die Uhr laden. An der Bezahlfunktion via Garmin Pay hat sich im Vergleich zur Fenix 7 nichts geändert, auch wenn mittlerweile mehr Banken das Feature unterstützen. An anderer Stelle hat Garmin allerdings mit einigen Verbesserungen nachgelegt.

Neu hinzugekommen ist nämlich die Telefoniefunktion: Ein integriertes Mikrofon mit Lautsprecher ermöglicht jetzt auch das Entgegennehmen und Beantworten von Anrufen. Außerdem können wir mit der Fenix 8 auf den Sprachassistenten unseres Smartphones zugreifen und dadurch auf Textnachrichten reagieren. Wer möchte, kann zudem Sprachmemos erstellen und offline einige Funktionen der Uhr mithilfe von Sprachbefehlen aktivieren. Die Auswahl an Sprachbefehlen umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Anweisungen, mit denen wir etwa einen Wecker stellen, den DND-Modus aktivieren oder die Apps und Aktivitäten auf der Uhr steuern können. In der Praxis funktioniert das einwandfrei: Halten wir die obere rechte Taste am Gehäuse der Fenix 8 gedrückt, wird das Feature aktiviert und die Uhr nimmt unseren Befehl entgegen. Die Verarbeitung der Anweisung dauert nur wenige Sekunden.

Eine kleine, aber feine Verbesserung hat sich Garmin schließlich noch für die Taschenlampe überlegt, die als separate LED am oberen Rand der Lünette eingelassen ist. Das Licht ist erneut in drei Stufen verstellbar, allerdings gibt es jetzt auch eine Rotlicht-Option. Zudem leuchtet die LED jetzt deutlich heller als vorher. Im Gegensatz zur Fenix 7 sind alle Modelle der Fenix 8 mit einer Taschenlampe ausgestattet.

Garmin bietet seit dem 15. Januar 2025 ein EKG-Feature per Software-Update für die Fenix 8 an, das Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern erkennen kann. Die Nutzung wird jedoch erst ab einem Alter von 22 Jahren empfohlen, da bei jüngeren Personen fehlerhafte Ergebnisse auftreten können. Bei einem entsprechenden Befund wird geraten, eine mögliche Behandlung mit einem Arzt zu besprechen. Für die Nutzung des EKGs müssen die Smartwatch-Firmware und die Garmin Connect App auf den aktuellen Stand gebracht werden. Im Test stand uns dieses Feature bisher nicht zur Verfügung.

Akku

Die Akkulaufzeit der Garmin Fenix 8 mit OLED-Display liegt laut Herstellerangaben bei bis zu 16 Tagen (6 Tage im Always-On-Modus) oder bis zu 21 Tagen im Energiesparmodus. Bei aktiviertem GPS soll die Uhr bis zu 42 Stunden durchhalten. In unserem Test haben wir die Fenix 8 ohne Always-On und mit aktivierten Benachrichtigungen und Musikwiedergabe während des Trainings mit insgesamt drei anderthalbstündigen Sporteinheiten pro Woche gut acht Tage nutzen können, bevor wir den Akku wieder aufladen mussten. Im Vergleich mit der Fenix 7 mit MIP-Display ist das je nach Nutzungsszenario ein leichter Rückschritt, was aber dem energiehungrigen OLED-Display geschuldet ist. Trotzdem enttäuscht die Akkuleistung der Fenix 8 in der Praxis ein wenig.

Preis

Die Fenix-Serie gehörte schon immer zu den teuersten smarten Sportuhren am Markt, und die Fenix 8 bildet in dieser Hinsicht keine Ausnahme. Die UVP reicht hier je nach Variante von 1000 bis 1300 Euro. Gegenüber der Fenix 7 hat sich der Preis für die Variante mit OLED-Display noch einmal erhöht. Das kleine Modell mit 43 mm kostet derzeit 729 Euro, mit 47 mm startet der Preis schon bei 719 Euro. Am teuersten ist das große Modell mit 51 mm für 804 Euro.

Fazit

Garmin liefert mit der Fenix 8 den Nachfolger für eine der besten Sportuhren am Markt, und das merkt man auch, sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht. Denn in unserem Test wurden wir das Gefühl nicht los, dass der Hersteller sich zu sehr auf Neuerungen wie den Tauchmodus und das OLED-Display konzentriert, dabei aber die Stärken der Fenix-Serie ein wenig außer Acht lässt.

Insbesondere die Probleme mit den Bedientasten fallen hier negativ ins Gewicht, aber auch die Tatsache, dass Garmin den Besitzern einer Fenix 7 eigentlich keinen Grund für den Kauf einer Fenix 8 liefert. Wer bislang noch keine Fenix-Smartwatch besitzt, sollte sich daher gut überlegen, ob die zusätzlichen Funktionen wie das OLED-Display und die Tauch-Zertifizierung den hohen Preis rechtfertigen oder ob das Vorgängermodell vielleicht doch die bessere Wahl ist.

 Sportuhr mit EKG, Tauchcomputer & Sonar

Die Huawei Watch Ultimate 2 ist eine Premium-Smartwatch für Taucher und Outdoor-Fans – robust, elegant und bereit für extreme Einsätze.

VORTEILE

  • extrem robust gebaut
  • für Tauchgänge bis 150 Meter geeignet
  • helles & scharfes Display
  • präzise Sensoren
  • praktischer X-Tap-Sensor & EKG

NACHTEILE

  • teuer
  • klobig und schwer
  • überschaubares App-Angebot
  • Health App nicht im Google Play Store
  • Akkulaufzeit kürzer als bei Top-Sportuhren

Huawei Watch Ultimate 2 im Test: Sportuhr mit EKG, Tauchcomputer & Sonar

Die Huawei Watch Ultimate 2 ist eine Premium-Smartwatch für Taucher und Outdoor-Fans – robust, elegant und bereit für extreme Einsätze.

Mit der Watch Ultimate 2 bringt Huawei eine Smartwatch auf den Markt, die für extreme Bedingungen konzipiert ist. Der Nachfolger der Ultimate richtet sich an Outdoor-Fans und Taucher und kombiniert professionelle Funktionen mit edlem Design.

Optisch erinnert die Uhr an klassische Taucheruhren, technisch ist sie im Prinzip eine Huawei Watch 5 in robuster Ausführung mit einigen Extras. Laut Hersteller ist die Watch Ultimate 2 bis 150 Meter Tiefe für Tauchgänge geeignet – ein außergewöhnlich hoher Wert, selbst im Premiumsegment.

Neben GPS, Fitness-Tracking und Sensoren für Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung und EKG bietet die Watch Ultimate 2 auch LTE, WLAN und Zugriff auf Apps über die Huawei Appgallery. Damit positioniert Huawei das Modell im oberen Leistungssegment, wo Smartwatch und Präzisionsinstrument ineinandergreifen.

Wie sich die Premium-Uhr im Alltag und unter Extrembedingungen schlägt, zeigt der Praxistest – über und unter Wasser.

Design & Tragekomfort

Die Huawei Watch Ultimate 2 wirkt ausgesprochen hochwertig und edel, ist aber auch wuchtig und schwer. An schmalen Handgelenken, insbesondere bei Frauen, erscheint sie schnell zu massiv. Mit der Zeit gewöhnt man sich allerdings an das Format, der Tragekomfort ist zumindest an einem Männerhandgelenk hoch.

Mit ihren Abmessungen von 47,8 × 47,8 × 12,9 mm zählt die Smartwatch zu den größeren Modellen. Das Gewicht von rund 80 g liegt ebenfalls im oberen Bereich und entspricht etwa dem einer Garmin Fenix 8 Solar mit 47 mm Durchmesser. Dafür punktet die Watch Ultimate 2 mit außergewöhnlicher Robustheit und hoher Widerstandsfähigkeit.

Das Gehäuse ist achteckig gestaltet und besteht aus einer aufwendig gefertigten Materialkombination aus Flüssigmetall mit Zirkonium und einer Keramiklünette. Diese verleiht der Ultimate 2 einen markant sportlichen Charakter. Das mitgelieferte Fluorelastomer-Armband wirkt hochwertig und trägt sich angenehm. Rechts oben befindet sich die Krone, rechts unten und links oben gibt es zwei Knöpfe.

Dank des massiven Gehäuses eignet sich die Smartwatch auch fürs Tauchen. Die Ultimate 2 ist bis 20 ATM (200 Meter) wasserdicht und nach EN 13319 zum Freitauchen bis 150 Meter zugelassen. Zum Vergleich: Die Apple Watch Ultra 3 ist nur für Tiefen bis 40 Meter spezifiziert.

Huawei bietet zwei Varianten an: eine nüchtern wirkende Dunkelgrau-Schwarz-Kombination und eine auffällige zweifarbige Version in Blau und Weiß. Letztere kombiniert ein Fluorelastomer-Armband mit eingelegten keramischen Elementen. Für beide Modelle sind zudem Edelstahlarmbänder erhältlich, der Wechsel erfolgt schnell und werkzeuglos.

Huawei Watch Ultimate 2 - Bilder

Huawei Watch Ultimate 2

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Display

Die Huawei Watch Ultimate 2 setzt beim Bildschirm auf ein rundes 1,5-Zoll-OLED-Display mit einer Auflösung von 466 × 466 Pixeln. Die Darstellung ist gestochen scharf, Farben wirken kräftig und Kontraste sind hervorragend abgestimmt.

Mit einer Spitzenhelligkeit von bis zu 3500 Nits bleibt die Anzeige selbst bei direkter Sonneneinstrahlung klar ablesbar – ideal für Outdoor-Aktivitäten. Der Bildschirm wird von Saphirglas geschützt, das besonders widerstandsfähig gegen Kratzer und Stöße ist. Allerdings passte sich die Helligkeit in dunkler Umgebung mitunter zu stark nach unten an, etwa abends auf der Couch vor dem Fernseher. Das erschwert gelegentlich das Ablesen.

App & Bedienung

Für die Nutzung der Watch Ultimate 2 ist die App Huawei Health erforderlich. Sie läuft ab Android 9 und iOS 13. Unter iOS steht sie regulär im App Store bereit, auf Android-Geräten muss sie aufgrund der US-Sanktionen per Sideload installiert werden. Alternativ findet man sie in den App-Stores von Honor und Samsung.

Die App ist klar strukturiert. Im Bereich „Gesundheit“ erscheinen Messwerte wie Herzfrequenz, Schritte, Schlaf und Trainingsdaten. Unter „Training“ finden sich geführte Programme – darunter spezielle Optionen wie eine Golfplatzkarte für den Standort.

Weitere Inhalte zu Wellness und Ernährung bietet der Reiter „Entdecken“. Über „Geräte“ lassen sich Watchfaces (kostenlos oder kostenpflichtig) laden und Einstellungen etwa zu Benachrichtigungen, Musik oder Offline-Karten anpassen. Für die Nutzung ist ein Huawei-Konto nötig.

Die App-Übersicht öffnet sich per Druck auf die Krone und zeigt die Anwendungen in einem Raster statt in einer Wolke, optional auch in einer Liste. Ein Doppeldruck auf die Krone startet die Übersicht aller aktiven Apps. Die untere Taste ruft ein frei belegbares Schnellstartmenü mit bis zu drei Apps auf. Links oben sitzt eine weitere Taste, die sich individuell belegen lässt. Standardmäßig startet sie den Tauchmodus. Da der Touchscreen unter Wasser nicht funktioniert, steuert man die Uhr dann mit den beiden Tasten und der Krone.

Wie schon die Watch 5 bietet auch die Ultimate 2 den X-Tap-Sensor: Ein Fingertipp mit Zeigefinger darauf aktiviert eine Gesundheitsmessung samt EKG und Blutsauerstoffmessung, sofern der Nutzer zuvor zugestimmt hat. Ein Wisch nach oben führt zu den Benachrichtigungen, deren Anzeige sich in der App steuern lässt – allerdings werden mit dem Smartphone bereits gelesene Nachrichten nicht automatisch entfernt. Ein Wisch nach unten öffnet das Schnellmenü mit WLAN-, Bluetooth- und die Nicht-stören-Funktion.

Links vom Startbildschirm liegen Infokarten etwa zu Wetter und Kalender, rechts weitere kompakte Widgets – übersichtlich gestaltet und funktional aufgeräumt.

Huawei Watch Ultimate 2 - Health App

Huawei Watch Ultimate 2 - Health App

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Fitness-Tracking

Als Sportuhr zeigt sich die Huawei Watch Ultimate 2 ausgesprochen vielseitig. Sie bietet eine Auswahl an zahlreichen Trainingsmodi – von klassischen Ausdauersportarten über Wassersport hin zu spezialisierten Profilen für Golf oder Tauchen. Damit positioniert Huawei das Modell klar im Premiumsegment technikorientierter Multisportuhren. Besonders Hobbytaucher finden in der Ultimate 2 eine interessante Alternative zu herkömmlichen Tauchcomputern.

Bei der Pulsmessung liefert die Watch Ultimate 2 gewohnt präzise Werte. Selbst bei intensivem Intervalltraining – etwa beim Training mit dem Spinning-Bike – wich die Messung im Test nur um zwei bis drei Schläge pro Minute von einem Brustgurt ab. Die schnelle Reaktion auf Belastungswechsel spricht für die hochwertige Sensorelektronik und die präzise Signalverarbeitung.

Gesundheit & Schlaf

Gut gefallen hat uns der bereits von der Watch 5 bekannte X-Tap-Sensor, der eine Blutsauerstoffmessung per Fingerkontakt in rund zehn Sekunden ermöglicht. Im Vergleich zu herkömmlichen Methoden arbeitet das Verfahren schneller und präziser. Das kann nützlich sein, wenn man in großer Höhe in den Bergen wandert und schnell den Blutsauerstoffgehalt prüfen will. Zudem lässt sich ein 1-Kanal-EKG aufzeichnen, das laut Huawei auch Hinweise auf Vorhofflimmern erkennen kann.

Überdies erfasst die Smartwatch physiologische Parameter wie arterielle Steifheit, Herzfrequenzvariabilität (HRV) im Schlaf, Hauttemperatur, Stresslevel und Schlafatmung zur möglichen Erkennung von Schlafapnoe.

Die Schlafanalyse unterscheidet zwischen REM-, Tief- und Leichtschlafphasen und zeigte im Test weitgehend stimmige Ergebnisse. Schwächen offenbarte sie allerdings bei der Erkennung von Wachphasen, die weniger zuverlässig wiedergegeben wurden als etwa bei einem Smart Ring von Oura oder Ringconn.

Die Huawei Watch Ultimate 2 bietet eine Zyklusüberwachung, die anhand der gemessenen Hauttemperatur und lernender Algorithmen Veränderungen im Hormonzyklus analysiert. So lassen sich fruchtbare Phasen und Zyklusverläufe präziser vorhersagen – interessant für Frauen, die Gesundheit, Fruchtbarkeit oder Training gezielt steuern möchten.

Weitere Features

Die Huawei Watch Ultimate 2 ist umfassend ausgestattet und bringt eine Vielzahl an Sensoren und Schnittstellen mit. Zur Erfassung von Bewegungs- und Umweltdaten dienen Beschleunigungssensor, Gyroskop, Kompass, Barometer, Umgebungslicht-, Temperatur- und Tiefensensor.

Die Ortung erfolgt über Multiband-GNSS mit Unterstützung für GPS, Glonass, Beidou, Galileo und QZSS – im Test mit hoher Präzision. Für Konnektivität sorgen LTE per eSIM, Wi-Fi 6, Bluetooth 5.2 LE und NFC.

Telefonieren klappt mit der Huawei Watch Ultimate 2 erstaunlich gut. Mikrofon und Lautsprecher liefern eine klare Sprachqualität, selbst bei Umgebungslärm. Die Verbindung kann wahlweise über LTE mit eSIM oder per Bluetooth zum Smartphone erfolgen. Damit eignet sich die Uhr auch als kurzfristiger Ersatz am Handgelenk für das Handy.

Das App-Angebot bleibt aufgrund der US-Sanktionen weniger ausgeprägt als bei Wear OS oder Watch OS. Im Unterschied zu Modellen wie der Watch Fit 4 Pro oder Watch GT 6 bietet die Watch Ultimate 2 jedoch weitere Apps aus der Huawei Appgallery – ähnlich wie die Watch 5. Praktisch ist etwa Petal Maps als Alternative zu Google Maps, inklusive Navigation direkt auf der Uhr. An die tiefe Integration einer Apple Watch, Galaxy Watch oder Pixel Watch reicht das System aber nach wie vor nicht heran.

Die Uhr unterstützt über ihr NFC-Modul theoretisch kontaktloses Bezahlen. Praktisch klappt das nur mit Quicko Wallet, einem Anbieter aus Polen. Die App nutzt eine virtuelle Prepaid-Kreditkarte, die gegen Gebühren aufgeladen wird. Eine direkte Kontoverknüpfung fehlt – und im Test konnten wir die Lösung bislang nicht ausprobieren.

Für Taucher bietet die Huawei Watch Ultimate 2 ein besonders interessantes Feature: Die Smartwatch kann unter Wasser per Sonar mit anderen Ultimate-2-Uhren kommunizieren. Die Nachrichten werden akustisch über das Wasser übertragen. Dafür legt man zunächst beim Aktivieren der Tauchfunktion eine Gruppe an und fügt die gewünschten Kommunikationspartner als Buddy hinzu. Anschließend stehen vorgefertigte Nachrichten und Emojis zur Auswahl, die sich bei Bedarf anpassen lassen.

Im Praxistest in einem Indoor-Tauchbecken funktionierte die Kommunikation überraschend zuverlässig. So lassen sich unter anderem SOS-Signale absetzen, dem Tauchpartner eine kurze Statusmeldung schicken oder Sichtungen wie Schiffe oder Haie mitteilen.

Huawei Ultimate 2

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Akku

Im Test zeigte die Huawei Watch Ultimate 2 eine überzeugende Akkuleistung: Bei dauerhaftem Tragen und rund einer Stunde Training pro Tag hielt sie viereinhalb bis fünf Tage durch. Damit liegt sie deutlich vor vielen aktuellen Wear-OS-Uhren und auch vor der Apple Watch. Im Energiesparmodus, der einige Konnektivitätsfunktionen deaktiviert, sollen laut Huawei sogar bis zu zehn Tage Laufzeit möglich sein.

Preis

Preislich begibt sich Huawei mit der Watch Ultimate 2 ebenfalls in Premium-Sphären einer Garmin Fenix 8. Die UVP für das schwarze Modell liegt bei 899 Euro, die blau-weiße Variante kostet 999 Euro. Wer direkt bei Huawei kauft, bekommt eine Garantieverlängerung auf drei Jahre kostenlos dazu.

Mittlerweile bekommt man das Modell in Schwarz ab 749 Euro. Das blau-weiße Modell startet mit dem gleichen Code bei 849 Euro.

Fazit

Die Huawei Watch Ultimate 2 ist eine Sportuhr für extreme Bedingungen. Die überaus robuste Smartwatch kann bei Tauchgängen bis zu 150 Metern Tiefe verwendet werden. Unter Wasser lassen sich sogar kurze Nachrichten per Sonar an andere Teilnehmer übermitteln. Aber auch an Land ist die Uhr ein zuverlässiger Begleiter für Outdoor-Aktivitäten und Sport. Das große Display ist sehr hell und auch bei direkter Sonne gut ablesbar.

Neben präziser Ortung und genauer Pulsmessung bietet die Ultimate 2 zahlreiche Gesundheitsfunktionen. Besonders praktisch ist der X-Tap-Sensor: Mit einem Fingertipp misst er den Blutsauerstoff, zudem sind EKG-Aufzeichnungen möglich. Die Uhr erkennt außerdem arterielle Steifheit sowie die Herzfrequenzvariabilität (HRV) im Schlaf. Dank LTE und eSIM funktioniert sie auch unabhängig vom Smartphone.

Die Uhr ist allerdings recht groß und somit weniger für schmale Handgelenke geeignet. Dafür beeindruckt die Akkulaufzeit mit bis zu fünf Tagen – deutlich länger als bei einer Apple Watch Ultra, wenn auch kürzer als bei Sportuhren von Garmin oder Huawei-GT-Modellen. Dafür gibt es mit der Huawei Appgallery einen eigenen App-Store, auch wenn die App-Auswahl kleiner ist als bei Apple oder Google.

Wer auf ein robustes Gehäuse Wert legt und dennoch nicht auf smarte Funktionen verzichten möchte, findet in der Huawei Watch Ultimate 2 eine leistungsstarke Lösung – insbesondere für Hobbytaucher ist sie eine echte Alternative zum Tauchcomputer.

 Robuste Smartwatch mit 3 Tagen Laufzeit

Die robuste Samsung Galaxy Watch Ultra überzeugt mit langer Akkulaufzeit und starken Features, hat aber ein ungewöhnliches Design. Wie sich die Outdoor-Smartwatch schlägt, zeigt der Test.

VORTEILE

  • präzise Pulsmessung
  • viele Apps und smarte Features
  • gute Akkulaufzeit für Wear OS

NACHTEILE

  • hoher Preis
  • merkwürdiges Design
  • ungenaues GPS
  • EKG und Blutdruck nur mit Samsung-Handys

Samsung Galaxy Watch Ultra im Test: Robuste Smartwatch mit 3 Tagen Laufzeit

Die robuste Samsung Galaxy Watch Ultra überzeugt mit langer Akkulaufzeit und starken Features, hat aber ein ungewöhnliches Design. Wie sich die Outdoor-Smartwatch schlägt, zeigt der Test.

Neben der Galaxy Watch 7 haben die Koreaner im Jahr 2024 auch eine robuste Outdoor-Variante heraus: die Watch Ultra. Diese erinnert bezüglich des Namens an die Apple Watch Ultra (Test von Mac & i). Etwas mehr Kreativität hätte hier nicht schaden können. Eine Neuauflage der Galaxy Watch 6 Classic (Testbericht) gibt es dieses Jahr hingegen nicht.

Verglichen mit dem schlanken Modell der Galaxy Watch ist die Ultra deutlich wuchtiger und bietet einen weitaus größeren Akku. Das Design ist jedoch etwas ungewöhnlich. Dafür hält die Smartwatch mit Wear OS nahezu drei Tage im Test durch und bietet ebenfalls eine genaue Pulsmessung, ein robusteres Gehäuse, standardmäßig LTE und eine EKG-Messung – die jedoch nur mit Samsung-Smartphones funktioniert.

Update: 2025 gibt es lediglich ein "kleines" Modell-Upgrade. Die Samsung Galaxy Watch Ultra 2025 bietet jetzt ein dunkelblaues Armband, bekommt mit 64 GB doppelt so viel Speicher und läuft von Haus aus schon mit Wear OS 6 und One UI Watch 8. Dazu kommen erweiterte Gesundheitsfunktionen.

Wir haben uns auch das neue Modell angesehen, die frühere Variante haben wir im August 2024 getestet. Wie sich beide robusten Smartwatches in der Praxis schlagen, zeigt dieser Test.

Design: Was ist anders bei der Galaxy Watch Ultra?

Über Geschmack kann man sich bekanntlich streiten. Optisch geht Samsung bei der Galaxy Watch Ultra andere Wege. So ist die Uhr angedeutet rechteckig mit abgerundeten Ecken, das Display mit Saphirglas bleibt allerdings rund. Wie uns ein aufmerksamer Leser darauf hingewiesen hat, gibt es dafür einige historische Beispiele von edlen Uhren, etwa die Omega Jedi oder Seiko Pogue.

Das Ganze wirkt auf den Autor dieses Texts aber eher wie eine Mercedes-G-Klasse, die in einen Fiat Multipla gerauscht ist. Die Uhr wirkt recht klobig, vergeudet aber mit der Form Platz für den Bildschirm. Die Optik einer Sportuhr (Bestenliste) wie bei einer Garmin Fenix 7 (Testbericht) hätte der Galaxy Watch Ultra unserer Meinung nach besser zu Gesicht gestanden. Aber letztlich ist das unsere subjektive Einschätzung. Unpraktisch ist lediglich, dass gefühlt der Platz für das Display nicht komplett genutzt wird bei diesem Design. Lobenswert ist, dass hier Samsung mal eine andere Form wählt als die meisten Hersteller.

Neu ist die Action-Taste, die einer Krone nachempfunden ist, aber bei Drehung keinerlei Funktion bietet. Mit einem Durchmesser von 47 mm fällt die Uhr recht groß aus. Sie bietet Wasserschutz bis 10 ATM (100 Meter Wassersäule) und erfüllt IPX8 sowie die US-Militärnorm MIL-STD-810H. Anders als die Apple Watch Ultra ist sie aber nicht zum Tauchen geeignet, höchstens zum Schnorcheln.

Das Titangehäuse wirkt unserer Einschätzung nach anfällig für Kratzer, auch wenn die Uhr im Test keinerlei Schaden genommen hat. Zudem ist es kein Unibody aus Titan, so nutzen die Koreaner auch Kunststoff, was nicht so hochwertig wirkt, wie man es für den Preis erwarten würde. Die Armbänder sind einfach zu wechseln. Das 2025er-Modell bleibt bei den Spezifikationen und Gehäuse gleich, lediglich das Band hat mit Blau eine neue Farbe.

Display: Wie groß und hell ist der Bildschirm?

Der Bildschirm hat eine Diagonale von 1,5 Zoll und ist damit nur so groß wie bei der Galaxy Watch 7 (Testbericht) mit 44 mm. Die Bildqualität des überaus scharfen OLED-Panels ist hervorragend. Zudem ist die Anzeige strahlend hell und bleibt auch bei Sonnenlicht ablesbar. Samsung gibt eine Helligkeit von 3000 Nits an, was deutlich heller ist als bei der Galaxy Watch 7 oder Apple Watch.

Standardmäßig ist das Always-On-Display aktiv, was aber die Akkulaufzeit um knapp einen halben Tag verkürzt. Ohne Always-On-Display aktiviert sich das Display nicht immer sofort, wenn man die Uhr zu sich dreht, man muss schon etwas ruckartig das Handgelenk bewegen – dieses Problem hatten wir bei der Galaxy Watch 7 so nicht.

Samsung Galaxy Watch Ultra - Bilderstrecke

Samsung Galaxy Watch Ultra 2025

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Samsung Galaxy Watch Ultra 2025

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Samsung Galaxy Watch Ultra (2025), Watch 8 Classic, Watch 8

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Ausstattung: Welche Funktionen hat die Galaxy Watch Ultra?

An Bord der Watch Ultra ist der neue Samsung Exynos W1000 Prozessor, der im 3-nm-Verfahren gefertigt wird. Dadurch läuft die Uhr extrem flüssig und ohne Verzögerungen. Der Speicher bietet 32 GB bei 2 GB RAM, was internen Musikspeicher für die Nutzung ohne Handy oder offline ermöglicht. Bei der Ultra 2025 gibt es von Haus aus doppelt so viel Speicher - also 64 GB. Das sollte genügend Platz für Musik oder Karten liefern.

Drahtlose Kommunikation erfolgt primär über Bluetooth 5.3, optional auch über WLAN (2 GHz und 5 GHz) sowie LTE mit eSIM. NFC ist integriert, sodass die Uhr zum Bezahlen mit Samsung Pay genutzt werden kann. Zur Standortbestimmung stehen GPS, Glonass, Beidou und Galileo zur Verfügung, womit die Smartwatch auch ohne Smartphone zum Laufen verwendet werden kann. Die Genauigkeit ist jedoch nicht optimal. Ein Kompass ist ebenfalls an Bord.

Voraussetzung für die Nutzung ist ein Android-Smartphone mit mindestens Android 10, iPhones sind inkompatibel. Das App-Angebot ist dank des Google Play Store groß, und Wear OS ermöglicht die Nutzung von Google-Anwendungen wie Bixby, Smartthings, Samsung Pay, Google Maps sowie weitere Dienste wie Spotify oder Komoot. Die Sensoren überwachen den Schlaf, Zyklus, Blutsauerstoff, Blutdruck, Kalorienverbrauch, die Herzfrequenz und Hauttemperatur, die Uhr zählt ferner Schritte sowie Schwimmzüge. Eine Sturzerkennung gibt es ebenfalls. Auch Höhenmesser und Luftdrucksensor sind integriert.

Allerdings können nur Samsung-Smartphones die Smartwatch vollständig nutzen, da Funktionen wie EKG oder Blutdruckmessung nur über die Samsung Health Monitor App mit Smartphones der Koreaner verfügbar sind. Die Blutdruckmessung erfolgt optisch und steht nur Nutzern eines Samsung-Smartphones zur Verfügung. Hierzu muss die Uhr vorab mit einer Oberarmmanschette kalibriert werden, danach sind die Ergebnisse recht überzeugend, wenn auch vermutlich nur geschätzt.

Wear OS sorgt für zahlreiche smarte Funktionen und eine enge Verzahnung mit dem Smartphone. Die Watch Ultra synchronisiert automatisch unterstützte Apps und einige Einstellungen des Smartphones. Zum Beantworten von SMS und WhatsApp-Nachrichten stehen eine QWERTZ-Tastatur sowie vorgefertigte Antworten bereit. Telefonieren mit der Uhr ist ebenfalls möglich. Einige Galaxy-AI-Features gibt es auch, jedoch bisher nicht im gleichen Umfang wie beim Samsung Galaxy Z Flip 6 (Testbericht).

Software & Bedienung

Die Kopplung der Watch Ultra mit dem Smartphone erfolgt über die App Galaxy Wearable, die auf Samsung-Geräten vorinstalliert ist. Nutzer von Android-Smartphones müssen zusätzlich das Galaxy-Watch-7-Plug-in installieren.

Schlafanalysen und andere Gesundheitsdaten werden in der App Samsung Health angezeigt, allerdings sind Funktionen wie EKG und Blutdruckmessung nur auf Samsung-Smartphones über die App Samsung Health Monitor nutzbar. Laut Samsung wurde die Funktion nur für eigene Smartphones zertifiziert, für uns wirkt das aber, als würde man solch einen Anreiz zum Kauf eines Mobilgeräts der Koreaner erzwingen wollen. Schade, die Pixel Watch erstellt ein EKG mit jedem Android-Gerät.

Die Bedienung der Galaxy-Watch-Serie bleibt auch bei der neuen Version weitgehend unverändert. Die Smartwatch lässt sich über den Touchscreen und zwei seitliche Tasten sowie eine neue Action-Taste steuern, letztere gibt es bei der Galaxy Watch 7 nicht. Standardmäßig startet die Action-Taste das Workout-Menü, alternativ kann man die Taste mit einem bestimmten Training belegen oder die Stoppuhr, Taschenlampe oder Wassersperre aktivieren. Andere Funktionen kann man diesem Knopf aber nicht zuweisen.

Die obere Taste führt zum Startbildschirm zurück. Ein doppeltes Tippen öffnet standardmäßig die zuletzt genutzte App, kann aber auch für andere Funktionen belegt werden. Längeres Drücken startet Bixby, wobei alternativ auch der Google Assistant oder das Ausschaltmenü verfügbar wären. Die untere Taste dient als Zurück-Button, lässt sich alternativ so konfigurieren, dass sie eine Übersicht der geöffneten Apps anzeigt.

Mit der Watch Ultra 2025 führt Samsung Wear OS 6 samt One UI Watch 8 ein. Die Software ist übersichtlich, bietet eine große App-Auswahl und zählt zu den smartesten Uhr-Systemen. Neu ist unter anderem das Stapeln von Widgets, was die Bedienung flexibler macht. Auch das 2024er-Modell wird dieses Software-Update im Laufe der Zeit erhalten.

Wischbewegungen ermöglichen eine einfache Navigation durch die Menüs. Eine physische Lünette fehlt, jedoch gibt es eine digitale Variante, bei der durch Wischen am Display-Rand durch die Informationskacheln gescrollt wird. Jede Eingabe wird durch haptisches Feedback bestätigt. Sprachbefehle können über Bixby oder Google Assistant ausgeführt werden.

Training

Der Pulssensor der Watch Ultra liefert präzise Messungen, selbst bei stark schwankender Belastung. Auch die Schrittzählung ist präzise, jedoch wirkt das GPS beim Laufen weniger genau. Samsung bietet zahlreiche Trainingsprofile. Allerdings fühlt man sich bei der Auswahl fast erschlagen. Für etliche Übungen im Fitnessstudio gibt es eigene Profile, ein einfaches Profil für „Krafttraining“ fehlt allerdings. Die automatische Trainingserkennung funktioniert zuverlässig. Sie erkennt schnell, wenn man Rad fährt, und pausiert die Aufzeichnung bei Stopps automatisch. Zudem erinnert die Uhr nach einer Stunde Inaktivität daran, sich zu bewegen.

Während des Trainings zeigt die Watch Ultra Daten wie Distanz, maximale Geschwindigkeit, Kalorienverbrauch und Pulsverlauf an. Eine umfassende Analyse erfolgt in der Samsung Health App, die auch einen „Laufcoach“ bietet. Zusätzlich misst die Uhr den Blutsauerstoffgehalt und das Stresslevel. Die „erweiterten Laufmetriken“ analysieren den Laufstil und bieten Optimierungsvorschläge.

Schlaf & Gesundheit

Neben Sportfunktionen überwacht die Uhr präzise den Schlaf und unterteilt ihn in verschiedene Phasen wie Leichtschlaf, Tiefschlaf, REM und Wachphasen. Sie bewertet das Energielevel des Nutzers, basierend auf der Schlafqualität und den vorherigen Aktivitäten.

Da das 2024er-Modell fürhte beim Schlaf die Messung des AGEs-Index (Advanced Glycation End-products), der Aufschluss über das Ausmaß von Glykationsendprodukten im Körper gibt. Diese Verbindungen, die durch die Bindung von Zucker an Proteine oder Fette entstehen, sind mit altersbedingten und chronischen Erkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Problemen verbunden.

Neu bei der Watch Ultra 2025 ist die Antioxidantien-Messung. Dafür nimmt man die Uhr ab und legt den Daumen auf die Sensoren auf der Rückseite. Die Ergebnisse dienen eher als grober Trend, da eine exakte Analyse nur im Labor über Blut- oder Urinproben möglich ist – somit eher eine Wellness-Funktion.

Akku: Wie lange hält die Galaxy Watch Ultra?

Der wohl größte Vorteil gegenüber der Galaxy Watch 7 ist die für Wear OS verhältnismäßig lange Akkulaufzeit. Ohne Always-On-Display und das Tragen im Schlaf kamen wir im Test mit der Uhr sogar auf drei Tage Akkulaufzeit. Trägt man sie nachts und nutzt das Always-On-Display, sind knapp zwei Tage drin.

Mit dem mitgelieferten Ladepad benötigt die Watch Ultra fast zwei Stunden für eine volle Ladung. Das ist nicht besonders schnell. Leider lässt sich die Uhr nicht über andere Qi-Ladematten oder das Smartphone aufladen. Ein Netzteil ist im Lieferumfang nicht enthalten, hier muss man darauf achten, dass man ein Netzteil mit USB-C-Anschluss (Bestenliste) nutzt.

Preis: Was kostet die Galaxy Watch Ultra?

Der Aufpreis ist gehörig für das Ultra-Modell. Die UVP liegt bei stolzen 699 Euro. Es gibt ausschließlich eine Variante mit LTE via eSIM. Erhältlich sind die Armbandfarben Orange, Weiß und Dunkelgrau. Es gibt zudem zahlreiche Armbänder. Straßenpreise für das 2024er-Modell beginnen mittlerweile bei rund 349 Euro. Das 2025er-Modell ist mit 378 Euro teurer.

Fazit

Die Samsung Galaxy Watch Ultra ist eine robuste, sportliche Smartwatch mit bis zu drei Tagen Akkulaufzeit. Das helle OLED-Display bleibt auch in der Sonne gut ablesbar, und dank Wear OS stehen zahlreiche Fitness- und Gesundheitsfunktionen zur Verfügung. Das EKG funktioniert jedoch nur mit Samsung-Smartphones.

Weniger überzeugend ist die GPS-Genauigkeit. Das klobige Design passt gut zum Outdoor-Einsatz mit Wasserschutz bis 10 ATM, wirkt aber weniger edel, als es der hohe Preis erwarten lässt. Für Taucher ist sie im Gegensatz zur Apple-Alternative nicht gedacht.

Das 2025er-Modell bringt überschaubare Neuerungen: 64 GB Speicher, ein neues blaues Armband, neueste Software samt Antioxidantien-Messung, bekannt aus der Galaxy Watch 8-Serie. Allerdings ist der Preis erneut hoch – auf Vorjahresniveau. Wer sparen will, greift besser zum 2024er-Modell.

Polar Grit X2 Pro im Test

Polar hat mit der Grit X2 Pro eine Neuauflage der High-End-Smartwatch Grit X Pro auf den Markt gebracht, die mit Garmins Fenix 7 Pro konkurrieren soll. Wir zeigen im Test, was sie kann.

VORTEILE

  • herausragende Verarbeitung
  • Sensoren inklusive EKG
  • integrierte Offline-Karten

NACHTEILE

  • umständliche Routenplanung
  • mäßige Akkulaufzeit
  • fehlende Zusatzfeatures
  • hoher Preis

Polar Grit X2 Pro im Test

Polar hat mit der Grit X2 Pro eine Neuauflage der High-End-Smartwatch Grit X Pro auf den Markt gebracht, die mit Garmins Fenix 7 Pro konkurrieren soll. Wir zeigen im Test, was sie kann.

Polar bewirbt die neue Grit X2 Pro als „Outdoor Multisport Watch“ mit Fokus auf eine Zielgruppe, die viel in der freien Natur unterwegs ist und High-End-Navigation mit Sport-Tracking sowie smarten Features in einem Gerät sucht. Damit konkurriert die Grit X2 Pro direkt mit Garmins Fenix 7 Pro, die in eine ähnliche Kerbe schlägt.

Wir haben uns die Polar Grit X2 Pro genauer angesehen und sowohl mit der Konkurrenz als auch mit dem Vorgängermodell verglichen. Im Testbericht klären wir die Frage, ob Polar mit der neuen High-End-Smartwatch der große Wurf gelingt und ob die Uhr ihren hohen Preis wirklich wert ist.

Design und Bedienbarkeit

Wer die Garmin Fenix 7 Pro, die Polar Grit X Pro und die Polar Grit X2 Pro nebeneinanderlegt, sieht auf einen Blick, dass Polar sich beim Design der Grit X2 Pro an der typisch wuchtigen Optik hochpreisiger Outdoor-Smartwatches orientiert hat. Gleichzeitig gibt es rein äußerlich ein paar kleine, aber feine Änderungen gegenüber dem Vorgängermodell. Das Design inklusive der Anordnung der fünf Bedienknöpfe bleibt gleich, dafür spendiert der Hersteller der Grit X2 Pro im Vergleich ein um 0,19 Zoll größeres Display. Dieses Mal kommt statt MIP die AMOLED-Technologie zum Einsatz und auch die Auflösung des Touch-Bildschirms wird von 240 × 240 Pixel auf 454 × 454 Pixel fast verdoppelt.

Ebenso hat Polar beim Material der Uhr nachgelegt: Nicht nur die Lünette, sondern auch die Vorderseite des Gehäuses besteht bei der Grit X2 Pro jetzt aus Edelstahl. Die Wasserdichtigkeit bleibt mit WR100 im Vergleich zur Grit X Pro aber gleich, was bedeutet: Die Grit X2 Pro ist bis zu einer Tiefe von 100 Metern respektive 10 bar Druck wasserdicht. Dementsprechend übersteht die Uhr auch einfache Tauchgänge mit Maske und Schnorchel sowie die Nutzung bei Wassersportarten wie Wakeboarden und Surfen.

Was sich im Vergleich zum Vorgängermodell bei der Grit X2 Pro nicht maßgeblich geändert hat, ist das Armband. Zwar hat der Hersteller das Design leicht angepasst, Material und Kunststoffschließe sind allerdings gleich geblieben. Die Schließe wirkt im Vergleich zum Rest der Uhr etwas filigran und billig; hier wäre ein Bauteil aus Metall wünschenswert gewesen.

Bei der Bedienung kann die Polar Grit X2 Pro aber vollumfänglich überzeugen. Sowohl der Touchscreen als auch die Bedienknöpfe reagieren verzögerungsfrei und zuverlässig auf unsere Eingaben. Auch die Menüsteuerung funktioniert intuitiv, sodass sich Neu- und Umsteiger schnell zurechtfinden.

Einrichtung und App

Wie von Polar-Uhren gewohnt, können wir die Ersteinrichtung der Polar Grit X2 Pro sowohl über die Smartphone-App als auch am PC vornehmen. Beides funktionierte im Test ohne Probleme, allerdings liegt der Uhr nur ein USB-C-Kabel bei, sodass man für den Anschluss an den PC einen entsprechenden Port oder Adapter benötigt. Die Einrichtung selbst dauert nur wenige Minuten und erfolgt am Smartphone via Bluetooth, nachdem wir die App heruntergeladen haben.

Bei der App selbst bleibt alles beim Alten: Wer möchte, kann sich nach der ersten Verknüpfung mit der Grit X2 Pro eine kurze Einführung in die Bedienung und die wichtigsten Funktionen anschauen. Ansonsten können wir auf der Startseite der App im Tagebuch einen Überblick aller Tagesaktivitäten einsehen. Gesonderte Menüs informieren uns über Schlaf, Benachrichtigungen, Termine und Aktivitäten. Außerdem können wir auch über die App die Aufzeichnung einer konkreten Aktivität starten.

Aktivität und Training

Polar bewirbt die Grit X2 Pro explizit als smarte Outdoor-Sportuhr, und das merkt man ihr in jeder Hinsicht an. Denn die Smartwatch ist nicht nur für entsprechende Belastungen durch Staub, Schmutz, Wasser und Stöße gerüstet, sondern bietet eine Fülle an Trainingsfeatures, die über ein einfaches Sport-Tracking hinausgehen.

Die Grit X2 Pro bietet Polar-typisch eine Auswahl aus über 150 verschiedenen Sportprofilen. Auf der Uhr selbst sind dabei aber zeitgleich immer nur maximal 20 Profile verfügbar, die wir über die App aus einer Liste auswählen. Das sorgt für mehr Übersicht, sodass wir nicht umständlich alle Profile auf der Uhr durchscrollen müssen, um zu einer Wunschsportart zu gelangen. Die Auswahl an Profilen lässt derweil praktisch keine Wünsche offen und beinhaltet neben klassischen Ausdauersportarten und Triathlon auch Krafttraining, Ballsportarten, Kampf-, Wasser- und Wintersport sowie einige Exoten, darunter Kricket, Rollerski oder Futsal.

Bei der eigentlichen Trainingsaufzeichnung macht die Grit X2 Pro insgesamt einen guten Job. Der Herzfrequenzsensor funktioniert zuverlässig, wobei sich die Messungen lediglich im niedrigen einstelligen Bereich von denen eines Brustgurts unterscheiden. Leichte Probleme hat die Uhr lediglich bei stark schwankendem Puls, etwa bei HIIT-Einheiten oder beim Krafttraining. Wer hier auf eine möglichst hohe Genauigkeit Wert legt, sollte über die Nutzung eines Brustgurts nachdenken. Die Aufzeichnung der einzelnen Trainingseinheiten ließ ebenfalls nicht zu wünschen übrig. Wir haben die Grit X2 Pro beim Trailrunning, Straßenlaufen, Radfahren, Schwimmen und Kraftsport getestet und jeweils sehr gute Ergebnisse erzielt. Beim Schwimmen zeichnete die Uhr im Gegensatz zur Garmin Fenix 7 auch die zurückgelegten Bahnen korrekt auf.

Die Messung der Herzfrequenz spielt derweil für die zusätzlichen Trainingsfeatures der Grit X2 Pro eine wichtige Rolle. Basierend auf dem eigenen Puls und Daten wie Geschlecht, Alter und Trainingsintensität berechnet ein integrierter Algorithmus die Trainingsbelastung und erhält konkrete Vorschläge für mögliche Trainingseinheiten. Das funktionierte im Test problemlos und deckte sich größtenteils mit unserem subjektiven Belastungsempfinden.

Nette Extras sind in diesem Zusammenhang der sogenannte orthostatische Test und der Bein-Erholungstest. Beide Tests lassen sich direkt über die Uhr starten, wobei erstere basierend auf Puls, HRV und weiteren Daten berechnet, ob das kardiovaskuläre System ausreichend für eine weitere Trainingseinheit erholt ist. Für den Bein-Erholungstest springen wir auf Kommando dreimal aus der Kniebeuge in die Höhe. Damit der Test aussagekräftige Ergebnisse zutage fördert, müssen wir drei Tests innerhalb von 28 Tagen durchführen (ein Test pro Tag). Das Ergebnis gibt dann an, welche Art von Beintraining dem aktuellen Erholungszustand unserer Beine am besten entspricht. Beide Tests haben im Test glaubwürdige Ergebnisse produziert, wir empfanden sie aber eher als nette Gimmicks. Wer ernsthaft trainiert, einem sinnvollen Trainingsplan folgt und auf die eigenen Körpersignale hört, profitiert von den Analysen der Uhr nicht mehr maßgeblich.

Sportuhr Polar Grit X2 Pro – Bilderstrecke

Sportuhr Polar Grit X2 Pro – Bilderstrecke

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Sportuhr Polar Grit X2 Pro im Test

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Sportuhr Polar Grit X2 Pro – Bilderstrecke

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Sportuhr Polar Grit X2 Pro – Bilderstrecke

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Sportuhr Polar Grit X2 Pro – Bilderstrecke

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Sportuhr Polar Grit X2 Pro – Bilderstrecke

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Sportuhr Polar Grit X2 Pro – Bilderstrecke

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Das Herzstück der Grit X2 Pro ist neben dem optischen Pulssensor das Dual-Frequenz-GPS, das eine besonders genaue Positionsbestimmung verspricht. Ergänzend bietet die Uhr vorinstallierte Offline-Karten inklusive topografischer Informationen für Nordamerika und Europa (weitere Karten lassen sich via Polar Flow herunterladen). Allerdings handelt es sich dabei nur um Karten mit allgemeinen Details. Wer auf Trails und Nebenwegen laufen möchte, muss zusätzlich das detaillierte Kartenmaterial installieren – ein unnötiger Umstand.

Apropos Umstand: Die Grit X2 Pro ermöglicht zwar vorgefertigte Routen für die Navigation zu nutzen, allerdings muss man dafür entweder Komoot oder Strava nutzen oder einen GPX-/TCX-Track über den PC auf die Uhr kopieren. Eine Routenplanung über die Polar Flow App, geschweige denn die Uhr selbst, ist nicht möglich. Was ebenfalls fehlt – und wo die Garmin Fenix 7 definitiv die Nase vorn hat – ist aktives Routing. Haben wir uns verlaufen, gibt es keine Möglichkeit, mit der Grit X2 Pro eine alternative Route zum Zielpunkt zu berechnen. Wir können lediglich per Breadcrump-Feature unseren gelaufenen Weg zurück navigieren.

Die Navigation selbst funktioniert in der Praxis aber ordentlich. Zwar versagt das GPS zeitweise im dichten Wald oder bei sehr schlechtem Wetter, aber nennenswerte Abweichungen von der Streckenaufzeichnung konnten wir im Vergleich zur Garmin-Konkurrenz nicht feststellen.

Schlaf

Beim Schlaftracking macht die Polar Grit X2 Pro eine erwartungsgemäß hervorragende Figur. Die Uhr erfasst automatisch unsere Schlafphasen (Leicht-, Tief- und REM-Schlaf) und bewertet anhand deren Dauer die Qualität unseres Schlafs. Wer regelmäßig die entsprechenden Daten aufzeichnet, erhält eine Übersicht, wie sich der Schlaf auf die eigene Energie und Aufmerksamkeit am Tag auswirkt. Dazu misst die Uhr neben der Herzfrequenz auch die nächtliche Hauttemperatur.

In unserem Test lieferte die Polar Grit X2 Pro durchweg zuverlässige Daten. Sie erkannte stets korrekt unseren Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt und zeichnete auch vereinzelte Wachphasen genau auf. Die Aussagen zur Schlafqualität und zur Regeneration deckten sich mit unseren subjektiven Empfindungen, weshalb die Bewertung unseres Schlafs zwar keine professionelle Messung ersetzen, aber zumindest eine gute Orientierung bieten kann.

Zusatzfeatures

Ein Blick auf die Zusatzfeatures der Polar Grit X2 Pro offenbart einige Unterschiede im Vergleich zur direkten Konkurrenz in Form der Garmin Fenix 7 Pro. Denn Polar fokussiert sich bei der Smartwatch auf die Navigations- und Sportfunktionen. Ein Bezahlfeature, einen integrierten Musikspeicher oder eine Antwortfunktion für Nachrichten sucht man auf der Grit X2 Pro deshalb vergebens. Auch eine Möglichkeit für Frauen, den eigenen Zyklus zu tracken, gibt es nicht.

Dafür bietet die Uhr zusätzlich zu den zahlreichen, oben bereits beschriebenen Trainingsfeatures, einige spezielle Gesundheitsfunktionen. Neben der Messung von Hauttemperatur und Sauerstoffsättigung im Blut verfügt die Polar Grit X2 Pro über eine EKG-Messfunktion. Mithilfe des optischen Sensors kann man ein Ruhe-EKG aufzeichnen, inklusive durchschnittlicher Herzfrequenz, HFV und RR-Intervallen. Um das EKG auszuführen, müssen wir einen Finger auf die obere linke Bedientaste der Uhr legen. Der integrierte Sensor misst dann für 30 Sekunden unseren Puls in Form eines EKGs. Dieses Feature ersetzt selbstverständlich keine medizinische Messung, kann aber Aufschluss über langfristige Trends und erste Hinweise auf mögliche gesundheitliche Probleme geben. Für detaillierte Analysen lässt sich das EKG-Ergebnis auch als PDF-Datei exportieren.

Akku

Polar hat der Grit X2 Pro im Vergleich zum Vorgänger einen deutlich leistungsfähigeren Akku spendiert. Statt 346 mAh liegt dessen Kapazität jetzt bei 488 mAh, wobei die Uhr laut Herstellerangaben im Smartwatch-Modus jetzt bis zu zehn Tage anstatt sechs Tage durchhält. Die Laufzeit im Trainingsmodus bei aktiviertem GPS-Tracking soll bei bis zu 43 Stunden liegen.

Wir haben die Grit X2 Pro bei mittlerer Displayhelligkeit, aktivierten Benachrichtigungen und fünf wöchentlichen Trainingseinheiten mit jeweils anderthalb Stunden Dauer getestet, wobei drei Einheiten inklusive GPS-Tracking aufgezeichnet wurden. Dabei hielt der Akku der Uhr gut sieben Tage durch. Die Polar Grit X2 Pro ist damit der Garmin Fenix 7 Pro (Testbericht) allerdings deutlich unterlegen: In unserem Test brachte es der Akku der Fenix 7 Pro bei 345 mAh auf 15 Tage an Laufzeit.

Preis

Polar ruft für die Grit X2 Pro eine unverbindliche Preisempfehlung von 750 Euro auf. Aktuell ist die Sportuhr für knapp 508 Euro zu haben. Meistens liegt sie bei 650 Euro oder mehr.

Fazit

Die Polar Grit X2 Pro ist eine der besten, vielleicht sogar die beste Sportuhr von Polar. Allerdings ist sie nicht perfekt und zieht im direkten Vergleich mit der Garmin Fenix 7 ziemlich eindeutig den Kürzeren. Das liegt vor allem am Preis-Leistungs-Verhältnis: Denn bei den Zusatzfeatures und der Navigation hat die Garmin-Konkurrenz eindeutig die Nase vorn. Einzig auf ein EKG müssen Garmin-Nutzer verzichten.

Letztlich handelt es sich bei der Polar Grit X2 Pro um eine Uhr, die vieles richtig macht und die als Sportuhr wirklich einwandfrei funktioniert. Trotzdem lässt sie auf der Zielgeraden einige Punkte liegen. Der fehlende Musikspeicher, die umständliche Routenplanung und die im Vergleich zur Fenix 7 eher schwache Akkuleistung sind allesamt Minuspunkte, die sich die Grit X2 Pro bei einem Preis von knapp 650 Euro – 100 Euro mehr, als die Fenix – eigentlich nicht leisten kann.

Ein echtes Argument für die Polar Grit X2 Pro gibt es gemessen am deutlich besseren Preis-Leistungs-Verhältnis der Garmin Fenix 7 Pro also nicht. Polar-Fans bekommen allerdings gewohnte Qualität geboten und können getrost zuschlagen, sobald der Preis für die Grit X2 Pro gefallen ist.

Garmin Enduro 3 im Test

Die Enduro 3 ist auf eine maximale Laufzeit ausgelegt und unterscheidet sich im Funktionsumfang nur marginal von der Fenix 8, kostet allerdings weniger. Ist sie der bessere Kauf? Das klärt unser Test.

VORTEILE

  • lange Akkulaufzeit
  • hochwertige Verarbeitung
  • weitreichender Funktionsumfang für Sportler
  • seit Januar 2025 auch EKG

NACHTEILE

  • teuer
  • kein induktives Laden
  • Gebrauchsspuren nach wenigen Wochen

Garmin Enduro 3 im Test

Die Enduro 3 ist auf eine maximale Laufzeit ausgelegt und unterscheidet sich im Funktionsumfang nur marginal von der Fenix 8, kostet allerdings weniger. Ist sie der bessere Kauf? Das klärt unser Test.

Die Garmin-Sportuhren der Enduro-Reihe zeichnen sich aus durch eine lange Akkulaufzeit und richten sich in erster Linie an Extrem- und Ausdauersportler. Das macht die Uhren zur perfekten Wahl für einen Marathon, aber auch für ambitionierte Hobbysportler ist die Enduro 3 eine hervorragende Lösung. Sie ist günstiger als das Garmin-Flagship Fenix 8, hält aber mehr als 30 Tage durch.

Update: Dieser Testbericht stammt aus dem Dezember 2024. Garmin hat zum 15. Januar 2025 die EKG-Funktion für die Enduro 3 in der Europäischen Union mit dem Update auf die Firmware 11.28 freigeschaltet.

Design

Anders als bei der Fenix-Reihe macht es Garmin Käufern der Enduro 3 leicht, denn man muss nicht zwischen verschiedenen Varianten wählen – es gibt die Uhr nur in einer Farbe und Größe. Mit einem Gehäusedurchmesser von 51 mm und vor allem einer Dicke von fast 16 mm ist die Enduro 3 nicht gerade zierlich. Mit 57 Gramm wiegt das Gehäuse nicht viel mehr als das der Forerunner 965. Ausgeliefert wird die Enduro 3 mit einem Klettverschluss-Armband, das auf den ersten Blick etwas billig wirkt. Wer mag, kann andere Bänder sowohl bei Garmin als auch im freien Handel kaufen. Bei Garmin liegen die Preise je nach Ausführung zwischen 40 und 300 Euro.

Der Bildschirm misst knapp 1,4 Zoll (3,56 cm) im Durchmesser und löst mit 280 × 280 Pixeln auf. Garmin setzt hier weiterhin auf ein Memory-in-Pixel-Display (MIP), das im Vergleich zu einem OLED-Display weniger brillant erscheint. Doch die Enduro 3 soll eine möglichst lange Akku-Laufzeit bieten, und in dieser Hinsicht ist das MIP-Design überlegen. Dazu sind hier alle Informationen stets komplett dargestellt, auf dem OLED nur optional.

Die Enduro 3 ist tadellos verarbeitet. Die Knöpfe haben einen präzisen Druckpunkt, das Display steckt einiges an Belastung ohne Kratzer weg. Ich würde dennoch immer empfehlen, den Bildschirm mit einem hochwertigen Schutzglas zu versehen.

Garmin Enduro 3 - Bilder

Garmin Enduro 3

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App & Einrichtung

Eingerichtet ist die Uhr innerhalb von ein paar Minuten und damit dann auch bereit für das erste Training. Erstaunlich ist, dass Garmin nur eine Display-Oberfläche installiert hat. Unzählige weitere gibt es über Garmin IQ. Auch sonst gibt es dort reichlich Möglichkeiten, den Funktionsumfang zu erweitern. Das reicht von Apps für Musik, Wetter hin zum Bezahlen und Navigieren.

Garmin beziffert den internen Speicher mit 32 GB. In Verbindung mit der Software-Version 11.9 waren davon etwa 16,5 GB für Musik und Apps frei. Für eine derart teure Uhr dürfte es gern mehr sein. Auch der Umstand, dass Garmin nur ein Ladekabel ohne Ladegerät beilegt und es keine Möglichkeit einer induktiven Ladung gibt, passt nicht zum hohen Preis. Ärgerlich ist auch, dass Garmin am proprietären Ladeanschluss festhält.

Einer der wesentlichen Gründe, warum Garmin seit vielen Jahren unter Sportlern derart viel Erfolg hat, ist die Auswertung der Trainingsdaten über die eigene App. Sie werden in einer Tiefe ausgegeben, die Hobbysportler so kaum komplett nutzen werden. Das macht die App fast zwangsläufig nicht besonders übersichtlich. Doch gerade, wenn man gezielt trainieren möchte, ist es lohnenswert, sich damit zu beschäftigen.

Tracking & Trainings

Wem im Grunde Puls, Tempo und Streckenverlauf als Trainingsdaten reichen, betreibt mit dem Kauf einer Enduro 3 einen Overkill. Denn diese Uhr wendet sich mit einer Fülle von Daten an sehr ambitionierte Sportler oder Profis. Die Uhr liefert nicht nur Vorschläge für den Tag, sondern rät auch explizit davon ab, zu trainieren, wenn sie eine Überlastung ermittelt hat. Wie bei der Schlafanalyse sind diese Auswertungen in der Regel nachvollziehbar.

Zwei Einschränkungen: Die Erkennung von Schritten ist auch hier nicht wissenschaftlich präzise, sondern ein genauer Näherungswert. Das gilt im Prinzip auch für die Pulsmessung am Handgelenk, die niemals so genau sein kann wie die Messung mit einem Brustgurt. Der lässt sich zusätzlich integrieren. Wer es wirklich ganz genau wissen will, kommt um dessen Einsatz nicht herum. In nahezu allen Fällen aber wird die Genauigkeit des Pulssensors in der Uhr genügen.

Eine Verbindung zu Satelliten stellt die Uhr schnell her, und auch die Streckenaufzeichnung ist genau. Während des einstündigen Laufs mit Musik sank der Ladestand der Batterie um rund 4 Prozent. Hier hält das Solarpanel auch im November gegen. Unabhängig davon ist die Akkulaufzeit beeindruckend. Selbst mit täglichen Trainingsaufzeichnungen waren im Test stets mehr als drei Wochen ohne Aufladung möglich. Im Sommer dürfte die Laufzeit potenziell nochmals steigen, denn dann kann das Solarpanel noch mehr beisteuern.

Weitere Features

Garmin liefert einen Standard-Musik-Player mit, der seine Sache recht ordentlich macht. Erweiterungen sind auch an dieser Stelle möglich: Spotify gehört zu den Apps, die bei Garmin IQ besonders häufig heruntergeladen werden. Integriert sind außerdem ein Höhenmesser und eine Taschenlampe. Selbst bezahlen kann man mit der Uhr, wenngleich die Zahl der Partner, mit denen das möglich ist, recht übersichtlich ist.

Die Enduro 3 hat im Gegensatz zur Fenix 8 keine Telefonfunktion und auch keine Sprachsteuerung. Wer viel im Wasser trainiert, sollte die Fenix bevorzugen, denn nur sie hat wasserdichte, induktive Tasten und ein Tiefenmesser bis 40 m. Hinzu kommen diverse Funktionen rund um das Tauchen, die nur die Fenix hat. Wer das nicht benötigt und mit dem etwas schlichteren Äußeren der Enduro 3 auch zurechtkommt, kann sich den Mehrpreis für die Fenix 8 sparen.

Die Enduro 3 verfügt über Sensorik, um ein 1-Kanal-EKG zu erstellen. Ähnlich wie bei der Apple Watch Series 10 kann die Uhr so Herzrhythmusstörungen sowie Vorhofflimmern erkennen. Die Nutzung wird jedoch von Garmin erst ab einem Alter von 22 Jahren empfohlen, da bei jüngeren Personen fehlerhafte Ergebnisse auftreten können. Bei einem entsprechenden Befund wird geraten, eine mögliche Behandlung mit einem Arzt zu besprechen. Für die Nutzung des EKGs müssen die Smartwatch-Firmware und die Garmin Connect App auf den aktuellen Stand gebracht werden. Im Test konnten wir das Feature bisher nicht ausprobieren.

Akku

Gefühlt hält die Enduro 3 ewig. Bei normaler Nutzung hält die Uhr einen Monat lang durch. Selbst bei intensiver Nutzung mit vielen GPS-Aufzeichnungen waren im Test nach über 14 Tagen noch immer genug Reserven da. Garmin spricht von bis zu 36 Tagen. Weniger schön ist das Fehlen einer induktiven Lademöglichkeit. Man muss jedes Mal umständlich ein Kabel einstöpseln, um die Uhr wieder auszuladen.

Preis

Die Uhr kostet offiziell 899 Euro, zum Zeitpunkt dieses Tests war sie für 759 Euro zu haben. Das ist ein stolzer Preis für eine Sportuhr und nur verglichen mit der Fenix-Reihe günstig. Wem es nur um eine einfache Aufzeichnung von Trainingsdaten geht, bekommt selbst bei Garmin günstigere Uhren.

Fazit

Die Enduro 3 ist eine kostspielige Luxus-Sportuhr, die allerdings liefert, was Garmin verspricht. Die Fülle an Daten ist beeindruckend, dazu lässt sie sich funktional problemlos erweitern. Nachvollziehbar ist die Entscheidung, am stromsparenden MIP-Display festzuhalten, denn das Kernversprechen der Enduro 3 ist eine außergewöhnlich lange Akku-Laufzeit. Auch in dieser Hinsicht hält Garmin Wort. Die Verarbeitung ist tadellos.

Kleine Kritikpunkte bleiben. Die Pulsmessung am Handgelenk ist in seltenen Fällen fehleranfällig. Dass Garmin der Enduro 3 kein Ladegerät beilegt, ist okay. Doch der proprietäre Anschluss und die fehlende Möglichkeit, die Uhr auch induktiv laden zu können, sind ärgerlich. In die Bedienung muss man sich einarbeiten, was sich allerdings gerade für ambitionierte Sportler lohnt.

Das alles muss dem Interessenten allerdings eine Menge Geld wert sein. Garmin hat die Preise seiner Spitzenuhren mit dem Modellwechsel nochmals angehoben. Es lohnt sich, zu vergleichen, auch wenn die Enduro 3 zum Testzeitpunkt im Preis bislang nicht so deutlich gefallen ist wie die Fenix 8.

Sportuhr Coros Apex 2 Pro im Test

Mit der Apex 2 Pro hat Coros ein Update seiner Sportuhr auf den Markt gebracht, die mit der Garmin Fenix 7 konkurrieren will. Ob dieser Plan aufgeht, klären wir in unserem Test.

VORTEILE

  • 30 Tage Akkulaufzeit
  • umfangreiche Trainings-Features
  • Offline-Musikspeicher
  • unterstützt Strava und Co.
  • Support für zusätzliche Tracker wie Stryd und Brustgurte

NACHTEILE

  • App mit Übersetzungsfehlern
  • begrenzte Benachrichtiugungs- und Musikfunktionen
  • kein Support für kontaktloses Bezahlen
  • kein ANT+
  • Navigation ohne Richtungsangaben

Sportuhr Coros Apex 2 Pro im Test

Mit der Apex 2 Pro hat Coros ein Update seiner Sportuhr auf den Markt gebracht, die mit der Garmin Fenix 7 konkurrieren will. Ob dieser Plan aufgeht, klären wir in unserem Test.

Der Hersteller Coros bietet mit der Apex Pro 2 eine Sportuhr mit smarten Funktionen, die sich explizit an Ausdauersportler richtet. Mit zahlreichen Features wie einer integrierten GPS-Navigation, Trainingsplänen und -Profilen sowie einer langen Akkulaufzeit möchte die Apex 2 Pro der Garmin Fenix 7 (Testbericht) ernsthaft Konkurrenz machen. Wir haben die Uhr in unserem Test auf Herz und Nieren geprüft und klären, ob die Apex 2 Pro mit der Fenix 7 mithalten kann.

Design und Bedienbarkeit

Wer die Apex 2 Pro aus der Verpackung nimmt, die frappierend an die typischen quadratischen Boxen der Garmin-Modelle erinnert, merkt direkt: Der Hersteller gibt sich viel Mühe, ein Gefühl von Wertigkeit zu vermitteln. Ganz geht dieser Plan aber nicht auf: Das Gehäuse der Uhr besteht teilweise aus einer Titanlegierung, aber auch aus Kunststoff und wirkt insgesamt relativ wuchtig. Das ist einerseits der Dicke des Gehäuses geschuldet, andererseits aber auch der großen drehbaren Krone an der Seite der Uhr. Darüber lässt sich die Uhr zusammen mit zwei weiteren Tasten steuern, die ebenfalls an der Gehäuseseite platziert sind.

Das Armband, bei dem sich Coros für einen Nylongurt mit Klettverschluss entschieden hat, ist mit Kunststoffteilen am Gehäuse befestigt. Weil diese Teile relativ filigran wirken, machen sie keinen besonders langlebigen Eindruck. Allerdings hat der Mechanismus in unserem Test auch gröberen Umgang im Rahmen eines Hindernislaufs (OCR) problemlos überstanden. Dennoch wirkt das Gehäuse insgesamt durch die Kunststoffteile eher billig, was in Anbetracht des hohen Preises, den Coros für die Apex 2 Pro aufruft, eher enttäuscht. Auch bleibt die Frage offen, wie lange der Verschluss des Klettarmbands den Einflüssen von Staub und Schmutz standhalten kann.

Dafür kann die Apex 2 Pro in Hinblick auf die Bedienbarkeit überzeugen. Ähnlich wie es Garmin bei vielen eigenen Modellen tut, verzichtet Coros bei der Apex 2 Pro auf ein Touch-Display. Die Bedienung funktioniert stattdessen ausschließlich über die drei Tasten an der Gehäuseseite, und zwar hauptsächlich über die drehbare Krone. Das funktioniert durchweg gut und ohne Verzögerungen.

Was uns allerdings etwas gestört hat, ist die Anordnung der Optionen im Menü der Uhr. Denn anders als bei Garmin sind die einzelnen Trainingsprofile nicht in einem separaten Trainingsmenü zusammengefasst, sondern gemeinsam mit anderen Funktionen wie den Systemeinstellungen und dem Trainingsverlauf in einem Menü aufgeführt. Wenn man also ein bestimmtes Trainingsprofil häufiger nutzt, das sich in der Mitte des Menüs befindet, muss man von dort immer wieder neu durch alle Sportarten scrollen, um zu den Systemeinstellungen zu kommen. Das hätte der Hersteller durch ein einzelnes, zusätzliches Menü eleganter lösen können.

App und Benachrichtigungen

Wer die Coros Apex 2 Pro erstmalig startet, wird direkt dazu aufgefordert, die Coros-App auf dem Smartphone zu installieren. Die App findet sich im Playstore und erfordert ein separates Nutzerkonto. Haben wir die Software eingerichtet, können wir einen Barcode auf dem Display der Sportuhr scannen, um die Apex 2 Pro mit unserem Smartphone zu verbinden. Alternativ können wir die Uhr auch aus einer Liste auswählen, um die Kopplung zu starten. Der gesamte Prozess dauert einige wenige Minuten.

Die App selbst orientiert sich am Standard vergleichbarer Smartphone-Apps und zeigt auf einer Übersichtsseite zurückgelegte Schritte, Kalorien und Trainingsminuten an. Außerdem können wir durch eine Liste an Menüs scrollen, die wiederum mit Details zu Training, Fitness, Herzfrequenz und Schlafdaten sowie weiteren Gesundheitsdetails aufwarten. Insgesamt sind alle Menüs übersichtlich aufbereitet und verständlich angeordnet. Wer möchte, kann über die Funktion „Entdecke“ gespeicherte Routen aufrufen oder für Laufeinheiten oder Radtrainings vorplanen. Das funktioniert ebenfalls einfach und intuitiv. Anschließend können wir der Strecke einen Namen geben sowie Daten zur Strecke abrufen (Entfernung und Höhenmeter). Per Synchronisation mit der Apex Pro 2 übertragen wir die Strecke dann auf die Uhr und können sie dann als Vorlage für eine Trainingseinheit nutzen (dazu später mehr).

Was die Benachrichtigungsfunktion anbelangt, besitzt die Apex 2 Pro aber nur rudimentäre Funktionalitäten. Zwar lassen sich Nachrichten wie E-Mails auf dem Display der Uhr ablesen, aber automatische Antworten gibt es ebenso wenig wie die Möglichkeit, in der App festzulegen, welche Benachrichtigungen man genau empfangen möchte. Immerhin können wir einstellen, ob wir während des Trainings solche Nachrichten angezeigt bekommen möchten.

Coros Apex 2 Pro - App

Coros Apex 2 Pro - App

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Coros Apex 2 Pro - App

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Coros Apex 2 Pro - App

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Coros Apex 2 Pro - App

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Coros Apex 2 Pro - App

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Coros Apex 2 Pro - App

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Training und Aktivitäts-Tracking

Obwohl Coros sich vor allem als Hersteller für Radsport-Zubehör am Markt etabliert hat, richtet sich die Apex 2 Pro explizit ganz allgemein an Ausdauersportler. Insbesondere für Läufer bietet die Uhr zahlreiche Funktionen und Trainings-Features, aber auch Triathleten, Wasser- und Kraftsportler kommen mit den verschiedenen Profilen auf ihre Kosten.

Ein besonderer Pluspunkt der Coros Apex 2 Pro sind die Trainingspläne und die vorgegebenen Workouts. Wer möchte, kann sich selbst über die App einen eigenen Trainingsplan mit spezifischen Einheiten anlegen und diese dann dem Kalender entsprechend über die Uhr tracken. Ergänzend dazu haben wir die Möglichkeit, über die Uhr einen Lauffitnesstest durchzuführen. Dieser Test verlangt von uns, dass wir mindestens 25 Minuten mit einem bestimmten Puls laufen. Basierend auf dem Ergebnis erhalten wir dann eine Punktzahl von 1 bis 100, unser VO2Max und einen Pulswert für unsere Anaerobe Schwelle. Angaben zu Tempi einzelner Zonen (locker, Ausdauer, Intervall, Sprint) sind ebenfalls mit an Bord und bieten eine gute Unterstützung für das tägliche Training.

Entsprechend der gemessenen Daten berechnet die Apex 2 Pro dann die Trainingsbelastung über einen Zeitraum von sieben Tagen und gibt Prognosen über die voraussichtliche Zeit, die wir für verschiedene Laufstrecken benötigen (zum Beispiel 5 km, 10 km, Halbmarathon oder Marathon). Dieses Feature funktioniert ähnlich wie bei der Konkurrenz von Garmin und kann für Straßenläufer gute Ergebnisse liefern. Wer aber viel im Gelände unterwegs ist und Höhenmeter schrubbt, sollte sich wegen des stark schwankenden Lauftempos nicht auf die Berechnungen der Apex 2 Pro verlassen.

Immerhin funktioniert die Pulsmessung über den optischen Sensor bei der Apex 2 Pro sehr ordentlich. Wir konnten im Vergleich zu unserem Kontrollgerät (Fenix 6 und Brustgurt) beim gleichmäßigen Ausdauertraining keine nennenswerten Abweichungen feststellen. Bei Einheiten mit stark schwankendem Puls wie Intervallen oder Kraftsport empfehlen wir aber die zusätzliche Nutzung eines Brustgurts für eine bessere Messgenauigkeit. Die Apex 2 Pro unterstützt alle Geräte, die per Bluetooth oder Wireless-Verbindung funktionieren. ANT+ ist mit der Uhr leider nicht mehr kompatibel.

Ebenfalls zufrieden sind wir bei der Apex 2 Pro mit dem GPS-Tracking. Der Sensor kann sich in Hinblick auf die Genauigkeit mit der Konkurrenz messen. Besonders positiv aufgefallen ist uns die Tatsache, dass die Smartwatch über integrierte Offline-Karten verfügt. Wir können also über das Display der Uhr auch ohne Netzverbindung navigieren. Die Kartenanzeige auf dem Display selbst funktioniert zuverlässig und lässt sich bei Bedarf per Gestensteuerung zoomen. Über die Coros-App können wir im Vorfeld feste Routen planen, die wir dann auf der Uhr als Basis für Trainingseinheiten verwenden können. Die Navigation beschränkt sich aber auf eine Anzeige der Strecke. Richtungshinweise bekommen wir nicht. Stattdessen informiert uns die Uhr, sobald wir von der vorgesehenen Strecke abkommen. Eine Navigation zurück zum Startpunkt und die Markierung wichtiger Punkte entlang der Strecke sind ebenfalls möglich.

Beim Aktivitäts-Tracking bietet die Apex 2 Pro schließlich wieder die gewohnten Standards: Zurückgelegte Schritte werden außerhalb von Trainingseinheiten ebenso aufgezeichnet wie Herzfrequenz und Blutsauerstoffsättigung. Die Daten können wir dann sowohl in der App als auch auf dem Display der Uhr selbst abrufen. Eine Bewertung unserer Aktivität wie beim PAI, der bei Huawei-Trackern zum Einsatz kommt, gibt es allerdings nicht.

Coros Apex 2 Pro - Bilderstrecke

Coros Apex 2 Pro

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Coros Apex 2 Pro

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Coros Apex 2 Pro

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Coros Apex 2 Pro

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Coros Apex 2 Pro

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Schlaf

Beim Schlaf-Tracking bietet die Apex 2 Pro die gewohnte Smartwatch-Standardkost: Die Uhr misst zuverlässig unseren Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt (übrigens auch für kleinere Nickerchen am Tag) und gibt die Dauer unserer Schlafphasen an. Auch die Messung der Herzfrequenz sowie des Blutsauerstoffs funktioniert beim Schlafen. Die App bereitet die gemessenen Daten dann in einem Diagramm für uns auf, anhand dessen wir dann rudimentäre Rückschlüsse auf unsere Schlafhygiene ziehen können. Die Ergebnisse decken sich mit unserem subjektiven Empfinden und bewegen sich damit auf einem ähnlichen Niveau wie die Garmin-Konkurrenz.

Beim Schlafen selbst stört die Uhr trotz des klobigen Gehäuses zum Glück nicht merklich. Ein integrierter DND-Modus sorgt dafür, dass wir auch tagsüber bei kleinen Powernaps nicht von Benachrichtigungen geweckt werden. Demgegenüber funktioniert auch die integrierte Alarmfunktion sehr gut und weckt auch tiefe Schläfer zuverlässig auf.

Musik und weitere Funktionen

Auch wenn Nutzer bei der Apex 2 Pro abseits der Trainings- und Navigations-Features auf Zusatzfunktionen von Standards wie einer Kamerasteuerung und Find-My-Phone verzichten müssen, punktet die Uhr mit einem integrierten Musikspeicher (32 GByte). Wir können nämlich per USB-Kabel eigene MP3s auf die Uhr übertragen und dann über ein Bluetooth-Headset auch offline wiedergeben. Außerdem lässt sich die Musikwiedergabe auf dem Smartphone auch über die Uhr steuern. Eine Integration von Apps wie Spotify und Co. sucht man bei der Apex 2 Pro aber vergebens – hier hat die Konkurrenz ebenso die Nase vorn wie bei Funktionen für das mobile Bezahlen. Denn die gibt es bei der Apex 2 Pro ebenfalls nicht.

Akku

Ein großes Verkaufsargument der Apex 2 Pro ist die Akkulaufzeit. Bei aktiviertem GPS-Tracking soll die Uhr 75 Stunden durchhalten, die Laufzeit bei täglicher, normaler Nutzung gibt der Hersteller mit 30 Tagen an. Um den Akku vollständig wiederaufzuladen, benötigt die Uhr knapp zwei Stunden. Wir konnten im Test die Akkulaufzeiten der Uhr bestätigen: Bei drei rund zweistündigen Trainingseinheiten pro Woche mit aktiviertem GPS-System hielt die Uhr insgesamt 28,5 Tage durch – ein hervorragender Wert für eine Uhr dieser Preisklasse.

Preis

Coros verkauft die Apex 2 Pro in den Farben Grau, Schwarz, Grün und Chamonix (Blau) zum Preis von 499 Euro. Damit liegt der Preis für den Garmin-Konkurrenten leicht unter den Kosten des günstigsten Fenix-7-Modells. Einzelne Farbvarianten sind bei einschlägigen Online-Händlern aber bereits ab rund 499 Euro (Preisvergleich) erhältlich.

Fazit

Eigentlich macht Coros mit der Apex 2 Pro einen guten Job: Das, was die Uhr können soll, überzeugt in unserem Test. Das GPS-Tracking funktioniert ebenso zuverlässig wie die Trainings-Features, die Pulsmessung (von kleinen Abstrichen beim Krafttraining abgesehen) und das Aktivitäts-Tracking. Für zusätzliche Pluspunkte sorgt die Akkulaufzeit, die mit knapp 30 Tagen ihresgleichen sucht.

Allerdings muss sich die Apex 2 Pro im direkten Vergleich gegenüber der Fenix 7 doch geschlagen geben. Denn obwohl die Fenix 7 gemessen am Straßenpreis lediglich 50 Euro mehr kostet als die Apex 2 Pro, ist sie der Coros-Uhr in einigen wesentlichen Punkten überlegen. Dazu gehört neben der Navigation auch der Support für Musik-Apps und das kontaktlose Bezahlen. Wer auf derartige Features Wert legt, sollte also die 50 Euro investieren und zur Garmin-Konkurrenz greifen. Alle anderen können der Apex 2 Pro eine Chance geben, wenn sie mit den genannten Abstrichen leben können.

ZUSÄTZLICH GETESTET

AGM Watch Legion Pro

 Günstige Sportuhr mit Offline-Karten

Die AGM Watch Legion Pro bietet GPS-Tracking und Offline-Karten fürs Handgelenk. Lohnt der Aufpreis – und wie schlägt sie sich gegen teurere Konkurrenten?

VORTEILE

  • robust
  • lange Akkulaufzeit
  • gutes AMOLED-Display
  • integriertes GPS und Kartenfunktion

NACHTEILE

  • Übersetzungsfehler
  • Kartenfunktion reagiert träge
  • Ali Pay für deutsche Kunden kaum nutzbar
  • viele Trainingsprofile nur Augenwischerei

AGM Watch Legion Pro im Test: Günstige Sportuhr mit Offline-Karten

Die AGM Watch Legion Pro bietet GPS-Tracking und Offline-Karten fürs Handgelenk. Lohnt der Aufpreis – und wie schlägt sie sich gegen teurere Konkurrenten?

Die AGM Watch Legion (Testbericht) konnte im Test als günstige Alternative zu GPS-Uhren von Garmin, Polar & Co. nicht gänzlich überzeugen: Übersetzungsfehler, schwache Trainingsprofile und mäßiges Schlaftracking verhinderten eine gute Wertung.

Mit der Watch Legion Pro legt AGM nach: Die China-Uhr bietet neben GPS-Tracking integrierte Karten und einen stärkeren Akku. Wir haben uns auch dieses Modell im Test genau angesehen und klären, ob die Pro-Version den Aufpreis wert ist und dieses Mal als echte, preisgünstige Alternative zu hochpreisigen Outdoor-Uhren taugt.

Design & Bedienung

Optisch unterscheidet sich die AGM Watch Legion Pro nur marginal von der Watch Legion. Die Pro-Version wirkt etwas wuchtiger und stärker auf Outdoor getrimmt, das Grunddesign bleibt aber gleich. Neben der drehbaren Krone gibt es den bekannten Gehäuse-Button, mit dem wir zusätzlich zur Touch-Bedienung durch die Menüs navigieren. Größe und Bedienbarkeit des Displays sind identisch, auch mit feuchten Fingern funktioniert die Steuerung weiterhin einwandfrei.

Bei der Display-Helligkeit gibt es keine Unterschiede: Auch die Watch Legion Pro bietet fünf Stufen, von denen bereits Stufe 3 hell genug ist, um die Anzeige selbst in direkter Sonne gut ablesen zu können. Die höchste Stufe saugt den Akku spürbar schneller leer und sollte nur bei Bedarf dauerhaft genutzt werden.

Beim Armband gibt es eine kleine Besonderheit: AGM liefert die Watch Legion Pro mit zwei Bändern aus, einem orangen und einem schwarzen. Beide bestehen aus robustem Kunststoff mit Metallschließe und lassen sich dank des Schnellwechselmechanismus am Gehäuse unkompliziert tauschen.

Wie das Standardmodell ist auch die Watch Legion Pro nach IP68 zertifiziert und bis 50 Meter wasserdicht. Der robuste Eindruck bestätigt sich im Test: Stürze aus anderthalb Metern auf Steinboden oder leichte Treffer mit der Kugelhantel am Handgelenk übersteht sie problemlos – ohne sichtbare Kratzer.

AGM Watch Legion Pro - Bilder

AGM Watch Legion Pro

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AGM Watch Legion Pro

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AGM Watch Legion Pro

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AGM Watch Legion Pro

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AGM Watch Legion Pro

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AGM Watch Legion Pro

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AGM Watch Legion Pro

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Einrichtung & App

Die AGM Watch Legion Pro koppeln wir per Bluetooth mit dem Smartphone, gesteuert über die App AGM Nexus aus Play Store oder App Store. Verbindung und Einrichtung sind in wenigen Minuten erledigt; ein Nutzerkonto ist optional.

Die App haben wir bereits bei der normalen Watch Legion getestet, hier hat sich nichts geändert. Der übersichtlichen Oberfläche stehen zahlreiche Übersetzungsfehler gegenüber, ansonsten bietet AGM Nexus die übliche Standardkost anderer Hersteller.

Aktivität & Training

Beim Aktivitäts- und Trainings-Tracking ähneln sich AGM Watch Legion und Watch Legion Pro weitgehend, es gibt aber ein paar Unterschiede. Wie die Standardversion unterstützt auch die Watch Legion Pro über 100 Trainingsprofile – mit demselben Haken: Auf der Uhr selbst können wir nur zehn Profile gleichzeitig nutzen, die Auswahl erfolgt über die App.

Abseits der typischen Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren und Schwimmen unterscheiden sich viele Profile nur gering. Beim Laufen und Radfahren zeigt die Uhr immerhin Distanz, Tempo, Schrittfrequenz, Anstieg und Höhenmeter an, beim Schwimmen können wir die Bahnlänge festlegen. Viele andere Sportarten protokolliert die Watch Legion Pro hingegen vorwiegend mit Puls, Kalorienverbrauch und Aktivitätsdauer. Dass Hanteltraining, Langhanteltraining, Gewichtheben und „Stärke“ oder Flexibilität und Dehngymnastik jeweils als separate Profile geführt werden, wirkt etwas künstlich.

GPS-Tracking und Pulssensor liefern wie bei der Watch Legion solide Werte. Im Vergleich zu unserer Referenz (Garmin Fenix 7) lagen die Abweichungen bei der Herzfrequenz im einstelligen Prozentbereich, beim GPS waren es nur wenige Meter pro Kilometer – für diese Preisklasse absolut in Ordnung. Bei stark schwankendem Puls, etwa in HIIT-Einheiten, kommt die Watch Legion Pro allerdings an ihre Grenzen und reagiert mit mehreren Sekunden Verzögerung. Wer hier Wert auf möglichst exakte Daten legt, sollte zu einem Brustgurt wie dem Polar H10 greifen.

AGM Watch Legion Pro - App

AGM Watch Legion Pro - App

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AGM Watch Legion Pro - App

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Ein Pluspunkt gegenüber der Watch Legion ist das integrierte Kartenmaterial. Über die App lassen sich Offline-Karten auf die Watch Legion Pro übertragen: Wir wählen einen Kartenausschnitt, starten den Download und speichern ihn auf der Uhr. Allerdings passt immer nur eine Karte gleichzeitig aufs Gerät, und der Ausschnitt ist auf 50 Quadratkilometer begrenzt. Eine komplette Deutschlandkarte ist damit nicht drin, was den Einsatzspielraum im Vergleich zu High-End-GPS-Uhren von Garmin, Polar oder Suunto einschränkt.

Die Übertragung der Karten dauert nur wenige Minuten, sodass sich der gewünschte Ausschnitt relativ schnell wechseln lässt. Ist das Material auf der Uhr und der GPS-Fix vorhanden, zeigt die Watch Legion Pro unsere Position auf der Karte an. Wir können bis auf 20 Meter heran- und bis auf 1000 Meter hinauszoomen.

In der Praxis trübt allerdings die Bedienung den guten Ansatz: Im Test reagierte die Kartenansicht träge, Zoomen und Verschieben dauern jeweils mehrere Sekunden, bis die Anzeige nachzieht und sich vollständig aufgebaut hat. Zudem blendet die Uhr vergleichsweise wenige Details wie Bebauung oder Straßennamen ein. Als grobe Orientierung taugt die Kartenfunktion, an den Komfort etablierter Outdoor-Uhren reicht sie aber nicht heran.

Schlafanalyse

Beim Schlaftracking unterscheidet sich die AGM Watch Legion Pro nicht vom Standardmodell. Die Uhr erfasst Leicht- und Tiefschlaf sowie Wach- und REM-Phasen und stellt die Daten in der App als Diagramm dar – inklusive der bekannten Übersetzungsfehler.

Im Hinblick auf Genauigkeit bleibt aber Luft nach oben: Wachphasen erkennt die Watch Legion Pro im Test häufig nicht, die REM-, Tief- und Leichtschlafphasen wechseln sich auffallend gleichmäßig ab. Die Ergebnisse wirken damit wenig plausibel und taugen eher als grobe Orientierung denn als verlässliche Analyse.

Zusätzliche Features

Bei den Zusatzfunktionen legt die AGM Watch Legion Pro nur behutsam zu. Wie beim Standardmodell fehlen ein eigener Musikspeicher und ein eSIM-Slot. Telefonate lassen sich per Bluetooth über das gekoppelte Smartphone annehmen, für autonomes Telefonieren ohne Handy ist die Uhr aber nicht ausgelegt. Hinzu kommt eine Bezahlfunktion – allerdings ausschließlich über Ali Pay, was sich primär an chinesische Nutzer richtet und für deutsche Bankkunden praktisch keine Rolle spielt.

Akku

AGM verbaut in der Watch Legion Pro einen größeren 380-mAh-Akku, entsprechend steigt die Laufzeit leicht gegenüber der Watch Legion. Der Hersteller verspricht über 10 Tage bei „intensiver Nutzung“ und mehr als 30 Tage im Standby. In unserem Test kam die Uhr mit drei Trainingseinheiten pro Woche von jeweils ein bis anderthalb Stunden auf rund zehn Tage – etwas mehr als das Standardmodell und ein ordentlicher Wert.

Preis

AGM verkauft die Watch Legion Pro offiziell für 150 Euro, zum Testzeitpunkt ist sie ab 129 Euro bei Amazon zu haben. Für eine GPS-Uhr mit integriertem Kartenmaterial ist das trotz der Schwächen ein fast unschlagbarer Preis.

Fazit

Wer gehofft hat, dass die AGM Watch Legion Pro im Test deutlich mehr bietet als die normale Watch Legion, dürfte eher ernüchtert sein. Letztlich ist die Pro-Version teurer, ohne viel Mehrwert zu liefern.

Auf dem Papier klingen der größere Akku, das Karten-Feature und die Bezahlfunktion attraktiv. In der Praxis überzeugen sie weniger: Die Offline-Karten reagieren träge und stark eingeschränkt, Ali Pay spielt hierzulande faktisch keine Rolle, und die etwas längere Akkulaufzeit alleine rechtfertigt den Aufpreis nicht.

Damit können wir die AGM Watch Legion Pro nur bedingt empfehlen. Wer eine preisgünstige Alternative zu High-End-Uhren von Garmin oder Polar sucht, wird eher bei der Amazfit T-Rex 3 Pro oder der Huawei Watch GT 6 fündig.

Lokmat Attack Pro im Test: Outdoor-Smartwatch mit Android für nur 30 Euro

 Outdoor-Smartwatch mit Android für nur 30 Euro

Die Lokmat Attack Pro wirkt auf den ersten Blick wie ein perfektes Schnäppchen: günstiger Preis, viele Funktionen, sportliches Design. Aber kann die Sportuhr für rund 30 Euro überzeugen?

VORTEILE

  • Telefonfunktion 
  • ordentliches Display 
  • günstiger Preis 

NACHTEILE

  • kein GPS 
  • Pulsmessung und Schrittzähler teilweise mit Problemen 
  • Schlaf-Tracking ungenau 
  • teils merkwürdige Übersetzung in der App und auf der Uhr 

Die Lokmat Attack Pro wirkt auf den ersten Blick wie ein perfektes Schnäppchen: günstiger Preis, viele Funktionen, sportliches Design. Aber kann die Sportuhr für rund 30 Euro überzeugen?

Wir haben uns die Lokmat Smartwatch im Test genauer angeschaut – und haben auf diese Fragen eine eindeutige Antwort parat. Unser Test der Lokmat Attack Pro (Kauflink) erscheint im Rahmen der Themenwelt Sportuhren, wo wir bereits etliche Modelle getestet haben. Wer jedoch auf der Suche nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis ist, sollte einen Blick auf unsere Top 10: Die besten Sportuhren – Smartwatches für Training & Wandern werfen.

Lieferumfang, Design, Einrichtung

Wer sich zum Kauf der Lokmat Attack Pro entscheidet, bekommt die Uhr in einer schicken Verpackung geliefert. Im Lieferumfang enthalten sind neben der Uhr selbst eine Bedienungsanleitung sowie eine Display-Schutzfolie, die den Touch-Bildschirm vor Kratzern schützen soll.

Beim Auspacken der Uhr fällt direkt auf, dass das Gehäuse sehr groß und klobig daherkommt. Die Lokmat Attack Pro soll offensichtlich an eine Militäruhr erinnern und verfügt deshalb über einen großen runden Knopf an der Außenseite, der aber keinerlei Funktion hat. Seltsam: Zwei der Buttons auf der linken Gehäuseseite sind beschriftet, die beiden Tasten auf der rechten Seite sind es aber nicht.

Die Verarbeitung der Uhr macht aber einen recht ordentlichen Eindruck, auch wenn der Großteil des Gehäuses aus Kunststoff besteht. Ebenfalls ordentlich funktioniert das Touch-Display, das zuverlässig auf unsere Eingaben reagiert und auch bei hoher Sonneneinstrahlung gut ablesbar bleibt. Wer möchte, kann die Helligkeit außerdem per stufenlosem Regler nach eigenen Wünschen anpassen.

Ebenfalls positiv: Die Lokmat Attack Pro ist bis zu einer Tiefe von 50 Metern wasserdicht und übersteht dementsprechend nicht nur den Gang unter die Dusche, sondern auch Einheiten mit diversen Wassersportarten. Wir haben die Dichtigkeit unter anderem beim Schwimmen getestet und konnten keine Probleme feststellen. Einziger Nachteil: Das Display registriert Touch-Eingaben teils ungenau, wenn wir nasse Finger haben.

Um die Lokmat Attack Pro mit unserem Smartphone zu verbinden, müssen wir die Da-Fit-App aus dem Google Play Store oder Apple App Store herunterladen und den Gerätereiter aufrufen. Hier lassen wir die App nach Geräten in der Nähe suchen. Nach wenigen Sekunden Wartezeit können wir dann die Uhr an unser Smartphone koppeln.

Aktivität und Training

Obwohl die Lokmat Attack Pro von der Aufmachung her wie ein Klon beliebter Outdoor-Smartwatches von Garmin oder Polar wirkt, sollten Käufer in Bezug auf die Ausstattung der Uhr keine allzu großen Sprünge erwarten. Die Lokmat Attack Pro misst die zurückgelegten Schritte, zeichnet durchgängig die Herzfrequenz auf und sammelt Daten zum Blutdruck und Blutsauerstoff.

Dass die Lokmat Attack Pro, die der Hersteller explizit als Sportuhr bewirbt, nur über 25 verschiedene Trainingsprofile verfügt, wundert uns ein wenig. Immerhin sind klassische Sportarten wie Laufen, Radfahren, Schwimmen, Wandern, Kraftsport und diverse Ballsportarten vertreten. Nennenswerte Unterschiede zwischen den Profilen gibt es aber kaum und wichtige Funktionen wie ein Zähler für Wiederholungen oder geschwommene Bahnen fehlen komplett.

Wer möchte, kann tägliche Ziele für bestimmte Sportarten und den Schrittzähler in der App festlegen. Der Fortschritt wird dann sowohl in der Uhr als auch in der App dokumentiert. Dabei haben wir festgestellt, dass der Schrittzähler sehr ungenau arbeitet und Schritte oft gar nicht registriert. Während unseres Tests lag die gemessene Schrittzahl nach einem halben Tag auf der Lokmat Attack Pro bei knapp 4000 Schritten, während unser Kontrollgerät fast 6000 Schritte anzeigte.

Auch der Herzfrequenzsensor, der wenig überraschend mit einem optischen Pulssensor arbeitet, hatte in unserem Test mit Aussetzern zu kämpfen. Obwohl die Uhr unsere Herzfrequenz durchgängig messen sollte, zeigte das Gerät teils gar keinen Puls an. Zu einem anderen Zeitpunkt, als wir die Herzfrequenzmessung explizit anwählten, zeigte die Lokmat Attack Pro erst einen Puls von mehr als 30 Schlägen über dem Wert unseres Kontrollgeräts an, bevor der Messwert stetig sank und bei rund zehn Schlägen über der Messung des Kontrollgeräts stehen blieb. Teilweise überraschte der Sensor im Training aber auch mit einer ordentlichen Genauigkeit – während einer rund einstündigen Crossfit-Einheit kam es im Test lediglich zu geringen Abweichungen gegenüber dem Kontrollgerät. Trotzdem lässt die Zuverlässigkeit der Messungen insgesamt etwas zu wünschen übrig.

Weil die Lokmat Attack Pro außerdem über kein eigenes GPS-Tracking verfügt und Nutzer zudem auf Funktionen wie ein Höhenbarometer oder einen Kompass verzichten müssen, erschließt sich die Bewerbung des Geräts als Sportuhr zu keinem Zeitpunkt. Wer auf der Suche nach einer brauchbaren Smartwatch für sportliche Aktivitäten mit einem Kauf der Lokmat Attack Pro liebäugelt, sollte davon also lieber Abstand nehmen.

Lokmat Attack Pro

Lokmat Attack Pro

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App

Über die App „Da Fit“ haben wir in unserem Test zur Rogbid King (Testbericht) bereits ausführlich berichtet, deshalb sagen wir dazu an dieser Stelle nur so viel: Die Software leidet unter zahlreichen Übersetzungsfehlern und auch die Bedienbarkeit lässt zu wünschen übrig. Zwar schränken die Fehler die eigentlichen Funktionen der Uhr nicht maßgeblich ein, allerdings empfanden wir sie im Alltag immer wieder als störend.

Lokmat Attack Pro - App

Lokmat Attack Pro - App

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Lokmat Attack Pro - App

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Lokmat Attack Pro - App

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Lokmat Attack Pro - App

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Schlafmessung, Benachrichtigungen und Telefonie-Funktion

Dass die Schlafmessung bei Smartwatches und Fitness-Trackern nur begrenzt aussagekräftig ist, dürfte den meisten Nutzern solcher Geräte mittlerweile bewusst sein. Häufig lassen die gemessenen Daten aber zumindest allgemeine Rückschlüsse auf die Schlafhygiene zu. Bei der Lokmat Attack Pro ist das aber nicht der Fall. Denn die Uhr hat in unserem Test sehr seltsame Ergebnisse in Bezug auf die Schlafphasen registriert: Während einer Nacht mit zwei Wachphasen, von denen eine rund 15 Minuten dauerte, zeichnete die Lokmat Attack Pro keine einzige auf, sondern vermerkte die eine Phase als „flachen Schlaf“ und die andere Phase als „Schnelle Augenbewegung“.

Auch die Bewertung der Schlafqualität in derselben Nacht mit 97 von 100 Punkten entsprach ganz und gar nicht unserem subjektiven Empfinden einer Nacht, deren Schlaf wir selbst eher als mittelmäßig bewerteten. Immerhin wurden Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt korrekt vermerkt. Zudem entsprach die gemessene Dauer der Tiefschlafphase bis auf wenige Minuten Unterschied der Messung unseres Kontrollgeräts (Garmin Fenix 6).

Was uns wiederum negativ auffiel, war die Größe der Uhr, die beim Schlafen mitunter störte. Empfindliche Schläfer wachen möglicherweise durch den Druck des Gehäuses am Handgelenk auf. Außerdem können wir direkt an der Uhr keine Funktion für „Nicht stören“ aktivieren, sondern nur entsprechende Zeiträume in der App festlegen.

Bei der Benachrichtigungs- und Telefonfunktion haben wir aber nicht viel zu meckern. In der App wählen wir aus, welche Benachrichtigungen wir erhalten wollen. Eine Schnellantwort-Funktion gibt es nicht, dafür unterstützt die Uhr eine KI-Sprachsteuerung und das Telefonieren über einen integrierten Lautsprecher. Beides funktioniert passabel via Bluetooth und in dem Preis der Lokmat Attack Pro angemessener Qualität.

Akkulaufzeit

Laut Herstellerangaben ist in der Lokmat Attack Pro ein Akku mit einer Kapazität von 270 mAh verbaut. Damit liegt die Uhr im oberen Mittelfeld vergleichbarer Sportuhren. Die Akkulaufzeit der Smartwatch soll 15 Tage betragen. Unter welchen Bedingungen diese Angabe gilt, verrät der Hersteller allerdings nicht.

In unserem Test hielt die Uhr bei durchschnittlicher Nutzung mit drei Trainingseinheiten pro Woche, dauerhafter Herzfrequenzmessung und aktivierten Benachrichtigungen 13 Tage durch. Das Aufladen der Uhr mithilfe der magnetischen Ladeschale war teils etwas fummelig, weil der Magnet der Ladeschale relativ schwach war und sich schnell vom Gehäuse der Uhr löste. Mit etwas Geduld und Fingerspitzengefühl ließ sich das Problem aber beheben.

Preis

Der Preis für die Lokmat Attack Pro liegt bei knapp unter 30 Euro (Kauflink) bei Banggood mit dem Coupon-Code BGTSHD003. Gemessen daran, was die Uhr kann und bietet, empfanden wir das als faires Angebot.

Fazit

Wer einen Blick in die Beschreibung der Lokmat Attack Pro wirft, könnte meinen, der Hersteller hätte einfach alles aufgeschrieben, was seiner Meinung nach zum Standard einer Outdoor-Sportuhr gehört – ohne dabei auf Qualität oder Alleinstellungsmerkmale zu achten. Denn die Lokmat Attack Pro kostet zwar nur rund 30 Euro, aber das merkt man ihr eben an allen Ecken und Enden an.

Denn abgesehen von der ordentlichen Akkulaufzeit, einer soliden Auswahl an Sportprofilen sowie der integrierten Telefonfunktion hat die Sportuhr nicht allzu viel zu bieten. Die Bezeichnung als Sportuhr hat sie darüber hinaus eigentlich nicht verdient, weil sie keinerlei Features bietet, die wir nicht auch bei anderen Smartwatches oder Fitness-Trackern bekommen.

Viele Funktionen der Lokmat Attack Pro, wie der optische Pulssensor oder das Schlaf-Tracking, lassen zu wünschen übrig. Die Übersetzungsfehler in der App und im Betriebssystem der Uhr selbst tragen ihr Übriges dazu bei, dass wir für diese Sportuhr trotz des günstigen Preises nur eine sehr begrenzte Kaufempfehlung aussprechen können. Ist man bereit etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, lohnt sich ein Blick auf unsere Top 10: Die besten Smartwatches 2023 - Apple Watch & Galaxy Watch führen sowie Top 10: Die besten Sportuhren – Smartwatches für Training & Wandern.

Fazit

Kospet T3 Ultra 2

 Robuste Sportuhr für 135 Euro läuft 10 Tage

Kospet baut günstige Outdoor-Smartwatches mit langer Akkulaufzeit und präzisem GPS, die einiges einstecken. Was die Tank T3 Ultra 2 leistet, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • ausgezeichnete Auswahl an Trainingsprofilen
  • hervorragendes GPS
  • ATM 5 und IP69K

NACHTEILE

  • keine Bezahlfunktion
  • ohne Musikspeicher
  • Funktionen zur Frauengesundheit enttäuschend

Kospet Tank T3 Ultra 2 im Test: Robuste Sportuhr für 135 Euro läuft 10 Tage

Kospet baut günstige Outdoor-Smartwatches mit langer Akkulaufzeit und präzisem GPS, die einiges einstecken. Was die Tank T3 Ultra 2 leistet, zeigt unser Test.

Die Tank T3 Ultra 2 hat zwar einen etwas sperrigen Namen, soll dafür aber neben dem niedrigen Preis mit Dual-Band-GPS und umfangreichen Sport-Features überzeugen. Für knapp 135 Euro bekommen die Käufer eine Smartwatch mit großzügigem AMOLED-Display und leistungsstarkem Akku.

Wir haben uns die Tank T3 Ultra 2 im Test genauer angeschaut und klären, für wen das Kospet-Modell eine echte Alternative zu teureren Sportuhren etablierter Hersteller wie Garmin, Polar und Co. sein kann.

Design & Tragekomfort

Dass es sich bei der Kospet Tank T3 Ultra 2 um eine smarte Sportuhr für den Outdoor-Gebrauch handelt, erkennt man auf den ersten Blick. Die Smartwatch ist groß, wuchtig und bringt mit 83,8 g ein verhältnismäßig hohes Gewicht auf die Waage. Für zierliche Handgelenke ist die Tank T3 Ultra 2 damit eher wenig geeignet.

Trotzdem wirkt das Design wie aus einem Guss: Das Stainless-Steel-Gehäuse ist mit einer orangefarbenen Umrandung versehen, die der Uhr einen individuellen Touch verleiht. Die unterhalb der Lünette eingelassenen vier Bedienknöpfe verfügen über eine leicht angeraute Oberfläche, was für eine angenehme Haptik sorgt.

Der Bildschirm der Smartwatch ist kratz- und stoßfest und besteht aus Corning Gorilla Glass 3. Außerdem ist sie nach dem Militärstandard MIL-STD-810H zertifiziert und bis 5 ATM (50 Meter Wassersäule) sowie IP69K wasserdicht – auch unter Hochdruck und mit heißem Wasser. Für das Gerätetauchen wäre allerdings eher eine Uhr nach ATM 10 zu empfehlen. Zum Schwimmen und Schnorcheln kann man die T3 Ultra 2 unserer Einschätzung nach aber nutzen.

Im Lieferumfang der Tank T3 Ultra 2 ist standardmäßig ein schwarzes Silikonarmband enthalten. Gegen einen Aufpreis von 10 Euro liefert der Hersteller die Uhr zusätzlich mit einem metallischen Gliederarmband inklusive Wechselgliedern aus.

Das Tragegefühl der Kospet Tank T3 Ultra 2 fällt recht ordentlich aus, auch wenn die Uhr aufgrund des hohen Gewichts vereinzelt etwas unbequem ist, besonders bei längerem Arbeiten am PC. Beim Schlafen haben wir diesbezüglich keine Auffälligkeiten bemerkt. Ansonsten macht die Smartwatch einen sehr robusten und stabilen Eindruck: Stürze aus einer Höhe von anderthalb Metern auf Steinboden oder Asphalt steckte sie ohne Spuren weg.

Bilderstrecke: Kospet T3 Ultra 2

Kospet T3 Ultra 2

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Kospet T3 Ultra 2

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Kospet T3 Ultra 2

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Kospet T3 Ultra 2

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Kospet T3 Ultra 2

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Kospet T3 Ultra 2

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Display

Der Bildschirm der Tank T3 Ultra 2 besteht aus einem 1,43-Zoll-großen AMOLED-Display, bei dem Kospet die Helligkeit mit bis zu 1000 Nits angibt. Zwar gibt es Smartwatches der Konkurrenz, die höhere Werte aufs Papier bringen, im Praxistest entpuppt sich die Strahlkraft der Anzeige aber als absolut ausreichend. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt die Anzeige gut lesbar. Die Helligkeit selbst lässt sich über das Schnellzugriffsmenü der Uhr in fünf Stufen manuell regulieren, eine automatische Anpassung gibt es allerdings nicht.

Die Auflösung der Anzeige liegt bei 466 × 466 Pixeln und 461 PPI, ein Standardwert für einen Bildschirm dieser Größe. Farben und Kontraste überzeugen uns im Test und die Darstellung der Anzeige macht durchweg einen scharfen Eindruck.

Einrichtung & Bedienung

Für die Ersteinrichtung der Tank T3 Ultra 2 laden wir die Apexmove-App im Google Play Store oder im App-Store von Apple herunter. Ein Nutzerkonto ist nicht verpflichtend, allerdings kann die Anmeldung sinnvoll sein, wenn man Daten von einer anderen Kospet-Uhr oder einem anderen Smartphone weiternutzen möchte. Apexmove unterstützt auch Drittanbieter-Accounts, sodass wir uns beispielsweise mit einem Google-Konto in der App anmelden können.

Die Kopplung der Smartwatch erfolgt via Bluetooth. Dieser Prozess dauert weniger als eine Minute und funktioniert im Test ohne Probleme. Direkt im Anschluss können wir die Software der Uhr auf den neuesten Stand bringen, was sich je nach Update-Größe einige Minuten hinziehen kann. Die Funktionsweise von Apexmove haben wir bereits im Test der Kospet Tank T4 ausführlich besprochen – hier ändert sich bei der Tank T3 Ultra 2 nichts. Der Aufbau der Software ist etwa mit Mi Fitness vergleichbar und setzt auf frei platzierbare Kacheln im Startmenü, die auf Knopfdruck eine Detailansicht aufrufen.

Anders als bei der Tank T4 verwendet Kospet bei der Tank T3 Ultra 2 nicht Apexmove OS, sondern eine namenlose „Standard-Firmware“. Das Design der Menüs entspricht dabei dem gängigen Smartwatch-Standard, wirkt aber insgesamt funktionaler und weniger stilvoll als bei der Tank T4. Drittanbieter-Apps sind auf der Tank T3 Ultra 2 aber ebenfalls tabu, lediglich Samsung und Google Health sowie Strava werden unterstützt. Die Bedienung der Uhr funktioniert aber tadellos, nennenswerte Eingabeverzögerungen können wir im Test nicht feststellen.

Kospet T3 Ultra 2 – Bedienung

Kospet T3 Ultra 2

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Kospet T3 Ultra 2

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Training & Fitness

Ähnlich wie die Tank T4 bietet auch die Tank T3 Ultra 2 eine große Auswahl an Trainingsprofilen für mehr als 170 Sportarten. Dabei geht die Quantität beim Tracking erfreulicherweise nicht zulasten der Qualität, denn vor allem bei den Ausdauersportarten bietet die Smartwatch viele nützliche Datensätze, die auf die jeweilige Trainingsart angepasst sind. Läufer und Wanderer zeichnen neben zurückgelegter Strecke, Herzfrequenz und Aktivitätsdauer auch Schrittzahl, Höhenmeter, Schrittfrequenz und Schrittlänge auf.

Beim Rudern registriert die Uhr die Anzahl der Schläge sowie deren Frequenz, während beim Springseilspringen die Zahl der Sprünge angezeigt wird. Besonders ausführliche Daten erhebt die Tank T3 Ultra 2 aber beim Schwimmen. Hier notiert die Uhr unsere Pace auf 100 m, die geschwommenen Bahnen im Becken, den Schwimmstil (Brust, Schmetterling, Freestyle/Kraul, Rücken), die Anzahl der Schwimmzüge und deren Rate pro Minute sowie die Schwimmeffizienz (SWOLF-Wert).

Überdies erkennt die Uhr automatisch fünf Sportarten, darunter Gehen, Laufen, Radfahren, das Training auf einem Heimtrainer und Rudern auf einem Rudergerät. Sitzen wir längere Zeit still und bewegen uns nicht, registriert die Smartwatch das ebenfalls. Im Praxistest mit Laufen, Gehen und Radfahren erkennt die Uhr zuverlässig nach etwa 10 bis 15 Minuten unsere Aktivität.

Bei der Messung der Herzfrequenz macht die Kospet Tank T3 Ultra 2 ebenfalls einen vergleichsweise guten Job. Wie schon bei der Tank T4 hat Kospet einen optischen Sensor verbaut, allerdings nicht dasselbe Modell. Im direkten Vergleich liefert die Tank T4 genauere Werte, aber die Tank T3 Ultra 2 kann trotzdem noch mit einer ordentlichen Genauigkeit punkten. Gegenüber einem Brustgurt liegen die Abweichungen je nach Art der Aktivität bei bis zu zehn Schlägen pro Minute, wobei die Smartwatch bei HIIT-Einheiten die größten Schwankungen zu verzeichnen hat.

Beim GPS-Tracking, einem zentralen Feature der Tank T3 Ultra 2, haben wir nichts zu meckern. Die Uhr unterstützt L1- und L5-Dualband-GPS sowie sechs Satellitensysteme: GPS, Galileo, Glonass, Beidou, QZSS und Navic. Dualband-GPS kombiniert mit sechs Satellitensystemen ist für eine Smartwatch dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich – das macht die Tank T3 Ultra 2 zu einem echten Preistipp für alle, die Wert auf präzises Tracking legen. Die Genauigkeit überzeugt uns durchgehend: Beim Start einer Trainingseinheit findet die Uhr schnell ein Signal, und Abweichungen von der tatsächlichen Route können wir in den Aufzeichnungen nicht feststellen.

Schlaf & Gesundheit

Die Funktionen rund um Schlaf und Gesundheit, die die Kospet Tank T3 Ultra 2 zu bieten hat, gleichen überwiegend dem Angebot der Tank T4. Auch bei dieser Smartwatch gibt es kein EKG-Feature, dafür aber Messungen des Pulses und Blutsauerstoffgehalts mittels PPG-Sensoren sowie die Erfassung des Stresslevels und die Möglichkeit, die aktuelle emotionale Befindlichkeit aufzuzeichnen. Die bekannten Atemübungen zur Stressreduktion lassen sich über das Menü der Uhr aktivieren, sind aber kaum mehr als eine nette Spielerei.

Wie bei der Tank T4 gibt es bei der Tank T3 Ultra 2 auch wieder ein Menü zum Thema Frauengesundheit – und wieder enttäuscht uns diese Funktion. Denn zwar können wir in der App die Länge von Periode und Zyklus angeben und basierend auf diesen Daten den nächsten Zyklus inklusive Eisprungs berechnen lassen, darüber hinaus gibt es aber keine weiteren Optionen. Wir können keine zusätzlichen Symptome oder mögliche Beschwerden notieren. Da zeigt die Konkurrenz von Huawei und Amazfit, wie es besser geht.

Beim Schlaftracking der Tank T3 Ultra 2 haben wir allerdings nichts zu meckern. Die Uhr erkennt sowohl Einschlaf- und Aufwach- als auch Wachzeiten absolut zuverlässig und genau. Das funktioniert auch bei Nickerchen problemlos. Einzelne Schlafphasen registriert die Uhr ebenfalls, wobei die Daten etwa mit unserem subjektiven Empfinden übereinstimmen.

Ein zusätzlicher Pluspunkt der Smartwatch ist die Möglichkeit, einen oder mehrere Schlafpläne zu erstellen. Dieses Feature erlaubt uns, Erinnerungen für die Schlafenszeit und Weckzeiten für bestimmte Wochentage einzustellen. Wer also an spezifischen Tagen zu einer anderen Uhrzeit aufstehen möchte als sonst, kann das einfach im Schlafmenü der Uhr festlegen und muss nicht jedes Mal den Wecker neu programmieren.

Weitere Features

Anders als die Tank T4 bietet die Tank T3 Ultra 2 fast keine nennenswerten Zusatzfeatures. Einen integrierten Musikspeicher suchen wir ebenso vergebens wie eine Bezahlfunktion oder die Möglichkeit, spezifisches Kartenmaterial für die Offline-Navigation auf der Uhr zu speichern. Lediglich die auf unserem Smartphone wiedergegebene Musik können wir über das Display der Smartwatch steuern.

Immerhin haben wir dank des integrierten Mikrofons die Möglichkeit, eingehende Telefonanrufe entgegenzunehmen. Einen e-SIM-Slot gibt es nicht, ebenso wenig wie eine Schnellantwortfunktion. Dafür bietet die Kospet Tank T3 Ultra 2 einen Sprachassistenten, mit dem wir grundlegende Funktionen unserer Uhr steuern können. Das funktioniert im Praxistest auch ohne nennenswerte Probleme.

Akku

Der Akku der Tank T3 Ultra 2 ist mit 470 mAh etwas kleiner als bei der Tank T4 (500 mAh). Kospet erklärt, dass die Tank T4 dank Apexmove OS energieeffizienter arbeitet als die Tank T3 Ultra 2. Dementsprechend gibt der Hersteller die Akkulaufzeit der Tank T3 Ultra 2 mit 12 bis 15 Tagen bei typischer und fünf bis acht Tagen bei intensiver Nutzung an.

In unserem Praxistest decken sich unsere Erfahrungen mit diesen Werten. Eine anderthalbstündige Sporteinheit mit aktiviertem GPS erschöpfte den Akku um wenige Prozentpunkte, während normaler Gebrauch bei mittlerer Helligkeit und aktivierten Benachrichtigungen den Ladestand in 24 Stunden um acht Prozent senkte. Demzufolge hält der Akku bei normaler Nutzung und drei Workouts pro Woche gut zehn bis elf Tage durch.

Preis

Kospet verkauft die Tank T3 Ultra 2 zum Testzeitpunkt für rund 125 Euro in den Farben Schwarz und Silber als Basic-Variante mit Silikonarmband und ab etwa 135 Euro mit zusätzlichem Stahl-Armband. Mit Blick auf die gute Akkulaufzeit und das exakte GPS ist das ein fairer und günstiger Preis. Bei Amazon ist das Modell mit Stahlarmband derzeit auf 135 Euro reduziert.

Fazit

Kospet setzt bei der Tank T3 Ultra 2 klar auf Outdoor und Sport – weniger auf smarte Extras. Das zeigt sich daran, dass die Uhr mit umfangreichen Trainingsfunktionen und einem für diese Preisklasse hervorragenden GPS-Modul glänzt, bei smarten Features wie Musikspeicher, Navigation, Bezahloptionen oder Telefonie via eSIM aber passen muss. Wer damit leben kann, bekommt eine unschlagbar günstige Outdoor-Sportuhr, die erstaunlich leistungsfähig ist und obendrein mit schickem Design und sehr robustem Äußeren überzeugt.

Rogbid Tank S3 Pro

Rogbid Tank S3 Pro im Test

Mit robustem Design und Freisprech-Funktion richtet sich die Rogbid Tank S3 Pro an preisbewusste Outdoor-Enthusiasten. Der Test zeigt, ob die Uhr das Geld wert ist.

Rogbid Tank S3 Pro im Test

Mit robustem Design und Freisprech-Funktion richtet sich die Rogbid Tank S3 Pro an preisbewusste Outdoor-Enthusiasten. Der Test zeigt, ob die Uhr das Geld wert ist.

Der chinesische Hersteller Rogbid ist bekannt für besonders günstige Smartwatches, deren Qualität nicht immer überzeugt. Jetzt wagt das Unternehmen mit der Tank S3 Pro aber einen neuen Anlauf im Segment für Outdoor-Uhren. Das Modell soll besonders widerstandsfähig gegenüber äußeren Einflüssen sein und kombiniert ein recht großes 2,02-Zoll-Touch-Display mit integriertem Mikrofon und Lautsprecher für Freisprech-Telefonie. Ansonsten verspricht der Hersteller eine Akkulaufzeit von bis zu 20 Stunden.

Im Test wurde die Uhr im Detail unter die Lupe genommen und jede Funktion auf Herz und Nieren geprüft. Dabei klärt sich die Frage, ob – und wenn ja, für wen – sich die Investition von knapp 25 Euro für die Rogbid Tank S3 Pro lohnt.

Design und Verarbeitung

Auch wenn Rogbid in der Vergangenheit immer mal wieder durch Kopien von Smartwatches anderer Hersteller aufgefallen ist, verfolgt das chinesische Unternehmen bei der Tank S3 Pro ein eigenes Design-Konzept. Der Fokus liegt dabei klar auf einer Optik, die die von Rogbid angepriesene Widerstandsfähigkeit der Uhr unterstreichen soll: Die Tank S3 Pro verfügt nämlich nicht nur über ein ungewöhnlich großes 2,02-Zoll-Display, sondern auch ein eckiges und sehr klobiges Gehäuse. Die drehbare, silbrige Krone an der Außenseite und das schwarze Silikonarmband – inklusive Metallschließe – ergänzen das militärisch anmutende Äußere der Uhr.

Wegen der Größe der Rogbid Tank S3 Pro eignet sie sich vorwiegend für Herren, weil sie an schmalen Handgelenken einfach zu wuchtig wirkt. Die Verarbeitung der Smartwatch macht insgesamt aber einen guten Eindruck: Entsprechend der MIL-STD-810H- und IP69-Zertifizierung übersteht die Uhr problemlos Stürze aus zwei Metern Höhe auf Steinboden und hält einem Wasserdruck von 5 ATM stand. Mit der Tank S3 Pro zu schwimmen oder duschen ist kein Problem.

Die Smartwatch verfügt über ein farbiges Touch-Display, das neben der drehbaren Krone auch über entsprechende Wischgesten bedienbar ist. Eine Always-on-Funktion ist nicht vorhanden, dafür immerhin eine stufenlose Helligkeitsregelung. Ein Pluspunkt: Selbst bei mittlerer Helligkeit ist das Display auch unter direkter Sonneneinstrahlung ablesbar.

Rogbid Tank S3 Pro im Test - Bilder

Rogbid Tank S3 Pro im Test - Bilder

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Bedienbarkeit und App

Die Bedienung der Rogbid Tank S3 Pro funktioniert über eine Gestensteuerung auf dem Touch-Display in Kombination mit einer dreh- und drückbaren Krone. Beides läuft zufriedenstellend, auch wenn die Anzeige beim Scrollen manchmal leicht ruckelt. Was im Test stört, ist die fehlende Bewegungserkennung: Das Display schaltet sich nicht automatisch ein, wenn man den Arm hebt. Stattdessen ist man gezwungen, immer erst die Krone zu drücken, damit die Anzeige erscheint. Ansonsten macht die Uhr bei der Bedienung aber einen guten Eindruck. Die Eingaben erkennt das Gerät – auch mit leicht feuchten Fingern – zuverlässig, ferner gefallen die angenehm übersichtlichen Menüs und die Schnellauswahl bei den Trainingsprofilen.

Um die Rogbid Tank S3 Pro mit dem Smartphone zu verbinden, benötigt man die App Da Fit. Diese gibt es kostenlos in den gängigen App-Stores. Nach der Installation trägt man persönliche Daten wie Alter, Gewicht, Körpergröße, Geschlecht und Schrittlänge ein. Anschließend koppelt man die Uhr via Bluetooth an die App. Eine Verbindung mit Google Fit und Strava ist ebenfalls möglich.

Die App ist übersichtlich aufgebaut und zeigt direkt auf einen Blick mit verschiedenen Tabellen die wichtigsten Daten wie Herzfrequenz, Blutdruck, Blutsauerstoff, Schritte, Menstruationszyklus, Stress und Körpergewicht. Außerdem gibt es eine optionale Trinkerinnerung. Wer möchte, wählt in der App auch verschiedene Trainingseinheiten im Bereich Fitness aus. Dabei stehen sowohl Tabata-Übungen als auch Hantel-Training in verschiedenen Schwierigkeitsgraden zur Auswahl. Ebenso gibt es angeleitetes Meditationstraining. Beides funktioniert aber nur in der App, die Uhr zeigt es nicht ohne diese an.

Was sowohl in der App als auch bei Nutzung der Tank S3 Pro negativ aufgefallen ist, sind die zahlreichen Übersetzungsfehler. Das Optionsmenü heißt auf der Uhr beispielsweise „RAHMEN“, Fitnesstraining wird als „Ausbildung“ bezeichnet und Einsteiger-Bauchtraining trägt den Titel „Einführung in die Kernklassiker“. Teilweise stimmt auch die Trennung der einzelnen Wörter nicht. Das ist ärgerlich und unnötig, aber immerhin weiß man trotzdem, was gemeint ist. Dadurch wird die Nutzung der Uhr nicht allzu stark beeinträchtigt.

Demgegenüber ist der nicht vorhandene Tragekomfort der Rogbid-Smartwatch deutlich störender. Durch das klobige Design drückt die Uhr des Öfteren am Handgelenk oder fühlt sich generell unbequem an. Das macht sich primär beim Arbeiten am PC oder beim Schlafen bemerkbar, weshalb die Tank S3 Pro im Test immer mal wieder abgelegt wurde.

Rogbid Tank S3 Pro im Test - Bilder App

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Aktivität und Training

Rogbid bleibt bei der Tank S3 Pro dem Trend chinesischer Smartwatches treu und überschüttet Nutzer mit Aktivitäts- und Trainingsprofilen. Für fast jede erdenkliche Sportart gibt es ein eigenes Profil, unterteilt in verschiedene Kategorien. Dabei können wir eigene Favoriten festlegen, um nicht jedes Mal durch die komplette Liste scrollen zu müssen. Wer sich jetzt aber einen echten Vorteil durch die vielen Profile erhofft, wird enttäuscht. Denn abgesehen von den Ausdauersportarten wie Laufen, Gehen und Radfahren zeigt die Smartwatch außerhalb von Puls und Kalorien keine weiteren Daten an. Eine Möglichkeit, beispielsweise beim Krafttraining oder Seilspringen die Wiederholungen zu zählen oder beim Schwimmen die zurückgelegten Bahnen anzuzeigen, fehlt komplett. Die meisten Trainingsprofile sind damit überflüssig.

Aber wie sieht es bei den klassischen Ausdauersportarten aus? Weil die Rogbid Tank S3 Pro über kein eigenes GPS-Modul verfügt, muss das Smartphone gekoppelt sein, wenn man zurückgelegte Strecken messen möchte. Zwar zeichnet die Uhr auch ohne GPS die Kilometer auf, aber der gemessene Wert ist ziemlich ungenau: Bei einer Laufstrecke von rund 13 km gab die Smartwatch am Ende 15 km aus. Die Kalorienangaben sind sehr konservativ und weichen bei selbiger Laufeinheit im Vergleich zum Kontrollgerät (Garmin Fenix 7) um etwa 350 kcal ab.

Besser funktioniert hingegen die Pulsmessung: Bei gleichbleibender Belastung im Grundlagenausdauerbereich misst die Uhr im Test einen ähnlichen Wert wie das Kontrollgerät, wobei die Abweichungen hier im unteren einstelligen Bereich liegen. Schwieriger wird es dann aber bei Belastungen mit stark schwankendem Puls, wie Krafttraining. Hier kommt der Sensor nicht hinterher und spuckt Werte aus, die sich um bis zu 30 Schläge von der Messung mit einem Brustgurt unterscheiden.

Eine nette Ergänzung sind dann aber noch die Trainingspläne, die Rogbid über die Da-Fit-App zur Verfügung stellt. Hier wählt man aus verschiedenen Fitnessprogrammen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und Zeitlimits aus. Die empfohlenen Übungen sind brauchbar aufeinander abgestimmt, und wer über die teils kruden Übersetzungen hinwegsehen kann, bekommt dank der integrierten Videos eine solide Fitnessanleitung. Leider muss man für die Übungen wieder auf die App zurückgreifen, da die Smartwatch diese nicht anzeigt.

Schlaf und Gesundheitsfunktionen

Ähnlich wie beim Aktivitätstracking sollte man auch bei der Aufzeichnung von Schlafdaten im Fall der Rogbid Tank S3 Pro keine Wunderwerke erwarten. Auf dem Papier misst die Uhr neben dem Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt auch den Puls sowie die Blutsauerstoffsättigung. Basierend darauf berechnet sie dann die einzelnen Schlafphasen. Wirklich zuverlässig sind die Ergebnisse aber nicht: Als die Uhr mal eine Nacht nicht getragen wurde, gab sie trotzdem eine Messung aus, die aus mehr als 14 Stunden Schlaf mit gut sechs Stunden REM-Phase bestand. Das Ergebnis bewertete die App dann mit 82 von 100 Punkten.

Aber auch bei echtem Schlaf fallen die Ergebnisse der Uhr wenig glaubhaft aus. Abgesehen davon, dass die Berechnung der Schlafphasen deutlich vom Kontrollgerät (Garmin Fenix 7) abweicht, stimmt auch die Angabe vom Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt nicht mit der Realität überein. Die Abweichungen liegen im Bereich von circa 30 bis 60 Minuten, was das Tracking insgesamt unbrauchbar macht.

Frauen haben die Möglichkeit, über die App ihre Zyklusdaten einzugeben und anhand dessen dann eine Vorhersage für den Beginn der nächsten Periode sowie den voraussichtlichen Termin für den Eisprung zu erhalten. Aber auch das ist nicht wirklich ein lohnenswertes Feature. Die Berechnungen basieren einzig auf den Daten, die man zu Beginn in der App eingibt. Außerdem kann man keinerlei zusätzliche Daten wie Körpertemperatur oder Symptome eingeben. Damit ist diese Funktion nutzlos.

Weitere Features

Die Rogbid Tank S3 Pro verfügt abgesehen von der Freisprech-Funktion über keine nennenswerten Zusatzfeatures. Es gibt weder eine Bezahlfunktion noch einen integrierten Musikspeicher. Zum Telefonieren (eine Verbindung zum Smartphone vorausgesetzt) eignet sich die Uhr aber recht gut. Einen Anruf tätigt man direkt über die Uhr und auch eingehende Telefonate nimmt man über diese an. Das integrierte Mikrofon und der eingebaute Lautsprecher der Smartwatch machen einen ordentlichen, doch nicht überragenden Job – der Speaker könnte gern etwas lauter sein. Für einfache Gespräche reicht die Funktion dennoch.

Akku

Laut Herstellerangaben ist in der Rogbid Tank S3 Pro ein Akku mit einer Kapazität von 710 mAh verbaut, der bis zu 20 Tage durchhalten soll. Die Laufzeit variiert je nach Nutzungsszenario und eingestellter Display-Helligkeit, aber im Test schaffte die Smartwatch immerhin solide 14 Tage bei drei eineinhalbstündigen Sporteinheiten pro Woche.

Preis

Der Preis für die Rogbid Tank S3 Pro liegt laut unverbindlicher Preisempfehlung des Herstellers bei 50 US-Dollar. Bei Banggood bekommt man die Uhr bereits für weniger als 25 Euro. Damit gehört die Smartwatch zu den günstigsten Outdoor-Modellen am Markt. Bei Amazon kostet sie rund 64 Euro (15-Euro-Coupon anwählen).

Weitere Alternativen zeigen wir aus unserem Preisgleich:

Fazit

Ob die Rogbid Tank S3 Pro ihr Geld wert ist, hängt stark von den persönlichen Vorlieben ab. Denn die Smartwatch kann eigentlich nichts wirklich richtig gut, von der langen Akkulaufzeit abgesehen.

Möchte man hauptsächlich die Schritte aufzeichnen und die Uhr für Benachrichtigungen nutzen, kann man getrost die aufgerufenen 20 bis 30 Euro für die Tank S3 Pro ausgeben. Wer ein Wearable für sportliche Aktivitäten sucht, sollte dafür aber mehr Geld in die Hand nehmen und über den Kauf einer Smartwatch von Garmin oder Polar nachdenken. Alternativ bieten sich die diversen Fitnesstracker von Huawei und Honor an, die mit Preisen von unter 50 Euro in der Regel ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

AGM Legion Watch

 Günstige Outdoor-Smartwatch ab 50 Euro

Outdoor-Smartwatch mit GPS und AMOLED für 80 Euro: Was kann die AGM Watch Legion wirklich – und ist sie eine günstige Alternative zu Garmin & Polar?

VORTEILE

  • viele Sportprofile
  • gutes AMOLED-Display
  • integriertes GPS

NACHTEILE

  • Übersetzungsfehler in Menüs und App
  • Schlaftracking unbrauchbar
  • kaum zusätzliche Features

AGM Legion Watch im Test: Günstige Outdoor-Smartwatch ab 50 Euro

Outdoor-Smartwatch mit GPS und AMOLED für 80 Euro: Was kann die AGM Watch Legion wirklich – und ist sie eine günstige Alternative zu Garmin & Polar?

Der chinesische Hersteller AGM ist vorwiegend für robuste Outdoor-Smartphones bekannt, die wasserdicht sind und teils besondere Funktionen wie eine Wärmebildkamera bieten. Mit der Watch Legion hat AGM nun auch eine Outdoor-Smartwatch im Programm, die gute Ausstattung mit einem Preis von unter 100 Euro kombiniert. GPS, AMOLED-Display, IP68-Zertifizierung und ein ausdauernder Akku klingen auf dem Papier fast zu gut, um wahr zu sein. Im Test zeigt sich, was die AGM Watch Legion tatsächlich leistet und ob sie ihrem Preis gerecht wird.

Design & Bedienung

Die AGM Watch Legion orientiert sich optisch am typischen Design vergleichbarer Outdoor-Uhren, mit unverkennbaren Parallelen zur Fenix-Serie von Garmin. Eine dreh- und drückbare Krone am oberen rechten Gehäuserand verleiht der Smartwatch jedoch einen eigenen Akzent. Die Uhr wirkt robust, aber nicht übermäßig wuchtig. Mit ihrem 1,43-Zoll-AMOLED-Display bietet sie die gleiche Anzeigengröße wie die Garmin Fenix 7, ist jedoch etwas flacher gebaut.

Die Verarbeitung wirkt hochwertig und solide. AGM setzt überwiegend auf Kunststoff, doch die matte Oberfläche lässt Gehäuse und Lünette wertig erscheinen. Das Silikonarmband mit Metallschließe trägt sich angenehm, alternative Wechselarmbänder listet der deutsche Onlineshop zum Testzeitpunkt allerdings nicht.

Die Bedienung erfolgt über das Touch-Display, die drehbare Krone und den seitlichen Button. Eingaben werden auch mit feuchten oder verschmutzten Fingern zuverlässig erkannt. Nur gelegentlich treten minimale Ruckler beim Navigieren durch die Menüs auf, die jedoch kaum auffallen.

Die Displayhelligkeit lässt sich in fünf Stufen regulieren. Werkseitig ist Stufe drei aktiviert, was im Alltag ausreichend ist. In direkter Sonne sorgt die höchste Stufe für eine weiterhin gute Ablesbarkeit.

Die Watch Legion ist nach IP68 zertifiziert und damit bis zu 50 Meter wasserdicht sowie vollständig staubgeschützt. AGM beschreibt sie als besonders robust, ohne konkrete Angaben zur Stoßfestigkeit zu machen. Ein Zertifikat für die US-Militärnorm MIL-STD-810H ist aber vorhanden. Im Test überstand die Uhr Stürze aus rund 1,5 Metern Höhe auf Steinboden sowie Stöße mit einer Kugelhantel ohne sichtbare Schäden.

AGM Legion Watch - Bilderstrecke

AGM Legion Watch

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Einrichtung & App

Die AGM Watch Legion wird per Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt. Dafür ist die App AGM Nexus erforderlich, die im Google Play Store und im Apple App Store erhältlich ist. Die Verbindung und Einrichtung sind in wenigen Minuten abgeschlossen. Ein Nutzerkonto ist optional.

Bei der Ersteinrichtung fragt die App grundlegende Daten wie Alter, Körpergröße, Geschlecht und Gewicht ab. Zudem lassen sich persönliche Fitnessziele festlegen. Auf dem Startbildschirm zeigt die App Schritte, Kalorienverbrauch, Trainings- und Schlafdaten, Herzfrequenz sowie weitere Gesundheitswerte übersichtlich an.

Die Bedienoberfläche erinnert an Apps anderer chinesischer Hersteller, weist jedoch Übersetzungsfehler auf. Bleiben Daten beispielsweise aus, erscheint der Hinweis „Vorübergehend neinDaten“. Diese Schwächen beeinträchtigen die Nutzung kaum, zeigen aber, dass Wettbewerber wie Xiaomi mit ihrer Mi-App eine ausgereiftere Umsetzung bieten.

Aktivität & Training

Die AGM Watch Legion positioniert sich als Outdoor-Multi-Sport-Uhr und bietet ein breites Spektrum an Trainingsprofilen. Über 100 Sportarten sind auswählbar – von Laufen, Radfahren und Schwimmen bis zu Yoga, Kraftsport, Skateboarden oder Badminton. Allerdings lassen sich nur maximal zehn Profile gleichzeitig auf der Uhr anzeigen, und die Auswahl erfolgt ausschließlich über die App, nicht direkt auf der Uhr.

Abseits der Ausdauersportarten unterscheiden sich die Profile kaum: Die Uhr erfasst in der Regel nur Aktivitätsdauer, Herzfrequenz und Kalorienverbrauch. Beim Laufen und Radfahren im Freien nutzt die Watch Legion das integrierte GPS und ermittelt zusätzlich Distanz, Tempo, Steigung und Höhenmeter.

In dieser Preisklasse liefert die Genauigkeit von GPS und Pulssensor solide Ergebnisse. Im Test wich das GPS-Tracking nur um wenige Meter von den Messungen einer Garmin Fenix 7 ab. Navigationsfunktionen oder Kartenmaterial fehlen jedoch. Die Pulsmessung arbeitet im Großen und Ganzen zuverlässig, erreicht aber nicht die Präzision eines Brustgurts. Bei gleichmäßigen Belastungen misst die Uhr stabil, während sie bei stark schwankenden Pulswerten, etwa bei HIIT-Einheiten, ungenauer wird.

AGM Legion Watch - App

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Schlafanalyse

Das Schlaftracking der AGM Watch Legion bietet den üblichen Funktionsumfang vergleichbarer Smartwatches. Die Uhr erfasst Leicht-, Tief- und REM-Schlafphasen sowie Wachzeiten und stellt die Daten in der App als Diagramm dar. Allerdings treten erneut Übersetzungsfehler auf – so wird etwa die Wachphase mit „Prozentsatz der wachen Bevölkerung“ bezeichnet.

Wie bei vielen Wearables ist die Genauigkeit nur eingeschränkt zu bewerten. Im Test kam es häufiger zu Abweichungen, etwa wenn Wachphasen nicht korrekt erkannt oder Einschlafzeiten unpräzise erfasst wurden. Die Ergebnisse wirken dadurch teils inkonsistent.

Zusätzlich bietet die App eine Funktion namens „Schlaf verstehen“, die jedoch kaum Mehrwert liefert. Statt individueller Auswertungen zeigt sie allgemeine Hinweise zur Schlafhygiene, versehen mit weiteren Übersetzungsfehlern.

Weitere Features

Bei den Zusatzfunktionen bietet die AGM Watch Legion nur eine Grundausstattung. Anrufe lassen sich direkt über die Uhr annehmen, ein eSIM-Slot fehlt jedoch. Auch Antworten auf Benachrichtigungen, mobile Bezahlfunktionen oder ein integrierter Musikspeicher sind nicht vorhanden.

Akku

In der AGM Watch Legion arbeitet ein 300-mAh-Akku. Der Hersteller nennt eine Laufzeit von sieben bis zehn Tagen, im Standby soll die Uhr bis zu 15 Tage halten. Im Test erreichte sie bei drei Trainingseinheiten pro Woche von jeweils rund 90 Minuten mit aktiviertem GPS eine Laufzeit von etwa neun Tagen – ein ausgezeichnetes Ergebnis in dieser Preisklasse.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung für die AGM Watch Legion liegt laut Hersteller bei 99 Euro. Im Handel ist sie teilweise schon für rund 50 Euro erhältlich. Damit zählt die Watch Legion zu den günstigsten Smartwatches mit integriertem GPS auf dem Markt.

Fazit

Die AGM Watch Legion will eine preiswerte Alternative zu Outdoor-Smartwatches wie der Garmin Fenix oder der Polar Grit X sein – und für unter 100 Euro liefert sie ein ordentliches Gesamtpaket. Die Uhr wirkt robust, das AMOLED-Display überzeugt, und das GPS-Tracking arbeitet zuverlässig.

Dennoch erfordert der geringe Preis einige Kompromisse: Eine Bezahlfunktion oder ein Musikspeicher fehlen, die Sportprofile erfassen nur Basisdaten. Hinzu kommen Übersetzungsfehler in der App und Software. Damit eignet sich die Watch Legion primär für preisbewusste Nutzer. Wer etwas mehr investieren kann, findet in den Amazfit T-Rex-Modellen leistungsstärkere Alternativen ohne den großen Aufpreis der High-End-Konkurrenz.

Coros Vertix 2

Sportuhr Coros Vertix 2 im Test

Die Vertix 2 gehört zu den teuersten Uhren im Portfolio des US-amerikanischen Herstellers Coros. Aber ist die Smartwatch den Preis von rund 700 Euro wirklich wert?

VORTEILE

  • herausragende Akkulaufzeit
  • umfangreiche Trainings-Features
  • Offline-Musikspeicher
  • gutes GPS-Tracking
  • Support für zusätzliche Tracker wie Stryd und Brustgurte

NACHTEILE

  • App mit Übersetzungsfehlern
  • begrenzte Benachrichtigungs- und Musikfunktionen
  • kein kontaktloses Bezahlen
  • Bedienung teils problembehaftet
  • Navigation ohne Richtungsangaben

Sportuhr Coros Vertix 2 im Test

Die Vertix 2 gehört zu den teuersten Uhren im Portfolio des US-amerikanischen Herstellers Coros. Aber ist die Smartwatch den Preis von rund 700 Euro wirklich wert?

Neben den Platzhirschen Garmin und Polar versucht sich das US-amerikanische Unternehmen Coros am Markt für smarte Sportuhren einen Namen zu machen. Getestet haben wir bereits die Coros Apex 2 Pro (Testbericht). Die Vertix 2 gehört dabei zu den absoluten Top-Modellen und ist mit einem entsprechenden Preisschild versehen. Ob diese Uhr, die der Hersteller mit Offline-Karten und besonders langer Akkulaufzeit bewirbt, wirklich 700 Euro wert ist, klären wir in unserem Test.

Design und Bedienbarkeit

Dass es sich bei der Vertix 2 um eine besonders hochpreisige Sportuhr handelt, lässt bereits die spezielle Verpackung erahnen. Denn das Gerät wird nicht etwa in einem bloßen Karton geliefert, sondern stattdessen in einem kleinen Kunststoff-Koffer, der etwa DIN–A5-Größe besitzt. Im Inneren befindet sich die Uhr, eine Bedienungsanleitung, ein Ladekabel und das Armband. Damit enden aber schon die Besonderheiten, denn beim Design orientiert sich Coros am üblichen Standard für Sport- und Outdoor-Uhren.

Die Vertix 2 kommt relativ wuchtig daher und verfügt über ein Gehäuse, das zum Teil aus einer Titanlegierung und zum Teil aus Kunststoff besteht. Die für Coros-Uhren typische drehbare Krone ist an der Gehäuseseite ebenso vorhanden wie zwei weitere Tasten zur Steuerung der Uhr. Das 1,4-Zoll-große Memory–LC-Display lässt sich außerdem per Touchscreen bedienen. Anders als bei der Apex 2 Pro (Testbericht) liefert Coros die Vertix 2 mit einem Silikonarmband aus, das über eine Metallschließe verfügt. Das Armband ist ungewöhnlich breit und passt daher zum brachialen Äußeren der Uhr, die der Hersteller explizit mit dem Slogan „für Abenteurer“ bewirbt.

Wer möchte, kann die Bedienung der Uhr an die eigenen Bedürfnisse anpassen, was wir im Test als sehr praktisch empfunden haben. Die Vertix 2 lässt sich nämlich wahlweise per Touchscreen und Seitentasten oder nur über die Seitentasten steuern. Dabei können wir entscheiden, wann der Touchscreen zum Einsatz kommen soll: immer, nur bei der Bedienung von Kartenfunktionen und Aktivitätsdaten oder nur bei der Navigation mithilfe der Karte.

Leider kommt bei der Vertix 2 dasselbe Problem zum Tragen, was wir auch schon im Test der Apex 2 Pro (Testbericht) in Hinblick auf die Bedienung bemängelt hatten. Denn die Trainingsprofile sind auch bei diesem Coros-Modell im selben Menü enthalten wie alle übrigen Funktionen der Uhr. Man muss also recht lange scrollen, um bestimmte häufig genutzte Profile aufrufen zu können. Wie es besser geht, zeigen die Uhren von Garmin, die das Training in einem separaten Menü einordnen und die Festlegung von Favoriten erlauben.

App und Benachrichtigungen

Wie von einschlägigen smarten Sportuhren und Fitness-Trackern gewohnt müssen wir die Coros Vertix 2 zunächst mit unserem Smartphone verbinden, bevor wir ihren vollen Funktionsumfang nutzen können. Dazu installieren wir die Coros-App auf dem Smartphone und scannen einen QR-Code auf dem Display der Uhr, um beide Geräte miteinander zu koppeln. Ein Nutzerkonto bei Coros ist dabei Pflicht. Der Kopplungsprozess funktionierte in unserem Test problemlos und dauerte einige wenige Minuten.

Über die App von Coros haben wir bereits im Test der Apex 2 Pro genauer geschrieben, deshalb fassen wir uns an dieser Stelle kurz: Die Software bietet die Grundausstattung an Funktionen, die man für eine Smartwatch erwartet. Wir erhalten verschiedene Menüs beziehungsweise Diagramme, die unsere Trainings- und Gesundheitsdaten übersichtlich zusammenfassen. Etwas ärgerlich sind diverse fehlende Übersetzungen in der App, wo wir statt eines deutschen Textes nur das englischsprachige Original angezeigt bekommen. In Anbetracht der Tatsache, dass selbst chinesische Hersteller wie Huawei, Xiaomi und Co. bei ihren Fitness-Apps einwandfreie Lokalisierungen anbieten, hätten wir gewünscht, dass Coros sich in diesem Punkt etwas mehr bemüht.

Die Benachrichtigungsfunktion beschränkt sich wie schon bei der Apex 2 Pro auf die Anzeige von Nachrichten (E-Mails, SMS, WhatsApp etc.) und eingehende Anrufe. Wer möchte, kann Benachrichtigungen während des Trainings deaktivieren.

Training und Aktivitäts-Tracking

Coros bewirbt die Vertix 2 als GPS-Uhr für „Abenteurer, die an ihre Grenzen gehen“ – und das merkt man dem Feature-Set der Smartwatch direkt an. Denn die Uhr bietet vor allem im Bereich der Navigation per GPS jede Menge nützliche Funktionen. Über das Menü der Vertix 2 können wir eine Kartennavigation aufrufen, die wir per Touchscreen bedienen. Dabei stehen uns sowohl Landschafts- als auch topografische Kartenansichten zur Verfügung. Wer über die Coros-App eigene Routen im Voraus plant, kann diese für die Navigation nutzen – allerdings fehlt eine konkrete Anzeige bei Abzweigungen. Lediglich einen Alarm gibt die Uhr von sich, wenn wir von der vorgegebenen Route abweichen. Außerdem können wir uns zurück zum Startpunkt führen lassen.

Ein besonderer Vorteil der Uhr ist schließlich der Support für fünf verschiedene Satellitensysteme (GPS, Glonass, Galileo, Beidou und QZSS), was laut Herstellerangaben eine besonders präzise Navigation ermöglichen sollte. Im Test lag die Vertix 2 dabei etwa auf dem Niveau der Garmin-Konkurrenz, wobei man mitunter minimale Abweichungen bei der Genauigkeit hinnehmen muss.

Coros Vertix 2 - App

Coros Vertix 2 - App

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Weil sich die Vertix 2 aber nicht nur an reine „Abenteurer“, sondern vor allem auch an Ausdauersportler richtet, verfügt die Flaggschiff-Smartwatch von Coros auch über eine ganze Reihe von Trainingsfunktionen. Neben verschiedenen Trainingsprofilen gibt es unterschiedliche Aktivitätsalarme, die uns etwa bei bestimmten Herzfrequenzen, Höhenlagen, Pace oder im Vorfeld festgelegten Zeitpunkten für die Nahrungszufuhr erinnern. Diese Features erweisen sich insbesondere während längerer Wettkämpfe, aber auch bei umfangreichen Trainingseinheiten als überaus praktisch.

Daneben bietet die Uhr eine Datenanalyse der allgemeinen Fitness und gibt etwa Bewertungen über die Trainingsbelastung, die Ermüdung und die Grundfitness ab. Auch diese Funktionen sind für die tägliche Trainingsplanung hilfreich und erlauben eine umfassende Analyse des eigenen Trainingsverhaltens. Läufer kommen zusätzlich in den Genuss von Schätzungen des Marathon-Levels, des VO2-Max-Werts, Schwellenwert-Zonen für Puls und Pace sowie eine allgemeine Rennvorhersage. Die Berechnung dieser Werte beruht auf den gemessenen Daten der Uhr und sollte nicht mit einer echten Laboranalyse gleichgesetzt werden.

Der optische Pulssensor der Vertix 2 macht zwar die meiste Zeit einen ordentlichen Job und misst die Herzfrequenz zuverlässig und genau, allerdings kommt es gelegentlich doch zu Abweichungen gegenüber der Messung per Brustgurt. Ähnlich wie viele andere Smartwatches, die den Puls per optischen Sensor messen, können verschwitzte Handgelenke und eine stark variierende Herzfrequenz für Ungenauigkeiten bei der Messung sorgen. Ein Brustgurt ist dann also Pflicht.

Schließlich gab es noch zwei Dinge, die uns während des Trainings insbesondere bei der Bedienbarkeit der Vertix 2 gestört haben. Erstens sind die Maßeinheiten der Uhr standardmäßig auf „imperial“ eingestellt – also Meilen statt Kilometer. Das trifft selbst dann zu, wenn man beim ersten Hochfahren der Uhr die Sprache „Deutsch“ wählt. Das ist ärgerlich, wenn man es erst während eines Wettkampfs bemerkt und sich wundert, warum die angezeigte zurückgelegte Strecke so deutlich von den Markierungen des Veranstalters abweicht. Noch weitaus störender empfanden wir aber die Empfindlichkeit der Drehkrone am Gehäuse der Vertix 2. Denn obwohl die Uhr über eine Tastensperre verfügt und wir die Krone eigentlich gedrückt halten müssen, damit wir die Uhr bedienen können, aktivierte sich die Krone von allein, wenn sich unser Handgelenk in abgeknickter Position befand. Dadurch pausierte das Tracking beim Laufen teils ungewollt und mehrfach kurz nacheinander, als wir bei einem Trailrun auf Stöcke zurückgreifen mussten.

Dieser Fehler tritt übrigens auch auf, wenn man die Tastensperre im normalen Smartwatch–Gebrauch aktiviert hat: Denn erhalten wir eine Benachrichtigung, wird das Display automatisch entsperrt. Knickt man dann das Handgelenk ab, springt die Uhr ins Traingsmenü und aktiviert unter Umständen automatisch die Aufzeichnung einer Trainingseinheit, obwohl wir das gar nicht wollen. In unserem Test trat dieses Problem mehrmals täglich auf. Der Grund dafür liegt in dem wuchtigen Gehäuse der Uhr und der Position der Drehkrone. Bereits ein Abknicken des Handgelenks im 45-Grad-Winkel reichte, um die Krone zu aktivieren. Zwar könnte man die Uhr weiter oben am Unterarm positionieren, wäre dann aber für eine brauchbare Pulsmessung definitiv auf einen Brustgurt angewiesen.

Coros Vertix 2 - Bilderstrecke

Coros Vertix 2

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Coros Vertix 2

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Schlaf

Die Vertix 2 verfügt selbstverständlich über eine integrierte Trackingfunktion für das Schlafverhalten seiner Nutzer, allerdings sollte man hier keine großen Überraschungen oder Innovationen erwarten. Einschlaf- und Aufwachzeitpunkt zeichnet die Uhr ebenso auf wie die Dauer der einzelnen Schlafphasen. Die Ergebnisse eignen sich, um langfristige Trends auszumachen, und sind in etwa mit den Messungen unseres Kontrollgeräts (Garmin Fenix 6) vergleichbar.

Herzfrequenz und Blutsauerstoff zeichnet die Vertix 2 sowohl tagsüber als auch beim Schlafen auf, wobei alle gemessenen Daten in einem separaten Menü innerhalb der App aufbereitet werden. Ferner können wir die Dauer der einzelnen Phasen auch direkt auf dem Display der Uhr anzeigen lassen. Basierend auf der jeweiligen Trainingsbelastung und der Schlafdauer sowie -qualität gibt die Uhr außerdem eine Prognose der erforderlichen Erholungszeit ab.

Musik und weitere Features

Ähnlich wie bei der App unterscheidet sich die Vertix 2 auch bei den Zusatzfunktionen nicht von der Apex 2 Pro: Nutzer kommen in den Genuss eines integrierten Musikspeichers von 32 GByte, in den sich per USB-Kabel MP3-Dateien laden lassen. Spotify oder vergleichbare Apps unterstützt die Uhr allerdings nicht.

Ferner gibt es Zusatzfunktionen wie Find-My-Phone, eine Kamerasteuerung und ein Metronom. Auf ein Bezahl-Feature ähnlich Apple- oder Garmin-Pay müssen wir aber verzichten.

Akku

Ein großer Pluspunkt der Coros Vertix 2 ist die überragende Akkulaufzeit. Der Hersteller gibt die Laufzeit mit bis zu 140 Stunden mit aktiviertem Standard-GPS-Tracking (GPS und QZSS) an. Bei täglicher Nutzung soll der Akku rund 50 Tage durchhalten. Damit liegt die Uhr deutlich über dem Wert der Garmin Fenix 7 (Testbericht) mit 28 Tagen und der Garmin Epix 2 (Testbericht) mit 31 Tagen im Smartwatch-Modus.

Preis

Coros verkauft die Vertix 2 in den Farben Obsidian (Schwarz-Grau) und Lava (Orange) zum Preis von rund 599 Euro (Preisvergleich). Damit bewegt sich der Preis der Uhr auf dem Niveau der Garmin Fenix 7 Solar (Testbericht).

Fazit

Auf Amazon finden sich teilweise recht drastische negative Kritiken für die Vertix 2. Ganz so hart wollen wir mit der Uhr an dieser Stelle nicht ins Gericht gehen, denn Coros macht mit der Smartwatch einiges richtig. Trotzdem weist die Vertix 2 auch diverse eklatante Schwächen auf, sodass sie im Vergleich zur Konkurrenz von Garmin, Polar & Co. eindeutig den Kürzeren zieht.

Das Hauptproblem, mit dem die Vertix 2 zu kämpfen hat, ist im Prinzip dasselbe wie bei der Coros Apex 2 Pro (Testbericht): Eine hervorragende Akkulaufzeit und hervorragendes GPS-Tracking wiegen nicht die Mängel bei Pulsmessung, Navigation, der App und der Musiksteuerung sowie den Mangel an Features (etwa Bezahlfunktion) auf. Wenn Coros wirklich mit Garmin mithalten und der Fenix oder Epix entsprechend Konkurrenz machen will, reicht der leicht niedrigere Preis nicht aus. Wer auf der Suche nach einer High-End-Sportuhr ist, sollte sich den Kauf der Coros Vertix 2 also gut überlegen.

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